Seiten

Posts mit dem Label Kürbis werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kürbis werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. Dezember 2019

[Rettungsaktion] Aufläufe & Gratins

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um Aufläufe & Gratins widmen. Zusätzlich ein bisschen Werbung für einen Pastamaker, den ich aber selbst bezahlt habe...]



Die nächste Runde der Rettungsaktionen ist eingeläutet - heute retten wir Aufläufe und Gratins. Die Rettungstruppe, das sind zur Zeit 23 Food-BloggerInnen, widmet sich in regelmäßigen Abständen der Rettung von Lebensmitteln. Wir wollten aufzeigen, dass frisch und selbstgemacht besser ist als Convenience und verzichten dabei auf Tütchen, Fix- und Fertigprodukte.


Ich sollte erwähnen, dass ich stolze Besitzerin eines Pastamakers bin. Wie anfangs geschrieben ist dieser selbst gekauft und selbst bezahlt worden. Also keine Kooperation mit Philipps. Mein Mann war zuerst gar nicht begeistert, dass noch ein Gerät mehr auf der Küchenarbeitsplatte steht - aber seit es jetzt regelmäßig frische Pasta bei uns gibt ist auch er begeistert von dem Teil. Also "Werbung" aus Überzeugung.

Über eine FB-Gruppe konne ich die Cannelloni-Matrize, die bei meinem Pastamaker nicht dabei war, käuflich erwerben. Die Matrize musste natürlich gleich ausprobiert werden...

Nudelteig

500 g Dinkeldunst
2 Eier
2 EL Olivenöl

Dinkeldunst in den Pastamaker geben. Eier in einen Messbecher geben (wird beim Pastamaker mitgeliefert) und mit Wasser auf 190 ml auffüllen. Olivenöl zugeben und die Flüssigkeiten verrühren. Nun den Pastamaker starten, die Flüssigkeit zum Dinkeldunst geben. Nach dem Knetvorgang werden die Nudeln ausgegeben - diese müssen nur noch auf der gewünschten Länge abgeschnitten werden.

Nun hat aber nicht jeder einen Pastamaker - das Rezept funktioniert auch mit getrockneten Cannelloni-Röhren, die man käuflich erwerben kann. Diese sind allerdings länger und auch etwas dünner. Kann sein, dass Ihr dann ein paar mehr Cannelloni benötigt. Auch wird die aufrechte Anordnung damit nicht möglich sein - einfach der Länge nach in die Form legen.


Mit Kürbis gefüllte Cannelloni
für 4-6 Portionen

2 EL Olivenöl
1 große Stange Lauch, fein gewürfelt
5 Knoblauchzehen, ebenfalls fein gewürfelt
1-2 EL frischer Thymian, fein gehackt
1 EL frischer Rosmarin, fein gehackt
550 g Kürbismus (Rezept gibt es hier *klick*)
50 g Haferflocken
75 g gemischte Nüsse & Kerne, gehackt (ich: Mandeln, Cashew-, Kürbis- & Sonnenblumenkerne)
300  g Hüttenkäse
200 g Schmand 
1/2 TL Zimt
1/2 TL Muskatblüte
1 EL geräuchertes Paprikapulver, süß (z.B. Pimenton de la Vera dulce)
Suppengrundstock (alternativ: Gemüsebrühenpulver) 
Salz & Pfeffer
200 g Sahne
700 g passierte Tomaten
400 gehackte Tomaten (Dose)
1 TL Zucker
50-60 kurze Cannelloni-Röhren (ca. 5 cm lang - Rezept weiter oben) 
alternativ 25-30 gekaufte Cannelloni
400 g geriebener Käse (ich: Mischung aus Cheddar & Emmentaler)

Zuerst Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Lauch, Knoblauch, Thymian und Rosmarin darin anschwitzen, dann ca. 5 Minuten dünsten. Die Hälfte der Mischung zum Kürbismus in eine Schüssel geben. Mit Haferflocken, Nüssen & Kernen, Hüttenkäse und Schmand verrühren. Mit Zimt, Muskatblüte, der Hälfte des Paprikapulvers, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Sauce zur verbliebenen Lauchmischung Sahne, passierte & stückige Tomaten in die Pfanne geben. Aufkochen. Mit Zucker, dem restlichen Paprikapulver, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.

Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen. Auf dem Boden einer großen Auflaufform etwas Tomatensauce verteilen. Nun die Cannelloni mit der Masse füllen (das funktioniert am Besten mit einem Spritzbeutel - alternativ die Masse in einen Gefrierbeutel geben und eine Ecke abschneiden) und in die Auflaufform schichten. Meine standen aufrecht in der Form, man kann die längeren Röhren aber auch in die Form legen. Die Cannelloni mit der Sauce begießen und Käse darüber geben.

Die Cannelloni im Ofen bei 175 °C (Umluft) ca. 45 Minuten garen. Gegebenenfalls am Ende der Garzeit mit Alufolie abdecken damit der Käse nicht verbrennt.





Lust auf Aufläufe & Gratins bekommen? Dann könnt Ihr Euch noch mehr Inspirationen bei den MitretterInnen holen:

Brittas Kochbuch - Rote-Linsen-Auflauf 
Barbaras Spielwiese - Foodblog - Süsskartoffel-Auflauf mit Tomaten und Feta 
Cakes, Cookies and more - Kartoffelgratin mit Süsskartoffeln 
BrigittasKulinarium - Lasagne - ganz klassisch  
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten - Brotauflauf in herzhaft  

Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin, der uns immer die Links zusammenstellt.

Mittwoch, 13. November 2019

[Blog-Event] Kür mit Biss - Kürbisrezepte


[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten rund um den Kürbis widmen.]

Bei Zorra von Kochtopf.me gibt es in Zusammenarbeit mit Jenny von Jenny is baking wieder ein schönes Blog-Event: Kür mit Biss. Gesucht werden, wie der Name schon verrät, Kürbisrezepte. Gerne in der süßen Variante, denn hier in Deutschland wird der Kürbis ja eher für herzhafte Gerichte verwendet (sieht man auch gut anhand der Liste mit Kürbisgerichten auf diesem Blog am Ende dieses Beitrags).


Jedenfalls trifft es sich gut, dass ich gerade einen super saftigen Kürbiskuchen gebacken habe. Den Teig habe ich im Thermomix zubereitet, geht aber auch mit einer (Hand-)Raspel und Handrührgerät bzw. anderen Küchenmaschinen.



Kürbiskuchen mit Zimtcreme und Kürbiskrokant
für eine Backform ca. 30x20 cm

300 g Kürbis, vorbereitet gewogen (moi: Hokkaido)
180 g Butter (zimmerwarm) + etwas zum Fetten der Form
150 g Rohrzucker
1 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
4 Eier
250 g Dinkelmehl Type 630 (wobei ich mir hier auch Vollkornmehl gut vorstellen könnte)
200 g gemahlene Mandeln
1 EL geriebene Orangenschale (optional)
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kardamom, gemahlen
1-2 TL Zimt, gemahlen 
1/2 TL Muskatnuss, gerieben
1 Prise Nelkenpulver
1 Prise Salz
2 TL Weinstein-Backpulver
60 ml Orangensaft
250 g Mascarpone
300 g Doppelrahm-Frischkäse
2-3 EL Vanillezucker (auch hier wieder den selbst gemachten verwendet)
1-2 TL Zimt
1 EL geriebene Orangenschale (optional)
2 EL Zucker
3 EL Kürbiskerne

Kürbis in grobe Stücke scheiden und im Thermomis 2x 5 Sekunden auf Stufe 5 schreddern. Zwischendurch den Kürbis mit dem Spatel nach unten schieben, damit alle Stücke gleichmäßig klein werden - alternativ den Kürbis von Hand raspeln. In eine Schüssel umfüllen.

Butter, Zucker und Vanillezucker in den TM geben, 2-3 Minuten auf Stufe 7 cremig-schaumig rühren, dabei nach und nach die Eier zufügen. Trockene Zutaten vermengen und unterrühren. Zuletzt den Saft und den Kürbis untermengen.

Backform fetten und Teig einfüllen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) 40-45 Minuten backen - unbedingt Stäbchenprobe machen. Mein Kuchen hätte gerne noch 5 Minuten länger im Ofen bleiben können.

Kuchen aus dem Ofen nehmen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Mascarpone, Frischkäse, Zucker, Zimt und ggf. geriebene Orangenschale verrühren und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.
 
Für das Kürbiskrokant Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Kürbiskerne zufügen und alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen, dann mit einem Messer grob hacken.

Abgekühlten Kuchen mit der Zimtcreme bestreichen und nochmals mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Fertigen Kuchen mit dem Kürbiskrokant bestreuen, in Stücke (Würfel) schneiden und servieren.




Weitere Kürbisgerichte (herzhaft) auf diesem Blog:


... aber Süß kann ich auch:


Donnerstag, 31. Oktober 2019

[Blog-Event] Erdäpfel-Liebe

Die giftige Blonde und The Apricot Lady haben wieder zu einem Event aufgerufen - dieses Mal dreht sich alles um Kartoffeln/Erdäpfel/Grumbeeren oder wie auch immer man diese vielseitige Knolle nennen mag. Heute ist der letzte Event-Tag, aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Dass ich meistens die Letzte bin, die Beiträge abliefert kennen Sina und Christina von den vergangenen Rettungsaktionen...

blogeventerdäpfelliebe

Ich habe meinen Kartoffel-Kürbis-Auflauf für einen größere Runde in einer großen Auflaufform gemacht und eine kleine Menge für mein Fotomodell "abgezwackt". Die Menge lässt sich problemlos halbieren, damit werden bestimmt noch 4 Personen satt - es sei denn, man hat so verfressene Raupen eingeladen wie ich  ;-)



Käsiger Kartoffel-Kürbis-Auflauf
für 6-8 Personen als Hauptgericht

2 kg mit/in Schale gekochte Kartoffeln
1 mittelgroßer Butternut-Kürbis (geht bestimmt auch mit Hokkaido oder Muskatkürbis)
400 g Putenschinken, gewürfelt
ein gutes Stück Butter (werden wohl so 75-100 g gewesen sein) + etwas zum Fetten der Form
8 EL Mehl (ich habe Dinkelmehl Type 630 genommen, normales Weizenmehl geht auch)
500 ml Milch
500 ml Brühe (Fleisch- oder Gemüsebrühe)
500 g geriebener Käse (ich habe eine Mischung aus Cheddar, Bergkäse und Parmesan verwendet)
1 TL frischer Thymian, gehackt
1 TL frischer Rosmarin, gehackt
1 TL Pimenton de la Vera, dulce (geräuchertes Paprikapulver)
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz und Pfeffer

Eine große Auflaufform (ca. 40x30 cm) mit Butter fetten. Die gekochten Kartoffeln (dürfen auch gerne vom Vortag sein) pellen und würfeln oder in nicht zu dünne Scheiben schneiden. (Butternut-)Kürbis der Länge nach vierteln, von den Kernen befreien und schälen. Dann in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, mit den Kartoffeln, Putenschinken, Thymian und Rosmarin vermengen. Alles in die Auflaufform geben. Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen.

In einen Topf Butter schmelzen, Mehl zufügen und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze anschwitzen, aber nicht bräunen lassen. Nach und nach Milch und Brühe angießen. Dabei ständig rühren damit sich keine Klümpchen bilden. Unter Rühren aufkochen lassen. Dann Hitze reduzieren und die Sauce offen bei schwacher Hitze ca. 8 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder rühren damit die Sauce nicht anbrennt. Wenn die Sauce schön abgebunden hat die Hälfte des Käses unterrühren. Mit Suppengrundstock, Muskat, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Sauce über die Kartoffel- und Kürbisstücke gießen und mit dem restlichen Käse bestreuen. Im Backofen ca. 40-45 Minuten überbacken - ggf. gegen Ende der Garzeit den Auflauf abdecken damit der Käse nicht zu dunkel wird.





Dienstag, 6. November 2018

[Rettungsaktion] Alles mit Kürbis

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um den Kürbis widmen.]- vorsicht, langer Beitrag!

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiss, was es mit diesen Rettungsaktionen auf sich hat. Wenn nicht, dann eine kurze Zusammenfassung: eine kleine Gruppe von Facebook-Mitgliedern hat sich zusammen getan, um Lebensmittel vor der Lebensmittelindustrie zu retten - immer mehr Menschen können mit dem ursprünglichen Produkt nichts mehr anfangen und greifen auf diverse Convenince-Produkte oder Tütchen und Co zurück. Das muss nicht sein - und genau deswegen finden in (mehr oder weniger) regelmäßigen Abständen Rettungsaktionen statt. Wir bieten der Fertigfutter-Industrie Paroli!

Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Kürbis. Und Kürbis kann echt vielseitig sein. Das ist mir aufgefallen, als wir vor zwei Wochen in unserer Firma Gesundheitstag hatten und ich nach ein  oder zwei Gerichten für unser traditionelles Buffet gesucht habe - da fällt mir ein, dass ich unsere Sekretärin, die dabei immer das Zepter in der Hand hat, nach dem Rezept für ihren Kürbis-Karotten-Apfel-Salat und die Kürbis-Quiche fragen muss. Beides äußerst lecker! Ja, jedenfalls musste etwas neues, herbstliches her. Und da fielen mir die Päckchen mit Kürbismus ein, die in meinem Gefrierschrank schlummern. Ursprünglich für ein thüringisches Gericht namens "Kürbsmus" produziert, aber auch anderweitig wirklich vielseitig einsetzbar. Deswegen *tada*: mein Rezept für das Grundprodukt von vielseitigem Kürbismus - das thüringische Gericht wird es übrigens bestimmt auch irgendwann auf diesen Blog schaffen (sofern meine liebe Schwiegermutter das Rezept rausrückt), denn es ist Soulfood pur mit Speck, Hackfleisch, altbackenen Brötchen, Ei und Käse (wenn ich mich richtig erinnere).

Vielseitiges Kürbismus
(super einfaches Rezept, besteht aus genau einer Zutat)

Hokkaido-Kürbis, gewaschen, entkernt und in grobe Stücke geschnitten

Ganz bewusst ohne Mengenangaben, ich bereite das Mus immer auf Vorrat zu und friere es portionsweise ein - so habe ich immer fertiges Mus zur Hand, das ich nur auftauen muss...

Kürbisstücke im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Umluft) ca. 30 Minuten garen - die Garzeit hängt stark von der Größe der Kürbisstücke ab.

Abkühlen lassen, grob mit einer Gabel zermanschen und  portionsweise einfrieren (bei mir normalerweise in 250-500 g-Portionen. Dank der recht trockenen Konsistenz funktioniert das in, zu flachen Päckchen gedrückten, Gefrierbeuteln recht gut.)








Häää, das war's? Nicht einmal ein Foto? Nein, das war noch nicht alles.




Ich möchte Euch ja zeigen, wie vielseitig das Kürbismus wirklich ist. Also habe ich das Mus ein bisschen weiter verarbeitet, zum Beispiel zu Kürbisbrot. Das Brot ist im Prinzip eine Adaption von meinem Kartoffelbrot. Das verwendete Kürbismehl habe ich beim Hofladentag im Zellertal entdeckt und von einer kleinen Ölmühle in Wachenheim erstanden.


Kürbisbrot

10 g Frischhefe
10 g Stein-oder Meersalz
100 ml Wasser
170 g Kürbismus
1 TL Honig
550 g Mehl  (moi: 200 g Dinkelvollkornmehl und 350 g Dinkelmehl Type 630)
50 g Kürbismehl (wer das nicht bekommt, durch 50 g Dinkelvollkornmehl ersetzten)
300 ml Wasser
Kürbiskerne (Menge nach Wunsch - moi: eine knappe Handvoll)
etwas Butter zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken

Zunächst einmal muss man die Salz-Hefe-Lösung aus der Frischhefe, Wasser und Salz herstellen. Sie soll mindestens 1, maximal 48 Stunden reifen. Meine hatte etwa 2 Stunden Zeit.

Dann die ausgereifte Salz-Hefe-Lösung in den  Mixtopf des Thermomix gießen, das Kürbismus und den Honig dazu geben. Den Mixi 5 Sekunden auf Stufe 7 drehen lassen. Jetzt Vollkornmehl und helles Mehl einwiegen. Außerdem das Wasser, Kürbismehl und Kürbiskerne zufügen. Den Teig 3 Minuten auf Teigstufe kneten lassen. Wer keinen Thermomix oder ähnliche Küchenmaschine zum Kneten von schweren Teigen besitzt, kann das Ganz auch mit der Hand kneten. Ist halt aufwendiger...

Nun muss der Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen. Dabei sollte er sein Volumen verdoppeln.

Nun kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und kann mit einem Spatel bearbeitet werden, bis man eine schöne, geschmeidige Kugel hat. Einen gusseisernen Bräter einfetten und mit Haferflocken ausstreuen. Leider besitze ich keinen entsprechenden Bräter, so dass ich einfach meinen Ultra von Tupper verwendet habe. Nun muss man die recht weiche Teigkugel noch in den Bräter verfrachten, Deckel drauf und ab damit in den kalten Backofen. Den Backofen auf 200 °C (ich habe Umluft gewählt, da im Original-Rezept keine Angaben diesbezüglich zu finden waren) einstellen. Nach 55 Minuten den Deckel abnehmen und das Brot weitere 10 Minuten backen (weitere 5 Minuten würden dem Brot auch nicht schaden).

Nach dem Backvorgang habe ich das Brot aus der Form genommen und noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen, bevor es dann ganz abkühlen durfte.



Aber Brot ohne Aufstrich? Das geht definitiv nicht. Um Abhilfe zu schaffen gibt es auch gleich ein Rezept für den passenden Belag:



Kürbis-Kichererbsen-Aufstrich mit Trauben

1 kl. Dose Kichererbsen (265 g Abtropfgewicht)
250 g Kürbispüree
1 kleine, rote Zwiebel, fein gewürfelt
1 Stängel Stangensellerie, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
200 g Schmand
1 EL grober Senf
1/2 Bund Petersilie, gehackt
250 g Trauben, halbiert
Kürbis-/Sonnenblumenkerne
Salz & Pfeffer

Kichererbsen abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken. Kürbispüree, Zwiebel, Sellerie, Knoblauch, Schmand und Senf zufügen. Alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Petersilie, Trauben und Kerne unterheben.

Gekühlt mit Brot (oder Brötchen) servieren.




Und zum Abschluss noch was Süßes zum Kaffee... eigentlich sollte die Creme als Topping auf die Gugels - aber sie ist trotz langer Kühlung nicht wieder fest geworden. Macht nichts, hat auch als etwas flüssigerere Variante zu den Gugels lecker geschmeckt. Man muss den Gästen ja nicht verraten, dass das so gar nicht geplant war...


Kürbis-Orangen-Gugels mit Orangencreme und Kürbiskrokant
für ca. 14-16 mittlere Gugels

2 Eier
75 g Zucker
1 TL Vanillezucker, vom selbst gemachten
100 ml Orangensaft, frisch gepresst
100 ml Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
125 g Kürbismus, fein püriert
175 g Dinkelmehl Type 630
50 g gemahlene Mandeln
Abrieb von 1/2 Bio-Orange
1 geh. TL Backpulver

Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Zuerst Orangensaft und Öl, dann die restlichen Zutaten unterrühren. 

Teig in kleine Gugel-Formen füllen (max. 3/4 voll). Meine sind aus Silikon und deswegen kann ich mir das Fetten sparen. Wer keine Gugel-Formen hat, der kann auch Muffin-Formen nutzen - dann wird der Teig aber vermutlich nicht für die gleiche Anzahl ausreichen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!)

Aus der Form nehmen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Orangencreme und Kürbiskrokant herstellen.

Orangencreme

150 ml Orangensaft (frisch gepresst)
Zucker (leider habe ich vergessen, wie viel genau es war - ich glaube 50 g - das kommt davon, wenn man gleich alles in den Rechner tippt!)
Abrieb von 1/2 Orange
250 g Frischkäse (Doppelrahm)

Orangensaft mit dem Zucker vermengen und in einem kleinen Topf auf die Hälfte einreduzieren. Abkühlen lassen. Orangenreduktion (oder soll ich es Orangensirup nennen?) mit dem Frischkäse und Orangenabrieb verrühren. Wem die Creme nicht süß genug ist rührt einfach noch etwas Puderzucker unter.

Kürbiskrokant

1-2 EL Zucker
eine kleine handvoll Kürbiskerne

Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Kürbiskerne zufügen und alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen, dann mit einem Messer grob hacken.




Zuletzt wollte ich Euch noch ein Rezept für Pumpkin Spice Latte präsentieren - nur der hat mir so gar nicht geschmeckt, deswegen habe ich darauf verzichtet. Drei, nein vier Rezepte in einem Posting sind ja auch genug, oder?


Und falls es jetzt doch noch jemanden gibt, der so gar nichts mit Kürbis anfangen kann, hier noch ein paar Kürbis-Rezepte von meinem Blog:


Und wer jetzt noch mehr Inspiration zum Thema Kürbis braucht - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen (es lohnt sich, dort vorbei zu schauen, lauter leckere Rezepte)

auchwas - Kürbis süß-sauer 
Brigittas Kulinarium - Kürbisravioli aus Kartoffelteig 
Brittas Kochbuch - Kürbisrisotto 
Cakes Cookies an more - Mac and Cheese mit Kürbis 
CorumBlog 2.0 - Kürbis-Konfitüre 
Das Mädel vom Land - Wickelknödel mit Kürbis und Pilzen 
evchenkocht - Kürbis-Cannelloni 
Fliederbaum - Kürbis-Kartoffel-Gratin 
genial-lecker - Kürbis-Möhren-Quiche 
lieberlecker - Kürbis Vermicelles 
our food creations - Vielseitiges Kürbismus 
Pane-Bistecca - Kürbis Prussien 
Unser Meating - Kürbis-Käse-Suppe 


Last but not least noch ein paar Danksagungen:

Besonderen Dank an Christine Blickle (aka Anna Antonia), die die Rettungstruppe seit dem Rücktritt der Gründerinnen Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde leitet. Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen. Zu verdanken haben wir die heutige Rettungsaktion übrigens der lieben Ingrid von auchwas.

Montag, 8. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 2

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]


Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss. Hier kommt nun der 2. Streich...

Wie in meinem Post der Kraut-Fleckerl erwähnt, haben wir auf dem Markt schönes, frisches Rehgulasch aus heimischer Jagd erstanden. Und das musste mit liebem Besuch von Usedom verkocht und verbloggt werden... Wer nicht in der luxeriösen Lage ist und keinen Jäger und Wildhändler auf dem Wochenmarkt hat, die regionalen Forstämter haben in der Regel Adressen von Jägern, die Wild zum Verkauf anbieten.

Wildes Kürbis-Gulasch vom Reh
für 6-8 Portionen

2 EL Butterschmalz
1 kg Rehgulasch (bevorzugt aus heimischer Jagd) 
2 große Metzger- oder Gemüsezwiebeln, in Würfel geschnitten
3-4 EL Tomatenmark
1/2 Knolle Knoblauch, geschält und in feine Würfel geschnitten
1 Glas trockener Weißwein 
2-3 Lorbeerblätter
5 Piment-Körner
2-3 EL Suppengrundstock, alternativ gekörnte Brühe o.ä. 
1 (großer) Hokkaido-Kürbis, gewaschen, entkernt und in grobe Würfel geschnitten
Paprikapulver, edelsüß
Zucker
Salz und Pfeffer

Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin portionsweise anbraten. Herausnehmen und warm halten. Dann im gleichen Topf die Zwiebeln anschwitzen. Tomatenmark und Knoblauch zufügen, alles kurz anrösten. Mit Weißwein ablöschen. Flüssigkeit unter Rühren vollständig verdampfen lassen. Dann 1 Liter Wasser, Lorbeerblätter, Piment, Suppengrundstock und Fleisch zufügen. Aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Danach Kürbiswürfel zufügen und weitere 30 Minuten sanft kochen. Vor dem Servieren mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Beilage gab es Süßkartoffelstampf aus dem Ofen (Rezept weiter unten)


Süßkartoffelstampf aus dem Ofen

2 kg Süßkartoffeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1/2 Knolle Knoblauch, angedrückt und geschält
3 EL Pflenzenöl (ich: Mischung aus Oliven-und Rapskernöl)
75 g Butter
2 EL Suppengrundstock, alternativ gekörnte Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer

Süßkartoffelwürfel und Knoblauch mit dem Öl vermengen. Auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft) 30 Minuten garen. In eine hitzebeständige Schüssel (alternativ Topf) umfüllen. Butter in Stückchen zufügen und mit einem Topfbesen (oder Kartoffelstampfer) zu einem Stampf verarbeiten - es dürfen dabei kleine Stückchen darin verbleiben. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.


Samstag, 3. März 2018

Wintergrillen

Diese Woche hatten wir bei uns in der Firma ein externes Audit. Das Schöne an solchen Audits ist, dass es in der Regel etwas leckeres zum Essen gibt - der Auditor soll ja nicht verhungern. So auch dieses Mal: ein leckeres Fingerfood-Buffet. Unter anderem gab es dort kleine Gläschen mit Wintergemüse, das super fein geschmeckt hat. Ich wäre nicht ich,  wenn ich nicht den Versuch starten würde, so etwas Leckeres nachzukochen. Unser Wintergrillen bot sich dafür an, denn eine Gemüse- oder Salatbeilage kommt immer gut.



Lauwarmer Salat von Wintergemüse
für 4 Personen als Hauptspeise / 8 Personen als Beilage / 16 Vorspeisengläschen

insgesamt 2 Kilo (Winter-/Wurzel-)Gemüse, z.B.:
Kartofeln
Karotten
gelbe und/oder weiße Rübchen
Steckrüben
(lila) Süßkartoffeln
Pastinaken
Petersilienwurzeln
Kürbis
 Schalotten oder Zwiebeln
Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
Salz und Pfeffer

Dressing
Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
Weißweinessig 
1-2 EL grober Senf
3-4 EL Sweet-Chili-Sauce
Salz und Pfeffer

Gemüse, bis auf die Zwiebeln, schälen und in ca. 1-1,5 cm große Würfel schneiden. Schalotten bzw. Zwiebeln ebenfalls schälen und vierteln bzw. achteln. Auf einem Backblech verteilen, pfeffern, großzügig ölen und alles gut vermengen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (Umluft) 30-40 Minuten garen. Dabei das Gemüse ab und zu durchmischen.

In der Zwischenzeit das Dressing anrühren. Normalerweise verwende ich Essig und Öl im Verhältnis 1:2, hier allerdings 1:1, da das Gemüse ja bereits eine ordentliche Portion Öl abbekommen hat. 

Wenn das Gemüse fertig gegart ist (es darf aber noch einen leichten Biss haben), mit dem Dressing begießen, gut durchmischen und 30 Minuten im abgeschalteten Backofen ziehen lassen.

Vor dem Servieren in eine Schüssel, auf Teller oder in kleine Gläser geben.



Donnerstag, 14. September 2017

Wir retten was zu retten ist - jetzt gibt's Saures!

Die Rettungstruppe ist wieder unterwegs. Ziel der stetig wachsenden Gemeinschaft internationaler FoodbloggerInnen ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Viele Gerichte kann man nämlich ganz ohne Tütchen und Co. selbst kochen oder backen. Oder einlegen bzw. einkochen wie bei dieser Aktion.

Damit habe ich auch schon verraten um was es dieses Mal geht - wir retten sauer eingelegtes Gemüse und Obst. Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben. Mir schwebte zu dem Thema so ein wundervolles Rezept vor. Ausprobiert hatte ich es schon vor einiger Zeit und war begeistert. Ich hatte damals auch schon den Post vorbereitet, nur die Fotos fehlten noch. Und als ich die jetzt gemacht hatte musste ich feststellen, dass es bereits zwei Rezepte davon bei der Rettungstruppe gab - und wer will schon drei eventuell sehr ähnliche Rezepte zu süßsauren Radieschen? Das Rezept wird aber trotzdem irgendwann hier auf dem Blog erscheinen. Jedenfalls musste ich umdenken oder auf die Teilnahme verzichten. Da ich aber bereits das letzte Event verpasst habe - irgendwie war ich eine Woche zu spät dran, weil ich den Termin falsch in meinem Kalender notiert hatte - kam das für mich nicht in Frage. Nun gut, ich habe mich dann kurzfristig für eingelegte Champignons entschieden - aber saure Pilze hat schon Obers trifft Sahne. Also wieder Fehlanzeige. Zu meinem Erstaunen hatte aber niemand das ganz klassische Gemüse eingelegt: Gurken oder Kürbis - zumindest soweit ich das sehen konnte. Deswegen gleich zwei Rezepte von mir, denn ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Habe ich damit doch schon wieder kleine Mitbringsel...


Eingelegter Gewürz-Kürbis
für 3 Gläser à ca. 500 ml

750 g Kürbisfleisch, geschält und gewürfelt
300 ml Essig
200 ml Wasser
300 g Zucker
3 kleine Chilischoten ohne Kerne, fein gehackt
1 walnussgroßes Stück Ingwer, geschält und fein geschnitten
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 TL Salz
1 TL Kardamomsaat
1 TL Koriandersaat
1 TL Pfefferkörner
1-2 Sternanis
1 1/2 Stangen Zimt

Backofen auf 150 °C vorheizen. Kürbisfleisch auf die Gläser verteilen. Restliche Zutaten in einen Topf geben und aufkochen. Sud über die Kürbisstücke geben, die Gewürze dabei möglichst gleichmäßig verteilen. Gläser verschließen und in eine ofenfeste Form stellen, die Gläser sollten sich dabei nicht berühren. Vorsichtig so viel heißes Wasser angießen, dass die Gläser ca. 2 cm im Wasser stehen. Im heißen Ofen ca. 30 Minuten sterilisieren.

Ich habe Hokkaido-Kürbis verwendet, sehr gut eignen sich aber auch Butternut- oder Muskat-Kürbis.



Senf-Knoblauch-Gurken im Glas
für 2 Gläser à ca. 500 ml

1 kg Gurken (wer bekommt/hat nimmt Schmorgurken, alternativ Salatgurken)
30 g Senfkörner (gelbe und/oder braune)
1 geh. TL Salz
2 1/2 EL Zucker
75 ml Essig
1 kleine Zwiebel, in Ringe geschnitten
2 ganz frische Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
2 EL Meerrettich, frisch geriebenen 

Gurken schälen, halbieren, Kerne herauskratzen und nach Gusto in Stücke schneiden - ich bevorzuge etwas kleinere Stücke. Alle Zutaten in eine Schüssel geben, gut vermengen und zugedeckt über Nacht ziehen lassen damit sich Saft bildet.

Dann auf Gläser (Twist off-, Bügel- oder Weck-Gläser) verteilen und verschließen. Da ich keinen Einmachtopf besitze habe ich die Gurken einfach im Kochtopf eingekocht. Dazu in einen großen Topf ein Gitter oder kochfestes Tuch legen. Nun die Gläser hineinstellen und so viel Wasser einfüllen, dass die Gläser bis zur Hälfte im Wasser stehen. Deckel auf den Topf und 20 Minuten einkochen.




Wer jetzt Lust auf mehr sauer eingelegtes Gemüse und Obst hat, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

Barbaras Spielweise - Zucchini, sauer eingelegt
Bonjour Alsace - Eingelegte Tomaten 
Brittas Kochbuch - Süßsauer eingelegte Radieschen 
genial-lecker - eingelegte Radieschen
German Abendbrot - Eingelegtes Sommergemüse
Obers triftt Sahne - Saure Pilze
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau - Essigzwetschken 
Summsis Hobbyküche - Eingelegte Bohnen - süß/sauer

Samstag, 3. Oktober 2015

Pasta - Reh - Kürbis - Kohl



Lange ist es her, dass wir ein Rezept veröffentlicht haben. Aber irgendwie hatten wir die Prioritäten anders gesetzt. Der Blog ist ja nicht das wichtigste in unserem Leben. Jedenfalls habe wir uns heute aufgerafft und uns ein leckeres Essen gekocht, das auch einen Blogeintrag verdient.




Offene Lasagne vom Reh mit gebratenem Kürbis und Spitzkohl
für 4 Portionen

3-4 Spitzkohlblätter, in Stücke gerupft
1 EL Pflanzenöl
1 kleiner Hokkaido-Kürbis, in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten
1 1/2 TL Honig
600 g Rehrücken ohne Knochen
1 TL Gewürzmischung für Wild (selbst gemacht)
1 Rosmarinzweig
5 Wacholderbeeren, angedrückt
1 EL Butterschmalz
6 cl Sherry medium sweet
200 ml Wildfond, selbst gemacht oder aus dem Glas
200 g Sahne
1 kleines Stück Ingwer, in Scheiben geschnitten
1 Knoblauchzehe, angedrückt
8 Lasagneblätter
50 g Butter
Salz und Pfeffer

Backofen auf 150 °C vorheizen. Spitzkohl in kochendem Salzwasser 1 Minute blanchieren, herausnehmen und in kaltem Wasser abschrecken.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Kürbis darin auf jeder Seite 2 Minuten anbraten. Spitzkohl und 1 TL Honig zufügen. Mit Salz würzen und zugedeckt (im Backofen) warm halten.

Rehrücken mit Wildgewürz einreiben. Butterschmalz mit Wacholderbeeren und Rosmarin in eine Pfanne geben und den Rehrücken darin von allen Seiten scharf anbraten. Herausnehmen und 10 Minuten im Backofen fertig garen. Bratensatz mit dem Sherry lösen. Wildfond, Sahne, Ingwer, Knoblauch und den restlichen Honig zufügen. Um die Hälfte einreduzieren lassen, dann durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf gießen.

Die Lasagneplatten in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann herausnehmen, abtropfen lassen und halbieren. Rehrücken schräg in Scheiben schneiden. Nudeln abwechselnd mit dem Kürbis-Spitzkohl-Gemüse und dem Rehrücken aufschichten.

Butter in die Sauce geben und mit einem Pürierstab schaumig aufschlagen. Mit Wildgewürz, Salz und Pfeffer abschmecken, dann sofort über Fleisch, Nudeln und Gemüse verteilen.



Mittwoch, 5. November 2014

It's hot, Baby!

Der Herbst hat nun endgültig Einzug gehalten. Die Reben färben sich bunt, die Äcker sind abgeerntet und der Nebel zieht herauf. Zeit, ich einzuigeln, den Holzofen anzuheizen und sich von innen mit einem schönen Süppchen zu wärmen. Und genau das haben wir getan. Denn der Halloween-Deko-Kürbis musste dringend verarbeitet werden. Und so ist er zusammen mit ein paar roten Kartoffeln aus eigenem Anbau und reichlich scharfer Currypaste im Topf und später in den Tellern gelandet. Und eines dürft Ihr mir glauben: diese Suppe hat gewärmt!



Scharfe Kürbis-Kartoffel-Suppe mit Hack-Topping
für 4 Personen

1 kleiner Hokkaido-Kürbis, gewürfelt
600-800 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1-2 Zehen Knoblauch, angedrückt und geschält
1 Dose Kokoscreme
1-2 TL grüne Thai-Currypaste
2-3 EL Sweet-Chili-Sauce
1 EL geriebener Ingwer
2 EL Suppengrundstock
(ca. 500 ml) Orangensaft
Zucker
Salz und Pfeffer
Öl zum Anbraten
250 g Hackfleisch
2-3 EL Sojasauce
4 EL Kürbiskerne, grob gehackt

Kürbis und Kartoffeln zusammen mit dem Knoblauch und der Kokoscreme in einen Topf geben. Currypaste, Sweet-Chili-Sauce, Ingwer und Suppengrundstock zufügen. So viel Orangensaft zufügen, dass alles mit Flüssigkeit bedeckt ist. Aufkochen, dann zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 30 Minuten weich kochen. Mit dem Stabmixer pürieren, gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen, bis die Suppe eine sämige Konsistenz hat. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer Pfanne das Öl erhitzen. Das Hackfleisch darin krümelig anbraten. Mit Sojasauce, Salz und Pfeffer würzen.

Suppe auf Teller verteilen, die Hack-Krümel darauf geben und mit den gehackten Kürbiskernen garnieren. Heiß servieren.


Samstag, 23. November 2013

Ein wilder Klassiker

Da standen wir nun mal wieder am Samstagmorgen beim Wilden unseres Vertrauens und hatten keine Ahnung, was wir mitnehmen sollten. Bis uns dieses eine schöne Stück Hirsch-Tafelspitz angelächelt hat. Und da dauerte es dann auch nicht lange, bis dieses Fleisch in unserem Korb landete. Und in Gedanken schmeckte ich schon die Meerrettichsauce und die Kartoffeln dazu...


Klassischer Tafelspitz vom Hirsch
für 4 Personen

1,2 kg Tafelspitz vom Hirsch
2 Liter Wasser
4 EL Suppengrundstock
2 Lorbeerblätter
ca. 3 cm Ingwer, in Scheiben geschnitten
5 Pimentkörner
1 Nelke
2 große Pastinaken, in 1 cm großen Würfeln
1/2 Hokkaido-Kürbis, in ca. 1 cm großen Würfeln
600 g Kartoffeln, ebenfalls gewürfelt
 2 EL Butter
2 EL Mehl
1/2 Liter Fleischbrühe oder Kochwasser vom Hirsch
1 großer Schluck Weißwein
1/2 Meerrettichwurzel, fein gerieben
Salz
Zucker
Pfeffer


Wasser mit Suppengrundstock zum Kochen bringen, Ingwer, Lorbeer, Piment und Nelke hinzufügen. Fleisch hineinlegen und 2 Stunden leicht köcheln/sieden lassen. Nach 1 1/2 Stunden Pastinaken und Kürbis hinzufügen, mitziehen lassen.

Kartoffelwürfel separat in Salzwasser garen.

Butter in einem Topf schmelzen und Mehl unterrühren. Mit Fleischbrühe auffüllen und etwas einkochen lassen. Den Wein hinzufügen. Geriebenen Meerrettich unterrühren und nicht mehr kochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Fleisch aufschneiden, mit dem Gemüse, den Kartoffen und der Sauce anrichten und servieren.


Bei uns war das Fleisch butterzart und das ganze Gericht schmeckte einfach lecker - ein Klassiker halt!

Zufälligerweise gibt es bei Julia von German Abendbrot gerade ein Event zum Thema entstaubte Klassiker - da passt dieses Gericht doch wie die Faust auf's Auge, oder?

event

Sonntag, 14. Oktober 2012

Herbstliche Beilage

Zu unserem Wild-Saltimbocca wollte ich eine herbstliche Beilage reichen. Und da ich vor kurzen in einer Werbebeilage ein Rezept für Kürbisnocken gesehen hatte, habe ich eben diese nachgekocht. Erst viel später ist mir eingefallen, dass ein Kürbisrisotto bestimmt auch gepasst hätte.


Kürbisnocken

500 g Kürbisfleisch (vorbereitet gewogen)
- Hokkaido-, Butternut- oder Muskatkürbis
2 Eier
2 Eigelb
50 g Mehl
100 g Toastbrot
Muskatnuss
Salz und Pfeffer
Öl
Butter
1 EL Kürbiskerne

Toastbrot im Thermomix 5 Sekunden auf Stufe 5 schreddern und umfüllen.

Kürbis halbieren, die Kerne entfernen, ggf. schälen und in grobe Stücke schneiden. In das Garkörbchen des Thermomix geben. Den Mixi mit 500 ml Wasser füllen, das Garkörbchen einhängen und den Kürbis 30 Minuten/100 °C/Stufe 1 garen. Danach gut ausdämpfen lassen.

Lauwarme Kürbisstücke, Eier, Eigelb, Mehl und Toastbrot in den Mixi geben. Auf Stufe 5 ca. 15 Sekunden pürieren. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Masse 30 Minuten ruhen lassen.

Varoma leicht einölen. Von der Masse Nocken abstechen und in den Varoma bzw. Einsatz legen. 1 Liter gesalzenes Wasser im Kessel zum Kochen bringen, dann den Varoma mit Einsatz aufsetzen und 15 - 18 Min./Stufe1/Varoma dünsten (Zeit ist abhängig von der Größe der Nocken).

Vor dem Servieren Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Nocken kurz darin schwenken - aber Vorsicht: die Nocken sind ziemlich weich.

Wer keinen Thermomix sein Eigen nennt, kann den Kürbis auch mit einem Pürierstab pürieren, dann die Masse in einer Schüssel anrühren und die Nocken in Salzwasser garziehen lassen.




Sonntag, 7. Oktober 2012

Meles Meles

Meles Meles ist der lateinische Name für den europäischen Dachs. 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/10/Badger-badger.jpg/640px-Badger-badger.jpg
Quelle: Wikipedia, Foto von BadgerHero

Was viele nicht wissen ist, dass dieses Tier auch essbar ist. Ich höre jetzt schon den entsetzten Aufschrei, aber wir haben das Fleisch gestern auf den Tisch gebracht. Denn Dachse sind zwar wunderschön anzuschauen, aber leider sind sie auch Räuber und damit schädlich für den Bestand von Rebhühnern, Fasanen und Junghasen. Nachdem es bis in die 1970er Jahre zu einem dramatischen Bestandsrückgang des Dachses wegen der Begasung von Rotfuchs-Bauen kam, hat sich der Bestand inzwischen erholt und es dürfen in der Saison von August bis Oktober wieder Dachse erlegt werden. Und gestern hatten wir die Möglichkeit ein schönes Stück von diesem seltenen Wild von unserem Kochtopfjäger erstehen zu können.

Nachdem wir von den Knochen und Parüren einen guten Fond gekocht hatten, haben wir von dem Fleisch das folgende Gericht zubereitet:



Ragout vom Dachs mit Kürbis-Kartoffel-Stampf (für 6 Personen)

1,2 kg Dachsfleisch
Öl zum Anbraten
4 mittelgroße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
6 Karotten
2 Kartoffeln
4 EL Tomatenmark
250 ml Rotwein
250 ml Orangensaft
500 ml ml Dachs-/Wildfond  
2-3 EL Hagebuttenmark
3-5 Zweiglein Thymian
Paprikapulver edelsüß
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
Zucker
ggf. etwas Speisestärke zum Binden

Dachsfleisch in mundgerechte Stück schneiden. Zwiebeln und Knoblauch pellen und würfeln. Karotten und Kartoffeln schälen und in ca. 0,5-1 cm große Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und das Dachsfleisch portionsweise scharf anbraten. Danach im Bratfett Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Kartoffeln anschwitzen. Fleisch wieder zufügen, mit Rotwein ablöschen, etwas einreduzieren lassen. Orangensaft und Fond angießen. Mit Hagebuttenmark, Thymian, Paprikapulver und Suppengrundstock würzen. 1 - 1 1/2 Stunden sanft köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Wem die Sauce nicht dick genug ist, kann diese mit Wasser angerührter Speisestärke abbinden.

Mit Kürbis-Kartoffel-Stampf servieren.



Ich glaube, ich habe jetzt den gesamten Blog nach einem Rezept für den Kürbis-Kartoffel-Stampf durchsucht und bin nicht fündig geworden. Also hier das Rezept (ohne Mengenangaben, das kann jeder halten wie er will...)

Kürbis-Kartoffel-Stampf

1 Hokaido-Kürbis
Kartoffeln
Knoblauch nach Gusto
Milch
Butter
Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
Muskatnuss
ggf. gehackte Petersilie oder Thymianblättchen

Kürbis waschen, halbieren, Kerne herauskratzen und in Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und grob würfeln. Kürbis und Kartoffeln sollten etwa im Verhältnis 1:1 verwendet werden. Knoblauch andrücken, schälen und zur Kürbis-Kartoffel-Mischung in einen Topf geben. Mit gesalzenem Wasser füllen und weich kochen. Das Wasser abgießen, dann alles mit etwas lauwarmer Milch bis zur gewünschten Konsistenz stampfen - wir verwenden dafür immer einen Topfbesen. Etwas Butter unterrühren. Mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zucker abschmecken. Vor dem Servieren ggf. gehackte Petersilie oder Thymianblättchen untermengen.