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Freitag, 25. September 2020

[Rettungsaktion] Rund um die tolle Knolle

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um die Kartoffel widmen.]

Es ist wieder so weit und die nächste Rettungsaktion steht an. Die Rettungstruppe, eine Gruppe von Food-Bloggern,  will Lebensmittel und Gerichte vor der Lebensmittelindustrie retten und aufzeigen, dass man auch gut ohne Fertigpülverchen und Convenience-Produkte kochen kann. Heute dreht sich alles um die tolle Knolle - die Kartoffel. Das Thema ist kein neues, es gab bereits im Januar 2016 eine Kartoffelrettung - damals habe ich allerdings nicht teilgenommen. Wen es aber interessiert, was damals alles gerettet wurde, hier der Link zu Susi, der Turbohausfrau, die eine der Gründerinnen der Rettungsaktion ist *klick*.



Auch wenn es eine Vielzahl rettungswürdiger Produkte rund um die Kartoffel gibt (von Kartoffelpüree-Pulver über TK-Reibekuchen bis hin zu fix für...), habe ich mich entschieden, einen Kartoffelsalat zuzubereiten. Fertigen Kartoffelsalat kann man in jedem Discounter und Supermarkt kaufen. Ich bin schon vor Jahren dazu übergegangen, diesen nur selbst herzustellen, denn ich habe noch keinen einzigen Salat gegessen, der wirklich geschmeckt hat. Oft sind die Kartoffeln nicht komplett durchgegart (damit sie besser in Form bleiben) und der Salat ist mit viel zuviel (billigem) Essig und/oder Säuerungsmittel angemacht - das verlängert zwar die Haltbarkeit, trägt aber nicht zu einem guten geschmacklichen Erlebnis bei. 

Mein Kartoffelsalat ist dieses mal etwas ausgefallener, denn für das Dressing habe ich dieses Mal auch fein geschnittene Sardellenfilets verwendet. Aber keine Angst, wenn der Salat durchgezogen ist, dann ist der leichte Fischgeschmack nur noch ganz hintergründig. Probiert es aus, meine Testesser fanden ihn ganz wunderbar.

 


Mediterraner Kartoffelsalat
für eine große Schüssel

1,2 kg Kartoffeln, festkochend
200 ml Wasser
125 ml Olivenöl
2-3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
3 Sardellenfilets, feinst gewürfelt
1 TL frischer Thymian, gehackt (alternativ 1/2 TL getrockneter Thymian)
1 TL frischer Rosmarin, gehackt (alternativ 1/2 TL getrockneter Rosmarin)
75 ml heller Balsamico-Essig
1 EL grober Senf
1 EL Kapern (oder halbierte Kapernäpfel, dann aber mehr als 1 EL)
Oliven, Menge nach Wunsch, ganz oder halbiert
mindestens 250 g Cocktailtomaten, halbiert
250 g Büffelmozzarella (falls möglich Minis, ansonsten in Stücke geschnitten)
frischer Basilikum, gehackt
2 handvoll Ruccola
Salz und Pfeffer

Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser garen (ca. 30 Minuten, kommt auf die Größe der Kartoffeln an). In der Zwischenzeit Wasser, Öl, Suppengrundstock, Knoblauch, Sardellenfilets, Thymian und Rosmarin in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Nach 30 Minuten Essig und Senf unterrühren. Das Dressing sollte gut überwürzt sein.  

Die Kartoffeln etwas abkühlen lassen, dann pellen und in Scheiben schneiden/hobeln. Alternativ können die Kartoffeln auch in Stücke geschnitten werden. Zwischendurch immer wieder etwas von dem Dressing über die geschnittenen Kartoffeln geben. Kapern, Oliven, Tomaten und Mozzarella zufügen und alles gut vermengen. Mindestens 1-2 Stunden ziehen lassen - etwas länger schadet nichts, dann sollte der Salat allerdings besser in den Kühlschrank.

Vor dem Servieren Basilikum und Ruccola zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 




 Ich bin bei dieser Rettungsaktion natürlich nicht alleine und die MitretterInnen waren natürlich auch fleißig. Hier findet Ihr die Rezepte - schaut vorbei, es lohnt sich!

Cakes, Cookies and more - Bratkartoffeln 
Turbohausfrau - Erdäpfelkäs 
Das Mädel vom Land - Kartoffelrosen mit Endivienpesto 
genial lecker - Kartoffelpuffer 
Bonjour Alsace - Pommes frites einfach 
our food creations - Mediterraner Kartoffelsalat 


Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Auch ein herzliches Dankeschön an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt.

Donnerstag, 25. Juni 2020

[Kulinarische Weltreise] BBQ Special

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund ums Grillen/BBQ widmen. Zusätzlich erwähne ich eines unserer Grillsportgeträte, das wir aber gekauft haben - war leider nichts mit Sponsoring...]

Volker von Volker mampft ruft im Juni bei der Kulinarischen Weltreise zum BBQ Special auf. Gesucht werden Beiträge rund um das Thema Grillen. Dabei kann es sich um Reiseberichte, Buchrezensionen oder um Rezepte handeln, die allerdings eines gemeinsam haben - den Bezug zu einem Land der eigenen Wahl.

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft - BBQ Spezial

Ich habe Euch ein Rezept mitgebracht, das ich schon oft zubereitet habe. Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, weshalb es nicht schon längst auf dem Blog zu finden ist... ganz einfach: ich habe es bisher nie geschafft ein (gutes) Foto zu machen. Das Brot war nämlich nie lange genug auf einem Teller. Denn kaum waren 2 Brote fertig, da waren sie auch schon weggefuttert. Kurzum, ich bin mit dem Nachschub nicht schnell genug nachgekommen und mehr als einmal bin ich selbst am Ende leer ausgegangen. Das kommt davon, wenn man sich hungrige Freunde zum Grillen einläd  ;-) also immer gleich ein bisschen mehr Teig zubereiten...

Ich habe die Brote meistens auf der Eisenplatte von unserem Hot Table gemacht, der mit Holz befeuert wird. Die Brote benötigen aber eigentlich rund herum Hitze/Wärme. Also was tun? Dumm darf man ja sein, aber nicht einfallslos. Also habe ich extra für diesen Zweck zwei Cloches besorgt, die ich während dem Backen über die Brote stülpe. Problem gelöst!


Indisches Naan-Brot
für 6 Stück - das reicht für max. 3 Personen als Beilage (s.o.)

100 ml Milch, lauwarm
1 TL Trockenhefe
1/2 TL Zucker
100 g Naturjoghurt
250 g Mehl (moi: Dinkelmehl Type 630)
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
Butterschmalz oder Ghee zum Bestreichen
ggf. Knoblauch, frischer Koriander und Schwarzkümmel

Milch, Hefe und Zucker verrühren. 10-15 Minuten stehen lassen bis sich kleine Bläschen bilden. Joghurt, Mehl, Salz und Backpulver in eine große Schüssel geben. Hefelösung zufügen und alles mit dem Knethaken (oder in einer Küchenmaschine) zu einen homogenen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 30-60 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann den Teig kurz durchkneten und in 6 Portionen teilen. Mit der Hand (oder dem Nundelholz) zu länglichen, ca. 1/2 cm dicken Fladen formen. 

Nun die Fladen auf dem heißen (Kugel-)Grill bei indirekter Hitze von jeder Seite ca. 2 Minuten backen/grillen. Aber Vorsicht, die Brote verbrennen schnell, also immer ein Auge darauf werfen.

Alternativ lassen sich die Naan-Brote auch sehr gut in der Pfanne zubereiten.

Vor dem Servieren mit geschmolzenem Butterschmalz oder Ghee bestreichen. Auf den Schritt habe ich bisher meistens verzichtet, meine Gäste waren immer zu ungeduldig...

Als Variation kann man einen Teil der Brote (oder auch alle) mit gehacktem Knoblauch, frischem Koriander und Schwarzkümmelsaat bestreuen.


Nachtrag: Das Brot wurde von minime.life im Rahmen der Blog-Aktion "Koch mein Rezept" als vegane Variante veröffentlicht. Zu finden ist es hier *klick*.




Und wenn Ihr jetzt noch Lust auf mehr zum Thema internationale Grillspezialitäten habt, dann schaut doch mal bei den anderen Weltreisenden rein:

Susi von Turbohausfrau mit Erdäpfel-Focaccia
Wilma von Pane-Bistecca mit Folien-Fisch vom Grill
Michael von SalzigSüssLecker mit Yakitori - Grillhähnchen auf Japanisch
Wilma von Pane-Bistecca mit Gegrillte Pfirsiche auf Eis
Ronald von Fränkische Tapas mit Feuerkartoffeln
Susanne von magentratzerl mit Fisch-Zitronengras-Saté mit Acar
Wilma von Pane-Bistecca mit Pizza vom Grill - Italien
Britta von Brittas Kochbuch mit Flanksteak, grüner Spargel, Salate
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Galletto al Mattone – Hähnchen auf Backsteinart
Simone von zimtkringel mit Tomaten-Chili-Relish
Simone von zimtkringel mit Pestokranz
Sonja von fluffig & hart mit Dakkochi - Korean Streetfood
Sonja von fluffig & hart mit gegrillter Chicorée
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Vietnamesische Ente vom Grillspieß mit Sternanis und Honig
Sylvia von Brotwein mit Café de Paris Butter
Sylvia von Brotwein mit Russisches Schaschlik vom Grill
Katrin von Soulsister meets Friends mit BBQ Pulled Pork Südstaaten Style Pulled Pork aus dem Smoker
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Rinderrippchen auf Koreanisch mit eingelegtem Rettich
 

Mittwoch, 10. Juni 2020

Aprikosen-Chutney

Ich habe, mal wieder, zu viel Obst eingekauft. Passiert mir öfters, aber umkommen lassen kann ich die Lebensmittel nicht. In diesem Fall waren es einfach mehr Aprikosen als ich auf die Schnelle in Müsli und Snackdosen unterbringen konnte.

Also was damit machen? Ich hätte Marmelade, Sirup oder Chuntney daraus machen können und habe mich für die letzte Option entschieden.


Aprikosen-Chutney
(für ca. 3 Marmeladengläser)

150 g Rohrzucker
150 ml Weißweinessig
2 rote Zwiebeln oder Schalotten, fein gewürfelt
5-6 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
1 walnußgroßes Stück Ingwer, fein gewürfelt oder gerieben
1/2 TL Koriandersaat
1/2 TL Senfsaat
1/2 TL Cardamon-Saat
1 TL grüne Pfefferkörner
1 EL Meersalz
500 g Aprikosen, entsteint und gewürfelt

Alle Zutaten, bis auf die Aprikosen, in einen Topf geben und aufkochen. Wenn sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben die gewürfelten Aprikosen zufügen. Alles unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ohne Deckel 20 Minuten einkochen lassen.

Noch heiß in gut gespülte Gläser füllen, sofort verschließen und 10 Minuten auf den Kopf stellen so dass ein Vakuum entsteht.




Wir haben das Chutney noch am gleichen Abend zu ein paar Käsewürfeln gereicht. Ist aber auch lecker zu Gegrillten.


Montag, 25. Juni 2018

Alle lieben Pasta [Blogevent]

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Nudelsalaten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesem Thema widmen]

Bei Tastesheriff gibt es jeden Monat ein Blogevent zum Thema Pasta. Genau mein Ding, denn ich bin regelrecht pastasüchtig, seit ich mir einen Pastamaker zugelegt habe und nun wird hier oft und kräftig genudelt.

Auch für dieses Rezept habe ich die Nudeln selbst gemacht. Jedoch nicht jeder verfügt über so ein Pastamaschinchen - alternativ kann man dann 250 g getrocknete Pasta nach Wahl (z.B. Gabelspaghetti oder Rigatoni) verwenden.

Was die Kräuter betrifft: am schönsten sind hier natürlich Kräuter mit Zitrus-Aroma, wie Zitronenmelisse, Verbene und Zitronenthymian. Ich habe das Glück, dass Melisse und Thymian in meinem Garten en Masse wachsen und auch die Zitronenverbene fleißig in ihrem Kübel wächst. Prinzipiell kann man jedoch auch andere Gartenkräuter wie Petersilie und Schnittlauch verwenden.


Nudelsalat mit Erbsen und Kräuter-Zitrus-Dressing
für 4 Personen

300 g (TK-)Erbsen
200 g Zuckererbsen (Mange-tout), in Rauten geschnitten
300 g frische Pasta (moi: kurze Bucatini) - alternativ 250 g getrocknete Pasta nach Wahl

Dressing
100 ml Orangensaft
3 EL Sweet-Chili-Scauce
6 EL Raps- oder Olivenöl
3 EL Zitronenessig
Abrieb und Saft von einer unbehandelten Zitrone
1 Handvoll gehackte Kräuter (moi: Zitronenmelisse, -Verbene, -Thymian, Petersilie & Schnittlauch) 
Salz und Pfeffer

Salzwasser in einen Topf aufkochen, dann zuerst die TK-Erbsen hineingeben. Zugedeckt etwa eine Minute köcheln lassen, dann die Zuckererbsen zufügen. Weitere 4-5 Minuten köcheln lassen, dann abgießen und kalt abschrecken. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass die Meisten getrocknete Pasta verwenden... also Nudeln nach Packungsangabe bissfest kochen, abgießen und ebenfalls abschrecken. Dressing anrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Zusammen mit den Erbsen und Nudeln in eine große Schüssel geben. Gut vermengen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 



Samstag, 3. März 2018

Wintergrillen

Diese Woche hatten wir bei uns in der Firma ein externes Audit. Das Schöne an solchen Audits ist, dass es in der Regel etwas leckeres zum Essen gibt - der Auditor soll ja nicht verhungern. So auch dieses Mal: ein leckeres Fingerfood-Buffet. Unter anderem gab es dort kleine Gläschen mit Wintergemüse, das super fein geschmeckt hat. Ich wäre nicht ich,  wenn ich nicht den Versuch starten würde, so etwas Leckeres nachzukochen. Unser Wintergrillen bot sich dafür an, denn eine Gemüse- oder Salatbeilage kommt immer gut.



Lauwarmer Salat von Wintergemüse
für 4 Personen als Hauptspeise / 8 Personen als Beilage / 16 Vorspeisengläschen

insgesamt 2 Kilo (Winter-/Wurzel-)Gemüse, z.B.:
Kartofeln
Karotten
gelbe und/oder weiße Rübchen
Steckrüben
(lila) Süßkartoffeln
Pastinaken
Petersilienwurzeln
Kürbis
 Schalotten oder Zwiebeln
Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
Salz und Pfeffer

Dressing
Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
Weißweinessig 
1-2 EL grober Senf
3-4 EL Sweet-Chili-Sauce
Salz und Pfeffer

Gemüse, bis auf die Zwiebeln, schälen und in ca. 1-1,5 cm große Würfel schneiden. Schalotten bzw. Zwiebeln ebenfalls schälen und vierteln bzw. achteln. Auf einem Backblech verteilen, pfeffern, großzügig ölen und alles gut vermengen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (Umluft) 30-40 Minuten garen. Dabei das Gemüse ab und zu durchmischen.

In der Zwischenzeit das Dressing anrühren. Normalerweise verwende ich Essig und Öl im Verhältnis 1:2, hier allerdings 1:1, da das Gemüse ja bereits eine ordentliche Portion Öl abbekommen hat. 

Wenn das Gemüse fertig gegart ist (es darf aber noch einen leichten Biss haben), mit dem Dressing begießen, gut durchmischen und 30 Minuten im abgeschalteten Backofen ziehen lassen.

Vor dem Servieren in eine Schüssel, auf Teller oder in kleine Gläser geben.



Mittwoch, 14. Juni 2017

Burger-Mania bei der Rettungstruppe

Es ist wieder soweit - die nächste Rettungsrunde ist eingeläutet. Burger sind der Sommertrend, so dass man zur Zeit in jedem Frische- oder Tiefkühlregal Produkte rund um den Burger finden kann. Das reicht von Buns (Burger-Brötchen) über TK-Patties (das Hackfleisch) bis hin zum kompletten Burger.

Das muss allerdings nicht sein, denn Burger kann man ganz schnell und einfach selbst machen - ohne die vielen Zusatz- und Hilfmittelchen, die in den meisten Fertigprodukten enthalten sind.
 
Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben.


Griechischer Hirten-Burger
für 4 Stück

600 g Lammhack
1 EL frischer Thymian, gehackt
1-2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
Salz und Pfeffer
4 Scheiben Weißkäse in Salzlake (Fetakäse)
1 Fleischtomate, in Scheiben geschnitten
1/2 Salatgurke, in Scheiben geschnitten
1 rote Zwiebel, in Scheiben geschnitten
ein paar Salatblätter
4 Burger-Buns (Rezept weiter unten)
Tzatziki (Rezept auch weiter unten)
 ggf. Oliven und/oder eingelegte Pepperoni

Für die Fleisch-Patties das Lammhack mit dem Thymian und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut verkneten, dann vier Patties à 150 g formen. Ich verwende dafür eine Burger-Presse. 

Kleiner Tipp: wenn man diese mit Frischhaltefolie auslegt, dann lässt sich das Pattie besser aus der Form lösen. 

Um den Burger fertig zu stellen die Patties in der Pfanne / auf dem Grill braten. Das dauert in der Regel nicht alnge. In der Zwischenzeit die Buns aufschneiden und mit den Schnittflächen ebenfalls (in der Pfanne / auf dem Grill) kurz anrösten. Danach etwas Tzatziki auf das Unterteil geben und mit ein paar Salatblättern belegen. Darauf kommt nun eine Tomatenscheibe, dann das Fleisch-Pattie, dann Käse, Gurke und Zwiebel. Zuletzt nochmals ein Klecks Tzatziki und der Deckel des Buns. 

Wer möchte, kann den Burger nun noch mit einer Olive oder eingelegten Pepperoni garnieren.

Und schon ist der leckere Burger fertig - Ihr solltet allerdings genügend Servietten bereitlegen, denn der Burger ist nicht gerade einfach zu essen.





Schnelle Burger-Buns
für 6-8 Stück

1 Pk. Trockenhefe (7 g)
230 ml lauwarmes Wasser
30 g Zucker
80 ml Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
1 Ei
1 TL Salz
450 g Dinkelmehl Type 630
Sesam und/oder Schwarzkümmel

Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Hefe mit Wasser, Zucker und Öl verrühren. 5 Minuten stehen lassen. Eigelb, Salz und Mehl zufügen. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Teig in 6-8 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen.

Eiweiß leicht aufschlagen und die Buns damit bestreichen. Mit Sesam und/oder Schwarzümmel bestreuen. Im heißen Ofen ca. 18-20 Minuten goldbraun backen.




Tzatziki

1/2 Salatgurke, geschält und grob gerieben
1 EL Salz
250 g Quark 
250 g griechischer Naturjoghurt
2-4 Zehen Knoblauch, gerieben (je nach Geschmack)
Olivenöl
Weißweinessig
Salz und Pfeffer

Salatgurke schälen, grob reiben, salzen und zugedeckt 1-2 Stunden ziehen lassen. Danach gut ausdrücken. Mit Quark und Naturjoghurt verrühren. Knoblauch zufügen. Mindestens 6 Stunden ziehen lassen, danach mit Olivenöl, Weißweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken.



  Und hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka Kochtopf  Der Albóndigas Burger
Anna Antonia  Sultans Burger
auchwas  Fisch Burger
Brittas Kochbuch  Lammburger
Cuisine Violette  Grundrezept Burger-Patties
Food for Angels and Devil  Alpenburger
From-Snuggs-Kitchen  Cole Slaw
genial-lecker  Hamburger nach Rike
Leberkassemmel und mehr  Chili-Cheese-Burger
lieberlecker  Asia Burger
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau Burger
magentratzerl  Frankenburger
münchnerküche  Rauchige BBQ Sauce
Pane-Bistecca  Lachs – Hamburger
Summsis Hobbyküche – Cheeseburger ohne TamTam




Mittwoch, 12. August 2015

Wir retten was zu retten ist: Saucen, Dipps & Marinaden

Es ist so weit und die Rettungstruppe ist wieder ausgerückt. Dieses Mal wollen wir zeigen, dass es auf/am Grill auch ohne fertig mariniertes Fleisch und Saucen aus dem Glas geht. Mich schüttelt es immer wieder, wenn ich sehe, was an Samstagen so alles auf dem Kassenband der Supermärkte landet. Dabei ist es so einfach, sein Fleisch selbst einzulegen und eine (oder mehrere) Saucen anzurühren. Hier kommen also meine Ideen zu diesem Thema...


Ananas-Curry-Ketchup
für ca. 750 ml

500 g Ananas, grob gewürfelt
125-150 g Weinessig
4 TL Currypulver
1 TL Curcuma
1 TL Piment d'Espelette
100 g Honig
75 g brauner Zucker
1 EL Suppengrundstock
Salz (ca. 1 EL)
1-2 TL Speisestärke

Alle Zutaten, bis auf die Speisestärke, in den Thermomix geben, kurz auf Stufe 5 anpürieren und 15 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 kochen lassen. Dann die Speisestärke mit etwas Wasser anrühren, zur Sauce geben und weitere 2 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 kochen. Zuletzt 10 Sekunden auf Stufe 5 pürieren und sofort heiß in gut gespülte Flaschen/Gläser füllen und verschließen.

Alternativ kann man den Ketchup natürlich auch in einem normalen Topf zubereiten, dann einfach immer gründlich rühren und am Schluss die ganze Masse grundlich mit dem Stabmixer pürieren.



Sweet-Chili-Sauce

100 g rote Chilischoten, mit Samen in feine Streifen geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 Schalotte, fein gewürfelt
1 EL Tomatenmark
50 ml Reis- oder Weinessig
75 g Zucker
1 TL Salz

Alle Zutaten zusammen mit 250 ml Wasser iin den Thermomix geben und 20 Minuten bei 100 °C auf Stufe 2 kochen. Die Sauce sollte dabei dicklich werden. Sofort heiß in gut gespülte Flaschen/Gläser füllen und verschließen.

Auch diese Sauce lässt sich einfach in einem Topf zubereiten, dann sollte man allerdings das Rühren nicht vergessen.



Zitronen-Ajoli mit Schmand

1 Ei (ganz frisch!) - am besten dem Huhn unterm Bobbes wegklauen
1-2 TL Senf
220-250 ml Rapsöl
Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
2 Zehen Knoblauch, gepresst oder gerieben
200 g Schmand
Salz und Pfeffer

Ei, Senf, 1 EL Zitronensaft und Öl in ein hohes Gefäß (z.B. Mixbecher) geben. Den Stabmixer auf den Boden des Gefäßes setzen und einschalten. Wichtig ist es, dass der Stabmixer am Anfang des Mixvorgangs auf dem Boden bleibt. Nach ca. 30 - 60 Sekunden, wenn die Mayonnaise fest zu werden beginnt, den Mixer ganz langsam nach oben ziehen, bis das ganze Öl und die restlichen Zutaten eine homogene Masse ergeben. Am Ende den Mixer noch ein paar Mal auf und ab bewegen, damit auch das verbliebene Öl an der Oberfläche eingearbeitet wird. Knoblauch, Schmand, restlichen Zitronensaft und die Schale unterrühren. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.


Falls Ihr noch mehr Inspirationen braucht, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:


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Sonntag, 28. Juni 2015

Gepulled

Gestern haben wir auf dem Markt wieder eine Truthahnoberkeule mitgenommen - diese Mal wollen wir sie nach Art eines Pulled Pork machen. Der Grill scheidet schon wieder aus, denn das Wetter ist zu Zeit sehr unbeständig und es regnet immer wieder. Dieses Mal haben wir den Senf bereits mit den trockenen Zutaten gemischt und die Keule damit eingerieben. Ebenfalls neu ist in diesem Fall der Bratschlauch, in dem das Fleisch garen darf.

Ich Döspaddel habe natürlich vergessen, mich rechtzeitig um die Buns für die Burger zu kümmern - also musste eine schnelle Variante ohne Hefe her. Dazu habe ich einfach die Feta-Brötchen etwas abgewandelt.


Pulled Turkey aus dem Ofen
für 4 Personen

1,3 kg Truthahnoberkeule mit Knochen
200 ml Roséwein
Bratschlauch

Zutaten für den Rub
2 TL Hickory-Rauchsalz
2 TL brauner Rohrzucker
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
1 TL Pimenton de la Vera, dulce
1/2 TL Pimenton de la Vera, picante
1/2 TL Piment d'Espelette
1 TL Knoblauch, gerieben
1 TL Ingwer, gerieben
2 TL Senf, mittelscharf
1-2 EL Rapskernöl


Den Knochen aus der Oberkeule schneiden. Alle Zutaten für den Rub miteinander verrühren und die Oberkeule damit von allen Seiten gut einreiben. In Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank mindestens 12 Stunden einwirken lassen.

Das Fleisch aus der Frischhaltefolie nehmen und in den Bratschlauch legen. Wein angießen und den Bratschlauch verschließen. Schlauch an der Oberseite an einigen Stellen leicht einschneiden. In den Backofen geben und bei 120-125 °C (Umluft) 6 Stunden garen.

In der Zwischenzeit die Meerrettich-Knoblauch-Sauce machen - das Rezept dazu findet Ihr weiter unten.

Nach 6 Stunden das Fleisch aus dem Bratschlauch nehmen, in Alufolie wickeln und 1 Stunde in der Wärmekiste ruhen lassen. Die Wärmekiste in in meinem Fall einfach eine Kühlbox, in die ich zwei, mit kochendem Wasser gefüllte Sprudelflaschen lege (bitte Mehrweg-Flaschen verwenden, Einweg-Flaschen schmelzen, wenn sie mit kochendem Wasser gefüllt werden!). Brühe aufbewahren.

Während das Fleisch ruht, die Burger Buns herstellen.

Nach der Ruhezeit das Fleisch in eine Schüssel/Auflaufform o.ä. legen und mit zwei Gabeln auseinanderrupfen und mit etwas Weinbrühe vermengen.




Schnelle Burger Buns
für 8 Stück

1 Ei
250 g Joghurt
50 g Rapskernöl (oder Olivenöl)
50 g geriebener Emmentaler
100 g Dinkel-Vollkornmehl
200 Dinkelmehl Type 630
1 Päckchen Backpulver
1/2 TL Salz
Sesam zum Bestreuen

Backofen auf 185 °C (Umluft) vorheizen. Ei trennen, Eiweiß zusammen mit dem Joghurt und dem Käse in eine Schüssel geben. Mehl, Backpulver und Salz vermengen und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles gut verrühren. Aus dem Teig mit feuchten Händen 8 Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Mit Eigelb bestreichen und Sesam bestreuen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.



Scharfe Meerrettich-Knoblauch-Sauce

1 Ei
1-2 TL Senf
2-3 Knoblauchzehen, gerieben
225 ml Rapskernöl
1 EL Zitronensaft
150 g Joghurt
1 EL Meerrettich, gerieben
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten, bis auf Joghurt und Meerrettich, in ein hohes Gefäß (z.B. Mixbecher) geben. Den Stabmixer auf den Boden des Gefäßes setzen und einschalten. Wichtig ist es, dass der Stabmixer am Anfang des Mixvorgangs auf dem Boden bleibt. Nach ca. 30 - 60 Sekunden den Mixer ganz langsam nach oben ziehen, bis das ganze Öl und die restlichen Zutaten eine homogene Masse ergeben. Am Ende den Mixer noch ein paar Mal auf und ab bewegen, damit auch das verbliebene Öl an der Oberfläche eingearbeitet wird.

Die Hälfte der Ajoli mit dem Joghurt und dem Meerrettich verrühren. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.




Mittwoch, 24. Juni 2015

Wir retten was zu retten ist: Sommersalate

Es ist Grillsaison und was gehört zum Grillen dazu? Natürlich Salate. Nun ist es so, dass dabei oft auf Fertigprodukte aus dem Kühlregal des nächsten Supermarkts zurückgegriffen wird. Da die Salate in Massen produziert werden und zwecks der möglichst langen Haltbarkeit die diversesten Mittelchen zugesetzt werden, schmecken diese auch entsprechend. Um es kurz zu machen: ich bin kein Fan dieser Produkte und sie kommen bei mir auch nicht auf den Tisch. Denn man kann so schnell und einfach Beilagensalate selbst herstellen.

Deswegen ist die Rettungstruppe wieder ausgerückt und stellt Sommersalate vor. Hier kommt mein Beitrag, ein Cole Slaw (amerikanischer Krautsalat), bei dem der Karottenanteil allerdings etwas erhöht wurde.


Cole Slaw

1 kleiner Kopf Spitzkohl (geht auch mit normalem Weißkohl), in feine Streifen geschnitten
500 g Karotten, geschält und gerieben
2 Äpfel, gerieben
1 kleine Chilischote, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gerieben
150 g Sour Cream (Schmand)
6 EL Pflanzenöl
2 EL Weinessig
Saft von 1 Zitrone
Zucker
Salz und Pfeffer
1 Bund Petersilie, gehackt

Kohlstreifen zusammen mit dem Suppengrundstock (alternativ Salz verwenden) in eine Schüssel geben und verkneten. Damit wird die harte Struktur des rohen Kohls etwas aufgebrochen und er zieht schneller durch. Geriebene Karotten und Äpfel zufügen.

Chili, Knoblauch, Sour Cream, Öl, Essig und Zitronensaft verrühren und mit dem Salat vermengen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken - der Salat darf dabei eine leicht süßliche Note haben.

Der Salat sollte dann mindestens 4 Stunden im Kühlschrank ziehen können. Vor dem Servieren die gehackte Petersilie untermengen und den Salat nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Weitere Ideen zum Thema Sommersalate bei den MitretterInnen:


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Noch mehr Salate gefällig? Einfach hier klicken....



Montag, 8. Juni 2015

Grillen am Hochzeitstag? - Warum nicht!

Wir können uns noch gut an den 8. Juni vor acht Jahren erinnern - es war wahnsinnig warm (der gefühlt heißeste Tag des Jahres) und wir haben mit vielen Gästen im Schloß Diedersdorf unsere Hochzeit gefeiert. Zu Essen gab es natürlich auch etwas Gutes: nämlich ein Grill-Buffet.

Da ich durch Zufall heute frei hatte, haben wir uns entschieden zu unserem 8. Hochzeitstag (ist übrigens die blecherne Hochzeit)  ein paar Freunde zum Grillen einzuladen. Diese mussten dann auch gleich als Versuchskainchen herhalten, denn wir wollten unbedingt ein neues Rezept ausprobieren. Vor kuzem ging nämlich ein Video der BBQ Pit Boys durch unsere Koch-Gruppe (es könnte sogar mein Göttergatte gewesen sein, der das Filmchen beim experimentellen Kochen verbreitet hat) und alle waren sich einig, dass man das einmal ausprobieren müsste.

Warum also nicht heute? Gesagt, getan.




Beer Can Bacon Burgers
(frei nach den BBQ Pit Boys)
für 9 Portionen

1,2 kg Rinderhack
500 g Schweinebauch, gewolft
2 EL Rauch-Rub
300 g Baconscheiben
1 Bierdose (ungeöffnet) - ich musste ein Piccolo-Fläschchen verwenden, das es kein Dosenbier bei uns gibt...

Füllung/Topping:
300 g Bergkäse oder kräftiger Cheddar (gewürfelt und/oder gerieben)
etwas Öl
250 g Champignons, in Scheiben geschnitten
1 TL Suppengrundstock
2 mittelgroße rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten
1-2 TL brauner Zucker
1 Dose schwarze Bohnen in Chili-Sauce
100 g gewürfelter Speck/Katenschinken
ca. 20 EL Hot BBQ Sauce

  1. Kugelgrill auf 150°C aufheizen und für indirektes Grillen vorbereiten.
  2. Champignons in etwas Öl anbraten und mit Suppengrundstock würzen. Aus der Pfanne nehmen und warm halten. Zwiebeln in etwas Öl andünsten, Zucker hinzufügen und leicht karamelisieren lassen. Ebvenfalls warm halten.
  3. Chili-Bohnen (und ggf. anderes Topping) erhitzen.
  4. Fleischkugeln von 225-340g formen (bei uns waren es nur knappe 200 g - Anmerkung dazu weiter unten). Das Fleisch sollte dabei kalt bleiben.
  5. Dose/Flasche in die Mitte jedes Bällchens drücken und so eine Schale um die Dose/Flasche formen.
  6. jeweils 2-3 Scheiben Bacon um die Fleischschalen wickeln.
  7. die Dose/Flasche vorsichtig (mit Hilfe eines Geschirrhandtuches) entfernen
  8. wiederholen, bis alle Hackbällchen geformt sind
  9. Füllung/Topping nach Wahl in die Fleischschalen füllen
  10. 2-3 Käsestückchen oder gerieben Käse ganz oben auffüllen
  11. etwas Hot BBQ-Sauce hinzufügen, ggf. mit geriebenem Käse oder Käsestückchen bestreuen 
  12. Bacon Burger entgegengesetzt der "Kohlenseite" für indirektes Grillen auf dem Grill platzieren
  13. geschlossen für ca. eine Stunde garen (optional nach 30 Minuten einmal drehen)
  14. nach ca. 1 Stunde den gewünschten Gargrad prüfen
  15. vom Grill nehmen
  16. Burger auf Buns platzieren - auf diesen Schritt haben wir verzichtet, es gab einfaches Brot dazu 
  17. mit Lieblingszutaten belegen
  18. mit Pommes, Chips, Krautsalat, Kartoffelsalat und/oder gegrilltem Gemüse servieren - bei uns gab es den gebackenenen Blumenkohl dazu
  19. hinsetzen, entspannen und genießen




Weitere Möglichkeiten für die Füllung und das Topping:
  • Sauce Bolognese
  • Paprika rot/grün
  • gehackte Tomaten
  • Bacon
  • Roast Beef
  • Chili con carne

Anmerkungen für den nächsten Versuch:
  • mehr Hackfleisch verwenden und größere Burgers formen (passt mehr rein)
  • natürlich braucht man dann auch mehr Bacon
  • die Burger von unten einölen, dass lassen sie sich besser auf dem Grillrost verschieben
  • unter den Burgern eine Aluschale o.ä. platzieren - das Zeugs tropft wie verrückt und es gibt eine entsprechende "Sauerei" im Grill - keine Ahnung, ob wir den jemals wieder sauber bekommen


Samstag, 24. Januar 2015

Fleisch-Lust

Ich gebe zu, dass wir mit dem Begriff Winter-BBQ etwas geschummelt haben, denn außer Würstchen für die Kids kommt eigentlich kein Gericht richtig vom Grill. Gut, das Spanferkel darf über der Glut aufknuspern, den Großteil des Garprozesses hat allerdings der Metzger des Vertrauens erledigt. Geplant war allerdings, dass wir die Hischkeule im Erdloch zubereiten wollten - die Betonung liegt hier auf wollten, denn unser Meister dieser Disziplin ist kurzfristig heftig erkrankt, so dass wir die Keule nun im Ofen zubereiten müssen. Der Erkrankung ist auch geschuldet, dass das Pulled Pork auch nur in den Ofen kommt, denn durch die zusätzlichen Arbeiten, die aufgeteilt wurden, komme ich einfach nicht dazu die Kugel zu überwachen. Aber irgendwann schaffe ich es, das PP ganz klassisch zuzubereiten.


Hirschkeule mit Ofengemüse
reicht für ganz schön viele Gäste

8 kg Hischkeule am Stück, den Knochen ausgelöst
1/2 Bund Petersilie
3 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
1 EL Öl
10 kleine, rote Zwiebeln, halbiert
3 große Karotten, in grobe Stücke geschnitten 
1 kleine Sellerieknolle, geschält und in grobe Stücke geschnitten
4-5 EL Tomatenmark
etwas Mehl zum Bestäuben
0,7 L Rotwein
1 große rote Bete, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1 schwarzer Winterrettich, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1 große Petersilienwurzel, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1 große Pastinake, geschält und in grobe Stücke geschnitten
500 g Schwarzwurzeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten
10 kleine Kartoffeln, geschält
10 Tobinamburknollen, geschält 
Zucker
Salz und Pfeffer

Die tiefe Fettpfanne leicht einölen und im Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Hischkeule mit Petersilie und Knoblauch füllen - das ging bei uns ganz einfach, da der Knochen vom Wildhändler so ausgelöst wurde, dass dass das Fleisch darum am Stück geblieben ist. Keule, Zwiebeln, Karotten und Sellerie auf die Fettpfanne geben und 30 Minuten anbraten. Dann das Fleisch und das Gemüse mit etwas Mehl bestäuben und weitere 30 Minuten braten. Nach 20 Miunten Tomatenmark auf dem Gemüse verteilen und anrösten. Die Hälfte des Weines anießen und die Temperatur des Ofens auf 120 °C senken und den Hirsch etwa 4 Stunden garen. Immer wieder mit der Bratflüssigkeit übergießen. Flüssigkeit immer wieder mit Rotwein auffüllen. Restliches Gemüse um das Fleisch verteilen, Ofen auf 180 °C hochdrehen und alles zusammen eine weitere Stunde schmoren. Das Fleisch sollte dann eine Kerntemperatur von 70-75 °C haben.

Fleisch aus dem Ofen nehmen und in Alufolie gewickelt mindestens 15 Minuten ruhen lassen. Gemüse warm halten, die Sauce in einen Topf umfüllen, mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. etwas abbinden.

Keule in Schieben schneiden und zusammen mit dem Gemüse und der Sauce servieren.


 

Pulled Pork No. 2 - diesmal aus dem Backofen
reicht für noch mehr Gäste

6 kg Schweineschulter (aufgeteilt in 4 Stücke à ca. 1,5 kg)
4-6 EL Senf
Rauch-Rub (siehe weiter unten)
1 Liter Orangensaft
3 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Brühe)
700 ml BBQ-Sauce (zum Rezept geht es hier)

Fleisch gut trocken tupfen, dünn mit Senf einreiben und den Rub darauf verteilen. Fest in Frischhaltefolie einwickeln und 24 - 36 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Fleisch mindestens 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Orangensaft, Suppengrundstock und 200 ml BBQ-Sauce verrühren. Backofen auf 130 °C vorheizen. Fleisch auspacken und auf dem Backofenrost verteilen. Ggf. an der Folie anhaftende Reste des Rubs unter das Orangensaft-Gemisch rühren und einen Teil davon in die Fettpfanne schütten. Fettpfanne unter den Rost schieben. Fleisch mit einem Bratenthermometer spicken. Und nun heißt es warten.  Am Anfang wird die Temperatur schnell steigen, dann wird eine sogenannte Plateauphase erreicht, bei der die Temperatur über längere Zeit wenig bis gar nicht steigt. Geduld haben und abwarten, auf keinen Fall die Backofentemperatur erhöhen, sonst wird das Fleisch trocken. Nach ca. 4 Stunden anfangen, das Fleisch immer wieder mit der Flüssigkeit bestreichen - etwa alle 30-40 Minuten. Bei Bedarf Flüssigkeit in der Fettpfanne auffüllen. Nach insgesamt 6-8 Stunden sollte das Fleisch eine Kerntemperatur von 90 °C erreicht haben. Nun das Fleisch in Alufolie packen und mindestens 1 Stunde im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen.

Dann das Fleisch mit 2 Gabeln zerrupfen und mit der restlichen BBQ-Sauce und etwas vom Bratensaft vermengen. Warm servieren.


Rauch-Rub
reicht für die oben genannten 6 kg Fleisch

2 EL Hickory-Rauchsalz
1 EL Meersalz
5 EL Rohrzucker
1 EL Pimenton de la Vera dulce
1 TL Pimenton de la Vera picante
1 TL Piment d'Espelette
1 EL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
3 EL Knoblauchgranulat
1 EL Ingwerpulver
1 EL Cumin (Kreuzkümmel), gemahlen

Alle Zutaten gut vermischen, das war's auch schon. Sollte von dem Rub übrig bleiben, so kann man diesen gut verschlossen (z.B. in einem Glas) ohne Probleme aufbewahren - dann allerdings kühl und trocken lagern.

Saucen-Schlacht

Im Salat-Posting hatte ich die diversen Saucen erwähnt, die ich für das Winter-BBQ gemacht habe. Ich habe mit für die Saucen Milchflaschen aus Glas besorgt, die eine schön große Öffnung haben und deswegen für die Saucen sehr gut geeignet sind. Basis für alle Saucen (außer der BBQ-Sauce) sind jeweils selbst gemachte Mayonnaise und Naturjoghurt. Hier kommen die Rezepte dazu...
 

Fruchtige Curry-Sauce
für ca. 1,2 Liter

200 g Mayonnaise
750 g Naturjoghurt
1 Mango, die Hälfte fein gewürfelt, den Rest püriert
2 Zehen Knoblauch, gerieben
2 EL Currypulver
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Paprikapulver
1/2 Chilschote, ohne Kerne und feinst gehackt
Saft und Schale von 1/2 Zitrone
2 EL brauner Rohrzucker
2 EL Honig
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Knoblauch-Sauce
für ca. 1 Liter

200 g Mayonnaise
750 g Naturjoghurt
40 g Knoblauch, grob gehackt
1 Bund Schnittlauch, in Ringe geschnitten
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer

Knoblauch mit einem Teil des Joghurts pürieren, dann mit den restlichen Zutaten verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Hot BBQ-Sauce
für ca. 1,3 Liter

180 g Zwiebeln (rot & weiß), grob gewürfelt
2 EL Pflanzenöl
6 EL brauner Rohrzucker
6 Knoblauchzehen, grob gehackt
50 g Whisky
2 EL Hickory-Rauchsalz
1 geh. EL Pimenton de la Vera dulce
1 1/2 TL Pimenton de la Vera picante
1 TL Cumin (Kreuzkümmel), gemahlen
200 g Tomatenmark (1 Tube)
500 g passierte Tomaten
1 Chilischote, ohne Kerne und grob gehackt
1 EL geriebener Ingwer
500 g Orangensaft
50 g Balsamico-Essig
50 g Honig

Zwiebeln in den Thermomix geben und 5 Sekunden auf Stufe 4-5 zerkleinern. Mixtopf öffnen, Zwiebeln mit dem Schaber nach unten schieben, dann Öl hinzufügen, Mixtopf verschließen und 5 Minuten bei 100 °C auf Stufe 1 anschwitzen. Nach 2 Minuten den Zucker durch die Deckelöffung zufügen.

Mixtopf öffnen, restliche Zutaten in den Mixtopf geben, wieder verschließen, Messbecher aufsetzen und alles bei 100 °C 20 Minuten auf Stufe 1 kochen lassen. Zuletzt kurz auf Stufe 7 bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Natürlich kann man die Sauce auch in einem Topf machen (dann ggf. die Zwiebeln, Knoblauch und Chilischote etwas feine schneiden). Dann muss halt von Hand gerührt und die Sauce am Schluß mit dem Stabmixer püriert werden.


Preiselbeer-Meerrettich-Sauce
für ca. 800 ml

150 g Mayonnaise
500 g Naturjoghurt
250 g Preiselbeeren aus dem Glas
60 g Tafelmeerrettisch aus dem Glas
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Honig-Senf-Sauce
für ca. 1 Liter

150 g Mayonnaise
500 g Naturjoghurt
3-5 EL Honig
200 ml mittelscharfer Senf
100 g grober Senf
2 Zehen Knoblauch, gerieben
1 Kästchen Kresse, gehackt
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.