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Montag, 30. November 2020

[Koch mein Rezept] Obers trifft Sahne

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den tollen Blog Obers trifft Sahne und Volkers Blogevent Koch mein Rezept.]

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft


Volker von Volker mampft hat vor ein paar Monaten ein neues Blog-Event ins Leben gerufen: Koch mein Rezept! Um was es geht (immer noch der geklaute Text von Volker): "Alle Teilnehmer bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog suchen sich die Teilnehmer selber ein Rezept aus, welches sie adaptieren wollen. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird, ob man ein veganes Rezept mit Fleisch pimpt oder es genau andersherum macht. Dazu wird der geloste Blog seinen Lesern kurz vorgestellt und eine inhaltlich deutlich tiefere Vernetzung zwischen den Blogs kann so entstehen." Bei der ersten Runde hatte ich das Vergnügen Jankes Soulfood vorstellen zu dürfen, in der zweiten Runde Ninamanie. Und weil es so viel Spass gemacht hat bin ich auch in Runde drei mit dabei.

Ich darf Euch heute Petra von Obers trifft Sahne vorstellen. 

Petra bloggt seit 2011 auf Obers trifft Sahne - hmmm, so viel Österreichisch verstehe ich noch, dass ich weiss, dass Obers gleich Sahne ist. Ist Petra also Österreicherin? Nein, sie wohnt in Weimar. Nach etwas Recherche auf dem Blog kam die Erleuchtung - Petra hatte in ihren Anfangstagen noch zwei Mitbloggerinnen aus Österreich. Deswegen also Obers (Österreich) trifft Sahne (Deutschland). Inzwischen bloggt sie allerdings sehr erfolgreich solo. So ist zum Beispiel 2017 ihr Buch "Weimarer Mundart" mit Geschichten und Rezepten quer durch ein Küchenjahr erschienen.

Es ist immer schön, wenn man sehen kann, wie sich ein Blog im Laufe der Zeit so entwickelt. Deswegen schaue ich mir gerne zuerst das älteste und dann das neuste Rezept an. Und da hat sich einiges entwickelt. Jedenfalls hatte ich mit meiner Strategie Glück und habe mich direkt in Petras erstes Rezept verliebt. Diese Entscheidung war damit getroffen. Jedenfalls präsentiere ich heute.... Fischtopf Toscana. Das Rezept hat Petra bereits im August 2011 verbloggt und ist genau mein Ding. Im Gegensatz zu den aktuellen Posts gibt es im Beitrag nur das Rezept und nicht noch eine Geschichte darum herum - soviel dann zum Thema Entwicklung ;-). Aber genau so habe ich ja auch einmal angefangen - und das macht mir Petra, auch wenn ich sie nicht persönlich kenne, gleich super sympathisch. In meinen frühen Bloggertagen waren bei mir sogar oft keine Fotos enthalten (oder sie waren wirklich schlecht). Vielleicht sollte ich das mal nachholen und die Rezepte einfach wieder aufleben lassen *gedanklicheinenknoteninsohrmache*. Aber vielleicht übernimmt das ja auch jemand aus der Koch mein Rezept-Gemeinschaft - wer weiss?

 So jetzt aber zum (leicht abgewandelten) Rezept...
 
 
Fischtopf Toscana à la Petra von Obers trifft Sahne
für 2 Personen als Hauptgericht
 
3 EL Olivenöl 
1 Schalotte, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt 
2 EL Tomatenmark
1 Dose gehackte Tomaten (leider war die eigene Tomatensaison schon rum)

1 EL frischer Thymian, die Blättchen abgezupft
250 g Cocktailtomaten, halbiert 
400 g Kabeljauloin, in ca. 2 cm große Würfel geschnitten
400 g vorgegarte Garnelen, geschält
250 g frischer Baby-Blattspinat 
Salz und Pfeffer
Zucker 
 
Olivenöl in eine große Pfanne geben und die Schalotte darin bei mittlerer Hitze anschwitzen. Wenn die Würfelchen schön glasig sind den Knoblauch und das Tomatenmark zufügen. Kurz braten, dann die gehackten Tomaten und den Thymian zufügen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen. 

Cocktailtomaten und Kabeljauwürfel zugeben. Auf kleiner Flamme 5 Minuten garen, dann Garnelen und Spinat zufügen. Alles vorsichtig verrühren und weitere 5 Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Ein bisschen Chiabatta dazu reichen, dann hat man ein schönes, mediterranes Fischgericht.  



Liebe Petra,
 
es war mir ein großes Vergnügen, Dich, Deinen Blog und Dein Rezept vorzustellen - hoffentlich stimmen auch alle Fakten. Ein paar kleine Änderungen am Rezept habe ich vorgenommen (Fischart und -Menge, etwas Tomatenmark dazu und das Basilikum durch Thymian ersetzt). Sowohl meinem Mann als auch mir hat der Fischtopf hervorragend gemundet.

Danke und liebe Grüße
Andrea


Freitag, 25. September 2020

[Rettungsaktion] Rund um die tolle Knolle

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um die Kartoffel widmen.]

Es ist wieder so weit und die nächste Rettungsaktion steht an. Die Rettungstruppe, eine Gruppe von Food-Bloggern,  will Lebensmittel und Gerichte vor der Lebensmittelindustrie retten und aufzeigen, dass man auch gut ohne Fertigpülverchen und Convenience-Produkte kochen kann. Heute dreht sich alles um die tolle Knolle - die Kartoffel. Das Thema ist kein neues, es gab bereits im Januar 2016 eine Kartoffelrettung - damals habe ich allerdings nicht teilgenommen. Wen es aber interessiert, was damals alles gerettet wurde, hier der Link zu Susi, der Turbohausfrau, die eine der Gründerinnen der Rettungsaktion ist *klick*.



Auch wenn es eine Vielzahl rettungswürdiger Produkte rund um die Kartoffel gibt (von Kartoffelpüree-Pulver über TK-Reibekuchen bis hin zu fix für...), habe ich mich entschieden, einen Kartoffelsalat zuzubereiten. Fertigen Kartoffelsalat kann man in jedem Discounter und Supermarkt kaufen. Ich bin schon vor Jahren dazu übergegangen, diesen nur selbst herzustellen, denn ich habe noch keinen einzigen Salat gegessen, der wirklich geschmeckt hat. Oft sind die Kartoffeln nicht komplett durchgegart (damit sie besser in Form bleiben) und der Salat ist mit viel zuviel (billigem) Essig und/oder Säuerungsmittel angemacht - das verlängert zwar die Haltbarkeit, trägt aber nicht zu einem guten geschmacklichen Erlebnis bei. 

Mein Kartoffelsalat ist dieses mal etwas ausgefallener, denn für das Dressing habe ich dieses Mal auch fein geschnittene Sardellenfilets verwendet. Aber keine Angst, wenn der Salat durchgezogen ist, dann ist der leichte Fischgeschmack nur noch ganz hintergründig. Probiert es aus, meine Testesser fanden ihn ganz wunderbar.

 


Mediterraner Kartoffelsalat
für eine große Schüssel

1,2 kg Kartoffeln, festkochend
200 ml Wasser
125 ml Olivenöl
2-3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
3 Sardellenfilets, feinst gewürfelt
1 TL frischer Thymian, gehackt (alternativ 1/2 TL getrockneter Thymian)
1 TL frischer Rosmarin, gehackt (alternativ 1/2 TL getrockneter Rosmarin)
75 ml heller Balsamico-Essig
1 EL grober Senf
1 EL Kapern (oder halbierte Kapernäpfel, dann aber mehr als 1 EL)
Oliven, Menge nach Wunsch, ganz oder halbiert
mindestens 250 g Cocktailtomaten, halbiert
250 g Büffelmozzarella (falls möglich Minis, ansonsten in Stücke geschnitten)
frischer Basilikum, gehackt
2 handvoll Ruccola
Salz und Pfeffer

Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser garen (ca. 30 Minuten, kommt auf die Größe der Kartoffeln an). In der Zwischenzeit Wasser, Öl, Suppengrundstock, Knoblauch, Sardellenfilets, Thymian und Rosmarin in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Nach 30 Minuten Essig und Senf unterrühren. Das Dressing sollte gut überwürzt sein.  

Die Kartoffeln etwas abkühlen lassen, dann pellen und in Scheiben schneiden/hobeln. Alternativ können die Kartoffeln auch in Stücke geschnitten werden. Zwischendurch immer wieder etwas von dem Dressing über die geschnittenen Kartoffeln geben. Kapern, Oliven, Tomaten und Mozzarella zufügen und alles gut vermengen. Mindestens 1-2 Stunden ziehen lassen - etwas länger schadet nichts, dann sollte der Salat allerdings besser in den Kühlschrank.

Vor dem Servieren Basilikum und Ruccola zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 




 Ich bin bei dieser Rettungsaktion natürlich nicht alleine und die MitretterInnen waren natürlich auch fleißig. Hier findet Ihr die Rezepte - schaut vorbei, es lohnt sich!

Cakes, Cookies and more - Bratkartoffeln 
Turbohausfrau - Erdäpfelkäs 
Das Mädel vom Land - Kartoffelrosen mit Endivienpesto 
genial lecker - Kartoffelpuffer 
Bonjour Alsace - Pommes frites einfach 
our food creations - Mediterraner Kartoffelsalat 


Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Auch ein herzliches Dankeschön an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt.

Samstag, 26. Oktober 2019

Pasta-Klassiker IV

Heute morgen sind wir, zusammen mit einem Freund, über den Wormser Wochenmarkt geschlendert. Das ist ja eine unsrer Lieblingsbeschäftigungen an Samstagen. Erst gab es Kaffee von unserer Lieblingsrösterei, dann "German Sushi" (Mettbrötchen) vom Bio-Metzger. Anschließend haben wir bei unserem Wilden ein schönes Stück Hirschrücken erstanden (dazu morgen mehr). Aber auch viel Käse von der netten Käsefrau (u.a. ein schönes Stück Parmesan), lokaler Honig für eine Freundin, Gemüse und Kräuter sind im Einkaufskorb gelandet. Zuletzt haben wir beim Oliven-Dealer Halt gemacht. Dieser hat eine wirklich schöne Auswahl an eingelegten Oliven, Antipasti und Schafskäse. Mein Favorit bei ihm ist der in Traubenkernöl eingelegte Schafskäse mit Knoblauch und grünem Pfeffer. Natürlich musste davon etwas mit. Noch auf dem Weg nach Hause reifte in mir der Plan, dass es heute frische Pasta mit Knoblauch geben sollte.

Ich verwende übrigens für die Herstellung meiner Pasta einen Pasta-Maker, man kann aber auch gekaufte Spaghetti verwenden.


Spaghetti aglio e olio
für 2 Portionen
ca. 350 g frische Spaghetti (alternativ 200-250 g getrocknete Pasta)
Olivenöl (ich schätze so etwa 50 ml)
1 1/2 EL Knoblauch, fein gewürfelt (ich habe den Knoblauch von oben erwähnten Schafskäse verwendet)
1 EL frische Petersilie, gehackt
1/2 TL in Salz eingelegte Chili (selbst gemacht)
1/2 TL Zitronenschale, gerieben
Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
 75-100 g französischer Schafskäse (alternativ Fetakäse)

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, dann großzügig salzen und die Spaghetti darin al dente kochen (bei frischer Pasta dauert das nur 3-4 Minuten).

In der Zwischenzeit Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Knoblauch darin andünsten (Achtung, nicht zu große Hitze verwenden, sonst wird der Knoblauch bitter!). Petersilie, Chili und Zitronenschale zufügen. Alles ca. 3 Minuten ziehen lassen.

Pasta abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Tropfnasse Nudeln und Parmesan in die Pfanne geben und gut vermengen. Ggf. noch etwas vom Kochwasser zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann zügig auf zwei Teller verteilen, den Schafskäse darüber bröseln und sofort servieren.



Mehr Pasta-Klassiker findet Ihr hier:


Montag, 25. Juni 2018

Alle lieben Pasta [Blogevent]

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Nudelsalaten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesem Thema widmen]

Bei Tastesheriff gibt es jeden Monat ein Blogevent zum Thema Pasta. Genau mein Ding, denn ich bin regelrecht pastasüchtig, seit ich mir einen Pastamaker zugelegt habe und nun wird hier oft und kräftig genudelt.

Auch für dieses Rezept habe ich die Nudeln selbst gemacht. Jedoch nicht jeder verfügt über so ein Pastamaschinchen - alternativ kann man dann 250 g getrocknete Pasta nach Wahl (z.B. Gabelspaghetti oder Rigatoni) verwenden.

Was die Kräuter betrifft: am schönsten sind hier natürlich Kräuter mit Zitrus-Aroma, wie Zitronenmelisse, Verbene und Zitronenthymian. Ich habe das Glück, dass Melisse und Thymian in meinem Garten en Masse wachsen und auch die Zitronenverbene fleißig in ihrem Kübel wächst. Prinzipiell kann man jedoch auch andere Gartenkräuter wie Petersilie und Schnittlauch verwenden.


Nudelsalat mit Erbsen und Kräuter-Zitrus-Dressing
für 4 Personen

300 g (TK-)Erbsen
200 g Zuckererbsen (Mange-tout), in Rauten geschnitten
300 g frische Pasta (moi: kurze Bucatini) - alternativ 250 g getrocknete Pasta nach Wahl

Dressing
100 ml Orangensaft
3 EL Sweet-Chili-Scauce
6 EL Raps- oder Olivenöl
3 EL Zitronenessig
Abrieb und Saft von einer unbehandelten Zitrone
1 Handvoll gehackte Kräuter (moi: Zitronenmelisse, -Verbene, -Thymian, Petersilie & Schnittlauch) 
Salz und Pfeffer

Salzwasser in einen Topf aufkochen, dann zuerst die TK-Erbsen hineingeben. Zugedeckt etwa eine Minute köcheln lassen, dann die Zuckererbsen zufügen. Weitere 4-5 Minuten köcheln lassen, dann abgießen und kalt abschrecken. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass die Meisten getrocknete Pasta verwenden... also Nudeln nach Packungsangabe bissfest kochen, abgießen und ebenfalls abschrecken. Dressing anrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Zusammen mit den Erbsen und Nudeln in eine große Schüssel geben. Gut vermengen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 



Mittwoch, 14. Juni 2017

Burger-Mania bei der Rettungstruppe

Es ist wieder soweit - die nächste Rettungsrunde ist eingeläutet. Burger sind der Sommertrend, so dass man zur Zeit in jedem Frische- oder Tiefkühlregal Produkte rund um den Burger finden kann. Das reicht von Buns (Burger-Brötchen) über TK-Patties (das Hackfleisch) bis hin zum kompletten Burger.

Das muss allerdings nicht sein, denn Burger kann man ganz schnell und einfach selbst machen - ohne die vielen Zusatz- und Hilfmittelchen, die in den meisten Fertigprodukten enthalten sind.
 
Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben.


Griechischer Hirten-Burger
für 4 Stück

600 g Lammhack
1 EL frischer Thymian, gehackt
1-2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
Salz und Pfeffer
4 Scheiben Weißkäse in Salzlake (Fetakäse)
1 Fleischtomate, in Scheiben geschnitten
1/2 Salatgurke, in Scheiben geschnitten
1 rote Zwiebel, in Scheiben geschnitten
ein paar Salatblätter
4 Burger-Buns (Rezept weiter unten)
Tzatziki (Rezept auch weiter unten)
 ggf. Oliven und/oder eingelegte Pepperoni

Für die Fleisch-Patties das Lammhack mit dem Thymian und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut verkneten, dann vier Patties à 150 g formen. Ich verwende dafür eine Burger-Presse. 

Kleiner Tipp: wenn man diese mit Frischhaltefolie auslegt, dann lässt sich das Pattie besser aus der Form lösen. 

Um den Burger fertig zu stellen die Patties in der Pfanne / auf dem Grill braten. Das dauert in der Regel nicht alnge. In der Zwischenzeit die Buns aufschneiden und mit den Schnittflächen ebenfalls (in der Pfanne / auf dem Grill) kurz anrösten. Danach etwas Tzatziki auf das Unterteil geben und mit ein paar Salatblättern belegen. Darauf kommt nun eine Tomatenscheibe, dann das Fleisch-Pattie, dann Käse, Gurke und Zwiebel. Zuletzt nochmals ein Klecks Tzatziki und der Deckel des Buns. 

Wer möchte, kann den Burger nun noch mit einer Olive oder eingelegten Pepperoni garnieren.

Und schon ist der leckere Burger fertig - Ihr solltet allerdings genügend Servietten bereitlegen, denn der Burger ist nicht gerade einfach zu essen.





Schnelle Burger-Buns
für 6-8 Stück

1 Pk. Trockenhefe (7 g)
230 ml lauwarmes Wasser
30 g Zucker
80 ml Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
1 Ei
1 TL Salz
450 g Dinkelmehl Type 630
Sesam und/oder Schwarzkümmel

Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Hefe mit Wasser, Zucker und Öl verrühren. 5 Minuten stehen lassen. Eigelb, Salz und Mehl zufügen. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Teig in 6-8 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen.

Eiweiß leicht aufschlagen und die Buns damit bestreichen. Mit Sesam und/oder Schwarzümmel bestreuen. Im heißen Ofen ca. 18-20 Minuten goldbraun backen.




Tzatziki

1/2 Salatgurke, geschält und grob gerieben
1 EL Salz
250 g Quark 
250 g griechischer Naturjoghurt
2-4 Zehen Knoblauch, gerieben (je nach Geschmack)
Olivenöl
Weißweinessig
Salz und Pfeffer

Salatgurke schälen, grob reiben, salzen und zugedeckt 1-2 Stunden ziehen lassen. Danach gut ausdrücken. Mit Quark und Naturjoghurt verrühren. Knoblauch zufügen. Mindestens 6 Stunden ziehen lassen, danach mit Olivenöl, Weißweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken.



  Und hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka Kochtopf  Der Albóndigas Burger
Anna Antonia  Sultans Burger
auchwas  Fisch Burger
Brittas Kochbuch  Lammburger
Cuisine Violette  Grundrezept Burger-Patties
Food for Angels and Devil  Alpenburger
From-Snuggs-Kitchen  Cole Slaw
genial-lecker  Hamburger nach Rike
Leberkassemmel und mehr  Chili-Cheese-Burger
lieberlecker  Asia Burger
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau Burger
magentratzerl  Frankenburger
münchnerküche  Rauchige BBQ Sauce
Pane-Bistecca  Lachs – Hamburger
Summsis Hobbyküche – Cheeseburger ohne TamTam




Samstag, 13. Februar 2016

Schwäbisch-Italienische Connection

Heute morgen auf dem Markt hat uns Ina von Perro Negro auf einen kleinen Laden aufmerksam gemacht, in welchem sie immer montags anzutreffen ist: Panis et Vinum in Hamm am Rhein.

Quasi spontan haben wir uns dann entschlossen, da mal so eben vorbeizufahren und uns anzuschauen, was denn der kleine mediterrane Lebensmittelladen so zu bieten hat. Und das ist eine ganze Menge: Feinste italienische Salami- und Schinkenvariationen, Mozzarella und Burrata direkt von kleineren Produzenten aus Apulien, Weine und sardische Nudelspezialitäten...

Und dann ist da noch der Inhaber, der seinen Laden und die Produkte liebt! Wie schnell ist die knappe Stunde vergangen, in der wir gequatscht, probiert und entschieden haben, dass wir auf jeden Fall wiederkommen werden. Natürlich haben wir auch etwas mitgenommen, nämlich die beste Burrata, die wir bislang probieren konnten. Sorry liebe Käsefrau vom Wochenmarkt - da sind wirklich Welten zwischen! Und weil wir auch noch ein Paket Alblinsen im Schrank hatten, haben wir ein Revival des Linsengemüses mit Burrata gestartet.

... das ist das weiße Glück ...


Alblinsen mit Burrata
für 4 Personen

10 EL Olivenöl
250 g kleine, grüne Alblinsen (Alb-Leisa)
1-2 Lorbeerblätter (je nach Größe) 
Suppengrundstock
3 kleine Mai- oder Steckrübchen, geschält und in ca. 1/2 cm große Würfel geschnitten
1 rote Zwiebel, die Hälfte in feine Würfel, die andere in dünne Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 rote Peperoni, fein gewürfelt
Blättchen von 2-4 Stengeln Thymian
Saft und Schale von 1/2 unbehandelten Orange
Saft und Schale von 1 unbehandelten Zitrone
1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt
Salz und Pfeffer
ggf. etwas milden, hellen Fruchtessig
1 große Burrata (ca. 400 g)

3 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Linsen zufügen, kurz andünsten. Dann die dreifache Menge Wasser angießen. Lorbeer und 1 EL Suppengrundstock zufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 20-25 Minuten garen - immer wieder den Gargrad überprüfen, denn die Linsen dürfen nicht verkochen.

In der Zwischenzeit das restliche Olivenöl in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen. Rübchen- und Zwiebelwürfel darin anbraten. Knoblauch, Peperoni und Thymian zugeben. Alles ca. 5 Minuten dünsten. Die Rübchenwürfel sollten dabei keine Farbe nehmen und noch bissfest bleiben. Saft und Schale von Zitrone und Orange dazugeben. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.

Linsen durch ein Sieb abgießen, zusammen mit der Petersilie in eine Schüssel geben und alles mit dem Pfanneninhalt vermengen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es lieber etwas saurer mag, der gibt noch etwas Essig hinzu.

Linsen auf Tellern verteilen. Burrata vierteln, auf die Linsen legen und sofort servieren.


Donnerstag, 23. Juli 2015

One Pot Pasta

One Pot Pasta ist zur Zeit in aller Munde - ob auf Facebook, Food-Blogs oder in Kochzeitschriften. Angeblich der neue Trend aus den USA. Das möchte ich aber stark bezweifeln, denn schon vor über 20 Jahren, als AMC deren Schnellkochtopf (eigentlich war es ja nur ein zusätzlicher Deckel, mit dem man die normalen Töpfe eben zu Schnellkochtöpfen machen konnte) herausgebracht hat, gab es Rezepte für die oben genannte Pasta, die bereits mit allen Zutaten in einem Topf gekocht wurde.

Ich stand jedenfalls gestern Abend vor der Herausforderung, etwas Essbares auf den Tisch zu bringen. Mein Problem dabei: ich hatte nicht eingekauft. Aber für was gibt es Vorräte und Gemüse aus dem eigenen Garten. Also kurz geschaut, was denn gerade reif ist (Karotten, Tomaten, Zucchini und Auberginen) plus ein paar Nudeln, schon stand fest, was es geben sollte...


Mediterrane One Pot Pasta mit Gemüse
für 4-5 Personen

1 Bund Karotten, in Scheiben
1 Aubergine, gewürfelt
2 mittelgroße, gelbe Zucchini, gewürfelt
3-4 Fleischtomaten, gewürfelt 
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1-2 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
500 g reisförmige Nudeln (aus Weizengrieß, gibt es u.a. im türkischen Supermarkt)
2-3 EL Tomatenmark
2 EL Suppengrundstock
1 EL Pimenton de la Vera, picante (scharfes, geräuchertes Paprikapulver)
Zucker
Salz und Pfeffer
frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Basilikum)

Alle Zutaten, bis auf Basilikum, Zucker, Salz und Pfeffer in einen großen Topf oder Pfanne geben. 1,3 Liter Wasser zufügen und alles zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren damit die Nudeln nicht am Boden festkleben, ggf. noch etwas Wasser nachgießen - die Wassermenge hängt stark von den verwendeten Nudeln und dem Gemüse ab. Wenn die Nudeln gar sind, dann sollte das Wasser vollständig aufgesogen sein. Vor dem Servieren alles noch mit etwas Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt das Basilikum unterrühren.



tierfreitag

Sonntag, 21. Juni 2015

Schnelle Brötchen

Ich habe Euch ja bereits vom Gesundheitstag bei uns in der Firma berichtet. Wie gesagt, hatte eine Kollegin die Feta-Brötchen aus dem Office-Snackkochbuch gebacken und ich fand sie sehr lecker.

Auch Gäste, die wir am Freitag zu Besuch hatten und die in dem Booklet geblättert hatten, haben sich sehr dafür interessiert. Und so habe ich heute morgen in einem Anfall von Back-Wahn (und weil wir wieder einmal kein Brot im Haus hatten) frische Brötchen gebacken. Herr P. wird sich freuen, wenn er zum Frühstück warme Brötchen bekommt, ohne dass er zum Bäcker zwei Ortschaften weiter fahren muss.

Das Rezept kann zusätzlich mit unterschiedlichen Zutaten ergänzt bzw. variiert werden, ich habe die verwendeten Zutaten unterstrichen.


Schnelle Feta-Brötchen
für 15 - 20 Stück

2 Eier
500 g Joghurt (1,5%)
100 g Pflanzenöl (Rapskern- oder Olivenöl)
600 g Mehl Type 550 - 1050 (Dinkelmehl Type 630) 
1 1/2 Pk. Backpulver
Salz
250 g Fetatkäse, gewürfelt
weißer Sesam und/oder Schwarzkümmel zum Bestreuen
nach Geschmack: Knoblauch, Kräuter der Provence, Kümmel, 
Muskat, Pfeffer, Oliven und getrocknete Tomaten


Backofen auf 185 °C (Umluft) vorheizen. Eier trennen. Joghurt, Öl und Eiweiß verrühren. Mehl, Backpulver, Salz und Kräuter mischen. Flüssige und trockene Zutaten miteinander verrühren - der Teig sollte nicht zu fest sein. Nun Feta und getrocknete Tomaten unterkneten. Aus dem Teig 15-20 Kugeln formen, auf zwei, mit Backpapier belegte Bleche legen, mit Eigelb bestreichen. Mit Sesam und/oder Schwarzkümmel bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 185 °C (Umluft) 20-25 Minuten backen, bis die Brötchen eine schöne Bräunung haben.



Sonntag, 7. Juni 2015

Wild & Spargel - immer eine gute Kombination

Vor ein paar Tagen habe ich mit den Schwiegertigers telefoniert und sie haben uns erzählt, dass sie nächste Woche für ein Geburtstagsessen Spargel mit Schweinefilet zubereiten wollen - so ganz klassisch mit gedünstetem Spargel, gebratenen Schweinemedallions und irgendeiner Sauce. Aber das ist ja alles etwas zu einfach und simpel, denn auch die Schwiegertigers lieben etwas ausgefallenere Rezepte und experimentieren gerne. Also habe ich Dr. Google bemüht und nach Rezepten der anderen Art gesucht - und ein passendes gefunden. Allerdings finde ich dessen Rezeptangaben sehr undurchsichtig und teilweise mangelhaft - so wird nicht angeben, bei welcher Temperatur das Fleisch gegart werden soll.



Gefüllter Rehrücken mit grünem Ofenspargel
für 2-3 Personen

550 g ausgelöster Rehrücken ohne Knochen
100 g Ricotta
1 Ei Gr. M
1 1/2 TL Suppengrundstock
1 TL frische Thymianblättchen
100 g Spinat (TK, aufgetaut und gut ausgedrückt gewogen), fein gehackt
100 g Artischockenböden (ebenfalls TK & aufgetaut), in kleine Würfel geschnitten
Salz und Pfeffer
500 g grüner Spargel, möglichst dünne Stangen
2 EL Öl (wir haben das Öl von eingelegten Tomaten genommen)
Zucker

Rehrücken halbieren. Bei beiden Stücken einen doppelten Schmetterlingsschnitt durchführen - dazu das Messer waagerecht durch das Fleisch ziehen, jedoch nicht ganz durchschneiden. Das Fleisch muss verbunden bleiben, damit man es danach zu beiden Seiten aufklappen kann.

Ricotta mit dem Ei, Suppengrundstock und Thymian glatt rühren, dann Spinat und Artischocken untermengen. Mit Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken. Die Masse auf dem Fleisch verteilen, zusammenrollen und mit Küchengarn verschnüren. Mit etwas Öl bepinseln.

Fleisch von allen Seiten in einer ofenfesten Pfanne scharf anbraten, dann im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (Umluft) 20 - 25 Minuten garen. Die holzigen Enden vom Spargel abschneiden. Spargel auf ein Backblech legen, mit Öl beträufeln und mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Nach 10 Minuten in den Backofen schieben und 10-15 Minuten garen.

Vor dem Servieren das Fleisch kurz ruhen lassen und dann in Scheiben schneiden.




Anmerkungen: beim nächsten Mal würde ich eventuell Hirschrücken verwenden und zusätzlich die Füllung mit 1-2 EL Semmelbröseln  binden.

Montag, 25. Mai 2015

French Love Affair

Gerne denke ich an meine Zeit als Austauschgast in Frankreich zurück. Der Austausch war damals privat über Ehefrauen von französischen Soldaten, die in meinem Heimatort stationiert waren, organisiert worden. Ich hatte sehr großes Glück, denn aus dem ursprünglich einmalig geplanten Tausch hat sich eine Freundschaft entwickelt, die mir zwei weitere Besuche bei dieser Familie ermöglichten. Jedenfalls habe ich von diesen Besuchen auch ein paar Rezepte mitgebracht - unter anderem ein Kaninchen-Rezept. Und genau an dieses Rezept lehnt sich das folgende Gericht an - allerdings habe ich dieses Mal eine Putenoberkeule verwendet, die vom samstäglichen Grillen übrig war. Aus Angst, dass 2 Kilo Rinderfilet für 6 Personen nicht reichen könnten, hatte ich diese vorsorglich auf dem Markt gekauft. Und so wurde aus dem Kaninchen, das verDOpft werden sollte, eben ein Putenragout aus dem normalen Kochtopf. Als Variation sind dieses Mal noch Champignons dazu gekommen.


Putenragout französische Art
für 4 Personen

1-2 EL Olivenöl
1 Putenoberkeule ohne Knochen, grob gewürfelt (Gulasch-Größe)
250 g Bauchspeck/Katenschinken
3 mittelgroße Zwiebeln, gewürfelt
500 g Karotten, gewürfelt
200 ml Weißwein (moi: Chardonnay trocken)
500 g Champignons, gewürfelt
3 große Knoblauchzehen, in Scheibchen oder grob gewürfelt
2 EL frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano), gehackt
400 g Crème fraîche oder Schmand
1 EL Suppengrundstock 
1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
1/2 - 1 TL Zucker
Salz und Pfeffer
1 Zweig Estragon, die Blätter fein gehackt

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin portionsweise scharf anbraten. Das Fleisch herausnehmen und warm halten. Dann im Fett den Speck, die Zwiebeln und Karotten anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen einkochen lassen. Champignons, Knoblauch, Kräuter und Crème fraîche zufügen. Mit Suppengrundstock, Paprikapulver, Zucker und Pfeffer würzen. Alles gut verrühren und zugedeckt ca. 45 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Estragon garnieren.

Wir haben das Ragout einfach mit Brot, Salat und einem gekühlten Glas Weißwein serviert.



Freitag, 9. Januar 2015

Da kichert die Erbse...

Heute bleibt die Küche nicht kalt, dafür aber mal vegan - und günstig (Kosten pro Portion liegen bei ca. 1,00 Euro). Zusätzlich liefern die Kichererbsen und die Bohnen wertvolles Eiweiß und machen den Eintopf schön sättigend (ich stelle gerade fest, dass ich mich schon wie ein Werbesprecher anhöre...).

Jedenfalls ist das Gericht, sobald die Schnibbelarbeiten erledigt sind, innerhalb kurzer Zeit auf dem Tisch. Also genau das Richtige nach dem Feierabend, wenn es schnell gehen soll. Das Ratatouille kann man, wenn man möchte, auch mit etwas Sellerie, Pastinaken und/oder Paprika zubereiten.


Winter-Ratatouille mit Kichererbsen und Bohnen
für 3-4 Personen

2 EL Olivenöl
2 kleine Zwiebeln, gewürfelt
3 Karotten, gewürfelt 
3 EL Tomatenmark
1 Dose stückige Tomaten
1 Dose Kichererbsen
1 Dose Wachtel- (oder Canelli-)Bohnen
2 kleine Zucchini, gewürfelt
3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
1 EL Suppengrundstock (oder körnige Brühe)
Kreuzkümmel
Piment d'Espelette (scharfes Paprikapulver)
Zucker
1/2 TL Thymian, getrocknet
1/2 TL Oregano, getrocknet
1/2 TL Basilikum, getrocknet
1/2 TL Rosmarin, getrocknet
Salz und Pfeffer

Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Karotten darin anschwitzen. Tomatenmark unterrühren. Dann Tomaten, Kichererbsen, Bohnen, Zucchini und Knoblauch zufügen. Mit Kreuzkümmel, Piment d'Espelette, Zucker und den Kräutern würzen. Auf mittlerer Flamme zugedeckt ca. 20 Minuten garen, bis das Gemüse weich ist. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gegebenenfalls Baguette oder etwas Couscous dazu reichen.



Kochevent 

tierfreitag

Sonntag, 20. Juli 2014

Leichtes Essen

Bevor wir heute wieder Freunde von Herrn P. besuchen, wollten wir noch eine Kleinigkeit essen. Nichts einfacher als das, denn wir haben noch massig Gemüse und Pfifferlinge im Kühlschrank. Und dazu sollte es die Steaks geben, die wir gestern beim hiesigen Dorfmetzger erstanden haben. Herr P. und ich haben uns die Arbeit geteilt, er ist für das Fleisch zuständig und ich für die Beilage. Nachdem es das Gemüse jetzt schon in mehreren Varianten gab, habe ich mich für einen lauwarmen Salat entschieden.


 Lauwarmer Gemüse-Pfifferling-Salat auf mediterrane Art
für 2 - 3 Personen

2 - 3 Karotten, in dünnen Scheiben
1 Kohlrabi, gewürfelt oder gestiftelt
4 kleine Zucchini, gewürfelt
250 - 300 g Pfifferlinge, geputzt
250 g kleine Tomaten, halbiert
3 kleine Knoblauchzehen, in Scheiben
1 EL frische Thymianblättchen
1 Zweig Rosmarin, gehackt
1 kleine Handvoll frischer Basilikum, gehackt
Olivenöl zum Anbraten
Balsamico-Essig
Zucker
Salz und Pfeffer
1 Büffelmozzarella (ca. 125 g)

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zuerst die Karotten anbraten, dann Kohlrabi und Zucchini zufügen. Alles zusammen ca. 2 Minuten anbraten, dann Pfifferlinge, Tomaten und den Knoblauch dazu geben. Mit Thymian, Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten dünsten, das Gemüse sollte noch bissfest sein. In eine Schüssel umfüllen und Balsomico-Essig darüber geben. Gut vermengen und lauwarm abkühlen lassen. Vor dem Servieren nochmals mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Gehacktes Basilium unterheben. Zuletzt den in Stücke gezupften Mozarella darüber verteilen.


Bei uns gab es den Salat zusammen mit den Rindersteaks und etwas Brot.

Samstag, 19. Juli 2014

Vegetarischer Samstag

Heute wollten wir nach Töpchin zur Jack Henry-Farm fahren, um dort Wasserbüffel-Fleisch zu kaufen. Seit Herr P. von dieser Farm erfahren hatte, war dies nämlich sein Wunsch. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und die Farm nach etwas Suchen auch gefunden. Leider konnten wir kein Fleisch käuflich erwerben, da erst in dieser Woche geschlachtet wurde und das Fleisch noch abhängen muss. Wir haben uns aber mit einer köstlichen Salami und mehrerern Frühstücksknackern vom Galloway-Rind getröstet. Jedenfalls haben wir dann auf dem Weg zum hiesigen Dorfmetzger noch einen schönen Gemüseladen entdeckt, der frische Pfifferlinge zu einem erschwinglichen Preis angeboten hat. Diese Gelegenheit konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen und haben gleich ein ganzes Pfund von den leckeren Pilzen gekauft, die mein lieber Mann dann auch noch geputzt hat.




Gratinierte Polenta
für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

600 ml Milch
1 EL Suppengrundstock
200 g Polenta
Salz & Pfeffer
Muskatnuss
3 EL Butter
1 Zwiebel, gehackt
250 g Champignons, in Scheiben
250 g frische Pfifferlinge, geputzt und in Stücke geschnitten
2 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
1-2 EL frische  Thymianblättchen
1 EL frischer Rosmarin, gehackt
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl
150 g geriebener Käse  (z.B. Taleggio)

Die Milch in einen Topf geben, mit dem Suppengrundstock würzen und aufkochen. Mit einem Schneebesen die Polenta einrühren. Hitze reduzieren und unter ständigem Rühren 5-10 Minuten zu einem dicken Brei kochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. 1 EL Butter unterrühren, dann den Brei auf 4 Servierringe verteilen und festdrücken.

Restliche Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel darin 1 Minute andünsten, dann Champignons, Pfifferline, Knoblauch und Kräuter zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles zusammen ca. 2-3 Minuten dünsten. 

Die Polenta aus den Servierringen lösen und in feuerfeste Formen setzten. Pilzmischung darüber verteilen, mit Olivenböl beträufeln und den geriebenen Käse darüber verteilen. 

Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft) ca. 10-15 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.



P.S.: Gerne hätten wir hier noch ein bisschen Werbung für die Jack Henry-Farm gemacht, aber leider gibt es keine Homepage der Familie Simon für die Farm...


Donnerstag, 17. Juli 2014

Frischer Fisch

An das Leben hier in Brandenburg könnte ich mich echt gewöhnen: Sonne, Seen und viel Zeit, auf der faulen Haut zu liegen. Das Einzige, was ich hier vermisse, sind Weinberge und ein guter Wein. Aber wir haben ja vorgesorgt und uns ein paar Fläschchen aus der Wahlheimat mitgebracht, so dass wir diesen auch hier genießen können.

Heute haben wir einen schönen Ausflug gemacht und die Orte der Kindheit von Herrn P. besucht. Es hat sich viel verändert, zum Guten wie auch zum Schlechten. Es gibt hier tatsächlich Orte, die fast ausgestorben sind, denen man ansieht, dass sie regelrecht sterben. Viele schöne Häuser stehen leer und verfallen - was mir persönlich fast das Herz bricht, denn es steckt so viel Potential in ihnen.

Nun gut, ich kann nichts daran ändern, aber im Laufe des Tages sind wir nach Bestensee gekommen. Dort hatten wir vor Jahren einen Karpfen gekauft, der extra für uns aus dem See geholt wurde. Und wir haben Lust auf frischen Fisch bekommen. Also sind wir wieder zu diesem kleinen Fischladen gefahren und haben wirklich frische Forellen gekauft: eine schöne Lachsforelle für Herrn P. und eine etwas kleinere (Bach?-)Forelle für mich. Ihre letzte Ruhestätte haben sie auf einem schönen Gemüsebett gefunden, bevor wir sie genüsslich verspeist haben.





Forellen auf Gemüsebett 
für 2 - 3 Personen

500 g Stangenbohnen, in Stücke geschnitten
250 g frische Champignons, geviertelt
250 g Zucchini, gewürfelt
250 g kleine Tomaten, halbiert
2-3 Kartotten, in dünne Scheiben geschnitten 
1-2 EL frische Thymianblättchen
1 TL frische Rosmarinnadeln, gehackt
1-2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 Forellen, gewaschen und ausgenommen (zusammen ca. 600 - 800 g)
1 unbehandelte Zitrone, in Scheiben geschnitten
etwas Butter und Ölivenöl
Salz und Pfeffer

Das Gemüse in eine große Auflaufform legen, mit der Hälfte der Kräuter und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles mit etwas Olivenöl beträufeln. Forellen von innen und außen salzen und pfeffern. Die restlichen Kräuter und Knoblauch in der Bauchhöhle verteilen und ein paar Zitronenscheiben sowie Butterflöckchen hineinlegen. Die Forellen auf das Gemüsebett lehgen, die restlichen Zitronenscheiben und weitere Butterflöckchen darauflegen. Mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) garen. Der Fisch ist gar, wenn sie die Rückenflossen gut herausziehen lassen. Bei uns hat das ca. 50 Minuten gedauert.

Den Fisch zusammen mit dem Gemüse, der Garflüssigkeit und etwas frischen Baguette servieren.



Sonntag, 16. März 2014

Back-Tag

Heute ist mal wieder Backtag. Zuerst ist der Buttermilch-Zwieback im Ofen gelandet und danach kam das Brot dran. Hier habe ich mal wieder ein bisschen experimentiert, denn immer genau das gleiche Brot ist ja langweilig. Aber im Prinzip ist es eine Variante vom geliebten Kartoffelbrot aus dem Topf.


Dinkel-Kartoffel-Hafer-Tomaten-Brot
für ein großes Brot

15 g Frischhefe
150 g Wasser
15 g Stein- oder Meersalz (ich habe Himalaya-Steinsalz verwendet)
300 g gekochte Kartoffeln
1 1/2 TL Honig
600 g helles Dinkelmehl (Type 630)
300 g Dinkelvollkornmehl
100 g kernige Haferflocken
450 g (Kartoffel-)Wasser - also das Kochwasser der Kartoffeln 
140 g getrocknete Tomaten in Öl (Abtropfgewicht), gehackt
1-2 TL Thymian
 etwas Butterzum fetten der Form
Haferflocken

Zunächst einmal muss man die Salz-Hefe-Lösung aus der Frischhefe, Wasser und Salz herstellen. Sie soll mindestens 1, maximal 48 Stunden reifen. Meine ist über Nacht gereift.

Dann die ausgereifte Salz-Hefe-Lösung in den  Mixtopf gießen, die Kartoffeln und den Honig dazu geben. Den Mixi 5 Sekunden auf Stufe 7 drehen lassen. Jetzt Vollkornmehl, helles Mehl und die Haferflocken  einwiegen. Außerdem das Kartoffelwasser und die gehackten Tomaten zufügen. Den Teig 5 Minuten auf Teigstufe kneten lassen.

Nun muss der Teig an einem warmen Ort gehen. Dazu den Teig in eine Schüssel umfüllen und in einen sauberen Müllbeutel packen. Das Teigvolumen sollte sich verdoppeln.

Nun kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und kann mit einem Spatel bearbeitet werden, bis man eine schöne, geschmeidige Kugel hat. Einen gusseisernen Bräter einfetten und mit Haferflocken ausstreuen. Leider besitze ich keinen entsprechenden Bräter, so dass ich einfach meinen Ultra von Tupper verwendet habe. Nun muss man die recht weiche Teigkugel noch in den Bräter verfrachten, Deckel drauf und ab damit in den kalten Backofen. Den Backofen auf 200 °C (Umluft) einstellen. Nach 55 Minuten den Deckel abnehmen und das Brot weitere 10-15 Minuten backen.

Nach dem Backvorgang habe ich das Brot aus der Form genommen und noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen, bevor es dann ganz abkühlen durfte.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Versoffen oder ertrunken?

Diese Frage sollten wir den Spaghetti stellen, die wir für unsere "rotes" Silvester-Buffet zubereiten wollten. Wir sind durch einen Zufall zu diesem Rezept gekommen, denn wir haben bei Uwes Cookbook of Colors nach roten Gerichten für das eben erwähnte Buffet gesucht. Und dort hatte Ariane von Tra dolce ed amaro eben dieses Gericht vorgestellt. Eigentlich eine total simple Variante von Spaghetti aglio e olio. Wir haben es vor Weihnachten schon einmal zur Probe gekocht, waren damals allerdings nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis und haben es, da das Buffet gestern schon mehr als reichlich war, erst heute etwas abgewandelt serviert.



Rotwein-Spaghetti
für 4 Personen

500 g Spaghetti
Butter oder Olivenöl
mindestens 8 Knoblauchzehen, gehackt
1 rote Chilischote, fein gewürfelt
1 Liter Rotwein
Suppengrundstock
1 Prise Zucker
1 Bund glatte Petersilie, gehackt
Salz und Pfeffer

Reichlich Salzwasser einem Topf erhitzen und die Spaghetti darin 1 Minuten kochen, dann abgießen. Dadurch wird die überschüssige Stärke entfernt.

Parallel dazu in einer unbeschichteten Pfanne Ölivenöl (oder Butter) erhitzen. Darin den Knoblauch und Chili andünsten. Dem Rotwein angießen und aufkochen. Nun die vorgekochten Spaghetti zufügen. Mit Suppengrundstock und etwas Zucker würzen. Die Nudeln ohne Deckel in 8-10 Minuten fertig garen - der Wein sollte in dieser Zeit vollständig vollständig aufgesogen sein.

Vor dem Servieren kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt die gehackte Petersilie untermengen.