[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um die Kartoffel widmen.]
Es ist wieder so weit und die nächste Rettungsaktion steht an. Die Rettungstruppe, eine Gruppe von Food-Bloggern, will Lebensmittel und Gerichte vor der Lebensmittelindustrie retten und aufzeigen, dass man auch gut ohne Fertigpülverchen und Convenience-Produkte kochen kann. Heute dreht sich alles um die tolle Knolle - die Kartoffel. Das Thema ist kein neues, es gab bereits im Januar 2016 eine Kartoffelrettung - damals habe ich allerdings nicht teilgenommen. Wen es aber interessiert, was damals alles gerettet wurde, hier der Link zu Susi, der Turbohausfrau, die eine der Gründerinnen der Rettungsaktion ist *klick*.

Auch wenn es eine Vielzahl rettungswürdiger Produkte rund um die Kartoffel gibt (von Kartoffelpüree-Pulver über TK-Reibekuchen bis hin zu fix für...), habe ich mich entschieden, einen Kartoffelsalat zuzubereiten. Fertigen Kartoffelsalat kann man in jedem Discounter und Supermarkt kaufen. Ich bin schon vor Jahren dazu übergegangen, diesen nur selbst herzustellen, denn ich habe noch keinen einzigen Salat gegessen, der wirklich geschmeckt hat. Oft sind die Kartoffeln nicht komplett durchgegart (damit sie besser in Form bleiben) und der Salat ist mit viel zuviel (billigem) Essig und/oder Säuerungsmittel angemacht - das verlängert zwar die Haltbarkeit, trägt aber nicht zu einem guten geschmacklichen Erlebnis bei.
Mein Kartoffelsalat ist dieses mal etwas ausgefallener, denn für das Dressing habe ich dieses Mal auch fein geschnittene Sardellenfilets verwendet. Aber keine Angst, wenn der Salat durchgezogen ist, dann ist der leichte Fischgeschmack nur noch ganz hintergründig. Probiert es aus, meine Testesser fanden ihn ganz wunderbar.

Mediterraner Kartoffelsalat
für eine große Schüssel
1,2 kg Kartoffeln, festkochend
200 ml Wasser
125 ml Olivenöl
2-3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
3 Sardellenfilets, feinst gewürfelt
1 TL frischer Thymian, gehackt (alternativ 1/2 TL getrockneter Thymian)
1 TL frischer Rosmarin, gehackt (alternativ 1/2 TL getrockneter Rosmarin)
75 ml heller Balsamico-Essig
1 EL grober Senf
1 EL Kapern (oder halbierte Kapernäpfel, dann aber mehr als 1 EL)
Oliven, Menge nach Wunsch, ganz oder halbiert
mindestens 250 g Cocktailtomaten, halbiert
250 g Büffelmozzarella (falls möglich Minis, ansonsten in Stücke geschnitten)
frischer Basilikum, gehackt
2 handvoll Ruccola
Salz und Pfeffer
Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser garen (ca. 30 Minuten, kommt auf die Größe der Kartoffeln an). In der Zwischenzeit Wasser, Öl, Suppengrundstock, Knoblauch, Sardellenfilets, Thymian und Rosmarin in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dann auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Nach 30 Minuten Essig und Senf unterrühren. Das Dressing sollte gut überwürzt sein.
Die Kartoffeln etwas abkühlen lassen, dann pellen und in Scheiben schneiden/hobeln. Alternativ können die Kartoffeln auch in Stücke geschnitten werden. Zwischendurch immer wieder etwas von dem Dressing über die geschnittenen Kartoffeln geben. Kapern, Oliven, Tomaten und Mozzarella zufügen und alles gut vermengen. Mindestens 1-2 Stunden ziehen lassen - etwas länger schadet nichts, dann sollte der Salat allerdings besser in den Kühlschrank.
Vor dem Servieren Basilikum und Ruccola zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ich bin bei dieser Rettungsaktion natürlich nicht alleine und die MitretterInnen waren natürlich auch fleißig. Hier findet Ihr die Rezepte - schaut vorbei, es lohnt sich!