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Samstag, 8. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Kısır

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei

Ich hatte ja in meinem ersten Beitrag zur kulinarischen Weltreise von Volker mampft in die Türkei erwähnt, dass ich meine Kolleginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt habe. Das zweite Rezept, das mir Öznur verraten hat, ist ein Bulgur-Salat: Diesen hat sie schon mehr als einmal mit zur Arbeit gebracht hat - in der Regel eine riesengroße Schüssel, denn der Salat ist bei den Kollegen sehr beliebt. Ich bekomme dann meistens ein extra Schüsselchen, da ich leider weder Paprika noch Gurken vertrage. Das ist doch echt lieb, oder?

Wie bei vielen türkischen Gerichten gibt es tausende Variationen von Kısır - jede Familie hat wohl ihr eigenes Rezept. Zwar alle ähnlich, aber doch unterschiedlich. So kommt in den Salat neben Petersilie und Minze auch gewürfelte Gurke und Paprika. Das gibt dem Ganzen noch einen knackig-frischen Biss.Der Salat ist eine wunderbare Beilage zu Gegrilltem, aber auch als Hauptspeise macht er sich gut.

Statt dem üblichen Weizen-Bulgur habe ich eine Dinkel-Variante verwendet. Leider war die Packungsangabe bezüglich der Zubereitung etwas, wie soll ich es am Besten formulieren, ungenau? Jedenfalls war die von mir verwendete Menge an Wasser etwas zu viel. Dadurch ist mein Bulgur nicht körnig sondern klebrig geworden. Geschmacklich hat es dem Gericht aber nicht geschadet - optisch aber schon ein bisschen...



Kısır - Bulgur-Salat
für 4-8 Portionen

250 g Bulgur (ich habe Dinkel-Bulgur verwendet)
Wasser (Packungsangaben beachten, ich habe 700 ml genommen, das war definitiv zu viel)
2 EL Pflanzenöl (ich habe Olivenöl verwendet)
1 Zwiebel, gewürfelt
2-3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
4 EL Tomatenmark
2 EL Paprikamark (gibt es im Türkischen Supermarkt)
1/2 TL Krezkümmel, gemahlen
scharfes Paprikapulver oder -Flocken (nach Gusto)
4 EL Granatapfelsirup
Saft von 1 Zitrone (ggf. etwas mehr)
1 Bund Petersilie, gehackt
1/2 Bund Minze, gehackt
3-4 Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 Salatgurke
1-2 rote Paprika
Salz und Pfeffer
Zitronenspalten

Bulgur nach Packungsangabe kochen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Nach 5 Minuten den Knoblauch zufügen. Zusammen mit Tomatenmark, Paprikamark, Kreuzkümmel, Paprikapulver/-Flocken, Granatapfelsirup und Zitronensaft zu dem gequollenen Bulgur geben und gut vermengen. Komplett auskühlen lassen.

Salatgurke waschen, der Länge halbieren und die Kerne entfernen - das geht am Besten mit einem Teelöffel. Einfach die Kerne herauskratzen. Paprika ebenfalls waschen, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Dann beides zusammen mit der Petersilie, Minze und Lauchzwiebeln unter den Salat mengen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. mehr Zitronensaft abschmecken.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz abschmecken. Zitronenspalten dazu reichen. Sehr schön könnte ich mir den Salat übrigens auch mit ein paar Granatapfelkernen vorstellen - leider habe ich im Moment keine bekommen. 




Ganz herzlichen Dank an Volker, dass er dieses schöne Event jeden Monat ausrichtet. Ich finde es einfach klasse, dass er uns Blogger jeden Monat in ein anderes Land entführt und alle die Gelegenheit haben mal etwas Neues auszuprobieren. Deswegen werden hier zum Monatsende auch die Links zu allen Rezepten der Mitbloggern stehen. Ich kann nur empfehlen, sich mal durchzuklicken. Es lohnt sich auf jeden Fall.


Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali KöfteAugenbohnensalat – Klasik piyazPaprika-Fladen – Biberli ekmekJoghurt-Käse-Creme – HaydariTürkisches Dorfbrot aus dem TopfRöstfleisch Gärtnerin – Bahçe KebabiZucchini mit Bulgur in Olivenöl und Weizengrütze mit Gemüse 
Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip
Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme 
Susi von Turbohausfrau mit Mücver
Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot 
Susanne von magentratzerl mit MantıFaule Mantı und  - Flauschige Brötchen 
Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt 
Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt 
Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav und Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi 
Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu 
Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch 
Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung 
Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen 
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva 
Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter 
Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği 

Mittwoch, 5. August 2020

[Kulinarische Weltreise] Türkei - Mercimek Çorbası

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesen Monat Geschichten und Rezepten aus der Türkei widmen.]

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in der Türkei 

Nachdem wir erst vor kurzem mit der kulinarischen Weltreise von Volker mampft einen Stopp in Schweden eingelegt hatten, sind wir inzwischen in die Türkei weitergereist.
Ich war bisher nur ein einziges Mal in der Türkei. Es war eine einwöchige Studienreise an die Küste des Lichts, die wir von meinen Schwiegereltern geschenkt bekommen haben. Ich erinnere mich, dass wir unheimlich viele Steine fotografiert haben (Kulturerbe!) und an die Stadt Myra. Gelernt habe ich damals, dass das Christentum in der Türkei früher weit verbreitet war. So kommt übrigens unser Heiliger Nikolaus aus der Stadt Myra. Hätte ich nie gedacht... es ist schon etwas Wahres dran an dem Spruch „Reisen bildet“. Ich schweife ab...

Mein Arbeitgeber sagt über sich, dass er „The most international Company“ wäre. Jedenfalls sind wir in fast allen Ländern der Welt tätig (die wenigen Ausnahmen kann man an einer Hand abzählen) und haben auch hier in Deuschland Mitarbeiter aus aller Herren Länder. Das macht es für mich einfach, wenn ich auf der Suche nach Rezepten für die kulinarische Weltreise bin. Und so habe ich gestern Abend meine türkischen Kolgeginnen nach ihren Lieblingsrezepten gefragt. Das erste musste ich mir nicht einmal aufschreiben, denn die Zutaten konnte ich mir einfach merken. Auch die Zubereitung ist wirklich simpel, denn es ist eine einfache Linsensuppe.

Rezepte für Mercimek Çorbası gibt es wie Sand am Meer. Im Prinzip ist es eine Linsensuppe, wie sie ähnlich auch in Deutschland zubereitet wird. Allerdings mit roten Linsen und statt Essig, wie es der Schwabe gerne macht, mit frischer Zitrone. Das ist der feine Unterschied...


Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe
für 4 Portionen

2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
1 große Kartoffel, geschält und gewürfelt
1 Karotte, ebenfalls geschält und gewürfelt
4 EL Tomatenmark
250 g rote Linsen, gewaschen
1-2 EL Suppengrundstock (alternativ Gemüsebrühe)
Salz und Pfeffer
Chili- oder scharfes Paprikapulver nach Gusto
etwas Zitronensaft und Zitronenspalten
etwas frische Minze

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Knoblauch, Kartoffel- und Karottenwürfel, Tomatenmark und Linsen zufügen. Mit so viel Wasser auffüllen, dass alle Zutaten gut bedeckt sind. Zugedeckt bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen bis alle Zutaten weich sind (abhängig von der Größe der Kartoffel- und Karottenwürfel). Mit einem Stabmixer (o.ä.) pürieren. Gegebenenfalls mit Wasser verdünnen - ich persönlich mag die Suppe gerne etwas dicker. Mit Zitronensaft, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken. Schärfe bekommt das Gericht mit Chili- oder Paprikapulver. 

Im Prinzip ist das Gericht jetzt fertig. Traditionell wird das Gericht mit etwas Minze, Zitronenspalten und Fladenbrot serviert.


An dieser Stelle werden ab dem 1. September dann hoffentlich ganz viele Links zu türkischen Gerichten der Mitreisenden stehen... ich freue mich jetzt schon darauf.


Andrea von our food creations mit Mercimek Çorbası - Türkische Linsensuppe Ulrike von Küchenlatein mit Frikadellen mit Tomaten – Salçali Köfte Ulrike von Küchenlatein mit Augenbohnensalat – Klasik piyaz Ulrike von Küchenlatein mit Paprika-Fladen – Biberli ekmek Ulrike von Küchenlatein mit Joghurt-Käse-Creme – Haydari Ulrike von Küchenlatein mit Türkisches Dorfbrot aus dem Topf Ulrike von Küchenlatein mit Röstfleisch Gärtnerin – Bahçe Kebabi Ulrike von Küchenlatein mit Zucchini mit Bulgur in Olivenöl Ulrike von Küchenlatein mit Weizengrütze mit Gemüse Wilma von Pane-Bistecca mit Muhammara - Tuerkischer Pepperoni Dip Carina von Coffee2Stay mit Mantı mit Acili Ezme Michelle von The Road Most Traveled mit Pasta mal türkisch: Rezept für scharfe türkische Joghurt-Pasta Susi von Turbohausfrau mit Mücver Andrea von our food creations mit Kısır - Bulgursalat Britta von Brittas Kochbuch mit Hähnchen im Fladenbrot Sonja von fluffig & hart mit Kısır – türkischer Bulgursalat Sonja von fluffig & hart mit Mercimek Köfte - vegetarische türkische Linsen-Frikadellen Susanne von magentratzerl mit Mantı Susanne von magentratzerl mit Faule Mantı Susanne von magentratzerl mit Açma - Flauschige Brötchen Jill von Kleines Kuliversum mit Çılbır - pochierte Eier mit Joghurt Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Blätterteigrolle mit Spinat und Schafskäse, Zaziki, Rote-Bete-Trauben-Salat Sebastian (Gastbeitrag) von Brittas Kochbuch mit Köfte-Pfanne mit Gemüse und türkischen Reisnudeln Susi von Turbohausfrau mit Pasta mit Lamm und Joghurt Britta von Brittas Kochbuch mit İmam bayıldı Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Großmutters Pilav - İç Pilav Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Geschmorte Zucchini - Kabak yahnisi Wilma von Pane-Bistecca mit Kiymali Pide - Tuerlisches gefuelltes Fladenbrot Simone von zimtkringel mit Tscherkessenhuhn - Çerkez Tavuğu Volker von Volkermampft mit Wassermelonen Gazpacho – Karpuz Çorbası – vegan oder mit Krabben Wilma von Pane-Bistecca mit Sandal Sefasi - Bootausflug auf tuerkisch Michael von SalzigSüssLecker mit Gözleme (gefüllte Teigfladen) mit Spinat und Schafskäse Tina von Küchenmomente mit Revani Tatlisi - Türkischer Grießkuchen vom Blech Ulrike von Küchenlatein mit Karotten-Joghurt-Salat - Havuçlu Yoğurt Salatası Nadine von Möhreneck mit vegane Pide mit zweierlei Füllung Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grüne Bohnen mit Lammfleisch (kuzu etli ile yeşil fasulye) und türkischer Reis Britta von Backmaedchen1967 mit Açma-fluffige türkische Brötchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Grieß-Helva mit Himbeer-Joghurteis - dondurmalı helva Sylvia von Brotwein mit Paprika Feta Dip - pikante Schafskäse Creme Sylvia von Brotwein mit Adana Kebap - Rezept für Hackfleisch Spieße vom Grill Sylvia von Brotwein mit Türkisches Fladenbrot Rezept Sylvia von Brotwein mit Yoğurtlu Kebap - Grillfleisch mit Joghurt und Fladenbrot Sylvia von Brotwein mit Rote Bete Hummus Rezept Sylvia von Brotwein mit Şiş Kebap - Rezept für türkische Fleischspieße vom Grill Britta von Brittas Kochbuch mit Gefüllte Weinblätter Susan von Labsalliebe mit Sigara Börek - Börek mit Spinat und Feta aus dem Ofen Volker von Volkermampft mit Mezze – Acılı Ezme – Rezept für den scharfen türkischen Dip Volker von Volkermampft mit Domates Soslu Köfte - Türkische Hackbällchen in Tomatensoße Volker von Volkermampft mit Dana etli güveç - Türkisches Kalbsgulasch mit viel Gemüse Volker von Volkermampft mit No Knead Pide - kleine türkische Fladenbrote ohne Kneten Volker von Volkermampft mit Die 5 besten türkische Restaurants in Hamburg! Sus von CorumBlog 2.0 mit Sigara böreği Christian von SavoryLens mit Türkische Köfte vom Grill mit Bulgursalat und Sumach-Joghurt

Donnerstag, 30. Juli 2020

[Koch mein Rezept] Jankes*Soulfood

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den tollen Foodblog von Jankes Soulfood.]

Volker von Volker mampft hat mal wieder ein neues Blog-Event ins Leben gerufen: Koch mein Rezept! Um was es geht (mal den Text bei Volker geklaut): "Alle Teilnehmer bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog suchen sich die Teilnehmer selber ein Rezept aus, welches sie adaptieren wollen. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird, ob man ein veganes Rezept mit Fleisch pimpt oder es genau andersherum macht. Dazu wird der geloste Blog seinen Lesern kurz vorgestellt und eine inhaltlich deutlich tiefere Vernetzung zwischen den Blogs kann so entstehen."

Ich finde die Idee toll und habe mich natürlich gleich angemeldet...

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft


Als erstes "Wichtelkind" habe ich Janke von Jankes Soulfood zugelost bekommen. Das hat mich sehr gefreut, hat Janke doch eine Vielzahl an Rezepten auf ihrem Blog - da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch für meinen - um ganz ehrlich zu sein, es sind viel zuviele Inspriartionen, die ich dort gefunden habe. Da fiel mir die Wahl des nachzukochenden Rezepts wirklich schwer. Meine NKL (Nach-Koch-Liste) ist um 30 Rezepte länger geworden... stimmt nicht, es sind nur noch 29, denn eines dieser Liste habe ich inzwischen nachgekocht.

Nun sitze ich hier vor meinem Läppi und raufe mir die Haare... den Blog soll man kurz vorstellen. Boah, und das , wo ich doch in Deutsch und insbesondere bei den Inhaltsangaben und Zusammenfassungen von Texten immer die Versagerin war... ich versuch's halt mal:

Der Startschuss zu Jankes Blog fiel im April 2014. Jankes Leben ist mit Rheuma verbunden und so kam es, dass sich dieses Thema wie ein roter Faden auch durch ihren Blog zieht, denn bei dieser Erkrankung spielt die Ernährung eine wichtige Rolle, denn unsere Lebensmittel können Entzündungen stark beeinflussen. Davon kann ich selbst auch ein Liedchen singen.

Jedenfalls sollte ihr der Blog am Anfang eine Aufgabe geben, die sie auch mit ihrer Erkrankung meistern kann und ihren Lieblingsbeschäftigungen schreiben, fotografieren und kochen vereinen sollte. Was ihr, meiner Meinung nach, auch sehr gut gelungen ist.

Im August 2017 hat sie sogar ein Buch mit 111 Genießerrezepten bei Rheuma geschrieben. Hut ab!

Was mir an Jankes Soulfood sehr gut gefällt:
  • die Fotos - Janke hat wirklich ein tolles, fotografisches Auge. Man bekommt direkt Lust, die Gerichte sofort nachzukochen.
  • die Geschichten um die Rezepte - ich mag ihre Art zu erzählen. Mal unterhaltsam, mal nachdenklich, mal informativ.
  • die Rezeptübersicht A-Z bzw. nach Kategorien (ich schaue ja manchmal ein bisschen neidisch auf andere Blogs, aber zumindest das bekommt Blogger über Labels hin) und Jahreszeiten-Küche
Mein persönlichen Lieblingsrezepte auf dem Blog, die einen Platz auf meiner NKL (Nach-Koch-Liste) bekommen haben:
  • Kräuter-Cracker
  • Polenta-Sticks
  • Kartoffelrolle mit Pilzen
  • Käseklößchen in Mangoldcremesppe
  • Käsefüße
  • Kichererbsen-Snack
  • Kichererbsen-Salat
  • Rotkohl mit Kichererbsenfüllung - Ihr merkt schon, ich mag Kichererbsen...
  • Crunshy Milch-Knäckebrot
  • Käse-Spinat-Tartelettes
  • Kohlrabi-Möhren-Quiche
  • Vollkorn-Kräuterfladen mit Tomaten
  • Vegane Grillbeilagen zum Frühlingsanfang (Krautsalat & Currysauce)
  • Krautsalat aus Spitzkohl
  • Linsenbällchen in Kokos-Currysauce
  • Milchreis-Auflauf mit Pflaumen
  • Feine Klöße zu gleichen Teilen
  • Bunte Gemüse-Quiche
  • Zucchini-Pancakes
  • Hecht-Klößchen im Nudelnest
  • Rösti-Burger mit Fisch
  • Kleine Chicken Pot Pies
  • Schnittlauchblüten-Butter
  • Crepes-Röllchen mit Winterpesto
  • Hessische Tapas
  • Italienisches Fingerfood
  • Herzhafte Grüne-Soße-Torte
  • Herzhafte Windbeutel mit zweierlei Cremes
  • Winzer-Fladen 
Meine Wahl fiel auf:



2 kleine Zwiebeln
1 große Stange Lauch/Porree
1-2 EL Rapsöl
4 Eier
100g kräftiger Bergkäse (bei mir waren es sogar 150 g)
650g Kartoffeln (geschält)
Salz & Pfeffer
etwas Muskat (gemahlen)
Butter oder Öl zum Fetten der Form 
ich habe zusätzlich noch 2 Zehen Knoblauch (fein gehackt) darunter gemischt 

Zwiebeln schälen und fein würfeln. Lauch längs halbieren und unter fließend kaltem Wasser reinigen. Dazu am besten mit den Fingern zwischen die einzelnen Schichten fahren. Anschließend in feine Ringe schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin anbraten. Lauch dazu geben, bis er leicht Farbe angenommen hat. Mit etwas Salz würzen und abkühlen lassen. Eier in eine große Schüssel aufschlagen. Käse reiben und unterrühren.Geschälte Kartoffeln grob reiben und mit Lauch, Zwiebeln und Eiermasse vermengen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Muskat dazu geben. Wie oben bereits erwähnt habe ich noch 2 gehackte Knoblauchzehen hinzugefügt.

Backofen auf 180°C Heißluft/Umluft vorheizen. Eine Auflauf- oder Springform gut einfetten. Meine Springform habe ich zusätzlich mit Backpapier ausgelegt, da der Käse gerne anhängt. Röstimasse einfüllen, glattstreichen und sofort in den heißen Ofen stellen. 40 Minuten knusprig braun backen und anschließend genießen.
 
Janke liebt die Rösti-Quiche mit Apfelmus, bei uns gab es einen schönen, gemischten Salat und etwas Remoulade, die vom Samstagsessen übrig war, dazu. Die Quiche hat uns sehr gut geschmeckt und war einfach lecker. Das Nachkochen hat sich definitiv gelohnt.




Montag, 27. Juli 2020

[Kulinarische Weltreise] Schweden - Teil I

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um schwedische Gerichte widmen.]

Im Juli führt uns Volker von Volker mampft auf seiner kulinarischen Weltreise nach Schweden. Ich war zwar noch nie in Schweden, aber bestimmte Gerichte sind ja in aller Munde - ich sage da nur Köttbullar...

Wie gesagt, ich war noch nie in Schweden und auch dieses Jahr wird das nichts - herzlichen Dank an Corona  :-( Aber trotzdem sind wir ja kleine Skandinavien-Fans und haben deswegen vor etwas mehr als zwei Jahren mit Freunden Midsommar gefreiert - mit vielen schwedischen Rezepten. Irgendwie habe ich die ganzen Gerichte, die es damals gab, bisher nie verbloggt. Eines der Gerichte halt es aber zumindest auf meinen Food-Kalender für das Jahr 2019 geschafft. Da fällt mir ein, dass ich den Link im Kalender-Posting unbedingt ergänzen sollte. Ich schweife ab... jedenfalls wussten wir, als wir zu dem Fest eingeladen haben, noch nicht, dass just an diesem Tag bei der Fußball-WM in Russland Deutschland gegen Schweden spielen würde (zumindest hatten wir es nicht auf dem Plan). Wie der Zufall es halt so will... das Spiel an dem Abend ist übrigens mit einem 2:1 für Deutschland geendet. Das hat aber nicht viel geholfen, denn Deutschland ist damals (zu Recht) recht früh ausgeschieden - aber darüber wollen wir lieber das Mäntelchen des Schweigens decken.

Zurück zur Midsommar-Party und den Leckereien, die es damals gegeben hat:

Knäckebrot mit Kräuter-Radieschen-Quark (Rezept siehe weiter unten)
***
Mit Senf und Preiselbeeren glasierter Kassler-Braten
dazu eine Senf-Honig-Sauce mit Dill
(dieses Rezept gibt es morgen)

***
Kleine F(r)ischkäsetörtchen
(Rezept kommt am Mittwoch)
***
Schüttelgurken
(Rezept seit mindestens drei Jahren unverbloggt - das wir vermutlich auch noch eine Weile so bleiben)
***
als 2. warme Komponente: Köttbullar mit Sahnesauce
(da es bereits ein Köttbullar-Rezept bei der Weltreise gibt, hier kein Rezept dazu)
***
als Dessert gab es eine Mascarpone-Quark-Creme mit Fruchtpüree und frischen Beeren
(ohne Rezept)


Vollwert-Knäcke mit Kräuter-Radieschen-Quark
für ca. 25-40 Stücke (kommt auf die Größe an...)

Vollwert-Knäcke
250 g kernige Haferflocken
250 g Roggenvollkornmehl
175 g Körnermischung (moi: Sonnenblumen-, Kürbis- und Pinienkerne)
25-50 g Leinsaat
2 TL Salz
6 EL Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
375 ml Wasser

Die trockenen Zutaten miteinander vermengen. Dann mit Öl und Wasser zu einem zähen Teig verrühren (Knethaken!). Tig auf 2 mit Backpaier belegte Backbleche verteilen und ca. 1/2 cm dick glattstreichen. Mit einem Messer "Bruchstellen" einschneiden. Im vorgeheizten Ofen (200 °C Umluft) 8 Minuten backen, dann die Temperatur auf 175 °C reduzieren. Weitere 20 Minuten backen, dann das Brot in Stücke brechen und nochmals im Ofen 5-10 Minuten trocknen.

Das Knäcke hält sich luftdicht in Dosen verpackt an einem kühlen und trockenen Ort etwa 14 Tage.



Kräuter-Radieschen-Quark
500 g Quark
200 g Naturjoghurt
2 Bund frische Kräuter (Petersilie & Schnittlauch), gehackt
1 Bund Radieschen, in kleine Würfel schnitten
Salz und Pfeffer
ggf. Kresse für die Deko

Quark und Joghurt glatt rühren. Kräuter und Radieschen untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Am Freitag wird es an dieser Stelle dann noch die Zusammenfassung mit allen teilnehmenden Blogs geben... Ulrike von Küchenlatein mit Safranpfannkuchen – Saffranspannkaka Britta von Backmaedchen 1967 mit Schwedische Haferflocken-Kekse Janke von Jankes*Soulfood mit Blåbärssoppa - schwedische Blaubeersuppe mit Grießklößchen Nadine von Möhreneck mit Köttbullar mit Rahmsauce (vegan) Tina von Küchenmomente mit Typisch schwedische Zimtschnecken mal anders Conny von Mein wunderbares Chaos mit Weißer Kladdkaka - schwedischer Schokokuchen Wilma von Pane-Bistecca mit Kroppkakor - Schwedische Kartoffelkloesse Ulrike von Küchenlatein mit Hasselnötskaka med kaffe - Haselnusskuchen mit Kaffee Britta von Brittas Kochbuch mit Svenks Sommarsoppa - Schwedische Sommersuppe Ronald von Fränkische Tapas mit Schwedischer Heringssalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Sockerkringlor mit Zitronenfüllung Wilma von Pane-Bistecca mit Svenska Koettbullar - Schwedische Hackfleischbaellchen Carina von Coffee2Stay mit Kärleksmums Carina von Coffee2Stay mit Fläskfile med banan - Schweinefilet mit Banane Ulrike von Küchenlatein mit Citrondrömmar - Zitronentraum Henrike von EinfachSchweden mit Flygande Jakob Sonja von fluffig & hart mit Mandeltårta - Schwedische Mandeltorte mit Johannisbeeren Ulrike von küchenlatein mit Pilzsuppe mit Äpfeln und Thymian Tanja von Tanjas bunte Welt mit Raggmunk - schwedische Kartoffelpfannkuchen Ulrike von Küchenlatein mit Stachelbeerkuchen mit Mandel - Krusbärspaj med mandel Conny von food for the soul mit Kanelbullar - schwedische Zimtschnecken Britta von Brittas Kochbuch mit Krispig Blåbärpaj - Knusperblaubeerkuchen Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Wallenbergare mit Sommerkohl und Kartoffelstampf Simone von zimtkringel mit Janssons frestelse - Janssons Versuchung Ute von wiesengenuss mit KÅLDOLME - mit Moosbeeren Henrike von EinfachSchweden mit Saftiger Zimtschnecken-Rührkuchen - Kanelbullesockerkaka Susanne von magentratzerl mit Erbsen-Kartoffelknödel mit Specktopping Sus von CorumBlog 2.0 mit Hallongrottor – Himbeertörtchen Britta von Brittas Kochbuch mit Knäckebröd - Knäckebrot Katja von Kaffeebohne mit Sommersalat Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Pyttipanna Tina von Küchenmomente mit Brödkakor - rustikales Fladenbrot aus Schweden Nadine von Möhreneck mit vegane Kanelbullar Britta von Brittas Kochbuch mit Schwedische Haferkekse Sus von CorumBlog 2.0 mit Schwedisches helles Karottenbrot Katja von Kaffeebohne mit Schwedischer Garnelencocktail Carina von Coffee2Stay mit Grötbröd - Porridge-Brot Sylvia von Brotwein mit Lachs beizen - Rezept mit Gin, Zitrone und Rote Bete Christian von SavoryLens mit Chokladbollar - Schwedische Schokoladenkugeln Andrea von our food creations mit Vollwert-Knäcke mit Kräuter-Radieschen-Quark Andrea von our food creations mit Glasierter Senf-Preiselbeer-Braten mit Honig-Senf-Sauce Andrea von our food creations mit Kleine F(r)ischkäse Törtchen - angelehnt an die schwedische Smörgåstårta Sylvia von Brotwein mit Roggen Knäckebrot Rezept - knusprig herzhaft Volker von Volkermampft mit Schwedische Köttbullar - besser als bei Ikea! Volker von Volkermampft mit Kalops - Schwedisches Rindergulasch mit Roter Beete

Samstag, 13. Juni 2020

Gut Ding will Weile haben

In diesem Fall soll das nicht bedeuten, dass ich heute ein sehr aufwändiges oder zeitintensives Gericht präsentiere... im Gegenteil, es ist eigentlich nur ein bisschen Schnibbelarbeit und innerhalb kürzester Zeit fertig. Aber es hat lange gedauert, bis ich es endlich mal verbloggt habe - nachdem mich meine Schwiegermutter mehrfach um das Rezept gebeten hat. Also hier ist nun das Rezept für unser Hadkäs-Tatar:



Handkäs-Tatar

200 g Harzer Käse
1 Apfel, möglichst säuerlich
2-4 eingelegte Gewürzgurken (kommt auf die Größe an)
1-2 Frühlingszwiebeln
200 ml Naturjoghurt
3 EL Gurkensud
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
Schnittlauchröllchen zur Garnitur

Käse, Apfel, Gewürzgurken und Frühlingszwiebeln fein würfeln (ca. 2-3 mm Kantenlänge). Alles zusammen mit Gurkensud und Joghurt vermengen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit frischem Brot oder Brötchen servieren. Als Brotaufstrich zum Frühstück oder Abendbrot, macht sich aber auch sehr gut auf einem Buffet oder eignet sich für's Picknick.

Im Gegensatz zu Tatar aus rohem Fleisch schadet es dem Handkäs-Tatar nicht, wenn er über Nacht oder auch einmal 24 Stunden im Kühlschrank ziehen darf.




Das ist mein zweites Rezept für das Blog-Event CLXIV - Einfach gut! von Zorra von Kochtopf.me und Verena von Verena's Blog für schöne Dinge. Es geht dabei um ein einfaches, aber leckeres Rezept für jeden Tag, für dessen Zubereitung man nicht länger als 30 Minuten brauchen sollte.

Blog-Event CLXIV - Einfach gut! (Einsendeschluss 15. Juni 2020)

Mittwoch, 20. Mai 2020

Gutes Brot, guter Morgen, guter Tag

Ich bin ja seit Jahren eine begeisterte Hobby-Brotbäckerin... mal mit mehr, mal mit weniger gutem Erfolg. Aber es gibt ein paar Rezepte, die ich liebe und die (so gut wie) immer gelingen - vor allem im Brotbackautomat. Eines davon ist mein Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot. Sollte ich einmal keine Buttermilch im Haus haben, dann ersetze ich diese durch halb Naturjoghurt und halb Wasser. Das hat auch immer gute Ergebnisse geliefert. Für das Brot verwende ich drei verschiedene Mehlsorten (Dinkelmehl Type 630 und 1050 plus Dinkelvollkornmehl), was aus der Not heraus entstanden ist - dank Corona und Hamsterkäufen hatte ich nicht mehr genügend Dinkelmehl Type 630 im Haus und musste einen Teil durch Type 1050 ersetzen. Aber die Mischung hat sich bewährt und nun wird es immer so gebacken.


Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot
für ein kleines Brot

250 ml Buttermilch
70 ml Wasser
1/4 Würfel (10 g) Frischhefe
200 g Dinkelmehl Type 630
150 g Dinkelmehl Type 1050
150 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Zucker
1 TL Salz
nach Wunsch noch etwas Leinsaat, Sesam und/oder Hanfsaat zufügen (optional)

Wie gesagt, ich mache das Brot normalerweise im Brotbackautomat (Programm 1 - Normal). Aber ich versuche es mal für konventionelle Backweise umzuformulieren.

Hefe mit Zucker im Wasser auflösen und 15 Minuten stehen lassen. Mehle und Salz in eine große Schüssel geben und gründlich vermengen. Dann Buttermilch und Hefelösung zugeben, alles gut verkneten. Abgedeckt eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Danach den Teig nochmals kurz durchkneten, mit der Hand flach drücken, aufrollen und in eine gefettet Kastenform geben. Mit Mehl bestäuben und nochmals eine Stunde gehen lassen.

Eine feuerfeste Form mit Wasser füllen und auf den Boden des Backofens stellen. Diesen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Brot in den Ofen geben und ca. 35-40 Minuten backen. Brot aus der Form nehmen und Klopfprobe machen - ggf. das Brot nochmals ein paar Minuten (ohne Kastenform) backen.

Abkühlen lassen und frisch oder getoastet genießen.




Wer nur zwei Mehle verwenden möchte, dem empfehle ich eine Mischung aus 325 g Type 630 und 175 g Vollkornmehl.

Freitag, 31. Januar 2020

[Kulinarische Weltreise] Ungarn - túrós csusza

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Ungarn widmen. Zusätzlich erwähne ich meinen geliebten Pastamaker, den ich selbst bezahlt habe...]



Wie gestern bereits erwähnt schickt uns Volker von Volker mampft diesen Monat mit der kulinarischen Weltreise in das schöne Ungarn. Nachdem es im Hause P. bereits Töltött Paprika (gefüllte Paprika) für den Göttergatten gab, habe ich (nicht nur) für mich ein weiteres ungarisches Gericht gekocht. Ganz einfache Küche, ohne Schnick und Schnack, aber s...gut.

Zwei Zutaten haben allerdings gewisse Herausforderungen dargestellt - die eine war für mich recht einfach zu lösen, die andere hat etwas Kreativität erfordert. Während man z.B. die Nudel-Flecken ggf. im Internet über einen ungarischen Shop bestellen könnte oder, wie ich, selbst macht, war das mit dem Quark nicht so einfach. Dazu sollte man erwähnen, dass ungarischer Quark sehr trocken und bröselig ist. Ich habe versucht deutschen Quark abtropfen zu lassen um die gewünschte krümelige Konsistenz hinzubekommen, bin aber auf der vollen Linie gescheitert. Ich wollte schon aufgeben, aber dann kam mir der Zufall zur Hilfe, als ich versucht habe das Wort túrós zu übersetzen (Langenscheidt kennt es übrigens nicht, google schon), kam ein kleines Lichtlein... google meint nämlich, dass das Wort Hüttenkäse (und nicht Quark) bedeutet... nach etwas mehr Internet-Recherche habe ich den Quark einfach durch Hüttenkäse ersetzt. Und tataaa - das Ergebnis passt.

Noch ein Tipp: wer die Flecken-Nudeln weder käuflich erwerben noch selbst herstellen möchte (geht auch ganz altmodisch mit dem Nudelholz oder einer herkömmlichen Nudelmaschine), der kann auch einfach gekaufte Lasagneplatten in Stück brechen und kochen. Ich persönlich fand die Variante mit den Vollkorn-Nudeln äußerst lecker - es hat dem Gericht wirklich nicht geschadet, dass die Nudeln etwas mehr Biss hatten. Auch der leicht nussigen Geschmack vom Dinkel hat wunderbar gepasst.


Túrós Csusza - Quarknudeln
für 3 Portionen

125 g Dinkeldunst
125 g Dinkel-Vollkorn-Mehl
1 Ei
1 EL Olivenöl

 300 g fetter, geräucherter Bauchspeck, fein gewürfelt
300 g Hüttenkäse
200 g Schmand
 Salz und Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß (am besten ungarisches)
ggf. Schnittlauch zum Garnieren

Dinkeldunst und Vollkornmehl in den Pastamaker geben. Ei in einen Messbecher geben (wird beim Pastamaker mitgeliefert) und mit Wasser auf 85 ml auffüllen. Olivenöl zugeben und die Flüssigkeiten verrühren. Nun den Pastamaker starten, die Flüssigkeit zum Mehl-Dunst-Gemisch geben. Nach dem Knetvorgang werden die Nudeln (ich habe die Lasagne-Matrize verwendet) ausgegeben - diese müssen dann nur noch in kleine Vierecke geschnitten werden. Meine waren zwischen 2x2 und 3x3 cm groß.

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und abtrofen lassen.

Den Speck ohne weitere Zugabe in einer Pfanne auslassen und knusprig anbraten. Etwas 1/4 - 1/3 des Specks aus der Pfanne nehmen und zum Garnieren beiseite stellen. Hüttenkäse und Schmand verrühren, dann zusammen mit den Nudeln in die Pfanne geben. Gut verrühren und nochmals erhitzen. Mit Salz (vorsichtig, der Speck ist schon salzig) und Pfeffer würzen. Mit etwas Paprikapulver bestäuben und mit Speckwürfeln und ggf. Schnittlauch garnieren - fertig ist die einfache und deftige Mahlzeit.

Beim nächsten Mal werde ich eventuell noch ein bisschen Knoblauch zum Hüttenkäse-Gemisch geben. Das stelle ich mir richtig lecker vor...



Wer jetzt Lust auf mehr ungarische Rezepte hat, der wird hier fündig (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen...):

Susi von Turbohausfrau: Suppe nach Paloczen-Art 
Cornelia von SilverTravellers: Pörkölt – Ungarisches Gulasch mit Paprika
Tina von Küchenmomente: Ungarische Lángos
Britta von Backmaedchen 1967: Pogácsa ungarisches Gebäck
Simone von zimtkringel: Ungarischer Apfelkuchen Almás pite
Susanne von magentratzerl: Paprikás krumpli und Ungarische Paprikapilze
Conny von Mein wunderbares Chaos: Ungarische Gundel-Palatschinken und Lángos ganz einfach selber machen und Somlauer Nockerl im Glas
Katja von Kaffeebohne: Diós és mákos beigli - Beigel 
Nadine von Möhreneck: Veganes Szegediner Gulasch


Sonntag, 26. Januar 2020

[Rettungsaktion] Asia-Gerichte

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um asiatische Gerichte widmen. Zusätzlich wird ein Pastamaker erwähnt, den ich aber selbst bezahlt habe...]

Gestern war, auch wenn vielerorts die Feierlichkeiten dazu abgesagt wurden, das chinesische Neujahrsfest. Mit ein Grund bei der heutigen Aktionen die sehr beliebten Gerichte - nämlich Asia-Food - zu retten. Diese vielseitigen (Fertig-)Gerichte begegnen uns jeden Tag im Supermarkt in Form von Sushi (mindestens 2 Tage alt), TK-Knusperente mit Beilagen, Magic Asia Noodle Cup (diverse Geschmacksrichtungen) muss man nur noch heißes Wasser zufügen - ich glaube nicht, dass mir zuerst de- und dann re-hydriertes Feisch schmecken würde - Chop Suey aus der Dose, Bami Goreng mit Reis in Plastikschale für die Mikrowelle und nicht zu vergessen die ganzen Fix für... z.B. China-Pfanne, Puten-Wok, Hähnchen süß-sauer, gebratene Nudeln und wie auch immer diese Pülverchen heißen mögen. Und günstig sind die Tütchen auch nicht, wenn man bedenkt, was da so alles drin ist: Stärke, Zucker Gewürze (3,3 % Paprika - ich habe es ausgerechnet, das sind 1,22 g! -, 2,7 % Ingwer, Chili, Knoblauch, Zwiebeln), Jodsalz, Hefextrakt, Maltodextrin, 3,6 % Sojasaucenpulver (aus Sojabohnen, Weizen und Salz), Salz, Aromen (mit Weizen, Gerste), Weizenmehl, Sonnenblumenöl und als Säuerungsmittel Citronensäure. Insgesamt 37 g für etwa einen Euro und reicht für 2 Portionen. Das sind umgerechnet über 27 € pro kg Pülverchen. Respekt, die Industrie weiss, wie man Geld verdient, wenn ich mir überlege, was ein kg Zucker oder 500 g Stärke kosten. Leute, das muss doch echt nicht sein!?

Dass selbst kochen auch ohne diesen ganzen (Halb-)Fertig-Kram funktioniert, das will Euch die Rettungstruppe zeigen. Wer oder was ist die Rettungstruppe eigentlich, das wird sich der/die eine oder andere jetzt fragen. Ganz einfach erklärt: eine Gruppe von Food-BloggerInnen, die sich als Facebook-Gruppe zusammengetan haben um Gerichte vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und Alternativen ohne Fix & Co. aufzeigt.



Bild könnte enthalten: Text


Auch ich habe Euch ein schönes Rezept zum Thema Asia-Gerichte mitgebracht, von dem ich allerdings nicht behaupte, dass es authentisch asiatisch ist - ich würde es eher Asia-Syle nennen. Ich habe die Nudeln komplett selbst gemacht und habe, mit der ganzen Schnibbelei und der Nudelproduktion, insgesamt 35 Minuten benötigt (plus 5 Minuten um das Fleisch vorzubereiten). Natürlich kann man auch die entsprechende Menge Trocken-Nudeln (z.B. Spaghetti, Reis- oder Glasnudeln etc.) verwenden. Dann verlängert sich aber ggf. die Kochzeit. Auch Reste von gekochten Nudeln (oder sogar Reis) kann man mit diesem Rezept verwerten.


Asia-Nudelpfanne mit Gemüse & Hähnchen
für 3-4 Personen

400-500 g Hähnchenbrust (*)
3-4 EL Speisestärke
1/2 TL 5- oder 7-Spice-Gewürz (irgendwo auf dem Blog habe ich auch ein Rezept dafür...)
3 EL Sojasauce 
1-2 EL Sweet-Chili-Sauce (am besten selbst gemacht nach diesem Rezept klick)
1-2 EL Sesamöl

125 g Buchweizenmehl
125 g Dinkeldunst
1 Ei
1 EL Olivenöl

3 EL Sesamöl
1 mittelgroße Zwiebel, in Streifen geschnitten
ein walnussgroßes Stück frischer Ingwer, geschält und fein gewürfelt
1-2 Karotten, in dünne Scheiben geschnitten (Julienne, wer viel Zeit & Lust hat)
150 g frische Champignons, in Scheiben geschnitten - gerne auch Shitake (*)
150 g Austernpilze, in Streifen geschnitten (*)
1 Pak Choi, in Streifen geschnitten (*)
100 g Zuckerschoten, in kleine Stücke geschnitten (*)
1-2 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt (*) 
1-2 EL Sojasauce
1/2 Lauchzwiebel, in feine Ringe geschnitten
1/2 Chilischote, fein gewürfelt (falls scharf gewünscht)
Sesam zum Bestreuen

Fleisch in Streifen schneiden. In einen verschließbaren Behälter geben (früher hätte ich gesagt, pack das Fleisch in einen Gefrierbeutel - aber Mehrweg-Behälter sind einfach umweltfreundlicher). Speisestärke und Gewürz vermengen und das Fleisch damit bestäuben. Deckel drauf und kräftig schütteln. Nun Sojasauce, Sweet-Chili-Sauce und Öl zufügen. Nochmals kräftig schütteln und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde ziehen lassen - bei mir waren es 24 Stunden.

Buchweizenmehl und Dinkeldunst in den Pastamaker geben. Ei in einen Messbecher geben (wird beim Pastamaker mitgeliefert) und mit Wasser auf 85 ml auffüllen. Olivenöl zugeben und die Flüssigkeiten verrühren. Nun den Pastamaker starten, die Flüssigkeit zum Mehl-Dunst-Gemisch geben. Nach dem Knetvorgang werden die Nudeln (ich habe die Spaghetti-Matrize verwendet) ausgegeben - diese müssen nur noch auf der gewünschten Länge abgeschnitten werden.

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und abtrofen lassen. Dabei etwas Kochwasser auffangen.

In einer großen Pfanne (optimal wäre ein Wok) 1 EL Sesamöl erhitzen. Zuerst Zwiebeln, Ingwer und Karotten anbraten. Dann Pilze, Pak Choi, Zuckerschoten und Knoblauch zufügen. Alles unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten braten. Umfüllen und warm halten. Einen weiteren EL Sesamöl in die Pfanne geben und das Fleisch, ebenfalls unter ständigem Rühren, anbraten. Zum Gemüse geben. Den letzten Löffel Öl erhitzen und die abgetropften Nudeln anbraten. Etwas Kochflüssigkeit zufügen um den entstandenen Bratensatz zu lösen. Gemüse und Fleisch zurück in die Pfanne geben und alles gut vermengen. Ggf. mit etwas Sojasauce abschmecken.

Vor dem Servieren mit Frühlingszwiebel, Chili und Sesam bestreuen.



(*) Alternativ zu dem in meinem Rezept verwendeten Hähnchenfleisch kann man natürlich jedes andere zum Kurzbraten geeignete Fleisch (z.B. Schweinefilet oder Rindersteak) verwenden. Oder, als vegetarische Variante, das Fleisch weglassen oder z.B. in Stücke geschnittenen (Räucher-)Tofu verwenden. Auch bei den Gemüsesorten kann man aus dem Vollen schöpfen. Die Zutaten sind nicht in Stein gemeißelt. Ich habe genommen, was gerade im Kühlschrank lag und weg musste. Gut vorstellbar sind auch in Streifen geschnittene Paprika, feine Streifen von Weiß- oder Spitzkohl, gestiftelter Kohlrabi, Lauch, Brokkoli etc.


Wer jetzt Lust auf noch mehr asiatische Gerichte hat, der findet hier die Rezepte der MitretterInnen: 

Barbaras Spielwiese - Foodblog - Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok 
Cakes, Cookies and more - Poulet Kung Pao 
Turbohausfrau - Tofu im Asia-Style 
CorumBlog 2.0 - Asiatische Tütensuppe 
evchenkocht - Chinesische Hom Bao 
our food creations - Schnelle Nudelpfanne 
Kaffeebohne - Gebratener Reis - Huo Tui Dan Chao Fan

Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt und Wilma K., die das 2020er-Logo entworfen hat.