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Montag, 30. November 2020

[Koch mein Rezept] Obers trifft Sahne

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den tollen Blog Obers trifft Sahne und Volkers Blogevent Koch mein Rezept.]

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft


Volker von Volker mampft hat vor ein paar Monaten ein neues Blog-Event ins Leben gerufen: Koch mein Rezept! Um was es geht (immer noch der geklaute Text von Volker): "Alle Teilnehmer bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog suchen sich die Teilnehmer selber ein Rezept aus, welches sie adaptieren wollen. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird, ob man ein veganes Rezept mit Fleisch pimpt oder es genau andersherum macht. Dazu wird der geloste Blog seinen Lesern kurz vorgestellt und eine inhaltlich deutlich tiefere Vernetzung zwischen den Blogs kann so entstehen." Bei der ersten Runde hatte ich das Vergnügen Jankes Soulfood vorstellen zu dürfen, in der zweiten Runde Ninamanie. Und weil es so viel Spass gemacht hat bin ich auch in Runde drei mit dabei.

Ich darf Euch heute Petra von Obers trifft Sahne vorstellen. 

Petra bloggt seit 2011 auf Obers trifft Sahne - hmmm, so viel Österreichisch verstehe ich noch, dass ich weiss, dass Obers gleich Sahne ist. Ist Petra also Österreicherin? Nein, sie wohnt in Weimar. Nach etwas Recherche auf dem Blog kam die Erleuchtung - Petra hatte in ihren Anfangstagen noch zwei Mitbloggerinnen aus Österreich. Deswegen also Obers (Österreich) trifft Sahne (Deutschland). Inzwischen bloggt sie allerdings sehr erfolgreich solo. So ist zum Beispiel 2017 ihr Buch "Weimarer Mundart" mit Geschichten und Rezepten quer durch ein Küchenjahr erschienen.

Es ist immer schön, wenn man sehen kann, wie sich ein Blog im Laufe der Zeit so entwickelt. Deswegen schaue ich mir gerne zuerst das älteste und dann das neuste Rezept an. Und da hat sich einiges entwickelt. Jedenfalls hatte ich mit meiner Strategie Glück und habe mich direkt in Petras erstes Rezept verliebt. Diese Entscheidung war damit getroffen. Jedenfalls präsentiere ich heute.... Fischtopf Toscana. Das Rezept hat Petra bereits im August 2011 verbloggt und ist genau mein Ding. Im Gegensatz zu den aktuellen Posts gibt es im Beitrag nur das Rezept und nicht noch eine Geschichte darum herum - soviel dann zum Thema Entwicklung ;-). Aber genau so habe ich ja auch einmal angefangen - und das macht mir Petra, auch wenn ich sie nicht persönlich kenne, gleich super sympathisch. In meinen frühen Bloggertagen waren bei mir sogar oft keine Fotos enthalten (oder sie waren wirklich schlecht). Vielleicht sollte ich das mal nachholen und die Rezepte einfach wieder aufleben lassen *gedanklicheinenknoteninsohrmache*. Aber vielleicht übernimmt das ja auch jemand aus der Koch mein Rezept-Gemeinschaft - wer weiss?

 So jetzt aber zum (leicht abgewandelten) Rezept...
 
 
Fischtopf Toscana à la Petra von Obers trifft Sahne
für 2 Personen als Hauptgericht
 
3 EL Olivenöl 
1 Schalotte, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt 
2 EL Tomatenmark
1 Dose gehackte Tomaten (leider war die eigene Tomatensaison schon rum)

1 EL frischer Thymian, die Blättchen abgezupft
250 g Cocktailtomaten, halbiert 
400 g Kabeljauloin, in ca. 2 cm große Würfel geschnitten
400 g vorgegarte Garnelen, geschält
250 g frischer Baby-Blattspinat 
Salz und Pfeffer
Zucker 
 
Olivenöl in eine große Pfanne geben und die Schalotte darin bei mittlerer Hitze anschwitzen. Wenn die Würfelchen schön glasig sind den Knoblauch und das Tomatenmark zufügen. Kurz braten, dann die gehackten Tomaten und den Thymian zufügen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen. 

Cocktailtomaten und Kabeljauwürfel zugeben. Auf kleiner Flamme 5 Minuten garen, dann Garnelen und Spinat zufügen. Alles vorsichtig verrühren und weitere 5 Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Ein bisschen Chiabatta dazu reichen, dann hat man ein schönes, mediterranes Fischgericht.  



Liebe Petra,
 
es war mir ein großes Vergnügen, Dich, Deinen Blog und Dein Rezept vorzustellen - hoffentlich stimmen auch alle Fakten. Ein paar kleine Änderungen am Rezept habe ich vorgenommen (Fischart und -Menge, etwas Tomatenmark dazu und das Basilikum durch Thymian ersetzt). Sowohl meinem Mann als auch mir hat der Fischtopf hervorragend gemundet.

Danke und liebe Grüße
Andrea


Freitag, 13. November 2020

[Kulinarische Weltreise] Irland - Irish Seafood Chowder

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus Irland widmen.]
 
 Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei
 
Volker mampft hat uns im November mit der kulinarische Weltreise nach Irland geschickt. Irland ist bekanntermaßen eine Insel, die von Wasser umgeben ist (haben Inseln halt so an sich). Und im Wasser schwimmen Fische. Und anderes Meeresgetier. Deswegen gibt es heute mal ein Fischsüppchen. Das heißt bei den Iren dann aber nicht Suppe sondern Chowder. Chowders sind cremig-gehaltvolle Suppen mit (viel) Sahne. In diesem Fall mit Sahne und Kartoffeln. Und noch eine Besonderheit hat diese Chowder - sie wird nicht nur mit frischem sondern auch mit Räucherfisch zubereitet. Das gibt ihr einen kleinen Extra-Kick.

Ich empfehle dazu ein paar Waterford Blaas zu backen - mit den leckeren Brötchen kann man dann die sämige Brühe schön auftunken und die Schale sauber auswischen...


Irish Seafood Chowder
für 2-4 Portionen (Hauptgericht/Vorspeise)

2 EL Butter
1 Zwiebel, fein gewürfelt
3 kleine Karotten, geschält und gewürfelt
2 Stangen Sellerie, gewürfelt
3-4 mittelgroße Kartoffeln, geschält und gewürfelt
500 ml Fischfond (alternativ Gemüsebrühe)
4 Zweiglein Thymain, die Blättchen abgezupft
1 Lorbeerblatt
Suppengrundstock
150 g helles Fischfilet (moi: Seelachs), gewürfelt
150 g Lachsfilet, gewürfelt
150 g Garnelen
150 g gekochtes Muschelfleisch
150 g Stremellachs, gewürfelt oder in Stücke gezupft
200 g Sahne
Salz und Pfeffer
etwas Zitronensaft
Petersilie, gehackt

Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Karotten, Sellerie und Kartoffeln hinzugeben. Fischfond angießen. So viel Wasser hinzufügen, dass alles gut bedeckt ist. Thymian und Lorbeerblatt in den Topf geben und alles mit Suppengrundstock würzen. Zugedeckt auf mittlerer Hitze ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind. Die Kochzeit ist stark davon abhängig, wie groß bzw. klein das Gemüse geschnitten ist. Fischwürfel zufügen und im Sud ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze garen. Nach 5 Minuten die Garnelen und das Muschelfleisch zugeben und mit erhitzen. Zuletzt Stremellachs und Sahne zufügen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren die Petersilie untermengen.
 
 
 
 
 





Mittwoch, 29. Juli 2020

[Kulinarische Weltreise] Schweden - Teil III

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um schwedische Gerichte widmen.]

Wir befinden uns immer noch bei der kulinarischen Weltreise nach Schweden, wohin uns Volker von Volker mampft im Juli entführt.Gestern gab es bereits einen glasierten Senf-Preiselbeer-Braten mit Honig-Senf-Sauce, vorgestern Knäckebrot mit Kräuter-Radieschen-Quark.

Heute habe ich sozusagen dem Höhepunkt des damaligen Bufferts für Euch - die kleine Variante der schwedischen Smörgåstårta - kleine, herzhafte Brottörtchen mit köstlichen Cremes aus Frischkäse, Fisch und Kräutern. Zugegeben, sie sind ein bisschen aufwändig in der Herstellung, aber ein richtiger Hingucker auf dem Buffettisch.



Kleine F(r)ischkäse-Törtchen - angelehnt an die schwedische Smörgåstårta
für 8 Stück

16 Scheiben Vollkorntoast (ca. 500 g)
16 Scheibnen Buttertoast (ebenfalls ca. 500 g)
1 kg Doppelrahm-Frischkäse
300 g Räucherlachs (250 g fein würfeln, den Rest in feine Streifen schneiden)
200 g geräucherte Makrele ohne Haut
1 Bund frische Kräuter (z.B. Schnittlauch, Petersilie, Dill, Kerbel), gehackt
2-3 EL Gemüsemeerrettich aus dem Glas (frisch gerieben geht natürlich auch)
Salz und Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß
1 Beet Kresse
ein paar Radieschen, fein gewürfelt

Aus den Brotscheiben mit Hilfe von Servierringen Kreise ausstechen. (Die Reste des Toastbrots kann man in Würfel schneiden und trocken. Dann später zu Semmelknödeln oder Semmelbröseln weiter verarbeiten.) 

4 Schüsseln bereitstellen. In 3 Schüsseln jeweils 200 g Frischkäse geben, in die 4. 400 g. Fen Frischkäse in der ersten Schüssel mit dem fein gewürfelten Lachs vermengen. Mit Salz (vorsichtig!), Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Die nächsten 200 g Frischkäse mit den Kräutern vermengen. Salzen und pfeffern. Die 3. Portion mit klein gerupftem Makrelenfilets verrühren. Wieder salzen (vorsichtig) und pfeffern. Die letzte, größte Portion mit dem Meerrettich verrühren. Gff. mit etwas Pfeffer und Salz würzen. Massen bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank lagern.

Die Lachsmasse auf 8 Kreise Vollkorntoast verteilen und glatt streichen. Jede Scheibe anschließend in einen von 8 Servierringen legen.  Kräutermasse auf 8 Kreise Buttertoast verteilen und glatt streichen. Als zweite Lage die Servierringe legen. Makrelenmasse auf den restlichen 8 Vollkorntoast-Ringen verteilen. Als dritte Lage in die Servierringe legen und mit einer Scheibe Buttertoast bedecken. Etwas fest drücken und 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Dann die Brottürmchen aus den Ringen lösen. Rundherum mit Hilfe einer Palette mit dem Meerrettichfrischkäse bestreichen. Vor dem Servieren nochmals kalt stellen, dann mit dem restlichen Räucherlachs, Radieschen und Kresse garnieren.




Am Freitag, wenn dann alle Beiträge zur Weltreise nach Schweden online sind, wird es an dieser Stelle dann noch die Zusammenfassung mit allen teilnehmenden Blogs geben...  


Ulrike von Küchenlatein mit Safranpfannkuchen – Saffranspannkaka Britta von Backmaedchen 1967 mit Schwedische Haferflocken-Kekse Janke von Jankes*Soulfood mit Blåbärssoppa - schwedische Blaubeersuppe mit Grießklößchen Nadine von Möhreneck mit Köttbullar mit Rahmsauce (vegan) Tina von Küchenmomente mit Typisch schwedische Zimtschnecken mal anders Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka - schwedischer Schokokuchen Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor - Schwedische Kartoffelkloesse Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe - Haselnusskuchen mit Kaffee Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa - Schwedische Sommersuppe Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar - Schwedische Hackfleischbaellchen Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan - Schweinefilet mit Banane Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar - Zitronentraum Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob Sonja von fluffig & hart mit Mandeltårta - Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk - schwedische Kartoffelpfannkuchen Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel - Krusbärspaj med mandel Conny von food for the soul mit Kanelbullar - schwedische Zimtschnecken Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj - Knusperblaubeerkuchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf Simone von zimtkringel mit Janssons frestelse - Janssons Versuchung Ute von wiesengenuss mit KÅLDOLME - mit Moosbeeren Henrike von EinfachSchweden mit Saftiger Zimtschnecken-Rührkuchen - Kanelbullesockerkaka Susanne von magentratzerl mit Erbsen-Kartoffelknödel mit Specktopping Sus von CorumBlog 2.0 mit Hallongrottor – Himbeertörtchen Britta von Brittas Kochbuch mit Knäckebröd - Knäckebrot Katja von Kaffeebohne mit Sommersalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pyttipanna Tina von Küchenmomente mit Brödkakor - rustikales Fladenbrot aus Schweden Nadine von Möhreneck mit vegane Kanelbullar Britta von Brittas Kochbuch mit Schwedische Haferkekse Sus von CorumBlog 2.0 mit Schwedisches helles Karottenbrot Katja von Kaffeebohne mit Schwedischer Garnelencocktail Carina von Coffee2Stay mit Grötbröd - Porridge-Brot Sylvia von Brotwein mit Lachs beizen - Rezept mit Gin, Zitrone und Rote Bete Christian von SavoryLens mit Chokladbollar - Schwedische Schokoladenkugeln Andrea von our food creations mit Vollwert-Knäcke mit Kräuter-Radieschen-Quark Andrea von our food creations mit Glasierter Senf-Preiselbeer-Braten mit Honig-Senf-Sauce Andrea von our food creations mit Kleine F(r)ischkäse Törtchen - angelehnt an die schwedische Smörgåstårta Sylvia von Brotwein mit Roggen Knäckebrot Rezept - knusprig herzhaft Volker von Volkermampft mit Schwedische Köttbullar - besser als bei Ikea! Volker von Volkermampft mit Kalops - Schwedisches Rindergulasch mit Roter Beete

Freitag, 12. Juni 2020

Fisch am Freitag: Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von schnellen und selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs.]

Zorra von Kochtopf.me hat zusammen mit Verena von Verena's Blog für schöne Dinge zum Blog-Event CLXIV - Einfach gut! aufgerufen. Es geht dabei um ein einfaches, aber leckeres Rezept für jeden Tag, für dessen Zubereitung man nicht länger als 30 Minuten brauchen sollte.

Das kann ich... denn bei uns wird eigentlich jeden Tag frisch gekocht und nach der Arbeit steht mir wirklich nicht der Sinn nach aufwändigen Gerichten. Schnell und lecker ist dann auch meine Devise. So auch heute...


Blog-Event CLXIV - Einfach gut! (Einsendeschluss 15. Juni 2020)

Kennt Ihr das? Ihr kommt nach einem langen Arbeitstag, der sich wie Gummi gezogen hat, nach Hause und da wartet bereits ein hungriger Ehemann auf Euch... Ihr habt eigentlich nicht wirklich große Lust zum Kochen, aber nachdem Ihr Euch den ganzen Tag nur von Reiswaffeln ernährt habt, hängt Euch der Magen in den Kniehkehlen... genau so ging es mir heute. Also kurz mal den Kühlschrank gecheckt, grünen Spargel und Lachs gefunden. Aber was als Beilage dazu reichen? Kartoffeln - nee, fällt mir nichts dazu ein. Reis - den gab es erst gestern. Pasta - geht eigentlich immer, aber da die bei uns immer frisch gemacht wird müsste ich ja anschließend das Maschinchen von Hand abspülen. Aber Nudeln waren trotzdem eine Idee, denn ein Päckchen Glasnudeln habe ich immer in der Vorratsschublade. Und siehe da, so schnell entwickelt man eine Ratz-Fatz-Feierabend-Rezept.



Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs
(für 2 Portionen)

100 g Glasnudeln
500 g grüner Spargel (*)
2 EL Sesamöl (alternativ anderes Pflanzenöl)
300-400 g frisches Lachsfilet ohne Haut, in 2 cm große Würfel geschnitten
2 EL Sojasauce
2 EL Sweet-Chili-Sauce (am besten selbst gemacht nach diesem Rezept klick)
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Koriander, gehackt 
1/2 Lauchzwiebel, in feine Ringe geschnitten
Sesamsaat

Glasnudeln nach Packungsangabe mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Spargel im unteren Drittel schälen, die holzigen Enden abschneiden und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Sesamöl in einer (Wok-)Pfanne erhitzen und den Spargel darin kräftig anbraten. Dann Hitze herunterregeln und Soja- und Sweet-Chili-Sauce zufügen. Lachs dazugeben und alles ca. 5 Minuten dünsten - der Lachs sollte in der Mitte noch leicht glasig und der Spargel bissfest sein. Dann die Glasnudeln abgießen, abtropfen lassen und zusammen mit dem Koriander untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Auf Schälchen verteilen, mit Lauchzwiebel und Sesamsaat garnieren und sofort servieren. Fertig!




(*) Und wenn gerade keine Spargel-Saison ist, kann man diesen einfach durch Pak Choi, (TK-)Erbsen und/oder Zuckerschoten ersetzen.

Mittwoch, 11. April 2018

Wir retten was zu retten ist - Bouletten & Co.

Uiii, die Zeit vergeht rasend schnell und schon wieder ist die Rettungstruppe unterwegs. Dabei haben wir doch erst das Ei gerettet!

Rettet die Boulette!
Es lohnt sich, die Boulette, das Fleischpflanzerl oder die Frikadelle zu retten. Man glaubt nicht, auf welche Ideen die Fertig-/ Halbfertigindustrie so alles kommt: Frikadellen aus Schweinefleisch, Geflügel, mit und ohne Gemüse, Soja-Bratlinge und vieles mehr. Ach, die bei Kindern so beliebten Mini-Frikadellen habe ich vergessen. Und dann gibt es noch die Tütchen, mit denen man Vollkorn-, Soja- oder Dinkel-Bratlinge machen kann. Einfach mit Wasser anrühren und fertig ist die Masse. In den meisten dieser gerade genannten Produkten sind viele Zusatzstoffe enthalten, schmecken nach "Einheitsbrei" und meist gewinnt bei den Fertigfrikadellen auch noch der Bäcker und/oder das verwendete Fleisch ist von minderer Qualität mit vielen Knorpeln (wobei ich hier nicht von den Frikadellen rede, die in manchen Fleischereien in der heißen Theke angeboten werden - diese werden oft noch in handwerklich guter Qualität vom Metzger liebevoll hergestellt).


#wirrettenwaszurettenist
Die Rettungstruppe um Susi und Sina rettet seit nun über 4 Jahren Gerichte vor der Lebensmittelindustrie. Inzwischen gibt es fast jedes Gericht, und sei es noch so einfach, als Fertig-, Halbfertig- oder Tütenprodukt zu kaufen – und oft mit einer langen Liste an Zusatzstoffen. Dass das nicht sein muss, zeigen die Teilnehmer der Rettungsaktionen immer wieder, denn meistens lassen sich die Gerichte ohne viel Aufwand auch selbst herstellen. Mit allen Vorteilen, denn wenn ich z.B. meine Frikadelle selbst herstelle, dann weiss ich, was drin ist.

Ich habe heute Fischbouletten dabei - in der de Luxe-Variante mit Garnelen und einer fruchtigen Mango-Salsa.



Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa
für 4 große Portionen als Hauptgericht

Fischbouletten

8 Scheiben (Vollkorn-)Toastbrot 
500 g Lachsfilet gewürfelt und angefroren
200 g Sahne, wirklich gut gekühlt 
3 Eier, direkt aus dem Kühlschrank
Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
250 g Garnelen, geschält und entdarmt, grob gehackt
1/2 Bund Koriander, gehackt (alternativ Petersilie)
Suppengrundstock (alternativ Salz)
Salz und Pfeffer
Paprika edelsüß
Butterschmalz zum Braten

Toastbrot entrinden, grob zerpflücken und kurz in der Küchemaschine zu Bröseln verarbeiten - dabei darauf achten, dass die Brösel nicht zu fein werden. In eine Schüssel umfüllen.

Lachs und Sahne in die Küchenmaschine geben und auf höchster Stufe fein pürieren, dann Eier unterrühren. Anschließend die Toastbrotbrösel, Zitronenabrieb, Garnelen und Koriander untermengen. Mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und Paprika würzen. 1 Stunde kalt stellen.

Dann in einer großen Pfanne Butterschmalz erhitzen. Mit feuchten Händen aus der Masse kleine Laibchen formen (Achtung, sehr weich!) und bei nicht zu hoher Hitze von beiden Seiten braten. Ggf. die fertigen Bouletten im vorgewärmten Backofen warm halten bis die Masse komplett aufgebraucht ist.


Mango-Salsa

1 Mango, geschält und kein gewürfelt
3 EL Sweet-Chili-Sauce
3 EL Mango-Essig (oder anderer Fruchtessig)
3 EL Zitronensaft
etwas Zitronenabrieb
1/2 Bund frischer Koriander, gehackt (alternativ Petersilie)
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken. Zugedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen.

Zum Servieren die Bouletten mit Salsa und ggf. etrwas Salat auf Tellern anrichten.




Wer jetzt noch Lust auf mehr Rezepte zum Thema Bouletten, Frikadellen und Co. hat, der wird bei den anderen Mitgliedern der Rettungstruppe bestimmt fündig: 

Brittas Kochbuch - Vegane Pilzfrikadellen 
CorumBlog 2.0 - Lamm-Frikadellen 
genial-lecker - Fischbuletten 
German Abendbrot - Hackfleischbällchen in Biersoße 
giftigeblonde - Faschierte Laberl am Spieß 
lieberlecker - Crevetten Tätschli 
magentratzerl - Pastinakenlaibchen
Pane-Bistecca - Panierte Chuegeli 
Turbohausfrau - Butterschnitzel 
Unser Meating - Vegetarische Fleischküchle

Wie immer geht ein besonderer Dank an Sina, die Giftige Blonde und Susi, die Turbohausfrau als Initiatorinnen  des Rettungsgedankens und die Helfer, die sich im Hintergrund um die Veröffentlichung in anderen Social Media kümmern.

Sonntag, 5. März 2017

Fischer's Fritz ist wieder unterwegs

Gestern waren wir wieder einmal in Mannheim unterwegs und sind kulinarisch natürlich fündig geworden: der erste Skrei des Jahres (zumindest für uns).

Die Idee zu diesem Gericht ist eine kleine Abwandlung eines Rezepts von Christoph Rüffer.


Skrei mit Balsamico-Schmand-Linsen und Meerrettich
für 4 Personen

2 EL Butter
3 kleine Schalotten, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, ebenfalls klein gewürfelt
100 g Frühstücksspeck (Bacon), in feine Streifen geschnitten
150 g kleine, grüne Linsen (ich: Alblinsen)
100 ml Weißwein (ich: Moriot Muskat vom Weingut Gröhl)
60 g Karotten, gewürfelt
80 g Pastinaken, gewürfelt
30 ml weißer Aceto Balsamico
200 g Schmand
Zucker
Salz und Peffer
800 g Loin vom Skrei (im ursprünglichen Rezept wurde Zander verwendet)
etwas Mehl
1-2 EL Butterschmalz
1/2 Limette
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten (ich: Petersilie)
ein kleines Stück frischer Meerrettich, geschält und gerieben

Butter in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch und Bacon darin andünsten. Linsen zufügen und mit dem Weißwein ablöschen. 400 ml Wasser angießen. Zum Kochen bringen und 30 Minuten köcheln lassen. Nach 20 Minuten Karotten, Pastinaken, Aceto Balsamico und Schmand zugeben. Die Flüssigkeit sämig einkochen lassen. Mit Suppengrundstock, etwas Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Warm halten.

Skrei in 4 oder 8 gleich große Stücke teilen (ich bevorzuge kleinere Stücke, denn der Fisch ist sehr "blättrig" und lässt sich so besser wenden. Größere Stücke fallen gerne auseinander). In Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Fisch bei nicht zu großer Hitze auf der Hautseite anbraten, bis er knusprig und goldbraun ist. Dann wenden und fertig garen. Mit etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer würzen. 

Die warmen Linsen auf Tellern anrichten und den Fisch darauf geben. Mit Schnittlauch (Petersilie) und Meerrettich bestreuen. 



Sonntag, 21. Februar 2016

Ins Netz gegangen

Ja, wir haben ihn bekommen - Skrei! Die Saison ist kurz und im letzten Jahr haben wir sie verpasst. Um so mehr haben wir uns gefreut, dass wir gestern ein schönes Filet erstehen konnten.

Der Skrei ist im Grunde ein norwegischer Kabeljau der besonderen Art: Einmal im Jahr ereignet sich vor den Lofoten ein faszinierendes Naturschauspiel, da riesige Schwärme des Skreis aus der eisigen Barentssee kommen. Die Fangsaison des Winterkabeljaus beginnt im Januar und endet im April, wenn er zur Barentssee zurückkehrt.

Auf den Lofoten genießt der Skrei eine ganz besondere Wertschätzung, da der Fisch das größte Exportgut der Inselkette ist. Um ihn zu fangen, gehen die Fischer hohe Risiken ein. Tosende Stürme, Kälte und reißende Strömungen machen den Skreifang zu einem gefährlichen und schwierigen Unterfangen. Dabei wird hauptsächlich mit Lang- und Handangelleinen oder kleineren Netzen gefischt. Dank effektiver Schutzmaßnahmen ist es den Norwegern gelungen, den Bestand dauerhaft zu bewahren. (Quelle: www.deutschesee.de)


Skrei auf Senf-Spitzkohl
für 2-3 Personen

600 g Spitzkohl, in Streifen geschnitten
1 EL Butterschmalz
1 Schalotte, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
50 ml Noilly Prat (trockener Wermut)
100 ml trockener Weißwein
200 g Sahne
1 EL Suppengrundstock
1 EL grober Senf
1 EL mittelscharfer Senf
Zucker
Salz und Pfeffer
Butter
ca. 1-2 EL Mehl 
600 g Skrei

Spitzkohl in reichlich Salzwasser 2 Minuten blanchieren, dann abgießen und in kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen. In einem Topf Butterschmalz erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig andünsten. Knoblauch zufügen, dann mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen. Flüssigkeit um die Hälfte einreduzieren lassen. Sahne angießen, Suppengrundstock, groben Senf und Spitzkohl dazugeben, alles verrühren und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten dünsten.

In der Zwischenzeit in einer Pfanne die Butter erhitzen. Den Fisch in Portionsstücke teilen, im Mehl wenden und auf der Hautseite anbraten. Fisch wenden und auf der anderen Seite garziehen lassen.

Kohl mit dem mittelscharfen Senf, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Alles auf Tellern anrichten.



Sonntag, 14. Februar 2016

Fenchel & Orange

In unserem Urlaub auf Usedom haben wir im Standhotel Heringsdorf eine leckere Suppe gegessen: Fenchel-Orangen-Suppe mit einer Garnele. Ich bin ja nun nicht wirklich der Fan von Fenchel, aber die Suppe war äußerst lecker. So haben wir beschlossen, diese zu Hause einmal nachzukochen. Dumm nur, dass wir kein Rezept dafür haben. Also haben wir einfach probiert...


Fenchel-Orangen-Suppe mit Räucherlachs
für 4 Personen als Vorspeise

2 EL Olivenöl
1 Schalotte, gewürfelt
2 Knollen Fenchel, in Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
(Noilly Prat oder Pastis - sie Bemerkung am Schluss)
Saft von 2 großen Orangen
400 ml Geflügelfond (Fischfond könnte ich mir aber auch gut vorstellen)
100 g Sahne
Abrieb von 1/2 Orange
1 EL Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
200 g Räucherlachs, in Streifen geschnitten

Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotte darin glasig anschwitzen. Fenchel und Knoblauch zufügen, ca. 2 Minunten dünsten. Mit Orangensaft ablöschen, dann Fond und Sahne angießen. Orangenabrieb und Suppengrundstock zufügen. Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 12-15 Minuten köcheln lassen, bis der Fenchel weich ist. Dann pürieren, mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller verteilen, mit Räucherlachs und ggf. etwas Fenchelgrün garnieren.


Die Suppe war lecker, allerdings hätte ihr ein Schuss Noilly Prat oder Pastis gut getan um den Geschmack noch etwas zu verstärken. Gut wäre es auch, den Räucherlachs durch eine Garnele zu ersetzen, denn der Lachs war fast zu kräftig für das feine Süppchen.

Freitag, 25. Dezember 2015

Fischer Fritz fischt...

Wir haben es uns dieses Jahr zu Weihnachten einfach gemacht: den heiligen Abend, an dem sowohl der Lieblingsgatte als auch ich noch arbeiten mussten, haben wir zusammen mit Freunden verbracht. Geplant war der Abend mit 3 Familien, so dass sich jede um einen Teil des Menüs kümmern durfte. Dass wir letztendlich ein paar Personen mehr waren, war nicht so tragisch, da die Portionen stets großzügig bemessen sind.

Wir haben jedenfalls die Vorspeise beigetragen. Die kann man ganz einfach vorbereiten, so dass wir am Abend selbst nicht viel Arbeit damit hatten. Am meisten gefreut habe mich allerdings, dass selbst die weniger fisch-affinen Gäste um einen Nachschlag baten.


Räucherfisch-Terrine
für 8-12 Portionen

800 g Frischkäse
400 g geschlagene Sahne
125 g geräucherte Forelle
4 EL frische Kräuter, gehackt (Schnittlauch, Petersilie, Dill)
1-2 TL Wasabipaste (alternativ Meerrettich verwenden)
12 Blatt Gelatine
250 g Stemellachs
1 TL Tomatenmark
Paprikapulver
Salz und Pfeffer 
etwas Feldsalat, Räucherlachs und Forellenkaviar zur Deko

Eine Kastenform (oder mehrere kleine Sturzformen) mit Frischhaltefolie auskleiden.

Die Hälfte des Frischkäses mit den Forellenfilets, Kräutern und der Wasabipaste verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 6 Blatt Gelatine in kaltem Wasser ca. 5 Minuten quellen lassen. In einem kleinen Topf etwas Sahne erhitzen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen (darf nicht kochen!). Etwas von dem Forellenfrischkäse unterrühren, dann die Gelatine zügig unter den Frischkäse rühren. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, die Hälfte der geschlagenen Sahne unterheben. Masse in die Kastenform geben und glatt streichen. In den Kühlschrank stellen.

Die andere Hälfte des Frischkäses mit dem Stremellachs und Tomatenmark verrühren. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. 6 Blatt Gelatine in kaltem Wasser ca. 5 Minuten quellen lassen. In einem kleinen Topf etwas Sahne erhitzen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen (darf nicht kochen!). Etwas von der Frischkäsemasse unterrühren, dann die Gelatine zügig unter den Frischkäse rühren. Wenn die Masse zu gelieren beginnt die restliche Sahne unterheben. Masse in die Kastenform geben und glatt streichen. Im Kühlschrank mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, fest werden lassen.

Zum Servieren die Terrine stürzen, ggf. in Scheiben schneiden. Mit Feldsalat, Räucherlachsrosen und etwas Kaviar garnieren.


Sonntag, 15. März 2015

Breakfast

Ich habe wieder zugeschlagen und die gefühlt einhundertste Pfanne gekauft. Es sind zwar nur 11 Pfannen, die wir besitzen, aber diese musste einfach sein, denn sie ist quadratisch. Das ist ja noch nichts besonderes, viele Steakpfannen haben dieses Format. Aber die Neue hat eben nicht diese Rillen, denn ich wollte eine Pfanne für quadratische Crêpes haben. Ich finde, dass sich diese besser aufrollen und/oder in Scheiben schneiden lassen. 

Jedenfalls musste sie heute eingeweiht werden. Und da sich im Kühlschrank viele Eier und Räucherlachs befanden, wurden heute Morgen eben gefüllte Crêpes gemacht. 



Crêpes mit Räucherlachsfüllung
für 4 Crêpes

130 g Milch
3 Eier Gr. M
100 g Dinkelmehl Type 630
3 EL flüssige Butter
Salz
1/2 Bund Petersilie, gehackt - besser wäre 1 Beet Kresse
200 g Schmand
200 Räucherlachs, fein gewürfelt
2 TL Meerrettich aus dem Glas
Paprika-oder Chilipulver
Pfeffer 
Butterschmalz zum Braten

Mehl, Milch und 1 Prise Salz verrühren. Die Hälfte der Petersilie, Eier und Butter unterrühren. Teig 15 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit Schmand mit dem Räucherlachs und der restlichen Petersilie verrühren. Mit Meerrettich, Pfeffer und Paprika-/Chilipulver würzen. Ich habe an dieser Stelle kein zusätzliches Salz hinzugefügt, denn der Lachs würzt meiner Meinung nach genug.

Eine beschichtete Pfanne mit etwas Butterschmalz ausreiben. Nacheinander 4 dünne Crêpes bei mittlerer Hitze backen. Die Crêpes mit dem Lachs-Schmand bestreichen und zu einer Rolle aufrollen. Die Rollen halbieren und servieren. 



Freitag, 16. Januar 2015

Fisch am Freitag: Matjes reloaded

Um es gleich vorweg zu sagen: dieses Gericht haben wir vor ziemlich genau 3 Jahren bereits einmal zubereitet, allerdings waren die Mengenverhältnisse etwas anders (das Rezept findet Ihr hier). Wir fanden es damals sehr lecker, deswegen die Neuauflage. Es passt auch wunderbar zum Günstig & Lecker-Event, denn es schlägt mit nur ca. 1,50 € pro Person zu Buche.


Fruchtiger Matjessalat
für 4 Personen
 
Saft von 1-2 Zitronen 
Zitronenabrieb von 1 Zitrone
1 Knoblauchzehe, gerieben
1 walnussgroßes Stück Ingwer, gerieben
2-3 EL Sweet Chilli-Sauce 
1/2 Bund Koriander, gehackt (alternativ Petersilie verwenden)
500 g Matjesfilets, gewürfelt
1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
1 Avocado, gewürfelt
1 Mango, gewürfelt
Filets von 2 Orangen, gewürfelt
Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer 

Zitronensaft- und Schale mit Knoblauch, Ingwer, Sweet Chili-Sauce und Koriander in einer Schüssel verrühren. Fisch-, Zwiebel-, Avocado-, Mango- und Orangenwürfel hinzufügen und gut vermengen. Mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken. Am Besten zugedeckt im Kühlschrank mindestens eine Stunde ziehen lassen.

Als Beilage Pell- oder Bratkartoffeln servieren.
 

Kochevent

Donnerstag, 17. Juli 2014

Frischer Fisch

An das Leben hier in Brandenburg könnte ich mich echt gewöhnen: Sonne, Seen und viel Zeit, auf der faulen Haut zu liegen. Das Einzige, was ich hier vermisse, sind Weinberge und ein guter Wein. Aber wir haben ja vorgesorgt und uns ein paar Fläschchen aus der Wahlheimat mitgebracht, so dass wir diesen auch hier genießen können.

Heute haben wir einen schönen Ausflug gemacht und die Orte der Kindheit von Herrn P. besucht. Es hat sich viel verändert, zum Guten wie auch zum Schlechten. Es gibt hier tatsächlich Orte, die fast ausgestorben sind, denen man ansieht, dass sie regelrecht sterben. Viele schöne Häuser stehen leer und verfallen - was mir persönlich fast das Herz bricht, denn es steckt so viel Potential in ihnen.

Nun gut, ich kann nichts daran ändern, aber im Laufe des Tages sind wir nach Bestensee gekommen. Dort hatten wir vor Jahren einen Karpfen gekauft, der extra für uns aus dem See geholt wurde. Und wir haben Lust auf frischen Fisch bekommen. Also sind wir wieder zu diesem kleinen Fischladen gefahren und haben wirklich frische Forellen gekauft: eine schöne Lachsforelle für Herrn P. und eine etwas kleinere (Bach?-)Forelle für mich. Ihre letzte Ruhestätte haben sie auf einem schönen Gemüsebett gefunden, bevor wir sie genüsslich verspeist haben.





Forellen auf Gemüsebett 
für 2 - 3 Personen

500 g Stangenbohnen, in Stücke geschnitten
250 g frische Champignons, geviertelt
250 g Zucchini, gewürfelt
250 g kleine Tomaten, halbiert
2-3 Kartotten, in dünne Scheiben geschnitten 
1-2 EL frische Thymianblättchen
1 TL frische Rosmarinnadeln, gehackt
1-2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 Forellen, gewaschen und ausgenommen (zusammen ca. 600 - 800 g)
1 unbehandelte Zitrone, in Scheiben geschnitten
etwas Butter und Ölivenöl
Salz und Pfeffer

Das Gemüse in eine große Auflaufform legen, mit der Hälfte der Kräuter und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles mit etwas Olivenöl beträufeln. Forellen von innen und außen salzen und pfeffern. Die restlichen Kräuter und Knoblauch in der Bauchhöhle verteilen und ein paar Zitronenscheiben sowie Butterflöckchen hineinlegen. Die Forellen auf das Gemüsebett lehgen, die restlichen Zitronenscheiben und weitere Butterflöckchen darauflegen. Mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) garen. Der Fisch ist gar, wenn sie die Rückenflossen gut herausziehen lassen. Bei uns hat das ca. 50 Minuten gedauert.

Den Fisch zusammen mit dem Gemüse, der Garflüssigkeit und etwas frischen Baguette servieren.



Samstag, 22. März 2014

Fleisch

Wir weilen ein paar Tage in München. Mit dem vollen Programm - allerdings stehen darauf nicht die typischen Touri-Attraktionen , dafür aber der Besuch von Dallmayer, Manufaktum, Frischeparadies und so weiter. Wir hatten Glück und haben hier in München auch endlich wieder Maldon-Salz bekommen - und haben gleich den 1,5 kg Vorrats-Eimer mitgenommen.

Nachdem wir am Donnerstag leckeres Sashimi hatten (der Lachs aus dem Frischeparadies ist dafür wirklich zu empfehlen), gab es gestern Abend leckeres Entrecote und Skrei-Loins vom Grill. Dazu gab es einen schnellen Nudelsalat und eine Kräuter-Parmesan-Butter.


Kräuter-Parmesan-Butter

250 g weiche Butter
100 g Parmesan, frisch gerieben
1 Bund gemischte Kräuter, gehackt (z.b. Bärlauch und Petersilie)
1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gerieben
Salz und Pfeffer

Butter mit Parmesan, Kräutern und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zum Servieren kalt stellen.

Freitag, 14. Februar 2014

Fisch am Freitag: Scholle mit Sauce au vin blanc

Auf der Suche nach einem Skrei-Rezept bin ich vor kurzem bei Arthurs Tochter kocht gelandet. Und habe mich in dieses Rezept verliebt. Die Sauce schien zwar etwas aufwändig, aber hat danach gerufen, nachgekocht zu werden. Ich habe heute zwar keinen Skrei, aber mit einem schönen Schollenfilet sollte das doch auch schmecken, oder? Eigentlich wäre das ein Sonntagsessen, aber da gibt es ja schon Wild...

Im Gegensatz zu meinen lila Gnocchi ist das Püree dieses Mal schön leuchtend geblieben. Keine Ahnung, was ich hier anders gemacht habe.


Schollenröllchen auf violettem Püree mit Sauce au vin blanc
für 4 Personen

Violettes Püree
1 kg violette Kartoffeln
250 g Butter, geschmolzen
Salz und weißer Pfeffer

Kartoffeln ungeschält in Salzwasser gar kochen. Wasser abgießen und die Kartoffeln aisdampfen lassen. Pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Masse mit der geschmolzenen Butter vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Sauce au vin blanc
30 g Butter
3 Schalotten, gewürfelt
5 cl Noilly Prat
100 ml trockener Weißwein
400 ml Geflügelfond
200 ml Sahne
Salz und weißer Pfeffer
2 EL geschlagene Sahne

Butter in einem Topf erhitzen, Schalotten dazugeben und ca. 5 Minuten glasig anschwitzen. Noilly Prat dazugeben und die Flüssigkeit sanft reduzieren, bis sie fast verkocht ist. Den Weißwein und Geflügelfon angießen. Auf knapp 250 ml einreduzieren, dann die Sahne zufügen und weitere 5 Minuten sanft köcheln lassen. Sauce durch ein feines Sieb gießen (ggf. nochmals durch ein Tuch laufen lassen). Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sauce aufschäumen und 2 El geschlagene Sahne unterheben.

Schollenröllchen
 4 Schollenfilets
Salz und Pfeffer
4 TL Kräutersenf
etwas Fett

Schollen längs in je 2 Filets schneiden, leicht salzen und pfeffern. Mit je 1/2 Tl Kräutersenf bestreichen. Aufrollen und mit Holzspießchen feststecken. Schollenröllchen auf einen gefetteten Dünsteinsatz  setzen. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, den Dünsteinsatz einsetzen und zugedeckt bei 8 Minuten garen lassen. 

Je 2 Schollenröllchen auf ein Bett aus violettem Püree setzen und Sauce dazu geben. Eventuell mit etwas Petersilie garnieren.

Freitag, 7. Februar 2014

Fisch am Freitag: Skrei aus dem Ofen

Es ist Skreisaison (Anfang Januar bis Ende April) - und ein paar Mal müssen wir uns diesen feinen Fisch gönnen. So auch heute.


Skrei aus dem Ofen mit Petersilienpüree
 für 2 Personen

500 g Skreifilet mit Haut
300 g mehligkochende Kartoffeln, geschält & gewürfelt
200 g Petersilienwurzel, geschält & gewürfelt
100 ml Milch
2 EL Butter
1 Bund Petersilie, gehackt
Öl zum Anbraten
100 g Bacon, in Scheiben
2 EL Körnermix (Kürbis-, Sonnenblumen- und Pinienkerne)
Abrieb von 1 Zitrone
Salz und Pfeffer

In den Backofen eine feuerfeste Form stellen und diesen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Den Skrei in Portionsstücke schneiden, salzen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend kalt abbrausen und mit Küchenpapier trocken tupfen.

Kartoffeln und Petersilienwurzeln ungesalzenem Wasser weich kochen. Wasser abgießen und alles gut abdampfen lassen. Dann zerstampfen und die zuvor erwärmte Milch darübergeben. Butter und Petersilie einrühren, Püree mit Salz und Pfeffer abschmecken. Warm halten.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Fisch darin auf der Hautseite kräftig anbraten. Die Stücke anschließend mit der Hautseite nach oben in die Form legen und im Backofen in ca. 4 Minuten weitergaren, bis sie gerade durchgegart sind.

Inzwischen Bacon in Stücke schneiden und in der Pfanne mit dem Fischbratfett goldbraun und knusprig braten. Körnermix und Zitronenschale in die Pfanne geben und mit dem Bacon mischen.

Fischfilets mit dem Püree und dem gebratenen Bacon auf Tellern anrichten.



Freitag, 31. Januar 2014

Fisch am Freitag: Schollenfilets mit Tomaten

Schon sehr lange gab es keinen frischen Fisch mehr im Hause P. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich ein paar schöne Schollenfilets erstehen konnte. Leider mache ich mir beim Einkauf oft noch nicht Gedanken, wie ich meine Käufe letztendlich zubereiten möchte. Denn hätte ich dies getan, dann hätte ich auch noch ein paar Krabben und Speckwürfelchen gekauft. So aber musste ich mit dem vorlieb nehmen, was ich zu Hause hatte. Deswegen kommen die Schollenfilets heute mal etwas anders daher...


Schollenfilets mit Tomaten
für 2 Personen

 50 ml Weißwein
3 EL Olivenöl
1 EL Weinessig
1 TL brauner Rohrzucker
1 EL Sweet-Chili-Sauce
1 TL - 1 EL Tomatenmark
250 g Cocktailtomaten
etwas Zitronenabrieb
Salz und Pfeffer
1 Frühlingszwiebel, in Ringe geschnitten
1/2 Bund gemischte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Kerbel...), gehackt
300-400 g Schollenfilets
etwas Mehl
2 EL Butter 

Weißwein mit Olivenöl, Essig, Rohrzucker, Sweet-Chili-Sauce und Tomatenmark aufkochen. Dann die Tomaten zugeben. Bei mittlerer Hitze 3-5 Minuten vorsichtig garen - die Tomaten dürfen nicht zerkochen. Mit Zitronenschale, Salz und etwas Pfeffer würzen. Abgedeckt warm halten.

Die Schollenfilets trockentupfen, mit Salz und Pfeffer würzen. Auf beiden Seiten in Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Fischfilets darin erst auf der weißen, dann auf der dunklen Seite bei mittlerer Hitze in 6-8 Minuten goldgelb braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen. 

Tomaten nochmals kurz erhitzen, dann mit Sauce und Schollenfilets auf vorgewärmten Tellern anrichten. Frühlingszwiebeln und Kräutern darüber streuen.