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Samstag, 8. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Kısır

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Ich hatte ja in meinem ersten Beitrag zur kulinarischen Weltreise von Volker mampft in die Türkei erwähnt, dass ich meine Kolleginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt habe. Das zweite Rezept, das mir Öznur verraten hat, ist ein Bulgur-Salat: Diesen hat sie schon mehr als einmal mit zur Arbeit gebracht hat - in der Regel eine riesengroße Schüssel, denn der Salat ist bei den Kollegen sehr beliebt. Ich bekomme dann meistens ein extra Schüsselchen, da ich leider weder Paprika noch Gurken vertrage. Das ist doch echt lieb, oder?

Wie bei vielen türkischen Gerichten gibt es tausende Variationen von Kısır - jede Familie hat wohl ihr eigenes Rezept. Zwar alle ähnlich, aber doch unterschiedlich. So kommt in den Salat neben Petersilie und Minze auch gewürfelte Gurke und Paprika. Das gibt dem Ganzen noch einen knackig-frischen Biss.Der Salat ist eine wunderbare Beilage zu Gegrilltem, aber auch als Hauptspeise macht er sich gut.

Statt dem üblichen Weizen-Bulgur habe ich eine Dinkel-Variante verwendet. Leider war die Packungsangabe bezüglich der Zubereitung etwas, wie soll ich es am Besten formulieren, ungenau? Jedenfalls war die von mir verwendete Menge an Wasser etwas zu viel. Dadurch ist mein Bulgur nicht körnig sondern klebrig geworden. Geschmacklich hat es dem Gericht aber nicht geschadet - optisch aber schon ein bisschen...



Kısır - Bulgur-Salat
für 4-8 Portionen

250 g Bulgur (ich habe Dinkel-Bulgur verwendet)
Wasser (Packungsangaben beachten, ich habe 700 ml genommen, das war definitiv zu viel)
2 EL Pflanzenöl (ich habe Olivenöl verwendet)
1 Zwiebel, gewürfelt
2-3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
4 EL Tomatenmark
2 EL Paprikamark (gibt es im Türkischen Supermarkt)
1/2 TL Krezkümmel, gemahlen
scharfes Paprikapulver oder -Flocken (nach Gusto)
4 EL Granatapfelsirup
Saft von 1 Zitrone (ggf. etwas mehr)
1 Bund Petersilie, gehackt
1/2 Bund Minze, gehackt
3-4 Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 Salatgurke
1-2 rote Paprika
Salz und Pfeffer
Zitronenspalten

Bulgur nach Packungsangabe kochen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Nach 5 Minuten den Knoblauch zufügen. Zusammen mit Tomatenmark, Paprikamark, Kreuzkümmel, Paprikapulver/-Flocken, Granatapfelsirup und Zitronensaft zu dem gequollenen Bulgur geben und gut vermengen. Komplett auskühlen lassen.

Salatgurke waschen, der Länge halbieren und die Kerne entfernen - das geht am Besten mit einem Teelöffel. Einfach die Kerne herauskratzen. Paprika ebenfalls waschen, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Dann beides zusammen mit der Petersilie, Minze und Lauchzwiebeln unter den Salat mengen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. mehr Zitronensaft abschmecken.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz abschmecken. Zitronenspalten dazu reichen. Sehr schön könnte ich mir den Salat übrigens auch mit ein paar Granatapfelkernen vorstellen - leider habe ich im Moment keine bekommen. 




Ganz herzlichen Dank an Volker, dass er dieses schöne Event jeden Monat ausrichtet. Ich finde es einfach klasse, dass er uns Blogger jeden Monat in ein anderes Land entführt und alle die Gelegenheit haben mal etwas Neues auszuprobieren. Deswegen werden hier zum Monatsende auch die Links zu allen Rezepten der Mitbloggern stehen. Ich kann nur empfehlen, sich mal durchzuklicken. Es lohnt sich auf jeden Fall.


Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali Köfte, Augenbohnensalat – Klasik piyaz, Paprika-Fladen – Biberli ekmek, Joghurt-Käse-Creme – Haydari, Türkisches Dorfbrot aus dem Topf, Röstfleisch Gärtnerin – Bahçe Kebabi, Zucchini mit Bulgur in Olivenöl und Weizengrütze mit Gemüse 
Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip
Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme 
Susi von Turbohausfrau mit Mücver
Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot 
Susanne von magentratzerl mit Mantı, Faule Mantı und  - Flauschige Brötchen 
Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt 
Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt 
Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav und Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi 
Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu 
Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch 
Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung 
Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva 
Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter 
Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği 

Donnerstag, 14. September 2017

Wir retten was zu retten ist - jetzt gibt's Saures!

Die Rettungstruppe ist wieder unterwegs. Ziel der stetig wachsenden Gemeinschaft internationaler FoodbloggerInnen ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Viele Gerichte kann man nämlich ganz ohne Tütchen und Co. selbst kochen oder backen. Oder einlegen bzw. einkochen wie bei dieser Aktion.

Damit habe ich auch schon verraten um was es dieses Mal geht - wir retten sauer eingelegtes Gemüse und Obst. Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben. Mir schwebte zu dem Thema so ein wundervolles Rezept vor. Ausprobiert hatte ich es schon vor einiger Zeit und war begeistert. Ich hatte damals auch schon den Post vorbereitet, nur die Fotos fehlten noch. Und als ich die jetzt gemacht hatte musste ich feststellen, dass es bereits zwei Rezepte davon bei der Rettungstruppe gab - und wer will schon drei eventuell sehr ähnliche Rezepte zu süßsauren Radieschen? Das Rezept wird aber trotzdem irgendwann hier auf dem Blog erscheinen. Jedenfalls musste ich umdenken oder auf die Teilnahme verzichten. Da ich aber bereits das letzte Event verpasst habe - irgendwie war ich eine Woche zu spät dran, weil ich den Termin falsch in meinem Kalender notiert hatte - kam das für mich nicht in Frage. Nun gut, ich habe mich dann kurzfristig für eingelegte Champignons entschieden - aber saure Pilze hat schon Obers trifft Sahne. Also wieder Fehlanzeige. Zu meinem Erstaunen hatte aber niemand das ganz klassische Gemüse eingelegt: Gurken oder Kürbis - zumindest soweit ich das sehen konnte. Deswegen gleich zwei Rezepte von mir, denn ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Habe ich damit doch schon wieder kleine Mitbringsel...


Eingelegter Gewürz-Kürbis
für 3 Gläser à ca. 500 ml

750 g Kürbisfleisch, geschält und gewürfelt
300 ml Essig
200 ml Wasser
300 g Zucker
3 kleine Chilischoten ohne Kerne, fein gehackt
1 walnussgroßes Stück Ingwer, geschält und fein geschnitten
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 TL Salz
1 TL Kardamomsaat
1 TL Koriandersaat
1 TL Pfefferkörner
1-2 Sternanis
1 1/2 Stangen Zimt

Backofen auf 150 °C vorheizen. Kürbisfleisch auf die Gläser verteilen. Restliche Zutaten in einen Topf geben und aufkochen. Sud über die Kürbisstücke geben, die Gewürze dabei möglichst gleichmäßig verteilen. Gläser verschließen und in eine ofenfeste Form stellen, die Gläser sollten sich dabei nicht berühren. Vorsichtig so viel heißes Wasser angießen, dass die Gläser ca. 2 cm im Wasser stehen. Im heißen Ofen ca. 30 Minuten sterilisieren.

Ich habe Hokkaido-Kürbis verwendet, sehr gut eignen sich aber auch Butternut- oder Muskat-Kürbis.



Senf-Knoblauch-Gurken im Glas
für 2 Gläser à ca. 500 ml

1 kg Gurken (wer bekommt/hat nimmt Schmorgurken, alternativ Salatgurken)
30 g Senfkörner (gelbe und/oder braune)
1 geh. TL Salz
2 1/2 EL Zucker
75 ml Essig
1 kleine Zwiebel, in Ringe geschnitten
2 ganz frische Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
2 EL Meerrettich, frisch geriebenen 

Gurken schälen, halbieren, Kerne herauskratzen und nach Gusto in Stücke schneiden - ich bevorzuge etwas kleinere Stücke. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt über Nacht ziehen lassen damit sich Saft bildet.

Dann auf Gläser (Twist off-, Bügel- oder Weck-Gläser) verteilen und verschließen. Da ich keinen Einmachtopf besitze habe ich die Gurken einfach im Kochtopf eingekocht. Dazu in einen großen Topf ein Gitter oder kochfestes Tuch legen. Nun die Gläser hineinstellen und so viel Wasser einfüllen, dass die Gläser bis zur Hälfte im Wasser stehen. Deckel auf den Topf und 20 Minuten einkochen.




Wer jetzt Lust auf mehr sauer eingelegtes Gemüse und Obst hat, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

Barbaras Spielweise - Zucchini, sauer eingelegt
Bonjour Alsace - Eingelegte Tomaten 
Brittas Kochbuch - Süßsauer eingelegte Radieschen 
genial-lecker - eingelegte Radieschen
German Abendbrot - Eingelegtes Sommergemüse
Obers triftt Sahne - Saure Pilze
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau - Essigzwetschken 
Summsis Hobbyküche - Eingelegte Bohnen - süß/sauer