Mittwoch, 14. Juni 2017

Burger-Mania bei der Rettungstruppe

Es ist wieder soweit - die nächste Rettungsrunde ist eingeläutet. Burger sind der Sommertrend, so dass man zur Zeit in jedem Frische- oder Tiefkühlregal Produkte rund um den Burger finden kann. Das reicht von Buns (Burger-Brötchen) über TK-Patties (das Hackfleisch) bis hin zum kompletten Burger.

Das muss allerdings nicht sein, denn Burger kann man ganz schnell und einfach selbst machen - ohne die vielen Zusatz- und Hilfmittelchen, die in den meisten Fertigprodukten enthalten sind.
 
Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben.


Griechischer Hirten-Burger
für 4 Stück

600 g Lammhack
1 EL frischer Thymian, gehackt
1-2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
Salz und Pfeffer
4 Scheiben Weißkäse in Salzlake (Fetakäse)
1 Fleischtomate, in Scheiben geschnitten
1/2 Salatgurke, in Scheiben geschnitten
1 rote Zwiebel, in Scheiben geschnitten
ein paar Salatblätter
4 Burger-Buns (Rezept weiter unten)
Tzatziki (Rezept auch weiter unten)
 ggf. Oliven und/oder eingelegte Pepperoni

Für die Fleisch-Patties das Lammhack mit dem Thymian und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut verkneten, dann vier Patties à 150 g formen. Ich verwende dafür eine Burger-Presse. 

Kleiner Tipp: wenn man diese mit Frischhaltefolie auslegt, dann lässt sich das Pattie besser aus der Form lösen. 

Um den Burger fertig zu stellen die Patties in der Pfanne / auf dem Grill braten. Das dauert in der Regel nicht alnge. In der Zwischenzeit die Buns aufschneiden und mit den Schnittflächen ebenfalls (in der Pfanne / auf dem Grill) kurz anrösten. Danach etwas Tzatziki auf das Unterteil geben und mit ein paar Salatblättern belegen. Darauf kommt nun eine Tomatenscheibe, dann das Fleisch-Pattie, dann Käse, Gurke und Zwiebel. Zuletzt nochmals ein Klecks Tzatziki und der Deckel des Buns. 

Wer möchte, kann den Burger nun noch mit einer Olive oder eingelegten Pepperoni garnieren.

Und schon ist der leckere Burger fertig - Ihr solltet allerdings genügend Servietten bereitlegen, denn der Burger ist nicht gerade einfach zu essen.





Schnelle Burger-Buns
für 6-8 Stück

1 Pk. Trockenhefe (7 g)
230 ml lauwarmes Wasser
30 g Zucker
80 ml Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
1 Ei
1 TL Salz
450 g Dinkelmehl Type 630
Sesam und/oder Schwarzkümmel

Backofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Hefe mit Wasser, Zucker und Öl verrühren. 5 Minuten stehen lassen. Eigelb, Salz und Mehl zufügen. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Teig in 6-8 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen.

Eiweiß leicht aufschlagen und die Buns damit bestreichen. Mit Sesam und/oder Schwarzümmel bestreuen. Im heißen Ofen ca. 18-20 Minuten goldbraun backen.




Tzatziki

1/2 Salatgurke, geschält und grob gerieben
1 EL Salz
250 g Quark 
250 g griechischer Naturjoghurt
2-4 Zehen Knoblauch, gerieben (je nach Geschmack)
Olivenöl
Weißweinessig
Salz und Pfeffer

Salatgurke schälen, grob reiben, salzen und zugedeckt 1-2 Stunden ziehen lassen. Danach gut ausdrücken. Mit Quark und Naturjoghurt verrühren. Knoblauch zufügen. Mindestens 6 Stunden ziehen lassen, danach mit Olivenöl, Weißweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken.



  Und hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka Kochtopf  Der Albóndigas Burger
Anna Antonia  Sultans Burger
auchwas  Fisch Burger
Brittas Kochbuch  Lammburger
Cuisine Violette  Grundrezept Burger-Patties
Food for Angels and Devil  Alpenburger
From-Snuggs-Kitchen  Cole Slaw
genial-lecker  Hamburger nach Rike
Leberkassemmel und mehr  Chili-Cheese-Burger
lieberlecker  Asia Burger
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau Burger
magentratzerl  Frankenburger
münchnerküche  Rauchige BBQ Sauce
Pane-Bistecca  Lachs – Hamburger
Summsis Hobbyküche – Cheeseburger ohne TamTam




Montag, 1. Mai 2017

If life gives you ...

... Lemons und einen Mann, dem es nach Kuchen gelüstet, dann back einfach einen Zitronenkuchen.

Anja von schönes + leben hat zum Geburtstagsbrunch einen Zitronenrührkuchen mit Mohn mitgebracht - natürlich konnte ich meinen Mohn mal wieder nicht finden und habe stattdessen einfach Kokosflocken verwendet. Mal davon abgesehen hatte ich bereits im Oktober 2013 kleine Zitronen-Mohn-Gugls verbloggt, so dass einen Variation angesagt war.


Zitronen-Kokos-Kuchen mit Lemon Curd

125 g weiche Butter
175 g Zucker
3 Eier
2-3 EL Lemon Curd
125 ml Milch
Saft und Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
75 g Kokosflocken
250 g Dinkelmehl type 630
1 TL Backpulver

für den Guss:
1-2 EL Frischkäse natur
2-3 EL Zitronensaft
Puderzucker
Zitronenzesten

Butter und Zucker schaumig rühren. Danach Eier, Lemon Curd, Milch, Saft & Abrieb der Zitrone zufügen und alles verrühren. Zuletzt die trockenen Zutaten unterrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Umluft) 50 - 60 Minuten backen. Den Kuchen stürzen und etwas abkühlen lassen. Den Guss anrühren und den lauwaremen Kuchen damit bestreichen. Mit Zitronenzesten garnieren.


Freitag, 28. April 2017

Gesundheitstag - etwas Süsses zum Schluss

Kein Gesundheitstag ohne etwas Süsses zum Abschluss. Dieses Dessert habe ich bereits an Ostern für unseren Brunch gemacht, damals allerdings mit einem Topping aus Mangopüree. Das Dessert lässt sich gut vorbereiten da die Chiasaat mindestens 6 Stunden quellen muss.


Kokos-Chia-Pudding mit Erdbeertopping
für 15 kleine oder 4-6 große Gläser

400 ml Kokoscreme
400 ml Wasser
1-2 EL Kokosblütenzucker
Saft und Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
125 g Chiasaat
500 g Erdbeeren
1-2 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
10 Blättchen frische Zitronenmelisse, fein gehackt

Kokoscreme mit Wasser leicht erhitzen bis die festen Bestandteile geschmolzen sind. Kokosblütenzucker, Zitronensaft- und Abrieb zufügen. Chiasaat einrühren. Alles kurz quellen lassen, dann gleichmäßig auf Gläser verteilen. Abdecken und mindestens 6 Stunden ausquellen lassen.

Erdbeeren waschen und in Stücke schneiden. Vanillezucker darüber streuen. Abgedeckt mindesten 6 Stunden marinieren. Anschließend 2/3 der Erdbeeren in ein hohes Gefäß geben und mit dem Schneidstab pürieren. Restliche Erdbeerstücke und Zitronenmelisse unterrühren. 

Erdbeertopping auf dem Chia-Kokos-Pudding verteilen und servieren.


Alternativ kann der Kokos-Chia-Pudding mit Mangopüree serviert werden. Dazu 500 g Mangofruchtfleisch pürieren. Gegebenenfalls das Püree mit etwas Zitronensaft- und Abrieb abschmecken.

Es ist mal wieder Gesundheitstag

Einmal pro Quartal ist bei uns in der Firma Gesundheitstag. Neben einer mobilen Massage werden auch diverse Vorträge zu Gesundheitsthemen angeboten. Und wir "kochen" immer oder bringen etwas zum Essen mit. Ich hatte ja schon mehrfach Gerichte beigesteuert und wurde auch dieses Mal von der Cheforganisatorin gefragt, ob ich wieder etwas mitbringen würde. Da es mehrfach Anfragen bezüglich dem Quinoa-Reis-Salat vom letzten Oktober gab, gibt es ihn dieses Mal wieder. Aber auch ein Eiweißbrot wurde gewünscht. Kein Problem, haben wir ja erst vor kurzem den Brunch gerettet und da hatte Sabine von Bonjour Alsace ein Eiweissbrot beigesteuert.



Natürlich habe ich nicht im Vorfeld geschaut, ob ich alle Zutaten im Haus habe und prompt musste ich improviesieren. Trotz allem ist ein schmackhaftes Brot herausgekommen. Hier das Rezept:

Eiweißbrot
für eine große oder 2 kleine Kastenformen

50 g Dinkel-Kleie
50 g Leinsamen
50 g Chiasaat
50 g Haferflocken
50 g Kürbiskerne, grob gehackt
200 g Walnüsse, gemahlen
1 TL Salz
1 TL Schabzigerklee (hat das Brotgewürz ersetzt)
1 Päckchen Backpulver
5 Eier
300 g gekörnter Frischkäse
 3-4 EL Körner (ich: Sonnenblumen- und Kürbiskerne) zum Bestreuen 

Erst die trockenen Zutaten in den Mixtopf geben und kurz (ca. 10 Sekunden) auf Stufe 4-5 vermengen. Dann Eier und Quark zufügen. Alles auf Stufe 4 30-60 Sekunden gut verrühren. In eine gefettete Kastenform füllen, mit den Körnern bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 170 °C (Ober- und Unterhitze) 45 Minuten backen. Danach aus der Form nehmen und weitere 30 Minuten (circa) backen.




Mittwoch, 26. April 2017

Es grünt so grün ...

So, nachdem ich ja bereits die ersten Messeberichte veröffentlicht habe, komme ich zwischendurch mal wieder zum eigentlichen Zweck des Blogs zurück - nämlich Rezepte.

Bei uns ist am Mittwoch meistens Suppentag. Heute habe ich eine grüne Suppe im Gepäck. Mit Käseklößchen. Die Klößchen hatte ich im Dezember 2011 bereits einmal verbloggt, damals allerdings ohne Foto.


Grüner Fühlingseintopf mit Kräuter-Käse-Klößchen
für 4 Personen als Hauptgang

Kräuter-Käse-Klößchen
ergibt ca. 150 Klößchen

200 g Semmelbrösel
200 g Grana Padano oder Parmesan (gerieben)
1 Bund Kräuter, grob gehackt (z.B. Blattpetersilie oder Bärlauch)
4 Eier
20 g Vollkornmehl
110 g Butter
1/2 TL Salz
Pfeffer
Muskatnuss, gerieben

Semmelbrösel, Käse und Kräuter in den Mixtopf geben, 30 Sekunden auf Stufe 5-6 vermengen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und 2 Minuten auf Brotstufe verkneten. Mindestens 1 Stunde kalt stellen, dann aus der Masse kirschgroße Bällchen formen.

Normalerweise lässt man die Bällchen jetzt in heißer Brühe (oder Salzwasser) ca. 15 Minuten gar ziehen. Man kann sie jedoch auch gut einfrieren und dann im gefrorenen Zustand in den Varoma legen und 30-35 Minuten auf Varoma-Stufe garen.

Grüner Frühlingseintopf

500 g grüne Bohnen, in Rauten geschnitten
 500 g grüner Spargel, in kurzen Stücken
350 g grüne Erbsen (TK)
2 kleine Pak Choy, in Streifen geschnitten
Suppengrundstock (alternativ Gemüsebrühe)
Zucker
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Gemüse in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. 2 EL Suppengrundstock und etwas Zucker zugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten kochen, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Mit den Kräuter-Käse-Klößchen servieren.

Dienstag, 25. April 2017

Slow Food e.V.

Jetzt habe ich schon über den Markt des guten Geschmacks - die Slow Food Messe in Stuttgart gesprochen, aber noch nichts über Slow Food selbst.


Manch einer wird jetzt denken, ist halt das Gegenteil von Fast Food. Das trifft es aber nicht ganz. Ich war jetzt einmal so frei und habe ein paar Passagen von der offiziellen Webseite von Slow Food e.V. kopiert und hoffe, dass das o.k. ist, denn besser könnte ich es nicht formulieren.

Slow Food

• ist eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.
• fördert eine verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt.
• bringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt, vermittelt Wissen über die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so den Ernährungsmarkt transparent.
ist eine Non-Profit-Organisation.

Die Philosophie, die dahinter steckt

Gut, sauber und fair: so lautet die Slow-Food-Philosophie, mit der sich inzwischen Millionen von Menschen in der ganzen Welt identifizieren.

Dreimal am Tag, bei jeder Mahlzeit, treffen wir Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen. Unser Essen ist untrennbar verknüpft mit Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Wissen, Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt.

Daher sollen die Lebensmittel gut, sauber und fair sein.

Gut: wohlschmeckend, nahrhaft, frisch, gesundheitlich einwandfrei, die Sinne anregend und befriedigend.

Sauber: hergestellt, ohne die Ressourcen der Erde, die Ökosysteme oder die Umwelt zu belasten und ohne Schaden an Mensch, Natur oder Tier zu verursachen.

Fair: die soziale Gerechtigkeit achtend, mit angemessener Bezahlung und fairen Bedingungen für alle — von der Herstellung über den Handel bis hin zum Verzehr.

Mitglied werden

Wer sich also mit mit der Philosophie identifizieren kann und Lust hat Mitglied dieser Gemeinschaft zu werden, hier geht es zum Mitgliedsantrag: *klick*

Zusätzlich wird mit dem Mitgliedsbeitrag die Slow Food Stiftung für Biologische Vielfalt gefördert. Damit wird geholfen vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, Kulturpflanzensorten und traditionelle Lebensmittel zu schützen – in Deutschland und in der ganzen Welt.


Wir persönlich wollten eigentlich schon lange Mitglieder werden - deswegen haben wir am Wochenende auch den Antrag ausgefüllt und direkt abgegeben.


Sonntag, 23. April 2017

Erstes Resümee der Slow Food 2017

Nach zwei Tagen auf dem Markt des guten Geschmacks kann ich für 2017 ein erstes Resümee ziehen:

1. Viel Zeit mitbringen

Wenn Du alles sehen und Dich auch informieren willst, dann reicht meines Erachtens ein Tag auf der Messe einfach nicht. Leider (für den Besucher) ist die Messe äußerst gut besucht. Gerade am Samstag und Sonntag ist zu Stoßzeiten wie der Mittagszeit kaum ein Durchkommen. Angenehmer ist es gleich nach der Öffnung oder kurz vor Schluss.

2. Nimm (Bar-)Geld mit

Eines gleich vorweg - die Messepreise sind nicht günstig. Du kannst zwar viel kostenlos probieren, aber ganz schnell wirst Du feststellen, dass Du natürlich auch das eine oder andere Produkt käuflich erwerben willst. Und hier kommen wir zu den Preisen: Du kannst nicht erwarten, dass ein Produkt, das oft in kleinen Chargen mit viel Handarbeit hergestellt wird, zu Discount-Preisen zu erhalten ist. Aber dafür bekommst Du ein Produkt, das Du mit gutem Gewissen kaufen und verzehren kannst.

An den wenigsten Ständen kann man mit Karte bezahlen, also ist Bargeld angesagt. Und falls es einmal nicht reichen sollte, es gibt auf dem Messegelände mehrere Geldautomaten der ING DiBa. Die Gebühren halten sich meiner Meinung mit 1,95 € pro Auszahlung für Nichtkunden auch in Grenzen. Die Warteschlangen davor sind allerdings lang!

3. Ins Gespräch kommen

Die Aussteller kommen nicht nur auf die Messe um ihre Produkte zu verkaufen - klar freut sich jeder, wenn er am Ende seine Produkte erfolgreich an den Mann (oder die Frau) gebracht hat. Ich denke, dass das bei vielen großen Ausstellern genau das auch der Fall ist. Aber wie wir festgestellt haben sind gerade die kleinen Produzenten sehr leidenschaftlich und erzählen Dir als Verbraucher gerne etwas über ihr Produkt und die Herstellung. Nutz' diese Chance.

4. Zieh bequeme Schuhe an

Glaub mir, Du wirst auf dieser Messe laufen - viel laufen! Mein Schrittzähler im Handy kam an einem Tag auf 18.355 Schritte.


Fazit:

Ich habe auf dieser Messe sehr viel Schönes erlebt, durfte viele gute Produkte probieren und hatte ein paar sehr informative Gespräche mit Herstellen - darüber werde ich hier auf dem Blog noch ausführlich berichten.

Freitag, 21. April 2017

our food creations goes Slow Food 2017

Morgen ist es soweit - wir fahren zur Slow Food Messe in Stuttgart. Wir freuen uns sehr darauf, denn in den beiden letzten Jahren hat es uns dort ausgesprochen gut gefallen und wir waren begeistert von der Auswahl an Lebensmitteln, die von den Anbietern präsentiert werden.


Wir sind gespannt, wen wir von den uns bekannten Ausstellen wieder treffen werden und mit welchen Neuheiten wir nach Hause kommen werden.

Freitag, 17. März 2017

Wir retten was zu retten ist hat Geburtstag

Wo ist die Zeit geblieben? Man glaubt es kaum, aber inzwischen sind drei Jahre vergangen, seit die Rettungstruppe von Sina und Susi ins Leben gerufen wurde - seither wurden sage und schreibe 25 Rettungsaktionen durchgeführt! Hier kann man übrigens nachverfolgen, was schon alles gerettet wurde.


Ziel der stetig wachsenden Gemeinschaft internationaler Foodblogger ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Viele Gerichte kann man nämlich ganz ohne Tütchen und Co. selbst kochen oder backen. 

Zum Geburtstag haben sich unsere Organisatorinnen natürlich wieder ein schönes Thema ausgesucht - alles rund um den Brunch. Ich bin mir sicher, dass sich dabei bestimmt das eine oder andere Rezept finden wird, das sich für den traditionellen Oster-Brunch in ein paar Wochen finden wird. 

Gefüllte Eier
für 20 halbe Eier

10 Eier
200 g Schmand (alternativ Frischkäse)
1-2 TL Senf
1 Beet Kresse und/oder 1/2 Bund Petersilie, fein geschnitten 
Salz und Pfeffer
etwas Paprikapulver zum Bestäuben

Eier hart kochen, abkühlen lassen, schälen und halbieren. Die Eigelbe herausnehmen und ein eine Schüssel geben. Zusammen mit Schmand/Frischkäse, Senf, Kresse und/oder Petersilie sowie Suppengrundstock gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Masse in einen Spritzbeutel geben und die Eihälften damit füllen. Auf einem Teller schön anrichten und mit Paprikapulver bestreuen. 

Bei mir ist etwas von der Masse übrig geblieben - diese lässt sich auch wunderbar als Brotaufstrich verwenden.





Aber was wäre ein Brunch ohne Brot oder Brötchen, dachte ich mir. Deswegen habe ich gleich noch ein zweites Rezept für Euch - es ist zwar ein bisschen aufwändig, aber ich verspreche Euch, dass die Baguettes einfach wunderbar sind: 


Kartoffel-Baguettes
für 4 kleine Brote

600 g Kartoffeln, mehligkochend
500 g Dinkelmehl, Type 630 plus etwas zum Arbeiten
5 g frische Hefe
Salz
ggf. helle und schwarze Sesamsaat

Am Vortag die Kartoffeln in Salzwasser ca. 25 Minuten kochen und abkühlen lassen. Ebenfalls am Vortag in einer kleinen Schüssel den Vorteig herstellen. Dazu 100 g Mehl mit 100 ml kaltem Wasser und 1 g Hefe gut vermengen. Schüssel abdecken, 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann für 12 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Kartoffeln pellen und in den Thermomix geben. Kurz auf Stufe 7 zu einem Mus verarbeiten. Dann den gegangenen Vorteig, restliches Mehl und Hefe, 13 g Salz und 50 ml lauwarmes Wasser zufügen. Auf Teigstufe 4 Minuten kneten lassen, nach 2 Minuten weitere 50 ml warmes Wasser zugeben. Teig in eine große Schüssel umfüllen - Achtung: der Teig klebt jetzt noch etwas. Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Teig falten. Nach weiteren 30 Minuten nochmals falten. Vorgang nach 60 Minuten wiederholen, anschließend weitere 90 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte nun blasig sein und sich weich anfühlen.

Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, dabei zu einem Rechteck formen. Mit einer Teigkarte vier gleich große längliche Stücke abstechen. Jedes Teigstück nachformen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einem scharfen Messer diagonal ca. 1 cm tief einschneiden und ggf. mit Sesam bestreuen. Teiglinge weitere 15 Minuten gehen lassen. In der zwischenzeit Backofen auf 250 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Auflaufform auf den Boden des Ofens stellen und mit vorheizen - die Auflaufform sollte aus Metall bestehen, Formen aus Glas oder Keramik könnten springen! 50 ml Wasser bereitstellen.

Brote auf die mittlere Schiene des Ofens schieben. Wasser in die Auflaufform gießen und Ofen sofort schließen. Baguettes 25-30 Minuten backen, bis sie knusprig und hellbraun sind - eventuell müssen die Brote zwischendurch abgedeckt werden. Die Baguettes sind fertig, wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen bzw. noch leicht warm auf den Tisch bringen...



Und hier geht es zu den Beiträgen der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf: Joghurt-Brötchen mit Sauerteig
Anna Antonia: Sticky Buns 
Aus meinem Kochtopf: Zimtschnecken mit Apfel
Cuisine Violette: Bananen-Pancakes
Das Mädel vom Land: Überraschung
Fliederbaum: Grüne Tartelettes
giftigeblonde: Nussschneckchen
kebo homing: Germkipferl
Kochen mit Herzchen: Häppchen in Pink
lieberlecker: Brownie Ostereier
Münchner Küche: Obazda
Obers triftt Sahne: Sandwichtorte mit Frischkäse
Pane-Bistecca: Schweizer Weggli
Paprika meets Kardamom: Rosa Rote Bete-Heringssalat
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau: Geburtstagsbrunch]
Summsis Hobbyküche: Focaccia zum Brunch


Bild könnte enthalten: Text

An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren dieser Rettungsaktionen:

Danke an Susi, die Turbohausfrau und Sina, die giftige Blonde, die die Idee zu dieser Rettungstruppe hatten

Danke an Christina (Apricotlady) und Jeanette von Cuisine Violette, die unsere Facebook-Seite betreuen

Danke an Ingrid von auchwas, die sich für uns auf Pinterest engagiert

und Danke an alle MitretterInnen!

Sonntag, 5. März 2017

Fischer's Fritz ist wieder unterwegs

Gestern waren wir wieder einmal in Mannheim unterwegs und sind kulinarisch natürlich fündig geworden: der erste Skrei des Jahres (zumindest für uns).

Die Idee zu diesem Gericht ist eine kleine Abwandlung eines Rezepts von Christoph Rüffer.


Skrei mit Balsamico-Schmand-Linsen und Meerrettich
für 4 Personen

2 EL Butter
3 kleine Schalotten, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, ebenfalls klein gewürfelt
100 g Frühstücksspeck (Bacon), in feine Streifen geschnitten
150 g kleine, grüne Linsen (ich: Alblinsen)
100 ml Weißwein (ich: Moriot Muskat vom Weingut Gröhl)
60 g Karotten, gewürfelt
80 g Pastinaken, gewürfelt
30 ml weißer Aceto Balsamico
200 g Schmand
Zucker
Salz und Peffer
800 g Loin vom Skrei (im ursprünglichen Rezept wurde Zander verwendet)
etwas Mehl
1-2 EL Butterschmalz
1/2 Limette
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten (ich: Petersilie)
ein kleines Stück frischer Meerrettich, geschält und gerieben

Butter in einem Topf erhitzen. Schalotten, Knoblauch und Bacon darin andünsten. Linsen zufügen und mit dem Weißwein ablöschen. 400 ml Wasser angießen. Zum Kochen bringen und 30 Minuten köcheln lassen. Nach 20 Minuten Karotten, Pastinaken, Aceto Balsamico und Schmand zugeben. Die Flüssigkeit sämig einkochen lassen. Mit Suppengrundstock, etwas Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Warm halten.

Skrei in 4 oder 8 gleich große Stücke teilen (ich bevorzuge kleinere Stücke, denn der Fisch ist sehr "blättrig" und lässt sich so besser wenden. Größere Stücke fallen gerne auseinander). In Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Fisch bei nicht zu großer Hitze auf der Hautseite anbraten, bis er knusprig und goldbraun ist. Dann wenden und fertig garen. Mit etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer würzen. 

Die warmen Linsen auf Tellern anrichten und den Fisch darauf geben. Mit Schnittlauch (Petersilie) und Meerrettich bestreuen.