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Freitag, 12. Juni 2020

Fisch am Freitag: Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von schnellen und selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs.]

Zorra von Kochtopf.me hat zusammen mit Verena von Verena's Blog für schöne Dinge zum Blog-Event CLXIV - Einfach gut! aufgerufen. Es geht dabei um ein einfaches, aber leckeres Rezept für jeden Tag, für dessen Zubereitung man nicht länger als 30 Minuten brauchen sollte.

Das kann ich... denn bei uns wird eigentlich jeden Tag frisch gekocht und nach der Arbeit steht mir wirklich nicht der Sinn nach aufwändigen Gerichten. Schnell und lecker ist dann auch meine Devise. So auch heute...


Blog-Event CLXIV - Einfach gut! (Einsendeschluss 15. Juni 2020)

Kennt Ihr das? Ihr kommt nach einem langen Arbeitstag, der sich wie Gummi gezogen hat, nach Hause und da wartet bereits ein hungriger Ehemann auf Euch... Ihr habt eigentlich nicht wirklich große Lust zum Kochen, aber nachdem Ihr Euch den ganzen Tag nur von Reiswaffeln ernährt habt, hängt Euch der Magen in den Kniehkehlen... genau so ging es mir heute. Also kurz mal den Kühlschrank gecheckt, grünen Spargel und Lachs gefunden. Aber was als Beilage dazu reichen? Kartoffeln - nee, fällt mir nichts dazu ein. Reis - den gab es erst gestern. Pasta - geht eigentlich immer, aber da die bei uns immer frisch gemacht wird müsste ich ja anschließend das Maschinchen von Hand abspülen. Aber Nudeln waren trotzdem eine Idee, denn ein Päckchen Glasnudeln habe ich immer in der Vorratsschublade. Und siehe da, so schnell entwickelt man eine Ratz-Fatz-Feierabend-Rezept.



Glasnudeln mit grünem Spargel und Lachs
(für 2 Portionen)

100 g Glasnudeln
500 g grüner Spargel (*)
2 EL Sesamöl (alternativ anderes Pflanzenöl)
300-400 g frisches Lachsfilet ohne Haut, in 2 cm große Würfel geschnitten
2 EL Sojasauce
2 EL Sweet-Chili-Sauce (am besten selbst gemacht nach diesem Rezept klick)
Salz und Pfeffer
1/2 Bund Koriander, gehackt 
1/2 Lauchzwiebel, in feine Ringe geschnitten
Sesamsaat

Glasnudeln nach Packungsangabe mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. In der Zwischenzeit Spargel im unteren Drittel schälen, die holzigen Enden abschneiden und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Sesamöl in einer (Wok-)Pfanne erhitzen und den Spargel darin kräftig anbraten. Dann Hitze herunterregeln und Soja- und Sweet-Chili-Sauce zufügen. Lachs dazugeben und alles ca. 5 Minuten dünsten - der Lachs sollte in der Mitte noch leicht glasig und der Spargel bissfest sein. Dann die Glasnudeln abgießen, abtropfen lassen und zusammen mit dem Koriander untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Auf Schälchen verteilen, mit Lauchzwiebel und Sesamsaat garnieren und sofort servieren. Fertig!




(*) Und wenn gerade keine Spargel-Saison ist, kann man diesen einfach durch Pak Choi, (TK-)Erbsen und/oder Zuckerschoten ersetzen.

Mittwoch, 10. Juni 2020

Aprikosen-Chutney

Ich habe, mal wieder, zu viel Obst eingekauft. Passiert mir öfters, aber umkommen lassen kann ich die Lebensmittel nicht. In diesem Fall waren es einfach mehr Aprikosen als ich auf die Schnelle in Müsli und Snackdosen unterbringen konnte.

Also was damit machen? Ich hätte Marmelade, Sirup oder Chuntney daraus machen können und habe mich für die letzte Option entschieden.


Aprikosen-Chutney
(für ca. 3 Marmeladengläser)

150 g Rohrzucker
150 ml Weißweinessig
2 rote Zwiebeln oder Schalotten, fein gewürfelt
5-6 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
1 walnußgroßes Stück Ingwer, fein gewürfelt oder gerieben
1/2 TL Koriandersaat
1/2 TL Senfsaat
1/2 TL Cardamon-Saat
1 TL grüne Pfefferkörner
1 EL Meersalz
500 g Aprikosen, entsteint und gewürfelt

Alle Zutaten, bis auf die Aprikosen, in einen Topf geben und aufkochen. Wenn sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben die gewürfelten Aprikosen zufügen. Alles unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ohne Deckel 20 Minuten einkochen lassen.

Noch heiß in gut gespülte Gläser füllen, sofort verschließen und 10 Minuten auf den Kopf stellen so dass ein Vakuum entsteht.




Wir haben das Chutney noch am gleichen Abend zu ein paar Käsewürfeln gereicht. Ist aber auch lecker zu Gegrillten.


Freitag, 29. Mai 2020

[Rettungsaktion] Sandwiches, Wraps & Co

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst zubereiteten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um Sandwiches, Wraps & Co widmen.]



Was sind diese Rettungsaktionen eigentlich, das wird sich der/die eine oder andere jetzt fragen. Ganz einfach erklärt: eine Gruppe von Food-BloggerInnen hat sich als Facebook-Gruppe zusammengetan um Gerichte vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und Alternativen ohne Fix & Co. aufzeigen - Rettungsaktionen eben. 

Gleich vorweg eine Warnung... der Beitrag ist lang und voller Ideen zum Sandwiches, belegten Brötchen, Wraps & Co. Die typischen to go-Geschichten eben, die man in Supermärkten und Bäckereien angeboten bekommt. Mit den Bäckereien meine ich in diesem Fall nicht die kleinen Betriebe, die wirklich noch selbst backen und die Brötchen liebevoll belegen ("welches Brötchen hätten sie gerne, möchten sie es mit Butter oder ohne, sollen eine oder zwei Scheiben Schniken drauf?"). Ich meine die Supermärkte und großen Bäckerei-Ketten, bei denen man nur Standard-Brötchen mit Standard-Belag bekommt, die wohlmöglich schon den ganzen Tag offen herumliegen. Oder Sandwiches, die seitTagen fertig abgepackt in der Kühlung liegen. Nein danke, darauf kann ich verzichten. Zumal ich oft nicht weiß, aus welchen Quellen die Zutaten stammen. Bei Brötchen mit Tomate-Mozzarella mag ich zum Beispiel diesen zähen und billigen Kuh-Mozzarella, der nach gar nichts schmeckt, so überhaupt nicht. Prinzipiell sollte man beim Kauf von Lebensmitteln auch auf deren Qualität achten. Und gerade in Zeiten von Corona am Besten lokal und bei kleinen Betrieben kaufen - viele davon kämpfen zur Zeit wirklich ums Überleben.

Ich backe unser Brot seit ein paar Jahren fast ausschließlich selbst. Deswegen habe ich auch gleich noch Rezepte zu den verwendeten Brötchen bzw. Brot verlinkt.

Dann schauen wir mal, was unsere europäischen Kollegen an belegten Brötchen und Sandwiches zu bieten haben... alles Klassiker. Der italienische Dauerbrenner:


Panini Tomate-Mozzarella mit Ruccola

Brötchen (moi: Dinkel-Seelen)
Tomaten-Frischkäse (s. weiter unten)
Ruccola
Tomaten, in Scheiben geschnitten
Büffel-Mozzarella (ca. 50-80 g pro Brötchen), bei mir hat ein Mozzarella à 125 g für 2 Brötchen gereicht
frischer Basilikum
ggf. frisch gemahlener Pfeffer

Brötchen halbieren. Mit Frischkäse bestreichen. Zuerst mit Ruccola, dann Tomaten und zuletzt mit Mozzarella belegen. Wer möchte, der kann das Ganze mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein paar Basilikumblätter für's G'schmäckle nicht vergessen. Deckel drauf und genießen. Oder in Butterbrotpapier wickeln und als Snack auf der Arbeit essen - Servietten nicht vergessen, ist eine saftige Angelegenheit...

Tomaten-Frischkäse

4-5 EL Doppelrahm-Frischkäse
1 EL Tomatenmark
1 EL frische, mediterrane Kräuter, gehackt (moi: Basilikum, Thymian & etwas Oregano)
ggf. etwas fein gehackter Knoblauch
Salz und Pfeffer 

Basilikum-Liebhaber rühren statt Tomatenmark einfach etwas Basilikum-Pesto unter den Frischkäse... hier ein schönes Pesto-Rezept von Wilma (Pane-Bistecca) *klick*.



Die Engländer servieren gerne Sandwiches zur 5 o'clock Tea Time - am liebsten mit Ei und/oder Gurke. Kann man natürlich auch als Pausenbrot oder zum Picknick mitnehmen:


Tea Time Sandwiches

pro Sandwich 2 Scheiben Toastbrot (moi: Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot)
Salatgurke
Salz & Zucker
Doppelrahm-Frischkäse
Kresse
Ei-Aufstrich (s. weiter unten)

Gurke waschen, trockenreiben und in dünne Scheiben schneiden. Auf einen Teller legen, mit etwas Salz und einer Prise Zucker bestreuen. Kurz zeihen lassen, dann trocken tupfen.

Pro Gurkensandwich 2 Brotscheiben mit Frischkäse bestreichen (ggf. vorher die Rinde abschneiden oder Formen ausstechen - die Reste kann man für einen Brotsalat verwenden oder trocknen und zu Semmelbröseln verarbeiten). Eine Scheibe mit Gurken belegen, etwas Kresse darauf geben und mit der zweiten Scheibe abdecken. Ggf. in Dreiecke schneiden (falls man nicht, wie ich, vorher schon schöne Formen ausgestochen hat)

Für die Eiersandwiches eine Scheibe Brot mit dem Ei-Aufstrich bestreichen, zweite Scheibe als Deckel drauf, fertig.

Ei-Aufstrich

4-5 gekochte Eier, gepellt und gewürfelt
2 EL Mayonaise (Rezept für Mayo ohne Ei weiter unten)
1-2 Gewürzgürkchen, fein gewürfelt
2 EL Schnittlauch, in feinen Röllchen
Paprikapulver
Salz und Pfeffer

Alle Zutaten miteinander vermengen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.


Mayonnaise ohne Ei

20 g Senf
60 g H-Milch (funktioniert auch mit laktosefreier Mich)
1/2 TL Salz
etwas frisch gemahlener Pfeffer
2 TL Zitronensaft
160 g Pflanzenöl (moi: Rapskernöl) - kein Olivenöl verwenden, das wird bitter!
2-3 EL Naturjoghurt

Alle Zutaten außer Joghurt in einen hohen Becher geben. Pürierstab in den Becher stellen, anschalten und mehrfach langsam nach oben ziehen - 3-4 mal sollten ausreichen. Joghurt zufügen und mit einem Löffel unterrühren.

In einem verschlossenen Glas sollten sich die Reste der Mayo ca. eine Woche im Kühlschrank halten.



Noch mehr Inspirationen zum Thema Sandwiches, belegten Brötchen/Broten, Wraps & Co gefällig? Bitteschön - hier geht es hier zu den Rezepten der MitretterInnen:

Brittas Kochbuch - Roastbeef-Brot mit Remoulade 
Cakes, Cookies and more - Chicken Wraps 
Turbohausfrau - Smoerrebroed 
BrigittasKulinarium - Farinata di ceci 
Pane-Bistecca - Avocado-Spargel-Ei Brot 
BackeBackeKuchen - Gefüllte Partybrezel 
evchenkocht - Erdbeer-Crostini 
genial lecker - Sandwich mit Grillgemüse 
Kleines Kuliversum - Spargel Ziegenfrischkäse Stulle 


Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Gutes Brot, guter Morgen, guter Tag

Ich bin ja seit Jahren eine begeisterte Hobby-Brotbäckerin... mal mit mehr, mal mit weniger gutem Erfolg. Aber es gibt ein paar Rezepte, die ich liebe und die (so gut wie) immer gelingen - vor allem im Brotbackautomat. Eines davon ist mein Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot. Sollte ich einmal keine Buttermilch im Haus haben, dann ersetze ich diese durch halb Naturjoghurt und halb Wasser. Das hat auch immer gute Ergebnisse geliefert. Für das Brot verwende ich drei verschiedene Mehlsorten (Dinkelmehl Type 630 und 1050 plus Dinkelvollkornmehl), was aus der Not heraus entstanden ist - dank Corona und Hamsterkäufen hatte ich nicht mehr genügend Dinkelmehl Type 630 im Haus und musste einen Teil durch Type 1050 ersetzen. Aber die Mischung hat sich bewährt und nun wird es immer so gebacken.


Dinkel-Buttermilch-(Toast-)Brot
für ein kleines Brot

250 ml Buttermilch
70 ml Wasser
1/4 Würfel (10 g) Frischhefe
200 g Dinkelmehl Type 630
150 g Dinkelmehl Type 1050
150 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Zucker
1 TL Salz
nach Wunsch noch etwas Leinsaat, Sesam und/oder Hanfsaat zufügen (optional)

Wie gesagt, ich mache das Brot normalerweise im Brotbackautomat (Programm 1 - Normal). Aber ich versuche es mal für konventionelle Backweise umzuformulieren.

Hefe mit Zucker im Wasser auflösen und 15 Minuten stehen lassen. Mehle und Salz in eine große Schüssel geben und gründlich vermengen. Dann Buttermilch und Hefelösung zugeben, alles gut verkneten. Abgedeckt eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Danach den Teig nochmals kurz durchkneten, mit der Hand flach drücken, aufrollen und in eine gefettet Kastenform geben. Mit Mehl bestäuben und nochmals eine Stunde gehen lassen.

Eine feuerfeste Form mit Wasser füllen und auf den Boden des Backofens stellen. Diesen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Brot in den Ofen geben und ca. 35-40 Minuten backen. Brot aus der Form nehmen und Klopfprobe machen - ggf. das Brot nochmals ein paar Minuten (ohne Kastenform) backen.

Abkühlen lassen und frisch oder getoastet genießen.




Wer nur zwei Mehle verwenden möchte, dem empfehle ich eine Mischung aus 325 g Type 630 und 175 g Vollkornmehl.

Freitag, 31. Januar 2020

[Kulinarische Weltreise] Ungarn - túrós csusza

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Ungarn widmen. Zusätzlich erwähne ich meinen geliebten Pastamaker, den ich selbst bezahlt habe...]



Wie gestern bereits erwähnt schickt uns Volker von Volker mampft diesen Monat mit der kulinarischen Weltreise in das schöne Ungarn. Nachdem es im Hause P. bereits Töltött Paprika (gefüllte Paprika) für den Göttergatten gab, habe ich (nicht nur) für mich ein weiteres ungarisches Gericht gekocht. Ganz einfache Küche, ohne Schnick und Schnack, aber s...gut.

Zwei Zutaten haben allerdings gewisse Herausforderungen dargestellt - die eine war für mich recht einfach zu lösen, die andere hat etwas Kreativität erfordert. Während man z.B. die Nudel-Flecken ggf. im Internet über einen ungarischen Shop bestellen könnte oder, wie ich, selbst macht, war das mit dem Quark nicht so einfach. Dazu sollte man erwähnen, dass ungarischer Quark sehr trocken und bröselig ist. Ich habe versucht deutschen Quark abtropfen zu lassen um die gewünschte krümelige Konsistenz hinzubekommen, bin aber auf der vollen Linie gescheitert. Ich wollte schon aufgeben, aber dann kam mir der Zufall zur Hilfe, als ich versucht habe das Wort túrós zu übersetzen (Langenscheidt kennt es übrigens nicht, google schon), kam ein kleines Lichtlein... google meint nämlich, dass das Wort Hüttenkäse (und nicht Quark) bedeutet... nach etwas mehr Internet-Recherche habe ich den Quark einfach durch Hüttenkäse ersetzt. Und tataaa - das Ergebnis passt.

Noch ein Tipp: wer die Flecken-Nudeln weder käuflich erwerben noch selbst herstellen möchte (geht auch ganz altmodisch mit dem Nudelholz oder einer herkömmlichen Nudelmaschine), der kann auch einfach gekaufte Lasagneplatten in Stück brechen und kochen. Ich persönlich fand die Variante mit den Vollkorn-Nudeln äußerst lecker - es hat dem Gericht wirklich nicht geschadet, dass die Nudeln etwas mehr Biss hatten. Auch der leicht nussigen Geschmack vom Dinkel hat wunderbar gepasst.


Túrós Csusza - Quarknudeln
für 3 Portionen

125 g Dinkeldunst
125 g Dinkel-Vollkorn-Mehl
1 Ei
1 EL Olivenöl

 300 g fetter, geräucherter Bauchspeck, fein gewürfelt
300 g Hüttenkäse
200 g Schmand
 Salz und Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß (am besten ungarisches)
ggf. Schnittlauch zum Garnieren

Dinkeldunst und Vollkornmehl in den Pastamaker geben. Ei in einen Messbecher geben (wird beim Pastamaker mitgeliefert) und mit Wasser auf 85 ml auffüllen. Olivenöl zugeben und die Flüssigkeiten verrühren. Nun den Pastamaker starten, die Flüssigkeit zum Mehl-Dunst-Gemisch geben. Nach dem Knetvorgang werden die Nudeln (ich habe die Lasagne-Matrize verwendet) ausgegeben - diese müssen dann nur noch in kleine Vierecke geschnitten werden. Meine waren zwischen 2x2 und 3x3 cm groß.

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und abtrofen lassen.

Den Speck ohne weitere Zugabe in einer Pfanne auslassen und knusprig anbraten. Etwas 1/4 - 1/3 des Specks aus der Pfanne nehmen und zum Garnieren beiseite stellen. Hüttenkäse und Schmand verrühren, dann zusammen mit den Nudeln in die Pfanne geben. Gut verrühren und nochmals erhitzen. Mit Salz (vorsichtig, der Speck ist schon salzig) und Pfeffer würzen. Mit etwas Paprikapulver bestäuben und mit Speckwürfeln und ggf. Schnittlauch garnieren - fertig ist die einfache und deftige Mahlzeit.

Beim nächsten Mal werde ich eventuell noch ein bisschen Knoblauch zum Hüttenkäse-Gemisch geben. Das stelle ich mir richtig lecker vor...



Wer jetzt Lust auf mehr ungarische Rezepte hat, der wird hier fündig (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen...):

Susi von Turbohausfrau: Suppe nach Paloczen-Art 
Cornelia von SilverTravellers: Pörkölt – Ungarisches Gulasch mit Paprika
Tina von Küchenmomente: Ungarische Lángos
Britta von Backmaedchen 1967: Pogácsa ungarisches Gebäck
Simone von zimtkringel: Ungarischer Apfelkuchen Almás pite
Susanne von magentratzerl: Paprikás krumpli und Ungarische Paprikapilze
Conny von Mein wunderbares Chaos: Ungarische Gundel-Palatschinken und Lángos ganz einfach selber machen und Somlauer Nockerl im Glas
Katja von Kaffeebohne: Diós és mákos beigli - Beigel 
Nadine von Möhreneck: Veganes Szegediner Gulasch


Donnerstag, 30. Januar 2020

[Kulinarische Weltreise] Ungarn - töltött parika

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich Rezepten und Geschichten rund um Ungarn widmen.]

Volker von Volker mampft schickt uns diesen Monat mit der kulinarischen Weltreise in das schöne Ungarn.



Bei Ungarn denke ich an unendliche Weiten, in denen riesige Rinder-, Schaf- und Pferdeherden mit Hirten unterwegs sind. Eine ziemlich romantische Sicht, die mit Garantie aus den berühmten Sissi-Filmen mit Romy Schneider stammt (- damit habe ich mich wohl als Sissi-Fan geoutet). Heute ist die Puszta, da der Fortschritt auch um Ungarn keinen Bogen gemacht hat, leider ein intensiv landwitschaftlich genutztes Gebiet, in dem es z.B. die Ziehbrunnen und Tierherden nur noch als touristische Attraktion gibt. Was ich persönlich wirklich schade finde.

Kulinarisch denke ich bei Ungarn zuerst an Paprika, Gulasch, Salami und Lángos. Bezüglich Gulasch möchte ich jetzt einmal Wikipedia zitieren: Gulasch ist ein Ragout ungarischen Ursprungs. Was in allen anderen Ländern „Gulasch“, „Gulyas“ oder „goulash“ heißt, ist jedoch in Ungarn das Pörkölt bzw. Paprikás. Nur in Ungarn ist ein gulyás eine Suppe. Aber Gulaschrezepte gibt es wie Sand am Meer... sogar auf meinem Blog gibt es mehr als eins davon. Lángos hätte ich gerne verbloggt, aber ich hatte keine Lust darauf, dass das ganze Haus tagelang nach Fett riecht. Also habe ich einen unserer Fahrer, der aus Ungarn stammt, nach typisch ungarischen Gerichten gefragt - und siehe da, ist sind ein paar interessante Ideen dabei herausgekommen. Mit einer davon habe ich meinen Mann total glücklich gemacht, denn es ist ein Gericht, das es bei uns normalerweise nicht gibt, da ich keinen Paprika vertrage. So hat der Lieblingsgatte die Portion, die eigentlich für 3-4 Personen reicht, eben alleine gefuttert - aber keine Angst, nicht an einem Tag, denn das Gericht lässt sich ohne Probleme nochmals erwärmen.


Töltött Paprika - gefüllte Paprika
für 3-4 Portionen

125 g Langkornreis
2 EL Pflanzenöl (moi: Rapskernöl)
1 große Metzgerzwiebel, die Hälfe fein, die andere etwas gröber gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein geürfelt 
2-3 EL Tomatenmark
2 Dosen gehackte Tomaten à 400 g  (frische wären besser, aber es ist Winter...)
1 EL Paprikapulver, edelsüß - am besten ungarisches
2 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Zucker
500 g gelbe Spitzpaprika - rote funktionieren auch
400 g gemischtes Hackfleisch (moi: reines Putenhack aus der Oberkeule)
1 Ei 
200 g Schmand

Reis in eichlich Salzwasser ca. 8-10 Minuten angaren, dann abgießen und abkühlen lassen.

In einer großen Pfanne oder Kasserole Öl erhitzen. Die gröber geschnittenen Zwiebelwürfel darin unter Rühren glasig andünsten. Nach 2 Minuten die Hälfte des Knoblauchs zufügen und eine weitere Minuten mitdünsten. Tomatenmark und die Hälfe des Paprikapulvers in die Pfanne geben und anschwitzen - Achtung: ständig rühren und die Hitze zurücknehmen, sonst wird das Paprikapulver bitter!mit 200 ml Wasser ablöschen, dann die gehackten Tomaten zufügen. Alles gut verrühren, mit Suppengrundstock, Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Zugedeckt auf kleiner Hitze köcheln lassen.

Paprikadeckel abschneiden und die Schoten vorsichtig entkernen. Hackfleisch, Ei, abgekühlen Reis, restliche Zwiebeln, Knoblauch und Paprikapulver in eine Schüssel geben. Gut vermengen. Hackmasse mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann sie Paprikaschoten damit füllen. Ggf. restliche Hackmasse zu kleinen Klößchen formen. Die gefüllten Paprikaschoten (und Haclbällchen) in die Tomatensauce geben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 60 Minuten garen. Dabei die Schoten gelegentlich wenden und ggf. etwas Wasser zufügen falls die Sauce zu sehr einkocht.

Im ungarischen Rezepten wird vor dem Servieren noch Schmand unter die Sauce gerührt, ich habe ihn separat gereicht - um ganz ehrlich zu sein habe ich es schlicht und einfach vergessen ihn unterzurühren... Als Beilage passen gekochte Kartoffeln, Reis oder einfach Brot.




Morgen gibt es noch ein Rezept aus der ungarischen Küche, denn ich habe ja auch Hunger...

Die Zusammenfassung des Events mit Links zu den Mitreisenden gibt es dann ebenfalls morgen.


Sonntag, 26. Januar 2020

[Rettungsaktion] Asia-Gerichte

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für den Konsum von selbst gekochten Gerichten und verweist auf weitere tolle Blogs, die sich heute Rezepten rund um asiatische Gerichte widmen. Zusätzlich wird ein Pastamaker erwähnt, den ich aber selbst bezahlt habe...]

Gestern war, auch wenn vielerorts die Feierlichkeiten dazu abgesagt wurden, das chinesische Neujahrsfest. Mit ein Grund bei der heutigen Aktionen die sehr beliebten Gerichte - nämlich Asia-Food - zu retten. Diese vielseitigen (Fertig-)Gerichte begegnen uns jeden Tag im Supermarkt in Form von Sushi (mindestens 2 Tage alt), TK-Knusperente mit Beilagen, Magic Asia Noodle Cup (diverse Geschmacksrichtungen) muss man nur noch heißes Wasser zufügen - ich glaube nicht, dass mir zuerst de- und dann re-hydriertes Feisch schmecken würde - Chop Suey aus der Dose, Bami Goreng mit Reis in Plastikschale für die Mikrowelle und nicht zu vergessen die ganzen Fix für... z.B. China-Pfanne, Puten-Wok, Hähnchen süß-sauer, gebratene Nudeln und wie auch immer diese Pülverchen heißen mögen. Und günstig sind die Tütchen auch nicht, wenn man bedenkt, was da so alles drin ist: Stärke, Zucker Gewürze (3,3 % Paprika - ich habe es ausgerechnet, das sind 1,22 g! -, 2,7 % Ingwer, Chili, Knoblauch, Zwiebeln), Jodsalz, Hefextrakt, Maltodextrin, 3,6 % Sojasaucenpulver (aus Sojabohnen, Weizen und Salz), Salz, Aromen (mit Weizen, Gerste), Weizenmehl, Sonnenblumenöl und als Säuerungsmittel Citronensäure. Insgesamt 37 g für etwa einen Euro und reicht für 2 Portionen. Das sind umgerechnet über 27 € pro kg Pülverchen. Respekt, die Industrie weiss, wie man Geld verdient, wenn ich mir überlege, was ein kg Zucker oder 500 g Stärke kosten. Leute, das muss doch echt nicht sein!?

Dass selbst kochen auch ohne diesen ganzen (Halb-)Fertig-Kram funktioniert, das will Euch die Rettungstruppe zeigen. Wer oder was ist die Rettungstruppe eigentlich, das wird sich der/die eine oder andere jetzt fragen. Ganz einfach erklärt: eine Gruppe von Food-BloggerInnen, die sich als Facebook-Gruppe zusammengetan haben um Gerichte vor der Fertigfutter-Industrie zu retten und Alternativen ohne Fix & Co. aufzeigt.



Bild könnte enthalten: Text


Auch ich habe Euch ein schönes Rezept zum Thema Asia-Gerichte mitgebracht, von dem ich allerdings nicht behaupte, dass es authentisch asiatisch ist - ich würde es eher Asia-Syle nennen. Ich habe die Nudeln komplett selbst gemacht und habe, mit der ganzen Schnibbelei und der Nudelproduktion, insgesamt 35 Minuten benötigt (plus 5 Minuten um das Fleisch vorzubereiten). Natürlich kann man auch die entsprechende Menge Trocken-Nudeln (z.B. Spaghetti, Reis- oder Glasnudeln etc.) verwenden. Dann verlängert sich aber ggf. die Kochzeit. Auch Reste von gekochten Nudeln (oder sogar Reis) kann man mit diesem Rezept verwerten.


Asia-Nudelpfanne mit Gemüse & Hähnchen
für 3-4 Personen

400-500 g Hähnchenbrust (*)
3-4 EL Speisestärke
1/2 TL 5- oder 7-Spice-Gewürz (irgendwo auf dem Blog habe ich auch ein Rezept dafür...)
3 EL Sojasauce 
1-2 EL Sweet-Chili-Sauce (am besten selbst gemacht nach diesem Rezept klick)
1-2 EL Sesamöl

125 g Buchweizenmehl
125 g Dinkeldunst
1 Ei
1 EL Olivenöl

3 EL Sesamöl
1 mittelgroße Zwiebel, in Streifen geschnitten
ein walnussgroßes Stück frischer Ingwer, geschält und fein gewürfelt
1-2 Karotten, in dünne Scheiben geschnitten (Julienne, wer viel Zeit & Lust hat)
150 g frische Champignons, in Scheiben geschnitten - gerne auch Shitake (*)
150 g Austernpilze, in Streifen geschnitten (*)
1 Pak Choi, in Streifen geschnitten (*)
100 g Zuckerschoten, in kleine Stücke geschnitten (*)
1-2 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt (*) 
1-2 EL Sojasauce
1/2 Lauchzwiebel, in feine Ringe geschnitten
1/2 Chilischote, fein gewürfelt (falls scharf gewünscht)
Sesam zum Bestreuen

Fleisch in Streifen schneiden. In einen verschließbaren Behälter geben (früher hätte ich gesagt, pack das Fleisch in einen Gefrierbeutel - aber Mehrweg-Behälter sind einfach umweltfreundlicher). Speisestärke und Gewürz vermengen und das Fleisch damit bestäuben. Deckel drauf und kräftig schütteln. Nun Sojasauce, Sweet-Chili-Sauce und Öl zufügen. Nochmals kräftig schütteln und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde ziehen lassen - bei mir waren es 24 Stunden.

Buchweizenmehl und Dinkeldunst in den Pastamaker geben. Ei in einen Messbecher geben (wird beim Pastamaker mitgeliefert) und mit Wasser auf 85 ml auffüllen. Olivenöl zugeben und die Flüssigkeiten verrühren. Nun den Pastamaker starten, die Flüssigkeit zum Mehl-Dunst-Gemisch geben. Nach dem Knetvorgang werden die Nudeln (ich habe die Spaghetti-Matrize verwendet) ausgegeben - diese müssen nur noch auf der gewünschten Länge abgeschnitten werden.

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen und abtrofen lassen. Dabei etwas Kochwasser auffangen.

In einer großen Pfanne (optimal wäre ein Wok) 1 EL Sesamöl erhitzen. Zuerst Zwiebeln, Ingwer und Karotten anbraten. Dann Pilze, Pak Choi, Zuckerschoten und Knoblauch zufügen. Alles unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten braten. Umfüllen und warm halten. Einen weiteren EL Sesamöl in die Pfanne geben und das Fleisch, ebenfalls unter ständigem Rühren, anbraten. Zum Gemüse geben. Den letzten Löffel Öl erhitzen und die abgetropften Nudeln anbraten. Etwas Kochflüssigkeit zufügen um den entstandenen Bratensatz zu lösen. Gemüse und Fleisch zurück in die Pfanne geben und alles gut vermengen. Ggf. mit etwas Sojasauce abschmecken.

Vor dem Servieren mit Frühlingszwiebel, Chili und Sesam bestreuen.



(*) Alternativ zu dem in meinem Rezept verwendeten Hähnchenfleisch kann man natürlich jedes andere zum Kurzbraten geeignete Fleisch (z.B. Schweinefilet oder Rindersteak) verwenden. Oder, als vegetarische Variante, das Fleisch weglassen oder z.B. in Stücke geschnittenen (Räucher-)Tofu verwenden. Auch bei den Gemüsesorten kann man aus dem Vollen schöpfen. Die Zutaten sind nicht in Stein gemeißelt. Ich habe genommen, was gerade im Kühlschrank lag und weg musste. Gut vorstellbar sind auch in Streifen geschnittene Paprika, feine Streifen von Weiß- oder Spitzkohl, gestiftelter Kohlrabi, Lauch, Brokkoli etc.


Wer jetzt Lust auf noch mehr asiatische Gerichte hat, der findet hier die Rezepte der MitretterInnen: 

Barbaras Spielwiese - Foodblog - Sojasbohnenprossen und Karotten aus dem Wok 
Cakes, Cookies and more - Poulet Kung Pao 
Turbohausfrau - Tofu im Asia-Style 
CorumBlog 2.0 - Asiatische Tütensuppe 
evchenkocht - Chinesische Hom Bao 
our food creations - Schnelle Nudelpfanne 
Kaffeebohne - Gebratener Reis - Huo Tui Dan Chao Fan

Danksagung:

Ganz besonderer Dank gebührt den Organisatorinnen dieser Rettungsaktion Britta von Brittas Kochbuch, Barbara von Barbaras Spielwiese und Tamara von Cakes, Cookies and more. Ein besonderer Dank an Martin Koch, der uns immer die Links zusammenstellt und Wilma K., die das 2020er-Logo entworfen hat.