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Freitag, 19. März 2010

Mare&Monti auf thailändisch oder so...

Ich soll ja nicht mehr so viele tierische Fette zu mir nehmen, hat mein Arzt gesagt. Aber leider liebe ich cremige Saucen etc. über alles. Also habe ich mir dieses Gericht einfallen lassen, bei dem ich, bis auf den Lachs und die Garnelen, auf tierisches Fett verzichtet habe. Trotzdem ist die Sauce wunderbar cremig....

1 Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden. 5 Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden (alternativ in Julienne). 1 walnussgroßes Stück Ingwer und 2-3 Knoblauchzehen fein würfeln.

In einem großen Topf 1 EL Pflanzenöl erhitzen, die Zwiebeln, Karotten und den Ingwer darin andünsten. Mit 100 ml Weißwein ablöschen, den Knoblauch zufügen und aufkochen lassen, bis der Wein fast völlig verdampft ist. Mit 1 1/2 Dosen (=600 ml) Kokosmilch auffüllen, mit 2-3 EL grüne Thai-Currypaste, 2-4 EL Sweet-Chili-Sauce, 2-3 EL Fischfond-Konzentrat (z.B. von Maggi) würzen und erneut aufkochen lassen.

250 g Champignons in Scheiben schneiden und nach ca. 7 Minuten zu der Sauce geben. Weitere 5 Minuten kochen lassen. 4 kleine Pak Choi in Streifen scheiden. 250 g Lachs in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden. Zusammen mit dem Pak Choi in die Sauce geben, kurz aufkochen, dann Hitze reduzieren, 250 g Garnelen zugeben und 5 Minuten ziehen lassen.

Vor dem Servieren mit heller Soja-Sauce abschmecken und 1/2 Bund gehackten Koriander unterrühren.

Zusammen mit Basmati-Reis (den ich in Wasser und der restlichen 1/2 Dose Kokosmilch gekocht habe) servieren.

Wem das Ganze nicht würzig genug ist, der kann die (milde) grüne Currypaste durch eine schärfere ersetzen.

Mittwoch, 3. März 2010

Bloghopping...

Nicht nur im Bastelbereich betreibe ich ab und zu Bloghopping. Heute bin ich mal vom Kochblog zu Kochblog gehüpft. Besonders aufgefallen ist mir 1x umrühren bitte mit einem Food-Rätsel. Ich bin am überlegen, ob ich da nicht mitmachen möchte... muss ich doch mal meinen Männe fragen, was er davon hält...

Baisers gemacht

Am Wochenende gab es ja lecker Rinderfilet mit Spargel. Dazu habe ich im Mixi eine Sauce Hollandaise gemacht. Natürlich haben wir es mit der Menge (mal wieder) etwas übertrieben und mit 8 Eigelb gearbeitet. Die Eiweisse habe ich erst einmal eingetuppert und in den Kühlschrank gestellt. Heute habe ich mir dann mal wieder den Inhalt des Kühlschranks angeschaut - und das Eiweiß gesehen. Sofort habe ich mich gefragt, was ich denn nun damit anstellen soll... wegwerfen oder verarbeiten? Da es mir widerstrebt Lebensmittel einfach wegzuwerfen habe ich mich für verarbeiten entschieden. Gesagt, getan. Schnell mal im Internet geschaut, wieviel Zucker denn so auf ein Eiweiß genommen werden soll. In so gut wie allen Foren und Webseiten werden 50 g Zucker auf 1 Eiweiß angegeben. Ich wollte aber etwas weniger nehmen, denn die Baisers sind ja Hüftgold pur! Jedenfalls sind die "Dinger" jetzt im Backofen und trocknen vor sich hin...

Und hier mein Baiser-Rezept (erst mal die Hälfte von meinem Versuch)

4 Eiweiß zusammen mit 1 Prise Salz mit der Küchenmaschine/Handrührgerät sehr steif schlagen. Das kann bis zu 5 Minuten dauern, mit der KitchenAid geht es aber echt schnell. Dann nach und nach (am besten eßlöffelweise) 150 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker unterrühren. Immer schön weiter schlagen, bis die Masse glänzt.

In einen Spritzbeutel füllen und kleine Rosetten (oder was auch immer) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Im vorgeheizten Backofen bei 100 °C (Umluft) 60 Minuten trocknen lassen, dann bei 50-75°C (Umluft) weitere 1-3 Stunden trocken (meine haben teilweise wirklich 3 Stunden gebraucht...) trocknen. Ich hatte während der ganzen Zeit einen Holzkochlöffel zwischen die Backofentür geklemmt damit die Feuchtigkeit besser abziehen kann.

Im Backofen auskühlen lassen, danach luftdicht verpacken. Angeblich sollen die Baisers weisser bleiben, wenn man der Masse etwas (Zitronen-)Säure (Pulver?) zufügt. Interessant hören sich ja auch diese fruchtigen Baisers an...

Mittwoch, 24. Februar 2010

Linsensuppe "Indian Style" - ganz vegetarisch

Heute habe ich mir ein lecker Süppchen im Thermomix gekocht - und musste die Suppe komplett auslöffeln (aber nur, weil sie so lecker war!). Indian Style habe ich sie genannt, weil es doch nicht eine klassische indische Suppe ist sondern eher "Cross-Over"... hier kommt nun das Rezept:

1 mittelgroße Zwiebel, 1 walnussgroßes Stück Ingwer und 1-2 Knoblauchzehen im Mixi 5 Sek./Stufe 5 zerkleinern, dann mit dem Spatel nach unten schieben und weitere 5 Sek./Stufe 5 zerhäckseln. 1 EL Öl zufügen und 3 Min./100°C/Stufe 2 andünsten (ich hatte es mit der Varoma-Stufe gemacht, aber dabei ist etwas Röstaroma entstanden...)

Danach 300 g TK-Buttergemüse (bei mir waren Erbsen, Karotten, Mais und Blumenkohl drin - letzterer ist wichtig für den Geschmack der Suppe) und 150 g rote Linsen zufügen. 1 Dose Kokosmilch (sind 400 ml) und 600 ml (warmes) Wasser angießen. Gewürzt wird mit 1 TL Currypulver, 1 TL Garam Masala, 1/2 TL Paprikapulver (edelsüß - wer es schärfer mag nimmt rosenscharfen), 1/2 TL Tandoori-Pulver, 1 EL Tomatenmark, 2 EL Sweet-Chili-Sauce, 1 TL rote Thai-Currypaste und 1-2 EL Gemüsebrühe (Pulver). Nun wird das Ganze 20 Min./100°C/Linkslauf/Stufe 1 gegart.

Zuletzt 1/2 Bund frischen Koriander zufügen, mit 1 Spritzer Zitronensaft, Salz (und Pfeffer) abschmecken. Dann 15 Sek./Stufe 6 pürieren - fertig!

Tandoori-Pulver (gibt es auch als Paste) besteht hauptsächlich aus Chilis, Fenchel, Ingwer, Knoblauch und Kurkuma (in der Paste ist zusätzlich noch Essig und Öl), Garam Masala dagegen meist aus Pfeffer, Kardamom, Nelken und Zimt. Beides bekommt man in gut sortierten Lebensmittelgeschäften oder Asia-Shops.

Und auch wer keinen Thermomix hat braucht auf diese Suppe nicht zu verzichten. In diesem Fall die Zwiebel, den Ingwer und den Knoblauch von Hand etwas klein scheiden, in einem "normalen" Topf andünsten und die Suppe darin kochen. Zuletzt einfach einen Pürierstab in den Topf halten...

Mittwoch, 17. Februar 2010

Kochbuch-Empfehlungen

Das folgende Kochbuch haben wir bei unserem letzten Besuch bei meinem Bruder entdeckt. Und da wir bekanntlicherweise gerne extoische Speisen ausprobieren mussten wir uns dieses Buch natürlich zulegen.:

Ghilie Basan: Die Küche aus Vietnam & Kambodscha 
(29,95 €, Christian Verlag, ISBN 978-3884727249)



Kurzbeschreibung:
Die original vietnamesische Küche gilt Kennern als die feinste Südostasiens, denn in ihr verschmilzt die Raffinesse der französischen Kolonialküche mit lokalen Kochtraditionen und denen Thailands, Chinas und Indiens. Das Prinzip Yin und Yang, das sich auch in den Gerichten wieder findet, ist eine Wohltat für Körper und Seele. Typisch für den Charakter der Speisen ist der frische Geschmack mit scharf-warmen Aromen und leuchtenden Farben.
Unsere Meinung:
Ein super interessantes Kochbuch mit ausführlichem Warenkundeteil. Die Rezepte hören sich so lecker an, dass einem sofort das Wasser im Mund zusammen läuft.




Kein Besuch in Berlin ohne dass wir in mindestens einem großen Buchladen vorbeischauen. Und dann muss natürlich die Abteilung Kochbücher genaustens unter die Lupe genommen werden. So kam es dann auch, dass uns dieses Buch in die Hände gefallen ist:

Jane Lawson: Das Winter Kochbuch (32,90 €, Christian Verlag, ISBN 978-3884729472)




Kurzbeschreibung:
Baby, it's cold outside! Hier zeigt sich der Winter von seiner verführerischen Seite. Wenn's draußen kalt ist und die Schneeflocken tanzen, dann ist es Zeit für Rezepte, die Leib und Seele wärmen. Im Ofen prasselt das Holzfeuer, man macht es sich mit einer Decke auf dem Sofa gemütlich, und ein köstlicher Duft aus der Küche zieht durchs Haus ... Suppe aus Borlotti-Bohnen mit Kastanien und Jakobsmuscheln, Pochierte Kalbsnuss mit Rote-Bete-Spätzle, später Glühwein und dazu Butterstollen.
Unsere Meinung:Mit 32,90 € ein nicht ganz günstiges Kochbuch aber dafür enthält es wirklich interessante Rezepte, die bestimmt Leib und Seele wärmen. Wir können es gar nicht anwarten, sie auszuprobieren.



Nachdem wir uns köstlichst über Jan Weilers Roman "Maria, ihm schmeckts nicht" amüsiert hatten habe ich meinem Bruder und seiner Freundin den Tipp gegeben, dass das folgende Buch doch das ideale Geburtstagsgeschenk für meinen Mann wäre...

Jan Weiler/Corbinian Kohn: Das Marcipane Kochbuch 
(19,90 €, Gräfe&Unzer, ISBN 978-3833813962)




Aus der Amazon.de-Redaktion:„Ihm schmeckt’s nicht“ – diesen Satz wird man in der Vinoteca Marcipane im bayerischen Dörfchen Münsing kaum hören. Schon allein deshalb nicht, weil Corbinian Kohn hier die Pfannen schwingt. Er schmeißt den Laden – das verrät schon der Name – zusammen mit Kultautor Jan Weiler. Die Kochkunst hat er von der Pike auf erlernt und verwendet für seine grundsoliden, schnörkellosen Gerichte nur beste Zutaten. Damit macht er seine Gäste glücklich und den Lesern seines Marcipane-Kochbuchs den Mund wässrig – nicht zuletzt dank der Fotos von Barbara Bonisolli und dem „Foodstyling“ von Hans Gerlach.
Jan Weilers Roman Maria, ihm schmeckt’s nicht, in dem er humorvoll seine angeheiratete italienische Sippe aufs Korn nimmt, wurde bereits zwei Millionen Mal verkauft und fürs Kino verfilmt. Und auch zu diesem „literarischen Kochbuch“ trägt Weiler bei, was er am besten kann: Er schreibt Geschichten, die sich locker um die gut 40 vorgestellten Rezepte ranken, präsentiert Beobachtungen aus seiner gastronomischen Männerwirtschaft am Starnberger See und gibt Tipps für den (Küchen-)Alltag – etwa den, für gute Saucen Wein zu verwenden, den Freunde aus dem Urlaub mitgebracht haben. Das sei das Beste, was solch einem Tropfen passieren könne, denn der schmecke zu Hause eh niemals so gut wie in den Ferien…
Gemütlich, mitunter aber auch bayerisch-grantelnd, humorvoll bis versponnen, kommen Weilers Geschichten daher. Kohns Küche dagegen steht ganz auf dem Boden der Realität. Schließlich steht ihm in der Vinoteca nur ein ganz gewöhnlicher Vier-Platten-Elektroherd zur Verfügung, und da ist sorgfältige Vorbereitung entscheidend. Seine Rezepte in den Kategorien Knabbereien, Suppen, Fisch, Fleisch und Nachspeisen zeichnen sich denn auch durch Tipps zur Planung sowie durch sorgfältige Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus. So kann man, wenn Gäste bereits da sind, die Gerichte in Minutenschnelle servierfertig machen, anstatt stundenlang in der Küche zu stehen – und sich an gutem Essen freuen, das bestimmt allen schmeckt. --Holger Sweers, Literaturtest
Kurzbeschreibung:Was geht einem durch den Kopf, während man im Restaurant auf sein Essen wartet? Crostino mit Alice steht da, zum Beispiel. Oder Saibling mit Cashew-Pesto: Gibts an der Cashewnuss irgendwas auszusetzen? Nein, eigentlich ist sie die Angelina Jolie unter den Schalenfrüchten Jan Weiler, Autor des Bestsellers 'Maria, ihm schmeckts nicht', schlüpft in diesem originellen Koch-Lesebuch in die Rolle des nachdenklichen Gastes und kommentiert 50 ausgesuchte Gerichte, die garantiert jedem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Ein sehr persönliches, sehr amüsantes, ganz köstliches Kochbuch, das keine Wünsche offen lässt. Selbst Antonio Marcipane hätte hier nichts auszusetzen!
Unsere Meinung:
Ein unterhaltsames Buch mit leckeren Rezepten - davon werden wir bestimmt das eine oder andere ausprobieren.

Russische Sauerkraut-Suppe (24-Stunden-Schtschi)

Nicht nur Sekt und Wein haben wir zur Geburtstagsfeier von meinem Schwiegervater beigesteuert sondern auch eine Suppe für's Buffet. Auf Wunsch mehrer Gäste veröffentlichen wir hier das Rezept. Die Menge reicht locker für 6-10 Personen.

1,5 kg Schäufele (ersatzweise 1 kg Kassler) in ca. 2 L Wasser etwa 1-1,5 Stunden garziehen lassen. Danach 300 g geräucherten Bauchspeck in 1 EL Butterschmalz anbraten. 800 g Schnitzelfleisch in Würfel schneiden und ebenfalls anbraten. Aus den Topf nehmen und beiseite stellen. 1-2 Zwiebeln schälen und würfeln. 2-3 Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Ebenfalls anbraten. 1 kg Sauerkraut abtropfen lassen (dabei den Saft auffangen) und klein schneiden. Zu dem Gemüse geben und kurz andünsten. Angebratenes Fleisch wieder zufügen und die Schäufelebrühe angießen. Sauerkrautsaft, 2 Zehen Knoblauch und 2 Lorbeerblätter zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Suppe aufkochen lassen und bei mittlerer bis kleiner Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen. Abkühlen lassen und über Nacht kalt stellen.

Vor dem Servieren Schäufelefleisch vom Knochen lösen, würfeln und zur Suppe geben. Alles nochmals erhitzen.

Servier-Tipp: Zur Suppe Schmand und gehackten Dill reichen.

2 empfehlenswerte Weingüter

Zum 60. Geburtstag meines Schwiegervaters sollten wir Wein und Sekt besorgen. Da wir kein Risiko eingehen wollten, haben wir auf bewährte Weingüter gesetzt und dort eingekauft.

Das erste Weingut ist nicht weit von uns entfernt und liegt im schönen Spessart. Den halbtrockenen Kerner können wir wärmstens empfehlen. Hier geht es übrigens zur Webseite vom Weingut Holler.

Den Sekt (genauer gesagt den Crémant) haben wir im Elsass besorgt. Vor etwa 5 Jahren haben wir zufälligerweise das Weingut Jean Geiler entdeckt und waren von den Riesling-Weinen sofort begeistert. Und so haben wir uns jetzt auch mal die leckeren Crémants vorgenommen und sind, wie kann es anders sein, bei einem Riesling-Sekt hängen geblienben. Leider kann man den nicht über deren Internet-Shop kaufen.