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Sonntag, 22. November 2020

[Kulinarische Weltreise] Irland - Irish Apple Crumble

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus Irland widmen.]
 
 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Volker von Volker mampft hat uns im November nach mit der kulinarische Weltreise nach Irland eingelden. Ich habe meinen Koffer voll gepackt mit vielen Rezepten. 

Es gibt ein paar Lebensmittel, die in Irland weit verbreitet sind und entsprechend oft verwendet werden. Dazu zählen Kartoffeln (nein, nicht schon wieder ein Kartoffelrezept, davon hatten wir ja schon einige), aber auch Haferflocken. Diese kommen ja gerne schon zum Frühstück auf den Tisch (siehe dazu auch den Rich & Creamy Sunday Porridge). Aber auch im Crumble werden diese verwendet. Deswegen habe ich heute einen schönen Apple Crumble für Euch. Ich verwende gerne kleine (ofenfeste!) Glasschälchen zum Servieren. Man kann den Crumble aber auch in einer Auflaufform machen und erst am Tisch teilen.



Irish Apple Crumble
für 4 Schälchen
 
4 Äpfel, geschält und gewürfelt
4 EL Apfelsaft (alternativ 2 EL Zitronensaft)
20 g brauner Rohrzucker
Zimt nach Wunsch
 
100 g Butter, in Stückchen, gut gekühlt
60 g kernige Haferflocken
120 g Mehl (moi: Dinkelmehl Type 1050)
60 g brauner Rohrzucker
1 Prise Salz 
 
Apfelstücke mit Apfelsaft, Zucker und ggf. Zimt vermengen. Auf 4 ofenfeste Schälchen verteilen. Butter, Haferflocken, Mehl, Zucker und Salz in den Themomix (oder eine andereKüchenmaschine) geben und kurz auf hoher Stufe vermengen - es sollte dabei eine krümelige Masse entstehen. Am besten immer wieder eine Sichtkontrolle durchführen bis die gewünschte Konsistenz entstanden ist. Teigkrümel auf den Apfelstücken verteilen und alles im vorgeheizten Ofen bei 165-170 °C (Umluft) ca. 25 Minuten backen bis die Streusel schön goldbraun sind. 

Nur kurz abkühlen lassen und am Besten lauwarm genießen. Wer möchte reicht geschlagene Sahne, Vanillesauce oder (Vanille-)Eis dazu.
 



Dienstag, 11. Dezember 2018

[Rettungsaktion] Weihnachtliche Desserts

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um weihnachtliche Desserts  widmen.]

Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Nicht ganz, aber in weniger als zwei Wochen ist Heilig Abend. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Bei mir persönlich ist die Adventszeit (leider) meist nicht sehr besinnlich - für alle, die wie ich in der Transportbranche arbeiten, bedeutet die Zeit vor Weihnachten meistens Stress und ein enormer Anstieg der Sendungszahlen. Heutzutage wird viel im Internet bestellt und das auch oft auf den letzten Drücker. Da freut sich zwar mein Arbeitgeber, aber die Work-Life-Balance aller Beteiligten incl. der Paketzusteller bleibt auf der Strecke. Bitte denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal über einen Zusteller schimpft. Ich kann Euch versichern, dass sie alle ihr Möglichstes geben. Aber auch in anderen Bereichen, z.B. im (Einzel-)Handel, ist die Vorweihnachtszeit mit viel Stress verbunden. Und dann soll man (oder Frau) an Weihnachten auch noch ein leckeres Menü auf den Tisch bringen?

Die Werbeprospekte aller Supermärkte sind randvoll mit Angeboten aus ihren "De Luxe-" oder "Exquisit-"Linien. Auch vor Dessertkreationen in allen möglichen Variationen wird nicht zurückgeschreckt. Vor dem oben geschilderten Hintergrund ist die Versuchung groß... aber es muss nicht sein, denn ein selbst gemachtes Dessert muss nicht der riesengroße Aufwand sein.



Und genau hier setzt die Rettungstruppe an - eine kleine Gruppe FoodbloggerInnen, die sich auf Facebook gefunden hat und nun regelmäßig Lebensmittel vor der Lebensmittel-Industrie rettet. Denn selbst gemacht heißt nicht unbedingt viel Aufwand - aber auf jeden Fall Geschmack ohne Zusatzstoffe. Bei diesen Rezepten weiß man, was drin ist! Gegründet wurde die Gruppe vor über 4 Jahre von Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde - inzwischen hat ein "Führungswechsel" stattgefunden. Deswegen gilt der Dank heute Christine (aka Anna Antonia) und Ingrid (auchwas). Nicht zu vergessen die fleißigen Helferlein im Hintergrund, die uns hilfreiche Listen erstellen oder sich um die Pflege der Social Media-Kanäle kümmern.

Zurück zur Rettungsaktion: mein Mann hat einen Teil seiner Kindheit in Dänemark verbracht und ist daher stark mit den dänischen (Weihnachts-)Traditionen verbunden. Dazu gehören kulinarisch unter anderem auch Kransekager (habe ich eigentlich das Rezept dazu eigentlich mal veröffentlicht?) und eben Ris à l'amande (manche schreiben es auch Risalamande). Dieser cremige Reisbrei wird sehr oft an Weihnachten gekocht. Viele verstecken einen ganze Mandel darin - wer sie findet, der bekommt ein extra Geschenk (oft ist dies ein Marzipanschwein, das Glück bringen soll). Ich bin mir sicher, dass es in Dänemark Ris à l'amande als fertiges Produkt oder zumindest als Fix-Päckchen gibt. Aber so weit muss ich nicht gehen, denn wer kennt nicht den Milchreis, der bei uns immer beworben wird? Muss aber nicht sein, denn den Reisbrei kann man super einfach auch selbst herstellen.

Ich bin ja eine faule Socke und habe die Zubereitung des Milchreises meinem Thermomix überlassen. Selbstverstädnlich kann man den Reis auch ganz traditionell im Kochtopf zubereiten, dann heisst es aber Aufpassen und viel Rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Ich wollte zu dem Reis eigentlich gebratene Apfelspalten machen - da hat mein Mann allerdings sein Veto eingelegt und mir glaubhaft versichert, dass zum Ris à l'amande eine Kirschsauce gehört. Nun ist es aber so, dass a) zur Zeit keine Kirschen-Zeit ist, b) wir keinen Sauerkirschbaum besitzen, c) unser Süßkrischen-Baum noch jung ist und somit nicht genügende Kirschen abwirft, dass ich diese einmachen könnte und d) unser Obstdealer nicht mehr auf den Markt kommt. Aber ein kurzer Aufruf in unserem privaten Dorf-Netzwerk hat mir dann ein tolles Glas voll mit eingeweckten Kirschen eingebracht. An dieser Stelle einen lieben Dank an Inga dafür.

Genug geschwafelt, jetzt zum Rezept...



Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande
für 6-10 Portionen (je nach Größe des Glases/Schälchen)
1 1/2 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
1 EL Butter
1 L Vollmilch
1 Prise Salz
250 g Milchreis
100 g Mandeln, gehackt + 1 ganze, geschälte Mandel
1 Glas Sauerkirschen
1-2 TL Speisestärke
1 kleines Geschenk (z.B. Marzipanschweinchen)
 
Vanillezucker und Butter in den Mixtopf geben und 4 Minuten auf Stufe 1/Varoma ohne Messbecher schmelzen lassen. Dann Milch und Salz zufügen. Mit Messbecher 7 1/2 Minuten auf Stufe 1/100 °C erhitzen. Nun Milchreis und  75 g Mandeln einfüllen. Alles mit Messbecher 30 Minuten auf Stufe 1-Linkslauf/90 °C garen. Danach in eine Schüssel umfüllen, nachquellen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Unter den abgekühlten Reis heben. In Gläser/Schälchen füllen und kalt stellen. In einem der Gläser die ganze Mandel versenken.

Kirschen in ein Sieb geben, dabei den Saft auffangen. Etwas Saft in ein Glas geben und mit der Speisestärke verrühren. Restlichen Saft erhitzen. Speisestärke unter Rühren zufügen und aufkochen lassen. Kirschen zufügen und alles abkühlen lassen.

Vor dem Servieren die Kirschen mit der Sauce auf den Reis geben und mit den restlichen Mandelstückchen bestreuen.



Wer keinen Milchreis mag und/oder ein anderes Dessertrezept sucht, der wird vielleicht bei den MitretterInnen fündig:

Anna Antonia - Buttermilch-Pannacotta 
Brittas Kochbuch - Vanilleeis mit gebrannten Mandeln 
Cakes Cookies an more - Weihnachts Crème brûlée 
Fliederbaum - Lebkuchen-Biskuitroulade 
Kleines Kuliversum - Weihnachtliches Apfel Quark Dessert 
lieberlecker - Meyer Lemon Baked Alaska 
our food creations - Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Rest-Adventszeit und viel Spass beim Nachkochen.

Freitag, 28. April 2017

Gesundheitstag - etwas Süsses zum Schluss

Kein Gesundheitstag ohne etwas Süsses zum Abschluss. Dieses Dessert habe ich bereits an Ostern für unseren Brunch gemacht, damals allerdings mit einem Topping aus Mangopüree. Das Dessert lässt sich gut vorbereiten da die Chiasaat mindestens 6 Stunden quellen muss.


Kokos-Chia-Pudding mit Erdbeertopping
für 15 kleine oder 4-6 große Gläser

400 ml Kokoscreme
400 ml Wasser
1-2 EL Kokosblütenzucker
Saft und Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
125 g Chiasaat
500 g Erdbeeren
1-2 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
10 Blättchen frische Zitronenmelisse, fein gehackt

Kokoscreme mit Wasser leicht erhitzen bis die festen Bestandteile geschmolzen sind. Kokosblütenzucker, Zitronensaft- und Abrieb zufügen. Chiasaat einrühren. Alles kurz quellen lassen, dann gleichmäßig auf Gläser verteilen. Abdecken und mindestens 6 Stunden ausquellen lassen.

Erdbeeren waschen und in Stücke schneiden. Vanillezucker darüber streuen. Abgedeckt mindesten 6 Stunden marinieren. Anschließend 2/3 der Erdbeeren in ein hohes Gefäß geben und mit dem Schneidstab pürieren. Restliche Erdbeerstücke und Zitronenmelisse unterrühren. 

Erdbeertopping auf dem Chia-Kokos-Pudding verteilen und servieren.


Alternativ kann der Kokos-Chia-Pudding mit Mangopüree serviert werden. Dazu 500 g Mangofruchtfleisch pürieren. Gegebenenfalls das Püree mit etwas Zitronensaft- und Abrieb abschmecken.

Sonntag, 19. Juli 2015

Yummy

Die Engländer sind ja nicht unbedingt für ihre kulinarischen Höhenflüge bekannt - allerdings gibt es doch das eine oder andere Gericht, das nachkochenswert ist. Dazu gehören, meiner Meinung nach, auf jeden Fall rosa gebratenes Roastbeef, Yorkshire Pudding, Scones, div. Pies und Lemon Curd.

Lemon Curd ist zur Zeit wieder in aller Munde.Und nun auch in meinem - im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich könnte mich reinknien, so lecker ist das Zeugs. Ich frage mich allerdings, weshalb es im Supermarkt so teuer ist - es ist doch so simpel herzustellen und sooo vielseitig in der Verwendung. Wobei es bei mir einfach so genascht wird.

Ein letztes Wort an meine Schwägerin und meine Schwiegermutter: kommt bloß nicht auf die Idee das nachzumachen, sonst gibt es gar nichts zum Weihnachtsfest...


Lemon Curd
für 2-3 Gläser

Abrieb von 3 unbehandelten Zitronen
160 ml Zitronensaft 
300 g Zucker
160 g Butter
5 Eier

Alle Zutaten in den Thermomix geben und bei 90 °C 20 Minuten auf Stufe 2 köcheln lassen. Dann 30 Sekunden auf Stufe 5 cremig aufschlagen und sofort in saubere Schraubgläser abfüllen.



Samstag, 11. Oktober 2014

Apfelzeit

Meine Schwiegermutter hat während unseres Aufenthalts ständig Apfelmus aus dem im Garten anfallenden Fallobst gekocht. So gab es jeden Abend zum Dessert Apfelmus - mal mit Cantuccini, mal mit Sahne, einmal war auch Calvados dabei. Bei unserer Abreise sind wir natürlich nicht leer ausgegangen und haben ein Schüsselchen davon mitbekommen. Daraus haben wir unserer heutiges Dessert kreiert.


Beschwipste Apfel-Cantuccini-Schichtspeise
für 4 Portionen

16 EL Apfelmus (selbstgemacht von Mor -Rezept siehe weiter unten)
16 EL geschlagene süße Sahne
12-16 EL zerkleinerte Cantuccini (entweder mit dem Nudelholz oder im Thermomix zerbröselt)
8 EL Calvados

4 schöne Gläser bereitstellen. Zuerst in jedes Glas 2 EL Apfelmus geben, darauf je 2 EL Sahne verteilen. Dann je 2-3 EL zerbröselte Cantuccini darauf verteilen und mit 2 EL Calvados beträufeln. Dann wieder 2 EL Apfelmus darauf. Mit 2 EL Sahne abschließen. Die restlichen Cantuccinibrösel darauf verteilen.

Bis zum Servieren kalt stellen.



Mor's Apfelmus aus dem Thermomix

750 g geschälte Äpfel
50 ml Wasser
30 g brauner Zucker
Saft von 1/2 Zitrone
1 EL Vanillezucker oder etwas Tonkabohnenabrieb

4 Sekunden auf Stufe 4-5 schreddern. 9 1/2 Minuten bei 100 °C auf Stufe 1 garen. Dann 12-15 Sekunden auf Stufe 9 pürieren. Abkühlen lassen.

Donnerstag, 4. April 2013

Doppelte Premiere

Gestern haben wir mit unserem Besuch einen Ausflug gemacht - zuerst haben wir Ladenburg unsicher gemacht (leider hatten die für mich wirklich interessanten Geschäfte alle geschlossen), dann sind wir noch ein bisschen nach Heidelberg zum Bummeln gefahren. Auf den Besuch des Schlosses haben wir verzichtet, es war einfach zu kalt und windig.

Gleich am Anfang der Fußgängerzone hatte der WMF-Shop Räumungsverkauf wegen Umbauarbeiten. Da konnte Frau P. nicht widerstehen und musste rein - für mich selbst habe ich nichts gefunden, aber für den kleinen Bruder konnte ich günstig 6 Dessertringe erstehen. So etwas wollte er nach unserer Kulebjaka-Orgie unbedingt auch haben. Gut, so habe ich demnächst wieder ein schönes Geschenk für ihn.

Im nächsten Laden kam die ganze Gang ins Schwärmen: lauter tolle Gewürze! Hier haben wir, neben Tonkabohnen, auch Zimtblüte und ein Kräutersalz (mit Limette und Koriander) erstanden. Tonkabohnen wollte ich schon immer einmal ausprobieren, hatte aber immer das Pech, dass ich dieser nicht habhaft werden konnte. Aber gestern war mir das Glück hold und so habe ich 5 der Bohnen erstanden. Wer also mal nach Heidelberg in die Hauptstraße kommt, der hat bei L' Epicerie eine schöne Auswahl an Gewürzen, Ölen und Schokoladen. Aber Achtung, der Laden liegt etwas versteckt in einem Hof.

Natürlich konnte ich es kaum erwarten, diese berühmt-berüchtigten Böhnchen zu testen. Also schnell im Internet nach einem Rezept recherchiert und mich für Panna Cotta entschieden - ein Dessert, das ich noch nie gemacht habe. Und so kam es dann heute zur doppelten Premiere.

Doppelte Premiere hatte das Gericht übrigens auch bei New Kitch on the Blog, wo ich mir das Rezept vom Mandelkrokant gemopst habe.


Panna Cotta mit Tonkabohne, Zwetschgenkompott und Mandelkrokant (für 6-8 kleine Portionen)

Panna Cotta mit Tonkabohne:
750 ml Sahne
15 g Vanillezucker (vom selbst gemachten)
65 g Zucker
1/2 Tonkabohne, fein gerieben
1 1/2 Pk. AgarAgar (entspricht 15 g)

Sahne, Zucker und Tonkabohne in einen Topf geben, aufkochen lassen, dann 20 Minuten leise köcheln lassen. Nach 15 Minuten AgarAgar einrühren.

Etwas abkühlen lassen, dann auf 8 kleine Förmchen verteilen (ich habe Teelichtgläser vom schwedischen Möbelhaus genommen) und abkühlen lassen. Mindestens 3-4 Stunden kalt stellen.

Zwetschgenkompott:
750 g Zwetschgen (entkernt gewogen)
15 g Vanillezucker
60 g Zucker
1/2 Tonkabohne, fein gerieben

Pflaumen würfeln, zusammen mit dem Zucker und der Tonkabohne in einen Topf geben. Aufkochen lassen, dann unter Rühren 10 Minuten köcheln. Abkühlen lassen.

Mandelkrokant:
125 g Zucker
100 g gehackte Mandeln
2-3 TL Butter

Zucker und Butter in eine Pfanne geben und unter Rühren erhitzen, bis der Zucker leicht bräunt. Mandeln unterrühren und karamellisieren lassen. Auf ein Backpapier geben und abkühlen lassen, dann in kleine Stücke hacken. 


Die Panna Cotta mit einem Messer vom Rand lösen und jeweils auf einen Dessertteller stürzen - ggf. die Form kurz in heißes Wasser tauchen. Das Kompott vorsichtig darum verteilen und mit gehacktem Krokant bestreut servieren. 


Freitag, 25. Mai 2012

Die Tücken von Desserts...


Vor ein paar Tagen hat meine Schwägerin angerufen - sie will Ende des Monats ein kleines 3-Gänge-Menü für 4 Personen kochen. Ein Gast ist schwanger, der nächste mag weder rohe Zwiebeln noch Pilze und schon gar keinen Spargel. Fleischlos sollte das ganze, falls möglich, auch noch sein und dann wäre da noch eine Laktose-Intoleranz gepaart mit Weizenallergie. Ach so: möglichst wenig Arbeit sollte es machen - dafür aber optisch was hergeben. Gut, hier also das Einfachste: das Dessert. Mit Früchten der Saison und ganz ohne Milchprodukte.


Kokoscreme mit Erdbeerragout

1 Dose Kokosnussmilch (400 ml)
50 ml Kokoslikör (es kann auch darauf verzichtet werden)
50 g Zucker
1 Pk. (10 g) AgarAgar (pflanzliches Geliermittel)
500 g Erdbeeren
Vanillezucker nach Gusto

Zucker, Kokosnussmilch und AgarAgar in einen Topf geben und 2 Minuten köcheln lassen. Ggf. Kokoslikör unterrühren. Auf vier Gläser oder Förmchen verteilen (geeignet sind z.B. schöne Weingläser, Teelichtgläser von Ikea - unbenutzt und sauber natürlich - tun es aber auch. Letztere sind sehr praktisch, wenn man, wie ich, nie Platz im Kühlschrank hat). Mindestens 4 Stunden kühlen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und 4 schöne Exemplare separat zur Seite stellen. Den Rest putzen und in Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und nach Gusto zuckern. Zugedeckt bis zur Verwendung ziehen lassen.

Zum Servieren das Erdbeerragout in die Gläser auf die Kokoscreme geben (Weinglas-Variante) oder die Creme vorsichtig aus der Form auf einen Teller stürzen. Mit einer Erdbeere garnieren und das Ragout um die Creme verteilen (Teelichtglas-Variante).




Noch mal hellgrün ...


Das Thema "Hellgrün" lässt mich einfach nicht los... und so ist zum Vorspeisen-Cappuccino noch ein Dessert gekommen. Mit (teilweise) ungewöhnlichen Zutaten.

Natürlich hätte ich mir für meinen 2. Beitrag zum Blog-Event auch so etwas profanes wie Waldmeister-Wackel-Pudding mit Vanillesauce (am Besten mit Fertigprodukten - igitt!) oder Mai-Bowle (gibt es inzwischen auch schon fix und fertig in der Flasche - wieder igitt) oder Berliner Weisse mit Schuss (bah - gibt es zwar auch als fertige Mischung, aber das könnte frau auch gerade noch selbst anmischen - nur: wer trinkt das Gesöff?). Zu guter Letzt muss ich beim Thema hellgrün an die Vorliebe einer Freundin denken: WaldiWodka (Wodka mit Waldmeistergeschmack) und als Erinnerung an Studienzeiten: wie wohl grüne Gummibärchen in Saurer-Apfel-Likör schmecken? (ausprobieren und auf die ToDo-Liste schreiben!) - Eisbonbons oder Wick-Blau in Wodka aufgelöst ist ja bereits bekannt... aber ich habe etwas wesentlich leckeres im Gepäck - und das ist auch noch so schön hellgrün - ganz ohne künstliche Farbstoffe:





Apfel-Hollerblüten-Gelee mit Sauerrahmtopping (für 4 Portionen)

ungefüllte Apfelbonbons "Grüner Apfel"- hmmm, weckt wunderbare Kindheitserinnerungen (war gar nicht so einfach, die Dinger zu bekommen - fündig wurde ich im Krankenhauskiosk!!!!)
2 grüne Äpfel (z.B. Granny Smith)
6 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
100 ml Wein (falls Kinder mitessen: durch Apfelsaft -nicht naturtrüb- ersetzen)
10 g AgarAgar (pflanzliches Geliermittel - entspricht einem Päckchen)
200 ml Holunderblütensirup
Salz
50 g Zucker
100 ml Schlagsahne
200 g Schmand oder saure Sahne

Ein paar Bonbons in einer Küchenmaschine (oder dem Thermomix) zu feinem Pulver zermahlen. Durch ein Sieb auf ein mit Backpapier belegtes Backblech sieben (kleiner Tipp: für besondere Formen mit einer Schablone arbeiten). Unter dem Backofengrill in 10-15 Sekunden schmelzen lassen. Abkühlen lassen und vorsichtig vom Papier lösen.

AgarAgar in den Wein einrühren, 2 Minuten köcheln und danach etwas auskühlen lassen.

Äpfel waschen, trocken wischen und schälen. Die Schalen mit 2 EL Zitronensaft vermengen und beiseite stellen. Äpfel mit einem Ausstecher entkernen, dann erst in Scheiben schneiden, danach klein würfeln. Die Würfel mit weiteren 2 EL Zitronensaft vermengen und auf 4 Gläser verteilen.

Apfelschalen mit den restlichen 2 EL Zitronensaft und dem Holunderblütensirup pürieren. Die etwas ausgekühlte AgarAgar-Wein-Mischung unterrühren, ggf. durch ein Sieb über die Apfelwürfel gießen und mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. (kleine Anmerkung: mein Holunderblütensirup besteht zu 50 % aus Zucker. Falls gekaufter Sirup verwendet wird bitte die Süße des Gelees testen. Falls noch etwas fehlt mit Puderzucker nach-"würzen").

Für die Sauerrahmcreme die Sahne mit 50 g Zucker und einer Prise Salz steif schlagen. Vorsichtig unter die saure Sahne heben.

Creme auf das Apfelgelee geben und mit Bonbonchips garnieren.



Hmmm, das war lecker! Aber wer spült jetzt die Gläser? In den Geschirrspüler passen sie leider nicht...

hier noch eine Variante für's Picknick im "Hell"-Grünen



HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Freitag, 20. April 2012

Frühlingsküche


Bestimmt habe ich noch nicht erwähnt, dass es Frühling geworden ist - und er bringt allerlei Leckereien mit... es ist die Zeit der frischen Kräuter, des jungen Gemüses und der Erdbeeren. Und da ich heute so richtig Lust habe, Herrn P. zu verwöhnen, habe ich mir dieses 3-Gänge-Menü einfallen lassen (wie immer reichen die Zutaten für 4 Personen):


Kräutersüppchen

1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
etwas Öl
1 Schuß Weißwein
4 kleine Zucchini
Suppengrundstock
Pfeffer
Zucker
200 g Joghurt-Frischkäse
1/2 - 1 Bund Petersilie
1 Bund Schnittlauch
1/2 Bund Bärlauch

Frühlingszwiebel putzen und in grobe Stücke schneiden. Knoblauch schälen. Beides in den Thermomix geben. 5 Sekunden auf Stufe 4 zerkleinern. Öl zugeben. 3 Min./100 °/Stufe 1 andünsten, dann mit etwas Wein ablöschen. Zucchini waschen, in grobe Stücke schneiden. In den Mixi geben, 5 Sekunden auf Stufe 4 zerkleinern. 500 ml Wasser angießen, mit Suppengrundstock und Pfeffer würzen. 10 Min./100 °/Stufe 1 garen. Frischkäse zufügen, weitere 2 Min./100 °/Stufe 1 köcheln lassen. Kräuter waschen und grob hacken. Zusammen mit der Suppe gut pürieren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken, anschließend servieren. 



Zweierlei Sigara Börek mit Gartenkresse-Tomaten-Salat

200 g Frischkäse
250g Fetakäse
1/2 - 1 Bund Petersilie
1 Bund Schnittlauch
1/2 Bund Bärlauch
Salz und Pfeffer
Chiliflocken
Paprikapulver (edelsüß)
1 rohe Wildschweinbratwurst
Magarine oder Butter
500 g Yufka-Teigblätter (bei uns waren das 3 Stück)
50 g Gartenkresse
4 Tomaten
Crema di Balsamico

Frischkäse in eine Schüssel füllen. Den Fetakäse dazu bröckeln. Kräuter waschen, trockenschütteln und sehr fein hacken. Alles gut vermengen, mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Paprikapulver würzen.

Magarine bzw. Butter in einem Topf schmelzen.

Die Yufka-Blätter vierteln (unsere waren rund, es gibt sie aber auch in Dreiecksform), mit etwas flüssiger Magarine/Butter bestreichen. Die Füllung portionsweise der Länge nach auf 8 Yufka-Dreiecke verteilen. Den Teig an den Enden einschlagen, und alles schließlich so aufrollen, dass ungefähr (gut) fingerdicke, zigarrenähnliche, etwa 15 Zentimeter lange Röllchen entstehen.

Die Wildschweinbratwurst vierteln, auf den restlichen 4 Teigdreiecken verteilen und ebenfalls aufrollen.

Die Röllchen mit etwas Magarine/Butter bestreichen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und 20-25 Minuten bei 200 °C (Umluft) im vorgeheizten Ofen goldgelb backen.

Gartenkresse waschen, trockenschleudern und auf 4 Tellern verteilen. Die Tomaten waschen, halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Über der Kresse verteilen und mit Crema di Balsamico beträufeln. Zusammen mit den Sigara Börek servieren.



Erdbeer-Rhabarber-Kompott mit Vanille-Sahne

600 g Rhabarber
500 g Erdbeeren + 4 Erdbeeren
250 ml Weißwein
150 g Zucker
2 TL Speisestärke
250 ml Sahne
1-2 EL Vanillezucker

Rhabarber waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Erdbeeren ebenfalls waschen, von den Stielen befreien und klein schneiden. Zusammen mit 200 ml Weißwein und dem Zucker 10 Minuten köcheln lassen. Speisestärke mit dem restlichen Wein anrühren und das Kompott damit andicken. Auf 4 Schälchen verteilen und abkühlen lassen. 

Die Sahne mit dem Vanillezucker aufschlagen, auf dem Kompott anrichten und mit 4 schönen Erdbeeren garnieren.


Dienstag, 14. Februar 2012

Valentins-Menü


Dieses Jahr habe ich das Glück, dass mein Lieblings-Ehemann am Valentinstag zu Hause ist. Normalerweise machen wir kein besonderes Trara um diesen Tag, aber dieses Mal hatte ich einfach Lust... Und so habe ich mir ein lecker Menü einfallen lassen. Und das gab es dann heute:

**

Feldsalat mit marinierten Champignons und Croutons


***

Tomaten-Kokos-Suppe mit Garnelen-Spießen


... vor dem Essen ...

... und nach dem Essen ...


****

Blätterteig-Pastetchen mit Ragout Fin und Basmati-Reis



***


**


Rezepte:

Marinierte Champignons

frische Champignons (möglichst kleine Exemplare)
Pflanzenöl
4-5 Zehen Knoblauch
Thymian
Rosmarin
Salz und Pfeffer
Zucker
weißer Balsamico
ggf. frische Petersilie

Champignons putzen, große Exemplare ggf. halbieren oder vierteln. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Pilze darin anbraten. Knoblauch schälen und zusammen mit dem Thymian und Rosmarin fein hacken. Wenn die Pilze anfangen, Flüssigkeit zu ziehen den Knoblauch und die Kräuter zufügen. Kurz andünsten, dann mit dem Balsamico ablöschen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Pilze im Sud abkühlen lassen und mindestens 12, besser 24 Stunden an einem kalten Ort ziehen lassen. Vor dem Servieren ggf. mit frischer, gehackter Petersilie bestreuen.

Genaue Mengenangaben sind mir bei diesem Rezept nicht möglich. Hier arbeite ich einfach immer nach Gefühl. Deswegen schmecken die Pilze auch immer etwas unterschiedlich, aber bisher immer super lecker. Nächstes Wochenende müssen sie auch als Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin herhalten. Die hatte sie an Silvester probieren dürfen und als sie hörte, dass ich gerade wieder welche mache, meinte sie nur: machst Du mir auch welche zum Geburtstag - die sind dann aber NUR FÜR MICH!



Tomaten-Kokos-Suppe mit Garnelenspießen (für 2 Personen)

1 kleine Zwiebel
1 Stück Ingwer (walnußgroß)
1 Knoblauchzehe
1 EL Pflanzenöl
1 Dose Schältomaten
1 Dose Kokosmilch
100 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
1 TL gelbe Currypaste
2 EL Sweet-Chili-Sauce
Saft und Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
1 EL Suppengrundstock
Salz und Pfeffer

6-12 große Garnelen
ggf. Zitronengras
Pflanzenöl

frischer Koriander

Zwiebel, Ingwer und Knoblauch schälen, in (mehr oder weniger große bzw. kleine) Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen, dann die Gemüsewürfel darin anschwitzen. Schältomaten, Kokosmilch und Brühe angießen. Mit Currypaste, Sweet-Chili-Sauce, Suppengrundstock sowie dem Zitronensaft und -abrieb würzen. Auf kleiner Flamme 15-20 Minuten köcheln lassen. Danach pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Garnelen von der Schale befreien und entdarmen. Auf Spieße (oder Zitronengrasstängel) stecken und in einer Pfanne kurz anbraten. 

Die Suppe auf Schälchen verteilen, mit dem Koriander garnieren und die Spieße auflegen.

Sonntag, 28. August 2011

Ein Traum in Pink ...

... hat es gerade noch als Dessert gegeben. Auf die Idee bin ich vor 2 Wochen gekommen, als ich einen Käsesahne-Kuchen für unseren Besuch gemacht habe. Denn von der Käsesahne blieb etwas übrig und wir haben sie so genascht. Dabei dachte ich dann, das wäre doch ein ein feines Dessert, das super einfach und recht schnell gemacht ist.

250 g TK-Himbeeren leicht antauen lassen. In der Zwischenzeit 1 Pk. Himbeer-Götterspeise zusammen mit 1 EL Zucker und etwas Wasser in einem Topf erwärmen (nicht kochen lassen). 1 Flasche Rama-Cremefine zum Schlagen steif schlagen. 500 g Magerquark mit 9 EL Zucker zuerst schaumig rühren, dann die angetauten Himbeeren und die Götterspeise unterrühren. Zuletzt die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. In Glasschälchen füllen und mindestens 2 Stunden kalt stellen. Fertig ist der Traum in Pink...

Viel Fett ist in diesem Dessert nicht, aber Hüftgold ist es wegen dem Zucker dann schon. Die Menge an Zucker kann übrigens variiert werden, je nachdem, wie süß oder sauer man das Dessert haben möchte.

Sonntag, 2. August 2009

Nektarinen-Creme

Ja ja, da waren mal wieder Nektarinen reif und keiner wollte sie so essen. Aber verkommen lassen will man das Obst ja auch nicht und für Marmelade war's zu wenig.

Also nimmt man die 6 vollreifen Nektarinen, befreit diese vom Kern, schneidet sie klein und füllt sie in ein hohes Gefäß. Man fügt den Saft einer halben Zitrone hinzu und 1 Esslöffel Vanille-Zucker.
Das Ganze schon einmal mit dem Stabmixer ca. 1 Minute lang pürieren. Anschliessend noch 250 ml Schlagsahne (in unserem Fall war es ein Convenience-Produkt der Marke R*ma) dazu und noch einmal 1 Minute mit dem Stabmixer rein.

Die so entstandene Creme kühl stellen oder einfrieren (dann ist es Sahne-Eis...).

Auf jeden Fall ist es extrem lecker und erfrischend an warmen Tagen wie gestern.

Noch eine Idee:
Die Masse komplett aufschlagen und zum Schoko-Schock (Rezept auch auf diesem Blog) servieren - kann eigentlich nur richtig lecker sein!!!