Mittwoch, 3. März 2010

Baisers gemacht

Am Wochenende gab es ja lecker Rinderfilet mit Spargel. Dazu habe ich im Mixi eine Sauce Hollandaise gemacht. Natürlich haben wir es mit der Menge (mal wieder) etwas übertrieben und mit 8 Eigelb gearbeitet. Die Eiweisse habe ich erst einmal eingetuppert und in den Kühlschrank gestellt. Heute habe ich mir dann mal wieder den Inhalt des Kühlschranks angeschaut - und das Eiweiß gesehen. Sofort habe ich mich gefragt, was ich denn nun damit anstellen soll... wegwerfen oder verarbeiten? Da es mir widerstrebt Lebensmittel einfach wegzuwerfen habe ich mich für verarbeiten entschieden. Gesagt, getan. Schnell mal im Internet geschaut, wieviel Zucker denn so auf ein Eiweiß genommen werden soll. In so gut wie allen Foren und Webseiten werden 50 g Zucker auf 1 Eiweiß angegeben. Ich wollte aber etwas weniger nehmen, denn die Baisers sind ja Hüftgold pur! Jedenfalls sind die "Dinger" jetzt im Backofen und trocknen vor sich hin...

Und hier mein Baiser-Rezept (erst mal die Hälfte von meinem Versuch)

4 Eiweiß zusammen mit 1 Prise Salz mit der Küchenmaschine/Handrührgerät sehr steif schlagen. Das kann bis zu 5 Minuten dauern, mit der KitchenAid geht es aber echt schnell. Dann nach und nach (am besten eßlöffelweise) 150 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker unterrühren. Immer schön weiter schlagen, bis die Masse glänzt.

In einen Spritzbeutel füllen und kleine Rosetten (oder was auch immer) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Im vorgeheizten Backofen bei 100 °C (Umluft) 60 Minuten trocknen lassen, dann bei 50-75°C (Umluft) weitere 1-3 Stunden trocken (meine haben teilweise wirklich 3 Stunden gebraucht...) trocknen. Ich hatte während der ganzen Zeit einen Holzkochlöffel zwischen die Backofentür geklemmt damit die Feuchtigkeit besser abziehen kann.

Im Backofen auskühlen lassen, danach luftdicht verpacken. Angeblich sollen die Baisers weisser bleiben, wenn man der Masse etwas (Zitronen-)Säure (Pulver?) zufügt. Interessant hören sich ja auch diese fruchtigen Baisers an...

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