Seiten

Montag, 28. Mai 2012

Slow Food


Am Samstag sind wir nach dem Marktbesuch noch schnell bei unserem Lieblings-Metzger vorbei gefahren. Dort haben wir unter anderem ein schönes Stück Kalbsbrust erstanden. Und genau diese ist heute im Slow-Cooker gelandet.




Kalbsbrust mit frühlingsfrischem Marktgemüse (für 3 Personen)

740 g Kalbsbrust
250 g frische Champignons
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
200 ml Weißwein
400 ml Gemüsebrühe
Paprikapulver edelsüß
1-2 EL Pflanzenöl

500 g grüner Spargel
500 g weißer Spargel
1 Bund Karotten
3 Mairübchen
Zucker
Salz und Pfeffer
5 Zweiglein Thymian
1/2 Bund Petersilie

Butter
100 ml Sahne

Die Champignons putzen, vierteln und in den kleinen Crocky legen. Die Schalotten und den Knoblauch schälen und in Scheiben bzw. kleine Würfel schneiden. Kalbsbrust pfeffern, in Öl von allen Seiten scharf anbraten und auf die Champignons legen. Schalotten und Knoblauch im Bratfett 
anschwitzen, mit Weißwein ablöschen. Aufkochen lassen, dann die Gemüsebrühe angießen. Alles erhitzen und zum Fleisch geben. Die Kalbsbrust mit Paprikapulver bestäuben. 1 Stunde auf HIGH und 7 Stunden auf LOW garen (ich denke, dass 6 Stunden LOW auch gereicht hätten, aber wir hatten uns einfach Zeit gelassen...)

Weißen Spargel, Karotten und Mairübchen komplett schälen, den grünen Spargel nur im unteren Drittel. Den Spargel und die Karotten in schräge Stücke scheiden, die Mairübchen in Stifte. Etwas Wasser in einem Topf erhitzen, mit Salz und etwas Zucker würzen. Zuerst die Karotten und den weißen Spargel ins Wasser geben. Nach 3 Minuten den grünen Spargel und nach weiteren 3 Minuten die Mairübchen zufügen. Alles bissfest garen, dann abgießen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin schwenken. Thymianblättchen und gehackte Petersilie zufügen, mit Salz und ggf. Zucker abschmecken.

Das Fleisch aus dem Crocky nehmen und warm halten. Von der Brühe 200 ml abnehmen und zusammen mit der Sahne in einen Topf geben. Aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas Butter in kleinen Flöckchen zufügen, kurz mit dem Pürierstab aufmontieren.

Fleisch in Scheiben schneiden, mit dem Gemüse und der Sauce auf Tellern anrichten.


Wer sich jetzt wundert, was wir mit den Pilzen gemacht haben - die gibt es morgen mit der restlichen Brühe und Sauce als Vorsüppchen...

Samstag, 26. Mai 2012

Open-Air-Saison eröffnet


Schon seit Februar nehmen wir uns vor, endlich zu grillen. Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen: keine Zeit, schlechtes Wetter, keine Lust, zu windig etc. - aber dieses Wochenende konnte uns nichts davon abhalten. Und so haben wir dieses Event richtig zelebriert. Zunächst die Frage, was soll auf den Grill? Wir haben uns für die folgende Kombination entschieden: 2 Medaillons vom Rehrücken (vom Kochtopfjäger geschossen und von uns mariniert), 4 dünne Scheiben vom Schweinebauch (mit etwas Knofi, Thymian & Rosmarin plus etwas geräuchertes Paprikapulver gewürzt) und 8 Hackfleischlollis sollten doch für 2 Personen reichen, oder? Und ein paar Kräutersaitlinge machen sich doch bestimmt auch ganz gut auf dem Grill - die waren gestern im Angebot und wollten unbedingt in meinen Einkaufskorb - was will man da machen?

unser Grillfleisch...
es bruzzelt...
zartes Rehmedaillon
krosser Schweinebauch
Lolli, Kräutersaitling & Schweinebauch



Zweierlei Kräuterbutter


Für die klassische Variante:
125 g weiche Butter
2 fein geriebene Knoblauchzehen
5 Stängel Thymian, gehackt
1 Rosmarinzweig, gehackt
1/2 Bund Schnittlauch, in Röllchen
1/4 Bund Petersilie, gehackt
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer

Für die asiatische Variante:
125 g weiche Butter
etwas Schnittknoblauch, gehackt
1/2 Bund Koriandergrün, gehackt
1 Zweig vietnamesischer Koriander, gehackt
1 Stängel Zitronengras, fein gehackt
1 haselnussgroßes Stück Ingwer, fein gerieben
etwas geriebene Zitronenschale
Currypulver
Kurkuma
Kreuzkümmel
Chiliflocken
Salz

Die Zutaten miteinander vermengen und mit den Gewürzen abschmecken. Zu Rollen formen und kalt stellen.


Salat vom Ofengemüse


1 Zucchini
2 Stängel Rosmarin
3 Zweige Thymian
4 Knoblauchzehen
5 Schalotten / kleine Zwiebeln
6 Karotten
7 Kartoffeln
8 Stangen weißer Spargel

1-2 EL Senf
Olivenöl
Balsamico Bianco
Salz & Pfeffer
Zucker
1 TL Pimenton de la Vera (dulce)
Thymian
Rosmarin
Petersile


Karotten, Kartoffeln und Spargel schälen. In Scheiben bzw. Stücke schneiden. Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Knoblauch andrücken und pellen, Schalotten schälen und vierteln. Rosmarin und Thymian fein hacken. Alles in eine Schüssel geben, mit 4-6 EL Olivenöl vermengen. Auf ein Backbelch geben, pfeffern und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft) 30-35 Minuten garen. Dabei ab und zu umschichten.


Aus dem Senf, Olivenöl, Balsamico und den gehackten Kräutern ein Dressing herstellen. Mit Paprikapulver, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen und mit dem Dressing vermengen.

Uns schmeckt der Salat am besten, so lange er noch lauwarm ist.


Medaillons vom Rehrücken


1 Strang ausgelöster Rehrücken, in 6 Stücke geteilt
2 Stängel Rosmarin, gehackt
5 Zweige Thymian, gehackt
3 Pimentkörner, angedrückt
3 Wacholderbeeren, angedrückt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
etwas Pflanzenöl

Alles zusammen in einen Gefrierbeutel geben, gut durchkneten und mindestens 2 Stunden ziehen lassen.


Hackfleischlollis (ergibt 8 Stück)

500 g Hackfleisch (wir hatten Rinderhack)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1-2 EL Senf
1/2 Bund Petersilie
1 Ei
Semmelbrösel
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch sälen, fein hacken. Zusammen mit dem Hackfleisch, dem Senf, der gehackten Petersilie und dem Ei vermengen. Mit den Semmelbröseln abbinden und den Gewürzen abschmecken. Den Fleischteig in 8 Portionen teilen, zu länglichen "Würsten" formen und auf Holzspieße stecken. Vor dem Grillen mit Öl einpinseln.


Was soll ich sagen, das Fleisch war super lecker, die Medaillons sind zart und saftig vom Grill gekommen, der Speck würzig und kross. O.k., die Lollis haben wir nicht alle geschafft und auch vom Salat ist noch etwas übrig. Und auch wenn wir, alles in allem, eine Ewigkeit für das Einkaufen und Vorbereiten gebraucht haben, es hat sich definitiv gelohnt. Nun lassen wir den Abend auf der Terrasse mit einem Glas Wein bzw. Bier ausklingen und freuen uns auf morgen- denn dann wird wieder gegrillt!

Freitag, 25. Mai 2012

Die Tücken von Desserts...


Vor ein paar Tagen hat meine Schwägerin angerufen - sie will Ende des Monats ein kleines 3-Gänge-Menü für 4 Personen kochen. Ein Gast ist schwanger, der nächste mag weder rohe Zwiebeln noch Pilze und schon gar keinen Spargel. Fleischlos sollte das ganze, falls möglich, auch noch sein und dann wäre da noch eine Laktose-Intoleranz gepaart mit Weizenallergie. Ach so: möglichst wenig Arbeit sollte es machen - dafür aber optisch was hergeben. Gut, hier also das Einfachste: das Dessert. Mit Früchten der Saison und ganz ohne Milchprodukte.


Kokoscreme mit Erdbeerragout

1 Dose Kokosnussmilch (400 ml)
50 ml Kokoslikör (es kann auch darauf verzichtet werden)
50 g Zucker
1 Pk. (10 g) AgarAgar (pflanzliches Geliermittel)
500 g Erdbeeren
Vanillezucker nach Gusto

Zucker, Kokosnussmilch und AgarAgar in einen Topf geben und 2 Minuten köcheln lassen. Ggf. Kokoslikör unterrühren. Auf vier Gläser oder Förmchen verteilen (geeignet sind z.B. schöne Weingläser, Teelichtgläser von Ikea - unbenutzt und sauber natürlich - tun es aber auch. Letztere sind sehr praktisch, wenn man, wie ich, nie Platz im Kühlschrank hat). Mindestens 4 Stunden kühlen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und 4 schöne Exemplare separat zur Seite stellen. Den Rest putzen und in Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und nach Gusto zuckern. Zugedeckt bis zur Verwendung ziehen lassen.

Zum Servieren das Erdbeerragout in die Gläser auf die Kokoscreme geben (Weinglas-Variante) oder die Creme vorsichtig aus der Form auf einen Teller stürzen. Mit einer Erdbeere garnieren und das Ragout um die Creme verteilen (Teelichtglas-Variante).




Spargel-Pasta


Den heutigen Hauptgang möchte ich natürlich keinem vorenthalten:

Limonenpasta mit frischem Marktgemüse (Champignons, Karotten, weisser & grüner Spargel) und Weinschaumsößchen.

Frau P. richtet das Essen an ...
... Hunger!

Mahlzeit!

Tricolore


Herr P. kommt heute Abend nach einer stressigen Woche nach Hause. Und da meine Woche nicht ganz so stressig war (von diversen Koch - und Fotografieratacken abgesehen) möchte ich ihn mit einem leckeren Menü überraschen. Als Vorspeise gibt es dieses Mal ein Salätchen mit...



Spargelmousse auf Räucherlachstatar (für 4 Portionen)

400 g Räucherlachs
1/2 Bund Schnittlauch
3 EL gutes Olivenöl
Salz & Pfeffer
250 g weißer Spargel
250 ml Sahne
1 Pk. AgarAgar
500 g grüner Spargel (möglichst dünne Stangen)
80 g Pflücksalat/Wildkräutermischung
1 EL Aceto Balsamico Bianco

Räucherlachs fein würfeln. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden. Zusammen mit 1 EL Olivenöl vermengen. Mit Pfeffer würzen. In 4 Metallringe füllen und etwas fest drücken.

Weißen Spargel schälen und in Stücke schneiden. Zusammen mit der Sahne bei mittlerer Hitze in ca. 9 Minuten weich garen. Nach 7 Minuten Agar-Agar zufügen und 2 Minuten mitkochen lassen. Dann Alles im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Püree etwas abkühlen lassen, dann auf dem Tatar in den Ringen verteilen. Mindestens 3 Stunden kühlen.

Die holzigen Enden vom grünen Spargel abschneiden, waschen und in etwas Salzwasser bissfest kochen. Abschrecken und längs halbieren. Salat/Wildkräuter waschen und trocken schütteln. Zusammen in eine Schüssel geben. Mit Essig und Öl ein Dressing herstellen, den Salat damit mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann auf Tellern anrichten. Die Spargelmousse darauf sezten und servieren.





Rhabarber meets Ananas


Ananas im Angebot und dann noch Rhabarber im Kühlschrank - was könnte das wohl werden? Richtig - ein Fruchtaufstrich!

300 g gewürfelte Äpfel
960 g Rhabarber
500 g gewürfelte Ananas
1 kg Gelierzucker 2:1
1 TL Zitronensäure
2 EL Vanillezucker

Das Obst mit der Zitronensäure, Vanille - und Gelierzucker in einem großen Topf vermengen und mindestens 3 Stunden ziehen lassen - besser über Nacht. Anschließend nach Packungsangabe 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Sofort in gut gespülte Twist-off-Gläser geben und verschließen.


Übrigens: weil ich gerade in "ich mache Mitbringsel-Laune" bin, bereite ich auch gleich einen neuen Jahrgang Holunderblütensirup vor.

Noch mal hellgrün ...


Das Thema "Hellgrün" lässt mich einfach nicht los... und so ist zum Vorspeisen-Cappuccino noch ein Dessert gekommen. Mit (teilweise) ungewöhnlichen Zutaten.

Natürlich hätte ich mir für meinen 2. Beitrag zum Blog-Event auch so etwas profanes wie Waldmeister-Wackel-Pudding mit Vanillesauce (am Besten mit Fertigprodukten - igitt!) oder Mai-Bowle (gibt es inzwischen auch schon fix und fertig in der Flasche - wieder igitt) oder Berliner Weisse mit Schuss (bah - gibt es zwar auch als fertige Mischung, aber das könnte frau auch gerade noch selbst anmischen - nur: wer trinkt das Gesöff?). Zu guter Letzt muss ich beim Thema hellgrün an die Vorliebe einer Freundin denken: WaldiWodka (Wodka mit Waldmeistergeschmack) und als Erinnerung an Studienzeiten: wie wohl grüne Gummibärchen in Saurer-Apfel-Likör schmecken? (ausprobieren und auf die ToDo-Liste schreiben!) - Eisbonbons oder Wick-Blau in Wodka aufgelöst ist ja bereits bekannt... aber ich habe etwas wesentlich leckeres im Gepäck - und das ist auch noch so schön hellgrün - ganz ohne künstliche Farbstoffe:





Apfel-Hollerblüten-Gelee mit Sauerrahmtopping (für 4 Portionen)

ungefüllte Apfelbonbons "Grüner Apfel"- hmmm, weckt wunderbare Kindheitserinnerungen (war gar nicht so einfach, die Dinger zu bekommen - fündig wurde ich im Krankenhauskiosk!!!!)
2 grüne Äpfel (z.B. Granny Smith)
6 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
100 ml Wein (falls Kinder mitessen: durch Apfelsaft -nicht naturtrüb- ersetzen)
10 g AgarAgar (pflanzliches Geliermittel - entspricht einem Päckchen)
200 ml Holunderblütensirup
Salz
50 g Zucker
100 ml Schlagsahne
200 g Schmand oder saure Sahne

Ein paar Bonbons in einer Küchenmaschine (oder dem Thermomix) zu feinem Pulver zermahlen. Durch ein Sieb auf ein mit Backpapier belegtes Backblech sieben (kleiner Tipp: für besondere Formen mit einer Schablone arbeiten). Unter dem Backofengrill in 10-15 Sekunden schmelzen lassen. Abkühlen lassen und vorsichtig vom Papier lösen.

AgarAgar in den Wein einrühren, 2 Minuten köcheln und danach etwas auskühlen lassen.

Äpfel waschen, trocken wischen und schälen. Die Schalen mit 2 EL Zitronensaft vermengen und beiseite stellen. Äpfel mit einem Ausstecher entkernen, dann erst in Scheiben schneiden, danach klein würfeln. Die Würfel mit weiteren 2 EL Zitronensaft vermengen und auf 4 Gläser verteilen.

Apfelschalen mit den restlichen 2 EL Zitronensaft und dem Holunderblütensirup pürieren. Die etwas ausgekühlte AgarAgar-Wein-Mischung unterrühren, ggf. durch ein Sieb über die Apfelwürfel gießen und mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. (kleine Anmerkung: mein Holunderblütensirup besteht zu 50 % aus Zucker. Falls gekaufter Sirup verwendet wird bitte die Süße des Gelees testen. Falls noch etwas fehlt mit Puderzucker nach-"würzen").

Für die Sauerrahmcreme die Sahne mit 50 g Zucker und einer Prise Salz steif schlagen. Vorsichtig unter die saure Sahne heben.

Creme auf das Apfelgelee geben und mit Bonbonchips garnieren.



Hmmm, das war lecker! Aber wer spült jetzt die Gläser? In den Geschirrspüler passen sie leider nicht...

hier noch eine Variante für's Picknick im "Hell"-Grünen



HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors