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Freitag, 16. Oktober 2020

[wbd2020] Einfaches Roggenbrot

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den World Bread Day - eine Aktion von kochtopf.me.] 

Bisher habe ich noch nie am World Bread Day teilgenommen. Das soll sich dieses Jahr ändern. Schließlich wünscht sich Zorra eine größere Beteiligung als im letzten Jahr.


World Bread Day, October 16, 2020


Mitbringen wollte ich zu diesem Event eigentlich ein schönes Ährenbrot. Über dieses bin ich beim Blättern in einer Zeitschrift gestolpert. Ich fand, dass die Form wunderbar in die herbstliche Zeit gepasst hätte - schließlich wird im Oktober bei uns Erntedank gefeiert (o.k. ist schon am 04.10. gewesen...). Leider, wie so oft, kam etwas dazwischen - nämlich das Leben. Also kein Pain d'épi - dafür aber meine ersten Versuche mit selbst gezüchtetem Sauerteig.

Nachdem ich jahrelang meine Brote, sofern Sauerteig erforderlich war, mit gekauftem Sauerteig gemacht habe, habe ich nun endlich versucht, diesen selbst zu züchten. Ich war ja immer skeptisch, ob das wirklich funktioniert. Nachdem ich mich dann auf gefühlt tausend Internetseiten herumgetrieben habe (unter anderem auch auf dem Plötzblog), habe ich mich einfach mal getraut... und siehe da, es hat funktioniert. Wir haben jetzt Sauerteig  - er hat sogar einen Namen bekommen: Knut. Knut ist noch jung und wird im Moment noch mindestens ein Mal pro Tag gefüttert. Deswegen habe ich innerhalb einer Woche auch richtig viel Anstellgut. Das habe ich mir bei diesem Rezept zu Nutze gemacht und den Vorteig/Sauerteig komplett mit Anstellgut gemacht. Ob das backtechnisch korrekt ist, weiß ich nicht, aber es hat funktioniert. Das Rezept ist übrigens eine leichte Abwandlung des Roggenbrots von kochenmachtglücklich. Beim ersten Brotversuch habe ich für den Hauptteig versehentlich Roggenvollkornmehl statt Type 997 oder 1150 verwendet... wenn man das Rezept halt nicht richtig liest, ist man selbst schuld. Aber wieder Erwarten ist das Brot, trotz des jungen Sauerteigs, etwas geworden.

Versuch Nr. 1 - reines Roggen-Vollkorn-Brot

Versuch Nr. 2


Einfaches Roggenbrot mit Sauerteig (Versuch Nr. 2)

Vorteig/Sauerteig

240 g Roggenvollkornmehl
240 g warmes Wasser
20 g Anstellgut (Roggensauer)

Anstellgut mit Wasser und Mehl vermengen. 14-16 Stunden reifen lassen. Ich habe einfach 500 g von meinem Anstellgut genommen (aufpassen, dass dabei nicht das gesamte Anstellgut verwendet wird, einen Rest Sauerteig benötigt man ja für zukünftige Backprojekte).

Hauptteig

Vorteig/Sauerteig
500 g Roggenmehl Type 997
225 g Wasser
15 g Salz

Vorteig mit dem warmen Wasser verrühren. Mehl und Salz zufügen. Ca. 3 Minuten kneten, dann 30 Minuten ruhen lassen. Teig anschließend zu einem runden Laib formen und in ein gut gemehrtes Gärkörbchen setzen. Zugedeckt 2 Stunden gehen lassen - der Laib sollte sich deutlich vergrößert haben. Einen gusseisernen Bräter mit Deckel im Backofen bei 200°C (Umluft) aufheizen. Dann das Brot vorsichtig hineingeben (diesen Punkt muss ich noch ein bisschen üben). Nach 20 Minuten auf 180°C herunterschalten. Nach weiteren 30-40 Minuten sollte das Brot fertig sein. Am besten die Klopfprobe machen. 

Brot herausnehmen und auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen. 


Das Brot neigt sich schon wieder den Ende zu, morgen wird also der nächste Versuch gestartet.

Samstag, 8. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Kısır

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Ich hatte ja in meinem ersten Beitrag zur kulinarischen Weltreise von Volker mampft in die Türkei erwähnt, dass ich meine Kolleginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt habe. Das zweite Rezept, das mir Öznur verraten hat, ist ein Bulgur-Salat: Diesen hat sie schon mehr als einmal mit zur Arbeit gebracht hat - in der Regel eine riesengroße Schüssel, denn der Salat ist bei den Kollegen sehr beliebt. Ich bekomme dann meistens ein extra Schüsselchen, da ich leider weder Paprika noch Gurken vertrage. Das ist doch echt lieb, oder?

Wie bei vielen türkischen Gerichten gibt es tausende Variationen von Kısır - jede Familie hat wohl ihr eigenes Rezept. Zwar alle ähnlich, aber doch unterschiedlich. So kommt in den Salat neben Petersilie und Minze auch gewürfelte Gurke und Paprika. Das gibt dem Ganzen noch einen knackig-frischen Biss.Der Salat ist eine wunderbare Beilage zu Gegrilltem, aber auch als Hauptspeise macht er sich gut.

Statt dem üblichen Weizen-Bulgur habe ich eine Dinkel-Variante verwendet. Leider war die Packungsangabe bezüglich der Zubereitung etwas, wie soll ich es am Besten formulieren, ungenau? Jedenfalls war die von mir verwendete Menge an Wasser etwas zu viel. Dadurch ist mein Bulgur nicht körnig sondern klebrig geworden. Geschmacklich hat es dem Gericht aber nicht geschadet - optisch aber schon ein bisschen...



Kısır - Bulgur-Salat
für 4-8 Portionen

250 g Bulgur (ich habe Dinkel-Bulgur verwendet)
Wasser (Packungsangaben beachten, ich habe 700 ml genommen, das war definitiv zu viel)
2 EL Pflanzenöl (ich habe Olivenöl verwendet)
1 Zwiebel, gewürfelt
2-3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
4 EL Tomatenmark
2 EL Paprikamark (gibt es im Türkischen Supermarkt)
1/2 TL Krezkümmel, gemahlen
scharfes Paprikapulver oder -Flocken (nach Gusto)
4 EL Granatapfelsirup
Saft von 1 Zitrone (ggf. etwas mehr)
1 Bund Petersilie, gehackt
1/2 Bund Minze, gehackt
3-4 Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 Salatgurke
1-2 rote Paprika
Salz und Pfeffer
Zitronenspalten

Bulgur nach Packungsangabe kochen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Nach 5 Minuten den Knoblauch zufügen. Zusammen mit Tomatenmark, Paprikamark, Kreuzkümmel, Paprikapulver/-Flocken, Granatapfelsirup und Zitronensaft zu dem gequollenen Bulgur geben und gut vermengen. Komplett auskühlen lassen.

Salatgurke waschen, der Länge halbieren und die Kerne entfernen - das geht am Besten mit einem Teelöffel. Einfach die Kerne herauskratzen. Paprika ebenfalls waschen, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Dann beides zusammen mit der Petersilie, Minze und Lauchzwiebeln unter den Salat mengen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. mehr Zitronensaft abschmecken.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz abschmecken. Zitronenspalten dazu reichen. Sehr schön könnte ich mir den Salat übrigens auch mit ein paar Granatapfelkernen vorstellen - leider habe ich im Moment keine bekommen. 




Ganz herzlichen Dank an Volker, dass er dieses schöne Event jeden Monat ausrichtet. Ich finde es einfach klasse, dass er uns Blogger jeden Monat in ein anderes Land entführt und alle die Gelegenheit haben mal etwas Neues auszuprobieren. Deswegen werden hier zum Monatsende auch die Links zu allen Rezepten der Mitbloggern stehen. Ich kann nur empfehlen, sich mal durchzuklicken. Es lohnt sich auf jeden Fall.


Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali KöfteAugenbohnensalat – Klasik piyazPaprika-Fladen – Biberli ekmekJoghurt-Käse-Creme – HaydariTürkisches Dorfbrot aus dem TopfRöstfleisch Gärtnerin – Bahçe KebabiZucchini mit Bulgur in Olivenöl und Weizengrütze mit Gemüse 
Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip
Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme 
Susi von Turbohausfrau mit Mücver
Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot 
Susanne von magentratzerl mit MantıFaule Mantı und  - Flauschige Brötchen 
Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt 
Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt 
Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav und Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi 
Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu 
Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch 
Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung 
Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva 
Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter 
Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği 

Mittwoch, 29. Juli 2020

[Kulinarische Weltreise] Schweden - Teil III

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um schwedische Gerichte widmen.]

Wir befinden uns immer noch bei der kulinarischen Weltreise nach Schweden, wohin uns Volker von Volker mampft im Juli entführt.Gestern gab es bereits einen glasierten Senf-Preiselbeer-Braten mit Honig-Senf-Sauce, vorgestern Knäckebrot mit Kräuter-Radieschen-Quark.

Heute habe ich sozusagen dem Höhepunkt des damaligen Bufferts für Euch - die kleine Variante der schwedischen Smörgåstårta - kleine, herzhafte Brottörtchen mit köstlichen Cremes aus Frischkäse, Fisch und Kräutern. Zugegeben, sie sind ein bisschen aufwändig in der Herstellung, aber ein richtiger Hingucker auf dem Buffettisch.



Kleine F(r)ischkäse-Törtchen - angelehnt an die schwedische Smörgåstårta
für 8 Stück

16 Scheiben Vollkorntoast (ca. 500 g)
16 Scheibnen Buttertoast (ebenfalls ca. 500 g)
1 kg Doppelrahm-Frischkäse
300 g Räucherlachs (250 g fein würfeln, den Rest in feine Streifen schneiden)
200 g geräucherte Makrele ohne Haut
1 Bund frische Kräuter (z.B. Schnittlauch, Petersilie, Dill, Kerbel), gehackt
2-3 EL Gemüsemeerrettich aus dem Glas (frisch gerieben geht natürlich auch)
Salz und Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß
1 Beet Kresse
ein paar Radieschen, fein gewürfelt

Aus den Brotscheiben mit Hilfe von Servierringen Kreise ausstechen. (Die Reste des Toastbrots kann man in Würfel schneiden und trocken. Dann später zu Semmelknödeln oder Semmelbröseln weiter verarbeiten.) 

4 Schüsseln bereitstellen. In 3 Schüsseln jeweils 200 g Frischkäse geben, in die 4. 400 g. Fen Frischkäse in der ersten Schüssel mit dem fein gewürfelten Lachs vermengen. Mit Salz (vorsichtig!), Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Die nächsten 200 g Frischkäse mit den Kräutern vermengen. Salzen und pfeffern. Die 3. Portion mit klein gerupftem Makrelenfilets verrühren. Wieder salzen (vorsichtig) und pfeffern. Die letzte, größte Portion mit dem Meerrettich verrühren. Gff. mit etwas Pfeffer und Salz würzen. Massen bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank lagern.

Die Lachsmasse auf 8 Kreise Vollkorntoast verteilen und glatt streichen. Jede Scheibe anschließend in einen von 8 Servierringen legen.  Kräutermasse auf 8 Kreise Buttertoast verteilen und glatt streichen. Als zweite Lage die Servierringe legen. Makrelenmasse auf den restlichen 8 Vollkorntoast-Ringen verteilen. Als dritte Lage in die Servierringe legen und mit einer Scheibe Buttertoast bedecken. Etwas fest drücken und 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Dann die Brottürmchen aus den Ringen lösen. Rundherum mit Hilfe einer Palette mit dem Meerrettichfrischkäse bestreichen. Vor dem Servieren nochmals kalt stellen, dann mit dem restlichen Räucherlachs, Radieschen und Kresse garnieren.




Am Freitag, wenn dann alle Beiträge zur Weltreise nach Schweden online sind, wird es an dieser Stelle dann noch die Zusammenfassung mit allen teilnehmenden Blogs geben...  


Ulrike von Küchenlatein mit Safranpfannkuchen – Saffranspannkaka Britta von Backmaedchen 1967 mit Schwedische Haferflocken-Kekse Janke von Jankes*Soulfood mit Blåbärssoppa - schwedische Blaubeersuppe mit Grießklößchen Nadine von Möhreneck mit Köttbullar mit Rahmsauce (vegan) Tina von Küchenmomente mit Typisch schwedische Zimtschnecken mal anders Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka - schwedischer Schokokuchen Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor - Schwedische Kartoffelkloesse Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe - Haselnusskuchen mit Kaffee Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa - Schwedische Sommersuppe Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar - Schwedische Hackfleischbaellchen Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan - Schweinefilet mit Banane Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar - Zitronentraum Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob Sonja von fluffig & hart mit Mandeltårta - Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk - schwedische Kartoffelpfannkuchen Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel - Krusbärspaj med mandel Conny von food for the soul mit Kanelbullar - schwedische Zimtschnecken Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj - Knusperblaubeerkuchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf Simone von zimtkringel mit Janssons frestelse - Janssons Versuchung Ute von wiesengenuss mit KÅLDOLME - mit Moosbeeren Henrike von EinfachSchweden mit Saftiger Zimtschnecken-Rührkuchen - Kanelbullesockerkaka Susanne von magentratzerl mit Erbsen-Kartoffelknödel mit Specktopping Sus von CorumBlog 2.0 mit Hallongrottor – Himbeertörtchen Britta von Brittas Kochbuch mit Knäckebröd - Knäckebrot Katja von Kaffeebohne mit Sommersalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pyttipanna Tina von Küchenmomente mit Brödkakor - rustikales Fladenbrot aus Schweden Nadine von Möhreneck mit vegane Kanelbullar Britta von Brittas Kochbuch mit Schwedische Haferkekse Sus von CorumBlog 2.0 mit Schwedisches helles Karottenbrot Katja von Kaffeebohne mit Schwedischer Garnelencocktail Carina von Coffee2Stay mit Grötbröd - Porridge-Brot Sylvia von Brotwein mit Lachs beizen - Rezept mit Gin, Zitrone und Rote Bete Christian von SavoryLens mit Chokladbollar - Schwedische Schokoladenkugeln Andrea von our food creations mit Vollwert-Knäcke mit Kräuter-Radieschen-Quark Andrea von our food creations mit Glasierter Senf-Preiselbeer-Braten mit Honig-Senf-Sauce Andrea von our food creations mit Kleine F(r)ischkäse Törtchen - angelehnt an die schwedische Smörgåstårta Sylvia von Brotwein mit Roggen Knäckebrot Rezept - knusprig herzhaft Volker von Volkermampft mit Schwedische Köttbullar - besser als bei Ikea! Volker von Volkermampft mit Kalops - Schwedisches Rindergulasch mit Roter Beete

Dienstag, 28. Juli 2020

[Kulinarische Weltreise] Schweden - Teil II

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um schwedische Gerichte widmen.]

Im Juli führt uns Volker von Volker mampft auf seiner kulinarischen Weltreise nach Schweden. Wie bereits gestern angekündigt, kommt heute der 2. Teil meiner kleinen Sammlung an schwedischen Rezepten, die ich im Sommer 2018 anlässlich einer Midsommar-Party mit Freunden ausprobiert habe und bisher unveröffentlicht im Archiv schlummern.

Als nächstes habe ich einen glasierten Senf-Preiselbeer-Braten für Euch. Der Braten schmeckt warm und kalt. Dazu sollte es eigentlich eine Honig-Senf-Sauce geben. Leider hatte ich damals keinen flüssigen Honig vorrätig, so dass ich stattdessen Ahornsirup verwendet habe. Den Gästen hat die Sauce trotzdem ausgezeichnet geschmeckt...

 
Senf-Preiselbeer-Braten
für 4 Personen als Hauptspeise oder 8 Personen am Buffet)

2 EL mittelscharfer Senf
2 EL Preiselbeeren aus dem Glas
1,2 kg Kassler-Braten ohne Knochen

Senf und Preiselbeeren miteinander verrühren und den Braten damit bestreichen. In eine feuerfeste Form legen und in den vorgeheizten Ofen (175 °C Umluft?) geben. Nach 15 Minuten 150 ml heißes Wasser angießen und weitere 45 Minuten garen. Den Braten vollständig abkühlen lassen.

Vor dem Servieren in dünne Scheiben schneiden und die Honig-Senf-Sauce (Rezept weiter unten) dazu reichen. Als Beilage werden in Schweden kleine Kartoffeln aus dem Ofen serviert.

Der Braten schmeckt übrigens auch direkt aus dem Ofen sehr lecker, eventuell werde ich ihn warm nochmals an Weihnachten zubereiten.


Honig-Senf-Sauce

100 g mittelscharfer Senf
100 g flüssiger Honig (moi: Ahornsirup)
1/2 Bund Dill, gehackt
Pfeffer

Senf und Honig/Ahornsirup verrühren. Dill zufügen. Mit Pfeffer abschmecken.



Am Freitag, wenn dann alle Beiträge zur Weltreise nach Schweden online sind, wird es an dieser Stelle dann noch die Zusammenfassung mit allen teilnehmenden Blogs geben... 

Ulrike von Küchenlatein mit Safranpfannkuchen – Saffranspannkaka Britta von Backmaedchen 1967 mit Schwedische Haferflocken-Kekse Janke von Jankes*Soulfood mit Blåbärssoppa - schwedische Blaubeersuppe mit Grießklößchen Nadine von Möhreneck mit Köttbullar mit Rahmsauce (vegan) Tina von Küchenmomente mit Typisch schwedische Zimtschnecken mal anders Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka - schwedischer Schokokuchen Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor - Schwedische Kartoffelkloesse Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe - Haselnusskuchen mit Kaffee Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa - Schwedische Sommersuppe Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar - Schwedische Hackfleischbaellchen Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan - Schweinefilet mit Banane Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar - Zitronentraum Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob Sonja von fluffig & hart mit Mandeltårta - Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk - schwedische Kartoffelpfannkuchen Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel - Krusbärspaj med mandel Conny von food for the soul mit Kanelbullar - schwedische Zimtschnecken Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj - Knusperblaubeerkuchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf Simone von zimtkringel mit Janssons frestelse - Janssons Versuchung Ute von wiesengenuss mit KÅLDOLME - mit Moosbeeren Henrike von EinfachSchweden mit Saftiger Zimtschnecken-Rührkuchen - Kanelbullesockerkaka Susanne von magentratzerl mit Erbsen-Kartoffelknödel mit Specktopping Sus von CorumBlog 2.0 mit Hallongrottor – Himbeertörtchen Britta von Brittas Kochbuch mit Knäckebröd - Knäckebrot Katja von Kaffeebohne mit Sommersalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pyttipanna Tina von Küchenmomente mit Brödkakor - rustikales Fladenbrot aus Schweden Nadine von Möhreneck mit vegane Kanelbullar Britta von Brittas Kochbuch mit Schwedische Haferkekse Sus von CorumBlog 2.0 mit Schwedisches helles Karottenbrot Katja von Kaffeebohne mit Schwedischer Garnelencocktail Carina von Coffee2Stay mit Grötbröd - Porridge-Brot Sylvia von Brotwein mit Lachs beizen - Rezept mit Gin, Zitrone und Rote Bete Christian von SavoryLens mit Chokladbollar - Schwedische Schokoladenkugeln Andrea von our food creations mit Vollwert-Knäcke mit Kräuter-Radieschen-Quark Andrea von our food creations mit Glasierter Senf-Preiselbeer-Braten mit Honig-Senf-Sauce Andrea von our food creations mit Kleine F(r)ischkäse Törtchen - angelehnt an die schwedische Smörgåstårta Sylvia von Brotwein mit Roggen Knäckebrot Rezept - knusprig herzhaft Volker von Volkermampft mit Schwedische Köttbullar - besser als bei Ikea! Volker von Volkermampft mit Kalops - Schwedisches Rindergulasch mit Roter Beete

Samstag, 13. Juni 2020

Gut Ding will Weile haben

In diesem Fall soll das nicht bedeuten, dass ich heute ein sehr aufwändiges oder zeitintensives Gericht präsentiere... im Gegenteil, es ist eigentlich nur ein bisschen Schnibbelarbeit und innerhalb kürzester Zeit fertig. Aber es hat lange gedauert, bis ich es endlich mal verbloggt habe - nachdem mich meine Schwiegermutter mehrfach um das Rezept gebeten hat. Also hier ist nun das Rezept für unser Hadkäs-Tatar:



Handkäs-Tatar

200 g Harzer Käse
1 Apfel, möglichst säuerlich
2-4 eingelegte Gewürzgurken (kommt auf die Größe an)
1-2 Frühlingszwiebeln
200 ml Naturjoghurt
3 EL Gurkensud
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
Schnittlauchröllchen zur Garnitur

Käse, Apfel, Gewürzgurken und Frühlingszwiebeln fein würfeln (ca. 2-3 mm Kantenlänge). Alles zusammen mit Gurkensud und Joghurt vermengen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit frischem Brot oder Brötchen servieren. Als Brotaufstrich zum Frühstück oder Abendbrot, macht sich aber auch sehr gut auf einem Buffet oder eignet sich für's Picknick.

Im Gegensatz zu Tatar aus rohem Fleisch schadet es dem Handkäs-Tatar nicht, wenn er über Nacht oder auch einmal 24 Stunden im Kühlschrank ziehen darf.




Das ist mein zweites Rezept für das Blog-Event CLXIV - Einfach gut! von Zorra von Kochtopf.me und Verena von Verena's Blog für schöne Dinge. Es geht dabei um ein einfaches, aber leckeres Rezept für jeden Tag, für dessen Zubereitung man nicht länger als 30 Minuten brauchen sollte.

Blog-Event CLXIV - Einfach gut! (Einsendeschluss 15. Juni 2020)

Freitag, 12. Juni 2020

Fisch am Freitag: Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von schnellen und selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs.]

Zorra von Kochtopf.me hat zusammen mit Verena von Verena's Blog für schöne Dinge zum Blog-Event CLXIV - Einfach gut! aufgerufen. Es geht dabei um ein einfaches, aber leckeres Rezept für jeden Tag, für dessen Zubereitung man nicht länger als 30 Minuten brauchen sollte.

Das kann ich... denn bei uns wird eigentlich jeden Tag frisch gekocht und nach der Arbeit steht mir wirklich nicht der Sinn nach aufwändigen Gerichten. Schnell und lecker ist dann auch meine Devise. So auch heute...


Blog-Event CLXIV - Einfach gut! (Einsendeschluss 15. Juni 2020)

Kennt Ihr das? Ihr kommt nach einem langen Arbeitstag, der sich wie Gummi gezogen hat, nach Hause und da wartet bereits ein hungriger Ehemann auf Euch... Ihr habt eigentlich nicht wirklich große Lust zum Kochen, aber nachdem Ihr Euch den ganzen Tag nur von Reiswaffeln ernährt habt, hängt Euch der Magen in den Kniehkehlen... genau so ging es mir heute. Also kurz mal den Kühlschrank gecheckt, grünen Spargel und Lachs gefunden. Aber was als Beilage dazu reichen? Kartoffeln - nee, fällt mir nichts dazu ein. Reis - den gab es erst gestern. Pasta - geht eigentlich immer, aber da die bei uns immer frisch gemacht wird müsste ich ja anschließend das Maschinchen von Hand abspülen. Aber Nudeln waren trotzdem eine Idee, denn ein Päckchen Glasnudeln habe ich immer in der Vorratsschublade. Und siehe da, so schnell entwickelt man eine Ratz-Fatz-Feierabend-Rezept.



Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs
(für 2 Portionen)

100 g Glasnudeln
500 g grüner Spargel (*)
2 EL Sesamöl (alternativ anderes Pflanzenöl)
300-400 g frisches Lachsfilet ohne Haut, in 2 cm große Würfel geschnitten
2 EL Sojasauce
2 EL Sweet-Chili-Sauce (am besten selbst gemacht nach diesem Rezept klick)
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Koriander, gehackt 
1/2 Lauchzwiebel, in feine Ringe geschnitten
Sesamsaat

Glasnudeln nach Packungsangabe mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Spargel im unteren Drittel schälen, die holzigen Enden abschneiden und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Sesamöl in einer (Wok-)Pfanne erhitzen und den Spargel darin kräftig anbraten. Dann Hitze herunterregeln und Soja- und Sweet-Chili-Sauce zufügen. Lachs dazugeben und alles ca. 5 Minuten dünsten - der Lachs sollte in der Mitte noch leicht glasig und der Spargel bissfest sein. Dann die Glasnudeln abgießen, abtropfen lassen und zusammen mit dem Koriander untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Auf Schälchen verteilen, mit Lauchzwiebel und Sesamsaat garnieren und sofort servieren. Fertig!




(*) Und wenn gerade keine Spargel-Saison ist, kann man diesen einfach durch Pak Choi, (TK-)Erbsen und/oder Zuckerschoten ersetzen.

Sonntag, 1. Dezember 2019

[Rettungsaktion] Aufläufe & Gratins

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um Aufläufe & Gratins widmen. Zusätzlich ein bisschen Werbung für einen Pastamaker, den ich aber selbst bezahlt habe...]



Die nächste Runde der Rettungsaktionen ist eingeläutet - heute retten wir Aufläufe und Gratins. Die Rettungstruppe, das sind zur Zeit 23 Food-BloggerInnen, widmet sich in regelmäßigen Abständen der Rettung von Lebensmitteln. Wir wollten aufzeigen, dass frisch und selbstgemacht besser ist als Convenience und verzichten dabei auf Tütchen, Fix- und Fertigprodukte.


Ich sollte erwähnen, dass ich stolze Besitzerin eines Pastamakers bin. Wie anfangs geschrieben ist dieser selbst gekauft und selbst bezahlt worden. Also keine Kooperation mit Philipps. Mein Mann war zuerst gar nicht begeistert, dass noch ein Gerät mehr auf der Küchenarbeitsplatte steht - aber seit es jetzt regelmäßig frische Pasta bei uns gibt ist auch er begeistert von dem Teil. Also "Werbung" aus Überzeugung.

Über eine FB-Gruppe konne ich die Cannelloni-Matrize, die bei meinem Pastamaker nicht dabei war, käuflich erwerben. Die Matrize musste natürlich gleich ausprobiert werden...

Nudelteig

500 g Dinkeldunst
2 Eier
2 EL Olivenöl

Dinkeldunst in den Pastamaker geben. Eier in einen Messbecher geben (wird beim Pastamaker mitgeliefert) und mit Wasser auf 190 ml auffüllen. Olivenöl zugeben und die Flüssigkeiten verrühren. Nun den Pastamaker starten, die Flüssigkeit zum Dinkeldunst geben. Nach dem Knetvorgang werden die Nudeln ausgegeben - diese müssen nur noch auf der gewünschten Länge abgeschnitten werden.

Nun hat aber nicht jeder einen Pastamaker - das Rezept funktioniert auch mit getrockneten Cannelloni-Röhren, die man käuflich erwerben kann. Diese sind allerdings länger und auch etwas dünner. Kann sein, dass Ihr dann ein paar mehr Cannelloni benötigt. Auch wird die aufrechte Anordnung damit nicht möglich sein - einfach der Länge nach in die Form legen.


Mit Kürbis gefüllte Cannelloni
für 4-6 Portionen

2 EL Olivenöl
1 große Stange Lauch, fein gewürfelt
5 Knoblauchzehen, ebenfalls fein gewürfelt
1-2 EL frischer Thymian, fein gehackt
1 EL frischer Rosmarin, fein gehackt
550 g Kürbismus (Rezept gibt es hier *klick*)
50 g Haferflocken
75 g gemischte Nüsse & Kerne, gehackt (ich: Mandeln, Cashew-, Kürbis- & Sonnenblumenkerne)
300  g Hüttenkäse
200 g Schmand 
1/2 TL Zimt
1/2 TL Muskatblüte
1 EL geräuchertes Paprikapulver, süß (z.B. Pimenton de la Vera dulce)
Suppengrundstock (alternativ: Gemüsebrühenpulver) 
Salz & Pfeffer
200 g Sahne
700 g passierte Tomaten
400 gehackte Tomaten (Dose)
1 TL Zucker
50-60 kurze Cannelloni-Röhren (ca. 5 cm lang - Rezept weiter oben) 
alternativ 25-30 gekaufte Cannelloni
400 g geriebener Käse (ich: Mischung aus Cheddar & Emmentaler)

Zuerst Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Lauch, Knoblauch, Thymian und Rosmarin darin anschwitzen, dann ca. 5 Minuten dünsten. Die Hälfte der Mischung zum Kürbismus in eine Schüssel geben. Mit Haferflocken, Nüssen & Kernen, Hüttenkäse und Schmand verrühren. Mit Zimt, Muskatblüte, der Hälfte des Paprikapulvers, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sauce zur verbliebenen Lauchmischung Sahne, passierte & stückige Tomaten in die Pfanne geben. Aufkochen. Mit Zucker, dem restlichen Paprikapulver, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.

Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen. Auf dem Boden einer großen Auflaufform etwas Tomatensauce verteilen. Nun die Cannelloni mit der Masse füllen (das funktioniert am Besten mit einem Spritzbeutel - alternativ die Masse in einen Gefrierbeutel geben und eine Ecke abschneiden) und in die Auflaufform schichten. Meine standen aufrecht in der Form, man kann die längeren Röhren aber auch in die Form legen. Die Cannelloni mit der Sauce begießen und Käse darüber geben.

Die Cannelloni im Ofen bei 175 °C (Umluft) ca. 45 Minuten garen. Gegebenenfalls am Ende der Garzeit mit Alufolie abdecken damit der Käse nicht verbrennt.





Lust auf Aufläufe & Gratins bekommen? Dann könnt Ihr Euch noch mehr Inspirationen bei den MitretterInnen holen:

Brittas Kochbuch - Rote-Linsen-Auflauf 
Barbaras Spielwiese - Foodblog - Süsskartoffel-Auflauf mit Tomaten und Feta 
Cakes, Cookies and more - Kartoffelgratin mit Süsskartoffeln 
BrigittasKulinarium - Lasagne - ganz klassisch  
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Brotauflauf in herzhaft  

Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin, der uns immer die Links zusammenstellt.

Donnerstag, 28. November 2019

[Kulinarische Weltreise] Großbritannien

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Großbritannien widmen.]

Kennt Ihr Volker? Volker von volkermampft? Nein? Dann wird es Zeit, dass Ihr ihn kennenlernt. Denn Volker von volkermampft läd nämlich jeden Monat zur kulinarischen Weltreise in ein anders Land ein. Im November nach Großbritannien und Schottland. Ich dachte, so eine kleine Reise wäre auch etwas für mich und habe Euch ein Rezept plus eine kleine Geschichte dazu mitgebracht.



Vor ziemlich genau zwei Jahren waren wir mit Freunden über Silvester in Schottland. Für mich war es die erste Reise nach Schottland, für die restlichen Mitreisenden bereits mindestens das zweite Mal. England, genauer gesagt London und die Gegend um Sherwood Forest, hatte ich bereits kurz vor dem Abi erkundet, aber die Highlands waren neu für mich. Ich kann übrigens jedem einen Schottland-Urlaub im Winter, besonders wenn Schnee liegt, nur empfehlen.

Jedenfalls kann ich mich noch gut erinnern, dass es kurz nach unserer Ankunft am Flughafen in Inverness zu schneien begann und wir im Schneetreiben auf den Shuttle zur Autovermietung gewartet haben. Nachdem wir dann unsere Mietwagen hatten sind wir zu einem großen Supermarkt gefahren um uns mit (Lebensmittel-)Vorräten für ca. eine Woche einzudecken. Für mich war alles neu und mit etwas Verwunderung habe ich zugesehen, was da so alles im Einkaufswagen landete. Besonders fasziniert hatte mich ein Gebäck, das eine gewisse Schwamm-Optik aufwies. Crumpets stand auf der Packung. Kennt Ihr Crumpets? Nein? Ich hatte in dem Moment auch keine Ahnung, was genau das war und wie sehr ich diese Dinger lieben würde. Jedenfalls war Neugierde geweckt und ich war auf die Crumpets gespannt... am nächsten Morgen gab es die runden Dinger dann zum Frühstück - ab in den Toaster damit dann sofort auf den Tisch damit, ein Stückchen (gesalzene) Butter darauf und warten, bis diese geschmolzen ist. Und dann habe ich es probiert... einfach lecker. Die löchrige Oberfläche saugt die Butter wunderbar auf - eben wie ein Schwamm. Genau bei dieser Kombination bin ich dann auch den restlichen Urlaub geblieben. Obwohl die Crumpets auch sehr gut mit Marmelade bestrichen schmecken. Oder mit clotted Cream. Oder mit Bacon und Ei.

Jedenfalls wollte ich diese Schwämmchen, wie ich sie liebevoll nenne, auch einmal selbst herstellen, denn Nachschub aus England/Schottland kommt nur ca. alle zwei Monate und dann auch nur in geringer Menge - der Platz im Koffer ist eben begrenzt und jeder der damaligen Mitreisenden möchte natürlich etwas mitgebracht bekommen.

Aber nun, nach fast zwei Jahren, habe ich das Experiment gewagt. Die Crumpets werden übrigens in der Pfanne und nicht im Ofen zubereitet. Jedenfalls ist nun der Nachschub unabhängig gesichert - aber zuerst noch ein paar Impressionen vom damaligen Urlaub.







Zum Jahresende werden wir übrigens wieder hinfahren. Wer weiss, vielleicht habe ich dann ein neues Rezept im Gepäck... jetzt geht's aber erst mal los mit dem Crumpet-Rezept.




Warme Crumpets
für ca. 12 Stück

225 g Mehl (ich habe Dinkelmehl Type 630 verwendet)
1 gestr. TL Salz
1 gestr. EL getrocknete Hefe
1 gestr. TL Puderzucker
275 ml Milch, lauwarm (ggf. etwas mehr)
6 EL kaltes Wasser

Milch, Wasser, Zucker und Trockenhefe verrühren. An einem warmen Ort 10-15 Minuten gehen lassen bis sich Blasen bilden.

Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen. In die Mitte eine Mulde machen, Vorteig hineingeben und mit einem Kochlöffel gut verrühren. Der Teig sollte die Konsistenz von Trinkjoghurt haben. Ggf. etwas zusätzliche Milch unterrühren.

An einem Warmen Ort weitere 45 Minuten gehen lassen - bitte den Teig jetzt nicht mehr rühren!

Nun bereiten wir die Crumpets zu. Dazu die Innenseiten von Eierringen (ich habe einfach meine vorhandenen Edelstahl-Dessertringe verwendet, Eierringe aus Silikon wären aber wesentlich praktischer) gründlich einfetten, ebenso eine große Pfanne. Die Ringe in der Pfanne platzieren und auf kleiner bis mittlerer Hitze erwärmen - bloß nicht zu viel Hitze, sonst verbrennen die Crumpets später. Nun vorsichtig 2-3 EL Teig in jeden Ring geben - die Ringe sollten ca. 1,5 cm hoch gefüllt sein. 4-5 Minuten braten/erhitzen. Wenn kleine, geplatzte Blasen auf der Oberfläche erscheinen, können die Crumpets vorsichtig aus der Form gelöst (vorsicht, heiß!) und gewendet werden. Wichtig ist, dass die Blasen geplatzt sind und somit kleine Löcher in der Oberfläche sind. Dann eine Minute auf der anderen Seite backen. Aus der Pfanne nehmen und im Backofen warm halten, bis der Teig aufgebraucht und alle Crumpets fertig sind.

Die fertigen Crumpets warm genießen. Man kann sie aber auch abkühlen lassen und auf Vorrat einfrieren. Dann später auftauen lassen und im Toaster erwärmen.




Ab morgen gibt es hier dann noch die Links zu den Beiträgen der anderen Mitreisenden...

Mittwoch, 13. November 2019

[Blog-Event] Kür mit Biss - Kürbisrezepte


[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten rund um den Kürbis widmen.]

Bei Zorra von Kochtopf.me gibt es in Zusammenarbeit mit Jenny von Jenny is baking wieder ein schönes Blog-Event: Kür mit Biss. Gesucht werden, wie der Name schon verrät, Kürbisrezepte. Gerne in der süßen Variante, denn hier in Deutschland wird der Kürbis ja eher für herzhafte Gerichte verwendet (sieht man auch gut anhand der Liste mit Kürbisgerichten auf diesem Blog am Ende dieses Beitrags).


Jedenfalls trifft es sich gut, dass ich gerade einen super saftigen Kürbiskuchen gebacken habe. Den Teig habe ich im Thermomix zubereitet, geht aber auch mit einer (Hand-)Raspel und Handrührgerät bzw. anderen Küchenmaschinen.



Kürbiskuchen mit Zimtcreme und Kürbiskrokant
für eine Backform ca. 30x20 cm

300 g Kürbis, vorbereitet gewogen (moi: Hokkaido)
180 g Butter (zimmerwarm) + etwas zum Fetten der Form
150 g Rohrzucker
1 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
4 Eier
250 g Dinkelmehl Type 630 (wobei ich mir hier auch Vollkornmehl gut vorstellen könnte)
200 g gemahlene Mandeln
1 EL geriebene Orangenschale (optional)
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kardamom, gemahlen
1-2 TL Zimt, gemahlen 
1/2 TL Muskatnuss, gerieben
1 Prise Nelkenpulver
1 Prise Salz
2 TL Weinstein-Backpulver
60 ml Orangensaft
250 g Mascarpone
300 g Doppelrahm-Frischkäse
2-3 EL Vanillezucker (auch hier wieder den selbst gemachten verwendet)
1-2 TL Zimt
1 EL geriebene Orangenschale (optional)
2 EL Zucker
3 EL Kürbiskerne

Kürbis in grobe Stücke scheiden und im Thermomis 2x 5 Sekunden auf Stufe 5 schreddern. Zwischendurch den Kürbis mit dem Spatel nach unten schieben, damit alle Stücke gleichmäßig klein werden - alternativ den Kürbis von Hand raspeln. In eine Schüssel umfüllen.

Butter, Zucker und Vanillezucker in den TM geben, 2-3 Minuten auf Stufe 7 cremig-schaumig rühren, dabei nach und nach die Eier zufügen. Trockene Zutaten vermengen und unterrühren. Zuletzt den Saft und den Kürbis untermengen.

Backform fetten und Teig einfüllen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) 40-45 Minuten backen - unbedingt Stäbchenprobe machen. Mein Kuchen hätte gerne noch 5 Minuten länger im Ofen bleiben können.

Kuchen aus dem Ofen nehmen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Mascarpone, Frischkäse, Zucker, Zimt und ggf. geriebene Orangenschale verrühren und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.
 
Für das Kürbiskrokant Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Kürbiskerne zufügen und alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen, dann mit einem Messer grob hacken.

Abgekühlten Kuchen mit der Zimtcreme bestreichen und nochmals mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Fertigen Kuchen mit dem Kürbiskrokant bestreuen, in Stücke (Würfel) schneiden und servieren.




Weitere Kürbisgerichte (herzhaft) auf diesem Blog:


... aber Süß kann ich auch: