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Sonntag, 7. August 2011

Einfach lecker: geschmorte Rinderbäckchen

Vor 2 1/2 Wochen haben wir mit den Schwiegertigers den Dom zu Speyer besichtigt. Nach dem anstrengenden Kulturprogramm und vor der noch anstrengenderen Shopping-Tour haben wir uns im Domhof gestärkt. mein Mann probierte die geschmorten Ochsenbäckchen mit Meerrettichsauce - ich habe auch ein kleines Stückchen kosten dürfen und musste zugeben: so ein zartes Fleisch habe ich selten gegessen. Jedenfalls wurde in dieser Stunde der Wunsch geboren, selbst einmal so ein schönes Stück Fleisch zuzubereiten. Also haben wir uns an den Metzger unseres Vertrauens gewendet und Rinderbäckchen bestellt. Gestern konnten wir unsere Beute abholen: zwei Bäckchen, die zusammen ca. 1,1 kg auf die Waage gebracht haben. Und heute sind sie im Topf gelandet. Das Gericht braucht zwar ziemlich viel Zeit, aber wir möchten Euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten.

 

Geschmorte Rinderbäckchen mit Semmelknödeln, Pfifferlingen und glasierten Möhrchen
für 4 Portionen

2 Rinderbäckchen à ca. 500 g
etwas Mehl
4 Karotten
1 große Pastinake
2 Petersilienwurzeln
2 Scheiben Knollensellerie
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 kleines Stück Ingwer
1 Stange Lauch
2 EL Tomatenmark
350 ml Rotwein
500 ml Geflügelbrühe oder Kalbsfond oder Rinderbrühe
1 kleines Bund Thymian
1 Stängel Rosmarin
2 Lorbeerblätter
1 Bund Petersilie
100 ml roten Portwein
etwas Speisestärke (ca. 1-2 TL)
Öl zum Anbraten

250 g getrocknetes Brot in kleinen Würfeln
500 ml Milch
2 Eier (Gr. M)
200 g Semmelbrösel (nächstes Mal nur 100 g nehmen, die Knödel waren zu fest!)
125 g Katenschinken (gewürfelt)
1 Lauchzwiebel
1/2 Bund Petersilie
Muskatnuss

400 g frische Pfifferlinge
125 g Katenschinken (gewürfelt)
2 Lauchzwiebeln

500 g Pariser Möhrchen (TK-Produkt)
Butter o.ä.
ein bisschen Ingwer
1 Knoblauchzehe

noch 1/2 Bund Petersile

Zubereitung:

Die Bäckchen parieren (von Sehnen befreien), salzen und pfeffern. Mit Mehl bestäuben. Das ganze (Wurzel-)Gemüse schälen und würfeln.

Öl in einem großen, feuerfesten Topf erhitzen. Die Bäckchen darin rundherum anbraten. Herausnehmen und das Gemüse zusammen mit den Parüren anbraten. Tomatenmark kurz mit anrösten, dann mit dem Rotwein ablöschen. Aufkochen lassen, die Brühe zufügen, wieder aufkochen. Die Bäckchen einlegen und die Kräuter zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt in den bei 150 °C vorgeheizten Backofen stellen und 3 - 3 1/2 Stunden schmoren lassen. Dabei die Fleischstücke ab und zu wenden.

In der Zwischenzeit die Brotwürfel mit der Milch übergießen. Die Lauchzwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Den Katenschinken in etwas Fett anbraten. Die Zwieben kurz mitdünsten. Beides zur Brötchenmasse geben, die Eier und gehackte Petersilie zufügen, gut vermengen. Mit Semmelbröseln abbinden, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Kurz ausquellen lassen, dann Knödel formen (etwas gößer als Tischtennisbälle). Den Mann zum Pfifferlinge Putzen schicken.

Nach 3 - 3 1/2 Stunden das Fleisch aus dem Ofen nehmen. Mit Alufolie bedeckt zusammen mit den Tellern (zum Vorwärmen) im Backofen bei 75 °C warm halten.

Die Knödel und die gefrorenen Möhrchen in den Dampfgarer geben. 25 Minuten bei 100 °C garen. Die Knödel waren nach der Zeit wunderbar, die Möhrchen allerdings etwas zu weich (nächstes Mal 5 Minuten später in den Dampfgarer schieben).

In der Zwischenzeit den Katenschinken in einer Pfanne auslassen, die Pfifferlinge und die Lauchzwiebel zufügen. Alles gut braten, mit Pfeffer und Salz würzen.

Die Sauce durch ein Sieb in einen neuen Topf passieren. Speisestärke mit dem Portwein verrühren, zur Sauce geben und aufkochen. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Butter in einer anderen Pfanne schmelzen lassen, die gegarten Möhrchen zusammen mit dem fein gewürfelten Ingwer und Knoblauch zufügen. Mit etwas Zucker und Salz würzen. Kurz vor dem Servieren gehackte Petersilie über die Möhren und Pfifferlinge geben.

Das Fleisch in Scheiben schneiden, zusammen mit der Sauce, den Knödeln, den Möhrchen und den Pfifferlingen auf den vorgewärmten Tellen anrichten...



Les mûres sauvage...




... also "wilde" Brombeeren wachsen bei uns ums Grundstück in Massen. Nachdem ich mich gestern mit Gelierzucker eingedeckt hatte und die Sonne heute zumindest zeitweise zum Vorschein kam, haben wir uns über die Früchte der Natur hergemacht. Innerhalb von 15 Minuten hatten wir ein Körbchen voll mit den schönen und reifen Beeren - und etliche in unseren Bäuchen *lecker*

Schnell waren sie geputzt und 950 g sind zusammen mit 150 ml Rotwein im Kochtopf gelandet, 5 Minuten köcheln lassen und dann durch ein Sieb gestrichen. Anschließend die Überlegung, wie wir das Gelee verfeinern könnten. Denn "einfaches" Brombeergelee kommt bei uns nicht ins Glas! Rosmarin? Thymian?

Die Entscheidung ist mit Hilfe des "Telefonjokers" in Zeuthen gefallen: Ein wenig Zitronenthymian und Ingwer verfeinern das dunkelrote Beerengelee. Außerdem unterstützt der Saft und die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone das feine Aroma des Thymians. Fraglich ist allerdings, ob ein Esslöffel der Blättchen ausreichen - wir werden es schmecken.

Aber das ist nicht der einzige Aufstrich, der heute in unserer Küche ensteht. Nachdem wir günstig an Zwetschgen gekommen sind und ich die Kombination mit weihnachtlichen Gewürzen liebe, wird es eine neue Auflage vom "Weihnachtszauber" geben - lecker abgestimmt mit Zimt, Sternanis, Nelke, Kardamom und einem Schuß Rotwein.

Neuland betreten wir mit der Kreation aus Aprikosen, Zitronenschale, selbstgemachtem Vanillezucker und weißem Lavendel - wir sind schon gespannt, wie das schmecken wird.

Was wir aus den Mirabellen machen, die auch noch in der Küche liegen, wissen wir noch nicht. Aber es wird uns schon etwas einfallen.

Die genauen Rezeptangaben folgen später...

Samstag, 6. August 2011

Auf der Suche nach...

... DEM Asia-Shop in unserer neuen Heimat. Als wir noch in Jügesheim sesshaft waren, hatten wir in Dietzenbach ja einen wunderbaren Asia-Shop gefunden, der ein schönes Sortiment hatte (hier die Geschichte dazu...). Nun war es heute so weit, dass wir auch hier wieder einen entsprechenden Laden gesucht haben. So habe ich im Internet recherchiert und ein paar Kandidaten notiert.

Und darum haben wir uns heute morgen auf den Weg gemacht. Als erstes führte uns unser Weg ins nahegelegene Harxheim im Zellertal - zum Metzger Lind. Dort haben wir die bestellten Rinderbäckchen abgeholt (dazu morgen bestimmt mehr). Eine kleine Schale Fleischsalat musste auch noch mit - echt lecker und empfehlenswert, wie alles, was wir bisher dort gekauft haben.

Die nächste Station (Nummer eins auf meiner Liste) war der Asia-Markt in Worms (Peterstr. 30). Von aussen wie ein ganz normaler Asia-Shop. Innen findet man eine extra "Abteilung" mit asiatischer Kunst. Schöne Sachen, aber leider nicht ganz günstig. Ein paar hundert Euro sind da gleich mal weg! Aber deswegen hatten wir den Laden ja auch nicht aufgesucht. Also ab in die Lebensmittelabteilung, die auf den ersten Blick auch gut sortiert scheint. Die übliche Auswahl an Nudeln, Saucen, Dosen und Gewürzen. Auch die TK-Ware ist Standard. Dann haben wir die 3 Kühlschränke mit der Frischware entdeckt. Während ich die Kräuter unter die Lupe genommen habe, hat die Küchenhilfe die Tofu-Produkte entdeckt. Leider hat es uns in beiden Fällen regelrecht die Sprache verschlagen und wir sind regelrecht aus dem Laden geflüchtet: sämtliche Kräuter waren mehr als hinüber (teilweise als solche gar nicht mehr erkennbar, nur noch eine braune, matschige Masse) und das MHD des Seidentofus ist bereits Anfang Juni abgelaufen. Nein Danke, hier werden wir nicht einkaufen. Wirklich nicht empfehlenswert.

Nach dieser Enttäuschung sind wir erst einmal über den Wormser Wochenmarkt gebummelt. Dort haben wir ein bisschen Obst, Gemüse und Käse eingekauft. Zu guter Letzt kamen wir an einem Wagen mit Wildspezialitäten von Wild-Klein vorbei. Das Angebot wurde für gut befunden, aber da unser Speiseplan für dieses Wochenende bereits steht, haben wir entschieden, das Wildfleisch erst in zwei Wochen auszuprobieren.

Nun gut, wir wollten ja einen Asia-Laden finden... also haben wir Nummer 2 meiner Liste aufgesucht: den Thai-Asia-Shop in Alzey. Ich war zunächst etwas verwirrt, da im Internet zwei Adressen des selben Ladens zu finden: Hellgasse 3 und Sankt-Georgen-Str. 11. Als wir vor dem Laden standen hat sich des Rätsels Lösung gefunden. Das Haus steht auf der Ecke beider Straßen. Nur das Angebot im Inneren war wieder eine Enttäuschung. Ein sehr kleines Angebot und frische Kräuter gibt es nur am Dienstag oder Mittwoch. Also wieder nichts. Immerhin gab es in der Altstadt noch ein Lachs-Wrap bzw. -Brötchen.

Frisch gestärkt sind wir dann nach Ludwigshafen gefahren, in der Hoffnung, dort einen vernünftigen Laden zu finden. Schon von weitem haben wir das Schild von Kai's Asia-Shop gesehen - um dann festzustellen, dass sich dort ein Thai-Massage-Salon befindet.

Nun gut, von Ludwigshafen ist es ja nur noch ein Katzensprung nach Mannheim. Zu verlieren hatten wir ja nichts. Also wieder ins Auto und auf zum Neuen Messplatz. Und dort haben wir ihn gefunden: DEN super Asia-Markt - im wahresten Sinne des Wortes. Denn wir standen vor dem Dragon & Phoenix Asia-Supermarkt (Maybachstr. 14-16, Mannheim). Schon von aussen war zu erkennen, dass der Laden sehr groß ist - mit entsprechendem Angebot. Ja, wir waren glücklich und haben uns in aller Ruhe umgeschaut. Die Dame, die die Regale gesäubert hat, hat auch sehr freundlich und gar nicht aufdringlich nachgefragt, ob sie behilflich sein könnte - aber wir wollten ja erst mal nur schauen. Bei Fragen dürften wir uns aber gerne an sie wenden. Schließlich haben wir ein bisschen frischen Pak-Soi, frischen Koriander, Ingwer und Reisnudeln gekauft. Gleich nebenan im Lidl haben wir die restlichen Wochenend-Einkäufe erledigt - dachten wir. Denn noch ein Haus weiter befindet sich ein gut besuchtes türkisches Lebensmittelgeschäft. Da mussten wir natürlich auch noch rein. Von aussen zwar nicht so der Bringer, aber innen gut sortiert, günstig und vor allem: eine große, ordentliche und saubere Fleischtheke. Natürlich konnten wir nicht widerstehen und haben etwas Lammfleisch, Mangos, Petersilienwurzeln, Bundmöhren und noch mehr Koriander mitgenommen.

Unser Fazit des heutigen Tages: wir haben zwar wieder einmal eine halbe Weltreise unternommen, aber es hat sich definitiv gelohnt: wir haben am Neuen Messplatz in Mannheim unsere Einkaufsmeile gefunden.

P.S.: die Öffnungszeiten des Asia-Supermarkts: Mo.-Fr. 9:00 - 19:00 Uhr, Sa. 9:00 - 18:00 Uhr

Sonntag, 24. Juli 2011

Experiment

Weihnachten 2009 hatte ich einen Kaffee-Orangen-Likör angesetzt. Der fristete lange Zeit sein Dasein in einer Küchenecke. Sogar den Umzug hat er mitgemacht. Nun waren allerdings die Schwiegertigers zu Besuch. Und da hat mich dieses Glas in meiner schönen Küche doch etwas gestört. Also habe ich ihn endlich abgeseiht und in eine Flasche gefüllt. Probiert wurde er auch - und siehe da, er hat meinen Schwiegertigers und meinem Mann ausgezeichnet geschmeckt. Leider war es nur recht wenig Likör (ca. 400 ml), den ich damals angesetzt hatte. Und Schwiegermutter wollte unbedingt welchen zu ihrem Geburtstag im Oktober haben. Also habe ich heute neuen angesetzt. Nur ist es mal wieder so, dass ich null Plan habe, in welchen Mengen ich was benutzt habe... also ist experimentieren angesagt. Damit mir das nicht wieder passiert, schreibe ich das "Rezept" lieber gleich hier nieder.

Kaffee-Orangen-Likör (Zutaten für ein 700 ml-Glas):

100 g braunen Kandis
100 g weißen Kandis
99 Kaffeebohnen
Schale und Saft (100 ml) von 1 Bio-Orange
400 ml Wodka

in ein Schraubglas mit großer Öffnung geben. Dann für 2-4 Wochen in ein sonniges Fenster stellen. Danach dunkel und kühler stellen.

Ich habe jetzt gleich 3 Gläser angesetzt. Das erste wird Anfang Oktober abgeseiht, das zweite wird wohl an Weihnachten dran glauben müssen und das dritte vergesse ich dann wieder für ein oder zwei Jahre...

Sonntag, 10. Juli 2011

Schneller Wurstsalat aus dem Thermomix


Dieses Rezept geht wirklich fix und schmeckt auch noch lecker:

Zutaten:

4 Frühlingszwiebeln
5 eingelegte Gurken plus 1/2 - 3/4 Messbecher Gurkenbrühe
100 g Kräuter-Frischkäse
2-3 EL Majonnaise (oder entsprechend mehr Frischkäse)
2 EL frische Kräuter (oder TK-Produkt)
1 EL Senf
Salz und Pfeffer
300 g (Geflügel-)Fleischwurst

Zubereitung:

Die Frühlingszwiebeln in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten, außer der Fleischwurst und den Gurken, in den Thermomix geben. 4 Sek./Stufe 5 verrühren.

Dann die Fleischwurst und die Gurken in grobe Stücke schneiden, in den Mixi geben und 5 Sek./Stufe 4 zerkleinern. Die Zeit kann natürlich variiert werden, je nachdem wie grob oder fein man seinen Salat haben möchte.

Fertig ist der Wurstsalat, der sich wunderbar als Brotbelag eignet. Als Variante kann noch etwas Käse und/oder gekochte Eier im letzten Schritt zugefügt werden.

Gefüllte Forellen aus dem Backofen

Dieses Rezept haben wir gestern ausprobiert - und fanden es super lecker.

Zutaten:

4 küchenfertige Forellen
150 g Butter oder Margarine
150 g durchwachsener Speck
1 mittelgroße Pastinake
1 Karotte
4 Stangen Frühlingszwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL rotes Pesto (Fertigprodukt)
frische Petersilie, Thymian & Rosmarin
1 Ei
Semmelbrösel
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Pastinake, die Karotte und den Knoblauch schälen, in feine Würfel schneiden.
Den Speck ebenfalls fein würfeln. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden. Die Kräuter fein hacken.

Den Speck in der Hälfte der Butter/Margarine auslassen. Pastinaken- und Karottenwürfel dazugeben und andünsten. Zuletzt die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch kurz mitdünsten. Das Pesto unterrühren und die Masse etwas auskühlen lassen.

Dann die Kräuter und das Ei unterrühren, so viel Semmelbrösel zufügen, dass die Masse zusammenhält. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Forellen gründlich waschen, mit der Masse füllen und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Backblech legen. Restliche Butter/Margarine in Flöckchen auf den Forellen verteilen.

Bei 185 °C (Umluft) 25-30 Minuten garen.

Als Beilage gab es Ofenkartoffeln - bietet sich an, da der Backofen eh' an ist...

Sonntag, 3. Juli 2011

Kulinarischer Sonntag


Gestern waren wir nach langer Zeit mal wieder in Frankreich einkaufen. In unserem bevorzugten Supermarkt: dem Auchan in Illkrich bei Strassbourg. Und es sind wieder Köstlichkeiten in unserem Wagen gelandet... Couscous, lecker Käse (unter anderem Munster und diverse Ziegenkäse), Wein (o.k., das ist zwar wie Eulen nach Athen zu tragen, aber es musste einfach sein), leckerer Senf, Flammkuchenböden, Leberpasteten, frische Crevetten und noch vieles mehr. Vorsichtshalber hatten wir gleich zwei Kühlboxen mitgenommen... aber wir konnten uns zurückhalten und haben letztendlich doch nur eine gebraucht.

Gestern Abend haben wir, da wir bei meinem Vater mit lecker Gegrilltem und köstlichen Salaten verwöhnt wurden und dann auch noch historisches Altstadtfest in Kenzingen war, außer etwas Käse und einer Flasche Wein nicht viel von unseren Schätzen verbraucht.

Dafür haben wir heute aber voll zugeschlagen. Die Hälfte des Tages, die wir wieder zu Hause sind, habe ich fast ausschließlich in der Küche verbracht. Nachdem es nichts zum Frühstück gab (Mamas Kühlschrank war leer) hatten wir bei unserer Rückkehr richtig Hunger. Also gab es erst mal 3 Flammkuchen für uns beide. Den ersten haben wir mit Munster belegt, den zweiten mit Parma-Schinken und Ruccola und den letzten haben wir mit Trüffelkäse verfeinert.

Dann hat mein geliebter Mann die Johannisbeersträucher von ihrer Last befreit. Aber fast ein Kilo Johannisbeeren naschen, das ist zuviel. Also wohin mit der Ernte, denn verkommen soll ja nichts. Schwpp-di-wupp wurde er zum Mango Schälen verurteilt. Denn aus 385 g Mango, 615 g roten Johannisbeeren und einem Pfund Gelierzucker (2:1) entsteht ein JoMa-Fruchtaufstrich.

Dann fiel mir ein, dass ich am Freitag kein Brot gekauft hatte - ich wollte ja backen. Also schnell den Teig geknetet (diese Arbeit hat mir glücklicherweise die KitchenAid abgenommen) und auf der Terrasse zum Gehen in die Sonne gestellt. Dann hat mir mein Mann verraten, dass er für die nächste Woche keine Kekse mehr hätte... da dachte ich mir, dass wenn ich den Backofen sowieso heizen muss, dann kann ich auch noch Kekse backen. Und zwar:

Kokos-Hafer-Fladen (ca. 80 Stück)

Bei der Herstellung hat mich der Thermo-Mix unterstützt. Hier erst mal die Zutaten:

260 g Margarine oder Butter
250 g Zucker (das nächste mal nehme ich nur 200 g, die Kekse wurden ziemlich süß)
2 große oder 3 kleine Eier
1 TL Backpulver
70 g Vollkornmehl
200 g Kokosraspel
400 g körnige Haferflocken

Zubereitung:

1. Margarine/Butter im Thermomix 3-4 Min/50°/Stufe 2 verflüssigen
2. Zucker dazugeben und 1 Min/Stufe 3 unterrühren.
3. Eier, Backpulver und Mehl zufügen, 1 Min/Stufe 3 verrühren.
4. Kokosflocken und Haferflocken dazuschütten, 2 Min/Teigstufe unterrühren.

Den Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Auf mit Backpapier belegte Beche mit einem Teelöffel kleine Häufchen setzen und etwas flach drücken. Die Abstände nicht zu klein wählen, die Häufchen verlaufen noch ein bisschen. Bei mir haben auf ein Blech genau 16 Stück gepasst und die ganze Masse ergab 5 Bleche.

Die Fladen dann bei 200 °C (Umluft) ca. 11 Minuten backen. Jeder Backofen backt anders, also immer ein Blick auf die Kekse haben, sie verbrennen echt schnell!

Die gebackenen Kekse auf einem Gitterrost gut auskühlen lassen (vorsicht, im warmen Zustand sind sie noch sehr weich), dann in luftdichte Behälter packen.

Als Varianten werde ich demnächst einmal ausprobieren: mit kleingeschnittenem Ingwer, mit dunklen Schokostückchen und mit getrockneten Früchten (Aprikosen, Mangos oder Cranberries).

So, jetzt schiebe ich das Brot in den Ofen, sonst gibt es keine Beilage zu den Crevetten mit Knoblauchsauce, die es später am Abend geben soll.