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Mittwoch, 2. April 2014

Heute vor 10 Jahren...

... habe ich das erste Mal für Herrn P. gekocht. Nachdem er beim ersten Besuch nur Wasser und Smarties vorgesetzt bekam, habe ich beim zweiten Mal richtig Aufgetischt: Lammkeule mit viel Knoblauch und Rotweinauce, dazu Rosmarin-Lavendel-Kartöffelchen und Bohnen. Die Kartöffelchen mit Rosmarin und Lavendel gehen auf meinen "kleinen" Bruder zurück, denn in der Dunkelheit des Abends konnte er Rosmarin und Lavendel nicht auseinander halten - auf die Idee daran zu riechen, ist er allerdings nicht gekommen... war aber halb so schlimm, denn giftig ist Lavendel ja nicht und geschmeckt hat es trotzdem (allerdings mit leicht seifigem Beigeschmack).

Und irgendwann schaffe ich es, dieses Gericht noch einmal zu kochen...

Sonntag, 23. März 2014

Brownies? Oder lieber Muffins?

Heute Morgen habe ich ein paar Muffins gebacken. Eigentlich sollten es ja Brownies werden, aber irgendwie hatte ich nicht die geeignete Backform dafür. Also ist der Teig einfach in der Muffinform gelandet. Wer den Teig ebenfalls so backen möchte, dem empfehle ich auf jeden Fall noch zusätzlich Papierförmchen zu verwenden, denn so lösen sich die Teile selbst aus Silikonformen schlecht.


Schoko-Orangen-Brownies
für 12-14 Stücke

200 g Butter
300 g dunkle Schokolade, gehackt
4 Eier
300 g Rohrzucker
2 EL Vanillezucker
1/2 TL Fleur de Sel
150 g Dinkelmehl (Type 630)
1 TL Backpulver
Schale von 1 unbehandelten Orange, fein gehackt
2 EL Orangensaft

Butter und 200 g Schokolade im Wasserbad schmelzen. Eier, Rohrzucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren. Schoko-Butter-Masse, Mehl, Backpulver, Orangenschale und-Saft zufügen. Alles gut vermengen. Zuletzt die restlichen Schokoladenstücke unterrühren. In Muffinförmchen oder eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 20x20 cm) füllen und glatt streichen.

Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten bei 175 °C (Umluft) backen. Die Brownies sollten oben eine knusprige Kruste und innen noch etwas feucht sein. 

Vor dem Aufschneiden abkühlen lassen. Am besten mit viiiiiiel Schlagsahne genießen.

Samstag, 22. März 2014

Fleisch

Wir weilen ein paar Tage in München. Mit dem vollen Programm - allerdings stehen darauf nicht die typischen Touri-Attraktionen , dafür aber der Besuch von Dallmayer, Manufaktum, Frischeparadies und so weiter. Wir hatten Glück und haben hier in München auch endlich wieder Maldon-Salz bekommen - und haben gleich den 1,5 kg Vorrats-Eimer mitgenommen.

Nachdem wir am Donnerstag leckeres Sashimi hatten (der Lachs aus dem Frischeparadies ist dafür wirklich zu empfehlen), gab es gestern Abend leckeres Entrecote und Skrei-Loins vom Grill. Dazu gab es einen schnellen Nudelsalat und eine Kräuter-Parmesan-Butter.


Kräuter-Parmesan-Butter

250 g weiche Butter
100 g Parmesan, frisch gerieben
1 Bund gemischte Kräuter, gehackt (z.b. Bärlauch und Petersilie)
1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gerieben
Salz und Pfeffer

Butter mit Parmesan, Kräutern und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bis zum Servieren kalt stellen.

Donnerstag, 20. März 2014

Ausflug nach München

Wo muss frau hin, wenn sie nach München geht? - natürlich zu Dallmayr. Und genau das habe ich dann gleich am ersten Tag getan und mich gründlich umgeschaut. Gekauft habe ich allerdings nichts, es war mir doch etwas zu teuer...



der erste deutsche Spargel





 ... Schnittchen ...





 ... für Herrn P.

... ein Schäppchen für knappe 2.800 Euro!


Anschließend noch zu Manufactum - liegt ja gleich daneben -, denn auch dort gibt es schöne (und teure) Dinge zu bestaunen.



 ... gute Bekannte - Pfälzer Dubbegläser ...





 ... und wieder ein Schnäppchen - kostet sogar noch ein Ticken mehr als der "günstige" Whisky ...



Sonntag, 16. März 2014

Back-Tag

Heute ist mal wieder Backtag. Zuerst ist der Buttermilch-Zwieback im Ofen gelandet und danach kam das Brot dran. Hier habe ich mal wieder ein bisschen experimentiert, denn immer genau das gleiche Brot ist ja langweilig. Aber im Prinzip ist es eine Variante vom geliebten Kartoffelbrot aus dem Topf.


Dinkel-Kartoffel-Hafer-Tomaten-Brot
für ein großes Brot

15 g Frischhefe
150 g Wasser
15 g Stein- oder Meersalz (ich habe Himalaya-Steinsalz verwendet)
300 g gekochte Kartoffeln
1 1/2 TL Honig
600 g helles Dinkelmehl (Type 630)
300 g Dinkelvollkornmehl
100 g kernige Haferflocken
450 g (Kartoffel-)Wasser - also das Kochwasser der Kartoffeln 
140 g getrocknete Tomaten in Öl (Abtropfgewicht), gehackt
1-2 TL Thymian
 etwas Butterzum fetten der Form
Haferflocken

Zunächst einmal muss man die Salz-Hefe-Lösung aus der Frischhefe, Wasser und Salz herstellen. Sie soll mindestens 1, maximal 48 Stunden reifen. Meine ist über Nacht gereift.

Dann die ausgereifte Salz-Hefe-Lösung in den  Mixtopf gießen, die Kartoffeln und den Honig dazu geben. Den Mixi 5 Sekunden auf Stufe 7 drehen lassen. Jetzt Vollkornmehl, helles Mehl und die Haferflocken  einwiegen. Außerdem das Kartoffelwasser und die gehackten Tomaten zufügen. Den Teig 5 Minuten auf Teigstufe kneten lassen.

Nun muss der Teig an einem warmen Ort gehen. Dazu den Teig in eine Schüssel umfüllen und in einen sauberen Müllbeutel packen. Das Teigvolumen sollte sich verdoppeln.

Nun kommt der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche und kann mit einem Spatel bearbeitet werden, bis man eine schöne, geschmeidige Kugel hat. Einen gusseisernen Bräter einfetten und mit Haferflocken ausstreuen. Leider besitze ich keinen entsprechenden Bräter, so dass ich einfach meinen Ultra von Tupper verwendet habe. Nun muss man die recht weiche Teigkugel noch in den Bräter verfrachten, Deckel drauf und ab damit in den kalten Backofen. Den Backofen auf 200 °C (Umluft) einstellen. Nach 55 Minuten den Deckel abnehmen und das Brot weitere 10-15 Minuten backen.

Nach dem Backvorgang habe ich das Brot aus der Form genommen und noch 15 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen, bevor es dann ganz abkühlen durfte.

Das vierte Mal

Zum vierten Mal backe ich African Rusks - also Buttermilch-Zwieback. Und wie üblich in einer wilden Mischung. Wieder geht der größte Teil davon an meine Schwägerin, die sich inzwischen um ihr Baby kümmern muss und zwischendurch immer wieder eine kleine Stärkung braucht. Da ist der Buttermilch-Zwieback genau das Richtige.


African Rusks IV

trockene Zutaten:

500 g getrocknetes Obst, gewürfelt (Datteln, Feigen, Aprikosen, Birnen, Pfirsiche, Äpfel, Pflaumen)
200 g gehackte Paranüsse
200 g Haferflocken
800 g Dinkelmehl (Type 630)
450 g Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
2 TL Natron
2 TL Weinstein
1-2 TL Salz
1/2 TL Zimt, gemahlen
1 TL Ingwer, gemahlen
2 EL Vanillezucker, vom selbst gemachten
350 g brauner Rohrzucker

250 g Butter

nasse Zutaten:

500 ml Buttermilch
250 ml neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
2 Eier

Zubereitung:

1. Alle trockenen Zutaten in einer wirklich großen Schüssel vermengen. Dann die Butter in kleinen Stückchen in der Mehlmasse verteilen.
2. Alle nassen Zutaten in einer anderen Schüssel verrühren, dann in die große Schüssel zu den trockenen Zutaten geben.
3. Alles zu einem festen Teig verkneten.
4. Dieses Mal habe ich den Teig nicht zu Kugeln geformt, sondern habe ihn auf 2 - mit Backpapier ausgelegten - Blechen verteilt und in Rechtecke geschnitten.
5. Im Ofen bei 155 °C (Umluft) für 55 Minuten backen. Heiß aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter legen und dort für ca. 30 Minuten auskühlen lassen.
6. Entlang der Fugen auseinander brechen und ohne Backpapier auf dem Rost verteilen. Im Ofen bei 100 °C für ungefähr 3 -4 Stunden trocknen. Ab und zu schauen, ob sie goldbraun und schon trocken sind.

Dienstag, 25. Februar 2014

Dienstag

Ich wurde "genötigt", das Rezept der Pfälzer Klöße herauszurücken. Deswegen wird der folgende Text (zumindest im Moment noch) völlig sinnfrei erscheinen. Ach so, das Rezept für die Zwiebelsauce ist für die doppelte Menge gerechnet, denn eine Hälfte brauche ich für den morgigen Tag.

Gestern wurden mein mein Mann und ich gut satt. Deswegen haben wir noch Pfannkuchen übrig und ich kann diese heute ohne Berechnung verwenden. Also ich muss sagen, die Suppe war sehr, sehr günstig, aber trotzdem lecker. Hätte ich nicht gedacht. Und die Klöße - yummy! Überhaupt: heute habe ich für das gesamte Essen nur 4,31 € ausgegeben und wir waren so satt, dass sogar noch 2 Klöße übrig waren! Wenn das so weiter geht, dann können der Lieblingsgatte und ich am Sonntag über die Stränge schlagen und uns jeweils eine Kugel Eis bei der Lieblingseisdiele leisten...

Flädle-Suppe (0,10 €)

1 Brühwürfel (0,05 €)
Salz und Pfeffer (0,05 €)
3 Pfannkuchen vom Vortag, in Streifen geschnitten (0,24 € - ohne Berechnung)
ein paar Halme Schnittlauch (von dem halben Bund weiter unten), in Röllchen geschnitten

Brühwürfel in 400-500 ml heißem Wasser auflösen. Pfannkuchenstreifen zufügen und alles erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Auf Suppenteller verteilen und mit den Schnittlauchröllchen bestreut servieren.


Wer ein etwas größeres Budget hat, der kann natürlich auch eine selbst gekochte Fleisch- oder Gemüsebrühe verwenden.


Pfälzer Klöße mit Zwiebelsauce und Endiviensalat (3,26 € bzw. 3,65 € )

1 Pk. Kloßmasse (0,55 €)
200 g Pfälzer Leberwurst (0,99 €)
1/2 Topf Schnittlauch (0,50 €), in Röllchen geschnitten
500 g Zwiebeln, in Ringe geschnitten (0,30 €)
25 ml Öl (0,05 €)
1 TL Zucker (0,01 €)
1 Brühwürfel (0,05 €) - alternativ Suppengrundstock
1 Knoblauchzehe (0,03 €), fein gewürfelt oder gerieben
1 EL Balsamico-Essig (0,05 €)
Salz und Pfeffer (0,05 €)
1 TL Speisestärke (0,01 €)

1/2 Endiviensalat (0,50 €), in Streifen geschnitten
1 TL mittelscharfer Senf (0,02 €)
25 ml Essig (0,01 €)
50 ml Öl (0,05 €)
1 Knoblauchzehe (0,03 €), gerieben
1 Prise Zucker (0,01 €)
Salz und Pfeffer (0,05 €)

Kloßmasse nach Packungsangabe mit Wasser anrühren und quellen lassen. In der Zwischenzeit die Leberwurst von der Pelle befreien, in 12 Stücke teilen und zu Kugeln formen.

Die Kloßmasse ebenfalls in 12 Portionen teilen, Knödel daraus formen und in die Mitte ein Mulde drücken. Die Leberwurststücke hineingeben und die Klöße verschießen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, die Klöße hineingeben und die Hitze reduzieren - das Wasser darf nicht mehr kochen! Die Klöße nun ca. 15 Minuten ziehen lassen. Sie sind gar, wenn sie oben schwimmen. Herausnehmen und in den Schnittlauchröllchen wälzen.

In der Zwischenzeit Öl erhitzen, die Zwiebeln darin anbraten. Mit den Zucker bestreuen und karamellisieren lassen. 400 ml Wasser angießen. Brühwürfel, Knoblauch und Balsamico-Essig unterrühren.  Aufkochen, dann 5-10 Minuten offen köcheln lassen. Mit etwas (in Wasser gelöster) Speisestärke abbinden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Endiviensalat wie am Montag zubereiten und zu den Klößen reichen.


Auch hier gilt die Devise: Kloßteig muss nicht aus der Tüte kommen, er lässt sich wunderbar selbst herstellen, sofern man genügend Zeit hat. Hier das Rezept (Kosten: 0,94 € - also 0,39 € mehr als für das Fertigprodukt):

700 g mehlige Kartoffeln, in Stücke geschnitten (0,45 €)
2 Eigelb (0,20 €) - Eiweiße aufbewahren
140 g Speisestärke (0,20 €)
140 g Mehl (0,06 €)
1 Prise Salz (0,01 €)
Muskatnuss (0,02 €)

Kartoffeln in Salzwasser gar kochen. Abgießen und ausdampfen lassen, dann durch eine Kartoffelpresse drücken. Eigelb, Speisestärke, Mehl, Salz und Muskatnuss hinzufügen und alles gut vermengen.

Die weitere Vorgehensweise ist wie weiter oben beschrieben.


Apfelkompott mit Knusperflocken (0,56 €)

2 Äpfel (ca. 400 g) (0,40 €), in Stücke geschnitten
1 EL Butter (0,06 €)
3 EL Zucker (0,06 €)
etwas Zimt (0,02 €)
2 EL kernige Haferflocken (0,02 €)

Apfelstücke mit Butter, 2 EL Zucker und etwas Wasser in einem Topf weich dünsten. Auf 2 Gläser verteilen und abkühlen lassen.

In einer Pfanne die Haferflocken ohne Fettzugabe anrösten. Mit einem 1 EL Zucker und etwas Zimt bestreuen, gut verrühren und vom Herd nehmen. Über das abgekühlte Apfelkompott geben und servieren.