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Montag, 30. November 2020

[Koch mein Rezept] Obers trifft Sahne

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den tollen Blog Obers trifft Sahne und Volkers Blogevent Koch mein Rezept.]

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft


Volker von Volker mampft hat vor ein paar Monaten ein neues Blog-Event ins Leben gerufen: Koch mein Rezept! Um was es geht (immer noch der geklaute Text von Volker): "Alle Teilnehmer bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog suchen sich die Teilnehmer selber ein Rezept aus, welches sie adaptieren wollen. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird, ob man ein veganes Rezept mit Fleisch pimpt oder es genau andersherum macht. Dazu wird der geloste Blog seinen Lesern kurz vorgestellt und eine inhaltlich deutlich tiefere Vernetzung zwischen den Blogs kann so entstehen." Bei der ersten Runde hatte ich das Vergnügen Jankes Soulfood vorstellen zu dürfen, in der zweiten Runde Ninamanie. Und weil es so viel Spass gemacht hat bin ich auch in Runde drei mit dabei.

Ich darf Euch heute Petra von Obers trifft Sahne vorstellen. 

Petra bloggt seit 2011 auf Obers trifft Sahne - hmmm, so viel Österreichisch verstehe ich noch, dass ich weiss, dass Obers gleich Sahne ist. Ist Petra also Österreicherin? Nein, sie wohnt in Weimar. Nach etwas Recherche auf dem Blog kam die Erleuchtung - Petra hatte in ihren Anfangstagen noch zwei Mitbloggerinnen aus Österreich. Deswegen also Obers (Österreich) trifft Sahne (Deutschland). Inzwischen bloggt sie allerdings sehr erfolgreich solo. So ist zum Beispiel 2017 ihr Buch "Weimarer Mundart" mit Geschichten und Rezepten quer durch ein Küchenjahr erschienen.

Es ist immer schön, wenn man sehen kann, wie sich ein Blog im Laufe der Zeit so entwickelt. Deswegen schaue ich mir gerne zuerst das älteste und dann das neuste Rezept an. Und da hat sich einiges entwickelt. Jedenfalls hatte ich mit meiner Strategie Glück und habe mich direkt in Petras erstes Rezept verliebt. Diese Entscheidung war damit getroffen. Jedenfalls präsentiere ich heute.... Fischtopf Toscana. Das Rezept hat Petra bereits im August 2011 verbloggt und ist genau mein Ding. Im Gegensatz zu den aktuellen Posts gibt es im Beitrag nur das Rezept und nicht noch eine Geschichte darum herum - soviel dann zum Thema Entwicklung ;-). Aber genau so habe ich ja auch einmal angefangen - und das macht mir Petra, auch wenn ich sie nicht persönlich kenne, gleich super sympathisch. In meinen frühen Bloggertagen waren bei mir sogar oft keine Fotos enthalten (oder sie waren wirklich schlecht). Vielleicht sollte ich das mal nachholen und die Rezepte einfach wieder aufleben lassen *gedanklicheinenknoteninsohrmache*. Aber vielleicht übernimmt das ja auch jemand aus der Koch mein Rezept-Gemeinschaft - wer weiss?

 So jetzt aber zum (leicht abgewandelten) Rezept...
 
 
Fischtopf Toscana à la Petra von Obers trifft Sahne
für 2 Personen als Hauptgericht
 
3 EL Olivenöl 
1 Schalotte, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt 
2 EL Tomatenmark
1 Dose gehackte Tomaten (leider war die eigene Tomatensaison schon rum)

1 EL frischer Thymian, die Blättchen abgezupft
250 g Cocktailtomaten, halbiert 
400 g Kabeljauloin, in ca. 2 cm große Würfel geschnitten
400 g vorgegarte Garnelen, geschält
250 g frischer Baby-Blattspinat 
Salz und Pfeffer
Zucker 
 
Olivenöl in eine große Pfanne geben und die Schalotte darin bei mittlerer Hitze anschwitzen. Wenn die Würfelchen schön glasig sind den Knoblauch und das Tomatenmark zufügen. Kurz braten, dann die gehackten Tomaten und den Thymian zufügen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen. 

Cocktailtomaten und Kabeljauwürfel zugeben. Auf kleiner Flamme 5 Minuten garen, dann Garnelen und Spinat zufügen. Alles vorsichtig verrühren und weitere 5 Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Ein bisschen Chiabatta dazu reichen, dann hat man ein schönes, mediterranes Fischgericht.  



Liebe Petra,
 
es war mir ein großes Vergnügen, Dich, Deinen Blog und Dein Rezept vorzustellen - hoffentlich stimmen auch alle Fakten. Ein paar kleine Änderungen am Rezept habe ich vorgenommen (Fischart und -Menge, etwas Tomatenmark dazu und das Basilikum durch Thymian ersetzt). Sowohl meinem Mann als auch mir hat der Fischtopf hervorragend gemundet.

Danke und liebe Grüße
Andrea


Freitag, 13. November 2020

[Kulinarische Weltreise] Irland - Irish Seafood Chowder

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus Irland widmen.]
 
 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei
 
Volker mampft hat uns im November mit der kulinarische Weltreise nach Irland geschickt. Irland ist bekanntermaßen eine Insel, die von Wasser umgeben ist (haben Inseln halt so an sich). Und im Wasser schwimmen Fische. Und anderes Meeresgetier. Deswegen gibt es heute mal ein Fischsüppchen. Das heißt bei den Iren dann aber nicht Suppe sondern Chowder. Chowders sind cremig-gehaltvolle Suppen mit (viel) Sahne. In diesem Fall mit Sahne und Kartoffeln. Und noch eine Besonderheit hat diese Chowder - sie wird nicht nur mit frischem sondern auch mit Räucherfisch zubereitet. Das gibt ihr einen kleinen Extra-Kick.

Ich empfehle dazu ein paar Waterford Blaas zu backen - mit den leckeren Brötchen kann man dann die sämige Brühe schön auftunken und die Schale sauber auswischen...


Irish Seafood Chowder
für 2-4 Portionen (Hauptgericht/Vorspeise)

2 EL Butter
1 Zwiebel, fein gewürfelt
3 kleine Karotten, geschält und gewürfelt
2 Stangen Sellerie, gewürfelt
3-4 mittelgroße Kartoffeln, geschält und gewürfelt
500 ml Fischfond (alternativ Gemüsebrühe)
4 Zweiglein Thymain, die Blättchen abgezupft
1 Lorbeerblatt
Suppengrundstock
150 g helles Fischfilet (moi: Seelachs), gewürfelt
150 g Lachsfilet, gewürfelt
150 g Garnelen
150 g gekochtes Muschelfleisch
150 g Stremellachs, gewürfelt oder in Stücke gezupft
200 g Sahne
Salz und Pfeffer
etwas Zitronensaft
Petersilie, gehackt

Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Karotten, Sellerie und Kartoffeln hinzugeben. Fischfond angießen. So viel Wasser hinzufügen, dass alles gut bedeckt ist. Thymian und Lorbeerblatt in den Topf geben und alles mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt auf mittlerer Hitze ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Die Kochzeit ist stark davon abhängig, wie groß bzw. klein das Gemüse geschnitten ist. Fischwürfel zufügen und im Sud ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze garen. Nach 5 Minuten die Garnelen und das Muschelfleisch zugeben und mit erhitzen. Zuletzt Stremellachs und Sahne zufügen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren die Petersilie untermengen.
 
 
 
 
 





Montag, 9. November 2020

[Kulinarische Weltreise] Irland - Strong Farmer's Beef & Barley Soup

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 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft macht immer noch Station in Irland - ich hoffe, ich langweile Euch nicht damit, dass es schon den ganzen November irische Gerichte gibt... und das hier ist noch nicht das Letzte! Aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden, was ich denn kochen sollte. Deswegen sind es ein paar mehr Rezepte geworden als ursprünglich geplant... 
 
Heute habe ich einen leckeren Eintopf im Gepäck. Dieser entstand im letzten Jahrhundert als die Landwirte begannen gleichzeitig Fleischvieh zu produzieren und Getreide anzubauen. Ebenso wurde Gemüse für den eigenen Bedarf gezogen - darunter viel Kartoffeln (wer hätte das gedacht?), aber ebenso Karotten, Rüben, Kohl, Zwiebeln und ähnliches.

In diesen nahrhaften Eintopf kamen dann, neben Fleisch eben genau diese Feldfrüchte, die je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit, stark variieren konnten. Das Rezept funktioniert übrigens auch wunderbar mit Lamm - dann ist es eben eine Lamb & Barley Soup.

In meinem Gericht habe ich recht viel Fleisch und gar keine Kartoffeln verwendet - das war urprünglich nicht so, denn Fleisch war (und ist es immer noch) ein wertvolles und teures Gut gewesen. Der Gemüseanteil kann nach Belieben variiert und auch erhöht werden.

 
 
Strong Farmer's Beef & Barley Soup
für 6 Personen

Fett zum Anbraten
300 g fetter Speck, gewürfelt
2 Zwiebeln, gewürfelt
1 kg Rindfleisch, nicht zu groß gewürfelt (die Stücke sollten gut auf einen Suppenlöffel passen)
4 Karotten, gewürfelt
2 Selleriestangen, gewürfelt
 200 g Gerstengraupen
150 g Schälerbsen, gelb oder grün
Kartoffeln, geschält und gewürfelt (optional)
1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
2 Zehen Knoblauch (optional)
1 Kohlrabi, geschält und gewürfelt (optional)
2 Lorbeerblätter
4-6 Salbeiblätter
1 Liter Rinderbrühe
Salz und Pfeffer
Petersilie/Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln zum Bestreuen

Fett in einem großen Topf erhitzen und den Speck zusammen mit den Zwiebeln darin anbraten. Herausnehmen und zur Seite stellen. Im gleichen Fett das Rindfleisch portionsweise anbraten. Speck-Zwiebel-Mischung zusammen mit dem Gemüse, Graupen, Schälerbsen und Kräuter dazugeben. Rinderbrühe und einen Liter Wasser angießen.
 
1 1/2 Stunden bei kleiner bis mittlerer Hitze sanft köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Dabei kontrollieren, ob immer genügend Flüssigkeit vorhanden ist, ggf. etwas Wasser nachfüllen. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Servieren mit Petersilie/Schnittlauch oder in Ringe geschnittener Frühlingszwiebel bestreuen.



Dies ist auch mein 2. Beitrag zum Blog-Event Herbstgenuss zu dem Zorra (Kochtopf.me) und Britta  (Backmädchen 1967) aufgerufen haben. Während mein 1. Beitrag vegan daherkommt, ist hier etwas für Fleischliebhaber geboten.

Blog-Event CLXIX - Herbstgenuss (Einsendeschluss 15. November 2020)


Freitag, 6. November 2020

Im Herbst ist Eintopf-Zeit

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen der Verlinkung zu anderen Blogs.]

Das schmuddelige Herbstwetter hat auch bei uns Einzug gehalten. Abends machen wir es uns deswegen gerne vor dem Kaminofen gemütlich und genießen einen wärmenden Eintopf. Damit dieser nicht ganz so blass daherkommt habe ich neben Kartoffeln auch Süßkartoffeln und Karotten verwendet.Ihr wisst ja, Orange ist das neue Schwarz  ;-)

Davon abgesehen ist der Eintopf recht schnell gemacht, preiswert, gesund und auch noch vegan. Also voll im Trend. 



Kartoffeleintopf mit weißen Bohnen
für 4 Portionen

1 (rote) Zwiebel, gewürfelt
1-2 EL Öl
2 Kartoffeln
2 Süßkartoffeln
3 Karotten
2 Stangen Sellerie, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
2 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Gemüsebrühe)
1/2 - 1 TL Bohnenkraut
1 Lorbeerblatt
1 Dose weiße Bohnen, abgewaschen und abgetropft
1/2 TL Piment d'Espelette (alternativ Cayennepfeffer)
Salz und Pfeffer
Selleriegrün oder Petersilie, gehackt

Öl in einen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. In der Zwischenzeit die Kartoffeln, Süßkartoffeln und Karotten schälen. Alles in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. Alles zusammen mit dem Sellerie und dem Knoblauch zu den Zwiebeln geben. 700 ml Wasser angießen, mit dem Suppengrundstock und Bohnenkraut würzen. Lorbeerblatt zufügen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Lorbeerblatt herausfischen, die Hälfte des Gemüses abnehmen und fein pürieren. Zusammen mit den Bohnen wieder in den Topf geben. Mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken.

Vor dem Servieren mit dem Selleriegrün/der Petersilie bestreuen.
 


Zorra von Kochtopf.me und Britta von Backmädchen 1967 haben zum Blog-Event Herbstgenuss aufgerufen - da passt das Rezept doch wie die Faust auf's Auge, oder?

Blog-Event CLXIX - Herbstgenuss (Einsendeschluss 15. November 2020)

Donnerstag, 5. November 2020

[Kulinarische Weltreise] Irland - Dublin Coddle

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 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft macht Station in Irland. Heute stelle ich Euch ein Gericht vor, das wirkliches Soulfood ist. Zumindest für uns und unsere Freunde. Gerne kochen wir dieses Gericht für eine große Runde. Nun gut, Dank Corona wird das in der nächsten Zeit wohl erst einmal nichts mehr... aber man muss ja nicht immer eine so große Portion kochen. Oder man friert eben einen Teil ein. Wenn es dann mal wieder schnell gehen muss, kann man darauf zurück greifen.

Ebenfalls Soulfood pur ist das Irish Stew, das ich bereits 2018 verloggt habe. Dieses enthält statt Schweinefleisch und Würstchen aber traditionell Lamm- oder Hammelfleisch. Und, wie kann es anders sein, Kartoffeln.

 
Dublin Coddle
für 6-8 Personen

1-2 EL Öl
900 g Gelderländer Bauchspeck, in ca. 1 cm breite Streifen geschnitten
800 g grobe, rohe Bratwürste
600 g Kassler (Hals), grob gewürfelt
3 Gemüsezwiebeln (ca. 750 g), nicht zu fein gewürfelt
1,2 l Fleischbrühe (moi: Rinderbrühe)
500-800 g Karotten, geschält und in 1 cm dicke Scheiben geschnitten
2 kg Kartoffeln, geschält und in 1 ca dicke Scheiben geschnitten
ein paar Zweiglein Thymian
4 Lorbeerblätter
Suppengrundstock (alternativ gekörnte Gemüsebrühe)
Salz und Pfeffer

Öl in einem großen Bräter erhitzen und den Speck darin auslassen. In der Zwischenzeit Bratwürste vom Darm befreien und das Brät zu kleinen Klößchen formen (ich drücke das Brät meistens einfach heraus, dann hat man fast perfekte Klößchen). Wurstklößchen zum Speck geben und und mit anbraten. Dann das Kassler zufügen. Zuletzt die Zwiebeln goldgelb andünsten. Mit der Fleischbrühe ablöschen. Karotten, Kartoffeln,, Thymian und Lorbeer dazugeben. So viel Wasser angießen, dass alles bedeckt ist. Mit Suppengrundstock würzen. Deckel aufsetzten und alles aufkochen lassen. Geschlossenen Bräter für 2 1/2 Stunden bei 180°C (Umluft) in den Backofen stellen. 15 Minuten vor Ende den Deckel abnehmen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 


Mittwoch, 5. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Mercimek Çorbası

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei 

Nachdem wir erst vor kurzem mit der kulinarischen Weltreise von Volker mampft einen Stopp in Schweden eingelegt hatten, sind wir inzwischen in die Türkei weitergereist.
Ich war bisher nur ein einziges Mal in der Türkei. Es war eine einwöchige Studienreise an die Küste des Lichts, die wir von meinen Schwiegereltern geschenkt bekommen haben. Ich erinnere mich, dass wir unheimlich viele Steine fotografiert haben (Kulturerbe!) und an die Stadt Myra. Gelernt habe ich damals, dass das Christentum in der Türkei früher weit verbreitet war. So kommt übrigens unser Heiliger Nikolaus aus der Stadt Myra. Hätte ich nie gedacht... es ist schon etwas Wahres dran an dem Spruch „Reisen bildet“. Ich schweife ab...

Mein Arbeitgeber sagt über sich, dass er „The most international Company“ wäre. Jedenfalls sind wir in fast allen Ländern der Welt tätig (die wenigen Ausnahmen kann man an einer Hand abzählen) und haben auch hier in Deuschland Mitarbeiter aus aller Herren Länder. Das macht es für mich einfach, wenn ich auf der Suche nach Rezepten für die kulinarische Weltreise bin. Und so habe ich gestern Abend meine türkischen Kolgeginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt. Das erste musste ich mir nicht einmal aufschreiben, denn die Zutaten konnte ich mir einfach merken. Auch die Zubereitung ist wirklich simpel, denn es ist eine einfache Linsensuppe.

Rezepte für Mercimek Çorbası gibt es wie Sand am Meer. Im Prinzip ist es eine Linsensuppe, wie sie ähnlich auch in Deutschland zubereitet wird. Allerdings mit roten Linsen und statt Essig, wie es der Schwabe gerne macht, mit frischer Zitrone. Das ist der feine Unterschied...


Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe
für 4 Portionen

2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
1 große Kartoffel, geschält und gewürfelt
1 Karotte, ebenfalls geschält und gewürfelt
4 EL Tomatenmark
250 g rote Linsen, gewaschen
1-2 EL Suppengrundstock (alternativ Gemüsebrühe)
Salz und Pfeffer
Chili- oder scharfes Paprikapulver nach Gusto
etwas Zitronensaft und Zitronenspalten
etwas frische Minze

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Knoblauch, Kartoffel- und Karottenwürfel, Tomatenmark und Linsen zufügen. Mit so viel Wasser auffüllen, dass alle Zutaten gut bedeckt sind. Zugedeckt bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen bis alle Zutaten weich sind (abhängig von der Größe der Kartoffel- und Karottenwürfel). Mit einem Stabmixer (o.ä.) pürieren. Gegebenenfalls mit Wasser verdünnen - ich persönlich mag die Suppe gerne etwas dicker. Mit Zitronensaft, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken. Schärfe bekommt das Gericht mit Chili- oder Paprikapulver. 

Im Prinzip ist das Gericht jetzt fertig. Traditionell wird das Gericht mit etwas Minze, Zitronenspalten und Fladenbrot serviert.


An dieser Stelle werden ab dem 1. September dann hoffentlich ganz viele Links zu türkischen Gerichten der Mitreisenden stehen... ich freue mich jetzt schon darauf.


Andrea von our food creations mit Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali Köfte Ulrike von Küchenlatein mit Augenbohnensalat – Klasik piyaz Ulrike von Küchenlatein mit Paprika-Fladen – Biberli ekmek Ulrike von Küchenlatein mit Joghurt-Käse-Creme – Haydari Ulrike von Küchenlatein mit Türkisches Dorfbrot aus dem Topf Ulrike von Küchenlatein mit Röstfleisch Gärtnerin – Bahçe Kebabi Ulrike von Küchenlatein mit Zucchini mit Bulgur in Olivenöl Ulrike von Küchenlatein mit Weizengrütze mit Gemüse Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme Michelle von The Road Most Traveled mit Pasta mal türkisch: Rezept für scharfe türkische Joghurt-Pasta Susi von Turbohausfrau mit Mücver Andrea von our food creations mit Kısır - Bulgursalat Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot Sonja von fluffig & hart mit Kısır – türkischer Bulgursalat Sonja von fluffig & hart mit Mercimek Köfte - vegetarische türkische Linsen-Frikadellen Susanne von magentratzerl mit Mantı Susanne von magentratzerl mit Faule Mantı Susanne von magentratzerl mit Açma - Flauschige Brötchen Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Blätterteigrolle mit Spinat und Schafskäse, Zaziki, Rote-Bete-Trauben-Salat Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Köfte-Pfanne mit Gemüse und türkischen Reisnudeln Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi Wilma von Pane-Bistecca mit Kiymali Pide - Tuerlisches gefuelltes Fladenbrot Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu Volker von Volkermampft mit Wassermelonen Gazpacho – Karpuz Çorbası – vegan oder mit Krabben Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch Michael von SalzigSüssLecker mit Gözleme (gefüllte Teigfladen) mit Spinat und Schafskäse Tina von Küchenmomente mit Revani Tatlisi - Türkischer Grießkuchen vom Blech Ulrike von Küchenlatein mit Karotten-Joghurt-Salat - Havuçlu Yoğurt Salatası Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grüne Bohnen mit Lammfleisch (kuzu etli ile yeşil fasulye) und türkischer Reis Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva Sylvia von Brotwein mit Paprika Feta Dip - pikante Schafskäse Creme Sylvia von Brotwein mit Adana Kebap - Rezept für Hackfleisch Spieße vom Grill Sylvia von Brotwein mit Türkisches Fladenbrot Rezept Sylvia von Brotwein mit Yoğurtlu Kebap - Grillfleisch mit Joghurt und Fladenbrot Sylvia von Brotwein mit Rote Bete Hummus Rezept Sylvia von Brotwein mit Şiş Kebap - Rezept für türkische Fleischspieße vom Grill Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter Susan von Labsalliebe mit Sigara Börek - Börek mit Spinat und Feta aus dem Ofen Volker von Volkermampft mit Mezze – Acılı Ezme – Rezept für den scharfen türkischen Dip Volker von Volkermampft mit Domates Soslu Köfte - Türkische Hackbällchen in Tomatensoße Volker von Volkermampft mit Dana etli güveç - Türkisches Kalbsgulasch mit viel Gemüse Volker von Volkermampft mit No Knead Pide - kleine türkische Fladenbrote ohne Kneten Volker von Volkermampft mit Die 5 besten türkische Restaurants in Hamburg! Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği Christian von SavoryLens mit Türkische Köfte vom Grill mit Bulgursalat und Sumach-Joghurt

Donnerstag, 30. Januar 2020

[Kulinarische Weltreise] Ungarn - töltött parika

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Ungarn widmen.]

Volker von Volker mampft schickt uns diesen Monat mit der kulinarischen Weltreise in das schöne Ungarn.



Bei Ungarn denke ich an unendliche Weiten, in denen riesige Rinder-, Schaf- und Pferdeherden mit Hirten unterwegs sind. Eine ziemlich romantische Sicht, die mit Garantie aus den berühmten Sissi-Filmen mit Romy Schneider stammt (- damit habe ich mich wohl als Sissi-Fan geoutet). Heute ist die Puszta, da der Fortschritt auch um Ungarn keinen Bogen gemacht hat, leider ein intensiv landwitschaftlich genutztes Gebiet, in dem es z.B. die Ziehbrunnen und Tierherden nur noch als touristische Attraktion gibt. Was ich persönlich wirklich schade finde.

Kulinarisch denke ich bei Ungarn zuerst an Paprika, Gulasch, Salami und Lángos. Bezüglich Gulasch möchte ich jetzt einmal Wikipedia zitieren: Gulasch ist ein Ragout ungarischen Ursprungs. Was in allen anderen Ländern „Gulasch“, „Gulyas“ oder „goulash“ heißt, ist jedoch in Ungarn das Pörkölt bzw. Paprikás. Nur in Ungarn ist ein gulyás eine Suppe. Aber Gulaschrezepte gibt es wie Sand am Meer... sogar auf meinem Blog gibt es mehr als eins davon. Lángos hätte ich gerne verbloggt, aber ich hatte keine Lust darauf, dass das ganze Haus tagelang nach Fett riecht. Also habe ich einen unserer Fahrer, der aus Ungarn stammt, nach typisch ungarischen Gerichten gefragt - und siehe da, ist sind ein paar interessante Ideen dabei herausgekommen. Mit einer davon habe ich meinen Mann total glücklich gemacht, denn es ist ein Gericht, das es bei uns normalerweise nicht gibt, da ich keinen Paprika vertrage. So hat der Lieblingsgatte die Portion, die eigentlich für 3-4 Personen reicht, eben alleine gefuttert - aber keine Angst, nicht an einem Tag, denn das Gericht lässt sich ohne Probleme nochmals erwärmen.


Töltött Paprika - gefüllte Paprika
für 3-4 Portionen

125 g Langkornreis
2 EL Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
1 große Metzgerzwiebel, die Hälfe fein, die andere etwas gröber gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein geürfelt 
2-3 EL Tomatenmark
2 Dosen gehackte Tomaten à 400 g  (frische wären besser, aber es ist Winter...)
1 EL Paprikapulver, edelsüß - am besten ungarisches
2 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Zucker
500 g gelbe Spitzpaprika - rote funktionieren auch
400 g gemischtes Hackfleisch (moi: reines Putenhack aus der Oberkeule)
1 Ei 
200 g Schmand

Reis in eichlich Salzwasser ca. 8-10 Minuten angaren, dann abgießen und abkühlen lassen.

In einer großen Pfanne oder Kasserole Öl erhitzen. Die gröber geschnittenen Zwiebelwürfel darin unter Rühren glasig andünsten. Nach 2 Minuten die Hälfte des Knoblauchs zufügen und eine weitere Minuten mitdünsten. Tomatenmark und die Hälfe des Paprikapulvers in die Pfanne geben und anschwitzen - Achtung: ständig rühren und die Hitze zurücknehmen, sonst wird das Paprikapulver bitter!mit 200 ml Wasser ablöschen, dann die gehackten Tomaten zufügen. Alles gut verrühren, mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Zugedeckt auf kleiner Hitze köcheln lassen.

Paprikadeckel abschneiden und die Schoten vorsichtig entkernen. Hackfleisch, Ei, abgekühlen Reis, restliche Zwiebeln, Knoblauch und Paprikapulver in eine Schüssel geben. Gut vermengen. Hackmasse mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann sie Paprikaschoten damit füllen. Ggf. restliche Hackmasse zu kleinen Klößchen formen. Die gefüllten Paprikaschoten (und Haclbällchen) in die Tomatensauce geben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 60 Minuten garen. Dabei die Schoten gelegentlich wenden und ggf. etwas Wasser zufügen falls die Sauce zu sehr einkocht.

Im ungarischen Rezepten wird vor dem Servieren noch Schmand unter die Sauce gerührt, ich habe ihn separat gereicht - um ganz ehrlich zu sein habe ich es schlicht und einfach vergessen ihn unterzurühren... Als Beilage passen gekochte Kartoffeln, Reis oder einfach Brot.




Morgen gibt es noch ein Rezept aus der ungarischen Küche, denn ich habe ja auch Hunger...

Die Zusammenfassung des Events mit Links zu den Mitreisenden gibt es dann ebenfalls morgen.


Dienstag, 9. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 3

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]

Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss. Und aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei...

Deswegen ganz aktuell noch ein Kartoffel-Gemüse-Eintopf.



Kartoffel-Gemüse-Eintopf 
für 4-6 Portionen

1 kg Kartoffeln, geschält und gewürfelt
5 Karotten, geschält und in Scheiben geschnitten
1 Süßkartoffel, geschält und in Stücke geschnitten
2 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Brühe)
1 TL Pimenton de la Vera dulche (süßes, geräuchertes Paprikapulver)
1 Lorbeerblatt 
400 g geräucherter Putenschinken, gewürfelt
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz und Pfeffer 
2 EL Butter
8 Scheiben Roggenbrot, gewürfelt
200 g Schmand
Petersilie und/oder Schnittlauch zum Garnieren

Kartoffel-, Karotten- und Süßkartoffelstücke in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Zum Kochen bringen, dann Suppengrundstock, Pimenton de la vera und Lorbeer zufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Putenschinken in der Suppe kurz erwärmen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin abraten - im Badischen nennen wir das Ergebnis übrigens Kracherle...

Suppe mit Schmand, Kracherle und etwas gehackter Petersilie oder Schnittlauch servieren.


Sonntag, 18. März 2018

St. Patrick's Day

Gestern war St. Patricks Day und gleichzeitig der Umzugstag von einer guten Freundin. Um ihr ein wenig Arbeit abzunehmen und die Helfer bei Laune zu halten, habe ich einen schönen Eintopf gekocht: Irish Stew.

Das Irish Stew (irisch: Stobhach Gaelach) ist ein traditionelles Eintopfgericht der irischen Küche.Es besteht hauptsächlich aus Hammel- oder Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie. Oft werden auch Karotten, Pastinaken, Steckrüben oder Graupen hinzugefügt, von Puristen werden diese jedoch abgelehnt. (Quelle: Wikipedia)

Ich habe mich auf die Suche nach dem Rezept gemacht. Aber wenn man drei Köche frägt, dann erhält man auch drei völlig unterschiedliche Rezepte.Also habe ich einfach mein eigenes Ding gemacht... Normalerweise bin ich ja eher jemand, der Zwiebeln und Gemüse recht fein und klein schneidet, aber zu diesem Gericht passt einfach eine gröbere Schnittweise.


Irish Stew (Lammeintopf)
(für 6-8 Personen)

1,5 kg Hammel- oder Lammgulasch (alternativ: Rindergulasch)
600 g durchwachsener Speck, gewürfelt
Pflanzenöl zum Anbraten
5 große Zwiebeln, gewürfelt
2-3 Knoblauchzehen, in Scheiben
3 Lorbeerblätter
5-10 Stängelchen Thymian
Suppengrundstock (alternativ: gekörnte Brühe)
Salz und Pfeffer
1 kg Karotten
2 kg Kartoffeln (festkochend)
Petersilie, gehackt

Backofen auf 175 °C vorheizen. In einem großen Topf bzw. Bräter Öl erhitzen und das Fleisch portionsweise kräftig anbraten. Danach Speck und Zwiebeln ebenfalls anbraten. Fleisch wieder zufügen und ca. 1 Liter Wasser angießen. Knoblauch, Lorbeerblätter und Thymian zufügen. Kräftig mit Suppengrundstock und Pfeffer würzen. Aufkochen lassen, dann abgedeckt im Ofen ca. 3 Stunden garen. In der Zwischenzeit Karotten und Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Nach 1 1/2 Stunden Karotten und Kartoffeln unter das Fleisch mengen. Soviel Wasser zufügen, dass alles gerade bedeckt ist. Zugedeckt weiter garen bis Fleisch und Gemüse weich sind.

Dann nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie bestreut servieren und ggf. etwas Roggenbrot dazu reichen.



Der St. Patrick’s Day (irisch: Lá Fhéile Pádraig) ist der Gedenktag des irischen Bischofs Patrick, der wahrscheinlich im 5. Jahrhundert lebte und als erster christlicher Missionar in Irland gilt. Sein Geburts- und sein Sterbetag sind nicht bekannt; das Datum 17. März für den Sterbetag tauchte erstmals im 7. Jahrhundert auf. Einige Historiker glauben, dass in der Gestalt des St. Patrick, wie er heute verehrt wird, mindestens zwei Einzelpersonen zusammenflössen. Patrick wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. (Quelle: Wikipedia)

Eine schöne Zusammenfassung über die Entstehung und Traditionen rund um den St. Patrick's Day findet ihr hier *klick*.

Freitag, 28. Oktober 2016

Die guten ins Töpfchen, die schlechten...

Weiter geht es mit den Rezepten zum Gesundheitstag. Da die Tage ja inzwischen merklich kühler geworden sind, habe ich mich für einen schönen Linseneintopf entschieden. Der wärmt von innen und ist einfach zu kochen.


Roter Linseneintopf mit Karotten und Pastinaken
reicht für mindestens 4 Portionen

2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
1 Zwiebel, gewürfelt (ich: 2 Schalotten)
500 g rote Linsen
3 Karotten, geschält und gewürfelt
1-2 Pastinaken, geschält und gewürfelt
1 walnussgroßes Stück Ingwer, geschält und fein gewürfelt
1-2 Zehen Knoblauch, ebenfalls fein gewürfelt
1 rote Chilischote, ohne Kerne und fein gewürfelt
1 EL Currypulver
1 EL Garam Masala
1 Dose Kokoscreme
Suppengrundstock (alternativ: Gemüsebrühwürfel)
ca. 1/2 TL Zucker
Salz und Pfeffer
Petersilie und/oder Kresse zum Garnieren
Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Linsen, Karotten, Pastinaken, Ingwer, Knoblauch, Chili, Curry, Garam Masala und Kokoscreme dazugeben. 1,2 Liter Wasser zufügen und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Sollte der Eintopf zu dick werden, gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen. Erst am Schluss das Gericht mit Suppengrundstock (Gemüsebrühe), Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. 


Dienstag, 5. Januar 2016

Das neue Jahr...

... ist erst ein paar Tage alt. Wie fast jeder habe auch ich ein paar Vorsätze gefasst, die ich auch kulinarisch umsetzten möchte. Ich selbst möchte ein paar Kilo loswerden, denn auch über Weihnachten habe ich viel zuviel gesündigt und bringe jetzt die entsprechenden Kilos auf die Waage.

Leider arbeite ich im Schichtdienst und gerade wenn ich Spätschicht habe, ist die Ernährung nicht immer die gesündeste. Denn wenn ich spät am Abend nach Hause komme, dann habe ich oft nicht wirklich Lust zu kochen und schnell muss es auch noch gehen. Dann habe ich mich an meine Aktion aus dem Jahr 2013 (7 Tage - 7 Suppen) erinnert. Suppen sind, sofern viel Gemüse darin enthalten ist, gesund und schnell gemacht. Mal schauen, ob ich die sieben Tage wieder zusammen bekomme.

Am Montag, also gestern, habe ich es mir einfach gemacht und eine schnelle Gemüsesuppe gekocht. Dazu habe ich einfach alles Gemüse, das bei mir ständig vorrätig ist (Karotten, Kartoffeln und Lauch), geputzt, klein geschnitten, in einen Topf gegeben, mit Wasser, 1 TL Rapsöl und Suppengrundstock weich gekocht. Zuletzt noch mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss abgeschmeckt. Also kein Hexenwerk, das auch noch günsig ist. Nebenbei erwähnt: die Suppe ist vegan und damit auch Trennkost-geeignet.  

Heute gab es dann eine Suppe aus Spitzkohl in Kombination mit getrockneten Tomaten. Ein ähnliches Rezept habe ich einen Kochbuch (oder war es eine Zeitschrift?) gesehen und gedacht, das ist auch mal eine nette Idee. Wie gesagt, ich weiss nicht mehr, wo ich das Rezept gelesen habe und alles, was ich mir merken konnte, waren eben die beiden Hauptzutaten. Aber das macht ja nichts, denn das reicht schon, um selbst ein leckeres Gericht daraus zu zaubern...


Cremesüppchen vom Spitzkohl mit Parmesan und getrockneten Tomaten
für 4-6 Portionen

8 getrocknete Tomaten in Öl
1 kleine Zwiebel, gewürflt
1 Knoblauchzehe, ebenfalls gewürfelt
1 kleiner Spitzkohl, in Streifen geschnitten
2 kleine Kartoffeln, geschält und gewürfelt
200 ml Sahne
100 g frischer Parmesan, gerieben 
Salz und Pfeffer
etwas Thymian zum Garnieren

Die Hälfte der Tomaten fein hacken. 1 EL vom Tomatenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, aber keine Farbe nehmen lassen. Dann Kohl, Kartoffelwürfel und die gehackten Tomaten zufügen. So viel Wasser angießen, dass alles gut bedeckt ist. Mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kohl und die Kartoffeln weich sind. In der Zwischenzeit die restlichen Tomaten in feine Streifen schneiden.

Sahne zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren (ggf. noch etwas Wasser zufügen um die richtige Konsistenz zu bekommen). Nochmals kurz erhitzen, dann den Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Suppe auf Teller verteilen. Mit den Tomatenstreifen und etwas Thymian garnieren.



Vegan ist diese Suppe zwar nicht, aber immerhin vegetarisch.

Samstag, 14. November 2015

Wir retten, was zu retten ist: Suppen, Eintöpfe & Co

Die Rettungstruppe ist wieder unterwegs, wie man unschwer an Posttitel erkennen kann.

Wie immer wollen wir aufzeigen, dass es auch ohne Fertigprodukte oder Tüte geht. Jetzt im Herbst läuft wieder vermehrt Werbung für Tütensuppe und Eintöpfe in der Dose - ich muss mich korrigieren, die Hersteller haben ein neues Verpackungskonzept entwickelt und die Eintöpfe kommen jetzt aus einer Kunststofftüte. Mit Sichtfenster, damit man den Inhalt sehen kann. Aber ob das mehr Appetit darauf macht? Mir persönlich vergeht dieser dabei.

Jedenfalls wollten wir regional und saisonal bleiben. Ich habe mich für eine herzhaft-sättigende Suppe aus meiner Wahlheimat Roihesse (Rheinhessen) entschieden, die man auch ganz schnell auf "fein" trimmen kann, je nach Topping, das man verwendet. Grumbeeren (Kartoffeln) und Woi (Wein) bekommt man hier überall.


Grumbeersupp mit Woi
für 4 Personen

2 EL Pflanzenöl
400 g Kartoffeln, geschält & gewürfelt
1 Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
200 ml Weißwein (z.B. Riesling)
150 ml Sahne 
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz und Pfeffer

Öl in einem Topf erhitzen und Kartoffel- und Zwiebelwürfel darin andünsten. Wein angießen und um die Hälfte einreduzieren lassen. Dann 600 ml Wasser und die Sahne dazugeben. Aufkochen und mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, dann pürieren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Rheinhessen würden jetzt bestimmt klein geschnittene Fleeschworscht (Fleischwurst) als Topping verwenden, ich habe mich jedoch für Schwarzbrotbrösel mit Petersilie und Kürbiskernen entschieden. Fein und damit sonntagstauglich wären Räucherlachstreifen und/oder Forellenkaviar, richtig deftig mit gebratenem Speck oder Blutwurstwürfeln. Ihr merkt schon, die Liste könnte ewig fortgeführt werden. Was wäre Euer Lieblingstopping?


Falls Ihr jetzt Lust auf mehr Suppen und Eintöpfe bekommen habt, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

Genial Lecker  - Blumenkohlcremesuppe
giftigeblonde -  Wildschwein Gulaschsuppe
Was du nicht kennst... - Kartoffeleintopf mit Paprika und Möhren 
Küchenliebelei - Omas Kappes-Eintopf 
auchwas - Borschtsch
brotbackliebeundmehr - Lauch-Rahm-Suppe mit Grünkern 
Jankes*Soulfood - Gemüse-Gulaschsuppe
Barbaras Spielwiese - Tomatencremesuppe 

Immer noch nicht genug? Dann gibt es hier noch mehr Suppen- und Eintopfrezepte.