Dienstag, 11. Dezember 2018

[Rettungsaktion] Weihnachtliche Desserts

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um weihnachtliche Desserts  widmen.]

Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Nicht ganz, aber in weniger als zwei Wochen ist Heilig Abend. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Bei mir persönlich ist die Adventszeit (leider) meist nicht sehr besinnlich - für alle, die wie ich in der Transportbranche arbeiten, bedeutet die Zeit vor Weihnachten meistens Stress und ein enormer Anstieg der Sendungszahlen. Heutzutage wird viel im Internet bestellt und das auch oft auf den letzten Drücker. Da freut sich zwar mein Arbeitgeber, aber die Work-Life-Balance aller Beteiligten incl. der Paketzusteller bleibt auf der Strecke. Bitte denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal über einen Zusteller schimpft. Ich kann Euch versichern, dass sie alle ihr Möglichstes geben. Aber auch in anderen Bereichen, z.B. im (Einzel-)Handel, ist die Vorweihnachtszeit mit viel Stress verbunden. Und dann soll man (oder Frau) an Weihnachten auch noch ein leckeres Menü auf den Tisch bringen?

Die Werbeprospekte aller Supermärkte sind randvoll mit Angeboten aus ihren "De Luxe-" oder "Exquisit-"Linien. Auch vor Dessertkreationen in allen möglichen Variationen wird nicht zurückgeschreckt. Vor dem oben geschilderten Hintergrund ist die Versuchung groß... aber es muss nicht sein, denn ein selbst gemachtes Dessert muss nicht der riesengroße Aufwand sein.



Und genau hier setzt die Rettungstruppe an - eine kleine Gruppe FoodbloggerInnen, die sich auf Facebook gefunden hat und nun regelmäßig Lebensmittel vor der Lebensmittel-Industrie rettet. Denn selbst gemacht heißt nicht unbedingt viel Aufwand - aber auf jeden Fall Geschmack ohne Zusatzstoffe. Bei diesen Rezepten weiß man, was drin ist! Gegründet wurde die Gruppe vor über 4 Jahre von Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde - inzwischen hat ein "Führungswechsel" stattgefunden. Deswegen gilt der Dank heute Christine (aka Anna Antonia) und Ingrid (auchwas). Nicht zu vergessen die fleißigen Helferlein im Hintergrund, die uns hilfreiche Listen erstellen oder sich um die Pflege der Social Media-Kanäle kümmern.

Zurück zur Rettungsaktion: mein Mann hat einen Teil seiner Kindheit in Dänemark verbracht und ist daher stark mit den dänischen (Weihnachts-)Traditionen verbunden. Dazu gehören kulinarisch unter anderem auch Kransekager (habe ich eigentlich das Rezept dazu eigentlich mal veröffentlicht?) und eben Ris à l'amande (manche schreiben es auch Risalamande). Dieser cremige Reisbrei wird sehr oft an Weihnachten gekocht. Viele verstecken einen ganze Mandel darin - wer sie findet, der bekommt ein extra Geschenk (oft ist dies ein Marzipanschwein, das Glück bringen soll). Ich bin mir sicher, dass es in Dänemark Ris à l'amande als fertiges Produkt oder zumindest als Fix-Päckchen gibt. Aber so weit muss ich nicht gehen, denn wer kennt nicht den Milchreis, der bei uns immer beworben wird? Muss aber nicht sein, denn den Reisbrei kann man super einfach auch selbst herstellen.

Ich bin ja eine faule Socke und habe die Zubereitung des Milchreises meinem Thermomix überlassen. Selbstverstädnlich kann man den Reis auch ganz traditionell im Kochtopf zubereiten, dann heisst es aber Aufpassen und viel Rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Ich wollte zu dem Reis eigentlich gebratene Apfelspalten machen - da hat mein Mann allerdings sein Veto eingelegt und mir glaubhaft versichert, dass zum Ris à l'amande eine Kirschsauce gehört. Nun ist es aber so, dass a) zur Zeit keine Kirschen-Zeit ist, b) wir keinen Sauerkirschbaum besitzen, c) unser Süßkrischen-Baum noch jung ist und somit nicht genügende Kirschen abwirft, dass ich diese einmachen könnte und d) unser Obstdealer nicht mehr auf den Markt kommt. Aber ein kurzer Aufruf in unserem privaten Dorf-Netzwerk hat mir dann ein tolles Glas voll mit eingeweckten Kirschen eingebracht. An dieser Stelle einen lieben Dank an Inga dafür.

Genug geschwafelt, jetzt zum Rezept...



Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande
für 6-10 Portionen (je nach Größe des Glases/Schälchen)
1 1/2 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
1 EL Butter
1 L Vollmilch
1 Prise Salz
250 g Milchreis
100 g Mandeln, gehackt + 1 ganze, geschälte Mandel
1 Glas Sauerkirschen
1-2 TL Speisestärke
1 kleines Geschenk (z.B. Marzipanschweinchen)
 
Vanillezucker und Butter in den Mixtopf geben und 4 Minuten auf Stufe 1/Varoma ohne Messbecher schmelzen lassen. Dann Milch und Salz zufügen. Mit Messbecher 7 1/2 Minuten auf Stufe 1/100 °C erhitzen. Nun Milchreis und  75 g Mandeln einfüllen. Alles mit Messbecher 30 Minuten auf Stufe 1-Linkslauf/90 °C garen. Danach in eine Schüssel umfüllen, nachquellen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Unter den abgekühlten Reis heben. In Gläser/Schälchen füllen und kalt stellen. In einem der Gläser die ganze Mandel versenken.

Kirschen in ein Sieb geben, dabei den Saft auffangen. Etwas Saft in ein Glas geben und mit der Speisestärke verrühren. Restlichen Saft erhitzen. Speisestärke unter Rühren zufügen und aufkochen lassen. Kirschen zufügen und alles abkühlen lassen.

Vor dem Servieren die Kirschen mit der Sauce auf den Reis geben und mit den restlichen Mandelstückchen bestreuen.



Wer keinen Milchreis mag und/oder ein anderes Dessertrezept sucht, der wird vielleicht bei den MitretterInnen fündig:

Anna Antonia - Buttermilch-Pannacotta 
Brittas Kochbuch - Vanilleeis mit gebrannten Mandeln 
Cakes Cookies an more - Weihnachts Crème brûlée 
Fliederbaum - Lebkuchen-Biskuitroulade 
Kleines Kuliversum - Weihnachtliches Apfel Quark Dessert 
lieberlecker - Meyer Lemon Baked Alaska 
our food creations - Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Rest-Adventszeit und viel Spass beim Nachkochen.

Samstag, 8. Dezember 2018

Kalender 2019

Die Kalender 2019 sind da - ganz frisch aus der Druckerpresse. Wie schon im letzten Jahr gibt es hier eine Zusammenfassung der Gerichte und die Links zu den Rezepten.

Mit dem Klick auf den Rezepttitel gelangt man direkt zum Rezept.



 Knuspriger Schweinebauch Asia Style (tba)





 Herzhafte F(r)ischläse-Törtchen (tba)

 Beeren-Pavlovas (tba)

 Tortellini-Salat mit Rucola, Tomaten & Mozzarella (tba)



 Hirschrücken in Salzkruste gegart mit Petersilienpüree und Wurzelgemüse (tba)




Dienstag, 6. November 2018

[Rettungsaktion] Alles mit Kürbis

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um den Kürbis widmen.]- vorsicht, langer Beitrag!

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiss, was es mit diesen Rettungsaktionen auf sich hat. Wenn nicht, dann eine kurze Zusammenfassung: eine kleine Gruppe von Facebook-Mitgliedern hat sich zusammen getan, um Lebensmittel vor der Lebensmittelindustrie zu retten - immer mehr Menschen können mit dem ursprünglichen Produkt nichts mehr anfangen und greifen auf diverse Convenince-Produkte oder Tütchen und Co zurück. Das muss nicht sein - und genau deswegen finden in (mehr oder weniger) regelmäßigen Abständen Rettungsaktionen statt. Wir bieten der Fertigfutter-Industrie Paroli!

Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Kürbis. Und Kürbis kann echt vielseitig sein. Das ist mir aufgefallen, als wir vor zwei Wochen in unserer Firma Gesundheitstag hatten und ich nach ein  oder zwei Gerichten für unser traditionelles Buffet gesucht habe - da fällt mir ein, dass ich unsere Sekretärin, die dabei immer das Zepter in der Hand hat, nach dem Rezept für ihren Kürbis-Karotten-Apfel-Salat und die Kürbis-Quiche fragen muss. Beides äußerst lecker! Ja, jedenfalls musste etwas neues, herbstliches her. Und da fielen mir die Päckchen mit Kürbismus ein, die in meinem Gefrierschrank schlummern. Ursprünglich für ein thüringisches Gericht namens "Kürbsmus" produziert, aber auch anderweitig wirklich vielseitig einsetzbar. Deswegen *tada*: mein Rezept für das Grundprodukt von vielseitigem Kürbismus - das thüringische Gericht wird es übrigens bestimmt auch irgendwann auf diesen Blog schaffen (sofern meine liebe Schwiegermutter das Rezept rausrückt), denn es ist Soulfood pur mit Speck, Hackfleisch, altbackenen Brötchen, Ei und Käse (wenn ich mich richtig erinnere).

Vielseitiges Kürbismus
(super einfaches Rezept, besteht aus genau einer Zutat)

Hokkaido-Kürbis, gewaschen, entkernt und in grobe Stücke geschnitten

Ganz bewusst ohne Mengenangaben, ich bereite das Mus immer auf Vorrat zu und friere es portionsweise ein - so habe ich immer fertiges Mus zur Hand, das ich nur auftauen muss...

Kürbisstücke im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Umluft) ca. 30 Minuten garen - die Garzeit hängt stark von der Größe der Kürbisstücke ab.

Abkühlen lassen, grob mit einer Gabel zermanschen und  portionsweise einfrieren (bei mir normalerweise in 250-500 g-Portionen. Dank der recht trockenen Konsistenz funktioniert das in, zu flachen Päckchen gedrückten, Gefrierbeuteln recht gut.)








Häää, das war's? Nicht einmal ein Foto? Nein, das war noch nicht alles.




Ich möchte Euch ja zeigen, wie vielseitig das Kürbismus wirklich ist. Also habe ich das Mus ein bisschen weiter verarbeitet, zum Beispiel zu Kürbisbrot. Das Brot ist im Prinzip eine Adaption von meinem Kartoffelbrot. Das verwendete Kürbismehl habe ich beim Hofladentag im Zellertal entdeckt und von einer kleinen Ölmühle in Wachenheim erstanden.


Kürbisbrot

10 g Frischhefe
10 g Stein-oder Meersalz
100 ml Wasser
170 g Kürbismus
1 TL Honig
550 g Mehl  (moi: 200 g Dinkelvollkornmehl und 350 g Dinkelmehl Type 630)
50 g Kürbismehl (wer das nicht bekommt, durch 50 g Dinkelvollkornmehl ersetzten)
300 ml Wasser
Kürbiskerne (Menge nach Wunsch - moi: eine knappe Handvoll)
etwas Butter zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken

Zunächst einmal muss man die Salz-Hefe-Lösung aus der Frischhefe, Wasser und Salz herstellen. Sie soll mindestens 1, maximal 48 Stunden reifen. Meine hatte etwa 2 Stunden Zeit.

Dann die ausgereifte Salz-Hefe-Lösung in den  Mixtopf des Thermomix gießen, das Kürbismus und den Honig dazu geben. Den Mixi 5 Sekunden auf Stufe 7 drehen lassen. Jetzt Vollkornmehl und helles Mehl einwiegen. Außerdem das Wasser, Kürbismehl und Kürbiskerne zufügen. Den Teig 3 Minuten auf Teigstufe kneten lassen. Wer keinen Thermomix oder ähnliche Küchenmaschine zum Kneten von schweren Teigen besitzt, kann das Ganz auch mit der Hand kneten. Ist halt aufwendiger...

Nun muss der Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen. Dabei sollte er sein Volumen verdoppeln.

Nun kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und kann mit einem Spatel bearbeitet werden, bis man eine schöne, geschmeidige Kugel hat. Einen gusseisernen Bräter einfetten und mit Haferflocken ausstreuen. Leider besitze ich keinen entsprechenden Bräter, so dass ich einfach meinen Ultra von Tupper verwendet habe. Nun muss man die recht weiche Teigkugel noch in den Bräter verfrachten, Deckel drauf und ab damit in den kalten Backofen. Den Backofen auf 200 °C (ich habe Umluft gewählt, da im Original-Rezept keine Angaben diesbezüglich zu finden waren) einstellen. Nach 55 Minuten den Deckel abnehmen und das Brot weitere 10 Minuten backen (weitere 5 Minuten würden dem Brot auch nicht schaden).

Nach dem Backvorgang habe ich das Brot aus der Form genommen und noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen, bevor es dann ganz abkühlen durfte.



Aber Brot ohne Aufstrich? Das geht definitiv nicht. Um Abhilfe zu schaffen gibt es auch gleich ein Rezept für den passenden Belag:



Kürbis-Kichererbsen-Aufstrich mit Trauben

1 kl. Dose Kichererbsen (265 g Abtropfgewicht)
250 g Kürbispüree
1 kleine, rote Zwiebel, fein gewürfelt
1 Stängel Stangensellerie, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
200 g Schmand
1 EL grober Senf
1/2 Bund Petersilie, gehackt
250 g Trauben, halbiert
Kürbis-/Sonnenblumenkerne
Salz & Pfeffer

Kichererbsen abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken. Kürbispüree, Zwiebel, Sellerie, Knoblauch, Schmand und Senf zufügen. Alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Petersilie, Trauben und Kerne unterheben.

Gekühlt mit Brot (oder Brötchen) servieren.




Und zum Abschluss noch was Süßes zum Kaffee... eigentlich sollte die Creme als Topping auf die Gugels - aber sie ist trotz langer Kühlung nicht wieder fest geworden. Macht nichts, hat auch als etwas flüssigerere Variante zu den Gugels lecker geschmeckt. Man muss den Gästen ja nicht verraten, dass das so gar nicht geplant war...


Kürbis-Orangen-Gugels mit Orangencreme und Kürbiskrokant
für ca. 14-16 mittlere Gugels

2 Eier
75 g Zucker
1 TL Vanillezucker, vom selbst gemachten
100 ml Orangensaft, frisch gepresst
100 ml Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
125 g Kürbismus, fein püriert
175 g Dinkelmehl Type 630
50 g gemahlene Mandeln
Abrieb von 1/2 Bio-Orange
1 geh. TL Backpulver

Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Zuerst Orangensaft und Öl, dann die restlichen Zutaten unterrühren. 

Teig in kleine Gugel-Formen füllen (max. 3/4 voll). Meine sind aus Silikon und deswegen kann ich mir das Fetten sparen. Wer keine Gugel-Formen hat, der kann auch Muffin-Formen nutzen - dann wird der Teig aber vermutlich nicht für die gleiche Anzahl ausreichen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!)

Aus der Form nehmen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Orangencreme und Kürbiskrokant herstellen.

Orangencreme

150 ml Orangensaft (frisch gepresst)
Zucker (leider habe ich vergessen, wie viel genau es war - ich glaube 50 g - das kommt davon, wenn man gleich alles in den Rechner tippt!)
Abrieb von 1/2 Orange
250 g Frischkäse (Doppelrahm)

Orangensaft mit dem Zucker vermengen und in einem kleinen Topf auf die Hälfte einreduzieren. Abkühlen lassen. Orangenreduktion (oder soll ich es Orangensirup nennen?) mit dem Frischkäse und Orangenabrieb verrühren. Wem die Creme nicht süß genug ist rührt einfach noch etwas Puderzucker unter.

Kürbiskrokant

1-2 EL Zucker
eine kleine handvoll Kürbiskerne

Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Kürbiskerne zufügen und alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen, dann mit einem Messer grob hacken.




Zuletzt wollte ich Euch noch ein Rezept für Pumpkin Spice Latte präsentieren - nur der hat mir so gar nicht geschmeckt, deswegen habe ich darauf verzichtet. Drei, nein vier Rezepte in einem Posting sind ja auch genug, oder?


Und falls es jetzt doch noch jemanden gibt, der so gar nichts mit Kürbis anfangen kann, hier noch ein paar Kürbis-Rezepte von meinem Blog:


Und wer jetzt noch mehr Inspiration zum Thema Kürbis braucht - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen (es lohnt sich, dort vorbei zu schauen, lauter leckere Rezepte)

auchwas - Kürbis süß-sauer 
Brigittas Kulinarium - Kürbisravioli aus Kartoffelteig 
Brittas Kochbuch - Kürbisrisotto 
Cakes Cookies an more - Mac and Cheese mit Kürbis 
CorumBlog 2.0 - Kürbis-Konfitüre 
Das Mädel vom Land - Wickelknödel mit Kürbis und Pilzen 
evchenkocht - Kürbis-Cannelloni 
Fliederbaum - Kürbis-Kartoffel-Gratin 
genial-lecker - Kürbis-Möhren-Quiche 
lieberlecker - Kürbis Vermicelles 
our food creations - Vielseitiges Kürbismus 
Pane-Bistecca - Kürbis Prussien 
Unser Meating - Kürbis-Käse-Suppe 


Last but not least noch ein paar Danksagungen:

Besonderen Dank an Christine Blickle (aka Anna Antonia), die die Rettungstruppe seit dem Rücktritt der Gründerinnen Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde leitet. Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen. Zu verdanken haben wir die heutige Rettungsaktion übrigens der lieben Ingrid von auchwas.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Alle lieben Pasta [Blogevent Oktober]

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Nudelgerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesem Thema widmen]

Heute ist zufälligerweise Weltnudel- bzw. Weltpastatag. Super, dann gibt es heute eben Pasta, denn ich liebe Pasta... Tastesheriff übrigens auch. Auch diesen Monat gibt es wieder ein Pasta-Event. Im Oktober wünscht sich Clara Pasta mit Fleisch. Bei ihr gab es One Pot Pasta mit Salsiccia.  Ich habe mich für Pasta mit Speck und Pfifferlingen entschieden. Für mich ein richtig leckeres und vor allem schnell gemachtes Essen.



Pasta mit Speck und Pfifferlingen
für 2 Portionen

300 g frische Pasta (z.B. Tagliatelle)
250 g Speck, in Streifen geschnitten
250 g Pfifferlinge, geputzt
1 EL Butterschmalz
200 ml Sahne
Salz und Pfeffer
Petersilie, gehackt
frisch geriebener Parmesan

In einem großen Topf Wasser erhitzen. Speck in eine Pfanne geben und ohne Fettzugabe auslassen. Herausnehmen und zur Seite stellen. Butterschmalz in die Pfanne geben, erhitzen, Pfifferlinge zufügen und 3-4 Minuten braten. Dann Speck wieder zufügen, Sahne angießen und alles bei mittlerer Hitze 4 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Wasser salzen und die Nudeln al dente kochen - Frischnudeln benötigen nur 3-4 Minuten! Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dabei mit dem Salz vorsichtig sein, der Speck würzt schon recht kräftig. Pasta abgießen und tropfnass mit der Sauce vermengen. Auf Teller verteilen. Mit Petersilie und frisch geriebenem Parmesan bestreuen.


Dienstag, 9. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 3

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]

Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss. Und aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei...

Deswegen ganz aktuell noch ein Kartoffel-Gemüse-Eintopf.



Kartoffel-Gemüse-Eintopf 
für 4-6 Portionen

1 kg Kartoffeln, geschält und gewürfelt
5 Karotten, geschält und in Scheiben geschnitten
1 Süßkartoffel, geschält und in Stücke geschnitten
2 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Brühe)
1 TL Pimenton de la Vera dulche (süßes, geräuchertes Paprikapulver)
1 Lorbeerblatt 
400 g geräucherter Putenschinken, gewürfelt
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz und Pfeffer 
2 EL Butter
8 Scheiben Roggenbrot, gewürfelt
200 g Schmand
Petersilie und/oder Schnittlauch zum Garnieren

Kartoffel-, Karotten- und Süßkartoffelstücke in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Zum Kochen bringen, dann Suppengrundstock, Pimenton de la vera und Lorbeer zufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Putenschinken in der Suppe kurz erwärmen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin abraten - im Badischen nennen wir das Ergebnis übrigens Kracherle...

Suppe mit Schmand, Kracherle und etwas gehackter Petersilie oder Schnittlauch servieren.


Montag, 8. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 2

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]


Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss. Hier kommt nun der 2. Streich...

Wie in meinem Post der Kraut-Fleckerl erwähnt, haben wir auf dem Markt schönes, frisches Rehgulasch aus heimischer Jagd erstanden. Und das musste mit liebem Besuch von Usedom verkocht und verbloggt werden... Wer nicht in der luxeriösen Lage ist und keinen Jäger und Wildhändler auf dem Wochenmarkt hat, die regionalen Forstämter haben in der Regel Adressen von Jägern, die Wild zum Verkauf anbieten.

Wildes Kürbis-Gulasch vom Reh
für 6-8 Portionen

2 EL Butterschmalz
1 kg Rehgulasch (bevorzugt aus heimischer Jagd) 
2 große Metzger- oder Gemüsezwiebeln, in Würfel geschnitten
3-4 EL Tomatenmark
1/2 Knolle Knoblauch, geschält und in feine Würfel geschnitten
1 Glas trockener Weißwein 
2-3 Lorbeerblätter
5 Piment-Körner
2-3 EL Suppengrundstock, alternativ gekörnte Brühe o.ä. 
1 (großer) Hokkaido-Kürbis, gewaschen, entkernt und in grobe Würfel geschnitten
Paprikapulver, edelsüß
Zucker
Salz und Pfeffer

Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin portionsweise anbraten. Herausnehmen und warm halten. Dann im gleichen Topf die Zwiebeln anschwitzen. Tomatenmark und Knoblauch zufügen, alles kurz anrösten. Mit Weißwein ablöschen. Flüssigkeit unter Rühren vollständig verdampfen lassen. Dann 1 Liter Wasser, Lorbeerblätter, Piment, Suppengrundstock und Fleisch zufügen. Aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Danach Kürbiswürfel zufügen und weitere 30 Minuten sanft kochen. Vor dem Servieren mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Beilage gab es Süßkartoffelstampf aus dem Ofen (Rezept weiter unten)


Süßkartoffelstampf aus dem Ofen

2 kg Süßkartoffeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1/2 Knolle Knoblauch, angedrückt und geschält
3 EL Pflenzenöl (ich: Mischung aus Oliven-und Rapskernöl)
75 g Butter
2 EL Suppengrundstock, alternativ gekörnte Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer

Süßkartoffelwürfel und Knoblauch mit dem Öl vermengen. Auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft) 30 Minuten garen. In eine hitzebeständige Schüssel (alternativ Topf) umfüllen. Butter in Stückchen zufügen und mit einem Topfbesen (oder Kartoffelstampfer) zu einem Stampf verarbeiten - es dürfen dabei kleine Stückchen darin verbleiben. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.


Freitag, 5. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 1

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]  

Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss.



Im Moment gibt es Gemüse im Überfluss - an den Ständen beim Wochenmarkt leuchtet es in allen Farben und man kann sich kaum entscheiden, welches Gemüse denn nun im Körbchen und damit auf den Tisch landet. Bei mir waren es Spitzkohl, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Karotten - plus ein bisschen Schnittlauch und Petersilie. Einen schönen Kürbis hatten wir vor kurzem von Freunden geschenkt bekommen und stand daher nicht auf der Einkaufsliste. Dafür aber 1 kg feinstes Rehgulasch vom Wild-Dealer des Vertrauens.

Heute gab es Kraut-Fleckerl, die sind für mich ideales Feierabendessen weil sie super schnell gemacht sind. 


Kraut-Fleckerl
für 3-4 Portionen

250 g Lasagne-Platten
2 EL Butterschmalz
1 Zwiebel, gewürfelt
1 TL Zucker
250 g Speck oder Schinkenspeck, gewürfelt
1 kleiner Spitzkohl (500 g geputzt und in grobe Stücke geschnitten)
Kümmel, gemahlen
Salz und Pfeffer
200 g Schmand 
etwas Schnittlauch zum Garnieren

Lasagneplatten in grobe Stücke brechen und in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Dann in ein Sieb geben und mit gut mit Wasser abspülen damit die Nudeln nicht zusammenkleben.

Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin zusammen mit dem Zucker bei nicht zu großer Hitze anschwitzen - sie sollen dabei glasig werden und keine Röstaromen bilden. Dann Speck/Schinkenspeck und Spitzkohl zufügen. Alles anbraten. Suppengrundstock und etwas Wasser dazu geben, gut verrühren und zugedeckt etwa 5 Minuten dünsten. Dann Nudelstücke (Fleckerl) unterheben und kurz erhitzen. Mit Kümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Schmand und Schnittlauch servieren.