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Donnerstag, 9. September 2010

Spinatnocken

Wir weilen derzeit bei den Schwiegertigers (die, denen wir unseren Wunderkessel zu verdanken haben) und haben etwas Zeit, um in älteren Kochzeitschriften (um es ganz genau zu sagen: Lust auf Genuss - die sie uns zu verdanken haben) zu schmökern. Und dabei bin ich über das folgende Rezept gestolpert: Spinatnocken. Und da ich in letzter Zeit doch sehr gesündigt habe, was Fleisch und tierische Fette betrifft, dacht ich, dass mal wieder fleischlos auf der Speisekarte stehen müsste. Also fix die Zutaten für eben diese Nocken besorgt und das Rezept mit dem Thermomix nachgekocht...

750 g TK-Spinat auftauen lassen, dann gut ausdrücken (bei mir sind etwa 300 g übrig geblieben). Danach fein hacken. Ich habe es zuerst mit dem Thermomix versucht, allerdings ohne Erfolg, denn der Spinat hat sich nur unten um das Messer gewickelt. Deswegen besser von Hand kleinhacken.

200 g Weißbrot vom Vortag in groben Stücken 10 sek./ Stufe 7 zu Flocken mahlen. Es sollte weder zu grob noch zu feinbröselig sein. In eine Schüssel umfüllen.

1 Zwiebel (40-50 g) und 1-2 Knoblauchzehen schälen, in den Kessel geben und 5 Sek./Stufe 5 zerkleinern. Mit dem Spatel nach unten schieben, 1 EL Margarine oder Öl dazu geben und 2 1/2 Min/100 °C/Stufe 1 andünsten. 125 g Milch zugeben, 2 1/2 Min/100 °C/Stufe 2 erwärmen. Die Brotbrösel zugeben und 10 Sek. /Stufe 2 vermengen. Etwa 10 Minuten ziehen lassen.

2 Eier (Größe M), den Spinat, geriebene Muskatnuss, Salz und Pfeffer zu dem Brot geben und alles 45 Sek./Stufe 5 vermengen, dann 30 Minuten ruhen lassen. Mit Hilfe von 2 Eßlöffeln Nocken abstechen und im Varoma und dessen Einlegeboden verteilen. Besonders schön und glatt werden die Nocken, wenn man mit feuchten Händen erst Bällchen und diese dann leicht länglich ausformt.

1 Liter gesalzenes Wasser im Kessel zum Kochen bringen, dann den Varoma mit Einsatz aufsetzen und 15 - 18 Min./Stufe1/Varoma dünsten (Zeit ist abhängig von der Größe der Nocken).

In einer großen Pfanne 2-3 EL Butter mit 6-8 Salbeiblättern aufschäumen, die Nocken darin kurz schwenken. Die Nocken auf Tellern verteilen, mit frisch geriebenem Parmesan/ Grana Padano bestreuen und sofort servieren.

Meinem Mann, den Schwiegertigers und mir hat das Gericht äußerst gut geschmeckt und wir werden es bestimmt noch öfters auf den Tisch bringen - und alles nur, weil wir im Urlaub in alten Kochzeitschriften geblättert haben... übrigens: wer keinen Themomix hat kann die Zutaten auch von Hand vermengen, Nocken ausformen und einfach 5 Minuten in Salzwasser gar ziehen lassen.

Sonntag, 29. August 2010

Zitronengnocchi mit Pfifferling-Tomaten-Rahm

Dieses wunderbare Rezept habe ich in den weiten des www gefunden. Leider weiss ich nicht mehr wo ganau, sonst hätte ich gerne die Quelle angegeben. Aber es ist soooo lecker!

Zitronengnocchi mit Pfifferling-Tomaten-Rahm 
für 2 Personen

200 g Pfifferlinge
3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
1-2 EL Cognac
100 ml Geflügelbrühe
100 ml Sahne
etwas Zitronensaft
1 EL Sahne, leicht geschlagen
10 Tomaten; enthäutet, entkernt, in Würfeln
1 EL gehackter Petersilie (eigentlich Estragon)
Salz
Pfeffer aus der Mühle

500 g Ricotta
2 Eigelb (M-L)
1 TL Salz
60 g frisch geriebener Parmesan
Schale von 1/2 - 1 Zitrone
150 g Weizenmehl, plus extra zum Bestäuben

Zubereitung Pfifferling-Tomaten-Rahm:

Die Pfifferlinge gründlich putzen, Schmutz mit einem Pinsel entfernen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pilze darin kräftig anbraten, dann leicht salzen. Wenn alle Flüssigkeit verdampft ist, aus der Pfanne nehmen und in eine kleine Schüssel geben. Die Temperatur reduzieren.
Knoblauch und Schalotten ins Bratfett geben und etwas anschmoren. Alles mit Cognac ablöschen und mit Geflügelbrühe und Sahne auffüllen. Die Sauce in einen kleinen Topf umfüllen und etwas einköcheln lassen. Die Pfifferlinge wieder zugeben, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf kleinster Flamme warm halten.

Zubereitung Zitronengnocchi:

Ricotta, Eigelb, Salz, Zitronenschale und frisch geriebenen Parmesan in eine große Schüssel geben und mit einem Kochlöffel verrühren. Das Mehl zugeben und nur kurz unterrühren bis alles eben vermengt ist. Der Teig hat eine ziemlich klebrige Konsistenz.
Das Arbeitsbrett ordentlich mit Mehl bestäuben, einen großen Esslöffel des Teiges abstechen und auf das Brett geben. Teig und Hände großzügig bemehlen, dann den Teig sanft zu einer fingerdicken Rolle formen. In kleine Teigkissen schneiden, zwischendurch das Messer immer wieder in Mehl tauchen um ein Klebenbleiben des Teiges zu verhindern. Die Gnocchi auf einem bemehlten Brett ablegen und flott weiterarbeiten (zu lange Wartezeit machen sie matschig und lassen sie am Brett kleben).
Inzwischen einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, großzügig salzen und die Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser nur mehr leicht köchelt. Die Gnocchi behutsam ins Wasser gleiten lassen und einmal umrühren, um zu verhindern, dass sie sich am Boden festsetzen. Dann ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen, dies kann abhängig von ihrer Größe 2 bis 4 Minuten dauern. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf zwei große tiefe Teller verteilen.

Fertigstellung:

Tomaten und Estragon in die heiße Sauce geben, die geschlagene Sahne unterziehen. Den Pfifferlingsrahm gleichmäßig über die Gnocchi löffeln und sofort servieren.
Anmerkung Petra: Ganz köstlich! Die fluffigen Gnocchi mit frischer Zitronennote passen ausgezeichnet zur Pilzsauce. Man kann auch noch einen Hauch Zitronenschale in die fertige Sauce geben.

P.S.: Die Gnocchi brauchen wirklich nur 15 Minuten Herstellungszeit.

Afrikan Rusks II

Die Neuauflage unseres Zwiebacks - dieses Mal ganz ohne Weizenmehl, da er als Geschenk für eine Weizen-Allergikerin gedacht ist. Dieses Mal war drin:

trockene Zutaten:

215 g getrocknete Aprikosen
85 g getrocknete Cranberries
100 g getrocknete Feigen
200 g gehackte Mandeln
100 g gehackte Paranüsse
100 g gehackte Cashewkerne
200 g geriebene Mandeln
800 g Dinkelmehl
440 g Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
2 TL Natron
2 TL Weinstein
1-2 TL Salz
350 g Zucker

250 g Butter

nasse Zutaten:

500 ml Buttermilch
250 ml neutrales Öl
2 Eier (bei uns waren es 3 kleine Eier)

Zubereitung:

1.) Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen. Dann die Butter in kleinen Stückchen in der Mehlmasse verteilen.

2.) Alle nassen Zutaten in einer anderen Schüssel verrühren, dann in die große Schüssel zu den trockenen Zutaten geben.

3.) Alles zu einem festen Teig verkneten.

4.) Den Teig zu ca. 4 cm großen Kugeln formen und dicht an dicht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (Fettpfanne, Auflaufform...) aneinander legen.

5.) Im Ofen bei 150-160 °C (Umluft) für 55 Minuten backen. Dann heiß aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter legen und dort für ca. 30 Minuten auskühlen lassen.

6.) Entlang der Fugen auseinander brechen und ohne Backpapier auf dem Rost verteilen. Im Ofen bei 100 °C für ungefähr 3 -4 Stunden trocknen. Ab und zu schauen, ob sie goldbraun und schon trocken sind.


Donnerstag, 19. August 2010

Sommerzeit = Einkochzeit

Auch wenn das Wetter nicht vermuten lässt, dass es Sommer ist, so findet man jetzt überall Obst zu vernünftigen Preisen. Was liegt also näher, als den Sommer in Form von Marmeladen (ja, ich kenne den Unterschied zwischen Marmelade, Konfitüre und Fruchtaufstrich - aber ich in finde, dass sich Marmelade einfach besser anhört als Fruchtaufstrich...) einzufangen. Und so sind in den letzten Tage sage und schreibe 56 Gläser der Sommerkonservierung entstanden.

Als erstes habe ich eine rosa Grapefruitmarmelade gekocht (extra für Dich, liebe Coni!), die ich der Einfachheit halber wieder "Just Pink" genannt habe.

Für "von A bis Z" mussten die Ananas und Zwiebeln daran glauben. Das Ergebnis: ein schönes, gelbes Chutney - super lecker zu Gegrilltem oder Kurzgebratenem.

"Sundowner" habe ich die letzte Kreation vom Wochenende genannt - in Anlehnung zur Canary Sunrise, die allerdings etwas andere Zutaten hatte. Sundowner ist eine Mischung von Maracuja und Nektarine mit etwas Pfirsichlikör abgerundet.

Am Anfang der Woche habe ich dann saftige Zwetschgen entdeckt - ideal für meinen "Winterzauber" - Zwetschge mit Rotwein und Lebkuchengewürz. Mit letzterem hatte ich es sehr gut gemeint, jetzt schmeckt die Marmelade wirklich sehr weihnachtlich!

Gestern Abend entstand dann noch "P³" bestehend aus Pfirsich, Prosecco und Pepino Peach (Pfirsichlikör). Eine gelungene Mischung - finde ich.

Gerade eben wurde die "Rote Versuchung" fertig - eine Mischung aus Nektarinen und Himbeeren, die leuchtend rot wurde (daher auch der Name). Obwohl ich Nektarinen und Himbeeren in Verhältnis 3:1 eingesetzt hatte, kommt der Himbeergeschmack stark durch.


In der Planung befinden sich derzeit noch ein "Gelber Traum" (Aprikosen-Fruchtaufstrich mit echter Bourbon-Vanille verfeinert), "Wilder Mix" (einmal quer durch den Obstgarten - Resteverwertung) und "Bratapfel" (mit Mandelstückchen, Zimt und Rum-Rosienen).

Freitag, 13. August 2010

Krautsalat aus dem Thermomix

Heute kam der Mixi mal wieder zum Einsatz, denn ich wollte unbedingt einen Krautsalat machen. Und da ich wenig Zeit hatte, musste es ratz-fatz gehen. Hier die Zutaten und Anleitung:

1 kleiner Becher Magerjoghurt (150 g)
4 EL Sahne/Cremefine
4 EL Öl
1 TL Senf
1 TL Suppengrundstock (oder 1/2 TL Salz)
frischer Pfeffer aus der Mühle
2 TL Zucker
1 EL Zitronensaft
1 Bund Petersilie

in den Mixtopf geben und 15 Sek./Stufe 3-4 verrühren. Dann

250 g Spitzkohl (oder Weißkohl) in groben Stücken
250 g Karotten in Stücken
1 Apfel in Stücken
30 g Zwiebel in Stücken

dazugeben. 5 Sek./Stufe 4-5 zerkleinern. Vor dem Servieren am Besten etwas ziehen lassen.

Sonntag, 13. Juni 2010

Slada jazar wa jban - Püree von gerösteten Karotten mit Feta


Zutaten:

500 g Karotten (in dicke Scheiben geschnitten)
4 Knoblauchzehen (ganz, geschält)
75-100 ml Olivenöl
2 TL Kreuzkümmelsaat
Salz und Pfeffer
150 g Fetakäse
1 kleines Bund Petersilie (gehackt, zum Garnieren)


Zubereitung:

Die Karotten und den Knoblauch in eine feuerfeste Form geben und mit dem Olivenöl übergießen. Mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C backen.

In der Zwischenzeit eine Pfanne erhitzen, Kreuzkümmelsaat hineingeben und 3-4 Minuten unter Rühren trocken rösten, bis sie zu duften beginnt. Abkühlen lassen und im Mörser grob zermahlen.

Die Karotten mit dem Kreuzkümmel bestreuen und ohne Alufolie weitere 15-20 Minuten rösten, bis sie weich und gar sind. Danach in der Form mit einer Gabel zerdücken. Dabei gut mit dem Öl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine flache Schale umfüllen, den Feta darüber bröseln und mit der Petersilie bestreuen. Das Karottenpüree warm mit Fladenbrot servieren.

Als weitere (Vor)speisen empfehlen wir Hummus (Kichererbsenpüree), Tomaten- und/oder grüner Salat.

Samstag, 12. Juni 2010

Fladenbrote mit Schwarzkümmel

Da ich heute marokkanisch kochen möchte, muss natürlich die passende Beilage her. In diesem Fall Fladenbrot. Natürlich könnte ich das Brot auch fix und fertig kaufen, aber das habe ich bei der Einkaufstour schlicht und einfach vergessen. Aber für was hat man einen Vorratsschrank und einen Thermomix? Genau, man macht das Brot einfach selbst! Und da bei meinem letzten Versuch der geliebte Schwarzkümmel partout nicht auf dem Brot bleiben wollte, habe ich ihn dieses Mal einfach unter den Teig geknetet (genauer gesagt kneten lassen...)

Zutaten:

350 g Weizenmehl
150 g Roggenvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Zucker
1 TL Salz
2 EL Schwarzkümmel
1 EL Grieß
1 EL Obstessig
20 g Olivenöl
300 g lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten in den TM geben und 2 Min./Teigstufe durchkneten. Dann den Teig in zwei Portionen teilen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech jeweils zu einem Fladen ausrollen. Mit etwas Olivenöl bepinseln und 20 Minuten gehen lassen.

Dann im vorgeheiztem Ofen bei 175 °C (Umluft) etwa 20 Minuten backen.

Man kann natürlich auch einen großen Fladen machen...