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Freitag, 16. Oktober 2020

[wbd2020] Einfaches Roggenbrot

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den World Bread Day - eine Aktion von kochtopf.me.] 

Bisher habe ich noch nie am World Bread Day teilgenommen. Das soll sich dieses Jahr ändern. Schließlich wünscht sich Zorra eine größere Beteiligung als im letzten Jahr.


World Bread Day, October 16, 2020


Mitbringen wollte ich zu diesem Event eigentlich ein schönes Ährenbrot. Über dieses bin ich beim Blättern in einer Zeitschrift gestolpert. Ich fand, dass die Form wunderbar in die herbstliche Zeit gepasst hätte - schließlich wird im Oktober bei uns Erntedank gefeiert (o.k. ist schon am 04.10. gewesen...). Leider, wie so oft, kam etwas dazwischen - nämlich das Leben. Also kein Pain d'épi - dafür aber meine ersten Versuche mit selbst gezüchtetem Sauerteig.

Nachdem ich jahrelang meine Brote, sofern Sauerteig erforderlich war, mit gekauftem Sauerteig gemacht habe, habe ich nun endlich versucht, diesen selbst zu züchten. Ich war ja immer skeptisch, ob das wirklich funktioniert. Nachdem ich mich dann auf gefühlt tausend Internetseiten herumgetrieben habe (unter anderem auch auf dem Plötzblog), habe ich mich einfach mal getraut... und siehe da, es hat funktioniert. Wir haben jetzt Sauerteig  - er hat sogar einen Namen bekommen: Knut. Knut ist noch jung und wird im Moment noch mindestens ein Mal pro Tag gefüttert. Deswegen habe ich innerhalb einer Woche auch richtig viel Anstellgut. Das habe ich mir bei diesem Rezept zu Nutze gemacht und den Vorteig/Sauerteig komplett mit Anstellgut gemacht. Ob das backtechnisch korrekt ist, weiß ich nicht, aber es hat funktioniert. Das Rezept ist übrigens eine leichte Abwandlung des Roggenbrots von kochenmachtglücklich. Beim ersten Brotversuch habe ich für den Hauptteig versehentlich Roggenvollkornmehl statt Type 997 oder 1150 verwendet... wenn man das Rezept halt nicht richtig liest, ist man selbst schuld. Aber wieder Erwarten ist das Brot, trotz des jungen Sauerteigs, etwas geworden.

Versuch Nr. 1 - reines Roggen-Vollkorn-Brot

Versuch Nr. 2


Einfaches Roggenbrot mit Sauerteig (Versuch Nr. 2)

Vorteig/Sauerteig

240 g Roggenvollkornmehl
240 g warmes Wasser
20 g Anstellgut (Roggensauer)

Anstellgut mit Wasser und Mehl vermengen. 14-16 Stunden reifen lassen. Ich habe einfach 500 g von meinem Anstellgut genommen (aufpassen, dass dabei nicht das gesamte Anstellgut verwendet wird, einen Rest Sauerteig benötigt man ja für zukünftige Backprojekte).

Hauptteig

Vorteig/Sauerteig
500 g Roggenmehl Type 997
225 g Wasser
15 g Salz

Vorteig mit dem warmen Wasser verrühren. Mehl und Salz zufügen. Ca. 3 Minuten kneten, dann 30 Minuten ruhen lassen. Teig anschließend zu einem runden Laib formen und in ein gut gemehrtes Gärkörbchen setzen. Zugedeckt 2 Stunden gehen lassen - der Laib sollte sich deutlich vergrößert haben. Einen gusseisernen Bräter mit Deckel im Backofen bei 200°C (Umluft) aufheizen. Dann das Brot vorsichtig hineingeben (diesen Punkt muss ich noch ein bisschen üben). Nach 20 Minuten auf 180°C herunterschalten. Nach weiteren 30-40 Minuten sollte das Brot fertig sein. Am besten die Klopfprobe machen. 

Brot herausnehmen und auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen. 


Das Brot neigt sich schon wieder den Ende zu, morgen wird also der nächste Versuch gestartet.

Montag, 27. Juli 2020

[Kulinarische Weltreise] Schweden - Teil I

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um schwedische Gerichte widmen.]

Im Juli führt uns Volker von Volker mampft auf seiner kulinarischen Weltreise nach Schweden. Ich war zwar noch nie in Schweden, aber bestimmte Gerichte sind ja in aller Munde - ich sage da nur Köttbullar...

Wie gesagt, ich war noch nie in Schweden und auch dieses Jahr wird das nichts - herzlichen Dank an Corona  :-( Aber trotzdem sind wir ja kleine Skandinavien-Fans und haben deswegen vor etwas mehr als zwei Jahren mit Freunden Midsommar gefreiert - mit vielen schwedischen Rezepten. Irgendwie habe ich die ganzen Gerichte, die es damals gab, bisher nie verbloggt. Eines der Gerichte halt es aber zumindest auf meinen Food-Kalender für das Jahr 2019 geschafft. Da fällt mir ein, dass ich den Link im Kalender-Posting unbedingt ergänzen sollte. Ich schweife ab... jedenfalls wussten wir, als wir zu dem Fest eingeladen haben, noch nicht, dass just an diesem Tag bei der Fußball-WM in Russland Deutschland gegen Schweden spielen würde (zumindest hatten wir es nicht auf dem Plan). Wie der Zufall es halt so will... das Spiel an dem Abend ist übrigens mit einem 2:1 für Deutschland geendet. Das hat aber nicht viel geholfen, denn Deutschland ist damals (zu Recht) recht früh ausgeschieden - aber darüber wollen wir lieber das Mäntelchen des Schweigens decken.

Zurück zur Midsommar-Party und den Leckereien, die es damals gegeben hat:

Knäckebrot mit Kräuter-Radieschen-Quark (Rezept siehe weiter unten)
***
Mit Senf und Preiselbeeren glasierter Kassler-Braten
dazu eine Senf-Honig-Sauce mit Dill
(dieses Rezept gibt es morgen)

***
Kleine F(r)ischkäsetörtchen
(Rezept kommt am Mittwoch)
***
Schüttelgurken
(Rezept seit mindestens drei Jahren unverbloggt - das wir vermutlich auch noch eine Weile so bleiben)
***
als 2. warme Komponente: Köttbullar mit Sahnesauce
(da es bereits ein Köttbullar-Rezept bei der Weltreise gibt, hier kein Rezept dazu)
***
als Dessert gab es eine Mascarpone-Quark-Creme mit Fruchtpüree und frischen Beeren
(ohne Rezept)


Vollwert-Knäcke mit Kräuter-Radieschen-Quark
für ca. 25-40 Stücke (kommt auf die Größe an...)

Vollwert-Knäcke
250 g kernige Haferflocken
250 g Roggenvollkornmehl
175 g Körnermischung (moi: Sonnenblumen-, Kürbis- und Pinienkerne)
25-50 g Leinsaat
2 TL Salz
6 EL Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
375 ml Wasser

Die trockenen Zutaten miteinander vermengen. Dann mit Öl und Wasser zu einem zähen Teig verrühren (Knethaken!). Tig auf 2 mit Backpaier belegte Backbleche verteilen und ca. 1/2 cm dick glattstreichen. Mit einem Messer "Bruchstellen" einschneiden. Im vorgeheizten Ofen (200 °C Umluft) 8 Minuten backen, dann die Temperatur auf 175 °C reduzieren. Weitere 20 Minuten backen, dann das Brot in Stücke brechen und nochmals im Ofen 5-10 Minuten trocknen.

Das Knäcke hält sich luftdicht in Dosen verpackt an einem kühlen und trockenen Ort etwa 14 Tage.



Kräuter-Radieschen-Quark
500 g Quark
200 g Naturjoghurt
2 Bund frische Kräuter (Petersilie & Schnittlauch), gehackt
1 Bund Radieschen, in kleine Würfel schnitten
Salz und Pfeffer
ggf. Kresse für die Deko

Quark und Joghurt glatt rühren. Kräuter und Radieschen untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Am Freitag wird es an dieser Stelle dann noch die Zusammenfassung mit allen teilnehmenden Blogs geben... Ulrike von Küchenlatein mit Safranpfannkuchen – Saffranspannkaka Britta von Backmaedchen 1967 mit Schwedische Haferflocken-Kekse Janke von Jankes*Soulfood mit Blåbärssoppa - schwedische Blaubeersuppe mit Grießklößchen Nadine von Möhreneck mit Köttbullar mit Rahmsauce (vegan) Tina von Küchenmomente mit Typisch schwedische Zimtschnecken mal anders Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka - schwedischer Schokokuchen Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor - Schwedische Kartoffelkloesse Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe - Haselnusskuchen mit Kaffee Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa - Schwedische Sommersuppe Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar - Schwedische Hackfleischbaellchen Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan - Schweinefilet mit Banane Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar - Zitronentraum Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob Sonja von fluffig & hart mit Mandeltårta - Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk - schwedische Kartoffelpfannkuchen Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel - Krusbärspaj med mandel Conny von food for the soul mit Kanelbullar - schwedische Zimtschnecken Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj - Knusperblaubeerkuchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf Simone von zimtkringel mit Janssons frestelse - Janssons Versuchung Ute von wiesengenuss mit KÅLDOLME - mit Moosbeeren Henrike von EinfachSchweden mit Saftiger Zimtschnecken-Rührkuchen - Kanelbullesockerkaka Susanne von magentratzerl mit Erbsen-Kartoffelknödel mit Specktopping Sus von CorumBlog 2.0 mit Hallongrottor – Himbeertörtchen Britta von Brittas Kochbuch mit Knäckebröd - Knäckebrot Katja von Kaffeebohne mit Sommersalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pyttipanna Tina von Küchenmomente mit Brödkakor - rustikales Fladenbrot aus Schweden Nadine von Möhreneck mit vegane Kanelbullar Britta von Brittas Kochbuch mit Schwedische Haferkekse Sus von CorumBlog 2.0 mit Schwedisches helles Karottenbrot Katja von Kaffeebohne mit Schwedischer Garnelencocktail Carina von Coffee2Stay mit Grötbröd - Porridge-Brot Sylvia von Brotwein mit Lachs beizen - Rezept mit Gin, Zitrone und Rote Bete Christian von SavoryLens mit Chokladbollar - Schwedische Schokoladenkugeln Andrea von our food creations mit Vollwert-Knäcke mit Kräuter-Radieschen-Quark Andrea von our food creations mit Glasierter Senf-Preiselbeer-Braten mit Honig-Senf-Sauce Andrea von our food creations mit Kleine F(r)ischkäse Törtchen - angelehnt an die schwedische Smörgåstårta Sylvia von Brotwein mit Roggen Knäckebrot Rezept - knusprig herzhaft Volker von Volkermampft mit Schwedische Köttbullar - besser als bei Ikea! Volker von Volkermampft mit Kalops - Schwedisches Rindergulasch mit Roter Beete

Donnerstag, 25. Juni 2020

[Kulinarische Weltreise] BBQ Special

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund ums Grillen/BBQ widmen. Zusätzlich erwähne ich eines unserer Grillsportgeträte, das wir aber gekauft haben - war leider nichts mit Sponsoring...]

Volker von Volker mampft ruft im Juni bei der Kulinarischen Weltreise zum BBQ Special auf. Gesucht werden Beiträge rund um das Thema Grillen. Dabei kann es sich um Reiseberichte, Buchrezensionen oder um Rezepte handeln, die allerdings eines gemeinsam haben - den Bezug zu einem Land der eigenen Wahl.

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft - BBQ Spezial

Ich habe Euch ein Rezept mitgebracht, das ich schon oft zubereitet habe. Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, weshalb es nicht schon längst auf dem Blog zu finden ist... ganz einfach: ich habe es bisher nie geschafft ein (gutes) Foto zu machen. Das Brot war nämlich nie lange genug auf einem Teller. Denn kaum waren 2 Brote fertig, da waren sie auch schon weggefuttert. Kurzum, ich bin mit dem Nachschub nicht schnell genug nachgekommen und mehr als einmal bin ich selbst am Ende leer ausgegangen. Das kommt davon, wenn man sich hungrige Freunde zum Grillen einläd  ;-) also immer gleich ein bisschen mehr Teig zubereiten...

Ich habe die Brote meistens auf der Eisenplatte von unserem Hot Table gemacht, der mit Holz befeuert wird. Die Brote benötigen aber eigentlich rund herum Hitze/Wärme. Also was tun? Dumm darf man ja sein, aber nicht einfallslos. Also habe ich extra für diesen Zweck zwei Cloches besorgt, die ich während dem Backen über die Brote stülpe. Problem gelöst!


Indisches Naan-Brot
für 6 Stück - das reicht für max. 3 Personen als Beilage (s.o.)

100 ml Milch, lauwarm
1 TL Trockenhefe
1/2 TL Zucker
100 g Naturjoghurt
250 g Mehl (moi: Dinkelmehl Type 630)
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
Butterschmalz oder Ghee zum Bestreichen
ggf. Knoblauch, frischer Koriander und Schwarzkümmel

Milch, Hefe und Zucker verrühren. 10-15 Minuten stehen lassen bis sich kleine Bläschen bilden. Joghurt, Mehl, Salz und Backpulver in eine große Schüssel geben. Hefelösung zufügen und alles mit dem Knethaken (oder in einer Küchenmaschine) zu einen homogenen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 30-60 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann den Teig kurz durchkneten und in 6 Portionen teilen. Mit der Hand (oder dem Nundelholz) zu länglichen, ca. 1/2 cm dicken Fladen formen. 

Nun die Fladen auf dem heißen (Kugel-)Grill bei indirekter Hitze von jeder Seite ca. 2 Minuten backen/grillen. Aber Vorsicht, die Brote verbrennen schnell, also immer ein Auge darauf werfen.

Alternativ lassen sich die Naan-Brote auch sehr gut in der Pfanne zubereiten.

Vor dem Servieren mit geschmolzenem Butterschmalz oder Ghee bestreichen. Auf den Schritt habe ich bisher meistens verzichtet, meine Gäste waren immer zu ungeduldig...

Als Variation kann man einen Teil der Brote (oder auch alle) mit gehacktem Knoblauch, frischem Koriander und Schwarzkümmelsaat bestreuen.


Nachtrag: Das Brot wurde von minime.life im Rahmen der Blog-Aktion "Koch mein Rezept" als vegane Variante veröffentlicht. Zu finden ist es hier *klick*.




Und wenn Ihr jetzt noch Lust auf mehr zum Thema internationale Grillspezialitäten habt, dann schaut doch mal bei den anderen Weltreisenden rein:

Susi von Turbohausfrau mit Erdäpfel-Focaccia
Wilma von Pane-Bistecca mit Folien-Fisch vom Grill
Michael von SalzigSüssLecker mit Yakitori - Grillhähnchen auf Japanisch
Wilma von Pane-Bistecca mit Gegrillte Pfirsiche auf Eis
Ronald von Fränkische Tapas mit Feuerkartoffeln
Susanne von magentratzerl mit Fisch-Zitronengras-Saté mit Acar
Wilma von Pane-Bistecca mit Pizza vom Grill - Italien
Britta von Brittas Kochbuch mit Flanksteak, grüner Spargel, Salate
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Galletto al Mattone – Hähnchen auf Backsteinart
Simone von zimtkringel mit Tomaten-Chili-Relish
Simone von zimtkringel mit Pestokranz
Sonja von fluffig & hart mit Dakkochi - Korean Streetfood
Sonja von fluffig & hart mit gegrillter Chicorée
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Vietnamesische Ente vom Grillspieß mit Sternanis und Honig
Sylvia von Brotwein mit Café de Paris Butter
Sylvia von Brotwein mit Russisches Schaschlik vom Grill
Katrin von Soulsister meets Friends mit BBQ Pulled Pork Südstaaten Style Pulled Pork aus dem Smoker
Conny von Mein wunderbares Chaos mit Rinderrippchen auf Koreanisch mit eingelegtem Rettich
 

Freitag, 29. Mai 2020

[Rettungsaktion] Sandwiches, Wraps & Co

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um Sandwiches, Wraps & Co widmen.]



Was sind diese Rettungsaktionen eigentlich, das wird sich der/die eine oder andere jetzt fragen. Ganz einfach erklärt: eine Gruppe von Food-BloggerInnen hat sich als Facebook-Gruppe zusammengetan um Gerichte vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und Alternativen ohne Fix & Co. aufzeigen - Rettungsaktionen eben. 

Gleich vorweg eine Warnung... der Beitrag ist lang und voller Ideen zum Sandwiches, belegten Brötchen, Wraps & Co. Die typischen to go-Geschichten eben, die man in Supermärkten und Bäckereien angeboten bekommt. Mit den Bäckereien meine ich in diesem Fall nicht die kleinen Betriebe, die wirklich noch selbst backen und die Brötchen liebevoll belegen ("welches Brötchen hätten sie gerne, möchten sie es mit Butter oder ohne, sollen eine oder zwei Scheiben Schniken drauf?"). Ich meine die Supermärkte und großen Bäckerei-Ketten, bei denen man nur Standard-Brötchen mit Standard-Belag bekommt, die wohlmöglich schon den ganzen Tag offen herumliegen. Oder Sandwiches, die seitTagen fertig abgepackt in der Kühlung liegen. Nein danke, darauf kann ich verzichten. Zumal ich oft nicht weiß, aus welchen Quellen die Zutaten stammen. Bei Brötchen mit Tomate-Mozzarella mag ich zum Beispiel diesen zähen und billigen Kuh-Mozzarella, der nach gar nichts schmeckt, so überhaupt nicht. Prinzipiell sollte man beim Kauf von Lebensmitteln auch auf deren Qualität achten. Und gerade in Zeiten von Corona am Besten lokal und bei kleinen Betrieben kaufen - viele davon kämpfen zur Zeit wirklich ums Überleben.

Ich backe unser Brot seit ein paar Jahren fast ausschließlich selbst. Deswegen habe ich auch gleich noch Rezepte zu den verwendeten Brötchen bzw. Brot verlinkt.

Dann schauen wir mal, was unsere europäischen Kollegen an belegten Brötchen und Sandwiches zu bieten haben... alles Klassiker. Der italienische Dauerbrenner:


Panini Tomate-Mozzarella mit Ruccola

Brötchen (moi: Dinkel-Seelen)
Tomaten-Frischkäse (s. weiter unten)
Ruccola
Tomaten, in Scheiben geschnitten
Büffel-Mozzarella (ca. 50-80 g pro Brötchen), bei mir hat ein Mozzarella à 125 g für 2 Brötchen gereicht
frischer Basilikum
ggf. frisch gemahlener Pfeffer

Brötchen halbieren. Mit Frischkäse bestreichen. Zuerst mit Ruccola, dann Tomaten und zuletzt mit Mozzarella belegen. Wer möchte, der kann das Ganze mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein paar Basilikumblätter für's G'schmäckle nicht vergessen. Deckel drauf und genießen. Oder in Butterbrotpapier wickeln und als Snack auf der Arbeit essen - Servietten nicht vergessen, ist eine saftige Angelegenheit...

Tomaten-Frischkäse

4-5 EL Doppelrahm-Frischkäse
1 EL Tomatenmark
1 EL frische, mediterrane Kräuter, gehackt (moi: Basilikum, Thymian & etwas Oregano)
ggf. etwas fein gehackter Knoblauch
Salz und Pfeffer 

Basilikum-Liebhaber rühren statt Tomatenmark einfach etwas Basilikum-Pesto unter den Frischkäse... hier ein schönes Pesto-Rezept von Wilma (Pane-Bistecca) *klick*.



Die Engländer servieren gerne Sandwiches zur 5 o'clock Tea Time - am liebsten mit Ei und/oder Gurke. Kann man natürlich auch als Pausenbrot oder zum Picknick mitnehmen:


Tea Time Sandwiches

pro Sandwich 2 Scheiben Toastbrot (moi: Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot)
Salatgurke
Salz & Zucker
Doppelrahm-Frischkäse
Kresse
Ei-Aufstrich (s. weiter unten)

Gurke waschen, trockenreiben und in dünne Scheiben schneiden. Auf einen Teller legen, mit etwas Salz und einer Prise Zucker bestreuen. Kurz zeihen lassen, dann trocken tupfen.

Pro Gurkensandwich 2 Brotscheiben mit Frischkäse bestreichen (ggf. vorher die Rinde abschneiden oder Formen ausstechen - die Reste kann man für einen Brotsalat verwenden oder trocknen und zu Semmelbröseln verarbeiten). Eine Scheibe mit Gurken belegen, etwas Kresse darauf geben und mit der zweiten Scheibe abdecken. Ggf. in Dreiecke schneiden (falls man nicht, wie ich, vorher schon schöne Formen ausgestochen hat)

Für die Eiersandwiches eine Scheibe Brot mit dem Ei-Aufstrich bestreichen, zweite Scheibe als Deckel drauf, fertig.

Ei-Aufstrich

4-5 gekochte Eier, gepellt und gewürfelt
2 EL Mayonaise (Rezept für Mayo ohne Ei weiter unten)
1-2 Gewürzgürkchen, fein gewürfelt
2 EL Schnittlauch, in feinen Röllchen
Paprikapulver
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.


Mayonnaise ohne Ei

20 g Senf
60 g H-Milch (funktioniert auch mit laktosefreier Mich)
1/2 TL Salz
etwas frisch gemahlener Pfeffer
2 TL Zitronensaft
160 g Pflanzenöl (moi: Rapskernöl) - kein Olivenöl verwenden, das wird bitter!
2-3 EL Naturjoghurt

Alle Zutaten außer Joghurt in einen hohen Becher geben. Pürierstab in den Becher stellen, anschalten und mehrfach langsam nach oben ziehen - 3-4 mal sollten ausreichen. Joghurt zufügen und mit einem Löffel unterrühren.

In einem verschlossenen Glas sollten sich die Reste der Mayo ca. eine Woche im Kühlschrank halten.



Noch mehr Inspirationen zum Thema Sandwiches, belegten Brötchen/Broten, Wraps & Co gefällig? Bitteschön - hier geht es hier zu den Rezepten der MitretterInnen:

Brittas Kochbuch - Roastbeef-Brot mit Remoulade 
Cakes, Cookies and more - Chicken Wraps 
Turbohausfrau - Smoerrebroed 
BrigittasKulinarium - Farinata di ceci 
Pane-Bistecca - Avocado-Spargel-Ei Brot 
BackeBackeKuchen - Gefüllte Partybrezel 
evchenkocht - Erdbeer-Crostini 
genial lecker - Sandwich mit Grillgemüse 
Kleines Kuliversum - Spargel Ziegenfrischkäse Stulle 


Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Gutes Brot, guter Morgen, guter Tag

Ich bin ja seit Jahren eine begeisterte Hobby-Brotbäckerin... mal mit mehr, mal mit weniger gutem Erfolg. Aber es gibt ein paar Rezepte, die ich liebe und die (so gut wie) immer gelingen - vor allem im Brotbackautomat. Eines davon ist mein Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot. Sollte ich einmal keine Buttermilch im Haus haben, dann ersetze ich diese durch halb Naturjoghurt und halb Wasser. Das hat auch immer gute Ergebnisse geliefert. Für das Brot verwende ich drei verschiedene Mehlsorten (Dinkelmehl Type 630 und 1050 plus Dinkelvollkornmehl), was aus der Not heraus entstanden ist - dank Corona und Hamsterkäufen hatte ich nicht mehr genügend Dinkelmehl Type 630 im Haus und musste einen Teil durch Type 1050 ersetzen. Aber die Mischung hat sich bewährt und nun wird es immer so gebacken.


Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot
für ein kleines Brot

250 ml Buttermilch
70 ml Wasser
1/4 Würfel (10 g) Frischhefe
200 g Dinkelmehl Type 630
150 g Dinkelmehl Type 1050
150 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Zucker
1 TL Salz
nach Wunsch noch etwas Leinsaat, Sesam und/oder Hanfsaat zufügen (optional)

Wie gesagt, ich mache das Brot normalerweise im Brotbackautomat (Programm 1 - Normal). Aber ich versuche es mal für konventionelle Backweise umzuformulieren.

Hefe mit Zucker im Wasser auflösen und 15 Minuten stehen lassen. Mehle und Salz in eine große Schüssel geben und gründlich vermengen. Dann Buttermilch und Hefelösung zugeben, alles gut verkneten. Abgedeckt eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Danach den Teig nochmals kurz durchkneten, mit der Hand flach drücken, aufrollen und in eine gefettet Kastenform geben. Mit Mehl bestäuben und nochmals eine Stunde gehen lassen.

Eine feuerfeste Form mit Wasser füllen und auf den Boden des Backofens stellen. Diesen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Brot in den Ofen geben und ca. 35-40 Minuten backen. Brot aus der Form nehmen und Klopfprobe machen - ggf. das Brot nochmals ein paar Minuten (ohne Kastenform) backen.

Abkühlen lassen und frisch oder getoastet genießen.




Wer nur zwei Mehle verwenden möchte, dem empfehle ich eine Mischung aus 325 g Type 630 und 175 g Vollkornmehl.

Dienstag, 6. November 2018

[Rettungsaktion] Alles mit Kürbis

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um den Kürbis widmen.]- vorsicht, langer Beitrag!

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiss, was es mit diesen Rettungsaktionen auf sich hat. Wenn nicht, dann eine kurze Zusammenfassung: eine kleine Gruppe von Facebook-Mitgliedern hat sich zusammen getan, um Lebensmittel vor der Lebensmittelindustrie zu retten - immer mehr Menschen können mit dem ursprünglichen Produkt nichts mehr anfangen und greifen auf diverse Convenince-Produkte oder Tütchen und Co zurück. Das muss nicht sein - und genau deswegen finden in (mehr oder weniger) regelmäßigen Abständen Rettungsaktionen statt. Wir bieten der Fertigfutter-Industrie Paroli!

Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Kürbis. Und Kürbis kann echt vielseitig sein. Das ist mir aufgefallen, als wir vor zwei Wochen in unserer Firma Gesundheitstag hatten und ich nach ein  oder zwei Gerichten für unser traditionelles Buffet gesucht habe - da fällt mir ein, dass ich unsere Sekretärin, die dabei immer das Zepter in der Hand hat, nach dem Rezept für ihren Kürbis-Karotten-Apfel-Salat und die Kürbis-Quiche fragen muss. Beides äußerst lecker! Ja, jedenfalls musste etwas neues, herbstliches her. Und da fielen mir die Päckchen mit Kürbismus ein, die in meinem Gefrierschrank schlummern. Ursprünglich für ein thüringisches Gericht namens "Kürbsmus" produziert, aber auch anderweitig wirklich vielseitig einsetzbar. Deswegen *tada*: mein Rezept für das Grundprodukt von vielseitigem Kürbismus - das thüringische Gericht wird es übrigens bestimmt auch irgendwann auf diesen Blog schaffen (sofern meine liebe Schwiegermutter das Rezept rausrückt), denn es ist Soulfood pur mit Speck, Hackfleisch, altbackenen Brötchen, Ei und Käse (wenn ich mich richtig erinnere).

Vielseitiges Kürbismus
(super einfaches Rezept, besteht aus genau einer Zutat)

Hokkaido-Kürbis, gewaschen, entkernt und in grobe Stücke geschnitten

Ganz bewusst ohne Mengenangaben, ich bereite das Mus immer auf Vorrat zu und friere es portionsweise ein - so habe ich immer fertiges Mus zur Hand, das ich nur auftauen muss...

Kürbisstücke im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Umluft) ca. 30 Minuten garen - die Garzeit hängt stark von der Größe der Kürbisstücke ab.

Abkühlen lassen, grob mit einer Gabel zermanschen und  portionsweise einfrieren (bei mir normalerweise in 250-500 g-Portionen. Dank der recht trockenen Konsistenz funktioniert das in, zu flachen Päckchen gedrückten, Gefrierbeuteln recht gut.)








Häää, das war's? Nicht einmal ein Foto? Nein, das war noch nicht alles.




Ich möchte Euch ja zeigen, wie vielseitig das Kürbismus wirklich ist. Also habe ich das Mus ein bisschen weiter verarbeitet, zum Beispiel zu Kürbisbrot. Das Brot ist im Prinzip eine Adaption von meinem Kartoffelbrot. Das verwendete Kürbismehl habe ich beim Hofladentag im Zellertal entdeckt und von einer kleinen Ölmühle in Wachenheim erstanden.


Kürbisbrot

10 g Frischhefe
10 g Stein-oder Meersalz
100 ml Wasser
170 g Kürbismus
1 TL Honig
550 g Mehl  (moi: 200 g Dinkelvollkornmehl und 350 g Dinkelmehl Type 630)
50 g Kürbismehl (wer das nicht bekommt, durch 50 g Dinkelvollkornmehl ersetzten)
300 ml Wasser
Kürbiskerne (Menge nach Wunsch - moi: eine knappe Handvoll)
etwas Butter zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken

Zunächst einmal muss man die Salz-Hefe-Lösung aus der Frischhefe, Wasser und Salz herstellen. Sie soll mindestens 1, maximal 48 Stunden reifen. Meine hatte etwa 2 Stunden Zeit.

Dann die ausgereifte Salz-Hefe-Lösung in den  Mixtopf des Thermomix gießen, das Kürbismus und den Honig dazu geben. Den Mixi 5 Sekunden auf Stufe 7 drehen lassen. Jetzt Vollkornmehl und helles Mehl einwiegen. Außerdem das Wasser, Kürbismehl und Kürbiskerne zufügen. Den Teig 3 Minuten auf Teigstufe kneten lassen. Wer keinen Thermomix oder ähnliche Küchenmaschine zum Kneten von schweren Teigen besitzt, kann das Ganz auch mit der Hand kneten. Ist halt aufwendiger...

Nun muss der Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen. Dabei sollte er sein Volumen verdoppeln.

Nun kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und kann mit einem Spatel bearbeitet werden, bis man eine schöne, geschmeidige Kugel hat. Einen gusseisernen Bräter einfetten und mit Haferflocken ausstreuen. Leider besitze ich keinen entsprechenden Bräter, so dass ich einfach meinen Ultra von Tupper verwendet habe. Nun muss man die recht weiche Teigkugel noch in den Bräter verfrachten, Deckel drauf und ab damit in den kalten Backofen. Den Backofen auf 200 °C (ich habe Umluft gewählt, da im Original-Rezept keine Angaben diesbezüglich zu finden waren) einstellen. Nach 55 Minuten den Deckel abnehmen und das Brot weitere 10 Minuten backen (weitere 5 Minuten würden dem Brot auch nicht schaden).

Nach dem Backvorgang habe ich das Brot aus der Form genommen und noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen, bevor es dann ganz abkühlen durfte.



Aber Brot ohne Aufstrich? Das geht definitiv nicht. Um Abhilfe zu schaffen gibt es auch gleich ein Rezept für den passenden Belag:



Kürbis-Kichererbsen-Aufstrich mit Trauben

1 kl. Dose Kichererbsen (265 g Abtropfgewicht)
250 g Kürbispüree
1 kleine, rote Zwiebel, fein gewürfelt
1 Stängel Stangensellerie, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
200 g Schmand
1 EL grober Senf
1/2 Bund Petersilie, gehackt
250 g Trauben, halbiert
Kürbis-/Sonnenblumenkerne
Salz & Pfeffer

Kichererbsen abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken. Kürbispüree, Zwiebel, Sellerie, Knoblauch, Schmand und Senf zufügen. Alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Petersilie, Trauben und Kerne unterheben.

Gekühlt mit Brot (oder Brötchen) servieren.




Und zum Abschluss noch was Süßes zum Kaffee... eigentlich sollte die Creme als Topping auf die Gugels - aber sie ist trotz langer Kühlung nicht wieder fest geworden. Macht nichts, hat auch als etwas flüssigerere Variante zu den Gugels lecker geschmeckt. Man muss den Gästen ja nicht verraten, dass das so gar nicht geplant war...


Kürbis-Orangen-Gugels mit Orangencreme und Kürbiskrokant
für ca. 14-16 mittlere Gugels

2 Eier
75 g Zucker
1 TL Vanillezucker, vom selbst gemachten
100 ml Orangensaft, frisch gepresst
100 ml Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
125 g Kürbismus, fein püriert
175 g Dinkelmehl Type 630
50 g gemahlene Mandeln
Abrieb von 1/2 Bio-Orange
1 geh. TL Backpulver

Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Zuerst Orangensaft und Öl, dann die restlichen Zutaten unterrühren. 

Teig in kleine Gugel-Formen füllen (max. 3/4 voll). Meine sind aus Silikon und deswegen kann ich mir das Fetten sparen. Wer keine Gugel-Formen hat, der kann auch Muffin-Formen nutzen - dann wird der Teig aber vermutlich nicht für die gleiche Anzahl ausreichen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!)

Aus der Form nehmen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Orangencreme und Kürbiskrokant herstellen.

Orangencreme

150 ml Orangensaft (frisch gepresst)
Zucker (leider habe ich vergessen, wie viel genau es war - ich glaube 50 g - das kommt davon, wenn man gleich alles in den Rechner tippt!)
Abrieb von 1/2 Orange
250 g Frischkäse (Doppelrahm)

Orangensaft mit dem Zucker vermengen und in einem kleinen Topf auf die Hälfte einreduzieren. Abkühlen lassen. Orangenreduktion (oder soll ich es Orangensirup nennen?) mit dem Frischkäse und Orangenabrieb verrühren. Wem die Creme nicht süß genug ist rührt einfach noch etwas Puderzucker unter.

Kürbiskrokant

1-2 EL Zucker
eine kleine handvoll Kürbiskerne

Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Kürbiskerne zufügen und alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen, dann mit einem Messer grob hacken.




Zuletzt wollte ich Euch noch ein Rezept für Pumpkin Spice Latte präsentieren - nur der hat mir so gar nicht geschmeckt, deswegen habe ich darauf verzichtet. Drei, nein vier Rezepte in einem Posting sind ja auch genug, oder?


Und falls es jetzt doch noch jemanden gibt, der so gar nichts mit Kürbis anfangen kann, hier noch ein paar Kürbis-Rezepte von meinem Blog:


Und wer jetzt noch mehr Inspiration zum Thema Kürbis braucht - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen (es lohnt sich, dort vorbei zu schauen, lauter leckere Rezepte)

auchwas - Kürbis süß-sauer 
Brigittas Kulinarium - Kürbisravioli aus Kartoffelteig 
Brittas Kochbuch - Kürbisrisotto 
Cakes Cookies an more - Mac and Cheese mit Kürbis 
CorumBlog 2.0 - Kürbis-Konfitüre 
Das Mädel vom Land - Wickelknödel mit Kürbis und Pilzen 
evchenkocht - Kürbis-Cannelloni 
Fliederbaum - Kürbis-Kartoffel-Gratin 
genial-lecker - Kürbis-Möhren-Quiche 
lieberlecker - Kürbis Vermicelles 
our food creations - Vielseitiges Kürbismus 
Pane-Bistecca - Kürbis Prussien 
Unser Meating - Kürbis-Käse-Suppe 


Last but not least noch ein paar Danksagungen:

Besonderen Dank an Christine Blickle (aka Anna Antonia), die die Rettungstruppe seit dem Rücktritt der Gründerinnen Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde leitet. Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen. Zu verdanken haben wir die heutige Rettungsaktion übrigens der lieben Ingrid von auchwas.

Freitag, 28. April 2017

Es ist mal wieder Gesundheitstag

Einmal pro Quartal ist bei uns in der Firma Gesundheitstag. Neben einer mobilen Massage werden auch diverse Vorträge zu Gesundheitsthemen angeboten. Und wir "kochen" immer oder bringen etwas zum Essen mit. Ich hatte ja schon mehrfach Gerichte beigesteuert und wurde auch dieses Mal von der Cheforganisatorin gefragt, ob ich wieder etwas mitbringen würde. Da es mehrfach Anfragen bezüglich dem Quinoa-Reis-Salat vom letzten Oktober gab, gibt es ihn dieses Mal wieder. Aber auch ein Eiweißbrot wurde gewünscht. Kein Problem, haben wir ja erst vor kurzem den Brunch gerettet und da hatte Sabine von Bonjour Alsace ein Eiweissbrot beigesteuert.



Natürlich habe ich nicht im Vorfeld geschaut, ob ich alle Zutaten im Haus habe und prompt musste ich improviesieren. Trotz allem ist ein schmackhaftes Brot herausgekommen. Hier das Rezept:

Eiweißbrot
für eine große oder 2 kleine Kastenformen

50 g Dinkel-Kleie
50 g Leinsamen
50 g Chiasaat
50 g Haferflocken
50 g Kürbiskerne, grob gehackt
200 g Walnüsse, gemahlen
1 TL Salz
1 TL Schabzigerklee (hat das Brotgewürz ersetzt)
1 Päckchen Backpulver
5 Eier
300 g gekörnter Frischkäse
 3-4 EL Körner (ich: Sonnenblumen- und Kürbiskerne) zum Bestreuen 

Erst die trockenen Zutaten in den Mixtopf geben und kurz (ca. 10 Sekunden) auf Stufe 4-5 vermengen. Dann Eier und Quark zufügen. Alles auf Stufe 4 30-60 Sekunden gut verrühren. In eine gefettete Kastenform füllen, mit den Körnern bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) 45 Minuten backen. Danach aus der Form nehmen und weitere 30 Minuten (circa) backen.




Freitag, 17. März 2017

Wir retten was zu retten ist hat Geburtstag

Wo ist die Zeit geblieben? Man glaubt es kaum, aber inzwischen sind drei Jahre vergangen, seit die Rettungstruppe von Sina und Susi ins Leben gerufen wurde - seither wurden sage und schreibe 25 Rettungsaktionen durchgeführt! Hier kann man übrigens nachverfolgen, was schon alles gerettet wurde.


Ziel der stetig wachsenden Gemeinschaft internationaler Foodblogger ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Viele Gerichte kann man nämlich ganz ohne Tütchen und Co. selbst kochen oder backen. 

Zum Geburtstag haben sich unsere Organisatorinnen natürlich wieder ein schönes Thema ausgesucht - alles rund um den Brunch. Ich bin mir sicher, dass sich dabei bestimmt das eine oder andere Rezept finden wird, das sich für den traditionellen Oster-Brunch in ein paar Wochen finden wird. 

Gefüllte Eier
für 20 halbe Eier

10 Eier
200 g Schmand (alternativ Frischkäse)
1-2 TL Senf
1 Beet Kresse und/oder 1/2 Bund Petersilie, fein geschnitten 
Salz und Pfeffer
etwas Paprikapulver zum Bestäuben

Eier hart kochen, abkühlen lassen, schälen und halbieren. Die Eigelbe herausnehmen und ein eine Schüssel geben. Zusammen mit Schmand/Frischkäse, Senf, Kresse und/oder Petersilie sowie Suppengrundstock gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Masse in einen Spritzbeutel geben und die Eihälften damit füllen. Auf einem Teller schön anrichten und mit Paprikapulver bestreuen. 

Bei mir ist etwas von der Masse übrig geblieben - diese lässt sich auch wunderbar als Brotaufstrich verwenden.





Aber was wäre ein Brunch ohne Brot oder Brötchen, dachte ich mir. Deswegen habe ich gleich noch ein zweites Rezept für Euch - es ist zwar ein bisschen aufwändig, aber ich verspreche Euch, dass die Baguettes einfach wunderbar sind: 


Kartoffel-Baguettes
für 4 kleine Brote

600 g Kartoffeln, mehligkochend
500 g Dinkelmehl, Type 630 plus etwas zum Arbeiten
5 g frische Hefe
Salz
ggf. helle und schwarze Sesamsaat

Am Vortag die Kartoffeln in Salzwasser ca. 25 Minuten kochen und abkühlen lassen. Ebenfalls am Vortag in einer kleinen Schüssel den Vorteig herstellen. Dazu 100 g Mehl mit 100 ml kaltem Wasser und 1 g Hefe gut vermengen. Schüssel abdecken, 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann für 12 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Kartoffeln pellen und in den Thermomix geben. Kurz auf Stufe 7 zu einem Mus verarbeiten. Dann den gegangenen Vorteig, restliches Mehl und Hefe, 13 g Salz und 50 ml lauwarmes Wasser zufügen. Auf Teigstufe 4 Minuten kneten lassen, nach 2 Minuten weitere 50 ml warmes Wasser zugeben. Teig in eine große Schüssel umfüllen - Achtung: der Teig klebt jetzt noch etwas. Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Teig falten. Nach weiteren 30 Minuten nochmals falten. Vorgang nach 60 Minuten wiederholen, anschließend weitere 90 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte nun blasig sein und sich weich anfühlen.

Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, dabei zu einem Rechteck formen. Mit einer Teigkarte vier gleich große längliche Stücke abstechen. Jedes Teigstück nachformen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einem scharfen Messer diagonal ca. 1 cm tief einschneiden und ggf. mit Sesam bestreuen. Teiglinge weitere 15 Minuten gehen lassen. In der zwischenzeit Backofen auf 250 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Auflaufform auf den Boden des Ofens stellen und mit vorheizen - die Auflaufform sollte aus Metall bestehen, Formen aus Glas oder Keramik könnten springen! 50 ml Wasser bereitstellen.

Brote auf die mittlere Schiene des Ofens schieben. Wasser in die Auflaufform gießen und Ofen sofort schließen. Baguettes 25-30 Minuten backen, bis sie knusprig und hellbraun sind - eventuell müssen die Brote zwischendurch abgedeckt werden. Die Baguettes sind fertig, wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen bzw. noch leicht warm auf den Tisch bringen...



Und hier geht es zu den Beiträgen der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf: Joghurt-Brötchen mit Sauerteig
Anna Antonia: Sticky Buns 
Aus meinem Kochtopf: Zimtschnecken mit Apfel
Cuisine Violette: Bananen-Pancakes
Das Mädel vom Land: Überraschung
Fliederbaum: Grüne Tartelettes
giftigeblonde: Nussschneckchen
kebo homing: Germkipferl
Kochen mit Herzchen: Häppchen in Pink
lieberlecker: Brownie Ostereier
Münchner Küche: Obazda
Obers triftt Sahne: Sandwichtorte mit Frischkäse
Pane-Bistecca: Schweizer Weggli
Paprika meets Kardamom: Rosa Rote Bete-Heringssalat
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau: Geburtstagsbrunch]
Summsis Hobbyküche: Focaccia zum Brunch


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An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren dieser Rettungsaktionen:

Danke an Susi, die Turbohausfrau und Sina, die giftige Blonde, die die Idee zu dieser Rettungstruppe hatten

Danke an Christina (Apricotlady) und Jeanette von Cuisine Violette, die unsere Facebook-Seite betreuen

Danke an Ingrid von auchwas, die sich für uns auf Pinterest engagiert

und Danke an alle MitretterInnen!