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Samstag, 11. Mai 2013

Coeurs de chevreuil

Klingt super gut, oder? Und was verbirgt sich dahinter? Herzen von Rehen...


Ragout von Rehherzen für 6-8 Personen

2 kg Rehherzen (alternativ auch Rind, Wildschwein, Pute, Schwein, Lamm oder anderes Getier)
Öl zum Anbraten
250 g Champignons
10-12 Schalotten
1 Flasche Roséwein
1 l Wildbrühe
2 EL Suppengrundstock
1 1/2 TL Zucker
4 Zehen Knoblauch
6 Karotten
4 Lorbeerblätter

Die Herzen gründlich putzen, von den Aorten etc. befreien und in grobe Stücke schneiden. Schalotten & Knoblauch schälen, Pilze putzen und vierteln, Karotten putzen und in Scheiben schneiden. Das Fleisch portionsweise in etwas Öl scharf anbraten, bei der letzten Portion das Gemüse und die Pilze hinzufügen und etwas Farbe ziehen lassen. Mit dem Wein ablöschen und einkochen lassen. Nach ca. 30 Minuten die Wildbrühe, Zucker, Suppengrundstock und Lorbeerblätter hinzufügen und bei mittlerer Hitze weitere 2 Stunden einkochen lassen.

Wenn das Fleisch weich ist, die Soße bei Bedarf etwas mit angerührter Speisestärke o.ä. abbinden - FERTIG!

Wir haben dazu Knöpfle und angeschwitzte Stangenbohnen serviert, denkbar wären aber auch Polenta, Kartoffelstampf oder Nudeln als Beilage gewesen.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Veröffentlicht !

Wir haben es mit unserem Blog sogar schon in die Presse geschafft - zumindest einmal in die Obstpresse Nr. 35 des Obstbauvereins 1910 Wattweiler. Hier der Beweis:



Wir möchten uns hier ganz herzlich für die Erwähnung in der Vereinszeitschrift bedanken!

Das ist übrigens das Rezept, um das es geht...

Helens Kartoffelsalat

Helen, eigentlich Helena, ist meine Stiefmutter. Helen macht den weltbesten Kartoffelsalat. Und wenn es den gibt, dann vergessen wir alle unsere gute Erziehung und fressen wie die Raupen! . Das "wir" sind die Kinder, Stiefkinder, Schwiegerkinder, Stiefschwiegerkinder, Enkelkinder, mein Vater und alle Nachbarn. Dass wir uns um die Reste nicht kloppen, ist dann auf das letzte Quäntchen unseres Anstands zurückzuführen - aber auch nur, weil wir beim nächsten Besuch wieder etwas davon abbekommen wollen. Sollte wider Erwarten doch ein kleines Restchen von dem köstlichen Salat übrig bleiben, so wird dieses geschwisterlich zwischen meinem kleinen Bruder und mir aufgeteilt. Und da ich die große Schwester bin, steht mir natürlich auch die größere Hälfte zu!

Jedenfalls gab es diesen Kartoffelsalat anlässlich des Geburtstags meines Vaters vor 2 Wochen wieder. Ich durfte bei der Zubereitung helfen und habe ganz genau aufgepasst. Das Geheimnis ist eigentlich das viele Öl, das den Salat so schön schlotzig macht. Und die Schäufelebrühe - für's Gschmäckle!

Mehrfach habe ich versucht, den Salat zu kopieren - bisher erfolglos. Mal schauen, ob es dieses Mal klappt.


2,5 kg Kartoffeln (festkochend)
1 TL Kümmel
250-300 ml badische Schäufelebrühe
2 EL Suppengrundstock
1 EL mittelscharfer Senf
reichlich Sonnenblumenöl
milder Essig
Salz und Pfeffer
1 Bund Schnittlauch
4 gekochte Eier

Kartoffeln in Wasser mit Salz und Kümmel garen. Dann ausdämpfen und abkühlen lassen, die Kartoffeln sollten für die weitere Verarbeitung aber zumindest noch leicht warm sein.

Kartoffeln pellen und mit einem Gemüsehobel o.ä. in ca. 2-3 mm dicke Scheiben schneiden. Schäufelebrühe erhitzen, Suppengrundstock einrühren - die Brühe muss stark überwürzt sein! Dann über die Kartoffelscheiben gießen, den Senf, frisch gemahlenen Pfeffer, reichlich Öl und etwas Essig zufügen. Gut vermengen. Dann 2 Stunden ziehen lassen.

Vor dem Servieren Eier pellen und Scheiben schneiden. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen scheiden. Beides unter den Salat heben. Nochmals mit Salz, Pfeffer und ggf. Essig abschmecken.


Wenn es schnell gehen muss...

Es ist Feiertag. Das Wetter ist nicht das Beste. Was machen Herr und Frau P. folglich? Sie lümmeln auf der Couch. Und was machen sie da? Sie lesen. Was lesen sie? Zeitschriften. Was für Zeitschriften? Kochzeitschriften! Und was passiert dann? Sie bekommen Hunger - haben im Kopf immer noch die Bilder aus den Kochzeitschriften. Wollen genau das essen, was da abgebildet ist. Doch dann: Enttäuschung - es sind nicht benötigten Zutaten vorrätig. Dann: was soll's. Eine Anregung ist schön, aber Variation ist besser!



Kichererbsen-Mais-Salat für 2 Personen

1 Dose Kichererbsen (240 g EW)
1 Glas eingelegte Maiskölbchen (190 g EW)
1/2 Bund Radieschen
2 Frühlingszwiebeln (frisch aus dem Garten!)
1 Knoblauchzehe
5 EL Sesamöl
2 EL weißer Balsamico-Essig
2 EL Sweet-Chili-Sauce
Kreuzkümmel, gemahlen
Zucker
Salz und Pfeffer
frischer Koriander, gehackt

Knoblauch schälen und reiben. Zusammen mit dem Öl, Essig und Sweet-Chili-Sauce vermengen.

Kichererbsen und Maiskölbchen abtropfen lassen. In eine Schüssel geben. Radieschen und Frühlingszwiebeln waschen, putzen. In Scheiben bzw. Ringe schneiden. Ebenfalls in die Schüssel geben. Sauce zufügen. Alles gut vermengen, mit Kreuzkümmel, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gehacktem Koriander bestreuen. Et voilà: Essen ist fertig!


Der eine oder andere mag jetzt denken: was, Familie P. isst Dosengemüse!?! Ja, ab und zu tun wir das. Genauso wie der Besuch von Fast-Food-Ketten und wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann mag Frau P. auch die Hähnchenteile aus Kentucky.

P.S.: inspiriert von der aktullen Lust auf Genuss (06/2013)

Freitag, 3. Mai 2013

Noch mehr Brot

Wir bekommen morgen Frühstücksbesuch. Und da dieser von den hellen Brötchen, die wir immer auf dem Markt kaufen, nicht so begeistert ist, habe ich eben wieder ein Brot gebacken. Dieses Mal habe ich die Mehlsorten etwas variiert.

Sauerteigbrot II

300 ml lauwarmes Wasser
75 g Sauerteig
1 Pk. Trockenhefe
1 TL Salz
250 g Weizenvollkornmehl
50 g Roggenvollkornmehl
200 g Weizenmehl
50 g Haferflocken

Alle Zutaten zu einem weichen Teig kneten und abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen. Dann in eine gefettete Backform (ich habe wieder zusätzlich noch ein paar körnige Haferflocken unten hinein getan) geben und zugedeckt stehen lassen. Dieses Mal durfte das Brot über Nacht bei Zimmertemperatur gehen.

Am nächsten Morgen Backofen auf 250 °C vorheizen. Ein feuerfestes Schüsselchen mit kochendem Wasser auf den Boden des Ofens stellen, dann das Brot auf der untersten Schiene 15 Minuten backen, anschließend die Temperatur auf 200 °C zurückschalten und weitere 35 Minuten backen.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Der erste Spargel

Endlich ist es soweit: wir konnten heute den ersten, deutschen Spargel bei unserem Spargelhof erstehen. Da wir noch ein Bund Radieschen im Kühlschrank hatten, konnten wir auch gleich ein Rezept ausprobieren, das wir bei "Schöner Tag noch" gesehen hatten. Allerdings haben wir den Spargel auf konventionelle Art gegart, da wir auch endlich unseren neu erworbenen Spargeltopf ausprobieren wollten.



Spargel mit Radieschenvinaigrette für 2-4 Personen

2 kg weißer Spargel
Zucker & Salz
1 Bund Radieschen
1 Frühlingszwiebel
5 EL Öl
3 EL weißer Balsamico-Essig
Zucker
Salz & Pfeffer
Schnittlauch

Spargel waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Spargel zusammen mit Wasser, etwas Salz und Zucker in eine Topf geben. In 10-15 Minuten nicht zu weich kochen.

In der Zwischenzeit Radieschen waschen, putzen und in Stifte schneiden. Frühlingszwiebel ebenfalls waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Öl zusammen mit dem Essig verrühren.  Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Radieschenstifte und Frühlingszwiebeln unterrühren. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Röllchen schneiden.

Spargel aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen, portionsweise auf Tellern verteilen und mit der Radieschen-Vinaigrette beträufeln. Mit den Schnittlauchröllchen garnieren und sofort servieren.



Ausflug nach Asien

Vor langer Zeit habe ich auf einem Blog einen Glasnudel-Hackfleisch-Salat gesehen und wollte ihn unbedingt nachkochen. Leider, wie so oft, habe ich mir nicht notiert, wo das Rezept zu finden ist. Das Einzige, was ich noch wusste, waren die Hauptzutaten: eben Glasnudeln und Hackfleisch. Den Rest musste ich halt improvisieren... aber das ist ja sowieso das, was ich am Kochen liebe!


Asiatischer Glasnudelsalat mit Hackfleisch für 2-4 Personen

500 g Rinderhack
Öl zum Anbraten
1 Chilischote
1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe
Sojasauce
Sweet-Chili-Sauce
4 Karotten
1 Tasse Erbsen
1 Pk. Glasnudeln
2-3 Frühlingszwiebeln
Saft von 1 Zitrone
Koriandergrün, gehackt
Zucker
Salz und Pfeffer

Chilischote waschen, Kerne und Häutchen entfernen. Ingwer und Knoblauch schälen. Alles fein hacken.

Karotten schälen und in Julienne schneiden. Erst Karottenstreifen in Salzwasser blanchieren, dann die Erbsen im selben Wasser ca. 5 Minuten köcheln lassen. Zuletzt die Glasnudeln darin einweichen, mit einer Schere in kleinere Stücke schneiden und in einem Sieb abtropfen lassen. Alles in eine Schüssel geben.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Das Hackfleisch darin zusammen mit Chili, Knoblauch und Ingwer krümelig anbraten. Mit Sojasauce und Sweet-Chili-Sauce würzen. Ebenfalls in die Schüssel geben.

Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Mit dem Zitronensaft zu den restlichen Zutaten in die Schüssel geben. Alles gut vermengen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren mit Koriandergrün bestreuen.