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Donnerstag, 24. Dezember 2020

Kalender 2021 - limited Edition

Die schlechte Nachricht gleich zu Anfang: leider habe ich es dieses Jahr wieder nicht geschafft unseren beliebten Kalender drucken zu lassen.

Die gute Nachricht: es gibt wieder einen Kalender für 2021 - allerdings in einer wirklich limitierten Edition. Die kleine Auflage wurde in liebevoller Handarbeit erstellt und alle Kalender sind bereits vergeben. 

Wie auch in den Jahren zuvor gibt es hier auf dem Blog eine Zusammenfassung und die Links zu den einzelnen Gerichten.




März: Asia-Nudeln 











Wir wünschen Euch allen ein wunderschönes, erholsames und kulinarische hervorragendes Weihnachtsfest!

Dienstag, 11. Dezember 2018

[Rettungsaktion] Weihnachtliche Desserts

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um weihnachtliche Desserts  widmen.]

Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Nicht ganz, aber in weniger als zwei Wochen ist Heilig Abend. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Bei mir persönlich ist die Adventszeit (leider) meist nicht sehr besinnlich - für alle, die wie ich in der Transportbranche arbeiten, bedeutet die Zeit vor Weihnachten meistens Stress und ein enormer Anstieg der Sendungszahlen. Heutzutage wird viel im Internet bestellt und das auch oft auf den letzten Drücker. Da freut sich zwar mein Arbeitgeber, aber die Work-Life-Balance aller Beteiligten incl. der Paketzusteller bleibt auf der Strecke. Bitte denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal über einen Zusteller schimpft. Ich kann Euch versichern, dass sie alle ihr Möglichstes geben. Aber auch in anderen Bereichen, z.B. im (Einzel-)Handel, ist die Vorweihnachtszeit mit viel Stress verbunden. Und dann soll man (oder Frau) an Weihnachten auch noch ein leckeres Menü auf den Tisch bringen?

Die Werbeprospekte aller Supermärkte sind randvoll mit Angeboten aus ihren "De Luxe-" oder "Exquisit-"Linien. Auch vor Dessertkreationen in allen möglichen Variationen wird nicht zurückgeschreckt. Vor dem oben geschilderten Hintergrund ist die Versuchung groß... aber es muss nicht sein, denn ein selbst gemachtes Dessert muss nicht der riesengroße Aufwand sein.



Und genau hier setzt die Rettungstruppe an - eine kleine Gruppe FoodbloggerInnen, die sich auf Facebook gefunden hat und nun regelmäßig Lebensmittel vor der Lebensmittel-Industrie rettet. Denn selbst gemacht heißt nicht unbedingt viel Aufwand - aber auf jeden Fall Geschmack ohne Zusatzstoffe. Bei diesen Rezepten weiß man, was drin ist! Gegründet wurde die Gruppe vor über 4 Jahre von Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde - inzwischen hat ein "Führungswechsel" stattgefunden. Deswegen gilt der Dank heute Christine (aka Anna Antonia) und Ingrid (auchwas). Nicht zu vergessen die fleißigen Helferlein im Hintergrund, die uns hilfreiche Listen erstellen oder sich um die Pflege der Social Media-Kanäle kümmern.

Zurück zur Rettungsaktion: mein Mann hat einen Teil seiner Kindheit in Dänemark verbracht und ist daher stark mit den dänischen (Weihnachts-)Traditionen verbunden. Dazu gehören kulinarisch unter anderem auch Kransekager (habe ich eigentlich das Rezept dazu eigentlich mal veröffentlicht?) und eben Ris à l'amande (manche schreiben es auch Risalamande). Dieser cremige Reisbrei wird sehr oft an Weihnachten gekocht. Viele verstecken einen ganze Mandel darin - wer sie findet, der bekommt ein extra Geschenk (oft ist dies ein Marzipanschwein, das Glück bringen soll). Ich bin mir sicher, dass es in Dänemark Ris à l'amande als fertiges Produkt oder zumindest als Fix-Päckchen gibt. Aber so weit muss ich nicht gehen, denn wer kennt nicht den Milchreis, der bei uns immer beworben wird? Muss aber nicht sein, denn den Reisbrei kann man super einfach auch selbst herstellen.

Ich bin ja eine faule Socke und habe die Zubereitung des Milchreises meinem Thermomix überlassen. Selbstverstädnlich kann man den Reis auch ganz traditionell im Kochtopf zubereiten, dann heisst es aber Aufpassen und viel Rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Ich wollte zu dem Reis eigentlich gebratene Apfelspalten machen - da hat mein Mann allerdings sein Veto eingelegt und mir glaubhaft versichert, dass zum Ris à l'amande eine Kirschsauce gehört. Nun ist es aber so, dass a) zur Zeit keine Kirschen-Zeit ist, b) wir keinen Sauerkirschbaum besitzen, c) unser Süßkrischen-Baum noch jung ist und somit nicht genügende Kirschen abwirft, dass ich diese einmachen könnte und d) unser Obstdealer nicht mehr auf den Markt kommt. Aber ein kurzer Aufruf in unserem privaten Dorf-Netzwerk hat mir dann ein tolles Glas voll mit eingeweckten Kirschen eingebracht. An dieser Stelle einen lieben Dank an Inga dafür.

Genug geschwafelt, jetzt zum Rezept...



Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande
für 6-10 Portionen (je nach Größe des Glases/Schälchen)
1 1/2 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
1 EL Butter
1 L Vollmilch
1 Prise Salz
250 g Milchreis
100 g Mandeln, gehackt + 1 ganze, geschälte Mandel
1 Glas Sauerkirschen
1-2 TL Speisestärke
1 kleines Geschenk (z.B. Marzipanschweinchen)
 
Vanillezucker und Butter in den Mixtopf geben und 4 Minuten auf Stufe 1/Varoma ohne Messbecher schmelzen lassen. Dann Milch und Salz zufügen. Mit Messbecher 7 1/2 Minuten auf Stufe 1/100 °C erhitzen. Nun Milchreis und  75 g Mandeln einfüllen. Alles mit Messbecher 30 Minuten auf Stufe 1-Linkslauf/90 °C garen. Danach in eine Schüssel umfüllen, nachquellen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Unter den abgekühlten Reis heben. In Gläser/Schälchen füllen und kalt stellen. In einem der Gläser die ganze Mandel versenken.

Kirschen in ein Sieb geben, dabei den Saft auffangen. Etwas Saft in ein Glas geben und mit der Speisestärke verrühren. Restlichen Saft erhitzen. Speisestärke unter Rühren zufügen und aufkochen lassen. Kirschen zufügen und alles abkühlen lassen.

Vor dem Servieren die Kirschen mit der Sauce auf den Reis geben und mit den restlichen Mandelstückchen bestreuen.



Wer keinen Milchreis mag und/oder ein anderes Dessertrezept sucht, der wird vielleicht bei den MitretterInnen fündig:

Anna Antonia - Buttermilch-Pannacotta 
Brittas Kochbuch - Vanilleeis mit gebrannten Mandeln 
Cakes Cookies an more - Weihnachts Crème brûlée 
Fliederbaum - Lebkuchen-Biskuitroulade 
Kleines Kuliversum - Weihnachtliches Apfel Quark Dessert 
lieberlecker - Meyer Lemon Baked Alaska 
our food creations - Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Rest-Adventszeit und viel Spass beim Nachkochen.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Adventstasting

Heute sind liebe Gäste bei uns eingefallen um mit uns ein paar Cocktail-Rezepte für den Weihnachtsabend zu auszuprobieren.

Beide Rezepte haben wir in  Ausgaben von Essen&Trinken gefunden (Trio aux Pommes 11.2016 / Fizzy Apple 11.2017) und nach unserem Gusto leicht abgewandelt.



Trio aux Pommes 
(für 10 Gläser)

300 ml Calvados
500 ml klarer Apfelsaft
ca. 3 Handvoll Eiswürfel
1 l trockener Cider (z.B. Caber Toss)
gemahlener Zimt
10 Zimtstangen
2 Äpfel, in Spalten geschnitten

Calvados, Apfelsaft und die Hälfte der Eiswürfel in ein verschließbares Gefäß geben und kräftig shaken. Restliche Eiswürfel auf 10 Gläser verteilen. Mit gut gekühltem Cider auffüllen. Oberfläche mit Zimt bestäuben. Mit Zimtstange und Apfelspalten dekorieren.






Fizzy Apple
(für 10 Gläser)

100 ml Licor 43 (im Original-Rezept 200 ml)
ca. 1 l trockener Cider (z.B. Caber Toss)
ca. 500 ml trockener Sekt
10 Stiele Thymian
10 Apfelscheiben

Den Licor 43 auf 10 Gläser verteilen. Mit Cider und Sekt aufgießen. Gläser mit Thymian und Apfel garnieren. Sofort servieren.




Freitag, 1. Dezember 2017

Wir retten was zu retten ist - Weihnachtsedition

Uppps, in 24 Tagen ist Weihnachten! Dass das aber auch immer so überraschend kommt...

Klar, dass die Rettungstruppe auch jetzt wieder unterwegs ist. Und wir retten Geschenke aus der Küche. Das ist genau mein Thema, denn jedes Jahr verschenke ich am Liebsten etwas selbst gemachtes. Bis vor zwei Jahren waren Marmeladen der Renner - vor allem bei den Schwiegereltern und der Schwägerin. Jetzt ist allerdings meine Schwiegermutter ebenfalls dem Marmeladen-Wahn verfallen und produziert selbst. Deswegen gab es zum Beispiel im letzten Jahr Lemon Curd. Auch Eierlikör wird gerne genommen. Pralinen gab es auch schon - allerdings habe ich das Rezept irgendwie verbummelt. Dieses Jahr muss also wieder etwas Neues her: Karamellsirup! Vielseitig einsetzbar: im Kaffee, über Eis oder Desserts und so weiter. Bei mir ein must have im Kaffee.



Karamell-Sirup
für ca. 3 Flaschen à 220 ml

550 g Zucker
350 ml Wasser
1 gestr. TL gemahlene Vanille

Zucker in einen großen Topf geben und bei recht großer Hitze schmelzen lassen. Dabei darauf achten, dass er nicht zu dunkel wird (hellbraun ist erstrebenswert). Parallel dazu das Wasser in einem separaten Topf (oder Wasserkocher) aufkochen lassen. Sobald der Zucker komplett geschmolzen ist und sich hellbraun verfärb hat mit dem heißen Wasser ablöschen (Vorsicht, spritzt!). Nun die gemahlene Vanille zuügen und das Ganze so lange auf mittlerer Hitze und unter Rühren köcheln lassen bis sich sämtlich Karamellklümpchen aufgelöst haben (kann dauern). Heiß in vorgewärmte Flaschen abfüllen und sofort verschließen. 

Hält sich eigentlich ewig, bei mir allerdings nicht so lange, denn immer schnell verbraucht...



Zum Kaffee gibt es auch gerne mal ein paar süße Stückchen, zum Beispiel:


Honig-Dinkel-Vollkorn-Lebkuchen
(was für ein Wort - soll 80 Stücke ergeben, kommt aber auf die Größe an)
Teig muss über Nacht ruhen!

300 g Honig
100 mlWasser
100 g brauner Rohrzucker
1 geh. TL Hirschhornsalz
500 g Dinkelvollkornmehl
1 Ei
130 g gemahlene Mandeln
130 g Orangeat, fein gehackt
1 Portion Lebkuchengewürz (s. weiter unten) - alternativ 1. Pk. fertiges Lebkuchengewürz

2 Eier zum Bestreichen

Honig, Wasser und Zucker erwärmen, bis sich der Zucker löst, dann abkühlen lassen. Hirschhornsalz in 1 EL Wasser auflösen. In einer großen Schüssel alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Über Nach in Frischhaltefolie an einem kühlen Ort ruhen lassen (18 °C wären ideal, dazu bietet sich ein unbeheizter Raum an). 

Am Folgetag Backofen auf 160 °C (Umluft) vorheizen. Den Lebkuchenteig nochmals durchkneten, teilen und jeweils ca. 0.5 cm dick auswellen. Mit einem Teigrad in ca. 3x5 cm große Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Ich habe aber auch diverse Formen zum Ausstechen verwendet. Mit verquirltem Ei bestreichen und auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten goldgelb backen. 

Abkühlen lassen und dann in Metallboxen bis zum Verzehr luftdicht aufbewahren.


Lebkuchengewürz
1 Portion (im Mörser oder Moulinette pulverisieren)

3 TL Zimtpulver
1 TL Koriandersaat
1 Sternanis
1/2 TL Fenchelsaat
1/2 TL Muskatblüte
1/2 TL Kardamomsaat
2 Msp. Nelkenpulver


Hier gibt es übringens noch mehr Geschenkideen "klick". Und hier sind die Rezepte der MitretterInnen:

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Barbaras Spielweise - Quitten-Chutney 
Brittas Kochbuch - Stollenkonfekt 
Cakes Cookies an more - Chilisalz 
Das Mädel vom Land - Kokostrüffel 
evchenkocht - Rumkugeln 
Food for Angels and Devils - beef jerky - extra scharf 
genial-lecker - Quitten-Orangen-Gelee 
Karambakarinaswelt - Manadarinen Marmelade 
Kleines Kuliversum - Apfelstrudel Marmelade 
Leberkassemmel und mehr - Geschenke aus der Küche: Adventslikör 
lieberlecker - gewürzte Nüsse 
Madam Rote Rübe - Dinkelvollkornnudeln 
Obers triftt Sahne - Gebackener Adventskalender 
our food creations - Karamellsirup & Honig-Lebkuchen 
Pane-Bistecca - Kakao Lollipops 
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau - Weihnachtliches Apfel-Goji-Mus 
Summsis Hobbyküche - Walnuss - Krokant 
Unser Meating - Herzhafte Cantuccini

Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben. Ebenfalls ein liebes Dankeschön an die ganzen fleißigen Helferlein, die im Hintergrund für uns Dokumente erstellen und das Pinterest-Board aktualisieren.

Freitag, 2. Dezember 2016

Naschwerk

Seit langem will ich Fudge selbst herstellen. Jetzt habe ich mich endlich getraut, ein Rezept auszuprobieren.


Whisky-Fudge
für ca. 75 Stücke

200 g Sahne
mit so viel Milch auffüllen, dass man insgesamt 500 ml erhält
500 g Zucker
1 EL Vanillezucker, vom selbst gemachten
60 g Butter
3 EL Whisky

Alle Zutaten, bis auf den Whisky, in einen großen Topf geben und aufkochen, dabei gelegentlich rühren. Nun 30-40 Minuten köcheln lassen, dabei wäre eine Temperatur von 115 °C ideal (Zuckerthermometer, ich habe mein Bratenthermometer verwendet, das piepst, wenn die Temperatur erreicht bzw. überschritten wird). Während des Kochvorgangs den Topf ständig im Auge behalten. Ihr könnt davon ausgehen, dass wenn ihr das auch nur eine Sekunde nicht tut, der Inhalt genau dann überkocht! (-> Murphys Gesetz)

Immer wieder prüfen, ob die Masse bereits die richtige Konsistenz hat (dickcremig, wenn man mit den Kochlöffel durch die Masse fährt, dann darf sich die "Straße", die sich bildet, nicht gleich wieder schließen). Dann den Topf vom Herd nehmen und den Whisky unterrühren.

Eine Form (meine war ca. 20x25 cm groß) mit Backpapier auslegen und die Masse hineingießen. Ca. 4 Stunden kalt stellen - bei den momentanen Temperaturen geht das wunderbar im Außenkühlschrank...

Wenn die Masse fest geworden ist aus der Form nehmen, in Rechtecke schneiden und einzeln in Papier einwickeln.

Freitag, 25. Dezember 2015

Fischer Fritz fischt...

Wir haben es uns dieses Jahr zu Weihnachten einfach gemacht: den heiligen Abend, an dem sowohl der Lieblingsgatte als auch ich noch arbeiten mussten, haben wir zusammen mit Freunden verbracht. Geplant war der Abend mit 3 Familien, so dass sich jede um einen Teil des Menüs kümmern durfte. Dass wir letztendlich ein paar Personen mehr waren, war nicht so tragisch, da die Portionen stets großzügig bemessen sind.

Wir haben jedenfalls die Vorspeise beigetragen. Die kann man ganz einfach vorbereiten, so dass wir am Abend selbst nicht viel Arbeit damit hatten. Am meisten gefreut habe mich allerdings, dass selbst die weniger fisch-affinen Gäste um einen Nachschlag baten.


Räucherfisch-Terrine
für 8-12 Portionen

800 g Frischkäse
400 g geschlagene Sahne
125 g geräucherte Forelle
4 EL frische Kräuter, gehackt (Schnittlauch, Petersilie, Dill)
1-2 TL Wasabipaste (alternativ Meerrettich verwenden)
12 Blatt Gelatine
250 g Stemellachs
1 TL Tomatenmark
Paprikapulver
Salz und Pfeffer 
etwas Feldsalat, Räucherlachs und Forellenkaviar zur Deko

Eine Kastenform (oder mehrere kleine Sturzformen) mit Frischhaltefolie auskleiden.

Die Hälfte des Frischkäses mit den Forellenfilets, Kräutern und der Wasabipaste verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 6 Blatt Gelatine in kaltem Wasser ca. 5 Minuten quellen lassen. In einem kleinen Topf etwas Sahne erhitzen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen (darf nicht kochen!). Etwas von dem Forellenfrischkäse unterrühren, dann die Gelatine zügig unter den Frischkäse rühren. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, die Hälfte der geschlagenen Sahne unterheben. Masse in die Kastenform geben und glatt streichen. In den Kühlschrank stellen.

Die andere Hälfte des Frischkäses mit dem Stremellachs und Tomatenmark verrühren. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. 6 Blatt Gelatine in kaltem Wasser ca. 5 Minuten quellen lassen. In einem kleinen Topf etwas Sahne erhitzen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen (darf nicht kochen!). Etwas von der Frischkäsemasse unterrühren, dann die Gelatine zügig unter den Frischkäse rühren. Wenn die Masse zu gelieren beginnt die restliche Sahne unterheben. Masse in die Kastenform geben und glatt streichen. Im Kühlschrank mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, fest werden lassen.

Zum Servieren die Terrine stürzen, ggf. in Scheiben schneiden. Mit Feldsalat, Räucherlachsrosen und etwas Kaviar garnieren.


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Fröhliche Weihnachten * Merry Christmas * Joyeux Noel * Feliz Navidad

Passend zu den fast sommerlichen Temperaturen kommt der Weihnachtsmann dieses Jahr nicht mit Rentieren sondern mit Flamingos daher...




Wir wünschen allen unseren Besuchern ein frohes und glückliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Blogbesuchern bedanken, die uns in diesem Jahr so viele und schöne Kommentare hinterlassen haben.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Backe backe Kuchen

Eigentlich hatte ich dem Lieblingsgatten in diesem Jahr wieder Stollenkonfekt versprochen. Dafür haben wir uns auf dem Markt extra frisches Orangeat und Zitronat gekauft. Leider bin ich dann doch nicht dazu gekommen, das Kleingebäck zu backen. Aber zum Glück hat eine der Mitretterinnen der Weihnachtsbäckerei, Anikó von Paprika meets Kardamom, den Quarkstollen ihrer Oma gerettet. Das war dann auch meine Rettung, denn das Rezept hat sich einfach angehört und die Zutaten dafür hatte ich im Haus. Und so ist dann auf den letzten Drücker noch ein Stollen in der Gugelhupf-Form entstanden. Allerdings leicht abgewandelt.


Quarkstollen nach Anikós Oma

500 g Dinkelmehl Type 630
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
175 g Butter
200 g Marzipan
250 g Quark
2 Eier
150 g Zucker
3 EL Vanillezucker, vom selbst gemachten
1/4 TL Lebkuchengewürz
Schale 1 Bio-Zitrone
80 g in Rum eingelegte Rosinen
100 g gehackte Mandeln
  75 g Orangeat, fein gehackt
75 g Zitronat, fein gehackt
50 ml Rum (von den eingelegten Rosinen)
6 EL flüssige Butter zum Einpinseln
Puderzucker zum Bestreuen

Mehl mit dem Backpulver und Salz in eine Schüssel geben. Dann Quark, Butter, Marzipan und Eier hinzufügen. Zucker, Vanillezucker, Lebkuchengewürz, Rum und die abgeriebene Schale der Bio-Zitrone zu restlichen Zutaten geben. Alles so lange kneten, bis ein gut formbarer Teig entstanden ist. Rosinen, Mandeln, Zitronat und Orangeat kurz unterkneten. Den Teig gleichmäßig in eine gefettete Gugelhupfform geben. Ggf. herausstehende Rosinen in den Teig drücken. Auf der mittleren Schiene des bei 160 °C (Umluft) vorgeheizten Ofens ca. 70 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form abkühlen lassen, bis der Stollen lauwarm ist. Dann aus der Form stürzen und auf einen Teller stellen. Mit der flüssigen Butter bepinseln und mit Puderzucker bestreuen. Zwei- bis dreimal wiederholen.


Ich persönlich mag weder Orangeat noch Zitronat noch Marzipan - also alles Zutaten, die in diesem Stollen enthalten sind. Deswegen kann ich nichts über den Geschmack des Kuchens sagen. Allerdings kam er beim Lieblingsgatten und dessen Eltern ausgesprochen gut an. Und die müssen es ja wissen...

Dienstag, 23. Dezember 2014

Jetzt wird's weihnachtlich

Da wir dieses Jahr den heiligen Abend recht unkonventionell bei Freunden und nicht im Kreise der Familie feiern, müssen wir dort natürlich auch den Baum gemeinsam schmücken.

Zuerst wollte ich einen Eggnog machen, aber der war mir a) zu aufwändig, b) zu alkohollastig und c) zu kalt. Und so habe ich mich für einen Eierpunsch entschieden.


Eierpunsch
für ca. 6 Gläser bzw. ca. 1 Liter Punsch

5 Eier Gr. M
50 g Whisky
125 g Puderzucker
Abrieb und Saft von einer Zitrone
Abrieb und Saft von einer Orange
Mark einer Vanilleschote
1/4 TL Zimt, gemahlen
500 ml trockener Weißwein
6 EL geschlagene Sahne
Zimt zum Bestäuben
Alles zusammen in den Thermomix geben und bei 70°C auf Stufe 4-5 ca. 8 Minuten erhitzen. Gegebenenfalls die Zeit etwas verlängern, falls der Punsch die Temperatur noch nicht erreicht hat.

Punsch sofort auf Gläser verteilen, je einen EL Sahne daraufgeben und mit etwas Zimt bestäuben.


Sonntag, 14. Dezember 2014

Rettungsaktion

Adventszeit ist die Zeit, in der man besinnlich beisammen sitzt, weihnachtliches Gebäck knabbert und ein schönes, heißes Getränk dazu trinkt. Nun ist es aber so, dass im Hause P. diese Zeit so überhaupt nicht besinnlich ist, denn zusätzlich zu den sowieso anfallenden Arbeiten will das Weihnachtsgebäck gebacken und Geschenke gebastelt oder gekauft werden. Ebenso stehen viele Termine ins Haus, so dass man eigentlich überhaupt keine Zeit für Besinnlichkeit hat. Und jedes Jahr nehme ich mir vor, dass ich alles ganz gemütlich angehen werde um dann festzustellen, dass Weihnachten, wie jedes Jahr, so ganz plötzlich am 24. Dezember da ist.

Ich schweife ab, denn eigentlich wollte ich Euch ja etwas über eine Gruppe von BloggerInnen erzählen, die sich auf die Fahne geschrieben haben, zu retten, was zu retten ist. Im November wurden Knödel gerettet und ich hatte zufälligerweise an diesem Tag Leberknödel gemacht. Und so habe ich eher unfreiwillig mitgerettet, was für mich aber kein Problem darstellt. Mache ich doch gerne. Jedenfalls wurde ich daraufhin in die Gruppe aufgenommen und rette nun offiziell mit. Und was rettet man wohl kurz vor Weihnachten - natürlich Plätzchen und Co.

Jedenfalls habe ich es in diesem Jahr geschafft und vor dem 2. Advent gebacken. Gleich 2 Mal richtig traditionell. Gerne hätte ich noch Basler Läckerli gemacht, aber ich komme gerade nicht an das Kochbuch ran. Deswegen mache ich mir an dieser Stelle einen Knoten ins Taschentuch, dass ich meine Mutter auf deren selbstgeschriebenes Buch anquatsche, wenn ich sie das nächste Mal sehe - vermutlich im Sommer, denn sie verbringt den Winter auf den Kanaren! Und auch das Kochbuch meiner Großmutter ist natürlich gerade unauffindbar. Aber ich habe ja selbst einen großen Fundus an Rezepten...


Beim weiteren Stöbern im www habe ich diese Geschichte und das Rezept aus einem Basler Kochbuch aus dem Jahr 1824 gefunden - besonders der letzte Absatz hat es mir angetan...

Altes Basler Rezept für Anisbrötli

«Nimm vom Mehl ein Pfund, siebe es fein und stell es über Nacht ins Ofenloch. Nimm ein Pfund trockenen Zucker und vier Eier, aber grosse; zwei Löffel ausgeblasenen Änis, wenn Du es fein haben willst, sollst Du Ihn im Ofen bähen. Vom alten Baselbieter Kirsch zwei Esslöffel (lupft sie gut und vertreibt den Eiergeschmack).

Zucker, Eier und Änis lass vom ältesten Buben rühren, dann vom zweitältesten, dann vom dritten, zusammen wenigstens eine halbe Stunde, dann gib das Chriesiwasser dazu, schaffe das Mehl darunter und wirke den Teig auf dem Wallbrett, bis er schön verbunden ist. Wälle den Teig aus, aber nicht zu dünn, und drücke mit Sorgsamkeit und Kraft die Model auf.

Hernach alles auf mehlbestäubtem Brett 24 Stunden an die Wärme gestellt und dann bei schwacher Hitze backen. Um sie schön weiss zu haben, stäube vor dem Backen Mehl darauf und blase es nachher weg.

Kriegen sie keine Füsschen, so schimpfe die Buben aus oder die Stubenmagd: War schlecht gerührt oder Durchzug in der Stube. Änisbrötli ohne Fuessli sind ein Ärgernis.»



Dumm ist nur, dass ich weder Buben noch eine eine Stubenmagd zum ausschimpfen habe. Was aber nicht weiter schlimm ist, denn meine Springerle sind wunderbar aufgegangen - dafür sie sind allerdings etwas in die Breite gegangen. Vermutlich war der Teig doch noch etwas zu feucht. Hier also das Rezept von meinen traditionellen Springerle (mit Modifikation des Mehlanteils):

Springerle mit Kirschwasser
für ca. 50 Stück

1-2 EL Anissamen
4 Eier Gr. L (ca. 200 g)
1/2 TL Hirschhornsalz
500 g Puderzucker
2 El Kirschwasser
550 - 600 g Dinkelmehl Type 630 + etwas zu Arbeiten

Anissamen in einer Pfanne ohne Fettzugabe leicht anrösten und abkühlen lassen. Eier in einer Schüssel 2 Minuten schaumig schlagen. Dann den Puderzucker dazugeben und weitere 5-10 Minuten schlagen. Hirschhornsalz im Kirschwasser auflösen. Zusammen mit dem Mehl und den Anissamen unterrühren, bis ein weicher Teig entsteht - ja, er ist sehr weich und ähnelt einem Rührteig! Zugedeckt 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Teig portionsweise ca. 1 cm dick ausrollen (das funktioniert am Besten mit Hilfe von 2 Holzstücken, auf denen das Nudelholz aufliegt). Die Teigoberfläche und die Springerle-Model leicht mit Mehl bestäuben, dann die Model gleichmäßig in den Teig drücken. Springerle mit einem Messer oder Teigrad ausschneiden. Auf einem mit Mehl eingestäubten Küchenhandtuch oder Holzbrett bei gleichbleibender Temperatur und ohne Durchzug einen Tag trocknen lassen.

Vor dem Backen muss die Unterseite der Springerle wieder befeuchtet werden - dazu setzt man sie kurz auf ein gut befeuchtetes Küchenhandtuch. Im vorgeheizten Backofen bei 150 °C (Ober- und Unterhitze) ca. 10 Minuten backen, dann weitere 10 Minuten bei 125 °C oder insgesamt ca. 20 Minuten bei 140 °C (Umluft) backen. Eventuell den Stiel von einem Holzkochlöffel in die Backofenür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. 

Perfekte Springerle sind oben fast weiß, innen weich und aussen leicht knusprig.


Aber das ist noch nicht alles, was ich gebacken habe. Denn dieses Jahr habe ich auch das erste Mal Lebkuchen gebacken. Weil sie so, wie sie mein Mann liebt, nicht käuflich zu erwerben sind. Am Liebsten mag er sie nämlich pur, ohne Zucker- oder Schokoladenglasur - o.k., schöner aussehen tun sie doch mit etwas Verzierung.


Die Nüsse für die Lebkuchen kann man übrigens auch als ganze Nüsse kaufen und im Thermomix (10-15 Sekunden auf Stufe 5) mahlen. Auch das Orangeat/Zitronat lässt sich im Kesselchen wunderbar zerkleinern - geht fix und nichts klebt an den Fingern.

Elisen-Lebkuchen
für ca. 30 Stück

5 große Eier
350 g Rohrzucker
2-3 EL Vanillezucker, vom selbst gemachten
100 g Orangeat, fein gehackt
100 g Zitronat, fein gehackt
15 g Lebkuchengewürz
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g gemahlene Madeln
50 g Walnüsse, gehackt
Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
Schale von 1/2 unbehandelten Orange
Backoblaten (7 cm Durchmesser)
(Dinkel-)Mehl zum Arbeiten

Eier, Rohrzucker und Vanillezucker im Thermomix 2 Minuten auf Stufe 5 cremig aufschlagen. Dann das Lebkuchengewürz, sowie Orangeat und Zitronat 10 Sekunden auf Stufe 5 unterrühren. Zuletzt die Nüsse und die Zitrusschalen unterrühren. In eine Schüssel umfüllen und 12-24 Stunden zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Dann den Teig nochmals umrühren, Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Oblaten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit zwei Esslöffeln etwa eiergroße Teigstücke auf das Mehl geben und mit Mehl bestäuben. Mit bemehlten Händen zu Kugeln formen, auf die Oblaten setzen und etwas flach drücken.

Backofen auf 150 °C (Umluft) vorheizen. Lebkuchen dann ca. 15 Minuten backen - sie sollten dabei saftig bleiben, deswegen lieber etwas kürzer als zu lange backen.

Lebkuchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen und anschließend in einer geschlossenen Dose aufbewahren.




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Und hier wird auch gerettet:

Sonntag, 8. Dezember 2013

Miniaturen

Für den Lieblingsmann gehört Stollen einfach zu Weihnachten. Leider bin ich überhaupt kein Fan dieses Gebäcks, so dass es dieses im Hause P. bisher immer nur gekauft gab. Dieses Jahr wollte ich meinem Schatz aber eine besondere Freude machen und habe ihm Stollenkonfekt gebacken.


Stollenkonfekt
für ca. 65 Stücke

80 g Korinthen
80 ml Cointreau
100 g Mandeln, gehackt
125 + 50 g Butter
275 g Mehl
30 g frische Hefe
60 ml Milch, lauwarm
60 g Vanillezucker, vom selbst gemachten 
(alternativ: 60 g Zucker und das Mark einer Vanilleschote)
Abrieb von einer unbehandelten Orange
40 g kandierter Ingwer, fein gehackt
60 g Orangeat, fein gehackt
50 g Marzipan, klein gewürfelt

Korinthen fein hacken, mit Cointreau übergießen und über Nacht einweichen. 

Mandeln ohne Fettzugabe in einer Pfanne goldgelb rösten. Abkühlen lassen. 125 g Butter schmelzen. Mehl in eine Schüssel sieben und ein Mulde hineindrücken. Hefe hineinbröckeln, mit Milch, Vanillezucker, Orangenabrieb und etwas Mehl vom Rand her verrühren. Vorteig an einem warmen Ort zugedeckt 15 Minuten gehen lassen. Dann alles mit der geschmolzenen Butter zu einem glatten Teig verkneten.

Mandeln, Korinthen, Ingwer, Orangeat und Marzipan unter den Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Ofen auf 190 °C (Umluft) vorheizen. Teig in 15 g schwere Portionen teilen und zu kleinen Stollen formen. Mit etwas Abstand auf mit Backpapier belegte Bleche legen. Zugedeckt weitere 15 Minuten gehen lassen.

Nacheinander 10-12 Minuten hellbraun backen. In der Zwischenzeit restliche Butter schmelzen. Stollenkonfekt aus dem Ofen nehmen und direkt mit der flüssigen Butter bepinseln. Stollen nach 15 Minuten ein weiteres Mal bepinseln und sofort in Puderzucker wälzen.

Luftdicht verpackt ist das Konfekt ca. 4 Wochen haltbar. Nach einer kurzen Lagerzeit schmecken es übrigens  am Besten.


Samstag, 23. November 2013

I did it

Auch wenn mein Lieblingsmann den ganzen Hype um die Traumstücke, die seit Wochen auf so gut wie jedem Blog auftauchen, überhaupt nicht versteht und auch keinerlei Interesse daran gezeigt hat, musste ich sie jetzt doch einmal ausprobieren. Besonders gereizt hat mich die weihnachtliche Variante von Yvonne (Experimente aus meiner Küche). Und da ich heute sowieso mal wieder im Back-Wahn bin, habe ich die Teile eben mal schnell in den Ofen geschoben. Schließlich ist in gut einem Monat schon Weihnachten!

Auch die Original-Traumstücke von Nancy mussten in diesem Zuge daran glauben - die ganze Backerei muss sich ja lohnen...


Weihnachtliche Traumstücke

400 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
5 Eigelb
250 g Butter
1/2 TL Zimt
1/2 TL Ingwer, gemahlen
1/2 TL Süßspeisen-Masala z.B. von Cosmoveda
1/2 TL Kardamom, gemahlen
1/2 Tokabohne, gerieben
1 Msp. Muskatblüte
3 TL Vanillezucker, vom selbst gemachten
150 g Zucker
Puderzucker zum Wälzen
1/2 TL Zimt

Alle Zutaten zusammen den Thermomix geben und auf Teigstufe in 3 Minuten zu einem Teig kneten lassen. Den Teig in Frischhaltefolie packen und etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Etwas von gekühlten Teig abtrennen und zu einer fingerdicken Wurst rollen. In ca. 1 cm lange Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.  Das wiederholen, bis der Teig ganz aufgebraucht ist.

Die Traumstücke etwa 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind, dann auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.
In einer Schüssel Puderzucker und Zimt vermengen. Traumstücke lauwarm dazugeben und vorsichtig schütteln, so dass die Kekse rundherum damit bedeckt sind.
 


Nancy's Traumstücke

500 g Mehl
5 Eigelb
250 g Butter
2 EL Vanillezucker, vom selbst gemachten
150 g Zucker
Puderzucker

Alle Zutaten zusammen den Thermomix geben und auf Teigstufe in 3 Minuten zu einem Teig kneten lassen. Den Teig in Frischhaltefolie packen und etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Etwas von gekühlten Teig abtrennen und zu einer fingerdicken Wurst rollen. In ca. 1 cm lange Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Bei 180 °C (Ober- und Unterhitze) in ca. 10-15 Minuten goldbraun backen. 

Auf einem Kuchengitter etwas auskühlen lassen. Eine handvoll Puderzucker in eine Schüssel geben, die lauwarmen Traumstücke zufügen und vorsichtig schütteln, so dass die Kekse rundherum damit bedeckt sind.

Die Traumstücke kühl und trocken lagern.


Dienstag, 25. Dezember 2012

Frohe Weihnachten

Für das Weihnachtsfest haben wir uns wieder etwas nettes und nicht ganz alltägliches überlegt: Bäckchen. Ursprünglich wollten wir das Gericht mit Hirschbäckchen machen, aber leider haben wir von unserem Kochtopfjäger kurz vor Weihnachten keine beziehen können. Die angelieferten Hirsche waren irgendwie alle kopflos... Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben - irgendwann probieren wir auch das aus.

Und so kam es, dass wir bei dem Metzger unseres Vertrauens nachgefragt haben - und siehe da, alles kein Problem. Aber halt vom Ochsen. Scheinbar hat es sich hier in der Gegend noch nicht herumgesprochen, welche Delikatesse dieses Fleisch ist. Unser Glück, denn sonst hätten wir über das Internet bestellen müssen.

Ach so, die Kartoffelroulade haben wir mit "fertiger" Kloßmasse gemacht - ein richtiger Koch hätte den Kartoffelteig bestimmt selbst gemacht, aber leider sind wir (noch) nicht im Besitz einer Kartoffelpresse. Aber sie steht auf der Wunschliste - falls also noch jemand ein Geschenk sucht - diese hier würde uns ganz gut gefallen...


Aber nun zum Wichtigsten, dem Rezept:

Ochsenbäckchen mit Kartoffel-Blutwurst-Roulade und Apfel-Meerrettich-Schaum für 6-8 Personen

4 Ochsenbäckchen (insges. ca. 2 kg)
2 große rote Zwiebeln
2 große Karotten
1 Petersilienwurzel
1/4 Sellerieknolle
1 Stange Lauch
2 Knoblauchzehen
1 kleines Stück Ingwer
4 EL Tomatenmark
150 ml Balsamico-Essig
etwas Kümmel
1/2 TL Fenchelsamen
2 Anissterne
1 TL schwarze Pfefferkörner
1,5 l Kalbs- oder Rinderfond
Zucker
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
Butter


Zwiebeln, Karotten, Petersilienwurzel und Sellerie putzen, schälen und in Würfel schneiden. Lauch putzen und in Ringe schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen, fein würfeln.

Ochsenbäckchen parieren (falls nicht vom Metzger erledigt), mit Salz und Pfeffer würzen und in einem heißen Bräter mit etwas Öl anbraten. Die Bäckchen heraus nehmen und die Gemüsewürfel im selben Bräter stark anrösten. Das Tomatenmark und die Gewürze dazugeben und danach mit dem Balsamico ablöschen. Wenn die Flüssigkeit reduziert ist, die Ochsenbäckchen wieder in die Pfanne legen und mit dem Fond auffüllen. Mit Zucker und Suppengrundstock würzen. Nun die Bäckchen im Ofen bei 150°C langsam ca. 3 bis 3 1/2 Stunden garen.

Die gegarten Bäckchen aus dem Bräter nehmen, warm halten, den Saucenfond durch ein feines Tuch in einen Topf passieren und um 1/3 einreduzieren. Mit kalter Butter aufmontieren.



 
1,5 kg Kloßteig
Salz, Muskat
600 g frische Blutwurst
2 Schalotten
1-2 TL Thymian, gehackt
1-2 TL Majoran, gehackt
Butterschmalz

Die gewürfelten Schalotten in etwas Butterschmalz anschwitzen, Kräuter hinzugeben und die von der Pelle befreite Blutwurst darunter mengen. Den Kloßteig auf Frischhaltefolie dünn zu einem Rechteck ausrollen, die ausgekühlte Wurstmasse darauf verteilen und zu einer Roulade einrollen. Danach die Rolle in Folie einschlagen und bei 90°C Wasserdampf ca. 30 Minuten garen. Die Roulade nach dem Garen auskühlen lassen, dann in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Butterschmalz leicht anbraten.


1 Schalotte
1 EL Butter
1 säuerlicher Apfel (z.B. Boskop)
200 ml Apfelsaft
200 ml Sahne
20 g geriebener Meerrettich
Salz

Die in Würfel geschnittene Schalotte in etwas Butter anschwitzen und den geschälten, kernlosen Apfel dazugeben. Mit Apfelsaft ablöschen, kurz einkochen lassen und die Sahne angießen. Nun Meerrettich und Salz hinzu geben, ca. 10 Minuten köcheln lassen und danach durch ein feines Sieb passieren. Vor dem Servieren aufschäumen.

Als Beilage gab es ein paar Rübchen nach diesem Rezept.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Vorweihnachtliche Backorgien

Eigentlich sollte am 1. Dezember das traditionelle Plätzchenbacken zusammen mit Freunden stattfinden. Leider musste der Termin abgesagt werden. Ich habe mir aber trotzdem vorgenommen, dieses Jahr mal wieder ein paar Plätzchen zu backen. Auf der Suche nach meinen Lieblingsrezepten musste ich feststellen, dass viele davon gar nicht auf dem Blog zu finden sind... deswegen wird das jetzt nachgeholt... Achtung, langes Posting!

Florentiner à la Andrea

Ich mag weder Orangeat noch Zitronat *bäh*, deswegen habe ich diese Zutaten einfach gegen getrocknete Aprikosen und Cranberries ausgetauscht. Schmeckt einfach himmlisch!

50 g getrocknete Cranberries (oder Aprikosen)
125 ml Schlagsahne
70 g Zucker
30 g Butter
4 TL Honig
150 g Mandelblättchen
2 EL Mehl
Zartbitter-Kuvertüre
dunkle Kuchenglasur

Getrocknete Cranberries (oder Aprikosen) fein hacken. Schlagsahne, Zucker, Butter und Honig aufkochen. Mandelblättchen und Cranberries zugeben und 3 Min. unter Rühren kochen, dann das Mehl unterrühren.

Backofen auf 180 °C (keine Umluft) vorheizen.

Masse mit Abstand zueinander auf mit Backpapier belegte Bleche setzen. Am besten geht das mit 2 feuchten Teelöffeln. Masse mit den Löffeln sehr flach drücken (5-6 cm Ø). Im vorgeheizten Backofen 10-15 Min. goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Zartbitter-Kuvertüre und dunkle Kuchenglasur hacken und im heißen Wasserbad schmelzen. Florentiener zur Hälfte in die Schokolade tauchen, abtropfen und fest werden lassen.



  

Als Variante: Kürbiskern-Florentiner für ca. 24 Stücke

90 g Zucker
40 g Honig
60 g Butter
70 ml Schlagsahne
1/2 TL Korianderpulver
1/2 TL Zimtpulver
50 g getrocknete Kirschen oder Cranberries
100 g getrocknete Aprikosen (geht auch mit kandierter Ananas)
150 g Kürbiskerne
50 g Mandelblättchen

Zucker, Honig, Butter, Sahne, Koriander und Zimt aufkochen und bei mittlerer Hitze unter Rühren 10 Minuten leicht kochen lassen. In der Zwischenzeit Aprikosen klein schneiden. Kirschen/Cranberries, Aprikosenstücke, Kürbiskerne und Mandeln zugeben. Weitere 8-10 Minuten leicht kochen lassen - das Rühren nicht vergessen!

Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech (ca. 30x20 cm) streichen - das Bachpapier bis über den Rand der Backform ziehen! Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Die Florentinerplatte vom Blech lösen, das Backpapier abziehen und mit einem großen Küchenmesser in 24 Rechtecke von je 5x3 cm schneiden. Zwischen Lagen von Backpapier in Keksdosen kühl und trocken aufbewahren. Die Florentiener sollten sie sich etwa 4 Wochen halten - bei uns waren sie allerdings schon vorher weg.


   

Wespennester

...hmmm, das weckt Kindheitserinnerungen. Dieses köstliche Gebäck musste unsere Mutter immer besonders gut verstecken, denn wir haben die süßen Dinger einfach geliebt!

100 g gehackte Mandeln
2 Eiweiß (L)
75 g weißer Zucker
2 TL Vanillezucker
1 TL Zitronensaft
100 g dunkle Schokolade - fein gerieben

Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Mandeln gleichmäßig darauf verteilen, mit zwei Teelöffeln Zucker bestreuen und im Ofen leicht goldbraun werden lassen, zwischendurch wenden. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen, dabei die Ofentemperatur auf 160°C reduzieren. 
Eiweiß steif schlagen, dann restlichen Zucker und Vanillezucker zugeben, zuletzt den Zitronensaft. Die Masse sollte cremig-steif sein und einen schönen Glanz haben. Nun vorsichtig die fein geriebene Schokolade unterheben, ebenso die abgekühlten Mandeln.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Hilfe von zwei Teelöffeln gut walnussgroße Häufchen der Masse darauf setzen. Bei 160°C etwa 18 bis 20 Minuten backen, die Wespennester sollten gerade anfangen leicht Farbe zu bekommen, allerdings innen noch nicht ganz durchgetrocknet sein – so schmecken sie am besten! Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen, dann in einem luftdichten Behälter aufbewahren.  




Ingwer-Shortbread für ca. 100 Stück

Das Zerkeinern des kandierten Ingwers ist zwar richtig viel Arbeit, aber die lohnt sich. Und für was habe ich meine Küchenhilfe?! - das Schoko-Shortbread ist übrigens auch nicht zu verachten.
 
75 g kernige Haferflocken
100 g kandierter Ingwer
300 g weiche Butter
300 g Zucker
1 Prise Salz
1 Tl gemahlener Ingwer
450 g Mehl

100 g Rohrzucker

Mehl, Haferflocken und Ingwer mit den Knethaken des Handrührers rasch verkneten. Teig zu einem 1 cm dicken Rechteck ausrollen und in Folie gewickelt 2 Stunden kalt stellen, dann in ca. 3 cm große Quadrate schneiden.

Auf mit Backpapier belegte Bleche setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft 180 °C) 11-12 Min. backen. Mit der Unterseite noch heiß in den Rohrzucker drücken und abkühlen lassen.


Mohn-Orangen-Shortbread für 48 Stück

Wenn wir schon beim Shortbread sind, dann darf dieses Rezept nicht fehlen...

2 Bio-Orangen
350 g Mehl
100 g Zucker
35 g Mohn
½ TL Meersalz
200 g kalte Butter
2 EL Zucker zum Bestreuen

Orangen heiß abspülen, gut trocken tupfen und die Schale fein abreiben. Orangenschale, Mehl, Zucker, Mohn und Salz in einer Schüssel mischen. Butter in kleinen Würfeln darüber verteilen. Zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Dabei zügig arbeiten.

Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen. Zu einer 24 x 24 cm großen Platte formen und in Klarsichtfolie gewickelt eine Stunde kalt stellen.

Die Teigplatte auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem Zucker bestreuen. 15 bis 18 Minuten goldgelb backen. 10 Minuten abkühlen lassen, dann in 3x4 cm große Stücke schneiden und auf dem Blech vollständig abkühlen lassen.


Kardamom-Shortbread für 16 Stücke

... eins haben wir noch... dieses Mal mit feiner Kardamom-Note

200 g Mehl
60 g Zucker
1/2 Tl Salz
1/2 Tl gemahlener Kardamom
130 g weiche Butter

Mehl in eine Schüssel sieben, Zucker, Salz, gemahlenen Kardamom und weiche Butter in Stücken dazugeben. Mit den Knethaken des Handrührers zuerst auf niedriger, dann auf höchster Stufe gut durchkneten. Anschließend mit bemehlten Händen zu einem glatten Teig kneten. In Folie wickeln und 30 Min. kalt stellen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche 20x20 cm groß ausrollen und in Rechtecke (à 5x5 cm) schneiden. Auf ein Blech mit Backpapier legen und mehrfach mit einer Gabel einstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Umluft 160 °C) 15 Minuten backen und abkühlen lassen.

Besonders hübsch ist das Gebäck, wenn man den Teig mit einem gezackten Teigrad schneidet. 


Die Kokos-Hafer-Fladen sind auch nicht schlecht und wurden ebenso neu aufgelegt wie die kernigen Cracker.