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Freitag, 6. November 2020

Im Herbst ist Eintopf-Zeit

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen der Verlinkung zu anderen Blogs.]

Das schmuddelige Herbstwetter hat auch bei uns Einzug gehalten. Abends machen wir es uns deswegen gerne vor dem Kaminofen gemütlich und genießen einen wärmenden Eintopf. Damit dieser nicht ganz so blass daherkommt habe ich neben Kartoffeln auch Süßkartoffeln und Karotten verwendet.Ihr wisst ja, Orange ist das neue Schwarz  ;-)

Davon abgesehen ist der Eintopf recht schnell gemacht, preiswert, gesund und auch noch vegan. Also voll im Trend. 



Kartoffeleintopf mit weißen Bohnen
für 4 Portionen

1 (rote) Zwiebel, gewürfelt
1-2 EL Öl
2 Kartoffeln
2 Süßkartoffeln
3 Karotten
2 Stangen Sellerie, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
2 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Gemüsebrühe)
1/2 - 1 TL Bohnenkraut
1 Lorbeerblatt
1 Dose weiße Bohnen, abgewaschen und abgetropft
1/2 TL Piment d'Espelette (alternativ Cayennepfeffer)
Salz und Pfeffer
Selleriegrün oder Petersilie, gehackt

Öl in einen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. In der Zwischenzeit die Kartoffeln, Süßkartoffeln und Karotten schälen. Alles in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden. Alles zusammen mit dem Sellerie und dem Knoblauch zu den Zwiebeln geben. 700 ml Wasser angießen, mit dem Suppengrundstock und Bohnenkraut würzen. Lorbeerblatt zufügen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Lorbeerblatt herausfischen, die Hälfte des Gemüses abnehmen und fein pürieren. Zusammen mit den Bohnen wieder in den Topf geben. Mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken.

Vor dem Servieren mit dem Selleriegrün/der Petersilie bestreuen.
 


Zorra von Kochtopf.me und Britta von Backmädchen 1967 haben zum Blog-Event Herbstgenuss aufgerufen - da passt das Rezept doch wie die Faust auf's Auge, oder?

Blog-Event CLXIX - Herbstgenuss (Einsendeschluss 15. November 2020)

Samstag, 8. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Kısır

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Ich hatte ja in meinem ersten Beitrag zur kulinarischen Weltreise von Volker mampft in die Türkei erwähnt, dass ich meine Kolleginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt habe. Das zweite Rezept, das mir Öznur verraten hat, ist ein Bulgur-Salat: Diesen hat sie schon mehr als einmal mit zur Arbeit gebracht hat - in der Regel eine riesengroße Schüssel, denn der Salat ist bei den Kollegen sehr beliebt. Ich bekomme dann meistens ein extra Schüsselchen, da ich leider weder Paprika noch Gurken vertrage. Das ist doch echt lieb, oder?

Wie bei vielen türkischen Gerichten gibt es tausende Variationen von Kısır - jede Familie hat wohl ihr eigenes Rezept. Zwar alle ähnlich, aber doch unterschiedlich. So kommt in den Salat neben Petersilie und Minze auch gewürfelte Gurke und Paprika. Das gibt dem Ganzen noch einen knackig-frischen Biss.Der Salat ist eine wunderbare Beilage zu Gegrilltem, aber auch als Hauptspeise macht er sich gut.

Statt dem üblichen Weizen-Bulgur habe ich eine Dinkel-Variante verwendet. Leider war die Packungsangabe bezüglich der Zubereitung etwas, wie soll ich es am Besten formulieren, ungenau? Jedenfalls war die von mir verwendete Menge an Wasser etwas zu viel. Dadurch ist mein Bulgur nicht körnig sondern klebrig geworden. Geschmacklich hat es dem Gericht aber nicht geschadet - optisch aber schon ein bisschen...



Kısır - Bulgur-Salat
für 4-8 Portionen

250 g Bulgur (ich habe Dinkel-Bulgur verwendet)
Wasser (Packungsangaben beachten, ich habe 700 ml genommen, das war definitiv zu viel)
2 EL Pflanzenöl (ich habe Olivenöl verwendet)
1 Zwiebel, gewürfelt
2-3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
4 EL Tomatenmark
2 EL Paprikamark (gibt es im Türkischen Supermarkt)
1/2 TL Krezkümmel, gemahlen
scharfes Paprikapulver oder -Flocken (nach Gusto)
4 EL Granatapfelsirup
Saft von 1 Zitrone (ggf. etwas mehr)
1 Bund Petersilie, gehackt
1/2 Bund Minze, gehackt
3-4 Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 Salatgurke
1-2 rote Paprika
Salz und Pfeffer
Zitronenspalten

Bulgur nach Packungsangabe kochen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Nach 5 Minuten den Knoblauch zufügen. Zusammen mit Tomatenmark, Paprikamark, Kreuzkümmel, Paprikapulver/-Flocken, Granatapfelsirup und Zitronensaft zu dem gequollenen Bulgur geben und gut vermengen. Komplett auskühlen lassen.

Salatgurke waschen, der Länge halbieren und die Kerne entfernen - das geht am Besten mit einem Teelöffel. Einfach die Kerne herauskratzen. Paprika ebenfalls waschen, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Dann beides zusammen mit der Petersilie, Minze und Lauchzwiebeln unter den Salat mengen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. mehr Zitronensaft abschmecken.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz abschmecken. Zitronenspalten dazu reichen. Sehr schön könnte ich mir den Salat übrigens auch mit ein paar Granatapfelkernen vorstellen - leider habe ich im Moment keine bekommen. 




Ganz herzlichen Dank an Volker, dass er dieses schöne Event jeden Monat ausrichtet. Ich finde es einfach klasse, dass er uns Blogger jeden Monat in ein anderes Land entführt und alle die Gelegenheit haben mal etwas Neues auszuprobieren. Deswegen werden hier zum Monatsende auch die Links zu allen Rezepten der Mitbloggern stehen. Ich kann nur empfehlen, sich mal durchzuklicken. Es lohnt sich auf jeden Fall.


Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali Köfte, Augenbohnensalat – Klasik piyaz, Paprika-Fladen – Biberli ekmek, Joghurt-Käse-Creme – Haydari, Türkisches Dorfbrot aus dem Topf, Röstfleisch Gärtnerin – Bahçe Kebabi, Zucchini mit Bulgur in Olivenöl und Weizengrütze mit Gemüse 
Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip
Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme 
Susi von Turbohausfrau mit Mücver
Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot 
Susanne von magentratzerl mit Mantı, Faule Mantı und  - Flauschige Brötchen 
Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt 
Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt 
Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav und Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi 
Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu 
Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch 
Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung 
Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva 
Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter 
Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği 

Mittwoch, 5. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Mercimek Çorbası

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei 

Nachdem wir erst vor kurzem mit der kulinarischen Weltreise von Volker mampft einen Stopp in Schweden eingelegt hatten, sind wir inzwischen in die Türkei weitergereist.
Ich war bisher nur ein einziges Mal in der Türkei. Es war eine einwöchige Studienreise an die Küste des Lichts, die wir von meinen Schwiegereltern geschenkt bekommen haben. Ich erinnere mich, dass wir unheimlich viele Steine fotografiert haben (Kulturerbe!) und an die Stadt Myra. Gelernt habe ich damals, dass das Christentum in der Türkei früher weit verbreitet war. So kommt übrigens unser Heiliger Nikolaus aus der Stadt Myra. Hätte ich nie gedacht... es ist schon etwas Wahres dran an dem Spruch „Reisen bildet“. Ich schweife ab...

Mein Arbeitgeber sagt über sich, dass er „The most international Company“ wäre. Jedenfalls sind wir in fast allen Ländern der Welt tätig (die wenigen Ausnahmen kann man an einer Hand abzählen) und haben auch hier in Deuschland Mitarbeiter aus aller Herren Länder. Das macht es für mich einfach, wenn ich auf der Suche nach Rezepten für die kulinarische Weltreise bin. Und so habe ich gestern Abend meine türkischen Kolgeginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt. Das erste musste ich mir nicht einmal aufschreiben, denn die Zutaten konnte ich mir einfach merken. Auch die Zubereitung ist wirklich simpel, denn es ist eine einfache Linsensuppe.

Rezepte für Mercimek Çorbası gibt es wie Sand am Meer. Im Prinzip ist es eine Linsensuppe, wie sie ähnlich auch in Deutschland zubereitet wird. Allerdings mit roten Linsen und statt Essig, wie es der Schwabe gerne macht, mit frischer Zitrone. Das ist der feine Unterschied...


Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe
für 4 Portionen

2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
1 große Kartoffel, geschält und gewürfelt
1 Karotte, ebenfalls geschält und gewürfelt
4 EL Tomatenmark
250 g rote Linsen, gewaschen
1-2 EL Suppengrundstock (alternativ Gemüsebrühe)
Salz und Pfeffer
Chili- oder scharfes Paprikapulver nach Gusto
etwas Zitronensaft und Zitronenspalten
etwas frische Minze

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Knoblauch, Kartoffel- und Karottenwürfel, Tomatenmark und Linsen zufügen. Mit so viel Wasser auffüllen, dass alle Zutaten gut bedeckt sind. Zugedeckt bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen bis alle Zutaten weich sind (abhängig von der Größe der Kartoffel- und Karottenwürfel). Mit einem Stabmixer (o.ä.) pürieren. Gegebenenfalls mit Wasser verdünnen - ich persönlich mag die Suppe gerne etwas dicker. Mit Zitronensaft, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken. Schärfe bekommt das Gericht mit Chili- oder Paprikapulver. 

Im Prinzip ist das Gericht jetzt fertig. Traditionell wird das Gericht mit etwas Minze, Zitronenspalten und Fladenbrot serviert.


An dieser Stelle werden ab dem 1. September dann hoffentlich ganz viele Links zu türkischen Gerichten der Mitreisenden stehen... ich freue mich jetzt schon darauf.


Andrea von our food creations mit Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali Köfte Ulrike von Küchenlatein mit Augenbohnensalat – Klasik piyaz Ulrike von Küchenlatein mit Paprika-Fladen – Biberli ekmek Ulrike von Küchenlatein mit Joghurt-Käse-Creme – Haydari Ulrike von Küchenlatein mit Türkisches Dorfbrot aus dem Topf Ulrike von Küchenlatein mit Röstfleisch Gärtnerin – Bahçe Kebabi Ulrike von Küchenlatein mit Zucchini mit Bulgur in Olivenöl Ulrike von Küchenlatein mit Weizengrütze mit Gemüse Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme Michelle von The Road Most Traveled mit Pasta mal türkisch: Rezept für scharfe türkische Joghurt-Pasta Susi von Turbohausfrau mit Mücver Andrea von our food creations mit Kısır - Bulgursalat Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot Sonja von fluffig & hart mit Kısır – türkischer Bulgursalat Sonja von fluffig & hart mit Mercimek Köfte - vegetarische türkische Linsen-Frikadellen Susanne von magentratzerl mit Mantı Susanne von magentratzerl mit Faule Mantı Susanne von magentratzerl mit Açma - Flauschige Brötchen Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Blätterteigrolle mit Spinat und Schafskäse, Zaziki, Rote-Bete-Trauben-Salat Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Köfte-Pfanne mit Gemüse und türkischen Reisnudeln Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi Wilma von Pane-Bistecca mit Kiymali Pide - Tuerlisches gefuelltes Fladenbrot Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu Volker von Volkermampft mit Wassermelonen Gazpacho – Karpuz Çorbası – vegan oder mit Krabben Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch Michael von SalzigSüssLecker mit Gözleme (gefüllte Teigfladen) mit Spinat und Schafskäse Tina von Küchenmomente mit Revani Tatlisi - Türkischer Grießkuchen vom Blech Ulrike von Küchenlatein mit Karotten-Joghurt-Salat - Havuçlu Yoğurt Salatası Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grüne Bohnen mit Lammfleisch (kuzu etli ile yeşil fasulye) und türkischer Reis Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva Sylvia von Brotwein mit Paprika Feta Dip - pikante Schafskäse Creme Sylvia von Brotwein mit Adana Kebap - Rezept für Hackfleisch Spieße vom Grill Sylvia von Brotwein mit Türkisches Fladenbrot Rezept Sylvia von Brotwein mit Yoğurtlu Kebap - Grillfleisch mit Joghurt und Fladenbrot Sylvia von Brotwein mit Rote Bete Hummus Rezept Sylvia von Brotwein mit Şiş Kebap - Rezept für türkische Fleischspieße vom Grill Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter Susan von Labsalliebe mit Sigara Börek - Börek mit Spinat und Feta aus dem Ofen Volker von Volkermampft mit Mezze – Acılı Ezme – Rezept für den scharfen türkischen Dip Volker von Volkermampft mit Domates Soslu Köfte - Türkische Hackbällchen in Tomatensoße Volker von Volkermampft mit Dana etli güveç - Türkisches Kalbsgulasch mit viel Gemüse Volker von Volkermampft mit No Knead Pide - kleine türkische Fladenbrote ohne Kneten Volker von Volkermampft mit Die 5 besten türkische Restaurants in Hamburg! Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği Christian von SavoryLens mit Türkische Köfte vom Grill mit Bulgursalat und Sumach-Joghurt

Donnerstag, 30. Juli 2020

[Koch mein Rezept] Jankes*Soulfood

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den tollen Foodblog von Jankes Soulfood.]

Volker von Volker mampft hat mal wieder ein neues Blog-Event ins Leben gerufen: Koch mein Rezept! Um was es geht (mal den Text bei Volker geklaut): "Alle Teilnehmer bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog suchen sich die Teilnehmer selber ein Rezept aus, welches sie adaptieren wollen. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird, ob man ein veganes Rezept mit Fleisch pimpt oder es genau andersherum macht. Dazu wird der geloste Blog seinen Lesern kurz vorgestellt und eine inhaltlich deutlich tiefere Vernetzung zwischen den Blogs kann so entstehen."

Ich finde die Idee toll und habe mich natürlich gleich angemeldet...

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft


Als erstes "Wichtelkind" habe ich Janke von Jankes Soulfood zugelost bekommen. Das hat mich sehr gefreut, hat Janke doch eine Vielzahl an Rezepten auf ihrem Blog - da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch für meinen - um ganz ehrlich zu sein, es sind viel zuviele Inspriartionen, die ich dort gefunden habe. Da fiel mir die Wahl des nachzukochenden Rezepts wirklich schwer. Meine NKL (Nach-Koch-Liste) ist um 30 Rezepte länger geworden... stimmt nicht, es sind nur noch 29, denn eines dieser Liste habe ich inzwischen nachgekocht.

Nun sitze ich hier vor meinem Läppi und raufe mir die Haare... den Blog soll man kurz vorstellen. Boah, und das , wo ich doch in Deutsch und insbesondere bei den Inhaltsangaben und Zusammenfassungen von Texten immer die Versagerin war... ich versuch's halt mal:

Der Startschuss zu Jankes Blog fiel im April 2014. Jankes Leben ist mit Rheuma verbunden und so kam es, dass sich dieses Thema wie ein roter Faden auch durch ihren Blog zieht, denn bei dieser Erkrankung spielt die Ernährung eine wichtige Rolle, denn unsere Lebensmittel können Entzündungen stark beeinflussen. Davon kann ich selbst auch ein Liedchen singen.

Jedenfalls sollte ihr der Blog am Anfang eine Aufgabe geben, die sie auch mit ihrer Erkrankung meistern kann und ihren Lieblingsbeschäftigungen schreiben, fotografieren und kochen vereinen sollte. Was ihr, meiner Meinung nach, auch sehr gut gelungen ist.

Im August 2017 hat sie sogar ein Buch mit 111 Genießerrezepten bei Rheuma geschrieben. Hut ab!

Was mir an Jankes Soulfood sehr gut gefällt:
  • die Fotos - Janke hat wirklich ein tolles, fotografisches Auge. Man bekommt direkt Lust, die Gerichte sofort nachzukochen.
  • die Geschichten um die Rezepte - ich mag ihre Art zu erzählen. Mal unterhaltsam, mal nachdenklich, mal informativ.
  • die Rezeptübersicht A-Z bzw. nach Kategorien (ich schaue ja manchmal ein bisschen neidisch auf andere Blogs, aber zumindest das bekommt Blogger über Labels hin) und Jahreszeiten-Küche
Mein persönlichen Lieblingsrezepte auf dem Blog, die einen Platz auf meiner NKL (Nach-Koch-Liste) bekommen haben:
  • Kräuter-Cracker
  • Polenta-Sticks
  • Kartoffelrolle mit Pilzen
  • Käseklößchen in Mangoldcremesppe
  • Käsefüße
  • Kichererbsen-Snack
  • Kichererbsen-Salat
  • Rotkohl mit Kichererbsenfüllung - Ihr merkt schon, ich mag Kichererbsen...
  • Crunshy Milch-Knäckebrot
  • Käse-Spinat-Tartelettes
  • Kohlrabi-Möhren-Quiche
  • Vollkorn-Kräuterfladen mit Tomaten
  • Vegane Grillbeilagen zum Frühlingsanfang (Krautsalat & Currysauce)
  • Krautsalat aus Spitzkohl
  • Linsenbällchen in Kokos-Currysauce
  • Milchreis-Auflauf mit Pflaumen
  • Feine Klöße zu gleichen Teilen
  • Bunte Gemüse-Quiche
  • Zucchini-Pancakes
  • Hecht-Klößchen im Nudelnest
  • Rösti-Burger mit Fisch
  • Kleine Chicken Pot Pies
  • Schnittlauchblüten-Butter
  • Crepes-Röllchen mit Winterpesto
  • Hessische Tapas
  • Italienisches Fingerfood
  • Herzhafte Grüne-Soße-Torte
  • Herzhafte Windbeutel mit zweierlei Cremes
  • Winzer-Fladen 
Meine Wahl fiel auf:



2 kleine Zwiebeln
1 große Stange Lauch/Porree
1-2 EL Rapsöl
4 Eier
100g kräftiger Bergkäse (bei mir waren es sogar 150 g)
650g Kartoffeln (geschält)
Salz & Pfeffer
etwas Muskat (gemahlen)
Butter oder Öl zum Fetten der Form 
ich habe zusätzlich noch 2 Zehen Knoblauch (fein gehackt) darunter gemischt 

Zwiebeln schälen und fein würfeln. Lauch längs halbieren und unter fließend kaltem Wasser reinigen. Dazu am besten mit den Fingern zwischen die einzelnen Schichten fahren. Anschließend in feine Ringe schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin anbraten. Lauch dazu geben, bis er leicht Farbe angenommen hat. Mit etwas Salz würzen und abkühlen lassen. Eier in eine große Schüssel aufschlagen. Käse reiben und unterrühren.Geschälte Kartoffeln grob reiben und mit Lauch, Zwiebeln und Eiermasse vermengen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Muskat dazu geben. Wie oben bereits erwähnt habe ich noch 2 gehackte Knoblauchzehen hinzugefügt.

Backofen auf 180°C Heißluft/Umluft vorheizen. Eine Auflauf- oder Springform gut einfetten. Meine Springform habe ich zusätzlich mit Backpapier ausgelegt, da der Käse gerne anhängt. Röstimasse einfüllen, glattstreichen und sofort in den heißen Ofen stellen. 40 Minuten knusprig braun backen und anschließend genießen.
 
Janke liebt die Rösti-Quiche mit Apfelmus, bei uns gab es einen schönen, gemischten Salat und etwas Remoulade, die vom Samstagsessen übrig war, dazu. Die Quiche hat uns sehr gut geschmeckt und war einfach lecker. Das Nachkochen hat sich definitiv gelohnt.




Samstag, 13. Juni 2020

Gut Ding will Weile haben

In diesem Fall soll das nicht bedeuten, dass ich heute ein sehr aufwändiges oder zeitintensives Gericht präsentiere... im Gegenteil, es ist eigentlich nur ein bisschen Schnibbelarbeit und innerhalb kürzester Zeit fertig. Aber es hat lange gedauert, bis ich es endlich mal verbloggt habe - nachdem mich meine Schwiegermutter mehrfach um das Rezept gebeten hat. Also hier ist nun das Rezept für unser Hadkäs-Tatar:



Handkäs-Tatar

200 g Harzer Käse
1 Apfel, möglichst säuerlich
2-4 eingelegte Gewürzgurken (kommt auf die Größe an)
1-2 Frühlingszwiebeln
200 ml Naturjoghurt
3 EL Gurkensud
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
Schnittlauchröllchen zur Garnitur

Käse, Apfel, Gewürzgurken und Frühlingszwiebeln fein würfeln (ca. 2-3 mm Kantenlänge). Alles zusammen mit Gurkensud und Joghurt vermengen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit frischem Brot oder Brötchen servieren. Als Brotaufstrich zum Frühstück oder Abendbrot, macht sich aber auch sehr gut auf einem Buffet oder eignet sich für's Picknick.

Im Gegensatz zu Tatar aus rohem Fleisch schadet es dem Handkäs-Tatar nicht, wenn er über Nacht oder auch einmal 24 Stunden im Kühlschrank ziehen darf.




Das ist mein zweites Rezept für das Blog-Event CLXIV - Einfach gut! von Zorra von Kochtopf.me und Verena von Verena's Blog für schöne Dinge. Es geht dabei um ein einfaches, aber leckeres Rezept für jeden Tag, für dessen Zubereitung man nicht länger als 30 Minuten brauchen sollte.

Blog-Event CLXIV - Einfach gut! (Einsendeschluss 15. Juni 2020)

Freitag, 12. Juni 2020

Fisch am Freitag: Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von schnellen und selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs.]

Zorra von Kochtopf.me hat zusammen mit Verena von Verena's Blog für schöne Dinge zum Blog-Event CLXIV - Einfach gut! aufgerufen. Es geht dabei um ein einfaches, aber leckeres Rezept für jeden Tag, für dessen Zubereitung man nicht länger als 30 Minuten brauchen sollte.

Das kann ich... denn bei uns wird eigentlich jeden Tag frisch gekocht und nach der Arbeit steht mir wirklich nicht der Sinn nach aufwändigen Gerichten. Schnell und lecker ist dann auch meine Devise. So auch heute...


Blog-Event CLXIV - Einfach gut! (Einsendeschluss 15. Juni 2020)

Kennt Ihr das? Ihr kommt nach einem langen Arbeitstag, der sich wie Gummi gezogen hat, nach Hause und da wartet bereits ein hungriger Ehemann auf Euch... Ihr habt eigentlich nicht wirklich große Lust zum Kochen, aber nachdem Ihr Euch den ganzen Tag nur von Reiswaffeln ernährt habt, hängt Euch der Magen in den Kniehkehlen... genau so ging es mir heute. Also kurz mal den Kühlschrank gecheckt, grünen Spargel und Lachs gefunden. Aber was als Beilage dazu reichen? Kartoffeln - nee, fällt mir nichts dazu ein. Reis - den gab es erst gestern. Pasta - geht eigentlich immer, aber da die bei uns immer frisch gemacht wird müsste ich ja anschließend das Maschinchen von Hand abspülen. Aber Nudeln waren trotzdem eine Idee, denn ein Päckchen Glasnudeln habe ich immer in der Vorratsschublade. Und siehe da, so schnell entwickelt man eine Ratz-Fatz-Feierabend-Rezept.



Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs
(für 2 Portionen)

100 g Glasnudeln
500 g grüner Spargel (*)
2 EL Sesamöl (alternativ anderes Pflanzenöl)
300-400 g frisches Lachsfilet ohne Haut, in 2 cm große Würfel geschnitten
2 EL Sojasauce
2 EL Sweet-Chili-Sauce (am besten selbst gemacht nach diesem Rezept klick)
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Koriander, gehackt 
1/2 Lauchzwiebel, in feine Ringe geschnitten
Sesamsaat

Glasnudeln nach Packungsangabe mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Spargel im unteren Drittel schälen, die holzigen Enden abschneiden und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Sesamöl in einer (Wok-)Pfanne erhitzen und den Spargel darin kräftig anbraten. Dann Hitze herunterregeln und Soja- und Sweet-Chili-Sauce zufügen. Lachs dazugeben und alles ca. 5 Minuten dünsten - der Lachs sollte in der Mitte noch leicht glasig und der Spargel bissfest sein. Dann die Glasnudeln abgießen, abtropfen lassen und zusammen mit dem Koriander untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Auf Schälchen verteilen, mit Lauchzwiebel und Sesamsaat garnieren und sofort servieren. Fertig!




(*) Und wenn gerade keine Spargel-Saison ist, kann man diesen einfach durch Pak Choi, (TK-)Erbsen und/oder Zuckerschoten ersetzen.

Freitag, 29. Mai 2020

[Rettungsaktion] Sandwiches, Wraps & Co

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um Sandwiches, Wraps & Co widmen.]



Was sind diese Rettungsaktionen eigentlich, das wird sich der/die eine oder andere jetzt fragen. Ganz einfach erklärt: eine Gruppe von Food-BloggerInnen hat sich als Facebook-Gruppe zusammengetan um Gerichte vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und Alternativen ohne Fix & Co. aufzeigen - Rettungsaktionen eben. 

Gleich vorweg eine Warnung... der Beitrag ist lang und voller Ideen zum Sandwiches, belegten Brötchen, Wraps & Co. Die typischen to go-Geschichten eben, die man in Supermärkten und Bäckereien angeboten bekommt. Mit den Bäckereien meine ich in diesem Fall nicht die kleinen Betriebe, die wirklich noch selbst backen und die Brötchen liebevoll belegen ("welches Brötchen hätten sie gerne, möchten sie es mit Butter oder ohne, sollen eine oder zwei Scheiben Schniken drauf?"). Ich meine die Supermärkte und großen Bäckerei-Ketten, bei denen man nur Standard-Brötchen mit Standard-Belag bekommt, die wohlmöglich schon den ganzen Tag offen herumliegen. Oder Sandwiches, die seitTagen fertig abgepackt in der Kühlung liegen. Nein danke, darauf kann ich verzichten. Zumal ich oft nicht weiß, aus welchen Quellen die Zutaten stammen. Bei Brötchen mit Tomate-Mozzarella mag ich zum Beispiel diesen zähen und billigen Kuh-Mozzarella, der nach gar nichts schmeckt, so überhaupt nicht. Prinzipiell sollte man beim Kauf von Lebensmitteln auch auf deren Qualität achten. Und gerade in Zeiten von Corona am Besten lokal und bei kleinen Betrieben kaufen - viele davon kämpfen zur Zeit wirklich ums Überleben.

Ich backe unser Brot seit ein paar Jahren fast ausschließlich selbst. Deswegen habe ich auch gleich noch Rezepte zu den verwendeten Brötchen bzw. Brot verlinkt.

Dann schauen wir mal, was unsere europäischen Kollegen an belegten Brötchen und Sandwiches zu bieten haben... alles Klassiker. Der italienische Dauerbrenner:


Panini Tomate-Mozzarella mit Ruccola

Brötchen (moi: Dinkel-Seelen)
Tomaten-Frischkäse (s. weiter unten)
Ruccola
Tomaten, in Scheiben geschnitten
Büffel-Mozzarella (ca. 50-80 g pro Brötchen), bei mir hat ein Mozzarella à 125 g für 2 Brötchen gereicht
frischer Basilikum
ggf. frisch gemahlener Pfeffer

Brötchen halbieren. Mit Frischkäse bestreichen. Zuerst mit Ruccola, dann Tomaten und zuletzt mit Mozzarella belegen. Wer möchte, der kann das Ganze mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein paar Basilikumblätter für's G'schmäckle nicht vergessen. Deckel drauf und genießen. Oder in Butterbrotpapier wickeln und als Snack auf der Arbeit essen - Servietten nicht vergessen, ist eine saftige Angelegenheit...

Tomaten-Frischkäse

4-5 EL Doppelrahm-Frischkäse
1 EL Tomatenmark
1 EL frische, mediterrane Kräuter, gehackt (moi: Basilikum, Thymian & etwas Oregano)
ggf. etwas fein gehackter Knoblauch
Salz und Pfeffer 

Basilikum-Liebhaber rühren statt Tomatenmark einfach etwas Basilikum-Pesto unter den Frischkäse... hier ein schönes Pesto-Rezept von Wilma (Pane-Bistecca) *klick*.



Die Engländer servieren gerne Sandwiches zur 5 o'clock Tea Time - am liebsten mit Ei und/oder Gurke. Kann man natürlich auch als Pausenbrot oder zum Picknick mitnehmen:


Tea Time Sandwiches

pro Sandwich 2 Scheiben Toastbrot (moi: Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot)
Salatgurke
Salz & Zucker
Doppelrahm-Frischkäse
Kresse
Ei-Aufstrich (s. weiter unten)

Gurke waschen, trockenreiben und in dünne Scheiben schneiden. Auf einen Teller legen, mit etwas Salz und einer Prise Zucker bestreuen. Kurz zeihen lassen, dann trocken tupfen.

Pro Gurkensandwich 2 Brotscheiben mit Frischkäse bestreichen (ggf. vorher die Rinde abschneiden oder Formen ausstechen - die Reste kann man für einen Brotsalat verwenden oder trocknen und zu Semmelbröseln verarbeiten). Eine Scheibe mit Gurken belegen, etwas Kresse darauf geben und mit der zweiten Scheibe abdecken. Ggf. in Dreiecke schneiden (falls man nicht, wie ich, vorher schon schöne Formen ausgestochen hat)

Für die Eiersandwiches eine Scheibe Brot mit dem Ei-Aufstrich bestreichen, zweite Scheibe als Deckel drauf, fertig.

Ei-Aufstrich

4-5 gekochte Eier, gepellt und gewürfelt
2 EL Mayonaise (Rezept für Mayo ohne Ei weiter unten)
1-2 Gewürzgürkchen, fein gewürfelt
2 EL Schnittlauch, in feinen Röllchen
Paprikapulver
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.


Mayonnaise ohne Ei

20 g Senf
60 g H-Milch (funktioniert auch mit laktosefreier Mich)
1/2 TL Salz
etwas frisch gemahlener Pfeffer
2 TL Zitronensaft
160 g Pflanzenöl (moi: Rapskernöl) - kein Olivenöl verwenden, das wird bitter!
2-3 EL Naturjoghurt

Alle Zutaten außer Joghurt in einen hohen Becher geben. Pürierstab in den Becher stellen, anschalten und mehrfach langsam nach oben ziehen - 3-4 mal sollten ausreichen. Joghurt zufügen und mit einem Löffel unterrühren.

In einem verschlossenen Glas sollten sich die Reste der Mayo ca. eine Woche im Kühlschrank halten.



Noch mehr Inspirationen zum Thema Sandwiches, belegten Brötchen/Broten, Wraps & Co gefällig? Bitteschön - hier geht es hier zu den Rezepten der MitretterInnen:

Brittas Kochbuch - Roastbeef-Brot mit Remoulade 
Cakes, Cookies and more - Chicken Wraps 
Turbohausfrau - Smoerrebroed 
BrigittasKulinarium - Farinata di ceci 
Pane-Bistecca - Avocado-Spargel-Ei Brot 
BackeBackeKuchen - Gefüllte Partybrezel 
evchenkocht - Erdbeer-Crostini 
genial lecker - Sandwich mit Grillgemüse 
Kleines Kuliversum - Spargel Ziegenfrischkäse Stulle 


Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt.

Freitag, 31. Januar 2020

[Kulinarische Weltreise] Ungarn - túrós csusza

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Ungarn widmen. Zusätzlich erwähne ich meinen geliebten Pastamaker, den ich selbst bezahlt habe...]



Wie gestern bereits erwähnt schickt uns Volker von Volker mampft diesen Monat mit der kulinarischen Weltreise in das schöne Ungarn. Nachdem es im Hause P. bereits Töltött Paprika (gefüllte Paprika) für den Göttergatten gab, habe ich (nicht nur) für mich ein weiteres ungarisches Gericht gekocht. Ganz einfache Küche, ohne Schnick und Schnack, aber s...gut.

Zwei Zutaten haben allerdings gewisse Herausforderungen dargestellt - die eine war für mich recht einfach zu lösen, die andere hat etwas Kreativität erfordert. Während man z.B. die Nudel-Flecken ggf. im Internet über einen ungarischen Shop bestellen könnte oder, wie ich, selbst macht, war das mit dem Quark nicht so einfach. Dazu sollte man erwähnen, dass ungarischer Quark sehr trocken und bröselig ist. Ich habe versucht deutschen Quark abtropfen zu lassen um die gewünschte krümelige Konsistenz hinzubekommen, bin aber auf der vollen Linie gescheitert. Ich wollte schon aufgeben, aber dann kam mir der Zufall zur Hilfe, als ich versucht habe das Wort túrós zu übersetzen (Langenscheidt kennt es übrigens nicht, google schon), kam ein kleines Lichtlein... google meint nämlich, dass das Wort Hüttenkäse (und nicht Quark) bedeutet... nach etwas mehr Internet-Recherche habe ich den Quark einfach durch Hüttenkäse ersetzt. Und tataaa - das Ergebnis passt.

Noch ein Tipp: wer die Flecken-Nudeln weder käuflich erwerben noch selbst herstellen möchte (geht auch ganz altmodisch mit dem Nudelholz oder einer herkömmlichen Nudelmaschine), der kann auch einfach gekaufte Lasagneplatten in Stück brechen und kochen. Ich persönlich fand die Variante mit den Vollkorn-Nudeln äußerst lecker - es hat dem Gericht wirklich nicht geschadet, dass die Nudeln etwas mehr Biss hatten. Auch der leicht nussigen Geschmack vom Dinkel hat wunderbar gepasst.


Túrós Csusza - Quarknudeln
für 3 Portionen

125 g Dinkeldunst
125 g Dinkel-Vollkorn-Mehl
1 Ei
1 EL Olivenöl

 300 g fetter, geräucherter Bauchspeck, fein gewürfelt
300 g Hüttenkäse
200 g Schmand
 Salz und Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß (am besten ungarisches)
ggf. Schnittlauch zum Garnieren

Dinkeldunst und Vollkornmehl in den Pastamaker geben. Ei in einen Messbecher geben (wird beim Pastamaker mitgeliefert) und mit Wasser auf 85 ml auffüllen. Olivenöl zugeben und die Flüssigkeiten verrühren. Nun den Pastamaker starten, die Flüssigkeit zum Mehl-Dunst-Gemisch geben. Nach dem Knetvorgang werden die Nudeln (ich habe die Lasagne-Matrize verwendet) ausgegeben - diese müssen dann nur noch in kleine Vierecke geschnitten werden. Meine waren zwischen 2x2 und 3x3 cm groß.

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und abtrofen lassen.

Den Speck ohne weitere Zugabe in einer Pfanne auslassen und knusprig anbraten. Etwas 1/4 - 1/3 des Specks aus der Pfanne nehmen und zum Garnieren beiseite stellen. Hüttenkäse und Schmand verrühren, dann zusammen mit den Nudeln in die Pfanne geben. Gut verrühren und nochmals erhitzen. Mit Salz (vorsichtig, der Speck ist schon salzig) und Pfeffer würzen. Mit etwas Paprikapulver bestäuben und mit Speckwürfeln und ggf. Schnittlauch garnieren - fertig ist die einfache und deftige Mahlzeit.

Beim nächsten Mal werde ich eventuell noch ein bisschen Knoblauch zum Hüttenkäse-Gemisch geben. Das stelle ich mir richtig lecker vor...



Wer jetzt Lust auf mehr ungarische Rezepte hat, der wird hier fündig (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen...):

Susi von Turbohausfrau: Suppe nach Paloczen-Art 
Cornelia von SilverTravellers: Pörkölt – Ungarisches Gulasch mit Paprika
Tina von Küchenmomente: Ungarische Lángos
Britta von Backmaedchen 1967: Pogácsa ungarisches Gebäck
Simone von zimtkringel: Ungarischer Apfelkuchen Almás pite
Susanne von magentratzerl: Paprikás krumpli und Ungarische Paprikapilze
Conny von Mein wunderbares Chaos: Ungarische Gundel-Palatschinken und Lángos ganz einfach selber machen und Somlauer Nockerl im Glas
Katja von Kaffeebohne: Diós és mákos beigli - Beigel 
Nadine von Möhreneck: Veganes Szegediner Gulasch


Donnerstag, 30. Januar 2020

[Kulinarische Weltreise] Ungarn - töltött parika

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Ungarn widmen.]

Volker von Volker mampft schickt uns diesen Monat mit der kulinarischen Weltreise in das schöne Ungarn.



Bei Ungarn denke ich an unendliche Weiten, in denen riesige Rinder-, Schaf- und Pferdeherden mit Hirten unterwegs sind. Eine ziemlich romantische Sicht, die mit Garantie aus den berühmten Sissi-Filmen mit Romy Schneider stammt (- damit habe ich mich wohl als Sissi-Fan geoutet). Heute ist die Puszta, da der Fortschritt auch um Ungarn keinen Bogen gemacht hat, leider ein intensiv landwitschaftlich genutztes Gebiet, in dem es z.B. die Ziehbrunnen und Tierherden nur noch als touristische Attraktion gibt. Was ich persönlich wirklich schade finde.

Kulinarisch denke ich bei Ungarn zuerst an Paprika, Gulasch, Salami und Lángos. Bezüglich Gulasch möchte ich jetzt einmal Wikipedia zitieren: Gulasch ist ein Ragout ungarischen Ursprungs. Was in allen anderen Ländern „Gulasch“, „Gulyas“ oder „goulash“ heißt, ist jedoch in Ungarn das Pörkölt bzw. Paprikás. Nur in Ungarn ist ein gulyás eine Suppe. Aber Gulaschrezepte gibt es wie Sand am Meer... sogar auf meinem Blog gibt es mehr als eins davon. Lángos hätte ich gerne verbloggt, aber ich hatte keine Lust darauf, dass das ganze Haus tagelang nach Fett riecht. Also habe ich einen unserer Fahrer, der aus Ungarn stammt, nach typisch ungarischen Gerichten gefragt - und siehe da, ist sind ein paar interessante Ideen dabei herausgekommen. Mit einer davon habe ich meinen Mann total glücklich gemacht, denn es ist ein Gericht, das es bei uns normalerweise nicht gibt, da ich keinen Paprika vertrage. So hat der Lieblingsgatte die Portion, die eigentlich für 3-4 Personen reicht, eben alleine gefuttert - aber keine Angst, nicht an einem Tag, denn das Gericht lässt sich ohne Probleme nochmals erwärmen.


Töltött Paprika - gefüllte Paprika
für 3-4 Portionen

125 g Langkornreis
2 EL Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
1 große Metzgerzwiebel, die Hälfe fein, die andere etwas gröber gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein geürfelt 
2-3 EL Tomatenmark
2 Dosen gehackte Tomaten à 400 g  (frische wären besser, aber es ist Winter...)
1 EL Paprikapulver, edelsüß - am besten ungarisches
2 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Zucker
500 g gelbe Spitzpaprika - rote funktionieren auch
400 g gemischtes Hackfleisch (moi: reines Putenhack aus der Oberkeule)
1 Ei 
200 g Schmand

Reis in eichlich Salzwasser ca. 8-10 Minuten angaren, dann abgießen und abkühlen lassen.

In einer großen Pfanne oder Kasserole Öl erhitzen. Die gröber geschnittenen Zwiebelwürfel darin unter Rühren glasig andünsten. Nach 2 Minuten die Hälfte des Knoblauchs zufügen und eine weitere Minuten mitdünsten. Tomatenmark und die Hälfe des Paprikapulvers in die Pfanne geben und anschwitzen - Achtung: ständig rühren und die Hitze zurücknehmen, sonst wird das Paprikapulver bitter!mit 200 ml Wasser ablöschen, dann die gehackten Tomaten zufügen. Alles gut verrühren, mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Zugedeckt auf kleiner Hitze köcheln lassen.

Paprikadeckel abschneiden und die Schoten vorsichtig entkernen. Hackfleisch, Ei, abgekühlen Reis, restliche Zwiebeln, Knoblauch und Paprikapulver in eine Schüssel geben. Gut vermengen. Hackmasse mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann sie Paprikaschoten damit füllen. Ggf. restliche Hackmasse zu kleinen Klößchen formen. Die gefüllten Paprikaschoten (und Haclbällchen) in die Tomatensauce geben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 60 Minuten garen. Dabei die Schoten gelegentlich wenden und ggf. etwas Wasser zufügen falls die Sauce zu sehr einkocht.

Im ungarischen Rezepten wird vor dem Servieren noch Schmand unter die Sauce gerührt, ich habe ihn separat gereicht - um ganz ehrlich zu sein habe ich es schlicht und einfach vergessen ihn unterzurühren... Als Beilage passen gekochte Kartoffeln, Reis oder einfach Brot.




Morgen gibt es noch ein Rezept aus der ungarischen Küche, denn ich habe ja auch Hunger...

Die Zusammenfassung des Events mit Links zu den Mitreisenden gibt es dann ebenfalls morgen.