Montag, 25. Juni 2018

Alle lieben Pasta [Blogevent]

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Nudelsalaten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesem Thema widmen]

Bei Tastesheriff gibt es jeden Monat ein Blogevent zum Thema Pasta. Genau mein Ding, denn ich bin regelrecht pastasüchtig, seit ich mir einen Pastamaker zugelegt habe und nun wird hier oft und kräftig genudelt.

Auch für dieses Rezept habe ich die Nudeln selbst gemacht. Jedoch nicht jeder verfügt über so ein Pastamaschinchen - alternativ kann man dann 250 g getrocknete Pasta nach Wahl (z.B. Gabelspaghetti oder Rigatoni) verwenden.

Was die Kräuter betrifft: am schönsten sind hier natürlich Kräuter mit Zitrus-Aroma, wie Zitronenmelisse, Verbene und Zitronenthymian. Ich habe das Glück, dass Melisse und Thymian in meinem Garten en Masse wachsen und auch die Zitronenverbene fleißig in ihrem Kübel wächst. Prinzipiell kann man jedoch auch andere Gartenkräuter wie Petersilie und Schnittlauch verwenden.


Nudelsalat mit Erbsen und Kräuter-Zitrus-Dressing
für 4 Personen

300 g (TK-)Erbsen
200 g Zuckererbsen (Mange-tout), in Rauten geschnitten
300 g frische Pasta (moi: kurze Bucatini) - alternativ 250 g getrocknete Pasta nach Wahl

Dressing
100 ml Orangensaft
3 EL Sweet-Chili-Scauce
6 EL Raps- oder Olivenöl
3 EL Zitronenessig
Abrieb und Saft von einer unbehandelten Zitrone
1 Handvoll gehackte Kräuter (moi: Zitronenmelisse, -Verbene, -Thymian, Petersilie & Schnittlauch) 
Salz und Pfeffer

Salzwasser in einen Topf aufkochen, dann zuerst die TK-Erbsen hineingeben. Zugedeckt etwa eine Minute köcheln lassen, dann die Zuckererbsen zufügen. Weitere 4-5 Minuten köcheln lassen, dann abgießen und kalt abschrecken. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass die Meisten getrocknete Pasta verwenden... also Nudeln nach Packungsangabe bissfest kochen, abgießen und ebenfalls abschrecken. Dressing anrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Zusammen mit den Erbsen und Nudeln in eine große Schüssel geben. Gut vermengen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 



Mittwoch, 20. Juni 2018

Wir retten was zu retten ist - Pasta e basta!

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Pastagerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute diesem Thema widmen]

Juhu, eine neue Rettungsaktion - die Themen fallen einem ja regelrecht in den Mund. Heute widmen wir uns Nudeln/Pasta... da hat die Fertigfutterindustrie ja wirklich viel zu bieten. Bitte entschuldigt die Wortwahl, aber wenn ich so durch einen Supermarkt/Discounter oder sogar den Bio-Laden gehe, dann stechen gerade diese Produkte ins Auge. Nudeln und Pasta sind allgegenwärtig Sei es als Fix für..., Instant-Nudel, TK-Produkt oder Fertiggericht für die Mikrowelle. Ich kann immer wieder nur den Kopf schütteln, denn gerade Nudel-/Pastagerichte sind in aller Regel schnell und einfach selbst gemacht. Und dazu braucht man kein Tütchen, Pülverchen oder ähnliches. Und genau das wollen wir hier mit unserer Aktion zeigen.


Ich möchte Euch dazu eine kleine Geschichte erzählen: ich bin vor ein paar Tagen ziemlich gestresst nach Hause gekommen und habe zusätzlich richtig Frust geschoben, weil an dem Tag so ziemlich alles schief gelaufen ist, was schief laufen kann. Erst Überstunden in der Firma, dann Stau auf dem Rückweg (inclusive einer gesperrten Autobahnabfahrt). Die Schlage an der Kasse im Supermarkt ewig lang. Zu Hause angekommen ist mir direkt eine Flasche Wein zerbrochen, so dass ich erst einmal das Treppenhaus putzen konnte. So ging es dann weiter...

In solchen Fällen hilft bei mir kochen - und essen. Kurz entschlossen habe ich mir Pasta gemacht. Innerhalb von 25 Minuten stand ein Teller dampfender Nudeln vor mir und ich war wieder glücklich und zufrieden mit meinem Leben.

Nun bin ich in der glücklichen Lage, dass ich einen Pastamaker besitze. Da kommen oben die Zutaten 250 g Dinkelmehi Type 630, 1 Ei, 1 EL gutes Olivenöl und mit so viel Wasser auffüllen, dass man auf 95 g Flüssigkeit kommt) für die Nudeln rein und kurze Zeit später kommen vorne die fertigen und frischen Nudeln raus. Wer kein solches Maschienchen besitzt und die Herstellung der Teigwaren zu aufwändig ist, der kann natürlich auch gekaufte Nudeln verwenden.




Spaghetti alla carbonara
für 2 Portionen

250-300 g Spaghetti
100 g Pancetta, in feine Streifen geschnitten (alternativ durchwachsener Bauchspeck)
etwas Butter oder Olivenöl
3 Eier (möglichst dem Huhn unterm Bobbes weggeklaut)
100 g Pasmesan oder Pecorino, fein gerieben
Salz und Pfeffer


Spaghetti nach Packungsangabe al dente garen. In der Zwischenzeit den Pancetta/Speck einer Pfanne mit etwas Butter oder Olivenöl auslassen. Eier mit dem Käse vermengen. Pasta abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Nudeln und etwas Kochwasser zum Speck in die Pfanne geben. Mit der Ei-Käse-Masse begießen, gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach schnell auf Teller verteilen und genießen.



Das war jetzt aber nur eine Kurzgeschichte, denn eigentlich wollte ich Euch Pasta alla bologna vorstellen und ans Herz legen. Dafür braucht man allerding etwas mehr Zeit. Denn die schnelle Tomaten-Hackfleisch-Sauce, die wir unter dem Begriff kennen, kann sich nicht mit einem langsam geschmorten Ragù alla bologna nicht messen.

Und um es gleich mal zu sagen: Spaghetti Bolognese gibt es nicht - oder wie die Italiener sagen "Gli spaghetti bolognese non esistono“. Punkt. Denn Italiener würden ihr Ragù alla bologna, wie die sämige Sauce im Original heisst, niemals mit Spaghetti essen. Daran bleibt die Sauce nicht kleben. Besser geeignet sind dafür Tagliatelle, den flachen Bandnudeln mit Ei aus der Emilia Romagna. Denn diese Erfahrung hat bestimmt schon jeder gemacht, der schon einmal Spaghetti Bolognese gegessen hat: die Nudeln sind weg und die Sauce noch im Teller. Auch zur Zubereitung von Lasagne al Forno wird das Ragù verwendet. Ein weiteres Märchen: man könnte ein Ragù alla bologna in 20-30 Minuten zubereiten - das Geheimnis der perfekten Sauce ist Geduld, denn wenn das Ragù gut werden soll, dann muss es mindestens 2-3, besser noch 7 Stunden köcheln.

Aber wie wird denn nun das perfekte Ragù gemacht? Die Italiener kennen die Antwort: "So, wie es die Mamma macht!". Nun habe ich aber keine italienische Mamma, die ich fragen könnte, deswegen habe ich mich in den Weiten des www auf die Suche gemacht. Und habe das (angebliche?) Original-Rezept entdeckt, das 1982  bei der Accademia Italiana Della Cucina, die die traditionelle italienische Küche und Lebensart schützen möchte, hinterlegt wurde. Angeblich mit Fragezeichen, weil wenn man 1000 Italiener nach dem perfekten Original-Rezept frägt, dann bekommt man 1000 Rezepte. Ich denke also, dass eine leichte Variation des ober erwähnten Rezeptes in Ordnung ist, zumal dieses zwischenzeitlich wohl bereits abgeändert wurde.

Die zweite Voraussetzung für das perfekte Ragù sind frische, hochwertige Zutaten. Nun wird sich so mancher wundern, weil ich Dosentomaten in der Zutatenliste habe - ganz einfach: die meisten, käuflich zu erwerbenden Tomaten, sind geschmacklich einfach nicht intensiv genug. Im Hochsommer, wenn meine eigenen Tomaten Früchte tragen, würde ich natürlich diese bevorzugen, aber im Moment blühen sie erst noch...

Nun gut, Exkurs beendet und jetzt können wir uns auf's Kochen konzentrieren, oder? Das folgende Rezept entspricht nicht ganz dem "Original", kommt ihm aber sehr nahe.


Ragù alla bologna
reicht für mindestens 8 Personen

880 g frische, aromatische Tomaten, grob in Stücke geschnitten
2 kl. Dosen geschälte Tomaten (à 400 g)
70 g Tomatenmark
110 g getrocknete Tomaten
600 g Pancetta (ersatzweise Bauchspeck)
1,8 kg mageres Rindfleisch (moi: falsches Filet)
250 g Stangensellerie, fein gewürfelt
400 g Karotten, ebenfalls fein gewürfelt
250 g Zwiebeln, fein gewürfelt
4 EL Butterschmalz
500 ml trockener Rotwein
2 Lorbeerblätter
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
500 ml Milch
ggf. etwas Rinderfond
Petersilie und frisch geriebenen Parmesan zum Garnieren

Tomatenmark, frische, getrocknete sowie Dosentomaten mit einem Blender/Küchenmaschine pürieren. Pancetta, Fleisch und das Gemüse (getrennt) in feine Würfel schneiden. In einen großen Bräter und eine große Pfanne jeweils 2 EL Butterschmalz geben und erhitzen. Im Bräter zunächst den Pancetta auslassen, während die Zwiebelwürfel in der Pfanne angeschwitzt werden. Anschließend die Sellerie- und Karottenwürfel zufügen. Alles ca. 30 Minuten sanft dünsten lassen. In der Zwischenzeit gibt man das Rindfleisch zum Pancetta und brät dieses kräftig an. Mit Rotweis ablöschen und diesen einkochen lassen. Anschließend den pürierten Tomatenmix sowie die Gemüsewürfel und die Lorbeerblätter in den Bräter geben. Alles einmal gut aufkochen. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer nicht zu kräftig würzen. Deckel auf den Bräter setzen und im vorgeheizten Backofen bei 150 °C 6-7 Stunden schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Nach 5 Stunden die Milch unterrühren. Sollte das Ragù während des Garens zu dick einkochen, einfach etwas Rinderfond zufügen. Vor dem Servieren das Ragù mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Während das Ragù im Ofen vor sich hingart könnt Ihr Euch an die frischen Tagliatelle machen.


Frische Tagliatelle
Zutaten pro Person

100-120 g Mehl (moi: Dinkelmehl Type 630)
1 Ei
10 g Wasser
1 TL Olivenöl

100 g Mehl (oder ein vielfaches davon) mit dem Ei, Wasser und Olivenöl zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sollte der Teig zu stark kleben, mehr Mehl zufügen. Die zusätzlich benötigte Menge an Mehl hängt stark von der verwendeten Größe der Eier ab. Den Teig mindestens 5 Minuten kneten, dann in Frischhaltefolie wickeln und an einem kühlen Ort etwa eine Stunde ruhen lassen. Danach den Teig portioieren, flach drücken und mit Hilfe einer Nudelmaschine (elektrisch oder handbetrieben) zunächst in Platten walzen. Dabei mit der dicksten Stärke anfangen und den Teig immer dünner walzen. Danach die Teigbahnen durch die Walze für Tagliatelle laufen lassen. So erhält man perfekte Tagliatelle. 

Wenn das Ragù fertig gekocht ist, die Tagliatelle in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Bei frischer Pasta kann das sehr schnell gehen, also immer wieder probieren. Danach durch ein Sieb abgießen und mit Ragù vermengen. Mit frisch geriebenem Parmesan und Petersilie servieren. 

Buon appetito!

Bevor es zu den Rezepten der MitretterInnen geht, einen ganz besonderen Dank an
Susi Turbohausfrau, die wegen dem Ausscheiden der 2. Gründerin der Rettungstruppe Sina Giftigeblonde, nun durch Christine Blickle (aka Anna Antonia) unterstützt wird.
Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen.
Zuletzt ein Dankeschön an alle, die mir in den letzten Tagen (besonders am Montag) Mut gemacht haben, hier mitzuretten, auch wenn nicht alles so rund verlief, wie ich es mir gewünscht habe... ich sag nur Tücken der Technik.

wir retten was zu retten ist

Wer jetzt noch mehr Lust auf Nudeln hat - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf – Pasta mit warmem Brokkoli-Pesto
Anna Antonia – Cannelloni mit Garnelen
auchwas – Lasagne klassisch
Aus meinem Kochtopf – Käse-Makkaroni – Macaroni and Cheese – Klassiker in jedem Diner
Bonjour Alsace – Grundrezept Pasta
Brittas Kochbuch – Nudelauflauf
Brotwein – Pasta all’arrabbiata – feurig scharf!
Cakes Cookies an more – Macaroni and Cheese
CorumBlog 2.0 – Asiatisches Spargel-Curry mit Nudeln
Dynamite Cakes – Überbackene Bandnudeln mit Spinat-Pesto
evchenkocht – Lamm-Lasagne
Fliederbaum – Nudelpfanne Jäger-Art
German Abendbrot – Bavette mit Spargel, Shrimps und Basilikumöl
Karambakarinas Welt – Nudel-Schinken-Gratin
Kleines Kuliversum – Fetucchini in cremiger Zitronensauce mit Dill und Spargel
Leberkassemmel und mehr – Spaghetti mit Meeresfrüchten
Madam Rote Rübe – Spaghetti mit Rucola und schwarzen Oliven
magentratzerl – Instantnudel-Gewürzpaste auf Vorrat
Pane-Bistecca – Selbstgemachte Spaghetti mit geroestetem Gemuese und Lachs
Schönes + Leben – Spaghetti mit Guacamole, Kirschtomaten und Peperoni
Summsis Hobbyküche – Tortellini mit Spinat – Ricotta – Füllung
The Apricot Lady – Glasnudelsalat
Turbohausfrau – Ragù Bolognese

Mittwoch, 11. April 2018

Wir retten was zu retten ist - Bouletten & Co.

Uiii, die Zeit vergeht rasend schnell und schon wieder ist die Rettungstruppe unterwegs. Dabei haben wir doch erst das Ei gerettet!

Rettet die Boulette!
Es lohnt sich, die Boulette, das Fleischpflanzerl oder die Frikadelle zu retten. Man glaubt nicht, auf welche Ideen die Fertig-/ Halbfertigindustrie so alles kommt: Frikadellen aus Schweinefleisch, Geflügel, mit und ohne Gemüse, Soja-Bratlinge und vieles mehr. Ach, die bei Kindern so beliebten Mini-Frikadellen habe ich vergessen. Und dann gibt es noch die Tütchen, mit denen man Vollkorn-, Soja- oder Dinkel-Bratlinge machen kann. Einfach mit Wasser anrühren und fertig ist die Masse. In den meisten dieser gerade genannten Produkten sind viele Zusatzstoffe enthalten, schmecken nach "Einheitsbrei" und meist gewinnt bei den Fertigfrikadellen auch noch der Bäcker und/oder das verwendete Fleisch ist von minderer Qualität mit vielen Knorpeln (wobei ich hier nicht von den Frikadellen rede, die in manchen Fleischereien in der heißen Theke angeboten werden - diese werden oft noch in handwerklich guter Qualität vom Metzger liebevoll hergestellt).


#wirrettenwaszurettenist
Die Rettungstruppe um Susi und Sina rettet seit nun über 4 Jahren Gerichte vor der Lebensmittelindustrie. Inzwischen gibt es fast jedes Gericht, und sei es noch so einfach, als Fertig-, Halbfertig- oder Tütenprodukt zu kaufen – und oft mit einer langen Liste an Zusatzstoffen. Dass das nicht sein muss, zeigen die Teilnehmer der Rettungsaktionen immer wieder, denn meistens lassen sich die Gerichte ohne viel Aufwand auch selbst herstellen. Mit allen Vorteilen, denn wenn ich z.B. meine Frikadelle selbst herstelle, dann weiss ich, was drin ist.

Ich habe heute Fischbouletten dabei - in der de Luxe-Variante mit Garnelen und einer fruchtigen Mango-Salsa.



Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa
für 4 große Portionen als Hauptgericht

Fischbouletten

8 Scheiben (Vollkorn-)Toastbrot 
500 g Lachsfilet gewürfelt und angefroren
200 g Sahne, wirklich gut gekühlt 
3 Eier, direkt aus dem Kühlschrank
Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
250 g Garnelen, geschält und entdarmt, grob gehackt
1/2 Bund Koriander, gehackt (alternativ Petersilie)
Suppengrundstock (alternativ Salz)
Salz und Pfeffer
Paprika edelsüß
Butterschmalz zum Braten

Toastbrot entrinden, grob zerpflücken und kurz in der Küchemaschine zu Bröseln verarbeiten - dabei darauf achten, dass die Brösel nicht zu fein werden. In eine Schüssel umfüllen.

Lachs und Sahne in die Küchenmaschine geben und auf höchster Stufe fein pürieren, dann Eier unterrühren. Anschließend die Toastbrotbrösel, Zitronenabrieb, Garnelen und Koriander untermengen. Mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und Paprika würzen. 1 Stunde kalt stellen.

Dann in einer großen Pfanne Butterschmalz erhitzen. Mit feuchten Händen aus der Masse kleine Laibchen formen (Achtung, sehr weich!) und bei nicht zu hoher Hitze von beiden Seiten braten. Ggf. die fertigen Bouletten im vorgewärmten Backofen warm halten bis die Masse komplett aufgebraucht ist.


Mango-Salsa

1 Mango, geschält und kein gewürfelt
3 EL Sweet-Chili-Sauce
3 EL Mango-Essig (oder anderer Fruchtessig)
3 EL Zitronensaft
etwas Zitronenabrieb
1/2 Bund frischer Koriander, gehackt (alternativ Petersilie)
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken. Zugedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen.

Zum Servieren die Bouletten mit Salsa und ggf. etrwas Salat auf Tellern anrichten.




Wer jetzt noch Lust auf mehr Rezepte zum Thema Bouletten, Frikadellen und Co. hat, der wird bei den anderen Mitgliedern der Rettungstruppe bestimmt fündig: 

Brittas Kochbuch - Vegane Pilzfrikadellen 
CorumBlog 2.0 - Lamm-Frikadellen 
genial-lecker - Fischbuletten 
German Abendbrot - Hackfleischbällchen in Biersoße 
giftigeblonde - Faschierte Laberl am Spieß 
lieberlecker - Crevetten Tätschli 
magentratzerl - Pastinakenlaibchen
Pane-Bistecca - Panierte Chuegeli 
Turbohausfrau - Butterschnitzel 
Unser Meating - Vegetarische Fleischküchle

Wie immer geht ein besonderer Dank an Sina, die Giftige Blonde und Susi, die Turbohausfrau als Initiatorinnen  des Rettungsgedankens und die Helfer, die sich im Hintergrund um die Veröffentlichung in anderen Social Media kümmern.

Dienstag, 3. April 2018

Slow Food Messe 2018

Bald ist es soweit: die Slow Food Messe in Stuttgart öffnet vom 05. - 08. April 2018 wieder ihre Pforten. Bei den Frühjahrsmessen dreht sich alles um die Themen „Gesundes und bewusstes Leben“ sowie „Nachhaltigkeit und Achtsamkeit“.

Neben dem Markt des guten Geschmacks finden während des Messefrühlings sieben weitere Messen statt (Garten, Fair handeln, Kreativ, i-Mobility, Yogaworld, Haus/Holz/Energie und Mineralien/Fossilien/Schmuck). Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.


Für mich als Food-Blogger und Slow Food-Mitglied steht natürlich der Markt des guten Geschmacks im Vordergrund - es ist einfach schön, wie einfach man mit Ausstellern ins Gespräch kommt und so wertvolle (Hintergrund-)Informationen über die Produkte und Produzenten bekommt. Ich freue mich auf jeden Fall schon wie Bolle...


Sonntag, 18. März 2018

St. Patrick's Day

Gestern war St. Patricks Day und gleichzeitig der Umzugstag von einer guten Freundin. Um ihr ein wenig Arbeit abzunehmen und die Helfer bei Laune zu halten, habe ich einen schönen Eintopf gekocht: Irish Stew.

Das Irish Stew (irisch: Stobhach Gaelach) ist ein traditionelles Eintopfgericht der irischen Küche.Es besteht hauptsächlich aus Hammel- oder Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie. Oft werden auch Karotten, Pastinaken, Steckrüben oder Graupen hinzugefügt, von Puristen werden diese jedoch abgelehnt. (Quelle: Wikipedia)

Ich habe mich auf die Suche nach dem Rezept gemacht. Aber wenn man drei Köche frägt, dann erhält man auch drei völlig unterschiedliche Rezepte.Also habe ich einfach mein eigenes Ding gemacht... Normalerweise bin ich ja eher jemand, der Zwiebeln und Gemüse recht fein und klein schneidet, aber zu diesem Gericht passt einfach eine gröbere Schnittweise.


Irish Stew (Lammeintopf)
(für 6-8 Personen)

1,5 kg Hammel- oder Lammgulasch (alternativ: Rindergulasch)
600 g durchwachsener Speck, gewürfelt
Pflanzenöl zum Anbraten
5 große Zwiebeln, gewürfelt
2-3 Knoblauchzehen, in Scheiben
3 Lorbeerblätter
5-10 Stängelchen Thymian
Suppengrundstock (alternativ: gekörnte Brühe)
Salz und Pfeffer
1 kg Karotten
2 kg Kartoffeln (festkochend)
Petersilie, gehackt

Backofen auf 175 °C vorheizen. In einem großen Topf bzw. Bräter Öl erhitzen und das Fleisch portionsweise kräftig anbraten. Danach Speck und Zwiebeln ebenfalls anbraten. Fleisch wieder zufügen und ca. 1 Liter Wasser angießen. Knoblauch, Lorbeerblätter und Thymian zufügen. Kräftig mit Suppengrundstock und Pfeffer würzen. Aufkochen lassen, dann abgedeckt im Ofen ca. 3 Stunden garen. In der Zwischenzeit Karotten und Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Nach 1 1/2 Stunden Karotten und Kartoffeln unter das Fleisch mengen. Soviel Wasser zufügen, dass alles gerade bedeckt ist. Zugedeckt weiter garen bis Fleisch und Gemüse weich sind.

Dann nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie bestreut servieren und ggf. etwas Roggenbrot dazu reichen.



Der St. Patrick’s Day (irisch: Lá Fhéile Pádraig) ist der Gedenktag des irischen Bischofs Patrick, der wahrscheinlich im 5. Jahrhundert lebte und als erster christlicher Missionar in Irland gilt. Sein Geburts- und sein Sterbetag sind nicht bekannt; das Datum 17. März für den Sterbetag tauchte erstmals im 7. Jahrhundert auf. Einige Historiker glauben, dass in der Gestalt des St. Patrick, wie er heute verehrt wird, mindestens zwei Einzelpersonen zusammenflössen. Patrick wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. (Quelle: Wikipedia)

Eine schöne Zusammenfassung über die Entstehung und Traditionen rund um den St. Patrick's Day findet ihr hier *klick*.

Samstag, 17. März 2018

Wir retten was zu retten ist: eieiei, das Geburtstagsei

Geburtstag Rettungsgruppe

Seit inzwischen 4 Jahren ist die Rettungstruppe unterwegs, um die unterschiedlichsten Gerichte zu retten. Heute retten wir Eier vor der Industrie...

Ich konnte es nicht fassen, was man aus einem so unschuldigen Ei alles machen kann: dass es Rührei im Tetrapack gibt, ist ja schon lange bekannt, ebenso diese gekochten und bunt gefärbten Eier, die man inzwischen ganzjährig erwerben kann. Aber Eiweiß aus der Flasche oder gekochte und geschälte! Eier in der Plastikverpackung waren dann doch neu für mich. Auch Stangeneier kannte bisher noch nicht - googlet mal danach, ich fand es einfach gruslig.

Zurück zur Rettungsaktion: wie so oft hatte ich, als das Thema der Rettungsaktion bekanntgegeben wurde, keinen blassen Schimmer, was ich denn nun dazu beisteuern könnte. Den Klassiker, gefüllte Eier, hatte ich ja bereits vor genau einem Jahr zur Brunch-Geburtstagsrettungsaktion verbloggt.  Auch eine Eier-Senf-Crème und Eier mit Senfsauce finden sich hier auf dem Blog. Das kam also nicht in Frage. Und für Eierpunsch ist nicht wirklich die richtige Zeit, zumal dieser genau so wie Eierlikör bereits verbloggt wurde. Also dachte ich über Soleier und Eier im Glas nach. Eier im Glas werden eigentlich im Glas aufgeschlagen und dann im Wasserbad gegart, aber ich fand die Variante mit den gekochten und gepellten Eiern auch ganz nett. Und Soleier wollte ich schon immer mal probieren. Also habe ich mich an beides gewagt und dachte, dass ich dann eines der Rezepte für die Geburtstagsrettung auswählen würde. Als es letzendlich um die Auswahl ging, habe ich festgestellt, dass weder das eine noch das andere von den MitretterInnen gerettet wurde. Und so habe ich nun gleich zweierlei Ei für Euch. Die Eier im Glas eigenen sich übrigens ganz wunderbar für einen (Oster-)Brunch.


Eier im Glas skandinavische Art
(für 6 Portionen)

6 Eier
125 g Schmand (30%)
1 geh. TL grober Senf
1 TL Honig
100 g kleine Garnelen
Kresse
1 kl. Glas Forellenkaviar (30 g)

Eier wachsweich kochen - das dauert etwa 6 Minuten. Anschließend abschrecken und pellen. In der Zwischenzeit Schmand mit Senf und Honig verrühren. Auf 6 kleine Gläser (z.B. Galej von Ikea) verteilen. Die Garnelen  und Kresse auf die Schmandcreme geben. Dann die Eier darauf stellen und mit Kaviar toppen.

Die Eier im Glas am besten noch warm mit etwas geröstetem Toastbrot servieren.




Soleier
für 12 Stück

12 Eier
60 g Meersalz
1 Zwiebel, geschält und geachtelt
1 Knoblauchzehe, in Scheiben geschnitten
3 Lorbeerblätter
10 Wacholderbeeren
5 Pimentkörner
1-2 TL Senfsaat
1 TL schwarzer Pfeffer
1/2 TL Chiliflocken (alternativ 1 kleine Chilischote in Ringe geschnitten)
5-10 Stängelchen Thymian

Eier hart kochen und abkühlen lassen. In einem Topf 1 Liter Wasser zusammen mit den restlichen Zutaten erhitzen. Aufkochen, dann auf mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Sud abkühlen lassen.

Eier auf der Arbeitsplatte rundherum anschlagen, so dass die Schale Risse bekommt. In eine großes Glas geben und dem abgekühlten Sud angießen. An einem kühlen Ort 1-3 Tage ziehen lassen.

Traditionell werden die Soleier folgendermaßen gegessen: das Ei wird geschält und längs halbiert, der Dotter herausgenommen. In die entstandene Mulde wird etwas Öl, Essig und  Pfeffer gegeben. Der Dotter wird wieder daraufgesetzt, etwas Senf dazugegeben und das halbe Ei mit einem Bissen verzehrt.

Entstanden sind die Soleier übrigens in einer Zeit, als es noch keine Kühlschränke gab und man die Eier durch die starke Salzlösung ohne Kühlung konservieren und dadurch länger haltbar machen konnte.


Und hier geht es zu den Ideen der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf - Fettuccine Pop-Ei 
Anna Antonia - Coddled Eggs 
Brittas Kochbuch - Huevos Rancheros 
Cakes Cookies an more - Eier-Sandwiches 
CorumBlog 2.0 - Skrei Mit Yuzu-Aioli 
Das Mädel vom Land - Eiaufstrich mit Topfen 
Fliederbaum - Gefüllte Eier 
Food for Angels and Devils - pochiertes Ei auf Brötchen 
genial-lecker - Eiertartar 
Leberkassemmel und mehr - Möhrenkuchen 
magentratzerl - Chinesische Tee-Eier 
Münchner Küche - Klassischer Eiersalat 
Schmeckt nach mehr - Eiersalat mit Kräutern 
Summsis Hobbyküche - Eiercreme - Geburtstagsrettung 
Turbohausfrau - Salat mit Eierstreifen 
Unser Meating - Schinken-Ei-Sandwich

Zum Schluss noch ein ganz großes Dankeschön an Sina & Susi, die seit nun vier Jahren immer wieder die Rettungsaktionen organisieren. Danke auch an die vielen Helferlein, die im Hintergrund für uns RetterInnen die Links zusammenstellen und unser Pinterest-Board aktualisieren.

Sonntag, 11. März 2018

Asiatisches Wildschwein

Ich habe gestern Abend mal in unserem Gefrierschrank gekramt und ein schönes Stück Wildschwein gefunden... genau das Richtige für den Sonntagsbraten. Da das Schweinchen selbst schon kräftig im Geschmack ist, verträgt es auch die starken Aromen von Ingwer, Sternanis und Zimt.


Asiatischer Wildschweinbraten
für 4 Personen

1-1,2 kg Wildschweinbraten (aus der Keule)
Sesamöl zum Anbraten
3 Zwieblen, in grobe Stücke geschnitten
2 goße Kartotten, gewürfelt
4-5 EL Tomatenmark
4 Zehen Knoblauch, in Scheiben
1 nussgroßes Stück Ingwer, in Scheiben
2 TL 7-Spices-Pulver (irgendwo habe ich noch das Rezept dafür)
6 EL Sweet-Chilli-Sauce
125-150 ml süß-saure Pflaumensauce (Asialaden)
6 EL Sojasauce
Salz und Pfeffer

Sesamöl in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin von allen Seiten gut anbraten. Zwiebel- und Karottenwürfel zufügen und mit anbraten. Tomatenmark kurz mitrösten, dann mit 500 ml Wasser ablöschen. Knoblauch, Ingwer, 7-Spices-Pulver, Sweet-Chilli-, Pflaumen- und Sojasauce zufügen. Alles gut verrühren und zugedeckt ca. 90 Minuten köcheln lassen. Dabei das Fleisch gelegentlich wenden.

Danach das Fleisch aus dem Topf nehmen, in Alufolie wickeln und im Backofen bei ca. 95 °C warm halten. Die Sauce durch ein Sieb in einen kleineren Topf gießen. Nochmals gut erhitzen und um ein Drittel einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fleisch in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit der Sauce, Reis und Wok-Gemüse (s. unten) servieren.


Schnelles Wok-Gemüse

3-4 große Karotten, in Julienne geschnitten
4 kleine Pak Choi, in Streifen geschnitten
1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
Sesamöl
Salz und Pfeffer
ggf. Sesam zum Bestreuen

Öl in einem Wok erhitzen. Zuerst die Karotten, dann den Pak Choi und den Lauch anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ggf. vor dem Servieren mit etwas Sesam bestreuen.