Dienstag, 11. Dezember 2018

[Rettungsaktion] Weihnachtliche Desserts

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um weihnachtliche Desserts  widmen.]

Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Nicht ganz, aber in weniger als zwei Wochen ist Heilig Abend. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Bei mir persönlich ist die Adventszeit (leider) meist nicht sehr besinnlich - für alle, die wie ich in der Transportbranche arbeiten, bedeutet die Zeit vor Weihnachten meistens Stress und ein enormer Anstieg der Sendungszahlen. Heutzutage wird viel im Internet bestellt und das auch oft auf den letzten Drücker. Da freut sich zwar mein Arbeitgeber, aber die Work-Life-Balance aller Beteiligten incl. der Paketzusteller bleibt auf der Strecke. Bitte denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal über einen Zusteller schimpft. Ich kann Euch versichern, dass sie alle ihr Möglichstes geben. Aber auch in anderen Bereichen, z.B. im (Einzel-)Handel, ist die Vorweihnachtszeit mit viel Stress verbunden. Und dann soll man (oder Frau) an Weihnachten auch noch ein leckeres Menü auf den Tisch bringen?

Die Werbeprospekte aller Supermärkte sind randvoll mit Angeboten aus ihren "De Luxe-" oder "Exquisit-"Linien. Auch vor Dessertkreationen in allen möglichen Variationen wird nicht zurückgeschreckt. Vor dem oben geschilderten Hintergrund ist die Versuchung groß... aber es muss nicht sein, denn ein selbst gemachtes Dessert muss nicht der riesengroße Aufwand sein.



Und genau hier setzt die Rettungstruppe an - eine kleine Gruppe FoodbloggerInnen, die sich auf Facebook gefunden hat und nun regelmäßig Lebensmittel vor der Lebensmittel-Industrie rettet. Denn selbst gemacht heißt nicht unbedingt viel Aufwand - aber auf jeden Fall Geschmack ohne Zusatzstoffe. Bei diesen Rezepten weiß man, was drin ist! Gegründet wurde die Gruppe vor über 4 Jahre von Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde - inzwischen hat ein "Führungswechsel" stattgefunden. Deswegen gilt der Dank heute Christine (aka Anna Antonia) und Ingrid (auchwas). Nicht zu vergessen die fleißigen Helferlein im Hintergrund, die uns hilfreiche Listen erstellen oder sich um die Pflege der Social Media-Kanäle kümmern.

Zurück zur Rettungsaktion: mein Mann hat einen Teil seiner Kindheit in Dänemark verbracht und ist daher stark mit den dänischen (Weihnachts-)Traditionen verbunden. Dazu gehören kulinarisch unter anderem auch Kransekager (habe ich eigentlich das Rezept dazu eigentlich mal veröffentlicht?) und eben Ris à l'amande (manche schreiben es auch Risalamande). Dieser cremige Reisbrei wird sehr oft an Weihnachten gekocht. Viele verstecken einen ganze Mandel darin - wer sie findet, der bekommt ein extra Geschenk (oft ist dies ein Marzipanschwein, das Glück bringen soll). Ich bin mir sicher, dass es in Dänemark Ris à l'amande als fertiges Produkt oder zumindest als Fix-Päckchen gibt. Aber so weit muss ich nicht gehen, denn wer kennt nicht den Milchreis, der bei uns immer beworben wird? Muss aber nicht sein, denn den Reisbrei kann man super einfach auch selbst herstellen.

Ich bin ja eine faule Socke und habe die Zubereitung des Milchreises meinem Thermomix überlassen. Selbstverstädnlich kann man den Reis auch ganz traditionell im Kochtopf zubereiten, dann heisst es aber Aufpassen und viel Rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Ich wollte zu dem Reis eigentlich gebratene Apfelspalten machen - da hat mein Mann allerdings sein Veto eingelegt und mir glaubhaft versichert, dass zum Ris à l'amande eine Kirschsauce gehört. Nun ist es aber so, dass a) zur Zeit keine Kirschen-Zeit ist, b) wir keinen Sauerkirschbaum besitzen, c) unser Süßkrischen-Baum noch jung ist und somit nicht genügende Kirschen abwirft, dass ich diese einmachen könnte und d) unser Obstdealer nicht mehr auf den Markt kommt. Aber ein kurzer Aufruf in unserem privaten Dorf-Netzwerk hat mir dann ein tolles Glas voll mit eingeweckten Kirschen eingebracht. An dieser Stelle einen lieben Dank an Inga dafür.

Genug geschwafelt, jetzt zum Rezept...



Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande
für 6-10 Portionen (je nach Größe des Glases/Schälchen)
1 1/2 EL Vanillezucker (vom selbst gemachten)
1 EL Butter
1 L Vollmilch
1 Prise Salz
250 g Milchreis
100 g Mandeln, gehackt + 1 ganze, geschälte Mandel
1 Glas Sauerkirschen
1-2 TL Speisestärke
1 kleines Geschenk (z.B. Marzipanschweinchen)
 
Vanillezucker und Butter in den Mixtopf geben und 4 Minuten auf Stufe 1/Varoma ohne Messbecher schmelzen lassen. Dann Milch und Salz zufügen. Mit Messbecher 7 1/2 Minuten auf Stufe 1/100 °C erhitzen. Nun Milchreis und  75 g Mandeln einfüllen. Alles mit Messbecher 30 Minuten auf Stufe 1-Linkslauf/90 °C garen. Danach in eine Schüssel umfüllen, nachquellen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Unter den abgekühlten Reis heben. In Gläser/Schälchen füllen und kalt stellen. In einem der Gläser die ganze Mandel versenken.

Kirschen in ein Sieb geben, dabei den Saft auffangen. Etwas Saft in ein Glas geben und mit der Speisestärke verrühren. Restlichen Saft erhitzen. Speisestärke unter Rühren zufügen und aufkochen lassen. Kirschen zufügen und alles abkühlen lassen.

Vor dem Servieren die Kirschen mit der Sauce auf den Reis geben und mit den restlichen Mandelstückchen bestreuen.



Wer keinen Milchreis mag und/oder ein anderes Dessertrezept sucht, der wird vielleicht bei den MitretterInnen fündig:

Anna Antonia - Buttermilch-Pannacotta 
Brittas Kochbuch - Vanilleeis mit gebrannten Mandeln 
Cakes Cookies an more - Weihnachts Crème brûlée 
Fliederbaum - Lebkuchen-Biskuitroulade 
Kleines Kuliversum - Weihnachtliches Apfel Quark Dessert 
lieberlecker - Meyer Lemon Baked Alaska 
our food creations - Dänisches Traditionsdessert: Ris à l'amande

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Rest-Adventszeit und viel Spass beim Nachkochen.

Samstag, 8. Dezember 2018

Kalender 2019

Die Kalender 2019 sind da - ganz frisch aus der Druckerpresse. Wie schon im letzten Jahr gibt es hier eine Zusammenfassung der Gerichte und die Links zu den Rezepten.

Mit dem Klick auf den Rezepttitel gelangt man direkt zum Rezept.



 Knuspriger Schweinebauch Asia Style (tba)





 Herzhafte F(r)ischläse-Törtchen (tba)

 Beeren-Pavlovas (tba)

 Tortellini-Salat mit Rucola, Tomaten & Mozzarella (tba)



 Hirschrücken in Salzkruste gegart mit Petersilienpüree und Wurzelgemüse (tba)




Dienstag, 6. November 2018

[Rettungsaktion] Alles mit Kürbis

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um den Kürbis widmen.]- vorsicht, langer Beitrag!

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiss, was es mit diesen Rettungsaktionen auf sich hat. Wenn nicht, dann eine kurze Zusammenfassung: eine kleine Gruppe von Facebook-Mitgliedern hat sich zusammen getan, um Lebensmittel vor der Lebensmittelindustrie zu retten - immer mehr Menschen können mit dem ursprünglichen Produkt nichts mehr anfangen und greifen auf diverse Convenince-Produkte oder Tütchen und Co zurück. Das muss nicht sein - und genau deswegen finden in (mehr oder weniger) regelmäßigen Abständen Rettungsaktionen statt. Wir bieten der Fertigfutter-Industrie Paroli!

Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Kürbis. Und Kürbis kann echt vielseitig sein. Das ist mir aufgefallen, als wir vor zwei Wochen in unserer Firma Gesundheitstag hatten und ich nach ein  oder zwei Gerichten für unser traditionelles Buffet gesucht habe - da fällt mir ein, dass ich unsere Sekretärin, die dabei immer das Zepter in der Hand hat, nach dem Rezept für ihren Kürbis-Karotten-Apfel-Salat und die Kürbis-Quiche fragen muss. Beides äußerst lecker! Ja, jedenfalls musste etwas neues, herbstliches her. Und da fielen mir die Päckchen mit Kürbismus ein, die in meinem Gefrierschrank schlummern. Ursprünglich für ein thüringisches Gericht namens "Kürbsmus" produziert, aber auch anderweitig wirklich vielseitig einsetzbar. Deswegen *tada*: mein Rezept für das Grundprodukt von vielseitigem Kürbismus - das thüringische Gericht wird es übrigens bestimmt auch irgendwann auf diesen Blog schaffen (sofern meine liebe Schwiegermutter das Rezept rausrückt), denn es ist Soulfood pur mit Speck, Hackfleisch, altbackenen Brötchen, Ei und Käse (wenn ich mich richtig erinnere).

Vielseitiges Kürbismus
(super einfaches Rezept, besteht aus genau einer Zutat)

Hokkaido-Kürbis, gewaschen, entkernt und in grobe Stücke geschnitten

Ganz bewusst ohne Mengenangaben, ich bereite das Mus immer auf Vorrat zu und friere es portionsweise ein - so habe ich immer fertiges Mus zur Hand, das ich nur auftauen muss...

Kürbisstücke im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Umluft) ca. 30 Minuten garen - die Garzeit hängt stark von der Größe der Kürbisstücke ab.

Abkühlen lassen, grob mit einer Gabel zermanschen und  portionsweise einfrieren (bei mir normalerweise in 250-500 g-Portionen. Dank der recht trockenen Konsistenz funktioniert das in, zu flachen Päckchen gedrückten, Gefrierbeuteln recht gut.)








Häää, das war's? Nicht einmal ein Foto? Nein, das war noch nicht alles.




Ich möchte Euch ja zeigen, wie vielseitig das Kürbismus wirklich ist. Also habe ich das Mus ein bisschen weiter verarbeitet, zum Beispiel zu Kürbisbrot. Das Brot ist im Prinzip eine Adaption von meinem Kartoffelbrot. Das verwendete Kürbismehl habe ich beim Hofladentag im Zellertal entdeckt und von einer kleinen Ölmühle in Wachenheim erstanden.


Kürbisbrot

10 g Frischhefe
10 g Stein-oder Meersalz
100 ml Wasser
170 g Kürbismus
1 TL Honig
550 g Mehl  (moi: 200 g Dinkelvollkornmehl und 350 g Dinkelmehl Type 630)
50 g Kürbismehl (wer das nicht bekommt, durch 50 g Dinkelvollkornmehl ersetzten)
300 ml Wasser
Kürbiskerne (Menge nach Wunsch - moi: eine knappe Handvoll)
etwas Butter zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken

Zunächst einmal muss man die Salz-Hefe-Lösung aus der Frischhefe, Wasser und Salz herstellen. Sie soll mindestens 1, maximal 48 Stunden reifen. Meine hatte etwa 2 Stunden Zeit.

Dann die ausgereifte Salz-Hefe-Lösung in den  Mixtopf des Thermomix gießen, das Kürbismus und den Honig dazu geben. Den Mixi 5 Sekunden auf Stufe 7 drehen lassen. Jetzt Vollkornmehl und helles Mehl einwiegen. Außerdem das Wasser, Kürbismehl und Kürbiskerne zufügen. Den Teig 3 Minuten auf Teigstufe kneten lassen. Wer keinen Thermomix oder ähnliche Küchenmaschine zum Kneten von schweren Teigen besitzt, kann das Ganz auch mit der Hand kneten. Ist halt aufwendiger...

Nun muss der Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen. Dabei sollte er sein Volumen verdoppeln.

Nun kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und kann mit einem Spatel bearbeitet werden, bis man eine schöne, geschmeidige Kugel hat. Einen gusseisernen Bräter einfetten und mit Haferflocken ausstreuen. Leider besitze ich keinen entsprechenden Bräter, so dass ich einfach meinen Ultra von Tupper verwendet habe. Nun muss man die recht weiche Teigkugel noch in den Bräter verfrachten, Deckel drauf und ab damit in den kalten Backofen. Den Backofen auf 200 °C (ich habe Umluft gewählt, da im Original-Rezept keine Angaben diesbezüglich zu finden waren) einstellen. Nach 55 Minuten den Deckel abnehmen und das Brot weitere 10 Minuten backen (weitere 5 Minuten würden dem Brot auch nicht schaden).

Nach dem Backvorgang habe ich das Brot aus der Form genommen und noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen, bevor es dann ganz abkühlen durfte.



Aber Brot ohne Aufstrich? Das geht definitiv nicht. Um Abhilfe zu schaffen gibt es auch gleich ein Rezept für den passenden Belag:



Kürbis-Kichererbsen-Aufstrich mit Trauben

1 kl. Dose Kichererbsen (265 g Abtropfgewicht)
250 g Kürbispüree
1 kleine, rote Zwiebel, fein gewürfelt
1 Stängel Stangensellerie, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
200 g Schmand
1 EL grober Senf
1/2 Bund Petersilie, gehackt
250 g Trauben, halbiert
Kürbis-/Sonnenblumenkerne
Salz & Pfeffer

Kichererbsen abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken. Kürbispüree, Zwiebel, Sellerie, Knoblauch, Schmand und Senf zufügen. Alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt Petersilie, Trauben und Kerne unterheben.

Gekühlt mit Brot (oder Brötchen) servieren.




Und zum Abschluss noch was Süßes zum Kaffee... eigentlich sollte die Creme als Topping auf die Gugels - aber sie ist trotz langer Kühlung nicht wieder fest geworden. Macht nichts, hat auch als etwas flüssigerere Variante zu den Gugels lecker geschmeckt. Man muss den Gästen ja nicht verraten, dass das so gar nicht geplant war...


Kürbis-Orangen-Gugels mit Orangencreme und Kürbiskrokant
für ca. 14-16 mittlere Gugels

2 Eier
75 g Zucker
1 TL Vanillezucker, vom selbst gemachten
100 ml Orangensaft, frisch gepresst
100 ml Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
125 g Kürbismus, fein püriert
175 g Dinkelmehl Type 630
50 g gemahlene Mandeln
Abrieb von 1/2 Bio-Orange
1 geh. TL Backpulver

Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Zuerst Orangensaft und Öl, dann die restlichen Zutaten unterrühren. 

Teig in kleine Gugel-Formen füllen (max. 3/4 voll). Meine sind aus Silikon und deswegen kann ich mir das Fetten sparen. Wer keine Gugel-Formen hat, der kann auch Muffin-Formen nutzen - dann wird der Teig aber vermutlich nicht für die gleiche Anzahl ausreichen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!)

Aus der Form nehmen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Orangencreme und Kürbiskrokant herstellen.

Orangencreme

150 ml Orangensaft (frisch gepresst)
Zucker (leider habe ich vergessen, wie viel genau es war - ich glaube 50 g - das kommt davon, wenn man gleich alles in den Rechner tippt!)
Abrieb von 1/2 Orange
250 g Frischkäse (Doppelrahm)

Orangensaft mit dem Zucker vermengen und in einem kleinen Topf auf die Hälfte einreduzieren. Abkühlen lassen. Orangenreduktion (oder soll ich es Orangensirup nennen?) mit dem Frischkäse und Orangenabrieb verrühren. Wem die Creme nicht süß genug ist rührt einfach noch etwas Puderzucker unter.

Kürbiskrokant

1-2 EL Zucker
eine kleine handvoll Kürbiskerne

Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen. Kürbiskerne zufügen und alles karamellisieren lassen. Abkühlen lassen, dann mit einem Messer grob hacken.




Zuletzt wollte ich Euch noch ein Rezept für Pumpkin Spice Latte präsentieren - nur der hat mir so gar nicht geschmeckt, deswegen habe ich darauf verzichtet. Drei, nein vier Rezepte in einem Posting sind ja auch genug, oder?


Und falls es jetzt doch noch jemanden gibt, der so gar nichts mit Kürbis anfangen kann, hier noch ein paar Kürbis-Rezepte von meinem Blog:


Und wer jetzt noch mehr Inspiration zum Thema Kürbis braucht - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen (es lohnt sich, dort vorbei zu schauen, lauter leckere Rezepte)

auchwas - Kürbis süß-sauer 
Brigittas Kulinarium - Kürbisravioli aus Kartoffelteig 
Brittas Kochbuch - Kürbisrisotto 
Cakes Cookies an more - Mac and Cheese mit Kürbis 
CorumBlog 2.0 - Kürbis-Konfitüre 
Das Mädel vom Land - Wickelknödel mit Kürbis und Pilzen 
evchenkocht - Kürbis-Cannelloni 
Fliederbaum - Kürbis-Kartoffel-Gratin 
genial-lecker - Kürbis-Möhren-Quiche 
lieberlecker - Kürbis Vermicelles 
our food creations - Vielseitiges Kürbismus 
Pane-Bistecca - Kürbis Prussien 
Unser Meating - Kürbis-Käse-Suppe 


Last but not least noch ein paar Danksagungen:

Besonderen Dank an Christine Blickle (aka Anna Antonia), die die Rettungstruppe seit dem Rücktritt der Gründerinnen Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde leitet. Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen. Zu verdanken haben wir die heutige Rettungsaktion übrigens der lieben Ingrid von auchwas.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Alle lieben Pasta [Blogevent Oktober]

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Nudelgerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesem Thema widmen]

Heute ist zufälligerweise Weltnudel- bzw. Weltpastatag. Super, dann gibt es heute eben Pasta, denn ich liebe Pasta... Tastesheriff übrigens auch. Auch diesen Monat gibt es wieder ein Pasta-Event. Im Oktober wünscht sich Clara Pasta mit Fleisch. Bei ihr gab es One Pot Pasta mit Salsiccia.  Ich habe mich für Pasta mit Speck und Pfifferlingen entschieden. Für mich ein richtig leckeres und vor allem schnell gemachtes Essen.



Pasta mit Speck und Pfifferlingen
für 2 Portionen

300 g frische Pasta (z.B. Tagliatelle)
250 g Speck, in Streifen geschnitten
250 g Pfifferlinge, geputzt
1 EL Butterschmalz
200 ml Sahne
Salz und Pfeffer
Petersilie, gehackt
frisch geriebener Parmesan

In einem großen Topf Wasser erhitzen. Speck in eine Pfanne geben und ohne Fettzugabe auslassen. Herausnehmen und zur Seite stellen. Butterschmalz in die Pfanne geben, erhitzen, Pfifferlinge zufügen und 3-4 Minuten braten. Dann Speck wieder zufügen, Sahne angießen und alles bei mittlerer Hitze 4 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Wasser salzen und die Nudeln al dente kochen - Frischnudeln benötigen nur 3-4 Minuten! Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dabei mit dem Salz vorsichtig sein, der Speck würzt schon recht kräftig. Pasta abgießen und tropfnass mit der Sauce vermengen. Auf Teller verteilen. Mit Petersilie und frisch geriebenem Parmesan bestreuen.


Dienstag, 9. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 3

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]

Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss. Und aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei...

Deswegen ganz aktuell noch ein Kartoffel-Gemüse-Eintopf.



Kartoffel-Gemüse-Eintopf 
für 4-6 Portionen

1 kg Kartoffeln, geschält und gewürfelt
5 Karotten, geschält und in Scheiben geschnitten
1 Süßkartoffel, geschält und in Stücke geschnitten
2 EL Suppengrundstock (alternativ gekörnte Brühe)
1 TL Pimenton de la Vera dulche (süßes, geräuchertes Paprikapulver)
1 Lorbeerblatt 
400 g geräucherter Putenschinken, gewürfelt
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz und Pfeffer 
2 EL Butter
8 Scheiben Roggenbrot, gewürfelt
200 g Schmand
Petersilie und/oder Schnittlauch zum Garnieren

Kartoffel-, Karotten- und Süßkartoffelstücke in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Zum Kochen bringen, dann Suppengrundstock, Pimenton de la vera und Lorbeer zufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Putenschinken in der Suppe kurz erwärmen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin abraten - im Badischen nennen wir das Ergebnis übrigens Kracherle...

Suppe mit Schmand, Kracherle und etwas gehackter Petersilie oder Schnittlauch servieren.


Montag, 8. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 2

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]


Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss. Hier kommt nun der 2. Streich...

Wie in meinem Post der Kraut-Fleckerl erwähnt, haben wir auf dem Markt schönes, frisches Rehgulasch aus heimischer Jagd erstanden. Und das musste mit liebem Besuch von Usedom verkocht und verbloggt werden... Wer nicht in der luxeriösen Lage ist und keinen Jäger und Wildhändler auf dem Wochenmarkt hat, die regionalen Forstämter haben in der Regel Adressen von Jägern, die Wild zum Verkauf anbieten.

Wildes Kürbis-Gulasch vom Reh
für 6-8 Portionen

2 EL Butterschmalz
1 kg Rehgulasch (bevorzugt aus heimischer Jagd) 
2 große Metzger- oder Gemüsezwiebeln, in Würfel geschnitten
3-4 EL Tomatenmark
1/2 Knolle Knoblauch, geschält und in feine Würfel geschnitten
1 Glas trockener Weißwein 
2-3 Lorbeerblätter
5 Piment-Körner
2-3 EL Suppengrundstock, alternativ gekörnte Brühe o.ä. 
1 (großer) Hokkaido-Kürbis, gewaschen, entkernt und in grobe Würfel geschnitten
Paprikapulver, edelsüß
Zucker
Salz und Pfeffer

Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin portionsweise anbraten. Herausnehmen und warm halten. Dann im gleichen Topf die Zwiebeln anschwitzen. Tomatenmark und Knoblauch zufügen, alles kurz anrösten. Mit Weißwein ablöschen. Flüssigkeit unter Rühren vollständig verdampfen lassen. Dann 1 Liter Wasser, Lorbeerblätter, Piment, Suppengrundstock und Fleisch zufügen. Aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Danach Kürbiswürfel zufügen und weitere 30 Minuten sanft kochen. Vor dem Servieren mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Beilage gab es Süßkartoffelstampf aus dem Ofen (Rezept weiter unten)


Süßkartoffelstampf aus dem Ofen

2 kg Süßkartoffeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1/2 Knolle Knoblauch, angedrückt und geschält
3 EL Pflenzenöl (ich: Mischung aus Oliven-und Rapskernöl)
75 g Butter
2 EL Suppengrundstock, alternativ gekörnte Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer

Süßkartoffelwürfel und Knoblauch mit dem Öl vermengen. Auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Umluft) 30 Minuten garen. In eine hitzebeständige Schüssel (alternativ Topf) umfüllen. Butter in Stückchen zufügen und mit einem Topfbesen (oder Kartoffelstampfer) zu einem Stampf verarbeiten - es dürfen dabei kleine Stückchen darin verbleiben. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.


Freitag, 5. Oktober 2018

Herbstgenuss [Blogevent] - Teil 1

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich dem Thema Herbstgenuss widmen]  

Die giftigeblonde Sina und The Apricot Lady Christine haben zu einem neuen Blogevent aufgerufen - passend zur Jahreszeit Herbstgenuss.



Im Moment gibt es Gemüse im Überfluss - an den Ständen beim Wochenmarkt leuchtet es in allen Farben und man kann sich kaum entscheiden, welches Gemüse denn nun im Körbchen und damit auf den Tisch landet. Bei mir waren es Spitzkohl, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Karotten - plus ein bisschen Schnittlauch und Petersilie. Einen schönen Kürbis hatten wir vor kurzem von Freunden geschenkt bekommen und stand daher nicht auf der Einkaufsliste. Dafür aber 1 kg feinstes Rehgulasch vom Wild-Dealer des Vertrauens.

Heute gab es Kraut-Fleckerl, die sind für mich ideales Feierabendessen weil sie super schnell gemacht sind. 


Kraut-Fleckerl
für 3-4 Portionen

250 g Lasagne-Platten
2 EL Butterschmalz
1 Zwiebel, gewürfelt
1 TL Zucker
250 g Speck oder Schinkenspeck, gewürfelt
1 kleiner Spitzkohl (500 g geputzt und in grobe Stücke geschnitten)
Kümmel, gemahlen
Salz und Pfeffer
200 g Schmand 
etwas Schnittlauch zum Garnieren

Lasagneplatten in grobe Stücke brechen und in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Dann in ein Sieb geben und mit gut mit Wasser abspülen damit die Nudeln nicht zusammenkleben.

Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin zusammen mit dem Zucker bei nicht zu großer Hitze anschwitzen - sie sollen dabei glasig werden und keine Röstaromen bilden. Dann Speck/Schinkenspeck und Spitzkohl zufügen. Alles anbraten. Suppengrundstock und etwas Wasser dazu geben, gut verrühren und zugedeckt etwa 5 Minuten dünsten. Dann Nudelstücke (Fleckerl) unterheben und kurz erhitzen. Mit Kümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Schmand und Schnittlauch servieren.


Dienstag, 2. Oktober 2018

Rettungsaktion - O'zapft is

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute dem Thema Oktoberfest-Spezialitäten widmen] 

Nachdem ich bei der August-Aktion zur Rettung von Blechkuchen ausgesetzt hatte, bin ich dieses Mal wieder dabei. Und was passt zur Zeit besser als das Thema "Oktoberfest"?


Wenn ich mir im Moment die Werbeprospekte der Supermärkte anschaue, dann werden neben (viel zu kurzen) Dirndel und kunstledernen Hosen auch fix-und-fertig-Haxn, -Schnitzel, -Knödel, -Obazda und was weiss ich was alles angeboten. Einfach gruselig. Mit vielen E's, Zusatz- und Konservierungsstoffen. Dabei lassen sich die meisten Sachen ohne viel Aufwand selbst herstellen. Braucht man wirklich ein Fix-Produkt? Nein!

Zurück zum Oktoberfest bzw. Wiesn: um ganz ehrlich zu sein, bisher habe ich es ganau 1x auf's Oktoberfest nach München geschafft. Dabei wohnen die Schwägerin und der Schwager in Steinwurfweite zur Theresienwiese. Ich weiss noch, dass es mir damals gesundheitlich nicht ganz so gut ging und ich außer einem (Bierkrug-voll!) Apfelsaftschorle nichts zu mir genommen habe. Aber das Essensangebot hatte ich genaustens studiert: Riesenbrezn, Fleischpflanzerl, Steckerlfisch, Ente mit Blaukraut und Knödeln, Weißwürste, Fischsemmeln (auf die steht mein Mann - angeblich die beste Grundlage für den Biergenuss), Ochsenfleisch, Leberkas-Semmeln, Obazda, Brathendl unsd für die Süßschnäbel: verzierte Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln und Dampfnudeln. Irgendwo gb es auch Haxen, an deren Beilagen ich mich aber nicht erinnern kann. Jedenfalls alles sakrisch teuer, aber ein wirklich großes Angebot.

Ich habe mich bei dieser Rettungsaktion für (mehr oder weniger) Finger-Food entschieden und Mini-Versionen von diversen Schmankerln gemacht. Basis dafür ist bei mir eine Brezn-Knödel-Masse.Die Brezn waren bei diversen Dorffesten hier im Ort übrig und da ich absolut gegen Verschwendung von Lebensmitteln bin, habe ich sie eingesammelt, klein geschnitten und getrocknet. Eigentlich sollten sie in kleiner Runde im Zuges eines Knödel-Events verspeist werden. Nun war das Wetter bisher aber einfach zu warm und die Menge an getrockneten Berzn-Stücken zu groß. Ich habe für diese Rettungsaktion bisher erst etwa 1/3 bis 1/4 meiner Vorräte aufgebrauch. Falls also noch jemand eine Idee für deren Verwendung hat, nur her damit!

Wiesn-Tapas - kurz Wipas

 



Grundmasse Brezn-Knödel

750 g getrocknete Brezn, in kleine Stücke geschnitten
1,5 L Milch
1 Metzgerzwiebel, fein gewürfelt
2 EL Butter
6 Eier
1 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz und Pfeffer

Milch erhitzen und über die trockenen Brezn-Stücke gießen. Abgedeckt etwa eine Stunde quellen lassen, dabei gelegentlich umrühren. In der Zwischenzeit die Zwiebelwürfel in der Butter glasig andünsten. Abgekühlte Zwiebeln, Eier und Petersilie unter die Ködelmasse mengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse ist recht feucht, kann nicht einfach für Semmelknödel verwendet werden.

Aber: die Masse kann gebacken (siehe Rezept herzhafte Cupcakes) oder zu Serviettenknödeln verarbeitet werden. Ich nutze dafür allerdings keine Serviette (oder Geschirrtuch) sondern gare sie in Frischhalte- und Alufolie.

Dafür ein großzügiges Stück Frischhaltefolie (darauf achten, dass diese erhitzbar ist - zB. Mikrowellenfolie) zuschneiden. Knödelmasse darauf geben und wie ein Bonbon einwickeln, dabei die Enden einzwirbeln. Alles zusätzlich in Alufolie packen. Ich habe aus der Masse (abzüglich der 12 Muffins) 5 Rollen mit ca. 5 cm Durchmesse und etwa 20 cm Länge bekommen.

Nun kann man die Rollen entweder im Dampfgarer (30 Minuten bei 100 °C) oder in einem Topf mit leicht siedendem Wasser (ebenfalls ca. 30 Minuten) garen lassen.






Herzhafte Cupcakes
für 12 Stück

In 12 gefettete Muffin-Förmchen Brezn-Knödel-Masse (Zutaten siehe oben) füllen und im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Umluft) ca. 35 Minuten backen. Abkühlen lassen und aus der Form lösen.

Obazda-Frosting

200 g Camembert oder Brie
300 g Frischkäse (Doppelrahm)
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt (ich: 3 Frühlingszwiebeln)
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Kümmel gemahlen (Obacht, nicht zuviel nehmen, schmeckt ziemlich vor)
Salz und Pfeffer
 Radieschen, Kresse und Frühlingszwiebel zur Deko

Camembert klein würfeln (oder zupfen), mit Frischkäse und Zwiebelwürfeln recht glatt rühren. Mit Paprikapulver, Kümmel, Salz und Pfeffer würzen. Kalt stellen.

Radieschen waschen und in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebel in feine Röllchen schneiden.

Abgekühlte Brezn-Muffins in Papierförmchen setzen. Obazda-Frosting in einen Spritzbeutel geben und auf die Muffins spritzen. Mit Radieschenscheiben, Kresse und Zwiebelröllchen ausdekorieren.

Wer den oben erwähnten Doppelrahm-Frischkäse verwendet, der kann die Masse tatsächlich auf die Cupcakes spritzen. Ich habe versehentlich beim Einkauf zu der leichteren Version mit Buttermilch gegriffen und mich gewundert, weshalb die Masse so flüssig war - echt peinlich!



Kleine Fleischpflanzerl-Burger
für 12 Stück

250 g gemischtes Hackfleisch (ich: Putenhack)
1 Ei
1 EL mittelscharfer Senf
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
Semmelbrösel
Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Butterschmalz zum Braten 

24 Scheiben Brezn-Knödel (Rezept weiter oben)
etwas Butter zum Anbraten
etwas Senf
kleine Salatblätter
Radieschen in Scheiben
sauer eingelegte Gurken, in Scheiben geschnitten

Hack, Ei, Senf und Frühlingszwiebeln vermengen. Semmelbrösel zufügen. Masse mit Salz und Pfeffer würzen. Kleine Pflanzerl formen und von beiden Seiten in heißem Butterschmalz braten. 

Knödelscheiben in Butter anbraten. Die Hälfte der Scheiben mit etwas Senf bestreichen. Mit Salatblättern, Fleischpflanzerln, Gurken- und Radieschenscheiben belegen. Zuletzt mit den übrigen Knödelscheiben abdecken. 

Die Türmchen waren bei mir etwas instabil, so dass ich die "Burger" mit Spießen gesichert habe.



Weißwurst-Häppchen
für 18 Stück

18 Scheiben Brezn-Knödel
etwas Butter zum Anbraten
6 Weißwürste
1 EL süßer Senf
2 EL Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
1 EL weißer Balsamico-Essig
Salz und Pfeffer
Radieschen, gewürfelt
etwas Petersilie und Kresse zur Dekoration

Marinade aus Senf, Öl und Essig in einer nicht zu kleinen Schüssel herstellen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Weißwürste in heißes Wasser legen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Danach pellen und jeweils in 3 Stücke schneiden. Zusammen mit den Radieschenscheiben in die Marinade geben und 10 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Knödelscheiben in etwas Butter anbraten. Danach auf die Scheiben jeweils ein Petersilienblatt, ein Stück Weißwurst und eine Radieschenscheibe legen. Mit Spießchen fixieren und mit etwas Kresse bestreuen.




Leberkas-Schnittchen
für 12 Stück

4 Scheiben Leberkäse
12 Scheiben Brezn-Knödel
etwas Butter zum Anbraten
etwas süßer Senf
Radieschen, fein gewürfelt oder in Stifte geschnitten
etwas Kresse

Aus dem Leberkäse mit Hilfe eines Plätzchen-Ausstechers kleine, runde Stücke ausstechen. Zusammen mit den Knödelscheiben in etwas Butter anbraten. Aufeinander setzten, etwas Senf darauf geben, mit Radieschen und Kresse garnieren.


***

Bevor es zu den Rezepten der MitretterInnen geht, einen ganz besonderen Dank an Christine Blickle (aka Anna Antonia), die die Rettungstruppe seit dem Rücktritt der Gründerinnen Susi Turbohausfrau und Sina Giftigeblonde leitet. Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen.

Und wer jetzt noch mehr Lust auf Wiesn-Spezialitäten hat, hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

auchwas - Haxen mit Kraut 
Cakes, Cookies and more -  Semmelknödel mit Pilzrahmsauce
CorumBlog 2.0 - Schnitzel mit Kartoffelsalat 
Das Mädel vom Land - Vegetarische Wies'n-Jause  
  Katha kocht! - Obazda “Light” 
lieberlecker - Weisswurst Salat 
Turbohausfrau - Obazda



Montag, 25. Juni 2018

Alle lieben Pasta [Blogevent]

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Nudelsalaten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich diesem Thema widmen]

Bei Tastesheriff gibt es jeden Monat ein Blogevent zum Thema Pasta. Genau mein Ding, denn ich bin regelrecht pastasüchtig, seit ich mir einen Pastamaker zugelegt habe und nun wird hier oft und kräftig genudelt.

Auch für dieses Rezept habe ich die Nudeln selbst gemacht. Jedoch nicht jeder verfügt über so ein Pastamaschinchen - alternativ kann man dann 250 g getrocknete Pasta nach Wahl (z.B. Gabelspaghetti oder Rigatoni) verwenden.

Was die Kräuter betrifft: am schönsten sind hier natürlich Kräuter mit Zitrus-Aroma, wie Zitronenmelisse, Verbene und Zitronenthymian. Ich habe das Glück, dass Melisse und Thymian in meinem Garten en Masse wachsen und auch die Zitronenverbene fleißig in ihrem Kübel wächst. Prinzipiell kann man jedoch auch andere Gartenkräuter wie Petersilie und Schnittlauch verwenden.


Nudelsalat mit Erbsen und Kräuter-Zitrus-Dressing
für 4 Personen

300 g (TK-)Erbsen
200 g Zuckererbsen (Mange-tout), in Rauten geschnitten
300 g frische Pasta (moi: kurze Bucatini) - alternativ 250 g getrocknete Pasta nach Wahl

Dressing
100 ml Orangensaft
3 EL Sweet-Chili-Scauce
6 EL Raps- oder Olivenöl
3 EL Zitronenessig
Abrieb und Saft von einer unbehandelten Zitrone
1 Handvoll gehackte Kräuter (moi: Zitronenmelisse, -Verbene, -Thymian, Petersilie & Schnittlauch) 
Salz und Pfeffer

Salzwasser in einen Topf aufkochen, dann zuerst die TK-Erbsen hineingeben. Zugedeckt etwa eine Minute köcheln lassen, dann die Zuckererbsen zufügen. Weitere 4-5 Minuten köcheln lassen, dann abgießen und kalt abschrecken. Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass die Meisten getrocknete Pasta verwenden... also Nudeln nach Packungsangabe bissfest kochen, abgießen und ebenfalls abschrecken. Dressing anrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Zusammen mit den Erbsen und Nudeln in eine große Schüssel geben. Gut vermengen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 



Mittwoch, 20. Juni 2018

Wir retten was zu retten ist - Pasta e basta!

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Pastagerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute diesem Thema widmen]

Juhu, eine neue Rettungsaktion - die Themen fallen einem ja regelrecht in den Mund. Heute widmen wir uns Nudeln/Pasta... da hat die Fertigfutterindustrie ja wirklich viel zu bieten. Bitte entschuldigt die Wortwahl, aber wenn ich so durch einen Supermarkt/Discounter oder sogar den Bio-Laden gehe, dann stechen gerade diese Produkte ins Auge. Nudeln und Pasta sind allgegenwärtig Sei es als Fix für..., Instant-Nudel, TK-Produkt oder Fertiggericht für die Mikrowelle. Ich kann immer wieder nur den Kopf schütteln, denn gerade Nudel-/Pastagerichte sind in aller Regel schnell und einfach selbst gemacht. Und dazu braucht man kein Tütchen, Pülverchen oder ähnliches. Und genau das wollen wir hier mit unserer Aktion zeigen.


Ich möchte Euch dazu eine kleine Geschichte erzählen: ich bin vor ein paar Tagen ziemlich gestresst nach Hause gekommen und habe zusätzlich richtig Frust geschoben, weil an dem Tag so ziemlich alles schief gelaufen ist, was schief laufen kann. Erst Überstunden in der Firma, dann Stau auf dem Rückweg (inclusive einer gesperrten Autobahnabfahrt). Die Schlage an der Kasse im Supermarkt ewig lang. Zu Hause angekommen ist mir direkt eine Flasche Wein zerbrochen, so dass ich erst einmal das Treppenhaus putzen konnte. So ging es dann weiter...

In solchen Fällen hilft bei mir kochen - und essen. Kurz entschlossen habe ich mir Pasta gemacht. Innerhalb von 25 Minuten stand ein Teller dampfender Nudeln vor mir und ich war wieder glücklich und zufrieden mit meinem Leben.

Nun bin ich in der glücklichen Lage, dass ich einen Pastamaker besitze. Da kommen oben die Zutaten 250 g Dinkelmehi Type 630, 1 Ei, 1 EL gutes Olivenöl und mit so viel Wasser auffüllen, dass man auf 95 g Flüssigkeit kommt) für die Nudeln rein und kurze Zeit später kommen vorne die fertigen und frischen Nudeln raus. Wer kein solches Maschienchen besitzt und die Herstellung der Teigwaren zu aufwändig ist, der kann natürlich auch gekaufte Nudeln verwenden.




Spaghetti alla carbonara
für 2 Portionen

250-300 g Spaghetti
100 g Pancetta, in feine Streifen geschnitten (alternativ durchwachsener Bauchspeck)
etwas Butter oder Olivenöl
3 Eier (möglichst dem Huhn unterm Bobbes weggeklaut)
100 g Pasmesan oder Pecorino, fein gerieben
Salz und Pfeffer


Spaghetti nach Packungsangabe al dente garen. In der Zwischenzeit den Pancetta/Speck einer Pfanne mit etwas Butter oder Olivenöl auslassen. Eier mit dem Käse vermengen. Pasta abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Nudeln und etwas Kochwasser zum Speck in die Pfanne geben. Mit der Ei-Käse-Masse begießen, gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach schnell auf Teller verteilen und genießen.



Das war jetzt aber nur eine Kurzgeschichte, denn eigentlich wollte ich Euch Pasta alla bologna vorstellen und ans Herz legen. Dafür braucht man allerding etwas mehr Zeit. Denn die schnelle Tomaten-Hackfleisch-Sauce, die wir unter dem Begriff kennen, kann sich nicht mit einem langsam geschmorten Ragù alla bologna nicht messen.

Und um es gleich mal zu sagen: Spaghetti Bolognese gibt es nicht - oder wie die Italiener sagen "Gli spaghetti bolognese non esistono“. Punkt. Denn Italiener würden ihr Ragù alla bologna, wie die sämige Sauce im Original heisst, niemals mit Spaghetti essen. Daran bleibt die Sauce nicht kleben. Besser geeignet sind dafür Tagliatelle, den flachen Bandnudeln mit Ei aus der Emilia Romagna. Denn diese Erfahrung hat bestimmt schon jeder gemacht, der schon einmal Spaghetti Bolognese gegessen hat: die Nudeln sind weg und die Sauce noch im Teller. Auch zur Zubereitung von Lasagne al Forno wird das Ragù verwendet. Ein weiteres Märchen: man könnte ein Ragù alla bologna in 20-30 Minuten zubereiten - das Geheimnis der perfekten Sauce ist Geduld, denn wenn das Ragù gut werden soll, dann muss es mindestens 2-3, besser noch 7 Stunden köcheln.

Aber wie wird denn nun das perfekte Ragù gemacht? Die Italiener kennen die Antwort: "So, wie es die Mamma macht!". Nun habe ich aber keine italienische Mamma, die ich fragen könnte, deswegen habe ich mich in den Weiten des www auf die Suche gemacht. Und habe das (angebliche?) Original-Rezept entdeckt, das 1982  bei der Accademia Italiana Della Cucina, die die traditionelle italienische Küche und Lebensart schützen möchte, hinterlegt wurde. Angeblich mit Fragezeichen, weil wenn man 1000 Italiener nach dem perfekten Original-Rezept frägt, dann bekommt man 1000 Rezepte. Ich denke also, dass eine leichte Variation des ober erwähnten Rezeptes in Ordnung ist, zumal dieses zwischenzeitlich wohl bereits abgeändert wurde.

Die zweite Voraussetzung für das perfekte Ragù sind frische, hochwertige Zutaten. Nun wird sich so mancher wundern, weil ich Dosentomaten in der Zutatenliste habe - ganz einfach: die meisten, käuflich zu erwerbenden Tomaten, sind geschmacklich einfach nicht intensiv genug. Im Hochsommer, wenn meine eigenen Tomaten Früchte tragen, würde ich natürlich diese bevorzugen, aber im Moment blühen sie erst noch...

Nun gut, Exkurs beendet und jetzt können wir uns auf's Kochen konzentrieren, oder? Das folgende Rezept entspricht nicht ganz dem "Original", kommt ihm aber sehr nahe.


Ragù alla bologna
reicht für mindestens 8 Personen

880 g frische, aromatische Tomaten, grob in Stücke geschnitten
2 kl. Dosen geschälte Tomaten (à 400 g)
70 g Tomatenmark
110 g getrocknete Tomaten
600 g Pancetta (ersatzweise Bauchspeck)
1,8 kg mageres Rindfleisch (moi: falsches Filet)
250 g Stangensellerie, fein gewürfelt
400 g Karotten, ebenfalls fein gewürfelt
250 g Zwiebeln, fein gewürfelt
4 EL Butterschmalz
500 ml trockener Rotwein
2 Lorbeerblätter
Suppengrundstock
Salz und Pfeffer
500 ml Milch
ggf. etwas Rinderfond
Petersilie und frisch geriebenen Parmesan zum Garnieren

Tomatenmark, frische, getrocknete sowie Dosentomaten mit einem Blender/Küchenmaschine pürieren. Pancetta, Fleisch und das Gemüse (getrennt) in feine Würfel schneiden. In einen großen Bräter und eine große Pfanne jeweils 2 EL Butterschmalz geben und erhitzen. Im Bräter zunächst den Pancetta auslassen, während die Zwiebelwürfel in der Pfanne angeschwitzt werden. Anschließend die Sellerie- und Karottenwürfel zufügen. Alles ca. 30 Minuten sanft dünsten lassen. In der Zwischenzeit gibt man das Rindfleisch zum Pancetta und brät dieses kräftig an. Mit Rotweis ablöschen und diesen einkochen lassen. Anschließend den pürierten Tomatenmix sowie die Gemüsewürfel und die Lorbeerblätter in den Bräter geben. Alles einmal gut aufkochen. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer nicht zu kräftig würzen. Deckel auf den Bräter setzen und im vorgeheizten Backofen bei 150 °C 6-7 Stunden schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Nach 5 Stunden die Milch unterrühren. Sollte das Ragù während des Garens zu dick einkochen, einfach etwas Rinderfond zufügen. Vor dem Servieren das Ragù mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Während das Ragù im Ofen vor sich hingart könnt Ihr Euch an die frischen Tagliatelle machen.


Frische Tagliatelle
Zutaten pro Person

100-120 g Mehl (moi: Dinkelmehl Type 630)
1 Ei
10 g Wasser
1 TL Olivenöl

100 g Mehl (oder ein vielfaches davon) mit dem Ei, Wasser und Olivenöl zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sollte der Teig zu stark kleben, mehr Mehl zufügen. Die zusätzlich benötigte Menge an Mehl hängt stark von der verwendeten Größe der Eier ab. Den Teig mindestens 5 Minuten kneten, dann in Frischhaltefolie wickeln und an einem kühlen Ort etwa eine Stunde ruhen lassen. Danach den Teig portioieren, flach drücken und mit Hilfe einer Nudelmaschine (elektrisch oder handbetrieben) zunächst in Platten walzen. Dabei mit der dicksten Stärke anfangen und den Teig immer dünner walzen. Danach die Teigbahnen durch die Walze für Tagliatelle laufen lassen. So erhält man perfekte Tagliatelle. 

Wenn das Ragù fertig gekocht ist, die Tagliatelle in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Bei frischer Pasta kann das sehr schnell gehen, also immer wieder probieren. Danach durch ein Sieb abgießen und mit Ragù vermengen. Mit frisch geriebenem Parmesan und Petersilie servieren. 

Buon appetito!

Bevor es zu den Rezepten der MitretterInnen geht, einen ganz besonderen Dank an
Susi Turbohausfrau, die wegen dem Ausscheiden der 2. Gründerin der Rettungstruppe Sina Giftigeblonde, nun durch Christine Blickle (aka Anna Antonia) unterstützt wird.
Außerdem danke an alle fleißigen Helfer im Hintergrund, die unter anderem alle möglichen Kanäle der Social Media mit Infos zu unseren Rettungen füttern oder uns Hilfs-Dateien mit den Links der MitretterInnen zur Verfügung stellen.
Zuletzt ein Dankeschön an alle, die mir in den letzten Tagen (besonders am Montag) Mut gemacht haben, hier mitzuretten, auch wenn nicht alles so rund verlief, wie ich es mir gewünscht habe... ich sag nur Tücken der Technik.

wir retten was zu retten ist

Wer jetzt noch mehr Lust auf Nudeln hat - hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf – Pasta mit warmem Brokkoli-Pesto
Anna Antonia – Cannelloni mit Garnelen
auchwas – Lasagne klassisch
Aus meinem Kochtopf – Käse-Makkaroni – Macaroni and Cheese – Klassiker in jedem Diner
Bonjour Alsace – Grundrezept Pasta
Brittas Kochbuch – Nudelauflauf
Brotwein – Pasta all’arrabbiata – feurig scharf!
Cakes Cookies an more – Macaroni and Cheese
CorumBlog 2.0 – Asiatisches Spargel-Curry mit Nudeln
Dynamite Cakes – Überbackene Bandnudeln mit Spinat-Pesto
evchenkocht – Lamm-Lasagne
Fliederbaum – Nudelpfanne Jäger-Art
German Abendbrot – Bavette mit Spargel, Shrimps und Basilikumöl
Karambakarinas Welt – Nudel-Schinken-Gratin
Kleines Kuliversum – Fetucchini in cremiger Zitronensauce mit Dill und Spargel
Leberkassemmel und mehr – Spaghetti mit Meeresfrüchten
Madam Rote Rübe – Spaghetti mit Rucola und schwarzen Oliven
magentratzerl – Instantnudel-Gewürzpaste auf Vorrat
Pane-Bistecca – Selbstgemachte Spaghetti mit geroestetem Gemuese und Lachs
Schönes + Leben – Spaghetti mit Guacamole, Kirschtomaten und Peperoni
Summsis Hobbyküche – Tortellini mit Spinat – Ricotta – Füllung
The Apricot Lady – Glasnudelsalat
Turbohausfrau – Ragù Bolognese