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Dienstag, 2. Oktober 2018

Rettungsaktion - O'zapft is

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute dem Thema Oktoberfest-Spezialitäten widmen] 

Nachdem ich bei der August-Aktion zur Rettung von Blechkuchen ausgesetzt hatte, bin ich dieses Mal wieder dabei. Und was passt zur Zeit besser als das Thema "Oktoberfest"?


Wenn ich mir im Moment die Werbeprospekte der Supermärkte anschaue, dann werden neben (viel zu kurzen) Dirndel und kunstledernen Hosen auch fix-und-fertig-Haxn, -Schnitzel, -Knödel, -Obazda und was weiss ich was alles angeboten. Einfach gruselig. Mit vielen E's, Zusatz- und Konservierungsstoffen. Dabei lassen sich die meisten Sachen ohne viel Aufwand selbst herstellen. Braucht man wirklich ein Fix-Produkt? Nein!

Zurück zum Oktoberfest bzw. Wiesn: um ganz ehrlich zu sein, bisher habe ich es ganau 1x auf's Oktoberfest nach München geschafft. Dabei wohnen die Schwägerin und der Schwager in Steinwurfweite zur Theresienwiese. Ich weiss noch, dass es mir damals gesundheitlich nicht ganz so gut ging und ich außer einem (Bierkrug-voll!) Apfelsaftschorle nichts zu mir genommen habe. Aber das Essensangebot hatte ich genaustens studiert: Riesenbrezn, Fleischpflanzerl, Steckerlfisch, Ente mit Blaukraut und Knödeln, Weißwürste, Fischsemmeln (auf die steht mein Mann - angeblich die beste Grundlage für den Biergenuss), Ochsenfleisch, Leberkas-Semmeln, Obazda, Brathendl unsd für die Süßschnäbel: verzierte Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln und Dampfnudeln. Irgendwo gb es auch Haxen, an deren Beilagen ich mich aber nicht erinnern kann. Jedenfalls alles sakrisch teuer, aber ein wirklich großes Angebot.

Ich habe mich bei dieser Rettungsaktion für (mehr oder weniger) Finger-Food entschieden und Mini-Versionen von diversen Schmankerln gemacht. Basis dafür ist bei mir eine Brezn-Knödel-Masse.Die Brezn waren bei diversen Dorffesten hier im Ort übrig und da ich absolut gegen Verschwendung von Lebensmitteln bin, habe ich sie eingesammelt, klein geschnitten und getrocknet. Eigentlich sollten sie in kleiner Runde im Zuges eines Knödel-Events verspeist werden. Nun war das Wetter bisher aber einfach zu warm und die Menge an getrockneten Berzn-Stücken zu groß. Ich habe für diese Rettungsaktion bisher erst etwa 1/3 bis 1/4 meiner Vorräte aufgebrauch. Falls also noch jemand eine Idee für deren Verwendung hat, nur her damit!

Wiesn-Tapas - kurz Wipas

 



Grundmasse Brezn-Knödel

750 g getrocknete Brezn, in kleine Stücke geschnitten
1,5 L Milch
1 Metzgerzwiebel, fein gewürfelt
2 EL Butter
6 Eier
1 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz und Pfeffer

Milch erhitzen und über die trockenen Brezn-Stücke gießen. Abgedeckt etwa eine Stunde quellen lassen, dabei gelegentlich umrühren. In der Zwischenzeit die Zwiebelwürfel in der Butter glasig andünsten. Abgekühlte Zwiebeln, Eier und Petersilie unter die Ködelmasse mengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse ist recht feucht, kann nicht einfach für Semmelknödel verwendet werden.

Aber: die Masse kann gebacken (siehe Rezept herzhafte Cupcakes) oder zu Serviettenknödeln verarbeitet werden. Ich nutze dafür allerdings keine Serviette (oder Geschirrtuch) sondern gare sie in Frischhalte- und Alufolie.

Dafür ein großzügiges Stück Frischhaltefolie (darauf achten, dass diese erhitzbar ist - zB. Mikrowellenfolie) zuschneiden. Knödelmasse darauf geben und wie ein Bonbon einwickeln, dabei die Enden einzwirbeln. Alles zusätzlich in Alufolie packen. Ich habe aus der Masse (abzüglich der 12 Muffins) 5 Rollen mit ca. 5 cm Durchmesse und etwa 20 cm Länge bekommen.

Nun kann man die Rollen entweder im Dampfgarer (30 Minuten bei 100 °C) oder in einem Topf mit leicht siedendem Wasser (ebenfalls ca. 30 Minuten) garen lassen.






Herzhafte Cupcakes
für 12 Stück

In 12 gefettete Muffin-Förmchen Brezn-Knödel-Masse (Zutaten siehe oben) füllen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) ca. 35 Minuten backen. Abkühlen lassen und aus der Form lösen.

Obazda-Frosting

200 g Camembert oder Brie
300 g Frischkäse (Doppelrahm)
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt (ich: 3 Frühlingszwiebeln)
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Kümmel gemahlen (Obacht, nicht zuviel nehmen, schmeckt ziemlich vor)
Salz und Pfeffer
 Radieschen, Kresse und Frühlingszwiebel zur Deko

Camembert klein würfeln (oder zupfen), mit Frischkäse und Zwiebelwürfeln recht glatt rühren. Mit Paprikapulver, Kümmel, Salz und Pfeffer würzen. Kalt stellen.

Radieschen waschen und in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebel in feine Röllchen schneiden.

Abgekühlte Brezn-Muffins in Papierförmchen setzen. Obazda-Frosting in einen Spritzbeutel geben und auf die Muffins spritzen. Mit Radieschenscheiben, Kresse und Zwiebelröllchen ausdekorieren.

Wer den oben erwähnten Doppelrahm-Frischkäse verwendet, der kann die Masse tatsächlich auf die Cupcakes spritzen. Ich habe versehentlich beim Einkauf zu der leichteren Version mit Buttermilch gegriffen und mich gewundert, weshalb die Masse so flüssig war - echt peinlich!



Kleine Fleischpflanzerl-Burger
für 12 Stück

250 g gemischtes Hackfleisch (ich: Putenhack)
1 Ei
1 EL mittelscharfer Senf
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
Semmelbrösel
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Butterschmalz zum Braten 

24 Scheiben Brezn-Knödel (Rezept weiter oben)
etwas Butter zum Anbraten
etwas Senf
kleine Salatblätter
Radieschen in Scheiben
sauer eingelegte Gurken, in Scheiben geschnitten

Hack, Ei, Senf und Frühlingszwiebeln vermengen. Semmelbrösel zufügen. Masse mit Salz und Pfeffer würzen. Kleine Pflanzerl formen und von beiden Seiten in heißem Butterschmalz braten. 

Knödelscheiben in Butter anbraten. Die Hälfte der Scheiben mit etwas Senf bestreichen. Mit Salatblättern, Fleischpflanzerln, Gurken- und Radieschenscheiben belegen. Zuletzt mit den übrigen Knödelscheiben abdecken. 

Die Türmchen waren bei mir etwas instabil, so dass ich die "Burger" mit Spießen gesichert habe.



Weißwurst-Häppchen
für 18 Stück

18 Scheiben Brezn-Knödel
etwas Butter zum Anbraten
6 Weißwürste
1 EL süßer Senf
2 EL Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
1 EL weißer Balsamico-Essig
Salz und Pfeffer
Radieschen, gewürfelt
etwas Petersilie und Kresse zur Dekoration

Marinade aus Senf, Öl und Essig in einer nicht zu kleinen Schüssel herstellen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Weißwürste in heißes Wasser legen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Danach pellen und jeweils in 3 Stücke schneiden. Zusammen mit den Radieschenscheiben in die Marinade geben und 10 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Knödelscheiben in etwas Butter anbraten. Danach auf die Scheiben jeweils ein Petersilienblatt, ein Stück Weißwurst und eine Radieschenscheibe legen. Mit Spießchen fixieren und mit etwas Kresse bestreuen.




Leberkas-Schnittchen
für 12 Stück

4 Scheiben Leberkäse
12 Scheiben Brezn-Knödel
etwas Butter zum Anbraten
etwas süßer Senf
Radieschen, fein gewürfelt oder in Stifte geschnitten
etwas Kresse

Aus dem Leberkäse mit Hilfe eines Plätzchen-Ausstechers kleine, runde Stücke ausstechen. Zusammen mit den Knödelscheiben in etwas Butter anbraten. Aufeinander setzten, etwas Senf darauf geben, mit Radieschen und Kresse garnieren.


***

Bevor es zu den Rezepten der MitretterInnen geht, einen ganz besonderen Dank an Christine Blickle (aka Anna Antonia), die die Rettungstruppe seit dem Rücktritt der Gründerinnen Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde leitet. Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen.

Und wer jetzt noch mehr Lust auf Wiesn-Spezialitäten hat, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

auchwas - Haxen mit Kraut 
Cakes, Cookies and more -  Semmelknödel mit Pilzrahmsauce
CorumBlog 2.0 - Schnitzel mit Kartoffelsalat 
Das Mädel vom Land - Vegetarische Wies'n-Jause  
  Katha kocht! - Obazda “Light” 
lieberlecker - Weisswurst Salat 
Turbohausfrau - Obazda



Mittwoch, 24. Juni 2015

Da haben wir den Salat

Heute wurden fleißig Salate und Salatsaucen gerettet. Natürlich habe ich auch alle MitretterInnen auf deren Blogs besucht. Leckere Sachen habe ich dabei entdeckt und so gab es heute, Dank dieser Fülle von Inspirationen, einen Wurstsalat zum Abendessen. Der war innerhalb kürzester Zeit fix und fertig - ganz ohne Päckchen oder Tüte. Die meisten Zutaten kamen sogar aus dem eigenen Garten.

Die Varianten dieses Salates und unendlich vielfältig - bei mir kommt hinein, was gerade vorrätig ist: Tomaten, Ruccola, Zucchini, Käse, Radieschen, Bohnen, Mais, Kresse, Kohlrabi, Paprika, Mairübchen, Karotten, gekochte Eier, Gurken und Gürkchen...


Fleeschworschtsalat im Brötchen
für 4 Portionen

500 g Fleischwurst, in Würfel geschnitten
1 Bund Radieschen, gewürfelt
4 gelbe Zucchetti (Mini-Zucchini, ca. 10 cm lang), gewürfelt
250 g Cocktail-Tomaten, halbiert oder geviertelt
200 g Bergkäse, gewürfelt
4 Gewürzgurken, gewürfelt
4 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1 Bund Ruccola, in Streifen geschnitten
1-2 TL mittelscharfer Senf
8 EL Pflanzenöl (z.B. Rapskernöl)
4 EL Gewürzgurkensud
2 EL Weinessig
Zucker
Paprikapulver
Salz und Pfeffer

4 Brötchen 

Dressing aus Senf, Öl, Gurkensud und Essig anrühren. Mit Zucker, Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den restlichen Zutaten gut vermengen.

Von den Brötchen jeweils einen Deckel abschneiden, aushöhlen und den Salat darin anrichten.



Donnerstag, 29. Januar 2015

Reste vom Feste

Ja, bei unserem Fest sind auch ein paar Reste übrig geblieben - um ganz ehrlich zu sein, sogar ziemlich viel. Und nicht nur von den Salaten, die ich auch gerne an Kollegen abgegeben habe, nein, auch Fleisch war in Mengen übrig. Ein Teil wurde bis zur weiteren Verwendung eingefroren, einen Teil haben wir direkt weiter verwertet. So habe ich aus den Resten des Spanferkels diese kleinen Sülzchen hergestellt.


Spanferkelsülze
für ca. 10-12 Portionen

2 handvoll gegartes Spanferkelfleisch, gewürfelt (alternativ Bratenfleisch oder Kochschinken)
1/2 Glas sauer eingelegte Gurken, gewürfelt
1/2 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
500 ml Brühe
250 ml Gurkensud
10-12 Scheiben gekochtes Ei
2 Pk. AgarAgar (pflanzliches Geliermittel)
Salz und Pfeffer
1 EL mittelscharfer Senf
Crema de Balsamico
ggf. einige Salatblätter

Fleisch, Gurkenwürfel und Schnittlauch miteinander vermengen. In einem Topf Brühe, Gurkensud und AgarAgar aufkochen. Unter Rühren 2 Minuten köcheln lassen. Dann den Senf unterrühren. In 10-12 geeignete Sülzchenformen (müssen sich stürzen lassen, ich habe die Teelichtgläser vom bekannten schwedischen Möbelhaus verwendet, die jetzt allerdings kleiner ausfallen als früher) etwas von der Flüssigkeit gießen und je eine Scheibe Ei einlegen. Die Fleischmischung darauf verteilen und mit der restlichen Flüssigkeit aufgießen. Im Kühlschrank mindestens 3 Stunden fest werden lassen.

Salatblätter auf Tellern verteilen und die Sülzchen darauf stürzen. Mit Crema de Balsamico beträufeln und servieren. Als Beilage Brot reichen.


Im Hintergrund könnt Ihr übrigens mein schnelles Kartoffel-Fladenbrot  sehen. Das Rezept hat mir unser Facility Manager (also der Haus-Handwerker in der Firma) verraten und ich musste es gleich ausprobieren. Leider habe ich den Zettel schon wieder verlegt, aber ich bekomme es auch so zusammen. Und auch wenn mir vermutlich der Kopf abgerissen wird, es ist Kapü-Pulver drin! Aber bisher hatte ich noch nicht die Zeit um das Rezept päckchenfrei umzuschreiben - schließlich muss man (also ich) erst einmal die richtige Menge an gekochten Kartoffeln herausfinden.

Schnelles Kartoffel-Fladenbrot
für ein Backblech

500 ml Wasser 
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Meersalz
ggf. 1 EL Kräuter der Provence
1 Beutel Kapü-Pulver
500 g Dinkelmehl Type 630 plus etwas zum Arbeiten
etwas Ölivenöl
Meersalz-Flakes
Sesam und/oder Schwarzkümmel

Wasser im Thermomix in 3 Minuten/Stufe 1 auf 37 °C erhitzen. Hefe, Zucker, Meersalz und ggf. Kräuter der Provence zufügen und kurz auf Stufe 3-4 verrühren. Kapü-Pulver dazugeben, wieder kurz verrühren. Nun das Dinkelmehl zuwiegen und alles 2 1/2 - 3 Minuten auf Teigstufe kneten lassen.

Laut Rezept sollte der Teig jetzt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen. Ich lasse ihn im Topf ca. 30 Minuten gehen. Dann kurz durchkneten und auf einem Backpapier von Hand zu einem großen Fladen auseinanderdrücken. Nochmals kurz gehen lassen, dann mit den Fingern (oder einem Kochlöffelstiel) Vertiefungen in den Teig drücken. Fladen mit Olivenöl bestreichen. Mit Meersalz-Flakes, Sesam und/oder Schwarzkümmel bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) ca. 20-30 Minuten goldbraun backen. Am Besten lauwarm servieren.


Samstag, 3. Januar 2015

Schon wieder Linsen...

Nachdem es ja bereits an Silvester Linsen gab, stehen diese heute schon wieder auf dem Speiseplan. Aber mein Mann ist ganz verrückt nach den kleinen Dingern und sie lassen sie ja auch so vielfältig zubereiten. Da morgen wieder Fleisch auf dem Speisezettel steht, heute also eine fleischlose Variante. Rein theoretisch kann man für diese Bolognese so gut wie alles an Gemüse verwenden, aber leider hatte ich keinen Sellerie mehr im Haus und das restliche Wurzelgemüse (Pastinaken und Petersilienwurzeln) ist über die Feiertage im Gemüsefach eingetrocknet. Deswegen meine Version mit Karotte, Zucchini und Lauch. Die Kosten liegen bei ca. 1,00 - 1,50 Euro pro Portion.

Übrigens: während ich die Sauce gekocht habe, hat mein Göttergatte mit seiner Schwester telefoniert und sie wollte unbedingt das Rezept haben. Also habe ich mich mit dem Tippen beeilt und hier ist es:


Linsen-Gemüse-Bolognese
für 4 Personen

2 EL Pflanzenöl zum Anbraten
200 g Karotten, fein gewürfelt
2 kleine, rote Zwiebeln, gewürfelt
150 g grüne Le Puy-Linsen
2 EL Tomatenmark
50 ml trockener Rotwein
1 Dose stückige Tomaten
250 - 300 ml Wasser
1 kleine Zucchini, gewürfelt (ca. 200 g)
1 Stange Lauch, in feine Ringe geschnitten
1-2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
1 TL Pimenton de la Vera, dulce (alternativ Paprikapulver, edelsüß)
1/2 TL Thymian, getrocknet
1 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Brühe)
Zucker
Salz und Pfeffer 
400-500 g Nudeln nach Wunsch (bei uns Dinkel-Tagliatelle)
100-200 g frisch geriebener Käse, z.B. Parmesan

Öl in einem Topf erhitzen, Karotten- und Zwiebelwürfel darin 2 Minuten anbraten. Dann Linsen und Tomatenmark zufügen. Gut verrühren, mit Rotwein ablöschen, Tomaten, 250 ml Wasser, Zucchini, Lauch und Knoblauch hinzugeben. Mit Pimenton und Thymian würzen, aber noch keinen Suppengrundstock/gekörnte Brühe zufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25-30 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Ab und zu umrühren und gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzufügen.

In der Zwischenzeit die Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. Die Sauce mit Suppengrundstock, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Nudeln mit der Sauce und etwas frisch geriebenem Käse anrichten.


Da ich mal wieder eine 4-Personen-Portion gekocht habe und nun die Hälfte der Sauce noch übrig ist, wird es heute Abend eine vegetarische Pizza Bolognese geben. Dazu fix die Zutaten für einen Pizzateig zusammenkneten, auswellen und mit der restlichen Sauce bestreichen. Etwas geriebenen Käse darüber und ab damit in den Backofen...

Kochevent

Montag, 13. Januar 2014

Kein Shepherd's Pie

... aber dafür ein "Hunter's Pie", denn das Hackfleisch habe ich durch eine Champignon-Sauce (hier auch als Jäger-Sauce bekannt) ersetzt. Auf die Idee bin ich eigentlich nur gekommen, weil ich noch einen Rest Kartoffelstampf von gestern und ein Pfund frische Champignons im Kühlschrank hatte. Und immer nur Kartoffelsuppe aus den Resten zu machen ist ja langweilig.
 

Hunter's Pie
für 2 Personen

1 kleine Zwiebel, gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, fein gewürfelt
1-2 EL Butterschmalz
500 g frische Champignons, geviertelt
 250 ml Sahne
ggf. 250 g Erbsen
Suppengrundstock
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Petersilie, gehackt

ca. 300-400 g Kartoffelbrei/-stampf vom Vortag (oder frisch gemacht)

100 g würziger Käse, gerieben

Zwiebel und Knoblauch im Butterschmalz andünsten. Nach 2 Minuten die Champignonviertel zufügen und mit anbraten. Sahne angießen und ggf. Erbsen hinzufügen. Aufkochen, mit Suppengrundstock und Paprikapulver würzen. Etwas einköcheln lassen, dann Petersilie unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen.

Champignonsauce auf 2 feuerfeste Förmchen verteilen und mit dem Kartoffelbrei bedecken. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen, dann den Käse darüber streuen und weitere 10-15 Minuten goldgelb überbacken.


... und so sieht das Gericht dann aus, wenn man zu viel Sauce unten in die Auflaufform macht. Natürlich hätte ich die Form vor dem Fotografieren auch ein bisschen putzen könne, aber dann wäre es ja nicht mehr authentisch gewesen ...

 Als Variation dazu kann ich mir auch gut eine Gemüsemischung unter der Kartoffelhaube vorstellen - dann wäre es wohl ein Gardener's Pie.

Sonntag, 30. Juni 2013

Resteverwertung

Wenn wir grillen, dann ist auch Gemüse dabei. Leider landet dieses so gut wie immer als letztes auf dem Grill... und dann sind wir in der Regel bereits pappsatt. Nun haben wir aber die ultimative Lösung für dieses "Problem" gefunden, denn wir machen aus den Resten einfach ein Pesto. Da es sich um Reste handelt ist das Rezept ohne Mengenangaben.

Pesto aus gegrilltem Gemüse 

gegrilltes Gemüse (Zucchini, Aubergine, Zwiebel, Knoblauch, Paprika, Tomaten)
ggf. etwas Tomatenmark
Olivenöl
frischer Thymian
frischer Rosmarin
Paprikapulver, edelsüß
Zucker
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Parmesan

Das gegrillte Gemüse grob zerkleinern und in ein hohes Gefäß geben. Parmesan, Thymianblättchen und Rosmarin zufügen. Mit dem Stabmixer fein pürieren, dabei Olivenöl zufügen, bis eine cremige Masse entsteht. Mit Paprikapulver, Zucker, Salz und Pfeffer würzen.

Wer das Gemüse statt auf dem Grill in der Pfanne brät, der kann dem rauchigen Geschmack mit Pimenton de la Vera statt normalem Paprikapulver nachhelfen.

Samstag, 2. Februar 2013

Cheesy Saturday

Der heutige Tag steht im Zeichen des Käses - wie man unschwer am Post-Titel erkennen kann. Nun gut, wir konnten heute auf dem Marktbesuch beim Käse-Dealer nicht widerstehen und so hat es die eine oder andere Käsesorte ins Einkaufskörbchen geschafft. Zu Hause mussten wir dann allerdings feststellen, dass im Kühlschrank aber auch noch einige Käseschätzchen vor sich hinschlummerten. Und so wurde heute das Käse-Reste-Fest angesagt.

 

Zum Mittagessen gab es leckere Flammkuchen mit Munster-Käse belegt - zu reinknieen lecker und total simpel in der Zubereitung. Pro Flammkuchenboden benötigt man einen Becher Schmand und 1 kleinen Munster-Käse. Den Boden mit dem Schmand bestreichen, mit dem in Scheiben geschnittenen Munster belegen, etwas Paprikapulver und Kümmel darüber streuen und dann 15 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 225 °C (Ober- und Unterhitze) backen. Et voilà - fertig ist das Gericht!




Zum Abendessen gab es noch mehr Reste... es waren noch gekochte Kartoffeln vom Vortag übrig. Und bei den Flammkuchen musste ich an unsere Kurzurlaube in Frankreich denken - in den Savoyen hatten wir mal leckere Tartiflette gegessen und so etwas inspiriert mich. Nun gut, vom Original-Gericht sind wir weit entfernt, aber lecker war es trotzdem. Denn das Original wird mit Tartiflette-Käse bzw. Reblochon gemacht und enthält auch viel mehr Speck.


Keine Tartiflette - oder: Kartoffel-Auflauf (für 2 Personen)

1 kleine Stange Lauch
gekoche Kartoffeln vom Vortag
etwas Öl
75 ml Weißwein
150 - 200 ml Sahne
Paprikapulver (edelsüß)
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
Zucker
200 g Raclette-Käse
8 dünne Scheiben Frühstücksspeck

Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Die Kartoffeln in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Lauch darin andünsten. Anschließend die Kartoffeln zufügen und anbraten. Mit dem Wein ablöschen, diesen fast vollständig einkochen lassen. Dann die Sahne angießen und alles aufkochen lassen. Mit Paprika, Muskat, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. In 2 kleine Auflaufformen füllen, Raclette-Käse darüber geben und die Speckscheiben oben auflegen. Im vorgeheizten Ofen bei 185 °C (Umluft) 30-35 Minuten goldbraun überbacken.



Zuletzt habe ich dann auch noch ein paar Kräuter-Käse-Klößchen für den Vorrat hergestellt...