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Freitag, 28. Oktober 2016

Die guten ins Töpfchen, die schlechten...

Weiter geht es mit den Rezepten zum Gesundheitstag. Da die Tage ja inzwischen merklich kühler geworden sind, habe ich mich für einen schönen Linseneintopf entschieden. Der wärmt von innen und ist einfach zu kochen.


Roter Linseneintopf mit Karotten und Pastinaken
reicht für mindestens 4 Portionen

2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
1 Zwiebel, gewürfelt (ich: 2 Schalotten)
500 g rote Linsen
3 Karotten, geschält und gewürfelt
1-2 Pastinaken, geschält und gewürfelt
1 walnussgroßes Stück Ingwer, geschält und fein gewürfelt
1-2 Zehen Knoblauch, ebenfalls fein gewürfelt
1 rote Chilischote, ohne Kerne und fein gewürfelt
1 EL Currypulver
1 EL Garam Masala
1 Dose Kokoscreme
Suppengrundstock (alternativ: Gemüsebrühwürfel)
ca. 1/2 TL Zucker
Salz und Pfeffer
Petersilie und/oder Kresse zum Garnieren
Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig andünsten. Linsen, Karotten, Pastinaken, Ingwer, Knoblauch, Chili, Curry, Garam Masala und Kokoscreme dazugeben. 1,2 Liter Wasser zufügen und alles bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Sollte der Eintopf zu dick werden, gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen. Erst am Schluss das Gericht mit Suppengrundstock (Gemüsebrühe), Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. 


Gesundheitstag

Lange Zeit war es still auf unserem Blog. Nun ist aber wieder Gesundheitstag in der Firma und da die Cheforganisatorin nicht dabei sein kann, habe ich mich bereit erklärt, ein paar Kleinigkeiten zum Essen vorzubereiten. Und so habe ich wieder einen Grund, etwas zu bloggen, denn die Gerichte kamen gut an und ich wurde mehrfach nach den Rezepten gefragt.

Noch eine Anmerkung bezüglich der Reis-Mischung, die ich verwendet habe: ich experimentiere ja gerne und habe vor kurzem in einem französischen Supermarkt diese Mischung (weißer Langkornreis, roter Vollkornreis und Wildreis) entdeckt, die ich so in Deutschland noch nie gesehen habe. Alternativ kann man entweder nur weißen Langkornreis oder eine Mischung mit Wildreis verwenden.


Quinoa-Reis-Salat mit roten Bohnen und Frühlingszwiebeln
reicht für mindestens 4 Portionen

150 g Quinoa
150 g 3-Reis-Mischung 
1 Dose rote Kidney-Bohnen
1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1-2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
12 EL heller Essig (ich: Mischung aus weißem Balsamico und Zitronenessig)
8 EL Pflanzenöl (ich habe Rapskernöl verwendet)
4 EL Sweet-Chili-Sauce (gibt es im Supermarkt oder Asia-Markt)
Suppengrundstock (optional)
Salz und Pfeffer
ggf. etwas Schwarzkümmel zum Garnieren

In einem großen Topf reichlich Salzwasser erhitzen. Quinoa unter fließendem Wasser gründlich spülen. Zusammen mit dem Reis in das kochende Wasser geben und ca. 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Dann in ein Sieb schütten und mit reichlich kaltem Wasser abbrausen. Gut abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Bohnen, Frühlingszwiebeln und Knoblauch zufügen. Dressing aus Essig, Öl und Suppengrundstock (wer den nicht hat, einfach weglassen und etwas mehr Salz verwenden) herstellen und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens eine Stunde ziehen lassen, ggf. nochmals nachwürzen.




Noch ein paar Infos zu Quinoa 
(Quelle: quinoa.info)

Quinoa ist der überaus gesunde Samen der gleichnamigen Pflanze (lat. Chenopodium quinoa), die aus Südamerika stammt und dort seit ca. 6.000 Jahren gängige Getreidearten erfolgreich ersetzt. Unabhängige Studien beweisen, dass Quinoa ein besonders wertvolles Lebensmittel ist, da es essentielle (vom menschlichen Organismus nicht selbst herstellbare) Aminosäuren und Vitamine in hohen Konzentrationen sowie ein großes Spektrum an Mineralstoffen enthält. Nicht ohne Grund wurde Quinoa zur „Pflanze des Jahres 2013“ gekürt.

In unserer modernen Welt finden zunehmend alte, bereits (fast) vergessene Lebensmittel eine Rückkehr in die tägliche Ernährung. Dazu gehören auch altbekannte Getreidesorten, insbesondere Quinoa. Und das nicht ohne Grund! Erst langsam kristallisiert sich wieder heraus, welch bedeutende Vorteile diese „Urgetreidesorten“ gegenüber den modernen, überzüchteten Nahrungspflanzen haben. Quinoa beweist dies eindrucksvoll. Hier einige der wichtigsten Vorzüge, die Quinoa gegenüber herkömmlichen Getreidesorten und den Produkten, die wir daraus machen, aufweist:

Obwohl z. B. Reis seit Generationen das Grundnahrungsmittel in unzähligen Ländern der Welt darstellt, läuft ihm Quinoa in Sachen Nährstoffgehalt komplett den Rang ab. So besitzt das Urgetreide beispielsweise den doppelten Gehalt an Eiweiß (Protein) und enthält außerdem viele weitere wertvolle Nährstoffe in bedeutenden Mengen. Beispiele dafür sind Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe, Antioxidantien und vieles mehr.

Die sogenannte Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) ist eine in unserer Zeit immer weiter um sich greifende Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut des Dünndarms, die durch die Aufnahme von Gluten – z. B. in Form von Backwaren – ausgelöst wird. Das Fatale daran: Die Unverträglichkeit ist in ihrer Ursächlichkeit nicht behandelbar, sie bleibt also ein Leben lang bestehen. Und die Folgen können das Leben des Betroffenen sehr negativ beeinflussen, etwa durch Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit, aber auch in Form von Depressionen und Diabetes-Erkrankungen. Die einzige Möglichkeit, eine solche Unverträglichkeit zu behandeln, ist die glutenfreie, gesunde Ernährung. Dazu kann Quinoa einen wichtigen Anteil beitragen, denn das Urgetreide ist komplett glutenfrei.

Ein großes Problem in der Ernährung ist heutzutage das Ungleichgewicht von Säuren und Basen. Das bedeutet konkret: Unsere Ernährung ist viel zu sauer, somit zu wenig basisch. Dabei bedeutet „sauer“ nicht zwangsläufig, dass wir (auf den ersten Blick) saure Nahrungsmittel zu uns nehmen. Als sauer gelten z. B. die meisten Fleischsorten, viele Fette, Kaffee und sogar Zucker. Es handelt sich hierbei also um Lebensmittel, die unseren Körper übersäuern, wenn sie regelmäßig zugeführt werden. Die Auswirkungen sind drastisch: Durch die Übersäuerung des Körpers kann es zu Nieren- und Harnwegserkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislaufstörungen und sogar Krebs kommen. Auch eine dauerhaft verminderte Leistungsfähigkeit kann durch die Übersäuerung hervorgerufen werden. Kurzum: Die gesamte Gesundheit leidet.
Die gute Nachricht: Quinoa ist komplett basisch und trägt somit zur ausgewogenen und gesunden Ernährung bei. Durch diese basische Wirkung gleicht es andere, sauer wirkende Nahrungsmittel aus und sorgt dafür, dass der Körper ein optimales Säuren-Basen-Gleichgewicht aufweist.

Kurzzeitige Crashdiäten sind in fast allen Fällen zum Scheitern verurteilt. Oft verliert der Körper dabei nur Wasser oder schaltet schon nach kurzer Zeit auf eine Art „Notprogramm“, bei dem er den Verbrauch von Energie stark einschränkt, um die niedrigere Nahrungszufuhr auszugleichen. Isst der Betroffene dann wieder normal, sind die Pfunde umso schneller wieder drauf – und höchstwahrscheinlich noch ein paar neue dazu.
Die beste Lösung zum Abnehmen stellt eine gesunde und ausgewogene Ernährung dar, und das dauerhaft. Dazu trägt auch Quinoa Samen einen guten Teil bei. Durch die ausgewogene Mischung aus vielen lebenswichtigen Nährstoffen ergibt sich eine optimale Versorgung des gesamten Organismus. Der Mensch wird leistungsfähiger und der Körper baut seine Fettreserven ganz natürlich und nachhaltig ab, weil er merkt, dass er regelmäßig hochwertige Nahrung zugeführt bekommt.

Hohe Cholesterinwerte erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen immens. Herzinfarkte, Schlaganfälle und viele andere, teilweise lebensgefährliche Erkrankungen können die Folgen sein. Quinoa enthält eine große Menge Magnesium und diverse basische Ballaststoffe, die sowohl das Blutfett als auch den Blutdruck nachhaltig senken. Dadurch wird auch die Verdauung angeregt und die Produktion von Gallensäure reguliert.

Nicht nur das Blutfett, sondern auch der Blutzucker hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit des gesamten Organismus. Dabei spielt die Konzentration des Blutzuckers eine wichtige Rolle insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Diabetes-Erkrankung.
Diabetes gehört inzwischen zu den verbreitetsten Volkskrankheiten in den modernen westlichen Ländern. Zum Problem wird bei Diabetikern stets der starke und unkontrollierte Anstieg des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit. Quinoa beugt diesem Anstieg durch seinen sehr niedrigen glykämischen Index vor. Und nicht nur das: Quinoa besitzt besonders komplexe Kohlenhydrate, die vom menschlichen Körper nur sehr langsam verdaut werden und daher den gefürchteten Heißhungerattacken vorbeugen. Und genau diese sind es, die für den plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind.

Darmpilze entstehen durch ungesunde Ernährung und eine allgemein ungesunde Lebensweise. Sie können Auslöser für schwerwiegende Erkrankungen sein und sind nur schwer zu behandeln. Daher sollten wir dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt – z. B. durch den Einsatz vom glutenfreien Quinoa in unserer Nahrung. Quinoa besitzt einen großen Anteil von verdauungsfördernden Ballaststoffen, die einen wohltuenden Einfluss auf die gesamte Darmtätigkeit ausüben und basisch sind. Hinzu kommt, dass Quinoa eine stark aufquellende Wirkung besitzt. Dadurch vergrößert sich das Stuhlvolumen, der Stuhl übt Druck auf die Darminnenwand aus, wodurch die Tätigkeit der Darmmuskeln angeregt wird.

Reis und Nudeln hat man bisher ein Leben lang gegessen, Quinoa ist ein neuer, frischer Geschmack, der sich leicht einbauen und mit allem kombinieren lässt.

Was viele nicht wissen: Auch Kopfschmerzen bzw. Migräne sind oftmals auf eine Übersäuerung des Körpers zurückzuführen. Hier setzt (der basische) Quinoa an und bringt das Gleichgewicht aus Säuren und Basen im Körper wieder zurück, so dass dem Schmerz die Grundlage entzogen wird. Zudem versorgt Quinoa den gesamten Organismus mit einer Vielzahl wichtiger Vitamine und Mineralien, deren Mangel ebenfalls eine Ursache für Kopfschmerzen und Migräne sein kann. Insbesondere das Mineral Magnesium ist hier zu nennen, welches zur Entspannung der Blutgefäße beiträgt und somit den Schmerz lindern kann. Sowohl die Intensität als auch die Häufigkeit von Migräneanfällen können durch die verstärkte Einnahme von Magnesium in Form von Quinoa zurückgehen.

Sie nehmen Vitamine und Mineralien in Tablettenform zu sich? Dann könnte es sein, dass durch die Aufbereitung und Verarbeitung die sogenannte Bioverfügbarkeit dieser Inhaltsstoffe beträchtlich leidet und somit die Wirkung verpufft. Man bezeichnet damit die Fähigkeit des Körpers, die gelieferten Stoffe in der vorliegenden Form aufzunehmen und zu verwerten. Quinoa Samen dagegen bietet eine sehr gute Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe, da es zusätzlich Saponine (Bitterstoffe) enthält, die dem Organismus die Aufnahme der Nährstoffe erleichtern.



Donnerstag, 17. März 2016

Neue Rettungsaktion - wir gugeln uns zum Geburtstag !

Schon seit zwei Jahren wird gerettet - wie die Zeit doch vergeht. Die ehmals kleine Facebook-Gruppe hat inzwischen stolze 44 Mitglieder - plus einige Retterinnen, die keinen FB-Account haben. Ziel der Gemeinschaft internationaler Foodblogger ist, sich regelmäßig der "Rettung" von Lebensmitteln zu widmen, welche immer mehr zum Fertigprodukt verkommen. Hier kann man übrigens nachverfolgen, was schon alles gerettet wurde.


Nun gut, wir feiern den 2. Geburtstag natürlich entsprechend und haben uns dieses Mal der Rettung des Gugelhupfes bzw. der Kuchen mit Loch gewidmet. Ich habe mich, da Ostern kurz bevor steht, für kleine Eierlikör-Gugl entschieden. Die machen sich sowohl beim Brunch als auch auf der Kaffeetafel gut.


Zweierlei Eierlikör-Gugl
für 14 mittlere Gugls oder 24 Minis

2 Eier
100 g Zucker
2 EL Vaniellezucker, vom selbst gemachten
1 Prise Salz
100 g Butter, geschmolzen plus etwas zum Fetten der Form
100 ml Eierlikör (z.B. nach diesem Rezept)
200 g Mehl (ich: Dinkelmehl Type 630) plus etwas zum Ausstreuen der Form
2 TL Backpulver
1 EL Kakaopulver

 zum Verzieren:
2-3 EL Puderzucker
1 EL Eierlikör

Backofen auf 165°C (Umluft) oder 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Miniguglform fetten und mit Mehl ausstreuen.

Die Eier zusammen mit Zucker, Vanillezucker und Salz cremig aufschlagen, dann die flüssige Butter dazu gießen. Anschließend im Wechsel Mehl, Backpulver und Flüssigkeit hinzu geben.

Die Hälfte der Masse in 7 kleine Gugl-Förmchen verteilen - das geht am Besten mit Hilfe von 2 Teelöffeln. In die restliche Masse Kakaopulver rühren, dann den Teig auf weitere 7 Förmchen verteilen.

Gugls ca. 20 Minuten backen. Die kleinere Mini-Variante benötigt nur etwa 12 Minuten. Die Gugl aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Puderzucker mit Eierlikör verrühren, bis eine zähflüssige Masse entstanden ist. Über die Gugls träufeln und trocknen lassen.


 Hier geht es zu den Rezepten der MitretterInnen:

giftigeblonde - Apfel Walnuss Gugelhupf
Food for Angels and Devils - Eierlikör-Schoggi-Kuchen mit Loch 
Fliederbaum - Kaisergugelhupf 
Anna Antonia - Mississippi Mud Cake 
Cuisine Violette - Orangen-Nuss-Gugel 
multikulinarisches – Jubiläums-Gugl mit Sanddorn
Summsis Hobbyküche - Aprikosen - Gugelhupf
Feinschmeckerle - Marmorgugelhupf mit Kirschen  
brotbackliebeundmehr - Baileys-Marmor-Gugelhupf
Kochen mit Herzchen - Durstiger Geburtstags-Guglhupf
Obers trifft Sahne - Frankfurter Kränzchen  
kebo homing - Orangengugl
Prostmahlzeit - Schoko-Mandel-Gugelhupf
Sakriköstlich - Rotweinkuchen
Aus meinem Kochtopf - Nürnberger Gewürz-Gugelhupf
Meins! Mit Liebe selbstgemacht - Knödelgugel
1x umrühren bitte aka kochtopf - Kuchen mit Loch oder wir gugeln uns zum Geburtstag!
Was du nicht kennst... - Kokosnussguglhupf 
Küchenliebelei - Klassischer Marmorgugelhupf
Sandra´s Tortenträumereien - Bananen Erdnuss Gugel 
widmatt- aus meiner Schweizer Küche - Oster- Höpfli (Mini Gugelhöpfli)
Genial lecker - Brezenknödelgugelhupf
thecookingknitter - Sauerkrautgugl mit Speck
Dynamite Cakes - Saftiger Zitronen-Gugelhupf
Das Mädel vom Land - Schlagobers-Gugelhupf
verbotengut! - Saftige Orangen-Gugl
Jankes*Soulfood - Möhren-Gugelhupf mit Frischkäse-Swirl
German Abendbrot - Verführerischer Gugelhupf
Leberkassemmel und mehr - Zitronen-Rosmarin-Guglhupf


 

Wer jetzt noch nicht genug Gugls hatte - hier noch vier weitere Rezepte aus meiner Küche:


Dienstag, 15. März 2016

Käse-Schlemmerei

Ich kann mich noch gut an die Geburtstagsfeiern meiner Kindheit erinnern. Oft gab es am Abend eines meiner Lieblingsgerichte: Schlemmerbrötchen. Die haben meine Brüder und ich - im wahrsten Sinne des Wortes - heiß und innig geliebt. Einfach zuzubereiten sind die Teile auch. Und genau darauf hatte ich mal wieder so richtig Lust...


Schlemmerbrötchen
für 12-20 Stück (je nach Größe)

400 g gekochter Schinken, gewürfelt (wer's herzhafter mag nimmt Schinkenspeck)
400 g Käse, frisch gerieben (z.B. Emmentaler oder Bergkäse)
200 g Schmand
1 Ei
1/2 Bund Petersilie, gehackt 
1-2 Zehen Knoblauch, gerieben
Salz und Pfeffer
ggf. etwas Paprikapulver
6-10 (Aufback-)Brötchen, halbiert (ich habe Toasties verwendet, deswegen sind meine so flach)

Schinken, Käse, Schmand, Ei Petersilie und Knoblauch vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, gibt noch etwas Paprikapulver hinzu. Masse auf den Brötchenhälfetn verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 175-200 °C (Umluft) ca. 12-17 Minuten überbacken (frische Brötchen bei 200 °C nur kurz, Aufbackbrötchen bei 175 °C länger im Backofen lassen)

Zu den Schlemmerbrötchen am Besten einen Salat servieren.


Ich habe übrigens auch schon eine Variante mit Räucherlachs gemacht und die vegetarische Variante mit Gemüse (z.B. Mais, Paprika, blanchierter Brokkoli oder Lauchringe) schmeckt ebenfalls ausgezeichnet. Saarländer und Pfälzer ersetzen den Schinken auch gerne mal durch Fleischwurst oder Lyoner - je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Variationen fallen mir zu dem Thema ein... Brötchen als "Unterlage" sind übrigens kein Muss, (Toast-)Brotscheiben gehen auch - die würde ich aber etwas antoasten.

Sonntag, 21. Februar 2016

Ins Netz gegangen

Ja, wir haben ihn bekommen - Skrei! Die Saison ist kurz und im letzten Jahr haben wir sie verpasst. Um so mehr haben wir uns gefreut, dass wir gestern ein schönes Filet erstehen konnten.

Der Skrei ist im Grunde ein norwegischer Kabeljau der besonderen Art: Einmal im Jahr ereignet sich vor den Lofoten ein faszinierendes Naturschauspiel, da riesige Schwärme des Skreis aus der eisigen Barentssee kommen. Die Fangsaison des Winterkabeljaus beginnt im Januar und endet im April, wenn er zur Barentssee zurückkehrt.

Auf den Lofoten genießt der Skrei eine ganz besondere Wertschätzung, da der Fisch das größte Exportgut der Inselkette ist. Um ihn zu fangen, gehen die Fischer hohe Risiken ein. Tosende Stürme, Kälte und reißende Strömungen machen den Skreifang zu einem gefährlichen und schwierigen Unterfangen. Dabei wird hauptsächlich mit Lang- und Handangelleinen oder kleineren Netzen gefischt. Dank effektiver Schutzmaßnahmen ist es den Norwegern gelungen, den Bestand dauerhaft zu bewahren. (Quelle: www.deutschesee.de)


Skrei auf Senf-Spitzkohl
für 2-3 Personen

600 g Spitzkohl, in Streifen geschnitten
1 EL Butterschmalz
1 Schalotte, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
50 ml Noilly Prat (trockener Wermut)
100 ml trockener Weißwein
200 g Sahne
1 EL Suppengrundstock
1 EL grober Senf
1 EL mittelscharfer Senf
Zucker
Salz und Pfeffer
Butter
ca. 1-2 EL Mehl 
600 g Skrei

Spitzkohl in reichlich Salzwasser 2 Minuten blanchieren, dann abgießen und in kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen. In einem Topf Butterschmalz erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig andünsten. Knoblauch zufügen, dann mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen. Flüssigkeit um die Hälfte einreduzieren lassen. Sahne angießen, Suppengrundstock, groben Senf und Spitzkohl dazugeben, alles verrühren und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten dünsten.

In der Zwischenzeit in einer Pfanne die Butter erhitzen. Den Fisch in Portionsstücke teilen, im Mehl wenden und auf der Hautseite anbraten. Fisch wenden und auf der anderen Seite garziehen lassen.

Kohl mit dem mittelscharfen Senf, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Alles auf Tellern anrichten.



Sonntag, 14. Februar 2016

Fenchel & Orange

In unserem Urlaub auf Usedom haben wir im Standhotel Heringsdorf eine leckere Suppe gegessen: Fenchel-Orangen-Suppe mit einer Garnele. Ich bin ja nun nicht wirklich der Fan von Fenchel, aber die Suppe war äußerst lecker. So haben wir beschlossen, diese zu Hause einmal nachzukochen. Dumm nur, dass wir kein Rezept dafür haben. Also haben wir einfach probiert...


Fenchel-Orangen-Suppe mit Räucherlachs
für 4 Personen als Vorspeise

2 EL Olivenöl
1 Schalotte, gewürfelt
2 Knollen Fenchel, in Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
(Noilly Prat oder Pastis - sie Bemerkung am Schluss)
Saft von 2 großen Orangen
400 ml Geflügelfond (Fischfond könnte ich mir aber auch gut vorstellen)
100 g Sahne
Abrieb von 1/2 Orange
1 EL Suppengrundstock
Zucker
Salz und Pfeffer
200 g Räucherlachs, in Streifen geschnitten

Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotte darin glasig anschwitzen. Fenchel und Knoblauch zufügen, ca. 2 Minunten dünsten. Mit Orangensaft ablöschen, dann Fond und Sahne angießen. Orangenabrieb und Suppengrundstock zufügen. Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 12-15 Minuten köcheln lassen, bis der Fenchel weich ist. Dann pürieren, mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller verteilen, mit Räucherlachs und ggf. etwas Fenchelgrün garnieren.


Die Suppe war lecker, allerdings hätte ihr ein Schuss Noilly Prat oder Pastis gut getan um den Geschmack noch etwas zu verstärken. Gut wäre es auch, den Räucherlachs durch eine Garnele zu ersetzen, denn der Lachs war fast zu kräftig für das feine Süppchen.

Samstag, 13. Februar 2016

Schwäbisch-Italienische Connection

Heute morgen auf dem Markt hat uns Ina von Perro Negro auf einen kleinen Laden aufmerksam gemacht, in welchem sie immer montags anzutreffen ist: Panis et Vinum in Hamm am Rhein.

Quasi spontan haben wir uns dann entschlossen, da mal so eben vorbeizufahren und uns anzuschauen, was denn der kleine mediterrane Lebensmittelladen so zu bieten hat. Und das ist eine ganze Menge: Feinste italienische Salami- und Schinkenvariationen, Mozzarella und Burrata direkt von kleineren Produzenten aus Apulien, Weine und sardische Nudelspezialitäten...

Und dann ist da noch der Inhaber, der seinen Laden und die Produkte liebt! Wie schnell ist die knappe Stunde vergangen, in der wir gequatscht, probiert und entschieden haben, dass wir auf jeden Fall wiederkommen werden. Natürlich haben wir auch etwas mitgenommen, nämlich die beste Burrata, die wir bislang probieren konnten. Sorry liebe Käsefrau vom Wochenmarkt - da sind wirklich Welten zwischen! Und weil wir auch noch ein Paket Alblinsen im Schrank hatten, haben wir ein Revival des Linsengemüses mit Burrata gestartet.

... das ist das weiße Glück ...


Alblinsen mit Burrata
für 4 Personen

10 EL Olivenöl
250 g kleine, grüne Alblinsen (Alb-Leisa)
1-2 Lorbeerblätter (je nach Größe) 
Suppengrundstock
3 kleine Mai- oder Steckrübchen, geschält und in ca. 1/2 cm große Würfel geschnitten
1 rote Zwiebel, die Hälfte in feine Würfel, die andere in dünne Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 rote Peperoni, fein gewürfelt
Blättchen von 2-4 Stengeln Thymian
Saft und Schale von 1/2 unbehandelten Orange
Saft und Schale von 1 unbehandelten Zitrone
1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt
Salz und Pfeffer
ggf. etwas milden, hellen Fruchtessig
1 große Burrata (ca. 400 g)

3 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Linsen zufügen, kurz andünsten. Dann die dreifache Menge Wasser angießen. Lorbeer und 1 EL Suppengrundstock zufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 20-25 Minuten garen - immer wieder den Gargrad überprüfen, denn die Linsen dürfen nicht verkochen.

In der Zwischenzeit das restliche Olivenöl in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen. Rübchen- und Zwiebelwürfel darin anbraten. Knoblauch, Peperoni und Thymian zugeben. Alles ca. 5 Minuten dünsten. Die Rübchenwürfel sollten dabei keine Farbe nehmen und noch bissfest bleiben. Saft und Schale von Zitrone und Orange dazugeben. Mit Suppengrundstock, Salz und Pfeffer abschmecken.

Linsen durch ein Sieb abgießen, zusammen mit der Petersilie in eine Schüssel geben und alles mit dem Pfanneninhalt vermengen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es lieber etwas saurer mag, der gibt noch etwas Essig hinzu.

Linsen auf Tellern verteilen. Burrata vierteln, auf die Linsen legen und sofort servieren.