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Freitag, 27. November 2020

[Wir retten was zu retten ist] Suppenliebe

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um Suppen und Eintöpfe widmen.]

Das Horror-Kabinet ist wieder zurück. Dieses Mal hat sich die Rettungstruppe Tüten- und Dosensuppen genauer angeschaut... mir läuft es wirklich kalt den Rücken herunter wenn ich daran denke, was da so alles drin ist, was ich persönlich nicht in meinen Essen haben möchte (rot markiert). 
 
Champignon-Creme-Suppe aus der Tüte von einem der führenden Tütensuppen-Hersteller (für 2 Teller/ergibt 500 ml)

Zutaten: Kartoffelstärke, WEIZENMEHL, Sonnenblumenöl, 9,8 % SAHNEPULVER, Jodsalz, 5 % Champignonextrakt, MOLKENERZEUGNIS, MILCHZUCKER, Zucker, 1,9 % Champignons (doch so viel - wow!), Gewürze (Zwiebeln, Knoblauch, Muskatnuss, Pfeffer), Petersilie, MILCHEIWEISS, Glukosesirup, Aroma, Hefeextrakt, Säuerungsmittel Citronensäure.


Feinschmecker Kürbiscremesuppe aus der Tüte von einem anderen Hersteller (ergibt ebenfalls 2 Teller/500 ml)

Zutaten: 22% Kürbis² (Pulver, Stücke), Palmöl, Stärke, WEIZENMEHL, Zucker, jodiertes Speisesalz, Glukosesirup, Hefeextrakt, MILCHEIWEISS, Gewürze (Knoblauch², Paprika, Kümmel), Speisesalz, Maltodextrin, Petersilie², Fruktose, Sojasauce (SOJABOHNEN, WEIZEN), Zitronensaftpulver, Aromen, Sonnenblumenöl. Kann Spuren von Ei, Sellerie und Senf enthalten. ² Aus nachhaltigem Anbau.


Feinschmecker Schwäbische Flädle Suppe (ebenfalls von einem führenden Tütenhersteller)

Zutaten: 65% Flädle [WEIZENMEHL, MAGERMILCHPULVER, VOLLEI, jodiertes Speisesalz, Stärke, Gewürze (Muskat, Curcuma), Hefeextrakt], jodiertes Speisesalz, Palmöl, Aromen (mit MILCH), Stärke, Fruktose, Hefeextrakt, Speisesalz, Kochsalzersatz³, Zucker, Rindfleischextrakt, Maltodextrin, 0 ,4% Karotten², 0,3% Zwiebeln², Schnittlauch, Gewürze (SELLERIESAMEN, Pfeffer, Muskat). Kann Spuren von Soja und Senf enthalten. ² Aus nachhaltigem Anbau. ³ Gewonnen aus natürlichen Kaliummineralien.

Soviel zum Gruselkabinett. Ich habe mir gedacht, dass so eine schöne Champignon-Crème-Suppe doch so einfach und schnell selbst zu machen ist. Ohne dass sich darin Zutaten befinden, die ich erst einmal googlen muss um herauszufinden, was sich dahinter verbirgt. 
 

Champignons-Crème-Suppe
für 4 Portionen

1 EL Butterschmalz
2 Schalotten, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt oder in Scheiben geschnitten
500 g Champignons, in Scheiben geschnitten
2 mittelgroße Kartoffeln, geschält und klein gewürfelt
1 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Gemüsebrühe)
1 kleiner Zweig Rosmarin
1-2 Zweiglein Thymian, die Blättchen abgezupft
200 g Sahne
1/2 -1 TL Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Petersilie oder Schnittlauch, gehackt oder in Röllchen geschnitten
1-2 EL Butter
1 Scheibe Brot, gewürfelt

Butterschmalz in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin andünsten, aber keine Farbe nehmen lassen. Knoblauch und 3/4 der Champignonscheiben zufügen. 5 Minuten dünsten, dann Kartoffelwürfel, 500 ml Wasser, Rosmarin, Thymian und Suppengrundstock dazugeben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind (abhängig von der Größe der Kartoffelwürfel). Rosmarinzweig herausnehmen, Sahne angießen und die Suppe fein pürieren. Wem die Suppe zu dick ist kann sie mit etwas Wasser verdünnen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin goldbraun anbraten. Zur Seite stellen. Einen weiteren EL Butter erhitzen und die restlichen Champignons darin anbraten. 

Suppe in Teller geben, mit Petersilie oder Schnittlauch, Brotwürfelchen und gebratenen Champignons garnieren. 



Hier findet Ihr noch mehr schöne Suppen- und Eintopfrezepte auf diesem Blog (nur eine kleine Auswahl, für alle Rezepte auf die Labels Suppen und/oder Eintöpfe klicken):

 
 
Und hier geht es zu den Suppen der MitretterInnen:

Brittas Kochbuch - Mulligatawnysoup 
Cakes, Cookies and more - Selbstgemachte Tütensuppe im Glas 
Turbohausfrau - Französische Zwiebelsuppe 
BrigittasKulinarium - Französische Zwiebelsuppe 
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Tomatencremesuppe 
BackeBackeKuchen - Gulaschsuppe 
CorumBlog 2.0 - Brokkoli-Nudel-Topf 
Bonjour Alsace - Erbseneintopf 
our food creations - Champignoncrèmesuppe 
Möhreneck - Gemüsesuppe
Das Mädel vom Land - Serbische Bohnensuppe
Barbaras Spielwiese - Waldpilz-Crèmesuppe (ohne Tüte)

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Auch ein herzliches Dankeschön an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt.

Freitag, 13. November 2020

[Kulinarische Weltreise] Irland - Irish Seafood Chowder

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus Irland widmen.]
 
 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei
 
Volker mampft hat uns im November mit der kulinarische Weltreise nach Irland geschickt. Irland ist bekanntermaßen eine Insel, die von Wasser umgeben ist (haben Inseln halt so an sich). Und im Wasser schwimmen Fische. Und anderes Meeresgetier. Deswegen gibt es heute mal ein Fischsüppchen. Das heißt bei den Iren dann aber nicht Suppe sondern Chowder. Chowders sind cremig-gehaltvolle Suppen mit (viel) Sahne. In diesem Fall mit Sahne und Kartoffeln. Und noch eine Besonderheit hat diese Chowder - sie wird nicht nur mit frischem sondern auch mit Räucherfisch zubereitet. Das gibt ihr einen kleinen Extra-Kick.

Ich empfehle dazu ein paar Waterford Blaas zu backen - mit den leckeren Brötchen kann man dann die sämige Brühe schön auftunken und die Schale sauber auswischen...


Irish Seafood Chowder
für 2-4 Portionen (Hauptgericht/Vorspeise)

2 EL Butter
1 Zwiebel, fein gewürfelt
3 kleine Karotten, geschält und gewürfelt
2 Stangen Sellerie, gewürfelt
3-4 mittelgroße Kartoffeln, geschält und gewürfelt
500 ml Fischfond (alternativ Gemüsebrühe)
4 Zweiglein Thymain, die Blättchen abgezupft
1 Lorbeerblatt
Suppengrundstock
150 g helles Fischfilet (moi: Seelachs), gewürfelt
150 g Lachsfilet, gewürfelt
150 g Garnelen
150 g gekochtes Muschelfleisch
150 g Stremellachs, gewürfelt oder in Stücke gezupft
200 g Sahne
Salz und Pfeffer
etwas Zitronensaft
Petersilie, gehackt

Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Karotten, Sellerie und Kartoffeln hinzugeben. Fischfond angießen. So viel Wasser hinzufügen, dass alles gut bedeckt ist. Thymian und Lorbeerblatt in den Topf geben und alles mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt auf mittlerer Hitze ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Die Kochzeit ist stark davon abhängig, wie groß bzw. klein das Gemüse geschnitten ist. Fischwürfel zufügen und im Sud ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze garen. Nach 5 Minuten die Garnelen und das Muschelfleisch zugeben und mit erhitzen. Zuletzt Stremellachs und Sahne zufügen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren die Petersilie untermengen.
 
 
 
 
 





Montag, 9. November 2020

[Kulinarische Weltreise] Irland - Strong Farmer's Beef & Barley Soup

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus Irland widmen.]
 
 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft macht immer noch Station in Irland - ich hoffe, ich langweile Euch nicht damit, dass es schon den ganzen November irische Gerichte gibt... und das hier ist noch nicht das Letzte! Aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden, was ich denn kochen sollte. Deswegen sind es ein paar mehr Rezepte geworden als ursprünglich geplant... 
 
Heute habe ich einen leckeren Eintopf im Gepäck. Dieser entstand im letzten Jahrhundert als die Landwirte begannen gleichzeitig Fleischvieh zu produzieren und Getreide anzubauen. Ebenso wurde Gemüse für den eigenen Bedarf gezogen - darunter viel Kartoffeln (wer hätte das gedacht?), aber ebenso Karotten, Rüben, Kohl, Zwiebeln und ähnliches.

In diesen nahrhaften Eintopf kamen dann, neben Fleisch eben genau diese Feldfrüchte, die je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit, stark variieren konnten. Das Rezept funktioniert übrigens auch wunderbar mit Lamm - dann ist es eben eine Lamb & Barley Soup.

In meinem Gericht habe ich recht viel Fleisch und gar keine Kartoffeln verwendet - das war urprünglich nicht so, denn Fleisch war (und ist es immer noch) ein wertvolles und teures Gut gewesen. Der Gemüseanteil kann nach Belieben variiert und auch erhöht werden.

 
 
Strong Farmer's Beef & Barley Soup
für 6 Personen

Fett zum Anbraten
300 g fetter Speck, gewürfelt
2 Zwiebeln, gewürfelt
1 kg Rindfleisch, nicht zu groß gewürfelt (die Stücke sollten gut auf einen Suppenlöffel passen)
4 Karotten, gewürfelt
2 Selleriestangen, gewürfelt
 200 g Gerstengraupen
150 g Schälerbsen, gelb oder grün
Kartoffeln, geschält und gewürfelt (optional)
1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
2 Zehen Knoblauch (optional)
1 Kohlrabi, geschält und gewürfelt (optional)
2 Lorbeerblätter
4-6 Salbeiblätter
1 Liter Rinderbrühe
Salz und Pfeffer
Petersilie/Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln zum Bestreuen

Fett in einem großen Topf erhitzen und den Speck zusammen mit den Zwiebeln darin anbraten. Herausnehmen und zur Seite stellen. Im gleichen Fett das Rindfleisch portionsweise anbraten. Speck-Zwiebel-Mischung zusammen mit dem Gemüse, Graupen, Schälerbsen und Kräuter dazugeben. Rinderbrühe und einen Liter Wasser angießen.
 
1 1/2 Stunden bei kleiner bis mittlerer Hitze sanft köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Dabei kontrollieren, ob immer genügend Flüssigkeit vorhanden ist, ggf. etwas Wasser nachfüllen. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Servieren mit Petersilie/Schnittlauch oder in Ringe geschnittener Frühlingszwiebel bestreuen.



Dies ist auch mein 2. Beitrag zum Blog-Event Herbstgenuss zu dem Zorra (Kochtopf.me) und Britta  (Backmädchen 1967) aufgerufen haben. Während mein 1. Beitrag vegan daherkommt, ist hier etwas für Fleischliebhaber geboten.

Blog-Event CLXIX - Herbstgenuss (Einsendeschluss 15. November 2020)


Freitag, 6. November 2020

Im Herbst ist Eintopf-Zeit

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen der Verlinkung zu anderen Blogs.]

Das schmuddelige Herbstwetter hat auch bei uns Einzug gehalten. Abends machen wir es uns deswegen gerne vor dem Kaminofen gemütlich und genießen einen wärmenden Eintopf. Damit dieser nicht ganz so blass daherkommt habe ich neben Kartoffeln auch Süßkartoffeln und Karotten verwendet.Ihr wisst ja, Orange ist das neue Schwarz  ;-)

Davon abgesehen ist der Eintopf recht schnell gemacht, preiswert, gesund und auch noch vegan. Also voll im Trend. 



Kartoffeleintopf mit weißen Bohnen
für 4 Portionen

1 (rote) Zwiebel, gewürfelt
1-2 EL Öl
2 Kartoffeln
2 Süßkartoffeln
3 Karotten
2 Stangen Sellerie, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
2 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Gemüsebrühe)
1/2 - 1 TL Bohnenkraut
1 Lorbeerblatt
1 Dose weiße Bohnen, abgewaschen und abgetropft
1/2 TL Piment d'Espelette (alternativ Cayennepfeffer)
Salz und Pfeffer
Selleriegrün oder Petersilie, gehackt

Öl in einen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. In der Zwischenzeit die Kartoffeln, Süßkartoffeln und Karotten schälen. Alles in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. Alles zusammen mit dem Sellerie und dem Knoblauch zu den Zwiebeln geben. 700 ml Wasser angießen, mit dem Suppengrundstock und Bohnenkraut würzen. Lorbeerblatt zufügen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Lorbeerblatt herausfischen, die Hälfte des Gemüses abnehmen und fein pürieren. Zusammen mit den Bohnen wieder in den Topf geben. Mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken.

Vor dem Servieren mit dem Selleriegrün/der Petersilie bestreuen.
 


Zorra von Kochtopf.me und Britta von Backmädchen 1967 haben zum Blog-Event Herbstgenuss aufgerufen - da passt das Rezept doch wie die Faust auf's Auge, oder?

Blog-Event CLXIX - Herbstgenuss (Einsendeschluss 15. November 2020)

Dienstag, 29. September 2020

[Koch mein Rezept] Ninamanie

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den tollen Blog Ninamanie und Volkers Blogevent.]

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Volker von Volker mampft hat vor zwei Monaten ein neues Blog-Event ins Leben gerufen: Koch mein Rezept! Um was es geht (mal den Text bei Volker geklaut): "Alle Teilnehmer bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog suchen sich die Teilnehmer selber ein Rezept aus, welches sie adaptieren wollen. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird, ob man ein veganes Rezept mit Fleisch pimpt oder es genau andersherum macht. Dazu wird der geloste Blog seinen Lesern kurz vorgestellt und eine inhaltlich deutlich tiefere Vernetzung zwischen den Blogs kann so entstehen." Bei der ersten Runde hatte ich das Vergnügen Jankes Soulfood vorstellen zu dürfen. Und weil es so viel Spass gemacht hat, habe ich mich auch für die 2. Runde angemeldet. Deswegen darf ich Euch heute Martina und ihren Blog Ninamanie vorstellen. 

Martina bloggt seit Dezember 2015 auf Ninamanie. Besonders gut gefällt mir die Kategorie "Gruß aus der Küche", in der es viele Rezepte für essbare Geschenke gibt - das ist ja genau mein Ding. Neugierig war ich auf die Kategorie DIY. Dabei habe ich ein paar Bastel- oder Kreativ-Ideen erwartet, die sind jedoch in der Minderzahl. Aber dafür gibt es noch mehr Geschenke aus der Küche, worüber ich mich auch gefreut habe. Aber auch sonst hat der Blog viel zu bieten und ist sehr abwechslungsreich. Brot, Kuchen, Aufstriche und herzhafte Gerichte bunt gemischt. Das gefällt mir - ich halte es ja ebenso  ;-)

Gerne hätte ich, als bekennende Wild-Liebhaberin, ja dieses Hischgulasch mit Cranberries und Rum ausprobiert oder den saftigen Hackbraten, aber leider ist mir wieder einmal die Zeit davongelaufen... alles kein Problem, es gibt ja auch weniger zeitaufwändige Gerichte, zum Beispiel das schnelle Sandwich mit Avocado-Ei-Aufstrich oder die Erbsen-Creme-Suppe.

Den Cranberry-Senf und die Gewürznüsse werde ich übrigens zu Weihnachten bestimmt einmal nachmachen. Ich liebe es nämlich Geschenke aus der Küche an meine Lieben zu verteilen. Ich werde berichten, versprochen!

Das Nachkoch-Rennen hat schließlich die Ofen-Tomaten-Zucchini-Suppe gemacht, denn unsere selbst angebauten Tomaten müssen jetzt schnell aufgebraucht werden bevor sie dem schlechten Wetter zum Opfer fallen - einige waren schon aufgeplatzt, was der Geschmack aber nicht geschadet hat. Ich habe das Rezept noch um etwas Knoblauch und geräuchertes Paprikapulver ergänzt. Letztendlich war meine Suppe aber mehr Püree als Suppe. Ich wollte sie nicht mit Wasser strecken und habe sie einfach als Pasta-Sauce zu selbst gemachten Dinkel-Linguini genommen. Ich hoffe, dass das o.k. ist. Geschmacklich fand ich das Gericht einfach sensationell. So werde ich meine Pasta-Sauce künftig öfter machen.


Tomaten-Zucchini-Sauce aus dem Ofen nach Ninamanie
für 4 Portionen

450 g Cocktailtomaten, halbiert
1-2 kleine Zucchini, gewürfelt (moi: 175 g vorbereitet gewogen)
1-2 Zehen Knoblauch, halbiert oder geviertelt
fische Kräuter, gehackt (moi: Thymian)
3-4 EL natives Olivenöl (moi: natives Zitronen-Olivenöl)
Salz und Pfeffer
geräuchertes Paprikapulver, dulce
2 EL Schmand oder Crème fraîche - o.k. ich habe den ganzen Becher (200 g) dran gemacht
1 Prise Zucker

Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Tomaten, Zucchini und Knoblauch mit Öl und Kräutern in einer ofenfesten Form vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen ca. 20 Minuten schmoren bis die Tomaten geschmolzen und die Zucchini weich sind. Ein paar Zucchinwürfel und Tomatenhälften zur Garnierung beiseite stellen. Das restliche Gemüse in ein hohes Gefäß geben und fein pürieren. Schmand zufügen und mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Zucker abschmecken. 

Ich habe die Sauce dann mit al dente gekochten Linguini, etwas Kochwasser und den beiseite gestellten Gemüsestückchen vermengt und serviert. Wie schon erwähnt, es war einfach lecker.




Danke an dieser Stelle nochmals an Volker, der dieses tolle Event ins Leben gerufen hat und an Martina, die so schöne Gerichte zum Nachkochen hat.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Runde, die im Oktober und Novenmber stattfindet. Ich bin schon total gespannt, von wem ich ein Rezept nachkochen darf.


Mittwoch, 5. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Mercimek Çorbası

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei 

Nachdem wir erst vor kurzem mit der kulinarischen Weltreise von Volker mampft einen Stopp in Schweden eingelegt hatten, sind wir inzwischen in die Türkei weitergereist.
Ich war bisher nur ein einziges Mal in der Türkei. Es war eine einwöchige Studienreise an die Küste des Lichts, die wir von meinen Schwiegereltern geschenkt bekommen haben. Ich erinnere mich, dass wir unheimlich viele Steine fotografiert haben (Kulturerbe!) und an die Stadt Myra. Gelernt habe ich damals, dass das Christentum in der Türkei früher weit verbreitet war. So kommt übrigens unser Heiliger Nikolaus aus der Stadt Myra. Hätte ich nie gedacht... es ist schon etwas Wahres dran an dem Spruch „Reisen bildet“. Ich schweife ab...

Mein Arbeitgeber sagt über sich, dass er „The most international Company“ wäre. Jedenfalls sind wir in fast allen Ländern der Welt tätig (die wenigen Ausnahmen kann man an einer Hand abzählen) und haben auch hier in Deuschland Mitarbeiter aus aller Herren Länder. Das macht es für mich einfach, wenn ich auf der Suche nach Rezepten für die kulinarische Weltreise bin. Und so habe ich gestern Abend meine türkischen Kolgeginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt. Das erste musste ich mir nicht einmal aufschreiben, denn die Zutaten konnte ich mir einfach merken. Auch die Zubereitung ist wirklich simpel, denn es ist eine einfache Linsensuppe.

Rezepte für Mercimek Çorbası gibt es wie Sand am Meer. Im Prinzip ist es eine Linsensuppe, wie sie ähnlich auch in Deutschland zubereitet wird. Allerdings mit roten Linsen und statt Essig, wie es der Schwabe gerne macht, mit frischer Zitrone. Das ist der feine Unterschied...


Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe
für 4 Portionen

2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
1 große Kartoffel, geschält und gewürfelt
1 Karotte, ebenfalls geschält und gewürfelt
4 EL Tomatenmark
250 g rote Linsen, gewaschen
1-2 EL Suppengrundstock (alternativ Gemüsebrühe)
Salz und Pfeffer
Chili- oder scharfes Paprikapulver nach Gusto
etwas Zitronensaft und Zitronenspalten
etwas frische Minze

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Knoblauch, Kartoffel- und Karottenwürfel, Tomatenmark und Linsen zufügen. Mit so viel Wasser auffüllen, dass alle Zutaten gut bedeckt sind. Zugedeckt bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen bis alle Zutaten weich sind (abhängig von der Größe der Kartoffel- und Karottenwürfel). Mit einem Stabmixer (o.ä.) pürieren. Gegebenenfalls mit Wasser verdünnen - ich persönlich mag die Suppe gerne etwas dicker. Mit Zitronensaft, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken. Schärfe bekommt das Gericht mit Chili- oder Paprikapulver. 

Im Prinzip ist das Gericht jetzt fertig. Traditionell wird das Gericht mit etwas Minze, Zitronenspalten und Fladenbrot serviert.


An dieser Stelle werden ab dem 1. September dann hoffentlich ganz viele Links zu türkischen Gerichten der Mitreisenden stehen... ich freue mich jetzt schon darauf.


Andrea von our food creations mit Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali Köfte Ulrike von Küchenlatein mit Augenbohnensalat – Klasik piyaz Ulrike von Küchenlatein mit Paprika-Fladen – Biberli ekmek Ulrike von Küchenlatein mit Joghurt-Käse-Creme – Haydari Ulrike von Küchenlatein mit Türkisches Dorfbrot aus dem Topf Ulrike von Küchenlatein mit Röstfleisch Gärtnerin – Bahçe Kebabi Ulrike von Küchenlatein mit Zucchini mit Bulgur in Olivenöl Ulrike von Küchenlatein mit Weizengrütze mit Gemüse Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme Michelle von The Road Most Traveled mit Pasta mal türkisch: Rezept für scharfe türkische Joghurt-Pasta Susi von Turbohausfrau mit Mücver Andrea von our food creations mit Kısır - Bulgursalat Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot Sonja von fluffig & hart mit Kısır – türkischer Bulgursalat Sonja von fluffig & hart mit Mercimek Köfte - vegetarische türkische Linsen-Frikadellen Susanne von magentratzerl mit Mantı Susanne von magentratzerl mit Faule Mantı Susanne von magentratzerl mit Açma - Flauschige Brötchen Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Blätterteigrolle mit Spinat und Schafskäse, Zaziki, Rote-Bete-Trauben-Salat Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Köfte-Pfanne mit Gemüse und türkischen Reisnudeln Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi Wilma von Pane-Bistecca mit Kiymali Pide - Tuerlisches gefuelltes Fladenbrot Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu Volker von Volkermampft mit Wassermelonen Gazpacho – Karpuz Çorbası – vegan oder mit Krabben Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch Michael von SalzigSüssLecker mit Gözleme (gefüllte Teigfladen) mit Spinat und Schafskäse Tina von Küchenmomente mit Revani Tatlisi - Türkischer Grießkuchen vom Blech Ulrike von Küchenlatein mit Karotten-Joghurt-Salat - Havuçlu Yoğurt Salatası Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grüne Bohnen mit Lammfleisch (kuzu etli ile yeşil fasulye) und türkischer Reis Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva Sylvia von Brotwein mit Paprika Feta Dip - pikante Schafskäse Creme Sylvia von Brotwein mit Adana Kebap - Rezept für Hackfleisch Spieße vom Grill Sylvia von Brotwein mit Türkisches Fladenbrot Rezept Sylvia von Brotwein mit Yoğurtlu Kebap - Grillfleisch mit Joghurt und Fladenbrot Sylvia von Brotwein mit Rote Bete Hummus Rezept Sylvia von Brotwein mit Şiş Kebap - Rezept für türkische Fleischspieße vom Grill Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter Susan von Labsalliebe mit Sigara Börek - Börek mit Spinat und Feta aus dem Ofen Volker von Volkermampft mit Mezze – Acılı Ezme – Rezept für den scharfen türkischen Dip Volker von Volkermampft mit Domates Soslu Köfte - Türkische Hackbällchen in Tomatensoße Volker von Volkermampft mit Dana etli güveç - Türkisches Kalbsgulasch mit viel Gemüse Volker von Volkermampft mit No Knead Pide - kleine türkische Fladenbrote ohne Kneten Volker von Volkermampft mit Die 5 besten türkische Restaurants in Hamburg! Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği Christian von SavoryLens mit Türkische Köfte vom Grill mit Bulgursalat und Sumach-Joghurt

Dienstag, 9. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 3

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]

Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss. Und aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei...

Deswegen ganz aktuell noch ein Kartoffel-Gemüse-Eintopf.



Kartoffel-Gemüse-Eintopf 
für 4-6 Portionen

1 kg Kartoffeln, geschält und gewürfelt
5 Karotten, geschält und in Scheiben geschnitten
1 Süßkartoffel, geschält und in Stücke geschnitten
2 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Brühe)
1 TL Pimenton de la Vera dulche (süßes, geräuchertes Paprikapulver)
1 Lorbeerblatt 
400 g geräucherter Putenschinken, gewürfelt
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz und Pfeffer 
2 EL Butter
8 Scheiben Roggenbrot, gewürfelt
200 g Schmand
Petersilie und/oder Schnittlauch zum Garnieren

Kartoffel-, Karotten- und Süßkartoffelstücke in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Zum Kochen bringen, dann Suppengrundstock, Pimenton de la vera und Lorbeer zufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Putenschinken in der Suppe kurz erwärmen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin abraten - im Badischen nennen wir das Ergebnis übrigens Kracherle...

Suppe mit Schmand, Kracherle und etwas gehackter Petersilie oder Schnittlauch servieren.


Mittwoch, 26. April 2017

Es grünt so grün ...

So, nachdem ich ja bereits die ersten Messeberichte veröffentlicht habe, komme ich zwischendurch mal wieder zum eigentlichen Zweck des Blogs zurück - nämlich Rezepte.

Bei uns ist am Mittwoch meistens Suppentag. Heute habe ich eine grüne Suppe im Gepäck. Mit Käseklößchen. Die Klößchen hatte ich im Dezember 2011 bereits einmal verbloggt, damals allerdings ohne Foto.


Grüner Fühlingseintopf mit Kräuter-Käse-Klößchen
für 4 Personen als Hauptgang

Kräuter-Käse-Klößchen
ergibt ca. 150 Klößchen

200 g Semmelbrösel
200 g Grana Padano oder Parmesan (gerieben)
1 Bund Kräuter, grob gehackt (z.B. Blattpetersilie oder Bärlauch)
4 Eier
20 g Vollkornmehl
110 g Butter
1/2 TL Salz
Pfeffer
Muskatnuss, gerieben

Semmelbrösel, Käse und Kräuter in den Mixtopf geben, 30 Sekunden auf Stufe 5-6 vermengen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und 2 Minuten auf Brotstufe verkneten. Mindestens 1 Stunde kalt stellen, dann aus der Masse kirschgroße Bällchen formen.

Normalerweise lässt man die Bällchen jetzt in heißer Brühe (oder Salzwasser) ca. 15 Minuten gar ziehen. Man kann sie jedoch auch gut einfrieren und dann im gefrorenen Zustand in den Varoma legen und 30-35 Minuten auf Varoma-Stufe garen.

Grüner Frühlingseintopf

500 g grüne Bohnen, in Rauten geschnitten
 500 g grüner Spargel, in kurzen Stücken
350 g grüne Erbsen (TK)
2 kleine Pak Choy, in Streifen geschnitten
Suppengrundstock (alternativ Gemüsebrühe)
Zucker
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Gemüse in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. 2 EL Suppengrundstock und etwas Zucker zugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten kochen, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Mit den Kräuter-Käse-Klößchen servieren.

Freitag, 28. Oktober 2016

Die guten ins Töpfchen, die schlechten...

Weiter geht es mit den Rezepten zum Gesundheitstag. Da die Tage ja inzwischen merklich kühler geworden sind, habe ich mich für einen schönen Linseneintopf entschieden. Der wärmt von innen und ist einfach zu kochen.


Roter Linseneintopf mit Karotten und Pastinaken
reicht für mindestens 4 Portionen

2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
1 Zwiebel, gewürfelt (ich: 2 Schalotten)
500 g rote Linsen
3 Karotten, geschält und gewürfelt
1-2 Pastinaken, geschält und gewürfelt
1 walnussgroßes Stück Ingwer, geschält und fein gewürfelt
1-2 Zehen Knoblauch, ebenfalls fein gewürfelt
1 rote Chilischote, ohne Kerne und fein gewürfelt
1 EL Currypulver
1 EL Garam Masala
1 Dose Kokoscreme
Suppengrundstock (alternativ: Gemüsebrühwürfel)
ca. 1/2 TL Zucker
Salz und Pfeffer
Petersilie und/oder Kresse zum Garnieren
Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Linsen, Karotten, Pastinaken, Ingwer, Knoblauch, Chili, Curry, Garam Masala und Kokoscreme dazugeben. 1,2 Liter Wasser zufügen und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Sollte der Eintopf zu dick werden, gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen. Erst am Schluss das Gericht mit Suppengrundstock (Gemüsebrühe), Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. 


Sonntag, 14. Februar 2016

Fenchel & Orange

In unserem Urlaub auf Usedom haben wir im Standhotel Heringsdorf eine leckere Suppe gegessen: Fenchel-Orangen-Suppe mit einer Garnele. Ich bin ja nun nicht wirklich der Fan von Fenchel, aber die Suppe war äußerst lecker. So haben wir beschlossen, diese zu Hause einmal nachzukochen. Dumm nur, dass wir kein Rezept dafür haben. Also haben wir einfach probiert...


Fenchel-Orangen-Suppe mit Räucherlachs
für 4 Personen als Vorspeise

2 EL Olivenöl
1 Schalotte, gewürfelt
2 Knollen Fenchel, in Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
(Noilly Prat oder Pastis - sie Bemerkung am Schluss)
Saft von 2 großen Orangen
400 ml Geflügelfond (Fischfond könnte ich mir aber auch gut vorstellen)
100 g Sahne
Abrieb von 1/2 Orange
1 EL Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
200 g Räucherlachs, in Streifen geschnitten

Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotte darin glasig anschwitzen. Fenchel und Knoblauch zufügen, ca. 2 Minunten dünsten. Mit Orangensaft ablöschen, dann Fond und Sahne angießen. Orangenabrieb und Suppengrundstock zufügen. Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 12-15 Minuten köcheln lassen, bis der Fenchel weich ist. Dann pürieren, mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller verteilen, mit Räucherlachs und ggf. etwas Fenchelgrün garnieren.


Die Suppe war lecker, allerdings hätte ihr ein Schuss Noilly Prat oder Pastis gut getan um den Geschmack noch etwas zu verstärken. Gut wäre es auch, den Räucherlachs durch eine Garnele zu ersetzen, denn der Lachs war fast zu kräftig für das feine Süppchen.

Dienstag, 5. Januar 2016

Das neue Jahr...

... ist erst ein paar Tage alt. Wie fast jeder habe auch ich ein paar Vorsätze gefasst, die ich auch kulinarisch umsetzten möchte. Ich selbst möchte ein paar Kilo loswerden, denn auch über Weihnachten habe ich viel zuviel gesündigt und bringe jetzt die entsprechenden Kilos auf die Waage.

Leider arbeite ich im Schichtdienst und gerade wenn ich Spätschicht habe, ist die Ernährung nicht immer die gesündeste. Denn wenn ich spät am Abend nach Hause komme, dann habe ich oft nicht wirklich Lust zu kochen und schnell muss es auch noch gehen. Dann habe ich mich an meine Aktion aus dem Jahr 2013 (7 Tage - 7 Suppen) erinnert. Suppen sind, sofern viel Gemüse darin enthalten ist, gesund und schnell gemacht. Mal schauen, ob ich die sieben Tage wieder zusammen bekomme.

Am Montag, also gestern, habe ich es mir einfach gemacht und eine schnelle Gemüsesuppe gekocht. Dazu habe ich einfach alles Gemüse, das bei mir ständig vorrätig ist (Karotten, Kartoffeln und Lauch), geputzt, klein geschnitten, in einen Topf gegeben, mit Wasser, 1 TL Rapsöl und Suppengrundstock weich gekocht. Zuletzt noch mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss abgeschmeckt. Also kein Hexenwerk, das auch noch günsig ist. Nebenbei erwähnt: die Suppe ist vegan und damit auch Trennkost-geeignet.  

Heute gab es dann eine Suppe aus Spitzkohl in Kombination mit getrockneten Tomaten. Ein ähnliches Rezept habe ich einen Kochbuch (oder war es eine Zeitschrift?) gesehen und gedacht, das ist auch mal eine nette Idee. Wie gesagt, ich weiss nicht mehr, wo ich das Rezept gelesen habe und alles, was ich mir merken konnte, waren eben die beiden Hauptzutaten. Aber das macht ja nichts, denn das reicht schon, um selbst ein leckeres Gericht daraus zu zaubern...


Cremesüppchen vom Spitzkohl mit Parmesan und getrockneten Tomaten
für 4-6 Portionen

8 getrocknete Tomaten in Öl
1 kleine Zwiebel, gewürflt
1 Knoblauchzehe, ebenfalls gewürfelt
1 kleiner Spitzkohl, in Streifen geschnitten
2 kleine Kartoffeln, geschält und gewürfelt
200 ml Sahne
100 g frischer Parmesan, gerieben 
Salz und Pfeffer
etwas Thymian zum Garnieren

Die Hälfte der Tomaten fein hacken. 1 EL vom Tomatenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, aber keine Farbe nehmen lassen. Dann Kohl, Kartoffelwürfel und die gehackten Tomaten zufügen. So viel Wasser angießen, dass alles gut bedeckt ist. Mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kohl und die Kartoffeln weich sind. In der Zwischenzeit die restlichen Tomaten in feine Streifen schneiden.

Sahne zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren (ggf. noch etwas Wasser zufügen um die richtige Konsistenz zu bekommen). Nochmals kurz erhitzen, dann den Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Suppe auf Teller verteilen. Mit den Tomatenstreifen und etwas Thymian garnieren.



Vegan ist diese Suppe zwar nicht, aber immerhin vegetarisch.

Samstag, 14. November 2015

Wir retten, was zu retten ist: Suppen, Eintöpfe & Co

Die Rettungstruppe ist wieder unterwegs, wie man unschwer an Posttitel erkennen kann.

Wie immer wollen wir aufzeigen, dass es auch ohne Fertigprodukte oder Tüte geht. Jetzt im Herbst läuft wieder vermehrt Werbung für Tütensuppe und Eintöpfe in der Dose - ich muss mich korrigieren, die Hersteller haben ein neues Verpackungskonzept entwickelt und die Eintöpfe kommen jetzt aus einer Kunststofftüte. Mit Sichtfenster, damit man den Inhalt sehen kann. Aber ob das mehr Appetit darauf macht? Mir persönlich vergeht dieser dabei.

Jedenfalls wollten wir regional und saisonal bleiben. Ich habe mich für eine herzhaft-sättigende Suppe aus meiner Wahlheimat Roihesse (Rheinhessen) entschieden, die man auch ganz schnell auf "fein" trimmen kann, je nach Topping, das man verwendet. Grumbeeren (Kartoffeln) und Woi (Wein) bekommt man hier überall.


Grumbeersupp mit Woi
für 4 Personen

2 EL Pflanzenöl
400 g Kartoffeln, geschält & gewürfelt
1 Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
200 ml Weißwein (z.B. Riesling)
150 ml Sahne 
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz und Pfeffer

Öl in einem Topf erhitzen und Kartoffel- und Zwiebelwürfel darin andünsten. Wein angießen und um die Hälfte einreduzieren lassen. Dann 600 ml Wasser und die Sahne dazugeben. Aufkochen und mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, dann pürieren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Rheinhessen würden jetzt bestimmt klein geschnittene Fleeschworscht (Fleischwurst) als Topping verwenden, ich habe mich jedoch für Schwarzbrotbrösel mit Petersilie und Kürbiskernen entschieden. Fein und damit sonntagstauglich wären Räucherlachstreifen und/oder Forellenkaviar, richtig deftig mit gebratenem Speck oder Blutwurstwürfeln. Ihr merkt schon, die Liste könnte ewig fortgeführt werden. Was wäre Euer Lieblingstopping?


Falls Ihr jetzt Lust auf mehr Suppen und Eintöpfe bekommen habt, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

Genial Lecker  - Blumenkohlcremesuppe
giftigeblonde -  Wildschwein Gulaschsuppe
Was du nicht kennst... - Kartoffeleintopf mit Paprika und Möhren 
Küchenliebelei - Omas Kappes-Eintopf 
auchwas - Borschtsch
brotbackliebeundmehr - Lauch-Rahm-Suppe mit Grünkern 
Jankes*Soulfood - Gemüse-Gulaschsuppe
Barbaras Spielwiese - Tomatencremesuppe 

Immer noch nicht genug? Dann gibt es hier noch mehr Suppen- und Eintopfrezepte.