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Mittwoch, 13. November 2019

[Blog-Event] Kür mit Biss - Kürbisrezepte


[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten rund um den Kürbis widmen.]

Bei Zorra von Kochtopf.me gibt es in Zusammenarbeit mit Jenny von Jenny is baking wieder ein schönes Blog-Event: Kür mit Biss. Gesucht werden, wie der Name schon verrät, Kürbisrezepte. Gerne in der süßen Variante, denn hier in Deutschland wird der Kürbis ja eher für herzhafte Gerichte verwendet (sieht man auch gut anhand der Liste mit Kürbisgerichten auf diesem Blog am Ende dieses Beitrags).


Jedenfalls trifft es sich gut, dass ich gerade einen super saftigen Kürbiskuchen gebacken habe. Den Teig habe ich im Thermomix zubereitet, geht aber auch mit einer (Hand-)Raspel und Handrührgerät bzw. anderen Küchenmaschinen.



Kürbiskuchen mit Zimtcreme und Kürbiskrokant
für eine Backform ca. 30x20 cm

300 g Kürbis, vorbereitet gewogen (moi: Hokkaido)
180 g Butter (zimmerwarm) + etwas zum Fetten der Form
150 g Rohrzucker
1 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
4 Eier
250 g Dinkelmehl Type 630 (wobei ich mir hier auch Vollkornmehl gut vorstellen könnte)
200 g gemahlene Mandeln
1 EL geriebene Orangenschale (optional)
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kardamom, gemahlen
1-2 TL Zimt, gemahlen 
1/2 TL Muskatnuss, gerieben
1 Prise Nelkenpulver
1 Prise Salz
2 TL Weinstein-Backpulver
60 ml Orangensaft
250 g Mascarpone
300 g Doppelrahm-Frischkäse
2-3 EL Vanillezucker (auch hier wieder den selbst gemachten verwendet)
1-2 TL Zimt
1 EL geriebene Orangenschale (optional)
2 EL Zucker
3 EL Kürbiskerne

Kürbis in grobe Stücke scheiden und im Thermomis 2x 5 Sekunden auf Stufe 5 schreddern. Zwischendurch den Kürbis mit dem Spatel nach unten schieben, damit alle Stücke gleichmäßig klein werden - alternativ den Kürbis von Hand raspeln. In eine Schüssel umfüllen.

Butter, Zucker und Vanillezucker in den TM geben, 2-3 Minuten auf Stufe 7 cremig-schaumig rühren, dabei nach und nach die Eier zufügen. Trockene Zutaten vermengen und unterrühren. Zuletzt den Saft und den Kürbis untermengen.

Backform fetten und Teig einfüllen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) 40-45 Minuten backen - unbedingt Stäbchenprobe machen. Mein Kuchen hätte gerne noch 5 Minuten länger im Ofen bleiben können.

Kuchen aus dem Ofen nehmen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Mascarpone, Frischkäse, Zucker, Zimt und ggf. geriebene Orangenschale verrühren und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.
 
Für das Kürbiskrokant Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Kürbiskerne zufügen und alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen, dann mit einem Messer grob hacken.

Abgekühlten Kuchen mit der Zimtcreme bestreichen und nochmals mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Fertigen Kuchen mit dem Kürbiskrokant bestreuen, in Stücke (Würfel) schneiden und servieren.




Weitere Kürbisgerichte (herzhaft) auf diesem Blog:


... aber Süß kann ich auch:


Dienstag, 11. Dezember 2018

[Rettungsaktion] Weihnachtliche Desserts

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um weihnachtliche Desserts  widmen.]

Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Nicht ganz, aber in weniger als zwei Wochen ist Heilig Abend. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Bei mir persönlich ist die Adventszeit (leider) meist nicht sehr besinnlich - für alle, die wie ich in der Transportbranche arbeiten, bedeutet die Zeit vor Weihnachten meistens Stress und ein enormer Anstieg der Sendungszahlen. Heutzutage wird viel im Internet bestellt und das auch oft auf den letzten Drücker. Da freut sich zwar mein Arbeitgeber, aber die Work-Life-Balance aller Beteiligten incl. der Paketzusteller bleibt auf der Strecke. Bitte denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal über einen Zusteller schimpft. Ich kann Euch versichern, dass sie alle ihr Möglichstes geben. Aber auch in anderen Bereichen, z.B. im (Einzel-)Handel, ist die Vorweihnachtszeit mit viel Stress verbunden. Und dann soll man (oder Frau) an Weihnachten auch noch ein leckeres Menü auf den Tisch bringen?

Die Werbeprospekte aller Supermärkte sind randvoll mit Angeboten aus ihren "De Luxe-" oder "Exquisit-"Linien. Auch vor Dessertkreationen in allen möglichen Variationen wird nicht zurückgeschreckt. Vor dem oben geschilderten Hintergrund ist die Versuchung groß... aber es muss nicht sein, denn ein selbst gemachtes Dessert muss nicht der riesengroße Aufwand sein.



Und genau hier setzt die Rettungstruppe an - eine kleine Gruppe FoodbloggerInnen, die sich auf Facebook gefunden hat und nun regelmäßig Lebensmittel vor der Lebensmittel-Industrie rettet. Denn selbst gemacht heißt nicht unbedingt viel Aufwand - aber auf jeden Fall Geschmack ohne Zusatzstoffe. Bei diesen Rezepten weiß man, was drin ist! Gegründet wurde die Gruppe vor über 4 Jahre von Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde - inzwischen hat ein "Führungswechsel" stattgefunden. Deswegen gilt der Dank heute Christine (aka Anna Antonia) und Ingrid (auchwas). Nicht zu vergessen die fleißigen Helferlein im Hintergrund, die uns hilfreiche Listen erstellen oder sich um die Pflege der Social Media-Kanäle kümmern.

Zurück zur Rettungsaktion: mein Mann hat einen Teil seiner Kindheit in Dänemark verbracht und ist daher stark mit den dänischen (Weihnachts-)Traditionen verbunden. Dazu gehören kulinarisch unter anderem auch Kransekager (habe ich eigentlich das Rezept dazu eigentlich mal veröffentlicht?) und eben Ris à l'amande (manche schreiben es auch Risalamande). Dieser cremige Reisbrei wird sehr oft an Weihnachten gekocht. Viele verstecken einen ganze Mandel darin - wer sie findet, der bekommt ein extra Geschenk (oft ist dies ein Marzipanschwein, das Glück bringen soll). Ich bin mir sicher, dass es in Dänemark Ris à l'amande als fertiges Produkt oder zumindest als Fix-Päckchen gibt. Aber so weit muss ich nicht gehen, denn wer kennt nicht den Milchreis, der bei uns immer beworben wird? Muss aber nicht sein, denn den Reisbrei kann man super einfach auch selbst herstellen.

Ich bin ja eine faule Socke und habe die Zubereitung des Milchreises meinem Thermomix überlassen. Selbstverstädnlich kann man den Reis auch ganz traditionell im Kochtopf zubereiten, dann heisst es aber Aufpassen und viel Rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Ich wollte zu dem Reis eigentlich gebratene Apfelspalten machen - da hat mein Mann allerdings sein Veto eingelegt und mir glaubhaft versichert, dass zum Ris à l'amande eine Kirschsauce gehört. Nun ist es aber so, dass a) zur Zeit keine Kirschen-Zeit ist, b) wir keinen Sauerkirschbaum besitzen, c) unser Süßkrischen-Baum noch jung ist und somit nicht genügende Kirschen abwirft, dass ich diese einmachen könnte und d) unser Obstdealer nicht mehr auf den Markt kommt. Aber ein kurzer Aufruf in unserem privaten Dorf-Netzwerk hat mir dann ein tolles Glas voll mit eingeweckten Kirschen eingebracht. An dieser Stelle einen lieben Dank an Inga dafür.

Genug geschwafelt, jetzt zum Rezept...



Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande
für 6-10 Portionen (je nach Größe des Glases/Schälchen)
1 1/2 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
1 EL Butter
1 L Vollmilch
1 Prise Salz
250 g Milchreis
100 g Mandeln, gehackt + 1 ganze, geschälte Mandel
1 Glas Sauerkirschen
1-2 TL Speisestärke
1 kleines Geschenk (z.B. Marzipanschweinchen)
 
Vanillezucker und Butter in den Mixtopf geben und 4 Minuten auf Stufe 1/Varoma ohne Messbecher schmelzen lassen. Dann Milch und Salz zufügen. Mit Messbecher 7 1/2 Minuten auf Stufe 1/100 °C erhitzen. Nun Milchreis und  75 g Mandeln einfüllen. Alles mit Messbecher 30 Minuten auf Stufe 1-Linkslauf/90 °C garen. Danach in eine Schüssel umfüllen, nachquellen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Unter den abgekühlten Reis heben. In Gläser/Schälchen füllen und kalt stellen. In einem der Gläser die ganze Mandel versenken.

Kirschen in ein Sieb geben, dabei den Saft auffangen. Etwas Saft in ein Glas geben und mit der Speisestärke verrühren. Restlichen Saft erhitzen. Speisestärke unter Rühren zufügen und aufkochen lassen. Kirschen zufügen und alles abkühlen lassen.

Vor dem Servieren die Kirschen mit der Sauce auf den Reis geben und mit den restlichen Mandelstückchen bestreuen.



Wer keinen Milchreis mag und/oder ein anderes Dessertrezept sucht, der wird vielleicht bei den MitretterInnen fündig:

Anna Antonia - Buttermilch-Pannacotta 
Brittas Kochbuch - Vanilleeis mit gebrannten Mandeln 
Cakes Cookies an more - Weihnachts Crème brûlée 
Fliederbaum - Lebkuchen-Biskuitroulade 
Kleines Kuliversum - Weihnachtliches Apfel Quark Dessert 
lieberlecker - Meyer Lemon Baked Alaska 
our food creations - Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Rest-Adventszeit und viel Spass beim Nachkochen.

Mittwoch, 11. April 2018

Wir retten was zu retten ist - Bouletten & Co.

Uiii, die Zeit vergeht rasend schnell und schon wieder ist die Rettungstruppe unterwegs. Dabei haben wir doch erst das Ei gerettet!

Rettet die Boulette!
Es lohnt sich, die Boulette, das Fleischpflanzerl oder die Frikadelle zu retten. Man glaubt nicht, auf welche Ideen die Fertig-/ Halbfertigindustrie so alles kommt: Frikadellen aus Schweinefleisch, Geflügel, mit und ohne Gemüse, Soja-Bratlinge und vieles mehr. Ach, die bei Kindern so beliebten Mini-Frikadellen habe ich vergessen. Und dann gibt es noch die Tütchen, mit denen man Vollkorn-, Soja- oder Dinkel-Bratlinge machen kann. Einfach mit Wasser anrühren und fertig ist die Masse. In den meisten dieser gerade genannten Produkten sind viele Zusatzstoffe enthalten, schmecken nach "Einheitsbrei" und meist gewinnt bei den Fertigfrikadellen auch noch der Bäcker und/oder das verwendete Fleisch ist von minderer Qualität mit vielen Knorpeln (wobei ich hier nicht von den Frikadellen rede, die in manchen Fleischereien in der heißen Theke angeboten werden - diese werden oft noch in handwerklich guter Qualität vom Metzger liebevoll hergestellt).


#wirrettenwaszurettenist
Die Rettungstruppe um Susi und Sina rettet seit nun über 4 Jahren Gerichte vor der Lebensmittelindustrie. Inzwischen gibt es fast jedes Gericht, und sei es noch so einfach, als Fertig-, Halbfertig- oder Tütenprodukt zu kaufen – und oft mit einer langen Liste an Zusatzstoffen. Dass das nicht sein muss, zeigen die Teilnehmer der Rettungsaktionen immer wieder, denn meistens lassen sich die Gerichte ohne viel Aufwand auch selbst herstellen. Mit allen Vorteilen, denn wenn ich z.B. meine Frikadelle selbst herstelle, dann weiss ich, was drin ist.

Ich habe heute Fischbouletten dabei - in der de Luxe-Variante mit Garnelen und einer fruchtigen Mango-Salsa.



Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa
für 4 große Portionen als Hauptgericht

Fischbouletten

8 Scheiben (Vollkorn-)Toastbrot 
500 g Lachsfilet gewürfelt und angefroren
200 g Sahne, wirklich gut gekühlt 
3 Eier, direkt aus dem Kühlschrank
Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
250 g Garnelen, geschält und entdarmt, grob gehackt
1/2 Bund Koriander, gehackt (alternativ Petersilie)
Suppengrundstock (alternativ Salz)
Salz und Pfeffer
Paprika edelsüß
Butterschmalz zum Braten

Toastbrot entrinden, grob zerpflücken und kurz in der Küchemaschine zu Bröseln verarbeiten - dabei darauf achten, dass die Brösel nicht zu fein werden. In eine Schüssel umfüllen.

Lachs und Sahne in die Küchenmaschine geben und auf höchster Stufe fein pürieren, dann Eier unterrühren. Anschließend die Toastbrotbrösel, Zitronenabrieb, Garnelen und Koriander untermengen. Mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und Paprika würzen. 1 Stunde kalt stellen.

Dann in einer großen Pfanne Butterschmalz erhitzen. Mit feuchten Händen aus der Masse kleine Laibchen formen (Achtung, sehr weich!) und bei nicht zu hoher Hitze von beiden Seiten braten. Ggf. die fertigen Bouletten im vorgewärmten Backofen warm halten bis die Masse komplett aufgebraucht ist.


Mango-Salsa

1 Mango, geschält und kein gewürfelt
3 EL Sweet-Chili-Sauce
3 EL Mango-Essig (oder anderer Fruchtessig)
3 EL Zitronensaft
etwas Zitronenabrieb
1/2 Bund frischer Koriander, gehackt (alternativ Petersilie)
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken. Zugedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen.

Zum Servieren die Bouletten mit Salsa und ggf. etrwas Salat auf Tellern anrichten.




Wer jetzt noch Lust auf mehr Rezepte zum Thema Bouletten, Frikadellen und Co. hat, der wird bei den anderen Mitgliedern der Rettungstruppe bestimmt fündig: 

Brittas Kochbuch - Vegane Pilzfrikadellen 
CorumBlog 2.0 - Lamm-Frikadellen 
genial-lecker - Fischbuletten 
German Abendbrot - Hackfleischbällchen in Biersoße 
giftigeblonde - Faschierte Laberl am Spieß 
lieberlecker - Crevetten Tätschli 
magentratzerl - Pastinakenlaibchen
Pane-Bistecca - Panierte Chuegeli 
Turbohausfrau - Butterschnitzel 
Unser Meating - Vegetarische Fleischküchle

Wie immer geht ein besonderer Dank an Sina, die Giftige Blonde und Susi, die Turbohausfrau als Initiatorinnen  des Rettungsgedankens und die Helfer, die sich im Hintergrund um die Veröffentlichung in anderen Social Media kümmern.

Mittwoch, 26. April 2017

Es grünt so grün ...

So, nachdem ich ja bereits die ersten Messeberichte veröffentlicht habe, komme ich zwischendurch mal wieder zum eigentlichen Zweck des Blogs zurück - nämlich Rezepte.

Bei uns ist am Mittwoch meistens Suppentag. Heute habe ich eine grüne Suppe im Gepäck. Mit Käseklößchen. Die Klößchen hatte ich im Dezember 2011 bereits einmal verbloggt, damals allerdings ohne Foto.


Grüner Fühlingseintopf mit Kräuter-Käse-Klößchen
für 4 Personen als Hauptgang

Kräuter-Käse-Klößchen
ergibt ca. 150 Klößchen

200 g Semmelbrösel
200 g Grana Padano oder Parmesan (gerieben)
1 Bund Kräuter, grob gehackt (z.B. Blattpetersilie oder Bärlauch)
4 Eier
20 g Vollkornmehl
110 g Butter
1/2 TL Salz
Pfeffer
Muskatnuss, gerieben

Semmelbrösel, Käse und Kräuter in den Mixtopf geben, 30 Sekunden auf Stufe 5-6 vermengen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und 2 Minuten auf Brotstufe verkneten. Mindestens 1 Stunde kalt stellen, dann aus der Masse kirschgroße Bällchen formen.

Normalerweise lässt man die Bällchen jetzt in heißer Brühe (oder Salzwasser) ca. 15 Minuten gar ziehen. Man kann sie jedoch auch gut einfrieren und dann im gefrorenen Zustand in den Varoma legen und 30-35 Minuten auf Varoma-Stufe garen.

Grüner Frühlingseintopf

500 g grüne Bohnen, in Rauten geschnitten
 500 g grüner Spargel, in kurzen Stücken
350 g grüne Erbsen (TK)
2 kleine Pak Choy, in Streifen geschnitten
Suppengrundstock (alternativ Gemüsebrühe)
Zucker
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Gemüse in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. 2 EL Suppengrundstock und etwas Zucker zugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten kochen, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Mit den Kräuter-Käse-Klößchen servieren.

Freitag, 17. März 2017

Wir retten was zu retten ist hat Geburtstag

Wo ist die Zeit geblieben? Man glaubt es kaum, aber inzwischen sind drei Jahre vergangen, seit die Rettungstruppe von Sina und Susi ins Leben gerufen wurde - seither wurden sage und schreibe 25 Rettungsaktionen durchgeführt! Hier kann man übrigens nachverfolgen, was schon alles gerettet wurde.


Ziel der stetig wachsenden Gemeinschaft internationaler Foodblogger ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Viele Gerichte kann man nämlich ganz ohne Tütchen und Co. selbst kochen oder backen. 

Zum Geburtstag haben sich unsere Organisatorinnen natürlich wieder ein schönes Thema ausgesucht - alles rund um den Brunch. Ich bin mir sicher, dass sich dabei bestimmt das eine oder andere Rezept finden wird, das sich für den traditionellen Oster-Brunch in ein paar Wochen finden wird. 

Gefüllte Eier
für 20 halbe Eier

10 Eier
200 g Schmand (alternativ Frischkäse)
1-2 TL Senf
1 Beet Kresse und/oder 1/2 Bund Petersilie, fein geschnitten 
Salz und Pfeffer
etwas Paprikapulver zum Bestäuben

Eier hart kochen, abkühlen lassen, schälen und halbieren. Die Eigelbe herausnehmen und ein eine Schüssel geben. Zusammen mit Schmand/Frischkäse, Senf, Kresse und/oder Petersilie sowie Suppengrundstock gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Masse in einen Spritzbeutel geben und die Eihälften damit füllen. Auf einem Teller schön anrichten und mit Paprikapulver bestreuen. 

Bei mir ist etwas von der Masse übrig geblieben - diese lässt sich auch wunderbar als Brotaufstrich verwenden.





Aber was wäre ein Brunch ohne Brot oder Brötchen, dachte ich mir. Deswegen habe ich gleich noch ein zweites Rezept für Euch - es ist zwar ein bisschen aufwändig, aber ich verspreche Euch, dass die Baguettes einfach wunderbar sind: 


Kartoffel-Baguettes
für 4 kleine Brote

600 g Kartoffeln, mehligkochend
500 g Dinkelmehl, Type 630 plus etwas zum Arbeiten
5 g frische Hefe
Salz
ggf. helle und schwarze Sesamsaat

Am Vortag die Kartoffeln in Salzwasser ca. 25 Minuten kochen und abkühlen lassen. Ebenfalls am Vortag in einer kleinen Schüssel den Vorteig herstellen. Dazu 100 g Mehl mit 100 ml kaltem Wasser und 1 g Hefe gut vermengen. Schüssel abdecken, 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann für 12 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Kartoffeln pellen und in den Thermomix geben. Kurz auf Stufe 7 zu einem Mus verarbeiten. Dann den gegangenen Vorteig, restliches Mehl und Hefe, 13 g Salz und 50 ml lauwarmes Wasser zufügen. Auf Teigstufe 4 Minuten kneten lassen, nach 2 Minuten weitere 50 ml warmes Wasser zugeben. Teig in eine große Schüssel umfüllen - Achtung: der Teig klebt jetzt noch etwas. Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Teig falten. Nach weiteren 30 Minuten nochmals falten. Vorgang nach 60 Minuten wiederholen, anschließend weitere 90 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte nun blasig sein und sich weich anfühlen.

Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, dabei zu einem Rechteck formen. Mit einer Teigkarte vier gleich große längliche Stücke abstechen. Jedes Teigstück nachformen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einem scharfen Messer diagonal ca. 1 cm tief einschneiden und ggf. mit Sesam bestreuen. Teiglinge weitere 15 Minuten gehen lassen. In der zwischenzeit Backofen auf 250 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Auflaufform auf den Boden des Ofens stellen und mit vorheizen - die Auflaufform sollte aus Metall bestehen, Formen aus Glas oder Keramik könnten springen! 50 ml Wasser bereitstellen.

Brote auf die mittlere Schiene des Ofens schieben. Wasser in die Auflaufform gießen und Ofen sofort schließen. Baguettes 25-30 Minuten backen, bis sie knusprig und hellbraun sind - eventuell müssen die Brote zwischendurch abgedeckt werden. Die Baguettes sind fertig, wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen bzw. noch leicht warm auf den Tisch bringen...



Und hier geht es zu den Beiträgen der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf: Joghurt-Brötchen mit Sauerteig
Anna Antonia: Sticky Buns 
Aus meinem Kochtopf: Zimtschnecken mit Apfel
Cuisine Violette: Bananen-Pancakes
Das Mädel vom Land: Überraschung
Fliederbaum: Grüne Tartelettes
giftigeblonde: Nussschneckchen
kebo homing: Germkipferl
Kochen mit Herzchen: Häppchen in Pink
lieberlecker: Brownie Ostereier
Münchner Küche: Obazda
Obers triftt Sahne: Sandwichtorte mit Frischkäse
Pane-Bistecca: Schweizer Weggli
Paprika meets Kardamom: Rosa Rote Bete-Heringssalat
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau: Geburtstagsbrunch]
Summsis Hobbyküche: Focaccia zum Brunch


Bild könnte enthalten: Text

An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren dieser Rettungsaktionen:

Danke an Susi, die Turbohausfrau und Sina, die giftige Blonde, die die Idee zu dieser Rettungstruppe hatten

Danke an Christina (Apricotlady) und Jeanette von Cuisine Violette, die unsere Facebook-Seite betreuen

Danke an Ingrid von auchwas, die sich für uns auf Pinterest engagiert

und Danke an alle MitretterInnen!

Freitag, 28. Oktober 2016

Fruchtige Fitmacher

Ich gebe es zu, mit dem süßen Teil des Gesundheitstags habe ich es mir einfach gemacht, denn das Rezept ist nur "nachgekocht". Fündig wurde ich im Edeka-Prospekt, das jede Woche im Briefkasten landet. Meistens wird es nur kurz durchgeblättert und wandert dann im Papiermüll. Dieses Mal jedoch haben mich die abgedruckten Rezepte interessiert: die Mango-Dattel-Brownies habe ich noch nicht ausprobiert, aber die Chia-Schoko-Kugeln haben es hierher geschafft.

 

Fruchtige Chia-Schoko-Kugeln
(leider habe ich nicht nachgezählt, wie viele Kugeln es letztendlich waren)

6 Softdatteln, fein gewürfelt
150 g Chia-Samen
100 ml Granatapfelsirup
100 ml Orangensaft, frisch gepresst (ich habe Multivitaminsaft genommen)
1 TL Orangenabrieb
100 g kernige Haferflocken (im Rezept stand etwas Getreideflocken-Mischung)
2 geh. EL Kokosraspel
40 g Zartbitterschokolade mit Orangen, fein gerieben

Chia-Samen mit Sirup, Saft, Orangenschale und Datteln verrühren und mindestens 1 Stunde (oder über Nacht) quellen lassen. Dann die Masse zusammen mit den restlichen Zutaten pürieren (hat bei mir der Thermomix übernommen). Ich habe alles nochmals ca. eine Stunde quellen lassen, bevor ich daraus etwa walnussgroße Kugeln daraus geformt habe.

Laut Rezept sollen die Kugeln im Kühlschrank etwa 2 Wochen haltbar sein (glaube ich nicht, die sind viel schneller weg...)



Noch ein paar Infos zu Chia-Samen 
(Quelle: chia-samen.info)

Chia Samen verfügen über einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren und Antioxidantien. Sie versorgen den Organismus mit ungesättigten Fettsäuren, insbesondere den wichtigen Omega 3-Fettsäuren. Das ist hervorragend insbesondere für Veganer, die kaum vegane Omega 3-Fettsäuren bekommen. Kurz in Wasser eingeweichte Chia Samen entwickeln eine der Gelatine ähnliche Schleimschicht. Für den Erhalt der Knorpelmasse zwischen den Wirbelkörpern ist diese geleeartige Substanz perfekt. Die Knochenenden in den Gelenken sind mit einer Knorpelschicht überzogen, die die schleimigen Eigenschaften und den hohen Mineralstoffanteil dankbar nutzen können.

Die in den Chia Samen befindlichen pflanzlichen Proteine helfen beim Aufbau der Muskelmasse und sich somit perfekt für Menschen, die gerne Sport treiben. Das kräftigt nicht nur die sichtbaren Muskeln, sondern auch die Herzmuskulatur. Chia Samen entstammen einer Pflanze aus der Gattung der Salbei-Gewächse. Sie haben eine positive basische Wirkung auf den Magen und den Verdauungstrakt. Das entlastet den Organismus und ist gut anzuwenden bei übersäuertem Magen und Sodbrennen. Glutenfreie, basisch wirkende Proteine geben viel Energie.

Chia Samen weisen einen hohen Gehalt an Antioxidantien auf. Ein Feind im Organismus sind die Freien Radikalen. Sie greifen die Zellen unseres Körpers an. Die Antioxidantien schützen die Zelle, und helfen, sich gegen die Freien Radikalen zu wehren.
Dadurch, dass man die Chia Samen gequollen essen kann, hat der Organismus eine gesunde, frische und wachsende Energie. Gequollene Chia Samen versorgen den Organismus mit einer vollen Portion Lebenskraft. Chia Samen haben einen hohen Anteil an Mineralstoffen. Diese sind für den Organismus sehr wichtig. Insbesondere die Knochen, Knorpel, das Bindegewebe und die Zähne haben einen enormen Bedarf an Mineralstoffen. Calcium und Eisen sind es vor allem, die man durch Chia Samen bekommt. Das ist dienlich für die Knochen, die Haut und das Blut. Chia bedeutet in unserer Sprache Stärke. Stärke ist auch wiederum dienlich für das Bindegewebe. Insbesondere wer unter Zahnlockerungen leidet, sollte täglich Chia Samen verzehren.

Chia Samen sind vitaminreich. Um das Immunsystem aufzubauen, braucht der Mensch Vitamine. Vitamin A ist gut für die Augen. Niacin benötigen wir für die Nerven, aber auch für die Leber. Die Vitamine aus den Chia Samen sind an den Prozessen der Neurotransmitter beteiligt. Neurotransmitter geben die Information eines Nerven an den nächsten Nerven weiter. Für einen klaren Geist und klare Informationen kann das wichtig sein. Chia Samen sind also nicht nur für den Körper, sondern auch für die mentale Gesundheit förderlich.

Chia Samen enthalten ca. 38 % Chia-Öl, darunter Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Diese wirken positiv auf den menschlichen Körper, insbesondere die Muskeln. Auch zur Vorbeugung und Heilung entzündlicher Prozesse im Körper sind Omega 3 Fettsäuren wichtig. Viele ältere Menschen leiden unter rheumatoider Arthrose. Chia Samen in Verbindung mit einem geregelten Lebenswandel und viel Wasser könnte die Erkrankung positiv beeinflussen. Veganer die Omega 3 und 6 nicht aus Fisch bekommen, könnten durch Chia Samen ihren Bedarf nach Omega Fetten aufbauen.

Chia Samen werden als Superfood eingestuft. Das ist nicht nur ein Verkaufsargument, sondern resultiert aus dem überdurchschnittlich hohen Anteil an Nährstoffen und die damit verbundenen Vorteile für unsere Gesundheit. Auch die quellende Eigenschaft in den Chia Samen ist positiv einzuschätzen. Das gilt zum einen für Menschen, die gerne abnehmen möchten, sie werden schneller satt und essen dadurch weniger. Daneben sind die Quellstoffe aber dem Geschehen im Darm überaus dienlich. Der Darm kann durch eine Kur mit Chia Samen gereinigt werden. Schlackenstoffe werden dadurch leichter aus dem Darm ausgeschieden. Fazit: Chia Samen sind überaus gesund. Sie sind leicht in den Speiseplan zu integrieren.

Freitag, 23. Oktober 2015

Wir retten, was zu retten ist - Tartes, Quiches & Co.

Nachdem ich an der letzten Rettungsaktion zeitlich einfach nicht teilnehmen konnte, ist die Rettungstruppe heute wieder ausgerückt. Es werden Tartes, Quiches und Flammkuchen gerettet.

Kurze Erklärung für alle, die nicht wissen, um was es bei den Rettungsaktionen geht: eine kleine Gruppe von Food-Bloggern will aufzeigen, dass die Zubereitung von Speisen auch ohne Tüte & Fertigprudukte geht. Die Zubereitung muss nicht immer länger dauern oder kostspieliger sein, aber letzten Endes weiss man(n)/frau dann, was genau im Magen landet. Denn leider wimmelt es in den oben genannten Fertigprodukten oft von Zusatzstoffen, die wir einfach nicht in unserem Essen haben möchten.

Jedenfalls wurde im Sommer eine Liste erstellt, was wir denn so alles retten könnten. Und nun sind eben die herzhaften Kuchen dran. Ich habe mich für eine Kräuter-Käse-Quiche entschieden. Als Teig verwende ich gerne einen selbst gemachten Topfenblätterteig, von den ich meistens einen Teil einfriere und somit immer vorrätig habe. Und was den Belag dieser Käse-Quiche betrifft: Eurer Fantasie oder Vorlieben sind keine Grenzen gesetzt: Ziegenkäse, Bergkäse, Emmentaler...


Kräuter-Käse-Quiche

für den Teig:
250 g Speisequark (20 %)
250 g Dinkelmehl Type 630
250 g kalte Butter, in Stückchen
1/2 TL Salz
für den Belag:
4 Eier
100 g Frischkäse (ich: Ziegenfrischkäse)
1-2 Zehen Knoblauch, gerieben
2-3 EL gehackte Kräuter (Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Petersilie) 
200 g geriebener Käse (Bergkäse, Ziegenkäse etc.)
Paprikapulver, edelsüß
etwas frisch geriebene Muskatnuss
Salz und Pfeffer

Die Zutaten für den Teig in den Thermomix geben und 1 1/2 Minuten auf Teigstufe vermengen. Herausnehmen, nochmals kurz durchkneten, halbieren und jeweils in Frischhaltefolie packen. Mindestens 1 Stunde kalt stellen. Alternativ den Teig komplett mit den Händen kneten.

Danach einen Teil des Teigs auf einer bemehlten Arbeitsfläche länglich ausrollen (die 2. Teigportion einfrieren). Die kurzen Teigränder jeweils einmal zur Mitte hin umklappen, so dass drei Schichten entstehen (einfache Tour). 2x wiederholen, dann den Teig ausrollen und eine Quicheform damit auslegen. Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen. Eier, Frischkäse, Knoblauch und Kräuter verrühren. Käse untermengen. Mit Paprikapulver, Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Masse auf dem Teig verteilen und alles bei 175 °C (Umluft) 30-35 Minuten goldgelb backen. 
Die Quiche schmeckt warm und kalt. 





Wer jetzt Lust auf noch mehr Tartes, Quiches & Co bekommen hat - bitteschön - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

Fliederbaum
Aus meinem Kochtopf - Fränkischer Zwiebelkuchen mit Speck (Quark-Öl-Teig)
Prostmahlzeit - Flammkuchen mit Steinpilzen und Schinken
giftigeblonde - Flammkuchen mit geräuchertem Meersalz und Tarte mit Ziegenkäse -
magentratzerl - Schwäbischer Salzkuchen mit Tomaten und Basilikum
Cuisine Violette - Flammkuchen mit Pfifferlingen
Obers trifft Sahne - Pizza mit Kürbis+Schafskäse und Flammkuchen mit Camembert+Trauben
Feinschmeckerle - Flammkuchen ohne Hefe mit Ziegenkäse und Birne 
Katha kocht! - Süßer Flammkuchen mit Apfel und Zimt
lieberlecker - Käseküchlein
German Abendbrot - Pizza Basisrezept und ein Tipp für Pizza in Rom
Küchenliebelei - Klassischer Zwiebelkuchen 
Rike von Genial Lecker - Flammkuchen mit Spinat 
Sweet Pie - Zwiebelkuchen 
Jankes*Soulfood - Rotkohl-Quiche
thecookingknitter - Rettungsaktion für eine Quiche mit Ziegenfrischkäse
Paprika meets Kardamom - Schnelle, einfache Flammkuchen
auchwas - Quiche Apfel-Handkäse-Zwiebel
Rohstoffverarbeitender Betrieb - Tarte a l'orange:
kebo homing - Flammkuchen mit Champignons, Gorgonzola und noch viel mehr...
Das Mädel vom Land
 Anna Antonia - Zwiebelkuchen
lecker macht laune - Mini-Quiches mit Hokkaido
1x umrühren bitte aka kochtopf - Herbst-Fladä
widmatt- aus meiner Schweizer Küche - Käsekuchen auf Quarkblätterteig

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Sonntag, 19. Juli 2015

Yummy

Die Engländer sind ja nicht unbedingt für ihre kulinarischen Höhenflüge bekannt - allerdings gibt es doch das eine oder andere Gericht, das nachkochenswert ist. Dazu gehören, meiner Meinung nach, auf jeden Fall rosa gebratenes Roastbeef, Yorkshire Pudding, Scones, div. Pies und Lemon Curd.

Lemon Curd ist zur Zeit wieder in aller Munde.Und nun auch in meinem - im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich könnte mich reinknien, so lecker ist das Zeugs. Ich frage mich allerdings, weshalb es im Supermarkt so teuer ist - es ist doch so simpel herzustellen und sooo vielseitig in der Verwendung. Wobei es bei mir einfach so genascht wird.

Ein letztes Wort an meine Schwägerin und meine Schwiegermutter: kommt bloß nicht auf die Idee das nachzumachen, sonst gibt es gar nichts zum Weihnachtsfest...


Lemon Curd
für 2-3 Gläser

Abrieb von 3 unbehandelten Zitronen
160 ml Zitronensaft 
300 g Zucker
160 g Butter
5 Eier

Alle Zutaten in den Thermomix geben und bei 90 °C 20 Minuten auf Stufe 2 köcheln lassen. Dann 30 Sekunden auf Stufe 5 cremig aufschlagen und sofort in saubere Schraubgläser abfüllen.



Donnerstag, 11. Juni 2015

Ende in Sicht

Leider neigt sich die Spargelsaison dem Ende zu - bei unserem bevorzugten Spargelbauern gibt es das königliche Gemüse bereits nicht mehr. Aber zum Glück gibt es hier in der Gegend genügend Butzen, die nach wie vor die weißen Stangen anbieten.

Da ich gerne viel Sauce zu meinem Spargel habe, ist das Rezept für die Dijonnaise recht großzügig bemessen. Lässt man den Senf darin weg, dann hat man übrigens eine leckere Hollandaise, lieber Schwiegervater! Macht gar nicht viel Arbeit, denn die übernimmt ja der TM...


Gratinierter Spargel mit Schinken und Dijonnaise
für 4 Personen

24 Stangen Spargel, geschält
Salz
Zucker
etwas Weißwein
8 Scheiben Kochschinken (Metzgerschinken)
Dijonnaise (Rezept weiter unten)
100 g milder Käse, gerieben 
8 Blättchen frischer Estragon, gehackt
1/2 Bund Kerbel, gehackt

Spargel in das ungelochte Blech des Dampfgarers legen. Etwas Wein angießen und den Spargel mit Salz und Zucker bestreuen. 12-15 Minuten im Dampfgarer bei 100 °C garen. Alternativ kann man das auch im Varoma machen, da bin ich mir allerdings bei der Garzeit nicht ganz sicher, dauert aber bestimmt etwas länger (so haben wir das vor unsrer Dampfgarer-Zeit auch gemacht). Der Spargel sollte noch bissfest sein. Den Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Jede Scheibe Kochschinken längs halbieren und jeweils 3 Stangen Spargel damit umwickeln. In eine Auflaufform setzten. Dijonnaise über den Spargel geben und mit geriebenem Käse bestreuen. 15-20 Minuten in der Ofenmitte gratinieren.  Vor dem Servieren mit den Kräutern bestreuen.



Dijonnaise aus dem Thermomix

150 g Butter, in Stückchen
125 g süße Sahne
1-2 TL Suppengrundstock
1 TL Zucker
2 EL trockener Weißwein
etwas frisch gemahlener Pfeffer
6 Eigelb
2 TL grober Dijon-Senf

Butter, Sahne, Suppengrundstock, Zucker, Weißwein und Pfeffer in den Mixtopf geben. Auf Stufe 2 bei 80 °C in 3 Minuten erwärmen. Dann die Eigelb durch die Deckelöffnung zufügen und weitere 8 Minuten bei 80 °C auf Stufe 4 garen. Am Ende den Senf unterrühren.

Freitag, 29. Mai 2015

Spargelquiche gebacken

Vor einiger Zeit gab es in einer Facebook-Gruppe heftige Diskussionen über Halbfertig- und Fertigprudukte in unseren Supermärkten. Es wurde heiss diskutiert und am Schluss war ich völlig verwirrt. Positiver Nebeneffekt war allerdings, dass ich auf den selbst gemachten Topfen-Blätterteig aufmerksam wurde. Ich habe auch freundlicherweise einen Link bekommen, aber irgendwie kam ich mit der Anleitung nicht wirklich zurecht. Aber fix gegoogelt und schon bin ich auf eine ganze Versuchsreihe von Esskultur.at gestoßen. Wirklich wunderbar beschrieben, wie der Teig hergestellt wird und welche Art der Zubereitung zum besten Ergebnis führt. Und seitdem kaufe ich keinen Blätterteig mehr, ich mache ihn jetzt selbst - aus Quark, Butter, einer Prise Salz und Dinkelmehl. Besonders gerne verwende ich ihn als Quiche/Tarte-Teig. So auch heutewieder in der Spargel-Quiche:


Spargelquiche mit Fetakäse
für eine Quicheform (21 x 29 cm)

für den Teig:
250 g Speisequark (20 %)
250 g Dinkelmehl Type 630
250 g kalte Butter, in Stückchen
1/2 TL Salz

für den Belag:
500 g grüner Spargel, im unteren Drittel geschält
150 ml Sahne
2 Eier Gr. M
1 TL Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
etwas Butter
100 g (Ziegen-)Feta

Die Zutaten für den Teig in den Thermomix geben und 1 1/2 Minuten auf Teigstufe vermengen. Herausnehmen, nochmals kurz durchkneten, dritteln und jeweils in Frischhaltefolie packen. Mindestens 1 Stunde kalt stellen. Alternativ den Teig komplett mit den Händen kneten.

Danach einen Teil des Teigs auf einer bemehlten Arbeitsfläche länglich ausrollen (die restlichen 2 Teigportionen einfrieren). Die kurzen Teigränder jeweils einmal zur Mitte hin umklappen, so dass drei Schichten entstehen (einfache Tour). 2x wiederholen, dann den Teig rechteckig ausrollen (ca. 25 x 33 cm) und die Quicheform damit auslegen. Den Spargel auf dem Teig verteilen. Sahne und Eier verquirlen, mit Suppengrundstock, Zucker, Salz und Pfeffer kräftig würzen. Über den Spargel gießen. Auf die Spargelspitzen kleine Butterflöckchen setzen. Im vorgeheizten Ofen 25 Minuten bei 170 °C (Umluft) backen. Dann den Käse auf der Quiche verteilen, den Ofen auf 150 °C herunterschalten und weitere 15-20 Minuten backen.

Die Quiche heiß oder lauwarm servieren.


Samstag, 4. April 2015

Hattu Möhrchen?

Die liebe Verwandtschaft hat sich angekündigt und rückt mit insgesamt 12 Personen und Persönchen an. Klar, für die Kleinen müssen etwas buntere Kuchen her. Passend zur Osterzeit habe ich mich für eine Variation vom Rüblikuchen und für Spiegelei-Muffins entschieden. Zusätzlich habe ich ein paar Hasenkekse gebacken - schließlich will der neue Ausstecher eingeweiht werden. So komme ich auch nicht aus der Übung was die Weihnachtsplätzchen betrifft.

Das folgende Rezept habe ich übrigens in der aktuellen Ausgabe der Landgenuss gefunden und etwas abgewandelt. Leider wird die Zeitschrift eingestellt, wie ich in den letzten Tagen vom Verlag informiert wurde. Schade, ich habe sie immer sehr gemocht.


Rüblikuchenwürfel
für ca. 24 Stück

250 g Karotten, geschält und in grobe Stücke geschnitten
4 Eier
1 Prise Salz
200 g brauner Rohrzucker
200 ml (ca. 160 g) Rapsöl
175 g Dinkelmehl Type 630
100 g gemahlene Mandeln
1 EL Backpulver
Abrieb von einer unbehandelten Zitrone
Saft von 1/2 Zitrone
250 g Puderzucker
250 g Butter, weich
500 g Frischkäse
24 Marzipanmöhrchen

Karotten in den Thermomix geben und 10 Sekunden auf Stufe 5-6 fein zerkleinern, ggf. zwischendurch die Karotten mit dem Spatel von der Topfwand lösen. Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen (das würde auch im Thermomix funktionieren, mache ich aber lieber mit dem Handrührgerät). Eigelb, braunen Zucker und Öl zu den Karotten geben und alles 30 Sekunden auf Stufe 5 verrühren. Mehl, Mandeln und Backpulver miteinander vermengen und zur Karottenmischung geben. Kurz auf Stufe 4 verrühren, dann das Eiweiß unterheben.

Eine eckige Backform (ich habe meine große Auflaufform 24x36 cm verwendet) mit Backpapier auskleiden und den Teig einfüllen. Im unteren Drittel des auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backofens ca. 35 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!). Abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Zitronenabrieb und Zitronensaft mit dem Puderzucker, der Butter und dem Frischkäse zu einer geschmeidigen Masse verrühren. Bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.

Ausgekühlten Kuchen halbieren, dann die Hälften waagerecht durchschneiden. Crème auf den unteren Böden gleichmäßig verstreichen. Die Oberteile in ca. 6x6 cm große Würfel schneiden und auf die Crème setzen. Böden entsprechend zerteilen.

Ich habe nicht die ganze Crème auf den Böden verstrichen, sondern etwas in einen Spritzbeutel gefüllt. Mit diesem habe ich kleine Tupfen auf die Würfel gespritzt und Marzipanmöhrchen darauf gesetzt. Alternativ dazu die Rüblikuchenwürfel mit etwas Puderzucker bestäuben.



Spiegelei-Muffins
für 24 Stück

1 große Dose halbierte Aprikosen
4 Eier Gr. L
1 Glas (200 ml) Rohrzucker
1 Glas Rapsöl
2 1/2 Gläser Dinkelmehl Type 630
1 EL Backpulver
300 g Frischkäse
100 g Joghurt
100 g Puderzucker

Aprikosen auf ein Sieb geben und abtropfen lassen - dabei den Saft auffangen. Eier mit dem Rohrzucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Rapsöl und 100 ml (1/2 Glas) Aprikosensaft zufügen und gut verrühren. Zuletzt das Mehl und Backpulver unterrühren.

Teig auf 24 Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) ca. 25 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Frischkäse, Joghurt und Puderzucker verrühren. Mit einem Löffel auf den Muffins verteilen uns mit den Aprikosen belegen. Vor dem Servieren mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen.



Schoko-Häschen
für ca. 32 Stück

370 g Dinkelmehl Type 630
2 TL Kakao
250 g Butter, kalt
120 g brauner Rohrzucker
1 Ei
1 Msp. Kardamom, gemahlen
ggf. 50 g Puderzucker
und 1 TL Zitronensaft

Mehl und Kakao in den Thermomix geben und kurz auf Stufe 3-4 mischen. Butter in Flöckchen, Zucker, Eigelb und Kardamom zufügen und alles 15 Sekunden auf Stufe 4-5 vermengen. Dann aus dem Mixtopf nehmen und kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde kühl stellen.

Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.

Teig portionsweise zwischen Frischhaltefolie etwa 3 mm dick ausrollen und Häschen ausstechen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und im Ofen etwa 10-12 Minuten backen. 

Wer möchte, der kann die Häschen noch mit Zuckerguß verzieren. Dazu Puderzucker und Zitronensaft verrühren, in einen kleinen Plastikspritzbeutel geben und die Plätzchen mit dem Guss verzieren.

Samstag, 24. Januar 2015

Saucen-Schlacht

Im Salat-Posting hatte ich die diversen Saucen erwähnt, die ich für das Winter-BBQ gemacht habe. Ich habe mit für die Saucen Milchflaschen aus Glas besorgt, die eine schön große Öffnung haben und deswegen für die Saucen sehr gut geeignet sind. Basis für alle Saucen (außer der BBQ-Sauce) sind jeweils selbst gemachte Mayonnaise und Naturjoghurt. Hier kommen die Rezepte dazu...
 

Fruchtige Curry-Sauce
für ca. 1,2 Liter

200 g Mayonnaise
750 g Naturjoghurt
1 Mango, die Hälfte fein gewürfelt, den Rest püriert
2 Zehen Knoblauch, gerieben
2 EL Currypulver
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Paprikapulver
1/2 Chilschote, ohne Kerne und feinst gehackt
Saft und Schale von 1/2 Zitrone
2 EL brauner Rohrzucker
2 EL Honig
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Knoblauch-Sauce
für ca. 1 Liter

200 g Mayonnaise
750 g Naturjoghurt
40 g Knoblauch, grob gehackt
1 Bund Schnittlauch, in Ringe geschnitten
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer

Knoblauch mit einem Teil des Joghurts pürieren, dann mit den restlichen Zutaten verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Hot BBQ-Sauce
für ca. 1,3 Liter

180 g Zwiebeln (rot & weiß), grob gewürfelt
2 EL Pflanzenöl
6 EL brauner Rohrzucker
6 Knoblauchzehen, grob gehackt
50 g Whisky
2 EL Hickory-Rauchsalz
1 geh. EL Pimenton de la Vera dulce
1 1/2 TL Pimenton de la Vera picante
1 TL Cumin (Kreuzkümmel), gemahlen
200 g Tomatenmark (1 Tube)
500 g passierte Tomaten
1 Chilischote, ohne Kerne und grob gehackt
1 EL geriebener Ingwer
500 g Orangensaft
50 g Balsamico-Essig
50 g Honig

Zwiebeln in den Thermomix geben und 5 Sekunden auf Stufe 4-5 zerkleinern. Mixtopf öffnen, Zwiebeln mit dem Schaber nach unten schieben, dann Öl hinzufügen, Mixtopf verschließen und 5 Minuten bei 100 °C auf Stufe 1 anschwitzen. Nach 2 Minuten den Zucker durch die Deckelöffung zufügen.

Mixtopf öffnen, restliche Zutaten in den Mixtopf geben, wieder verschließen, Messbecher aufsetzen und alles bei 100 °C 20 Minuten auf Stufe 1 kochen lassen. Zuletzt kurz auf Stufe 7 bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Natürlich kann man die Sauce auch in einem Topf machen (dann ggf. die Zwiebeln, Knoblauch und Chilischote etwas feine schneiden). Dann muss halt von Hand gerührt und die Sauce am Schluß mit dem Stabmixer püriert werden.


Preiselbeer-Meerrettich-Sauce
für ca. 800 ml

150 g Mayonnaise
500 g Naturjoghurt
250 g Preiselbeeren aus dem Glas
60 g Tafelmeerrettisch aus dem Glas
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Honig-Senf-Sauce
für ca. 1 Liter

150 g Mayonnaise
500 g Naturjoghurt
3-5 EL Honig
200 ml mittelscharfer Senf
100 g grober Senf
2 Zehen Knoblauch, gerieben
1 Kästchen Kresse, gehackt
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.