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Dienstag, 29. September 2020

[Koch mein Rezept] Ninamanie

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den tollen Blog Ninamanie und Volkers Blogevent.]

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Volker von Volker mampft hat vor zwei Monaten ein neues Blog-Event ins Leben gerufen: Koch mein Rezept! Um was es geht (mal den Text bei Volker geklaut): "Alle Teilnehmer bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog suchen sich die Teilnehmer selber ein Rezept aus, welches sie adaptieren wollen. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird, ob man ein veganes Rezept mit Fleisch pimpt oder es genau andersherum macht. Dazu wird der geloste Blog seinen Lesern kurz vorgestellt und eine inhaltlich deutlich tiefere Vernetzung zwischen den Blogs kann so entstehen." Bei der ersten Runde hatte ich das Vergnügen Jankes Soulfood vorstellen zu dürfen. Und weil es so viel Spass gemacht hat, habe ich mich auch für die 2. Runde angemeldet. Deswegen darf ich Euch heute Martina und ihren Blog Ninamanie vorstellen. 

Martina bloggt seit Dezember 2015 auf Ninamanie. Besonders gut gefällt mir die Kategorie "Gruß aus der Küche", in der es viele Rezepte für essbare Geschenke gibt - das ist ja genau mein Ding. Neugierig war ich auf die Kategorie DIY. Dabei habe ich ein paar Bastel- oder Kreativ-Ideen erwartet, die sind jedoch in der Minderzahl. Aber dafür gibt es noch mehr Geschenke aus der Küche, worüber ich mich auch gefreut habe. Aber auch sonst hat der Blog viel zu bieten und ist sehr abwechslungsreich. Brot, Kuchen, Aufstriche und herzhafte Gerichte bunt gemischt. Das gefällt mir - ich halte es ja ebenso  ;-)

Gerne hätte ich, als bekennende Wild-Liebhaberin, ja dieses Hischgulasch mit Cranberries und Rum ausprobiert oder den saftigen Hackbraten, aber leider ist mir wieder einmal die Zeit davongelaufen... alles kein Problem, es gibt ja auch weniger zeitaufwändige Gerichte, zum Beispiel das schnelle Sandwich mit Avocado-Ei-Aufstrich oder die Erbsen-Creme-Suppe.

Den Cranberry-Senf und die Gewürznüsse werde ich übrigens zu Weihnachten bestimmt einmal nachmachen. Ich liebe es nämlich Geschenke aus der Küche an meine Lieben zu verteilen. Ich werde berichten, versprochen!

Das Nachkoch-Rennen hat schließlich die Ofen-Tomaten-Zucchini-Suppe gemacht, denn unsere selbst angebauten Tomaten müssen jetzt schnell aufgebraucht werden bevor sie dem schlechten Wetter zum Opfer fallen - einige waren schon aufgeplatzt, was der Geschmack aber nicht geschadet hat. Ich habe das Rezept noch um etwas Knoblauch und geräuchertes Paprikapulver ergänzt. Letztendlich war meine Suppe aber mehr Püree als Suppe. Ich wollte sie nicht mit Wasser strecken und habe sie einfach als Pasta-Sauce zu selbst gemachten Dinkel-Linguini genommen. Ich hoffe, dass das o.k. ist. Geschmacklich fand ich das Gericht einfach sensationell. So werde ich meine Pasta-Sauce künftig öfter machen.


Tomaten-Zucchini-Sauce aus dem Ofen nach Ninamanie
für 4 Portionen

450 g Cocktailtomaten, halbiert
1-2 kleine Zucchini, gewürfelt (moi: 175 g vorbereitet gewogen)
1-2 Zehen Knoblauch, halbiert oder geviertelt
fische Kräuter, gehackt (moi: Thymian)
3-4 EL natives Olivenöl (moi: natives Zitronen-Olivenöl)
Salz und Pfeffer
geräuchertes Paprikapulver, dulce
2 EL Schmand oder Crème fraîche - o.k. ich habe den ganzen Becher (200 g) dran gemacht
1 Prise Zucker

Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Tomaten, Zucchini und Knoblauch mit Öl und Kräutern in einer ofenfesten Form vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen ca. 20 Minuten schmoren bis die Tomaten geschmolzen und die Zucchini weich sind. Ein paar Zucchinwürfel und Tomatenhälften zur Garnierung beiseite stellen. Das restliche Gemüse in ein hohes Gefäß geben und fein pürieren. Schmand zufügen und mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Zucker abschmecken. 

Ich habe die Sauce dann mit al dente gekochten Linguini, etwas Kochwasser und den beiseite gestellten Gemüsestückchen vermengt und serviert. Wie schon erwähnt, es war einfach lecker.




Danke an dieser Stelle nochmals an Volker, der dieses tolle Event ins Leben gerufen hat und an Martina, die so schöne Gerichte zum Nachkochen hat.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Runde, die im Oktober und Novenmber stattfindet. Ich bin schon total gespannt, von wem ich ein Rezept nachkochen darf.


Freitag, 29. Mai 2020

[Rettungsaktion] Sandwiches, Wraps & Co

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um Sandwiches, Wraps & Co widmen.]



Was sind diese Rettungsaktionen eigentlich, das wird sich der/die eine oder andere jetzt fragen. Ganz einfach erklärt: eine Gruppe von Food-BloggerInnen hat sich als Facebook-Gruppe zusammengetan um Gerichte vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und Alternativen ohne Fix & Co. aufzeigen - Rettungsaktionen eben. 

Gleich vorweg eine Warnung... der Beitrag ist lang und voller Ideen zum Sandwiches, belegten Brötchen, Wraps & Co. Die typischen to go-Geschichten eben, die man in Supermärkten und Bäckereien angeboten bekommt. Mit den Bäckereien meine ich in diesem Fall nicht die kleinen Betriebe, die wirklich noch selbst backen und die Brötchen liebevoll belegen ("welches Brötchen hätten sie gerne, möchten sie es mit Butter oder ohne, sollen eine oder zwei Scheiben Schniken drauf?"). Ich meine die Supermärkte und großen Bäckerei-Ketten, bei denen man nur Standard-Brötchen mit Standard-Belag bekommt, die wohlmöglich schon den ganzen Tag offen herumliegen. Oder Sandwiches, die seitTagen fertig abgepackt in der Kühlung liegen. Nein danke, darauf kann ich verzichten. Zumal ich oft nicht weiß, aus welchen Quellen die Zutaten stammen. Bei Brötchen mit Tomate-Mozzarella mag ich zum Beispiel diesen zähen und billigen Kuh-Mozzarella, der nach gar nichts schmeckt, so überhaupt nicht. Prinzipiell sollte man beim Kauf von Lebensmitteln auch auf deren Qualität achten. Und gerade in Zeiten von Corona am Besten lokal und bei kleinen Betrieben kaufen - viele davon kämpfen zur Zeit wirklich ums Überleben.

Ich backe unser Brot seit ein paar Jahren fast ausschließlich selbst. Deswegen habe ich auch gleich noch Rezepte zu den verwendeten Brötchen bzw. Brot verlinkt.

Dann schauen wir mal, was unsere europäischen Kollegen an belegten Brötchen und Sandwiches zu bieten haben... alles Klassiker. Der italienische Dauerbrenner:


Panini Tomate-Mozzarella mit Ruccola

Brötchen (moi: Dinkel-Seelen)
Tomaten-Frischkäse (s. weiter unten)
Ruccola
Tomaten, in Scheiben geschnitten
Büffel-Mozzarella (ca. 50-80 g pro Brötchen), bei mir hat ein Mozzarella à 125 g für 2 Brötchen gereicht
frischer Basilikum
ggf. frisch gemahlener Pfeffer

Brötchen halbieren. Mit Frischkäse bestreichen. Zuerst mit Ruccola, dann Tomaten und zuletzt mit Mozzarella belegen. Wer möchte, der kann das Ganze mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein paar Basilikumblätter für's G'schmäckle nicht vergessen. Deckel drauf und genießen. Oder in Butterbrotpapier wickeln und als Snack auf der Arbeit essen - Servietten nicht vergessen, ist eine saftige Angelegenheit...

Tomaten-Frischkäse

4-5 EL Doppelrahm-Frischkäse
1 EL Tomatenmark
1 EL frische, mediterrane Kräuter, gehackt (moi: Basilikum, Thymian & etwas Oregano)
ggf. etwas fein gehackter Knoblauch
Salz und Pfeffer 

Basilikum-Liebhaber rühren statt Tomatenmark einfach etwas Basilikum-Pesto unter den Frischkäse... hier ein schönes Pesto-Rezept von Wilma (Pane-Bistecca) *klick*.



Die Engländer servieren gerne Sandwiches zur 5 o'clock Tea Time - am liebsten mit Ei und/oder Gurke. Kann man natürlich auch als Pausenbrot oder zum Picknick mitnehmen:


Tea Time Sandwiches

pro Sandwich 2 Scheiben Toastbrot (moi: Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot)
Salatgurke
Salz & Zucker
Doppelrahm-Frischkäse
Kresse
Ei-Aufstrich (s. weiter unten)

Gurke waschen, trockenreiben und in dünne Scheiben schneiden. Auf einen Teller legen, mit etwas Salz und einer Prise Zucker bestreuen. Kurz zeihen lassen, dann trocken tupfen.

Pro Gurkensandwich 2 Brotscheiben mit Frischkäse bestreichen (ggf. vorher die Rinde abschneiden oder Formen ausstechen - die Reste kann man für einen Brotsalat verwenden oder trocknen und zu Semmelbröseln verarbeiten). Eine Scheibe mit Gurken belegen, etwas Kresse darauf geben und mit der zweiten Scheibe abdecken. Ggf. in Dreiecke schneiden (falls man nicht, wie ich, vorher schon schöne Formen ausgestochen hat)

Für die Eiersandwiches eine Scheibe Brot mit dem Ei-Aufstrich bestreichen, zweite Scheibe als Deckel drauf, fertig.

Ei-Aufstrich

4-5 gekochte Eier, gepellt und gewürfelt
2 EL Mayonaise (Rezept für Mayo ohne Ei weiter unten)
1-2 Gewürzgürkchen, fein gewürfelt
2 EL Schnittlauch, in feinen Röllchen
Paprikapulver
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.


Mayonnaise ohne Ei

20 g Senf
60 g H-Milch (funktioniert auch mit laktosefreier Mich)
1/2 TL Salz
etwas frisch gemahlener Pfeffer
2 TL Zitronensaft
160 g Pflanzenöl (moi: Rapskernöl) - kein Olivenöl verwenden, das wird bitter!
2-3 EL Naturjoghurt

Alle Zutaten außer Joghurt in einen hohen Becher geben. Pürierstab in den Becher stellen, anschalten und mehrfach langsam nach oben ziehen - 3-4 mal sollten ausreichen. Joghurt zufügen und mit einem Löffel unterrühren.

In einem verschlossenen Glas sollten sich die Reste der Mayo ca. eine Woche im Kühlschrank halten.



Noch mehr Inspirationen zum Thema Sandwiches, belegten Brötchen/Broten, Wraps & Co gefällig? Bitteschön - hier geht es hier zu den Rezepten der MitretterInnen:

Brittas Kochbuch - Roastbeef-Brot mit Remoulade 
Cakes, Cookies and more - Chicken Wraps 
Turbohausfrau - Smoerrebroed 
BrigittasKulinarium - Farinata di ceci 
Pane-Bistecca - Avocado-Spargel-Ei Brot 
BackeBackeKuchen - Gefüllte Partybrezel 
evchenkocht - Erdbeer-Crostini 
genial lecker - Sandwich mit Grillgemüse 
Kleines Kuliversum - Spargel Ziegenfrischkäse Stulle 


Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt.

Donnerstag, 30. Januar 2020

[Kulinarische Weltreise] Ungarn - töltött parika

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Ungarn widmen.]

Volker von Volker mampft schickt uns diesen Monat mit der kulinarischen Weltreise in das schöne Ungarn.



Bei Ungarn denke ich an unendliche Weiten, in denen riesige Rinder-, Schaf- und Pferdeherden mit Hirten unterwegs sind. Eine ziemlich romantische Sicht, die mit Garantie aus den berühmten Sissi-Filmen mit Romy Schneider stammt (- damit habe ich mich wohl als Sissi-Fan geoutet). Heute ist die Puszta, da der Fortschritt auch um Ungarn keinen Bogen gemacht hat, leider ein intensiv landwitschaftlich genutztes Gebiet, in dem es z.B. die Ziehbrunnen und Tierherden nur noch als touristische Attraktion gibt. Was ich persönlich wirklich schade finde.

Kulinarisch denke ich bei Ungarn zuerst an Paprika, Gulasch, Salami und Lángos. Bezüglich Gulasch möchte ich jetzt einmal Wikipedia zitieren: Gulasch ist ein Ragout ungarischen Ursprungs. Was in allen anderen Ländern „Gulasch“, „Gulyas“ oder „goulash“ heißt, ist jedoch in Ungarn das Pörkölt bzw. Paprikás. Nur in Ungarn ist ein gulyás eine Suppe. Aber Gulaschrezepte gibt es wie Sand am Meer... sogar auf meinem Blog gibt es mehr als eins davon. Lángos hätte ich gerne verbloggt, aber ich hatte keine Lust darauf, dass das ganze Haus tagelang nach Fett riecht. Also habe ich einen unserer Fahrer, der aus Ungarn stammt, nach typisch ungarischen Gerichten gefragt - und siehe da, ist sind ein paar interessante Ideen dabei herausgekommen. Mit einer davon habe ich meinen Mann total glücklich gemacht, denn es ist ein Gericht, das es bei uns normalerweise nicht gibt, da ich keinen Paprika vertrage. So hat der Lieblingsgatte die Portion, die eigentlich für 3-4 Personen reicht, eben alleine gefuttert - aber keine Angst, nicht an einem Tag, denn das Gericht lässt sich ohne Probleme nochmals erwärmen.


Töltött Paprika - gefüllte Paprika
für 3-4 Portionen

125 g Langkornreis
2 EL Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
1 große Metzgerzwiebel, die Hälfe fein, die andere etwas gröber gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein geürfelt 
2-3 EL Tomatenmark
2 Dosen gehackte Tomaten à 400 g  (frische wären besser, aber es ist Winter...)
1 EL Paprikapulver, edelsüß - am besten ungarisches
2 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Zucker
500 g gelbe Spitzpaprika - rote funktionieren auch
400 g gemischtes Hackfleisch (moi: reines Putenhack aus der Oberkeule)
1 Ei 
200 g Schmand

Reis in eichlich Salzwasser ca. 8-10 Minuten angaren, dann abgießen und abkühlen lassen.

In einer großen Pfanne oder Kasserole Öl erhitzen. Die gröber geschnittenen Zwiebelwürfel darin unter Rühren glasig andünsten. Nach 2 Minuten die Hälfte des Knoblauchs zufügen und eine weitere Minuten mitdünsten. Tomatenmark und die Hälfe des Paprikapulvers in die Pfanne geben und anschwitzen - Achtung: ständig rühren und die Hitze zurücknehmen, sonst wird das Paprikapulver bitter!mit 200 ml Wasser ablöschen, dann die gehackten Tomaten zufügen. Alles gut verrühren, mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Zugedeckt auf kleiner Hitze köcheln lassen.

Paprikadeckel abschneiden und die Schoten vorsichtig entkernen. Hackfleisch, Ei, abgekühlen Reis, restliche Zwiebeln, Knoblauch und Paprikapulver in eine Schüssel geben. Gut vermengen. Hackmasse mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann sie Paprikaschoten damit füllen. Ggf. restliche Hackmasse zu kleinen Klößchen formen. Die gefüllten Paprikaschoten (und Haclbällchen) in die Tomatensauce geben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 60 Minuten garen. Dabei die Schoten gelegentlich wenden und ggf. etwas Wasser zufügen falls die Sauce zu sehr einkocht.

Im ungarischen Rezepten wird vor dem Servieren noch Schmand unter die Sauce gerührt, ich habe ihn separat gereicht - um ganz ehrlich zu sein habe ich es schlicht und einfach vergessen ihn unterzurühren... Als Beilage passen gekochte Kartoffeln, Reis oder einfach Brot.




Morgen gibt es noch ein Rezept aus der ungarischen Küche, denn ich habe ja auch Hunger...

Die Zusammenfassung des Events mit Links zu den Mitreisenden gibt es dann ebenfalls morgen.


Mittwoch, 20. Juni 2018

Wir retten was zu retten ist - Pasta e basta!

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Pastagerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute diesem Thema widmen]

Juhu, eine neue Rettungsaktion - die Themen fallen einem ja regelrecht in den Mund. Heute widmen wir uns Nudeln/Pasta... da hat die Fertigfutterindustrie ja wirklich viel zu bieten. Bitte entschuldigt die Wortwahl, aber wenn ich so durch einen Supermarkt/Discounter oder sogar den Bio-Laden gehe, dann stechen gerade diese Produkte ins Auge. Nudeln und Pasta sind allgegenwärtig Sei es als Fix für..., Instant-Nudel, TK-Produkt oder Fertiggericht für die Mikrowelle. Ich kann immer wieder nur den Kopf schütteln, denn gerade Nudel-/Pastagerichte sind in aller Regel schnell und einfach selbst gemacht. Und dazu braucht man kein Tütchen, Pülverchen oder ähnliches. Und genau das wollen wir hier mit unserer Aktion zeigen.


Ich möchte Euch dazu eine kleine Geschichte erzählen: ich bin vor ein paar Tagen ziemlich gestresst nach Hause gekommen und habe zusätzlich richtig Frust geschoben, weil an dem Tag so ziemlich alles schief gelaufen ist, was schief laufen kann. Erst Überstunden in der Firma, dann Stau auf dem Rückweg (inclusive einer gesperrten Autobahnabfahrt). Die Schlage an der Kasse im Supermarkt ewig lang. Zu Hause angekommen ist mir direkt eine Flasche Wein zerbrochen, so dass ich erst einmal das Treppenhaus putzen konnte. So ging es dann weiter...

In solchen Fällen hilft bei mir kochen - und essen. Kurz entschlossen habe ich mir Pasta gemacht. Innerhalb von 25 Minuten stand ein Teller dampfender Nudeln vor mir und ich war wieder glücklich und zufrieden mit meinem Leben.

Nun bin ich in der glücklichen Lage, dass ich einen Pastamaker besitze. Da kommen oben die Zutaten 250 g Dinkelmehi Type 630, 1 Ei, 1 EL gutes Olivenöl und mit so viel Wasser auffüllen, dass man auf 95 g Flüssigkeit kommt) für die Nudeln rein und kurze Zeit später kommen vorne die fertigen und frischen Nudeln raus. Wer kein solches Maschienchen besitzt und die Herstellung der Teigwaren zu aufwändig ist, der kann natürlich auch gekaufte Nudeln verwenden.




Spaghetti alla carbonara
für 2 Portionen

250-300 g Spaghetti
100 g Pancetta, in feine Streifen geschnitten (alternativ durchwachsener Bauchspeck)
etwas Butter oder Olivenöl
3 Eier (möglichst dem Huhn unterm Bobbes weggeklaut)
100 g Pasmesan oder Pecorino, fein gerieben
Salz und Pfeffer


Spaghetti nach Packungsangabe al dente garen. In der Zwischenzeit den Pancetta/Speck einer Pfanne mit etwas Butter oder Olivenöl auslassen. Eier mit dem Käse vermengen. Pasta abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Nudeln und etwas Kochwasser zum Speck in die Pfanne geben. Mit der Ei-Käse-Masse begießen, gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach schnell auf Teller verteilen und genießen.



Das war jetzt aber nur eine Kurzgeschichte, denn eigentlich wollte ich Euch Pasta alla bologna vorstellen und ans Herz legen. Dafür braucht man allerding etwas mehr Zeit. Denn die schnelle Tomaten-Hackfleisch-Sauce, die wir unter dem Begriff kennen, kann sich nicht mit einem langsam geschmorten Ragù alla bologna nicht messen.

Und um es gleich mal zu sagen: Spaghetti Bolognese gibt es nicht - oder wie die Italiener sagen "Gli spaghetti bolognese non esistono“. Punkt. Denn Italiener würden ihr Ragù alla bologna, wie die sämige Sauce im Original heisst, niemals mit Spaghetti essen. Daran bleibt die Sauce nicht kleben. Besser geeignet sind dafür Tagliatelle, den flachen Bandnudeln mit Ei aus der Emilia Romagna. Denn diese Erfahrung hat bestimmt schon jeder gemacht, der schon einmal Spaghetti Bolognese gegessen hat: die Nudeln sind weg und die Sauce noch im Teller. Auch zur Zubereitung von Lasagne al Forno wird das Ragù verwendet. Ein weiteres Märchen: man könnte ein Ragù alla bologna in 20-30 Minuten zubereiten - das Geheimnis der perfekten Sauce ist Geduld, denn wenn das Ragù gut werden soll, dann muss es mindestens 2-3, besser noch 7 Stunden köcheln.

Aber wie wird denn nun das perfekte Ragù gemacht? Die Italiener kennen die Antwort: "So, wie es die Mamma macht!". Nun habe ich aber keine italienische Mamma, die ich fragen könnte, deswegen habe ich mich in den Weiten des www auf die Suche gemacht. Und habe das (angebliche?) Original-Rezept entdeckt, das 1982  bei der Accademia Italiana Della Cucina, die die traditionelle italienische Küche und Lebensart schützen möchte, hinterlegt wurde. Angeblich mit Fragezeichen, weil wenn man 1000 Italiener nach dem perfekten Original-Rezept frägt, dann bekommt man 1000 Rezepte. Ich denke also, dass eine leichte Variation des ober erwähnten Rezeptes in Ordnung ist, zumal dieses zwischenzeitlich wohl bereits abgeändert wurde.

Die zweite Voraussetzung für das perfekte Ragù sind frische, hochwertige Zutaten. Nun wird sich so mancher wundern, weil ich Dosentomaten in der Zutatenliste habe - ganz einfach: die meisten, käuflich zu erwerbenden Tomaten, sind geschmacklich einfach nicht intensiv genug. Im Hochsommer, wenn meine eigenen Tomaten Früchte tragen, würde ich natürlich diese bevorzugen, aber im Moment blühen sie erst noch...

Nun gut, Exkurs beendet und jetzt können wir uns auf's Kochen konzentrieren, oder? Das folgende Rezept entspricht nicht ganz dem "Original", kommt ihm aber sehr nahe.


Ragù alla bologna
reicht für mindestens 8 Personen

880 g frische, aromatische Tomaten, grob in Stücke geschnitten
2 kl. Dosen geschälte Tomaten (à 400 g)
70 g Tomatenmark
110 g getrocknete Tomaten
600 g Pancetta (ersatzweise Bauchspeck)
1,8 kg mageres Rindfleisch (moi: falsches Filet)
250 g Stangensellerie, fein gewürfelt
400 g Karotten, ebenfalls fein gewürfelt
250 g Zwiebeln, fein gewürfelt
4 EL Butterschmalz
500 ml trockener Rotwein
2 Lorbeerblätter
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
500 ml Milch
ggf. etwas Rinderfond
Petersilie und frisch geriebenen Parmesan zum Garnieren

Tomatenmark, frische, getrocknete sowie Dosentomaten mit einem Blender/Küchenmaschine pürieren. Pancetta, Fleisch und das Gemüse (getrennt) in feine Würfel schneiden. In einen großen Bräter und eine große Pfanne jeweils 2 EL Butterschmalz geben und erhitzen. Im Bräter zunächst den Pancetta auslassen, während die Zwiebelwürfel in der Pfanne angeschwitzt werden. Anschließend die Sellerie- und Karottenwürfel zufügen. Alles ca. 30 Minuten sanft dünsten lassen. In der Zwischenzeit gibt man das Rindfleisch zum Pancetta und brät dieses kräftig an. Mit Rotweis ablöschen und diesen einkochen lassen. Anschließend den pürierten Tomatenmix sowie die Gemüsewürfel und die Lorbeerblätter in den Bräter geben. Alles einmal gut aufkochen. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer nicht zu kräftig würzen. Deckel auf den Bräter setzen und im vorgeheizten Backofen bei 150 °C 6-7 Stunden schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Nach 5 Stunden die Milch unterrühren. Sollte das Ragù während des Garens zu dick einkochen, einfach etwas Rinderfond zufügen. Vor dem Servieren das Ragù mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Während das Ragù im Ofen vor sich hingart könnt Ihr Euch an die frischen Tagliatelle machen.


Frische Tagliatelle
Zutaten pro Person

100-120 g Mehl (moi: Dinkelmehl Type 630)
1 Ei
10 g Wasser
1 TL Olivenöl

100 g Mehl (oder ein vielfaches davon) mit dem Ei, Wasser und Olivenöl zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sollte der Teig zu stark kleben, mehr Mehl zufügen. Die zusätzlich benötigte Menge an Mehl hängt stark von der verwendeten Größe der Eier ab. Den Teig mindestens 5 Minuten kneten, dann in Frischhaltefolie wickeln und an einem kühlen Ort etwa eine Stunde ruhen lassen. Danach den Teig portioieren, flach drücken und mit Hilfe einer Nudelmaschine (elektrisch oder handbetrieben) zunächst in Platten walzen. Dabei mit der dicksten Stärke anfangen und den Teig immer dünner walzen. Danach die Teigbahnen durch die Walze für Tagliatelle laufen lassen. So erhält man perfekte Tagliatelle. 

Wenn das Ragù fertig gekocht ist, die Tagliatelle in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Bei frischer Pasta kann das sehr schnell gehen, also immer wieder probieren. Danach durch ein Sieb abgießen und mit Ragù vermengen. Mit frisch geriebenem Parmesan und Petersilie servieren. 

Buon appetito!

Bevor es zu den Rezepten der MitretterInnen geht, einen ganz besonderen Dank an
Susi Turbohausfrau, die wegen dem Ausscheiden der 2. Gründerin der Rettungstruppe Sina Giftigeblonde, nun durch Christine Blickle (aka Anna Antonia) unterstützt wird.
Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen.
Zuletzt ein Dankeschön an alle, die mir in den letzten Tagen (besonders am Montag) Mut gemacht haben, hier mitzuretten, auch wenn nicht alles so rund verlief, wie ich es mir gewünscht habe... ich sag nur Tücken der Technik.

wir retten was zu retten ist

Wer jetzt noch mehr Lust auf Nudeln hat - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf – Pasta mit warmem Brokkoli-Pesto
Anna Antonia – Cannelloni mit Garnelen
auchwas – Lasagne klassisch
Aus meinem Kochtopf – Käse-Makkaroni – Macaroni and Cheese – Klassiker in jedem Diner
Bonjour Alsace – Grundrezept Pasta
Brittas Kochbuch – Nudelauflauf
Brotwein – Pasta all’arrabbiata – feurig scharf!
Cakes Cookies an more – Macaroni and Cheese
CorumBlog 2.0 – Asiatisches Spargel-Curry mit Nudeln
Dynamite Cakes – Überbackene Bandnudeln mit Spinat-Pesto
evchenkocht – Lamm-Lasagne
Fliederbaum – Nudelpfanne Jäger-Art
German Abendbrot – Bavette mit Spargel, Shrimps und Basilikumöl
Karambakarinas Welt – Nudel-Schinken-Gratin
Kleines Kuliversum – Fetucchini in cremiger Zitronensauce mit Dill und Spargel
Leberkassemmel und mehr – Spaghetti mit Meeresfrüchten
Madam Rote Rübe – Spaghetti mit Rucola und schwarzen Oliven
magentratzerl – Instantnudel-Gewürzpaste auf Vorrat
Pane-Bistecca – Selbstgemachte Spaghetti mit geroestetem Gemuese und Lachs
Schönes + Leben – Spaghetti mit Guacamole, Kirschtomaten und Peperoni
Summsis Hobbyküche – Tortellini mit Spinat – Ricotta – Füllung
The Apricot Lady – Glasnudelsalat
Turbohausfrau – Ragù Bolognese

Sonntag, 16. August 2015

Mittagessen

Gestern wurden uns auf dem Markt frische Pfifferlinge angeboten. Natürlich konnten wir nicht nein sagen und haben welche mitgenommen. Unsere Tomaten sind auch alle gleichzeitig reif geworden, so dass wir im Moment eine regelrechte Schwemme haben. Und da wir die Kombination Pfifferlinge & Tomaten vor ein paar Jahren bereits einmal hatten und es auch sehr lecker fanden, haben wir sozusagen ein Remake mit leichten Abwandlungen gemacht.

Und ich muss sagen, es hat wirklich lecker geschmeckt - die Säure der Zitrone, das saftig-süße der Tomaten mit den pfeffrigen Pilzen und der cremigen Sahne.


Pasta mit zitronigem Pfifferling-Tomaten-Rahm
für 2-3 Personen

200 g Pfifferlinge
1 EL Olivenöl
3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
50 ml Weißwein
100 ml Geflügelbrühe
100 ml Sahne
Saft & Schale von 1/2 Zitrone (unbehandelt)
250 g Cocktailtomaten, halbiert oder geviertelt
1 EL gehackter Estragon
Zucker
Salz & Pfeffer aus der Mühle
 
500 g frische Pasta
 
Die Pfifferlinge gründlich putzen, ggf. Schmutz mit einem Pinsel entfernen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pilze darin kräftig anbraten, dann leicht salzen. Wenn alle Flüssigkeit verdampft ist, aus der Pfanne nehmen und in eine kleine Schüssel geben. Die Temperatur reduzieren.
Knoblauch und Frühlingszwiebeln ins Bratfett geben und etwas anschmoren. Alles mit Wein ablöschen, mit Geflügelbrühe und Sahne auffüllen. Die Sauce in einen kleinen Topf umfüllen und etwas einköcheln lassen. Die Pfifferlinge wieder zugeben, mit Zitronensaft und -Zesten, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf kleinster Flamme warm halten. 

Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen und abgießen. Tomaten und Estragon in die heiße Sauce geben. Den Pfifferlingsrahm über die Pasta geben und sofort servieren.
 

 

Donnerstag, 23. Juli 2015

One Pot Pasta

One Pot Pasta ist zur Zeit in aller Munde - ob auf Facebook, Food-Blogs oder in Kochzeitschriften. Angeblich der neue Trend aus den USA. Das möchte ich aber stark bezweifeln, denn schon vor über 20 Jahren, als AMC deren Schnellkochtopf (eigentlich war es ja nur ein zusätzlicher Deckel, mit dem man die normalen Töpfe eben zu Schnellkochtöpfen machen konnte) herausgebracht hat, gab es Rezepte für die oben genannte Pasta, die bereits mit allen Zutaten in einem Topf gekocht wurde.

Ich stand jedenfalls gestern Abend vor der Herausforderung, etwas Essbares auf den Tisch zu bringen. Mein Problem dabei: ich hatte nicht eingekauft. Aber für was gibt es Vorräte und Gemüse aus dem eigenen Garten. Also kurz geschaut, was denn gerade reif ist (Karotten, Tomaten, Zucchini und Auberginen) plus ein paar Nudeln, schon stand fest, was es geben sollte...


Mediterrane One Pot Pasta mit Gemüse
für 4-5 Personen

1 Bund Karotten, in Scheiben
1 Aubergine, gewürfelt
2 mittelgroße, gelbe Zucchini, gewürfelt
3-4 Fleischtomaten, gewürfelt 
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1-2 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
500 g reisförmige Nudeln (aus Weizengrieß, gibt es u.a. im türkischen Supermarkt)
2-3 EL Tomatenmark
2 EL Suppengrundstock
1 EL Pimenton de la Vera, picante (scharfes, geräuchertes Paprikapulver)
Zucker
Salz und Pfeffer
frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Basilikum)

Alle Zutaten, bis auf Basilikum, Zucker, Salz und Pfeffer in einen großen Topf oder Pfanne geben. 1,3 Liter Wasser zufügen und alles zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren damit die Nudeln nicht am Boden festkleben, ggf. noch etwas Wasser nachgießen - die Wassermenge hängt stark von den verwendeten Nudeln und dem Gemüse ab. Wenn die Nudeln gar sind, dann sollte das Wasser vollständig aufgesogen sein. Vor dem Servieren alles noch mit etwas Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt das Basilikum unterrühren.



tierfreitag

Samstag, 14. März 2015

Lunchtime

Heute sind wir beim Marktbesuch standhaft geblieben und haben bei unserem Wildhändler nur ein Stück Wildschweinspeck gekauft. Ansonsten ist nur etwas Gemüse, ein paar Kräuter und Käse in unserem Einkaufskorb gelandet. Dafür haben wir uns aber einen guten Kaffee, eine heiße Schokolade und jeweils eine Kugel Eis gegönnt, denn endlich hat unsere Eisdiele wieder geöffnet.

Zu Hause hatten wir dann Hunger. Zum Glück haben wir gestern bereits ein schönes Stück Rindfleisch vom Gefrier- in den Kühlschrank umgelagert. Das hatte inzwischen genau die richtige Temperatur, um in die Pfanne zu hüpfen. Stellte sich nur die Frage nach der Beilage. Zuerst wollte ich eine Tomaten-Avocado-Salsa dazu machen, aber dann sind in der Schüssel auch noch Zuckerschoten und Ruccola gelandet. So wurde aus der Salsa schnell ein Salat.


Rindersteaks mit Salsa-Salat
für 2 Personen

250 g Zuckerschoten, in kleine Rauten geschnitten
250 g Cocktailtomaten, gewürfelt
1 Avocado, gewürfelt
1/2 Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1/2 Bund Ruccola
3 EL Zitronenessig
2 EL Olivenöl
Chillipulver
1 TL Butterschmalz
4 kleine Rindersteaks (oder 2 große Steaks), zusammen ca. 500-600 g
Salz und Pfeffer

Zuckerschoten in Salzwasser bissfest blanchieren, abschrecken und in einem Sieb abtropfen lassen. Zusammen mit den Tomaten, Avocado, Frühlingszwiebeln und Ruccola in eine Schüssel geben. Mit Essig und Öl vermengen. Mit Chilli, Salz und Pfeffer abschmecken.

Butterschmalz in einer Eisenpfanne erhitzen. Steaks von beiden Seiten anbraten und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C bis zum gewünschten Garpunkt fertig garen. Dann aus der Pfanne nehmen und in Alufolie gewickelt ruhen lassen.

Steaks Salz und Pfeffer würzen, mit Salsa-Salat auf Tellern anrichten und servieren. Gegebenenfalls Baguette dazu reichen.



Freitag, 9. Januar 2015

Da kichert die Erbse...

Heute bleibt die Küche nicht kalt, dafür aber mal vegan - und günstig (Kosten pro Portion liegen bei ca. 1,00 Euro). Zusätzlich liefern die Kichererbsen und die Bohnen wertvolles Eiweiß und machen den Eintopf schön sättigend (ich stelle gerade fest, dass ich mich schon wie ein Werbesprecher anhöre...).

Jedenfalls ist das Gericht, sobald die Schnibbelarbeiten erledigt sind, innerhalb kurzer Zeit auf dem Tisch. Also genau das Richtige nach dem Feierabend, wenn es schnell gehen soll. Das Ratatouille kann man, wenn man möchte, auch mit etwas Sellerie, Pastinaken und/oder Paprika zubereiten.


Winter-Ratatouille mit Kichererbsen und Bohnen
für 3-4 Personen

2 EL Olivenöl
2 kleine Zwiebeln, gewürfelt
3 Karotten, gewürfelt 
3 EL Tomatenmark
1 Dose stückige Tomaten
1 Dose Kichererbsen
1 Dose Wachtel- (oder Canelli-)Bohnen
2 kleine Zucchini, gewürfelt
3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
1 EL Suppengrundstock (oder körnige Brühe)
Kreuzkümmel
Piment d'Espelette (scharfes Paprikapulver)
Zucker
1/2 TL Thymian, getrocknet
1/2 TL Oregano, getrocknet
1/2 TL Basilikum, getrocknet
1/2 TL Rosmarin, getrocknet
Salz und Pfeffer

Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Karotten darin anschwitzen. Tomatenmark unterrühren. Dann Tomaten, Kichererbsen, Bohnen, Zucchini und Knoblauch zufügen. Mit Kreuzkümmel, Piment d'Espelette, Zucker und den Kräutern würzen. Auf mittlerer Flamme zugedeckt ca. 20 Minuten garen, bis das Gemüse weich ist. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gegebenenfalls Baguette oder etwas Couscous dazu reichen.



Kochevent 

tierfreitag

Freitag, 17. Oktober 2014

Kein Fleisch am Freitag

Heute gab's kein Fleisch im Hause P. - denn davon hatten wir in der letzten Zeit mehr als genug. Also heute wieder einmal vegetarisch. Nudeln gab es diese Woche bereits mehrfach, deswegen sollte es ein Risotto werden. Gleichzeitig konnte ich so die letzten Tomätchen aus eigener Ernte verwerten. Beim Kochen hat mich der Thermomix unterstützt, denn ich bin zur Zeit etwas kränklich und hatte keine besondere Lust, mich eine halbe Stunde an den Herd zu stellen und zu rühren.





Risotto mit Crème fraîche, Basilikum und Tomaten
für 3-4 Portionen

5-6 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel, gehackt (ca. 30 g)
250 g Risotto-Reis
50 ml Weißwein
650 g Gemüsebrühe
1 Zehe Knoblauch, gerieben
200 g Crème fraîche
50 g Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
etwas Basilikum, in feinen Streifen
250 g bunte Cocktailtomaten, geviertelt

2 EL Olivenöl zusammen mit den Zwiebelwürfeln in den Thermomix geben und auf Stufe 1 bei 100 °C 3 Minuten andünsten. Dann den Risottoreis hinzufügen, auf Sanftrühren/Linkslauf bei 100 °C 1 Minute dünsten. Mit Weißwein ablöschen und eine weitere Minute rühren lassen. Gemüsebrühe und Knoblauch dazugeben. Alles 20 Minuten bei 100 °C auf Linkslauf/Sanftrühren garen, dabei den Messbecher nicht aufsetzen. Nach 20 Minuten die Crème fraîche zufügen. Vor dem Servieren den Parmesan unterrühren und das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Tellern anrichten, Tomaten und Basilikum darauf verteilen und mit jeweils 1 EL Olivenöl beträufeln. Direkt servieren.


Donnerstag, 17. Juli 2014

Frischer Fisch

An das Leben hier in Brandenburg könnte ich mich echt gewöhnen: Sonne, Seen und viel Zeit, auf der faulen Haut zu liegen. Das Einzige, was ich hier vermisse, sind Weinberge und ein guter Wein. Aber wir haben ja vorgesorgt und uns ein paar Fläschchen aus der Wahlheimat mitgebracht, so dass wir diesen auch hier genießen können.

Heute haben wir einen schönen Ausflug gemacht und die Orte der Kindheit von Herrn P. besucht. Es hat sich viel verändert, zum Guten wie auch zum Schlechten. Es gibt hier tatsächlich Orte, die fast ausgestorben sind, denen man ansieht, dass sie regelrecht sterben. Viele schöne Häuser stehen leer und verfallen - was mir persönlich fast das Herz bricht, denn es steckt so viel Potential in ihnen.

Nun gut, ich kann nichts daran ändern, aber im Laufe des Tages sind wir nach Bestensee gekommen. Dort hatten wir vor Jahren einen Karpfen gekauft, der extra für uns aus dem See geholt wurde. Und wir haben Lust auf frischen Fisch bekommen. Also sind wir wieder zu diesem kleinen Fischladen gefahren und haben wirklich frische Forellen gekauft: eine schöne Lachsforelle für Herrn P. und eine etwas kleinere (Bach?-)Forelle für mich. Ihre letzte Ruhestätte haben sie auf einem schönen Gemüsebett gefunden, bevor wir sie genüsslich verspeist haben.





Forellen auf Gemüsebett 
für 2 - 3 Personen

500 g Stangenbohnen, in Stücke geschnitten
250 g frische Champignons, geviertelt
250 g Zucchini, gewürfelt
250 g kleine Tomaten, halbiert
2-3 Kartotten, in dünne Scheiben geschnitten 
1-2 EL frische Thymianblättchen
1 TL frische Rosmarinnadeln, gehackt
1-2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 Forellen, gewaschen und ausgenommen (zusammen ca. 600 - 800 g)
1 unbehandelte Zitrone, in Scheiben geschnitten
etwas Butter und Ölivenöl
Salz und Pfeffer

Das Gemüse in eine große Auflaufform legen, mit der Hälfte der Kräuter und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles mit etwas Olivenöl beträufeln. Forellen von innen und außen salzen und pfeffern. Die restlichen Kräuter und Knoblauch in der Bauchhöhle verteilen und ein paar Zitronenscheiben sowie Butterflöckchen hineinlegen. Die Forellen auf das Gemüsebett lehgen, die restlichen Zitronenscheiben und weitere Butterflöckchen darauflegen. Mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) garen. Der Fisch ist gar, wenn sie die Rückenflossen gut herausziehen lassen. Bei uns hat das ca. 50 Minuten gedauert.

Den Fisch zusammen mit dem Gemüse, der Garflüssigkeit und etwas frischen Baguette servieren.



Freitag, 31. Januar 2014

Fisch am Freitag: Schollenfilets mit Tomaten

Schon sehr lange gab es keinen frischen Fisch mehr im Hause P. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich ein paar schöne Schollenfilets erstehen konnte. Leider mache ich mir beim Einkauf oft noch nicht Gedanken, wie ich meine Käufe letztendlich zubereiten möchte. Denn hätte ich dies getan, dann hätte ich auch noch ein paar Krabben und Speckwürfelchen gekauft. So aber musste ich mit dem vorlieb nehmen, was ich zu Hause hatte. Deswegen kommen die Schollenfilets heute mal etwas anders daher...


Schollenfilets mit Tomaten
für 2 Personen

 50 ml Weißwein
3 EL Olivenöl
1 EL Weinessig
1 TL brauner Rohrzucker
1 EL Sweet-Chili-Sauce
1 TL - 1 EL Tomatenmark
250 g Cocktailtomaten
etwas Zitronenabrieb
Salz und Pfeffer
1 Frühlingszwiebel, in Ringe geschnitten
1/2 Bund gemischte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Kerbel...), gehackt
300-400 g Schollenfilets
etwas Mehl
2 EL Butter 

Weißwein mit Olivenöl, Essig, Rohrzucker, Sweet-Chili-Sauce und Tomatenmark aufkochen. Dann die Tomaten zugeben. Bei mittlerer Hitze 3-5 Minuten vorsichtig garen - die Tomaten dürfen nicht zerkochen. Mit Zitronenschale, Salz und etwas Pfeffer würzen. Abgedeckt warm halten.

Die Schollenfilets trockentupfen, mit Salz und Pfeffer würzen. Auf beiden Seiten in Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Fischfilets darin erst auf der weißen, dann auf der dunklen Seite bei mittlerer Hitze in 6-8 Minuten goldgelb braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen. 

Tomaten nochmals kurz erhitzen, dann mit Sauce und Schollenfilets auf vorgewärmten Tellern anrichten. Frühlingszwiebeln und Kräutern darüber streuen. 


Dienstag, 14. Januar 2014

Schnelles Abendessen

Bei uns muss es am Abend meistens schnell gehen - zumindest bis das Essen auf dem Tisch steht. Und warm sollte es nach Möglichkeit sein. Deswegen gibt es unter der Woche oft Pasta - die ist in der Regel schnell gekocht und gelingsicher.


Griechische Nudelpfanne mit Reis und Feta
für 3-4 Personen

 450 g junger Spinat (TK)
250 g griechische Reisnudeln (Kritharáki)
1-2 EL Öl zum Anbraten
1 Zwiebel, gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Suppengrundstock
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
250 g Fetakäse

Spinat auftauen lassen (oder zumindest antauen). Nudeln nach Packungsangabe kochen.

In der Zwischenzeit in einer großen Pfanne Öl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Spinat dazugeben und bei mittlerer Hitze andünsten. Dabei immer gut rühren. Mit Suppengrundstock und etwas Muskatnuss würzen.

Nudeln abgießen, dabei etwas von dem Kochwasser auffangen und unter den Spinat geben. Feta dazubröckeln und zusammen mit den Nudeln unter den Spinat mischen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Wir kochen meistens gleich 500 g der Nudeln und machen aus der 2. Hälfte dann ein anderes Gericht. Dieses Mal war es ein Tomaten-Nudel-Salat, den man am nächsten Tag gut mit zur Arbeit nehmen kann.


Tomaten-Nudel-Salat mit Feta
für 2-4 Personen

250 g griechische Reisnudeln (Kritharáki)
1-2 Zehen Knoblauch, gerieben
5 EL Tomatenmark
Öl (Oliven- oder anders Pflanzenöl)
heller Essig
Zucker
Paprikapulver (edelsüß) oder Pimenton de la Vera
Salz und Pfeffer
250 - 500 g (Cocktail-)Tomaten, halbiert oder gewürfelt
1 Bund Petersilie, gehackt
250 g Fetakäse
 
Nudeln nach Packungsangabe kochen. Aus Knoblauch, Tomatenmark, Öl und Essig (im Verhältnis von 2:1) ein Salatdressing mixen. Mit Zucker, Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Nudeln abgießen und kalt abbrausen, bis die Nudeln nur noch lauwarm sind. Mit dem Dressing vermengen, Tomaten, Petersilie und zerbröselten Fetakäse unterheben. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Küchenklassiker: Pasta mit Tomatensauce

Der Lieblingsmann treibt sich gerne auf facebook herum. Dort haben wir auch schon des öfteren unsere (manchmal etwas ausgefallenen) Gerichte präsentiert. Deswegen haben wir dort unseren Ruf weg und wurden vor kurzem gefragt, ob wir auch so etwas "Normales" wie Nudeln mit Tomatensauce kochen würden. Also Bitteschön:


Wie man anhand der Postings gut feststellen kann, kochen wir i.d.R. nur am Wochenende oder im Urlaub aufwändig. Unter der Woche kochen wir entweder gar nicht oder es gibt etwas "Einfaches". Aber normalerweise wird ein solches Gericht weder fotografiert, noch schafft es die Veröffentlichung auf dem Blog. Heute mal die Ausnahme, denn es gibt:



Pasta mit Tomaten & Mozzarella für 2 Personen

250 g Vollkorn-Fusilli (alternativ sonstige Pasta, z.B. Spaghetti)
1 Dose gehackte Tomaten
100 ml Sahne
250 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
125 g Mozzarella (am liebsten Büffelmozzarella)
1 EL frische Thymianblättchen
1 TL frischer Rosmarin, gehackt
10-20 Basilikumblätter, in feine Streifen geschnitten
1-2 EL Olivenöl
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
Zucker
1/2 TL Pimenton de la Vera, dulce (geräuchertes Paprikapulver)

Pasta nach Packungsangabe al dente kochen.

In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig andünsten. Dosentomaten, Sahne, Thymian und Rosmarin zufügen. Mit Suppengrundstock, Zucker und Pimenton de la Vera würzen. 2 -3 Minuten köcheln lassen. 

Cocktailtomaten waschen und achteln. Mozzarella in kleine Stücke zupfen. Nudeln abgießen und mit der Tomatensauce vermengen. Cocktailtomaten und Basilikum unterrühren. mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf 2 Teller verteilen und mit dem Mozzarella bestreuen.



Beim Schreiben dieses Postings kommt mir in den Sinn, dass das Gericht mit ein paar Kapern kombiniert bestimmt auch lecker schmecken würde. Warum bin ich da nicht gleich darauf gekommen? Jetzt muss ich das halt beim nächsten Mal ausprobieren.