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Sonntag, 18. März 2018

St. Patrick's Day

Gestern war St. Patricks Day und gleichzeitig der Umzugstag von einer guten Freundin. Um ihr ein wenig Arbeit abzunehmen und die Helfer bei Laune zu halten, habe ich einen schönen Eintopf gekocht: Irish Stew.

Das Irish Stew (irisch: Stobhach Gaelach) ist ein traditionelles Eintopfgericht der irischen Küche.Es besteht hauptsächlich aus Hammel- oder Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie. Oft werden auch Karotten, Pastinaken, Steckrüben oder Graupen hinzugefügt, von Puristen werden diese jedoch abgelehnt. (Quelle: Wikipedia)

Ich habe mich auf die Suche nach dem Rezept gemacht. Aber wenn man drei Köche frägt, dann erhält man auch drei völlig unterschiedliche Rezepte.Also habe ich einfach mein eigenes Ding gemacht... Normalerweise bin ich ja eher jemand, der Zwiebeln und Gemüse recht fein und klein schneidet, aber zu diesem Gericht passt einfach eine gröbere Schnittweise.


Irish Stew (Lammeintopf)
(für 6-8 Personen)

1,5 kg Hammel- oder Lammgulasch (alternativ: Rindergulasch)
600 g durchwachsener Speck, gewürfelt
Pflanzenöl zum Anbraten
5 große Zwiebeln, gewürfelt
2-3 Knoblauchzehen, in Scheiben
3 Lorbeerblätter
5-10 Stängelchen Thymian
Suppengrundstock (alternativ: gekörnte Brühe)
Salz und Pfeffer
1 kg Karotten
2 kg Kartoffeln (festkochend)
Petersilie, gehackt

Backofen auf 175 °C vorheizen. In einem großen Topf bzw. Bräter Öl erhitzen und das Fleisch portionsweise kräftig anbraten. Danach Speck und Zwiebeln ebenfalls anbraten. Fleisch wieder zufügen und ca. 1 Liter Wasser angießen. Knoblauch, Lorbeerblätter und Thymian zufügen. Kräftig mit Suppengrundstock und Pfeffer würzen. Aufkochen lassen, dann abgedeckt im Ofen ca. 3 Stunden garen. In der Zwischenzeit Karotten und Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Nach 1 1/2 Stunden Karotten und Kartoffeln unter das Fleisch mengen. Soviel Wasser zufügen, dass alles gerade bedeckt ist. Zugedeckt weiter garen bis Fleisch und Gemüse weich sind.

Dann nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie bestreut servieren und ggf. etwas Roggenbrot dazu reichen.



Der St. Patrick’s Day (irisch: Lá Fhéile Pádraig) ist der Gedenktag des irischen Bischofs Patrick, der wahrscheinlich im 5. Jahrhundert lebte und als erster christlicher Missionar in Irland gilt. Sein Geburts- und sein Sterbetag sind nicht bekannt; das Datum 17. März für den Sterbetag tauchte erstmals im 7. Jahrhundert auf. Einige Historiker glauben, dass in der Gestalt des St. Patrick, wie er heute verehrt wird, mindestens zwei Einzelpersonen zusammenflössen. Patrick wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. (Quelle: Wikipedia)

Eine schöne Zusammenfassung über die Entstehung und Traditionen rund um den St. Patrick's Day findet ihr hier *klick*.

Samstag, 17. März 2018

Wir retten was zu retten ist: eieiei, das Geburtstagsei

Geburtstag Rettungsgruppe

Seit inzwischen 4 Jahren ist die Rettungstruppe unterwegs, um die unterschiedlichsten Gerichte zu retten. Heute retten wir Eier vor der Industrie...

Ich konnte es nicht fassen, was man aus einem so unschuldigen Ei alles machen kann: dass es Rührei im Tetrapack gibt, ist ja schon lange bekannt, ebenso diese gekochten und bunt gefärbten Eier, die man inzwischen ganzjährig erwerben kann. Aber Eiweiß aus der Flasche oder gekochte und geschälte! Eier in der Plastikverpackung waren dann doch neu für mich. Auch Stangeneier kannte bisher noch nicht - googlet mal danach, ich fand es einfach gruslig.

Zurück zur Rettungsaktion: wie so oft hatte ich, als das Thema der Rettungsaktion bekanntgegeben wurde, keinen blassen Schimmer, was ich denn nun dazu beisteuern könnte. Den Klassiker, gefüllte Eier, hatte ich ja bereits vor genau einem Jahr zur Brunch-Geburtstagsrettungsaktion verbloggt.  Auch eine Eier-Senf-Crème und Eier mit Senfsauce finden sich hier auf dem Blog. Das kam also nicht in Frage. Und für Eierpunsch ist nicht wirklich die richtige Zeit, zumal dieser genau so wie Eierlikör bereits verbloggt wurde. Also dachte ich über Soleier und Eier im Glas nach. Eier im Glas werden eigentlich im Glas aufgeschlagen und dann im Wasserbad gegart, aber ich fand die Variante mit den gekochten und gepellten Eiern auch ganz nett. Und Soleier wollte ich schon immer mal probieren. Also habe ich mich an beides gewagt und dachte, dass ich dann eines der Rezepte für die Geburtstagsrettung auswählen würde. Als es letzendlich um die Auswahl ging, habe ich festgestellt, dass weder das eine noch das andere von den MitretterInnen gerettet wurde. Und so habe ich nun gleich zweierlei Ei für Euch. Die Eier im Glas eigenen sich übrigens ganz wunderbar für einen (Oster-)Brunch.


Eier im Glas skandinavische Art
(für 6 Portionen)

6 Eier
125 g Schmand (30%)
1 geh. TL grober Senf
1 TL Honig
100 g kleine Garnelen
Kresse
1 kl. Glas Forellenkaviar (30 g)

Eier wachsweich kochen - das dauert etwa 6 Minuten. Anschließend abschrecken und pellen. In der Zwischenzeit Schmand mit Senf und Honig verrühren. Auf 6 kleine Gläser (z.B. Galej von Ikea) verteilen. Die Garnelen  und Kresse auf die Schmandcreme geben. Dann die Eier darauf stellen und mit Kaviar toppen.

Die Eier im Glas am besten noch warm mit etwas geröstetem Toastbrot servieren.




Soleier
für 12 Stück

12 Eier
60 g Meersalz
1 Zwiebel, geschält und geachtelt
1 Knoblauchzehe, in Scheiben geschnitten
3 Lorbeerblätter
10 Wacholderbeeren
5 Pimentkörner
1-2 TL Senfsaat
1 TL schwarzer Pfeffer
1/2 TL Chiliflocken (alternativ 1 kleine Chilischote in Ringe geschnitten)
5-10 Stängelchen Thymian

Eier hart kochen und abkühlen lassen. In einem Topf 1 Liter Wasser zusammen mit den restlichen Zutaten erhitzen. Aufkochen, dann auf mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Sud abkühlen lassen.

Eier auf der Arbeitsplatte rundherum anschlagen, so dass die Schale Risse bekommt. In eine großes Glas geben und dem abgekühlten Sud angießen. An einem kühlen Ort 1-3 Tage ziehen lassen.

Traditionell werden die Soleier folgendermaßen gegessen: das Ei wird geschält und längs halbiert, der Dotter herausgenommen. In die entstandene Mulde wird etwas Öl, Essig und  Pfeffer gegeben. Der Dotter wird wieder daraufgesetzt, etwas Senf dazugegeben und das halbe Ei mit einem Bissen verzehrt.

Entstanden sind die Soleier übrigens in einer Zeit, als es noch keine Kühlschränke gab und man die Eier durch die starke Salzlösung ohne Kühlung konservieren und dadurch länger haltbar machen konnte.


Und hier geht es zu den Ideen der MitretterInnen:

1x umrühren bitte aka kochtopf - Fettuccine Pop-Ei 
Anna Antonia - Coddled Eggs 
Brittas Kochbuch - Huevos Rancheros 
Cakes Cookies an more - Eier-Sandwiches 
CorumBlog 2.0 - Skrei Mit Yuzu-Aioli 
Das Mädel vom Land - Eiaufstrich mit Topfen 
Fliederbaum - Gefüllte Eier 
Food for Angels and Devils - pochiertes Ei auf Brötchen 
genial-lecker - Eiertartar 
Leberkassemmel und mehr - Möhrenkuchen 
magentratzerl - Chinesische Tee-Eier 
Münchner Küche - Klassischer Eiersalat 
Schmeckt nach mehr - Eiersalat mit Kräutern 
Summsis Hobbyküche - Eiercreme - Geburtstagsrettung 
Turbohausfrau - Salat mit Eierstreifen 
Unser Meating - Schinken-Ei-Sandwich

Zum Schluss noch ein ganz großes Dankeschön an Sina & Susi, die seit nun vier Jahren immer wieder die Rettungsaktionen organisieren. Danke auch an die vielen Helferlein, die im Hintergrund für uns RetterInnen die Links zusammenstellen und unser Pinterest-Board aktualisieren.

Sonntag, 11. März 2018

Asiatisches Wildschwein

Ich habe gestern Abend mal in unserem Gefrierschrank gekramt und ein schönes Stück Wildschwein gefunden... genau das Richtige für den Sonntagsbraten. Da das Schweinchen selbst schon kräftig im Geschmack ist, verträgt es auch die starken Aromen von Ingwer, Sternanis und Zimt.


Asiatischer Wildschweinbraten
für 4 Personen

1-1,2 kg Wildschweinbraten (aus der Keule)
Sesamöl zum Anbraten
3 Zwieblen, in grobe Stücke geschnitten
2 goße Kartotten, gewürfelt
4-5 EL Tomatenmark
4 Zehen Knoblauch, in Scheiben
1 nussgroßes Stück Ingwer, in Scheiben
2 TL 7-Spices-Pulver (irgendwo habe ich noch das Rezept dafür)
6 EL Sweet-Chilli-Sauce
125-150 ml süß-saure Pflaumensauce (Asialaden)
6 EL Sojasauce
Salz und Pfeffer

Sesamöl in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin von allen Seiten gut anbraten. Zwiebel- und Karottenwürfel zufügen und mit anbraten. Tomatenmark kurz mitrösten, dann mit 500 ml Wasser ablöschen. Knoblauch, Ingwer, 7-Spices-Pulver, Sweet-Chilli-, Pflaumen- und Sojasauce zufügen. Alles gut verrühren und zugedeckt ca. 90 Minuten köcheln lassen. Dabei das Fleisch gelegentlich wenden.

Danach das Fleisch aus dem Topf nehmen, in Alufolie wickeln und im Backofen bei ca. 95 °C warm halten. Die Sauce durch ein Sieb in einen kleineren Topf gießen. Nochmals gut erhitzen und um ein Drittel einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fleisch in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit der Sauce, Reis und Wok-Gemüse (s. unten) servieren.


Schnelles Wok-Gemüse

3-4 große Karotten, in Julienne geschnitten
4 kleine Pak Choi, in Streifen geschnitten
1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
Sesamöl
Salz und Pfeffer
ggf. Sesam zum Bestreuen

Öl in einem Wok erhitzen. Zuerst die Karotten, dann den Pak Choi und den Lauch anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ggf. vor dem Servieren mit etwas Sesam bestreuen.


Samstag, 3. März 2018

Wintergrillen

Diese Woche hatten wir bei uns in der Firma ein externes Audit. Das Schöne an solchen Audits ist, dass es in der Regel etwas leckeres zum Essen gibt - der Auditor soll ja nicht verhungern. So auch dieses Mal: ein leckeres Fingerfood-Buffet. Unter anderem gab es dort kleine Gläschen mit Wintergemüse, das super fein geschmeckt hat. Ich wäre nicht ich,  wenn ich nicht den Versuch starten würde, so etwas Leckeres nachzukochen. Unser Wintergrillen bot sich dafür an, denn eine Gemüse- oder Salatbeilage kommt immer gut.



Lauwarmer Salat von Wintergemüse
für 4 Personen als Hauptspeise / 8 Personen als Beilage / 16 Vorspeisengläschen

insgesamt 2 Kilo (Winter-/Wurzel-)Gemüse, z.B.:
Kartofeln
Karotten
gelbe und/oder weiße Rübchen
Steckrüben
(lila) Süßkartoffeln
Pastinaken
Petersilienwurzeln
Kürbis
 Schalotten oder Zwiebeln
Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
Salz und Pfeffer

Dressing
Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
Weißweinessig 
1-2 EL grober Senf
3-4 EL Sweet-Chili-Sauce
Salz und Pfeffer

Gemüse, bis auf die Zwiebeln, schälen und in ca. 1-1,5 cm große Würfel schneiden. Schalotten bzw. Zwiebeln ebenfalls schälen und vierteln bzw. achteln. Auf einem Backblech verteilen, pfeffern, großzügig ölen und alles gut vermengen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (Umluft) 30-40 Minuten garen. Dabei das Gemüse ab und zu durchmischen.

In der Zwischenzeit das Dressing anrühren. Normalerweise verwende ich Essig und Öl im Verhältnis 1:2, hier allerdings 1:1, da das Gemüse ja bereits eine ordentliche Portion Öl abbekommen hat. 

Wenn das Gemüse fertig gegart ist (es darf aber noch einen leichten Biss haben), mit dem Dressing begießen, gut durchmischen und 30 Minuten im abgeschalteten Backofen ziehen lassen.

Vor dem Servieren in eine Schüssel, auf Teller oder in kleine Gläser geben.



Sonntag, 25. Februar 2018

Wir treiben's mal wieder wild...

Nachdem wir 1 1/2 Wochen unser Pie-Projekt gestartet ist, hatten wir dieses Wochenende schon wieder Lust, einen Pie zu backen. Dieses Mal haben wir allerdings weder Rind noch Ale verwendet. Wild sollte es sein, in Kombination mit Rot- und Portwein. Die fruchtige Süße brachten Preiselbeeren.


Game Pie
für eine große oder 4 kleinere Pie-Formen

500 g (Dinkel-)Mehl
250 g kalte Butter in kleinen Stückchen
Salz
2 Eier
2 EL Wasser 

Alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

1,0 kg Wildgulasch
4 kleine Zwiebeln, gewürfelt
4 Karotten, gewürfelt
300-400 g Champignons, gewürfelt
100 ml roter Portwein
300 ml Spätburgunder Rotwein
Öl oder Butterschmalz zum Anbraten
1 TL Wildgewürz (selbst gemacht aus Wacholder, Lorbeer, Piment, Rosmatin, Thymian und Lorbeer)
Suppengrundstock
3 EL Preiselbeeren (aus dem Glas)
Salz und Pfeffer
Speisestärke zum Abbinden
Butter zum Fetten der Form
1 Eigelb und etwas Milch zum Bestreichen
 
Gulasch in heißem Fett portionsweise kräftig anbraten. Dann Zwiebeln, Karotten und Pilze anbraten. Mit Port- und Rotwein ablöschen. Fleisch wieder zufügen, mit Preiselbeeren, Wildgewürz, Suppengrundstock, Salz und Pfeffer würzen. Ich habe das "Gulasch/Stew" im Schnellkochtopf gemacht - auf Stufe 2 hat es nur 18 Minuten gekocht und war dann auch schon fertig. Speisestärke in kaltem Wasser anrühren und die Sauce damit gut abbinden. Abkühlen lassen. Pieform oder runde Auflaufform gut fetten. Backofen auf 175 °C (Umluft) vorheizen.
 
Teig in 2 Portionen teilen und jeweils auswellen. Mit einer Portion die Pieform auskleiden. Gulasch/Stew einfüllen. Mit der 2. Teigplatte abdecken, Ränder gut festdrücken. In die Mitte einen "Schornstein" schneiden. Deckel ggf. mit Teigresten verzieren. 1 Eigelb mit wenig Mich verrühren und den Pie damit bestreichen. Auf der mittleren Schiene 45 Minuten goldbraun backen. Ggf. nach der Hälfte der Zeit die Temperatur etwas senken und den Pie auf der unteren Schiene weiterbacken.

Fertig! Wer mag reicht Kartoffelpüree und grüne Bohnen dazu.




Sonntag, 18. Februar 2018

Office Food


Heute gab es Tafelspitz vom Hirsch mit gedämpften Gemüse - das hatten wir schon einmal (zumindest ganz ähnlich) im November 2013 - Link zum Rezept hier. Dieses Mal haben wir das Gemüse aber im Dampfgarer zubereitet - dadurch hatte es noch einen schönen Biss als Gegenpart zum zarten Tafelspitz. Wir haben (ganz bewusst) eine wesentliche größere Menge Gemüse gemacht, als wir heute essen können, denn ich wollte für den morgigen Arbeitstag ein gesundes und sättigendes Gericht zum Mitnehmen vorbereiten. 

Ich habe im Moment allerdings das Problem, dass die Mengenangaben beim Gemüse etwas ungenau sind, da ja ein Teil meines Gemüses bereits anderweitig verwendet wurde. Aber hier ist sowieso Kreativität angesagt - ich habe genommen, was gerade im Kühlschrank zur Verfügung stand. Ich könnte mir auch Kohlrabi, Petersilienwurzel, wer mag rote Bete oder ähnliches in dem Salat vorstellen. Der Volumenanteil von Gemüse zu gegartem Dinkel liegt bei etwa 2:1.


Dinkel-Wurzelgemüse-Salat
für 4 Portionen

250 g Dinkel
3-4 große Karotten, gewürfelt
2-3 große Pastinaken, gewürfelt 
2 gelbe Rüben, gewürfelt (alternativ 1 Steckrübe)
3-4 Stangen Sellerie, gewürfelt
1 Stange Lauch, in Stücke geschnitten
ca. 1/2 TL Zucker
5 EL Sweet-Chili-Sauce 
10 EL Rapskernöl (oder anderes Pflanzenöl)
2 EL heller Essig
3 EL Fruchtessig (ich: Mangoessig) - ggf. etwas mehr zum Abschmecken
2 TL Senf
1-2 EL Suppengrundstock (alternativ Salz, dann aber nur 1 TL)
1 Bund Petersilie, gehackt
Salz und Pfeffer

Dinkel in reichlich kochendes Salzwasser geben und in ca. 15-20 Minuten bissfest kochen. In ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abbrausen.

Das Wurzelgemüse im Dampfgarer bei 100 °C 15 Minuten garen. Ich habe es vorher noch mit etwas Zucker und Salz bestreut. Wer keinen Dampfgarer zur Verfügung hat kann das Gemüse auch in einem Topf bissfest garen - nur nicht verkochen lassen.

Dressing aus Sweet-Chili-Sauce, Öl, den Essigen, Senf und Suppengrundstock rühren. Dinkel und Gemüse in eine große Schüssel geben und mit dem Dressing vermengen. Den Salat im Kühlschrank (über Nacht) ziehen lassen. Vor dem Servieren Petersilie untermengen und nochmals mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Essig abschmecken.



Mittwoch, 31. Januar 2018

Wir retten was zu retten ist - Gerichte mit Kohl



Das neue Jahr hat begonnen wir schon ist die erste Rettungsaktion am Laufen. Dieses Mal wollen wir Kohlgerichte retten... die Idee dazu kam von Britta, die nach leckeren Kohlgerichten suchte.Das haben sich die Retter natürlich nicht 2x sagen lassen und gerettet, was das Zeug hielt. 26 Rezepte, eines natürlich besser als das andere, sind so zusammen gekommen.

Ich hatte das Glück, dass ich am Wochenende auf dem Markt Grünkohl bekommen habe. Inzwischen wird dieser nämlich nicht nur im hohen Noden von Deutschland angebaut - auch wesentlich weiter südlich ist er inzwischen frisch verfügbar. Nicht ganz ohne Grund: Grünkohl ist ein wahres Super-Food, das mit vielen Guten Eigenschaften punkten kann.

Grünkohl hat den höchsten Gehalt an Betacarotin von allen Lebensmitteln: Grünkohl gehört zu den Kohlsorten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C. Roher Grünkohl zählt damit zu den Vitamin-C-reichsten Lebensmitteln überhaupt, allerdings wird Grünkohl (noch) selten roh gegessen - aber Ausnahmen bestätigen da wieder die Regel. Außerdem enthält er Senfölglykoside relativ viel Vitamin K.

Entgegen der weit verbreiteten Rezeptur des längeren Kochens kann Grünkohl auch mit kürzerer Garzeit zubereitet werden. Blanchiert schmeckt er durchaus auch im Salat, der mit kräftigen Aromen wie Speck, Schinken und Zwiebeln verfeinert werden darf. Darüber hinaus findet er zumindest in den USA auch als Rohkost seinen Platz. Dort ist er Bestandteil vieler "Green Smoothies"-Rezepte und ein beliebter Bestandteil in Salaten. Außerdem ist er dort unverzichtbare Zutat in der Südstattenküche.
Seit einigen Jahren wird Grünkohl zunehmend als pikanter Snack in Form von Chips (engl. Kale Chips) gegessen. Die zerkleinerten Blätter werden gewürzt und anschließend gebacken, frittiert oder für Chips in Rohkostqualität bei schonenderen Temperaturen getrocknet. Die im Handel, insbesondere im Naturkosthandel, erhältlichen Grünkohlchips sind meist mit gemahlenen Nüssen verfeinert. (Quelle: Wikipedia)

Ich habe mich für einen bunten Salat mit rohem Grünkohl, Rotkraut und einem fuchtig-nussigen Topping entschieden. Ich hatte zuerst überlegt, ob ich etwas Quinoa unter den Salat mische, habe mich dann aber doch für Graupen entschieden. Auf die Idee, Grünkohl roh als Salat zu verwenden bin ich gekommen, als ich im Fernsehen einen Bericht über Food-Trends gesehen habe und dort der Grünkohl-Salat von Deen & David vorgestellt wurde. Dieser wird allerdings mit Mango, Avocado und Minze zubereitet.



Kale Salad - kernig & fruchtig 
für 4 Portionen

125 g Graupen
200 g Grünkohl(waren bei mir etwa 300 g ungeputzt)
die Hälfte von einem kleinen Rotkohl (sollte ca. 200 g ergeben)
2-3 EL Suppengrundstock (alternativ Salz)
2 EL Sesamöl
2 Orangen, eine davon unbehandelt
8 EL Pflanzenöl (ich: Rapskernöl)
2 EL Kürbiskernöl
2 EL grober Senf
3 EL Sweet-Chili-Sauce (z.B. nach diesem Rezept
6-8 EL Fruchtessig (ich: Orangen-Essig)
Salz und Pfeffer
5-10 EL Nüsse und Kerne (ich: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Cashewnüsse, Sesam) - Variationen ganz nach Geschmack möglich


Die Graupen nach Packungsangabe in reichlich Wasser bissfest kochen. In der Zwischenzeit den Grünkohl putzen, von den dicken Stängeln befreien und waschen. Anschließend in feine Streifen schneiden. Den Rotkohl (ich habe übrigens roten Spitzkohl verwendet) von dem Strunk befreien und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Beide Kohlsorten in eine große Schüssel geben. Suppengrundstock (alternativ nur Salz, aber mit der Menge aufpassen) und Sesamöl zufügen. Nun muss der Kohl ordentlich durchgenetet werden um die festen Strkturen aufzubrechen. Den Tipp hat mir meine Mutter bereits als Mädchen gegeben, seither mache ich das eigentlich bei jedem rohen Krautsalat so.

Die gekochten Graupen abgießen, kurz abkühlen lassen und unter das Kraut mischen. Die unbehandelte Orange waschen und die Schale abreiben. Dann beie Orangen schälen, filetieren und zum Salat geben. Den Saft aus den Resten auspressen und auffangen.

Für das Dressing das restliche Öl, Senf, Sweet-Chili-Sauce, Essig, Suppengrundstock, Orangenschale und den ausgepressten Orangensaft miteinander verrühren. Über den Salat geben und gründlich vermengen. Mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Nüssen & Kernen bestreuen.


Hier geht es zu mehr Rezepten mit Kohl:

Anna Antonia: Cole-Slaw ganz einfach
auchwas: Grünkohl-Pizza
Bonjour Alsace: Sauerkraut im Glas
Brittas Kochbuch: Winterliche Minestrone
Cakes Cookies and more: Bunter Wintersalat
Fliederbaum: Klassisches Rotkraut
LanisLeckerEcke: Cole Slaw
Leberkassemmel und mehr: Überbackener Blumenkohl
magentratzerl: Kohl hoch zwei
Summsis Hobbyküche: Weißkohlcurry
Turbohausfrau: Flammkuchen mit Kohl
Unser Meating: Rote - Bete - Risotto mit Grünkohltopping

... und wem das immer noch nicht reicht - hier noch mehr Kohl-Rezepte



Ganz lieben Dank an Sina & Susi, die auch dieses Mal wieder eine schöne Rettungsaktion ins Leben gerufen haben. Dank auch an Britta, die die Idee zu diesem Event hatte. Und nicht zu vergessen die ganzen fleißigen Helferlein, die im Hintergrund für uns Dokumente erstellen und das Pinterest-Board aktualisieren.