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Freitag, 17. Oktober 2014

Kein Fleisch am Freitag

Heute gab's kein Fleisch im Hause P. - denn davon hatten wir in der letzten Zeit mehr als genug. Also heute wieder einmal vegetarisch. Nudeln gab es diese Woche bereits mehrfach, deswegen sollte es ein Risotto werden. Gleichzeitig konnte ich so die letzten Tomätchen aus eigener Ernte verwerten. Beim Kochen hat mich der Thermomix unterstützt, denn ich bin zur Zeit etwas kränklich und hatte keine besondere Lust, mich eine halbe Stunde an den Herd zu stellen und zu rühren.





Risotto mit Crème fraîche, Basilikum und Tomaten
für 3-4 Portionen

5-6 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel, gehackt (ca. 30 g)
250 g Risotto-Reis
50 ml Weißwein
650 g Gemüsebrühe
1 Zehe Knoblauch, gerieben
200 g Crème fraîche
50 g Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
etwas Basilikum, in feinen Streifen
250 g bunte Cocktailtomaten, geviertelt

2 EL Olivenöl zusammen mit den Zwiebelwürfeln in den Thermomix geben und auf Stufe 1 bei 100 °C 3 Minuten andünsten. Dann den Risottoreis hinzufügen, auf Sanftrühren/Linkslauf bei 100 °C 1 Minute dünsten. Mit Weißwein ablöschen und eine weitere Minute rühren lassen. Gemüsebrühe und Knoblauch dazugeben. Alles 20 Minuten bei 100 °C auf Linkslauf/Sanftrühren garen, dabei den Messbecher nicht aufsetzen. Nach 20 Minuten die Crème fraîche zufügen. Vor dem Servieren den Parmesan unterrühren und das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Tellern anrichten, Tomaten und Basilikum darauf verteilen und mit jeweils 1 EL Olivenöl beträufeln. Direkt servieren.


Sonntag, 12. Oktober 2014

Der Herbst ist da

Das neblig-trübe Wetter des Herbstes ist da. Zeit, wieder Eintöpfe und andere herzhafte Gerichte auf den Tisch zu bringen.

Freundlicherweise haben meine Mutter und ihr Lebensgefährte einen schönen Wirsingskopf aus ihrem Urlaub im Dithmarschen mitgebracht. Leider ist so ein Kopf viel zu groß für 2 Personen. Ich mag Wirsing zwar, aber eine Woche lang jeden Tag Kohl ist mir dann doch zuviel. Macht nichts, wir haben ja den Sonntags-Trumpf in der Hand: bei den Winelanders (so nennt sich unser Trupp inzwischen) finden wir immer Abnehmer. Und so habe ich gleich einen großen Topf des köstlichen Eintopfes aufgesetzt, den wir jetzt in geselliger Runde verspeisen werden.


Wirsing-Hack-Eintopf
für 8 Personen

300 g Bauchspeck, in Streifen geschnitten
3 Zwiebeln, gewürfelt
1 kg gemischtes Hackfleisch
200 ml Weißwein
1 großer Wirsing, in Streifen geschnitten
500 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
3 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
3 EL Suppengrundstock
4 EL Sweet-Chili-Sauce
Kümmel, gemahlen
Salz und Pfeffer

Öl in einem großen Topf erhitzen. Speck und Zwiebeln darin anbraten. Dann das Hackfleisch zufügen und krümelig anbraten. Mit Weißwein ablöschen, damit sich der Bodensatz löst. Wirsing, Kartoffeln, Knoblauch und 1,5 Liter Wasser zufügen. Mit Suppengrundstock, Sweet-Chili-Sauce und Kümmel würzen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten garen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Gepimpt

Zur After-Wedding-Party meiner Schwägerin habe ich auf deren Wunsch Speck-Zwiebel-Brötchen gebacken. Dazu habe ich (zugegebenermaßen) eine fertige Brotbackmischung verwendet. Das Ergebnis hat allen Gästen gemundet und so dachte ich, dass man das auch als Brot machen könnte. Auch in diesem Fall habe ich wieder auf die Fertig-Mischung zurückgegriffen, denn ich wollte in dieser Hinsicht keine Experimente eingehen. Allerdings habe ich mit der Backform experimentiert und 2 verschiedene Formen verwendet - eine klassische Kastenform und eine neue Gugelhupf-Form aus Silikon.

"Brot" in Form eines Gugelhupfs ist übrigens nichts Neues, im Elsaß gibt es dieses schon lange.


Herzhafter Speck-Zwiebel-Gugelhupf
für ein 750 g-Brot

500 g Backmischung für Dinkel-Vollkorn-Brot
100 g Röstzwiebeln
125 g Katenschinken, gewürfelt

Backmischung, Röstzwiebeln und Speck zusammen mit 330 ml lauwarmem Wasser (nach Packungsangabe) in den Thermomix geben und 3 Minuten auf Knetstufe vermengen.

In eine Schüssel umfüllen und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Dann Durchkneten und den Teig in eine Gugelhupf-Form geben. Nochmals zugedeckt gehen lassen.

Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen, dabei in feuerfestes Schälchen mit Wasser auf den Boden stellen. Gugelhupf 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180 °C reduzieren. Weitere 50-55 Minuten backen. Vor dem Anschneiden auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen.


Samstag, 11. Oktober 2014

Apfelzeit

Meine Schwiegermutter hat während unseres Aufenthalts ständig Apfelmus aus dem im Garten anfallenden Fallobst gekocht. So gab es jeden Abend zum Dessert Apfelmus - mal mit Cantuccini, mal mit Sahne, einmal war auch Calvados dabei. Bei unserer Abreise sind wir natürlich nicht leer ausgegangen und haben ein Schüsselchen davon mitbekommen. Daraus haben wir unserer heutiges Dessert kreiert.


Beschwipste Apfel-Cantuccini-Schichtspeise
für 4 Portionen

16 EL Apfelmus (selbstgemacht von Mor -Rezept siehe weiter unten)
16 EL geschlagene süße Sahne
12-16 EL zerkleinerte Cantuccini (entweder mit dem Nudelholz oder im Thermomix zerbröselt)
8 EL Calvados

4 schöne Gläser bereitstellen. Zuerst in jedes Glas 2 EL Apfelmus geben, darauf je 2 EL Sahne verteilen. Dann je 2-3 EL zerbröselte Cantuccini darauf verteilen und mit 2 EL Calvados beträufeln. Dann wieder 2 EL Apfelmus darauf. Mit 2 EL Sahne abschließen. Die restlichen Cantuccinibrösel darauf verteilen.

Bis zum Servieren kalt stellen.



Mor's Apfelmus aus dem Thermomix

750 g geschälte Äpfel
50 ml Wasser
30 g brauner Zucker
Saft von 1/2 Zitrone
1 EL Vanillezucker oder etwas Tonkabohnenabrieb

4 Sekunden auf Stufe 4-5 schreddern. 9 1/2 Minuten bei 100 °C auf Stufe 1 garen. Dann 12-15 Sekunden auf Stufe 9 pürieren. Abkühlen lassen.

Leipziger Allerlei

Die Schwiegertigers sind vom Rande Berlins in die Nähe von Leipzig umgezogen. Wir hatten uns natürlich gleich zum Besuch angemeldet, um beim Ein- und Umräumen zu helfen. Das haben wir auch fleißig getan und so gut wie keinen Raum so belassen, wie er (geplant) war. Selbst größere Umbauten in der funkelnagelneuen Küche haben wir initiiert - dazu muss aber erst einmal das bestehende Fenster um- oder ein neues eingebaut werden.

Jedenfalls musste die schon etwas ältere HiFi-Anlage aus dem Wohnzimmer weichen und ein geeigneter Ersatz im bekannten Elektro-Markt gekauft werden. Dazu haben wir einen Ausflug nach Leipzig unternommen. Dort wurde dann auch das bereits vorgestellte Kochbuch erworben (also in Leipzig, nicht im Elektro-Markt). Nachdem wir die wichtigen Einkäufe erledigt hatten, haben wir das neue Terrain sondiert und Ausschau nach einem türkischen Lebensmittelmarkt gehalten. Fündig wurden in der Eisenbahnstraße. Neben diversen Gewürzen und Würzpasten haben die Schwiegertigers für's Abendessen ein schönes Stück Kalbsbraten mitgenommen und wir uns mit einer ganzen Ochsenrippe für die Rückkehr eingedeckt.

Leider habe ich bei unserem heimischen Metzger noch nie eine Ochsenrippe entdeckt, aber in türkischen Läden findet man diese, neben Kalbsrippen, sehr oft. Also Augen auf für den Ochsenkauf, denn es lohnt sich wirklich, dieses schöne Stück Fleisch nicht immer als Suppenfleisch zuzubereiten.


Ochsenrippe aus dem Ofen
für 4-6 Personen

4 EL Pflanzenöl
2-3 TL BBQ-Salz (ersatzweise Salz, Pfeffer und Paprikapulver gemischt)
1 Ochsenrippe mit Knochen (ca. 2,5 kg), in 2 oder 3 Stücke geteilt
300 ml roter Portwein
4 Karotten, gewürfelt
500 g Champignons, ggf. geviertelt
400 ml Rindsfond oder -Brühe
1 EL gesüßtes Hagebuttenmark
Salz und Pfeffer
ggf. Zucker

Backofen auf 125 °C (Umluft) vorheizen. Öl mit BBQ-Salz verrühren und die Ochsenrippe damit rundherum einpinseln. Mit dem Knochen nach unten in eine große, feuerfeste Form legen und ab in den Backofen. 2 Stunden garen, ggf. nach 1 Stunde das Fleisch wenden. Dann Portwein angießen, Karotten und Champignons zufügen. Zuletzt alles mit dem Rindsfond übergießen und mit Alufolie bedecken. Eine weitere Stunde garen. Nun das Fleisch aus der Form nehmen und direkt auf den Ofenrost legen. Fettpfanne unterschieben. Fleisch mit der Bratflüssigkeit bestreichen und offen bei 170 °C 30-45 Minuten fertig garen, dabei immer wieder mit der Flüssigkeit bestreichen.

In der Zwischenzeit die Sauce mit dem Gemüse in einen Topf umfüllen und um die Hälfte einreduzieren. Mit Hagebuttenmark, Salz und Pfeffer abschmecken.

Fleisch vom Knochen lösen, in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren. Als Beilage hatten wir eine cremige Polenta.


Noch mehr Ideen, wie man die Ochsenrippe zubereiten könnte, findet Ihr übrigens hier und hier. Mich würde allerdings auch einmal interessieren, wie bzw. was unsere türkischen Mitbürger mit diesem Stück machen.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Neues Kochbuch

Mein Lieblingsgatte hat mir heute ein neues Kochbuch geschenkt. Das ist uns hier in Leipzig über den Weg gelaufen und schon beim Durchblättern haben wir Lust bekommen, das eine oder andere Gericht daraus zu kochen - äh, grillen.

Neben vielen, schönen Fotos bietet dieses Buch ausgefallene Grillrezepte mit Wild und dazu passenden Beilagen, z.B. geräucherte Kürbissuppe.

Foto von Amazon.de
Tom Heinzle: Wild grillen
(24,99 €, Verlag Heel, ISBN: 978-3868529326)

Wer also Wild mag und gerne grillt, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Wir werden auf jeden Fall das eine oder andere Gericht nachkochen und darüber berichten.

Dienstag, 2. September 2014

Suppenwetter



Bei uns hat heute zwar die Sonne geschienen, aber wirklich warm ist es nicht mehr. Also genau das richtige Wetter, um eine herzhafte Suppe auf den Tisch zu bringen. Wir hatten noch Lammhack im Kühlschrank und so habe ich kleine Bällchen daraus gemacht. Damit sie schön locker werden, mege ich gerne etwas geriebene Karotte darunter. Die Bällchen gab es als Einlage für eine cremige Kartoffelsuppe - die vorrätigen Kartoffeln müssen weg um Platz für die eigene Ernte zu machen.



Cremige Kartoffelsuppe mit Hackbällchen
für 4 Personen

1 Liter Gemüse- oder Fleischbrühe
6-7 große Kartoffeln, geschält und gewürfelt
2 Knoblauchzehen, angedrückt
1 Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
200 ml Sahne
Muskatnuss
Salz und Pfeffer

500 g (Lamm-)Hack
2 Eier Gr. M
1 große Karotte, gerieben
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Semmelbrösel
1 TL Oregano, getrocknet
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
Öl zum Braten

Brühe zusammen mit den Kartoffelstücken, Knoblauch und den Frühlingszwiebeln - bis auf einen kleinen Rest für die Garnitur - in einen Topf geben und zugedeckt in ca. 20 Minuten weich kochen. Sahne angießen und alles mit dem Schneidstab cremig pürieren. Mit Suppengrundstock, Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die HackbällchenHackfleisch, Eier, Karotten, Knoblauch und Oregano verkneten. So viel Semmelbrösel hinzufügen, dass eine gut formbare Masse entsteht. Kräftig mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. Zu kleinen Bällchen formen. Öl in eine große Pfanne geben und die Bällchen bei nicht zu großer Hitze von allen Seiten anbraten.

Suppe in Teller geben, die Bällchen darin verteilen und mit den restlichen Röllchen von den Frühlingszwiebeln bestreuen.